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16 - 20 von 1455 Rezensionen auf der Seite.

12.

Aug 2018

~nef
EmpfehlungEmpfehlung
Rezensionsexemplar

Die Mogelmuffins

Tags: Kinderbuch
Cover Schulcafé Pustekuchen

Tilli findet ihren Bruder Jacob heute mal wieder besonders doof. Da hatten sie und ihre Moma sich so viel Mühe gegeben und nun war alles umsonst. Warum musste sie auch einen kleinen Bruder haben? Immer funkte er dazwischen!

An diesem Morgen stand das Haus der Familie Hupf kopf. Vera Hupf war schon auf dem Sprung, Moma hatte die Muffins in der Hand und es war höchste Zeit, dass Jacob und Tilli sich für die Schule fertig machten. An diesem Tag wollte jedoch so gar nichts gelingen. Und ausgerechnet heute stand doch die große Klassenarbeit an. Jacob hatte ihnen alles verdorben.
Während Tilli auf der Kommode hockte, heulte Jacob rum, dass es nicht seine Schuld sei. Schließlich habe Tilli den Deckel nicht wieder aufs umgebaute Aquarium drauf gesetzt - was natürlich nicht stimmte. Nun wimmelte es im ganzen Zimmer von Ameisen und die meisten machten sich wuselnd über die Zuckerblüten her, die auf Tillis Schreibtisch trocknen sollten.
Aber Moma wäre nicht Moma, wenn sie ihre Enkelkinder nicht wieder beruhigen könnte. Und für die Muffins würde ihr sicher auch noch was einfallen.

Der ausgeklügelte Plan der Klasse 5b hatte seinen Ursprung im Schulcafé Pustekuchen. Das betrieb nämlich Tillis Oma und gab so den Schülern sowie den Lehrern die Chance etwas wirklich leckeres in der großen Pause zu essen, wenn die Kantine mal wieder Gräupchen anbot.
Hier konnte man sich Muffins, Sandwichs, Limonade und auch Käsetoast in Saurier-Form kaufen. Da macht der Gang zur Schule gleich viel mehr Spaß.
An diesem Tag hatte die 5b jedoch eine schwere Geografie-Arbeit vor sich, bei der allseits unbeliebten Frau Habersack. Niemand könnte sich alle Flüsse merken und somit würden sich alle Schüler schlechte Noten einfangen. Da kam ihnen die Idee der Mogelmuffins.
Betrug mag Moma gar nicht, aber gegen ein bisschen mogeln hatte sie nichts einzuwenden. Eigentlich sollten die Zuckerblüten die Muffins kennzeichnen, damit jede Gruppe auch die richtigen bekam, aber Dank Jacobs Ameiseninvasion war der schöne Plan zunichte gemacht worden.

Nun brauchten sie einen neuen Plan und durften sich nicht erwischen lassen. Frau Habersack war bekannt für ihre Strenge und Kinder mochte sie sowieso nicht. Warum sie dann ausgerechnet Lehrerin geworden ist, konnte sich niemand erklären.
Für Tillie und ihre Schulkameraden stand viel auf dem Spiel, aber sollte Frau Habersack herausfinden, was sie ausgeheckt hatten, könnte das nicht nur für Tilli schlimme Folgen haben.

Mit Die Mogelmuffins zaubert Kati Naumann ein wunderbares Kinderbuch aus der Feder. Tilli und Moma sind hier die Hauptakteure und bereiten dem Leser - oder der Leserin - viel Spaß.
Auch wir haben natürlich fiese Klassenarbeiten geschrieben, damals, als wir noch klein und niedlich waren. Aber die hier beschriebene Frau Habersack musste ich GsD nicht kennenlernen. Dafür gab es bei uns aber auch nicht so ein tolles Schulcafé.

Die Illustrationen sind sehr niedlich gemacht und immer wieder in die Geschichte eingestreut. Zu Beginn des Buches werden die wichtigsten Charaktere vorgestellt und so weiß man gleich, mit dem man es denn alles zu tun hat.
Dieses Buch ist wieder prima gelungen und wer es lieber als Hörspiel mag, der kann sich das ebenfalls zulegen. Auch dieses habe ich gehört und es ist sehr liebevoll gemacht mit musikalischer Untermalung.
Wer also einem Kind eine Freude machen möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.

Einen ganz lieben Dank an Kati Naumann für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch natürlich nicht beeinflusst.

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09.

Aug 2018

Cover Die Blütensammlerin

Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Maierhofen-Reihe.

Christine hängt sprichwörtlich durch. Seit Herbert sie für eine Jüngere verlassen hat, gibt es in ihrem großen Haus nur noch sie und die zwei Hunde. Als er ihr eröffnet, dass er das Haus verkaufen will und sie sich somit etwas andere suchen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Wo soll sie denn hin? In eine Wohnung zu ziehen kommt für sie nicht in Frage - was soll mit den beiden Hunden passieren? Ein Job muss her, damit sie die laufenden Kosten selbst tragen könnte. Aber wer stellt schon eine Hausfrau und Mutter ohne Ausbildung und praktische Erfahrung ein?
Wenn sie doch nur ihren Traum verwirklichen könnte - ein eigenes kleines B&B. Den Platz dafür hätte sie ja, aber was würden die anderen sagen?

Die Frauen sind begeistert. Therese, Greta, Magdalena und Rosi sind begeistert. Ihre Schwester Erika, die gerade zu Besuch ist, ist ganz aus dem Häuschen. Sie mochte Herbert noch nie und auch wenn Christine ihre zwei Töchter liebt, sind die beiden doch nur verzogene Gören.
Erika ist schon eine ganze Weile Single und genießt ihr Leben. Einen Mann an ihrer Seite hätte sie trotzdem ganz gern. Sie greift ihrer Schwester liebend gern unter die Arme und als das Thema auf die Männerwelt kommt, merkt Christine, dass sie nicht ewig allein bleiben will. Aber wie soll sie einen Mann kennenlernen?

Da kommt Greta mit einem Problem um die Ecke, bei dem Christine ihr helfen kann. In Maierhofen findet ein Kochwettbewerb statt und auch Maierhofen soll mit einem Team antreten. Der Veranstalter ist das renommierte Magazin 'Meine Landliebe' und die wollen nicht nur die üblichen Handwerker- und Betriebshobbyköche. Es soll Spannung rein. Da kommt ihnen die Idee: Eine Single-Kochgruppe.
Der Aufruf ist schnell geschrieben und schon kurz darauf fliegen die Bewerbungen ein. 8 Menschen sollen sich zusammenfinden und ein Menü kochen.
Bei einem gemeinsamen Abend suchen die Freundinnen die besten heraus bis ein bunter Strauß entsteht. Christine selbst wird nicht teilnehmen, dafür werden alle bei ihr in der 'Casa Christine' unterkommen. Sie ist schon ganz aufgeregt - ihre ersten Gäste!

Einen Abend vor der Anreise, sagt ausgerechnet einer von den Herren ab. Was sollen sie jetzt machen? Es müssen 8 Teilnehmer sein. Da fällt Christine ihr Nachbar Reinhard ein. Seit dem Tod seiner Frau ist er ganz alleine, vielleicht könnte sie ihn ja überreden.
Sie kann - und die Mannschaft steht. Nun muss aus diesen acht so unterschiedlichen Charakteren eine Einheit werden. Ob sie das schaffen? Christine hat so ihre Zweifel - vor allem in Bezug auf die etwas mürrische Viktoria.
Aber nicht nur Viktoria hat eine Geschichte zu erzählen, auch Luise, Renzo, Willi, Apostoles, Noelle und selbst Reinhard haben ein Päckchen zu tragen.
Christine lernt ihren Nachbarn von einer ganz neuen Seite kennen und auch bei so manch anderem Teilnehmer, wie die Fühler sich ausstrecken und neue Wege gehen.

Im inzwischen 3 Band der Maierhofen-Reihe dreht sich alles um Christine und ihre Probleme. Ihr Ehemann macht ihr das Leben schwer wo es nur geht und das nagt ganz schön an ihr. Er redet ihr ein, dass sie Schuld ist daran, dass er sich eine andere Frau gesucht hat und auch ihre Töchter schlagen in diese Kerbe. Das finde ich unmöglich und ich habe immer wieder gehofft, dass ihr endlich mal der Kragen platzen würde - vergeblich.
Mit ihrem B&B ist sie ziemlich erfolgreich und ich stelle es mir auch sehr gemütlich bei ihr vor.

Der Kochwettbewerb ist eine gute Gelegenheit um neue Menschen kennen zu lernen und die meisten sind auch sehr umgänglich. Am liebsten mochte ich Luise. Sie ist ruhig, fröhlich und erinnert mich total an eine meiner Freundinnen =o)

Die Geschichte um Christine und ihr B&B beginnt gemütlich und geht auch so weiter. Erst gegen Ende wird es noch mal spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist alles in allem ein Wohlfühlroman. Man weiß, dass es am Ende irgendwie gut ausgehen muss und ist daher ganz entspannt. Für meine Begriffe hätte es ein wenig mehr Spannung zu Beginn sein können.
Und Christines Selbstzweifel waren mir dann auch zu viel. Ihre Entwicklung in dieser Hinsicht war etwas schleichend. Ihr ausgeprägtes Helfersyndrom ist ihr häufig im Weg und macht es dem Leser nicht immer leicht zu verstehen, warum sie das jetzt so macht.

Inzwischen ist der vierte Band erschienen, der zum Teil wieder in der 'Casa Christine' spielt. Man darf also gespannt sein, was für Sorgen und Nöte es dann wieder zu bewältigen gibt im beschaulichen Maierhofen.

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06.

Aug 2018

~nef
EmpfehlungEmpfehlung
Rezensionsexemplar

Das Gift der Wahrheit

Tags: Thriller
Cover Das Gift der Wahrheit

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Hall & Hellstern-Reihe Die Bestimmung des Bösen.

Alexis Hall hatte gehofft, dass sie jetzt endlich ein wenig zur Ruhe kommen kann. Der letzte Fall war alles andere als einfach, zumal er sie ganz persönlich betraf.
Noch immer macht sie sich Sorgen um ihre Freundin Karen Hellstern, die nicht nur die Kriminalbiologin ihres Vertrauens ist, sondern ebenfalls ein Opfer gewesen war. Diese schrecklichen Bilder kriegt sie nicht mehr aus dem Kopf.
Zu allem Überfluss hat ihr Onkel seine Drohung wahr gemacht - er hat sie angezeigt und für den Tod seines Sohnes verantwortlich gemacht. Das Ganze liegt viele Jahre zurück und selbst Alexis weiß nicht mehr, was damals genau passiert ist. Doch das liegt nun am Gericht herauszufinden.
Die Blicke in der Kantine und auf den Fluren lassen sie dennoch an sich selbst zweifeln. War sie eine Mörderin?

Viel Zeit bleibt ihr nicht in Selbstmitleid zu suhlen, denn es bahnt sich bereits der nächste Fall an. An einem Flussufer des Rheins wurde eine skelettierte Leiche entdeckt. Viel ist nicht übrig geblichen, was sich Karen anschauen kann, doch durch einen biologischen Prozess ist bei der Frauenleiche der bekleidete Torso erhalten geblieben. Während Karen sich daran macht sämtliches Krabbelviehzeug, verschiedene Bodenproben und Gewebe zu sichten und sichern, überlegt Alexis, wie die Frau hier hergelangt sein könnte.
Wieso sollte ausgerechnet hier eine Leiche abgelegt werden? Und vor allem: wie? Das Gelände ist unwegsam und der Fundort recht weit entfernt vom eigentlichen Ufer. Da es aber keine Schleifspuren gibt, fällt diese Transportweise aus. Wie kam sie also dort hin? Und die ganz andere Frage war - woher kam sie?

Dank Karens unerschütterlicher Arbeit und mit Hilfe des neuen Gerichtsmediziner Chris, ist schnell klar um wen es sich handelt. Die Tote, Simone Fuchs, ist vor 3 Jahren verschwunden und erst jetzt aufgetaucht.

Sie haben bei der Leiche ein merkwürdiges Medaillon gefunden - eine in Harz gegossene Kreuzspinne. Dass es solchen Schmuck nicht irgendwo zu kaufen ist, hat Karen schnell herausgefunden und auch in den einschlägigen Kreisen der Terrarien-Freunde ist er nicht bekannt. Gibt ihnen dieser Anhänger vielleicht einen Hinweis auf den Mörder? Denn dass die Frau keinen natürlichen Tod gestorben ist, ist schnell klar. Sie war eine die den Mund aufmacht, eine Lesbe und zudem auch noch aktiv für die Rechte der Frauen unterwegs. Das gefällt nicht jedem. Allem voran dem Exmann ihrer Lebensgefährtin nicht, der zudem gewisse Kenntnisse im Umgang mit Spinnen und anderem Getier hat. Jetzt brauchen sie nur noch Beweise - doch dann tauchen die nächsten Leichen auf und Alexs und Karen müssen sich der Wahrheit stellen: ein Serientäter treibt sein Unwesen in Mannheim und vielleicht sucht er gerade sein nächstes Opfer aus.
Als sich Alexis auf den Weg zu den Hinterbliebenden macht, hat sie statt ihren Kollegen Oliver, Karen mit dabei. Dass sich das als Fehler erweisen wird, ahnt Alexis ziemlich bald. Karen ist vor allem eins: Mensch! Und während Alexis im Laufe der Jahre gelernt hat ihre Emotionen zu unterdrücken, ist Karen mit dem Herzen dabei. Da hilft es natürlich nicht, dass die Lebensgefährtin von Simone Fuchs eine Tochter hat - Merle. Und Merle hat Angst, große Angst.

Alexis und Karen rinnt die Zeit davon und der Fall zerrt nicht nur an ihren Nerven, auch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Mit Das Gift der Wahrheit knüpft die Autorin Julia Corbin recht nah an die Geschehnisse des ersten Bandes Die Bestimmung des Bösen an. Zwischen diesem Fall und dem jetzt vorliegendem zweiten Band der Reihe liegen nur wenige Monate. Das hilft tatsächlich um ganz gut in der Geschichte drin zu bleiben. Somit ist der letzte Fall noch recht präsent, was aber auch anstrengend werden könnte.

In diesem Buch ist mit Alexis sympathischer geworden - Karen fand ich ja sowieso toll. Allerdings hat es eine Weile gedauert. Ihre ständigen Selbstzweifel und diese Selbstgeißelung, dass sie niemand ihrer selbst willen mögen könnte, war schon anstrengend. Zwischendrin habe ich mir dann auch gedacht 'Ja dann mag dich halt keiner.'
Immerhin passiert in ihrem Privatleben nicht nur Schlechtes und das kann sie dann auch mal genießen. Auch bei Karen passiert ein bisschen was und das finde ich sehr schön.

Die Aufklärung des Falls war schlüssig. Am Ende blieben keine Fragen offen und es war für mich auch relativ bald klar, wen ich hier verdächtigen muss. Somit stand für mich dann der Weg dorthin im Vordergrund. Das Spinnen in diesem Buch eine größere Rolle spielen ist wohl klar, aber wer vor dem Genuss dieses Romans keine Spinnen mochte, wird sie danach vermutlich auch nicht viel lieber mögen. Vor allem eine Szene hat mich nachhaltig beeindruckt. Also vielleicht lieber nicht abends lesen.

Ich mag die Schreibweise von Julia Corbin trotz der Krabbeltiere sehr gern. Man braucht sich nicht lange reinlesen und ist schon gefesselt. Ja, da laufe dann auch ich mit einem Buch vor der Nase durch die Gegend und muss aufpassen, dass ich keine Laterne mitnehme.
Ich weiß, dass es weitergehen wird in der Reihe und ich bin schon gespannt wie. Allerdings würde ich mir wünschen, dass Karen und Alexis dieses Mal nur Ermittler sind und nicht wieder Beteiligte. Das mag die gewisse Würze in die Geschichte bringen, dennoch kann man es damit auch zu weit treiben.

Einen ganz lieben Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar. Beeinflussen lasse ich mich davon trotzdem nicht ;o) aber das weiß sie auch.

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03.

Aug 2018

Cover Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren

Bei dem Titel könnte man ja ins Grübeln geraten, ob man solch ein Buch wirklich gebrauchen kann. Schließlich weiß man doch, wie man Fahrrad fährt, oder etwa nicht?

Das Buch ist eine Mischung aus Sachbuch von der Erfindung und dem Erfolgsweg des geliebten Drahtesels und den persönlichen Erfahrungen und Leiden des Autors.
Man beginnt mit einer kleinen persönlichen Geschichte und dem Kampf von starkem Willen gegen schwaches Fleisch auf der ersten großen Radtour. Man hat es sich so einfach vorgestellt und war so überzeugt von der eigenen Kondition, dass es quasi scheitern musste.
Der Autor geht hier mit viel Selbstironie ans Werk und bringt dem Leser somit nach und nach seine Liebe zum Drahtesel nahe.

Aber es ist wiederum auch ein Sachbuch und keine eigentliche Biografie, deshalb erfährt man viel Historisches. Etwa wie das Fahrrad erfunden wurde, wie es sich entwickelt hat, wer die Vorreiter waren und wie es sich zum Kultobjekt entwickelt hat.
Heute steigen wieder viel mehr Menschen aufs Rad und erledigen die alltäglichen Dinge mit Wind im Gesicht statt Sitzheizung unterm Hintern. Dass selbiger letztes viel bequemer finden würde ist klar, aber der Mensch will sich beweisen und das kann er am besten bei sportlicher Betätigung.

Sebastian Herrmann mischt wunderbar die Fakten rund ums Fahrrad mit eigenen Erfahrungen und das Ganze mit viel Witz.
Ich selbst habe vor kurzem das Fahrrad für mich wiederentdeckt und habe das Buch einer Eingebung folgend einfach mal adoptiert und gelesen. Ich fand es wirklich unterhaltsam, auch wenn Vieles im Laufe wiederholt wurde. Zudem wird der Radfahrer hier quasi in den Olymp gehoben. Er ist der beste, gesündeste und tollste Mensch der auf Gottes Erde radelt. Nun ja, das kann jeder Radfahrer von sich ja denken, muss es aber nicht anderen auf die Nase binden. Zumal man gerade in einer Großstadt eine andere Einstellung entwickelt.

Alles in allem habe ich das Buch aber gern gelesen und auch so ein bisschen was gelernt. Nun schaue ich mich nach den anderen Büchern der Reihe 'Gebrauchsanweisung für ...' um und habe schon zwei weitere gekauft. Ich bin gespannt was ich noch über London und auch über die Deutsche Bahn lernen kann ;o)

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16.

Jul 2018

Cover Weißwurstconnection

Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Franz-Eberhofer-Serie.

Franz und Susi genießen das Leben zusammen mit ihrem kleinen Paulchen. Generell ist es sehr ruhig in Niederkaltenkirchen und so wird es mal wieder Zeit für eine Leiche. Und so taucht auch nicht weit entfernt eine eben solche auf - ausgerechnet kurz nach der Eröffnung des neuen Spa Hotels 'Heimatwinkel'. In einer Nacht- und Nebelaktion wird die Leiche gesichtet und von der Spurensicherung untersucht. Ein Abtransport mit Leichenwagen geht natürlich auch nicht und so schaffen Franz und der Hotelchef die Leiche nachts in seinem Wagen auf einen Parkplatz, wo diese den Wagen wechselt um nach München in die Gerichtsmedizin gebracht zu werden.
Zur gleichen Zeit findet ein Probelauf im Hotel statt - die Zimmer sind ausgebucht und die Presse vor Ort. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn sie davon Wind bekäme.
Franz ist das eigentlich egal, Hauptsache er bekommt alles was er braucht um den Fall zu lösen.

Während er also mit minimalen Mitteln versucht maximale Ergebnisse zu erzielen, setzt sein Bruder Leopold der Susi einen Floh ins Ohr. Ein Haus soll es werden - ein Doppelhaus für Leopold und seine Familie und für Franz samt Susi und Paul. Den letzten Menschen, den Franz als Nachbarn haben möchte ist sein Bruder Leopold. Dessen Frau und die kleine Sushi allerdings schon sehr gern. Die Panida ist auch wieder schwanger und so wird Franz bald wieder Onkel.
Inzwischen ist klar, wer der Tote im Hotel ist und so bleibt Franz nur der schwierige Gang zu dessen Ehefrau. Diese Aufgabe fällt jedem Polizisten am schwersten, zumal die Todesursache noch unklar ist. Es macht den Anschein, als wenn Herr Degen ertrunken wäre, aber die Lage stimmt nicht. Offenbar war er nicht alleine im Hotel, aber davon will seine Frau nichts wissen. Sie war an dem Abend jedenfalls daheim mit den Zwillingen.
Franz steckt fest. Da kann ihm auch sein treuer Freund Rudi nicht helfen, der gerade ein wenig Luft hat in seiner Detektivfirma.
Irgendein Puzzleteil fehlt Franz noch, nur wie soll er es finden?

Wie schon in den letzten Büchern erfährt man hier sehr viel privates aus dem Leben der Niederkaltenkirchner und weniger zum eigentlichen Mordfall. Trotzdem war das Buch wieder gut und gerade die Hörbuchvariante von Christian Tramitz gelesen, ist immer wieder ein Highlight.
Mir wird Franz auf Dauer ein wenig unsympathisch. Er findet eigentlich jeden dumm, weiß alles besser und hat zu allem eine Meinung. Eigentlich wäre es gut, wenn er nach inzwischen acht Büchern mal eine Weiterentwicklung machen würde, leider fehlt die noch in weiten Teilen.

Der Fall an sich war dennoch ganz spannend, wenn auch etwas vorhersehbar und so einige Anekdoten aus Franz' Leben waren auch nett. Da ich die Stimme von Christian Tramitz so nett finde, habe ich mir bereits den nächsten Band der Reihe besorgt und werde sie mir demnächst auf die Ohren packen.

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