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11.

Sep 2020

Cover Die Chocolaterie der Träume

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der Valerie Lane-Reihe und enthält Spoiler zum ersten Band Der kleine Teeladen zum Glück.

Keira steht wie jeden Tag in ihrem heißgeliebten Schokoladenladen und freut sich über ihre Kundschaft. Jeder von ihnen weiß Keiras Arbeit zu schätzen und kommt gern zu ihr um sich von ihren neuen Kreationen locken zu lassen.
Auch wenn Keira sich alle Mühe gibt ihr Lächeln aufrecht zu erhalten, kennen ihre Freundinnen aus der Valerie Lane die stets fröhliche Ladenbesitzerin genau. So fällt es sogar Barry, dem Partner ihrer Laden Nachbarin Laurie, auf, dass Keira nicht dieselbe ist.

Wieder einmal gab es Streit zwischen ihr und Jordan, der vom Typ her so gar nicht zu ihr passen will. 8 Jahre sind sie nun schon ein Paar und noch immer hofft sie auf die eine Frage und den Beginn der Familienplanung. Natürlich hat Jordan ihr bereits zu Beginn klar gemacht, dass er keine Kinder haben möchte, aber an einem Fünkchen Hoffnung hält Keira sich trotzdem fest.
In letzter Zeit läuft es jedoch immer schlechter zwischen den beiden. Sie streiten sich viel und beinahe täglich bekommt sie von ihm mitgeteilt, dass sie zu dick geworden ist. Ja, sie hat zugenommen, seit sie ihre Chocolaterie hat, aber so viel ist es ja nun auch wieder nicht. Und ihre Freundinnen sagen ihr immer wieder, ihre Rundungen machen sie wunderschön. Warum nur gefällt es ihrem Freund nicht?

Jordan ist von Beruf Zahnarzt und kann schon deshalb Süßem gar nichts abgewinnen. Zudem ist er ein totaler Fitnessfreak und erwartet offenbar von seiner Freundin das gleiche. Aber Keira war noch nie so scharf auf Sport und warum sollte sich das in den letzten 8 Jahren geändert haben?
Je näher der Valentinstag in diesem Jahr rückt, desto mehr wird ihr klar, dass sich etwas ändern muss. Um sie herum sind nur verliebte Pärchen, die Valerie Lane strahlt in romantischem rot und die Leute kaufen ohne Ende für ihre Liebsten ein.

Nach einer weiteren Auseinandersetzung packt Keira ihren Koffer und zieht vorübergehend zu ihrer Mutter. Diese hofft schon lange darauf, dass ihre Tochter endlich einen Schlussstrich zieht und sich einen netten Mann sucht. Aber so einfach ist das nicht. Sie liebt Jordan nun mal und acht gemeinsame Jahre wirft man nicht einfach so weg.
Aber liebt er sie überhaupt noch? Kann ein Mensch jemanden lieben, an dem er nur herumnörgelt?
Schon seit einer Weile hat sie ein ungutes Gefühl, wenn er mal wieder später nach Hause kommt. Ob er sie betrügt? Aber vorstellen kann sie sich das eigentlich auch nicht, dazu ist er nicht der Typ Mensch.

Nach einem Gespräch mit Laurie weiß sie eins, sie muss mit Jordan reden! So kann es jedenfalls nicht weitergehen.
In dem ganzen Trubel steht ein neues Projekt der Freundinnen aus der Valerie Lane an und dann gibt es auch plötzlich einen neuen Mieter für den leeren Eisladen. Während Keira, Laurie, Ruby und Susann frohen Mutes sind, sträuben sich bei Orchid die Nackenhaare. Was hat sie nur?

Die Chocolaterie der Träume ist also nun der zweite Band und der Reihe und nachdem ich mich mit Lauries Art im ersten Teil nicht anfreunden konnte, hoffte ich nun auf einen stärkeren Charakter. Nun ja, hoffte. Während Laurie über ihr Alter gejammert hat, ist Keira nur dabei sich selbst runter zu putzen, weil sie ja ach so dick ist.
Also irgendwas läuft in dieser Straße echt schief! Es kann doch nicht sein, dass jede der Ladenbesitzerinnen einem Klischee hinterher hechelt und in Selbstmitleid zerfließt. Zumindest eine Dame sollte anders sein, aber die bekommt so schnell noch kein Buch. Schade eigentlich.

Immerhin ein bisschen besser gefiel mir die Geschichte, weil man mehr über die anderen Damen erfuhr und ich einfach einen Narren an der alten Mrs. Witherspoon gefressen. Die ist einfach nur goldig. Zudem bin ich gespannt wie es mit dem neuen Laden in der Valerie Lane weiter geht. Der Beginn war schon mal nicht schlecht, hat also potenzial.

Keira hätte ich einfach mehr Rückgrat gewünscht. Die vielen Jahre Stress hätte sie sich doch sparen können, wenn sie gleich einiges klar gesagt hätte. Und so habe ich immer darauf gelauert, dass ihr mal die Hutschnur platzt.

Der zweite Band der Valerie Lane-Reihe hat mir ein klein wenig besser gefallen als Band 1, ich hoffe also auf den dritten Band, der hier ebenfalls schon liegt und bald gelesen wird.

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07.

Sep 2020

Cover Der Kratzer

Es handelt sich bei dem Buch um den dritten und letzten Band der Christine Lenève-Reihe und enthält Spoiler zu den ersten Teilen.

Christine ist mit Leib und Leben Journalistin und eine absolute Einzelgängerin. Dass es Albert geschafft hat sich in ihr Leben und ihr Herz zu schleichen grenzt an ein Wunder. Aber kann sie das? Schafft sie es, sich einem Menschen vollkommen zu öffnen? Natürlich kennt Albert sie und ihre Macken, aber er kennt nicht alles von ihr - niemand tut das und doch gibt es einen Menschen, der sich einbildet sie in- und auswendig zu kennen. Ein Psychopath, den sie gemeinsam mit der Kripo festgesetzt hat.
Nun braucht sie ausgerechnet seine Hilfe und dafür muss sie mit Kommissar Tobias Dom zusammenarbeiten. Noch so ein Mensch, der ihr gestohlen bleiben kann. Seit dieser ihren Partner ins Gefängnis geworfen hat hat sie eine tiefe Aversion gegen Dom.
Und doch will sie ihm helfen, ihm und seiner kleinen Tochter Emma die in Gefahr ist.

Alles fing 7 Jahre zuvor an. Eine Serie von Morden, die alle dem sogenannten 'Kratzer' zugeschrieben werden, halten die Kripo in Atem. Dann endlich der Zugriff in Polen. Wieder eine tote Frau, wieder mit einem eingeritzten Wort in den Oberschenkel gezeichnet.
Dom wusste, dass er ihn nicht einfach umlegen kann, aber heute verflucht er sich dafür, dass er es nicht getan hat.

Nicht weit von Berlin entfernt wurde Jasmin, Doms Ex-Frau, überfallen. Das gleiche Muster, die gleiche Art - wieder eine Botschaft in der Haut. Sie lebt, aber Dom weiß, sie war nur ein Meilenstein auf seinem Weg zu ihm. Denn der Kratzer will ihm persönlich an den Kragen und dafür geht er über sein Umfeld, seine Familie. Die Angst um seine kleine Tochter Emma lässt ihn das Unmögliche hoffen und er bittet Christine Lenève um Hilfe.
Es gibt einen Psychologen, der zur Mordserie ein genaues Profil des Kratzers angelegt hat und bereit ist wieder zu helfen. Jedoch sitzt er in der geschlossenen Psychatrie und hilft nur, wenn er mit Christine reden kann.
Ausgerechnet mit der Frau, die er als Gefangene gehalten hat um ihren Widerstand zu brechen. Dr. Lindfeld ist besessen von Christine und nur er hat das nötige Wissen um den Kratzer um ihn zu fassen.

Dom weiß, dass er viel erwartet und auch, dass er kein Recht hat Christine darum zu bitten. Aber es geht hier um seine Tochter und mit dem Mut eines Verzweifelten schafft er es sie ins Boot zu holen.
Die erneute Begegnung ist definitiv nichts, was Christine in ihr Album der schönsten Erinnerungen schreiben würde, aber sie hat eines gelernt - sie ist frei in Handeln und Denken, während Dr. Lindfeld hinter geschlossenen Mauern sitzt und nur noch versuchen kann seine Machtspielchen auszuüben.
Gemeinsam mit Dom kommt sie dem Kratzer immer näher, nichts ahnend, dass es nicht mehr nur um ihn  geht. Auch Christine ist in Gefahr und damit das Leben, das sie sich mit Albert aufbauen wollte um endlich ein wenig zur Ruhe zu kommen.

Der dritte und letzte Teil um Christine, Dom und Albert hat es wieder ordentlich in sich. Allein der Titel Der Kratzer wirkt schaurig und das ist die Geschichte auch.
Wer die ersten beiden Teile der Reihe kennt, wird wissen, dass Oliver Ménard nichts für schwache Nerven ist. So ist es auch dieses Mal, denn sowohl Christine, und damit auch Albert, als auch Dom sind persönlich involviert und es wird von Stunde zu Stunde gefährlicher für sie. Albert ist immer an Christines Seite und versucht ihr Fels in der Brandung zu sein. Hier merkt man, dass Christine sind verändert, dass sie Nähe zulässt und auch gewillt ist Albert in ihr Seelenleben zu lassen.
So lernt auch der Leser mehr über Christines Vergangenheit und es klärt sich etwas, wieso sie so abweisend ist.

Als es dann immer spannender wurde, konnte ich das Buch beinahe nicht mehr weglegen und fand einiges furchtbar ungerecht. Aber vermutlich musste es so kommen. Das Ende konnte mich an sich aber versöhnen, denn es ist wirklich ein würdiger Abschluss für den Fall und die Reihe.

Ich bin nun gespannt ob Oliver Ménard nachlegen wird mit einem neuen Roman und einem neuen Team oder ob er sich ganz auf seinen eigentlichen Job, dem Journalismus, konzentrieren wird. Letzteres wäre für mich allerdings sehr schade.

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04.

Sep 2020

Cover Futter für die Fische

Es handelt sich hierbei um den fünften Band der Miss Fortune-Reihe und enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.

Endlich! Lange hat es gedauert, doch nun verbringen Carter und Fortune ihr erstes Date in der wilden Romantik der Seenlandschaft des Bayou. Carter hat sich alle Mühe gegeben und auf einer kleinen Steininsel einen Tisch für ein romantisches Dinner gedeckt. Der Abend war auch wirklich schön und Fortune hat die Befürchtung, dass ihre Gefühle für Carter immer intensiver werden. Schlecht für ihre Karriere als CIA-Agentin, gut für ihre verkümmerte Seele.

Seit ihrer ersten Nacht im kleinen Örtchen Sinful ist sie es gewohnt, dass die zwei älteren Damen Gertie und Ida Belle in aller herrgottsfrühe vor ihrer Tür stehen und wieder irgendein Problem haben. Dieses Mal ist es jedoch ein ziemlich großes.
Fortune und Ally hatten immerhin Zeit ein kurzes Frühstück gemeinsam zu genießen, bevor die zwei Ladies vor ihrer Tür standen.
Und das Problem heute konnten sie wirklich nicht gebrauchen - es war Sonntag und damit nicht nur Kirchentag sondern auch der allwöchentliche Lauf zu Francines Laden um sich den Bananenpudding zu ergattern.

Ida Belle berichtete, dass ihre Erzfeindin Celia sich kurz vor Ablauf der Frist noch hat aufstellen lassen für die Wahl zum neuen Bürgermeister. Nun hatten die Sinful Ladies keine Chance mehr ihrerseits eine geeignete Gegenkandidatin aufzustellen. Dass Celia nicht sehr beliebt war in der Stadt war hierbei jedoch das kleinste Problem, denn reden konnte sie. Vor allem sehr giftig und genau nach der Nase derer die sie eigentlich verachtet - dem Fußvolk. Seit diesem Sommer, sprich seit Fortune in die Stadt gekommen war, ging mysteriöses vor. Ein Mord jagte den nächsten und natürlich macht Celia Fortune dafür verantwortlich. Dabei ist sie jedes Mal definitiv nicht der Täter gewesen. Ihre sich anbahnende Romance mit dem einzigen kompetenten Gesetzeshüter der Stadt ist dabei allerdings auch wenig hilfreich.
So müssen sich die Sinful Ladies etwas einfallen lassen um sicher zustellen, dass der bisherige Bürgermeister, der sich schließlich gut lenken ließ, an der Macht bleibt.

Und als wenn das für diesen Sonntag nicht ausreichen würde, ereilt die drei Damen der Ruf des Sheriff Büros. Carter ist verschwunden. Er wollte mit dem Boot raus und ist weder zu erreichen noch wieder gesichtet worden.
Nun ist Eile geboten, denn auf dem Bayou kann viel passieren und was nicht gefunden werden soll, taucht so schnell auch nicht mehr auf. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg und schnappen sich das Boot von Walter, dem Gemischtwarenhändler. Dieser hatte ein Auge auf Ida Belle geworfen, die seine Avancen jedoch gekonnt ignorierte.
Der Hilfssheriff wusste zu berichten, dass Carter noch einmal raus wollte zu der Stelle, an der er am vergangenen Abend mit Fortune das romantische Dinner veranstaltet hatte und so preschten die Frauen in einem Affenzahn den Fluss entlang. Nach einigem Gesuche fanden sie die Insel und auch das bereits sinkende Boot des Sheriffs. Da Ida Belle und Gertie um Fortunes wahre Identität wussten, konnte diese sich ganz auf ihre neue Mission konzentrieren - Carter finden. Mit einem Satz verschwand sie im sumpfigen Wasser und tauchte dem immer schneller sinkenden Boot hinterher. In einer dunklen Ecke entdeckt sie etwas und schafft es wenig später mit dem leblosen Carter an die Wasseroberfläche.
Selbst kaum noch bei Kräften werden die beiden ins Krankenhaus gebracht. Carter hat Glück im Unglück gehabt. Er lebt, ist jedoch angeschossen worden und hat eine große Gedächtnislücke.

Wieder einmal müssen sich Fortune und die Sinful Ladies um ein Problem in der Stadt kümmern, dieses Mal jedoch unter erschwerten Bedingungen. Fortune hat nach ihrem Tauchgang noch nicht zu voller Kraft zurück gefunden und zu allem Überfluss sind Bundesagenten in der Stadt. Einen davon kennt Fortune und er sie. Nun kann sie nur hoffen, dass ihre Tarnung funktioniert und ihr inzwischen stark verändertes Erscheinungsbild ausreichend ablenken kann.

Celia hetzt derweil weiterhin die Bevölkerung gegen Fortune auf und irgendwie scheint es eine weitere, fast normale Woche, für die Aussteigerin auf Zeit, in der kleinen Stadt Sinful in Louisiana zu werden.

Wieder einmal hat es mich nach Sinful verschlagen und mit Gator Bait / Futter für die Fische wurde es wieder sehr turbulent. Natürlich war ein neuer aufregender Fall angekündigt, aber ich wollte natürlich auch gern wissen wie es mit Carter und Fortune weitergeht.
Ich kann mir nicht helfen - ein Lese Ausflug nach Sinful ist einfach immer wieder grandios. Ich liebe die Charaktere und allen voran Gertie. Was würde die Geschichte leiden ohne diese kleine Dame, die es immer wieder schafft über ihre eigenen Füße zu stolpern. In diesem Buch hat sie einen grandiosen Auftritt in einem etwas knappen roten Kleid, was für sehr verstörende Bilder in meinem Kopf gesorgt hat ;o)

Natürlich sind die Geschichten übertrieben dargestellt und man kann einfach nicht alles bierernst nehmen, aber darum geht es in der Reihe auch nicht. Es macht einfach furchtbar viel Spaß mit zu erleben, wie die drei Damen ihre Strategie ertüfteln, mehrfach über den Haufen werfen und am Ende mit einer Portion Glück den Hals aus der Schlinge ziehen können.

Auch wenn mein heißgeliebter Bones nicht mehr vorkommt, gibt es doch einen guten Ersatz - Tiny. Der recht angriffslustige Hund von Carter macht es nicht nur seinen Feinden schwer, sondern vor allem auch Fortune und ihrem Gefolge. Mal gucken ob er es auch mal auf ein Cover schaffen wird.

Wie schon in den anderen Büchern zuvor findet der fleißige Leser am Ende einige Rezepte und eines lauert schon darauf von mir ausprobiert zu werden. Jetzt, wo das Wetter endlich wieder mitspielt kann der Ofen befeuert werden und ich werde mal schauen wie lecker die Muffins so sind.
Probiert die Rezept auch unbedingt aus - die sind wirklich gut.

Nun heißt es warten, bis es weiter geht mit Carter, Fortune, Gertie und Ida Belle. Wer weiß mit welchen Herausforderungen das Quartett dann zu kämpfen hat.

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31.

Aug 2020

Cover Der kleine Teeladen zum Glück

Die Valerie Lane bietet eine Handvoll einladener Lädchen von dem eins 'Laurie's Tea Corner' ist. Hier findet man vom gewöhnlichen Kamillentee bis zum Bio-Granatapfeltee aus Übersee alles. Zudem hat man die Möglichkeit sich gemütlich in eine kleine Ecke zu setzen und sich ein paar Kekse schmecken zu lassen.
Laurie hat sich mit ihrem Teelädchen einen großen Traum erfüllt - sehr zum Missfallen ihrer Mutter. Diese wollte Laurie in erster Linie gut verheiratet sehen, aber ihr Ex-Mann entspricht so gar nicht den hohen Standards ihrer Mutter. Die kurze Ehe mit Peter war jedoch kaum mehr als ein Ausbruch aus der elterlichen Steifheit und endete nur 2 Jahre später tränenreich.

Die heute 32-Jährige hat es so langsam allerdings auch satt allein zu sein. Ihr Traummann scheint ihre Sehnsucht jedoch nicht zu spüren, denn als vor 6 Monaten Barry in ihr Leben trat war sie sofort verliebt. Barry ist ihr Teelieferant und jeden Dienstag erhält sie von ihm ihre neue Ware. Laurie ist zu schüchtern um Barry um ein Date zu bitten und hat zudem zu viel Angst einen Korb zu bekommen.
Das wissen auch ihre Freundinnen aus der Valerie Lane, denn jeden Mittwochabend sitzen die Frauen bei Laurie in der Teestube zusammen und tauschen sich über Gott und die Welt aus.

Orchid, die Ladenbesitzerin von gegenüber, beschließt dem Pärchen auf die Sprünge zu helfen und das treibt nicht nur Laurie die Röte ins Gesicht. Orchid ist nämlich eins - nicht auf den Mund gefallen und das lernt auch Barry sehr schnell.
Langsam scheint Orchids Charm zu wirken und es gibt tatsächlich ein erstes privates Treffen. Da platzt Peter, Lauries Ex-Mann, wieder in ihr Leben und stiftet mehr als nur ein bisschen Unruhe.

Der kleine Teeladen zum Glück lauert schon seit Erscheinen auf meinem SuB und schaute mich vorwurfsvoll an. Nun war mir mal wieder, neben einem blutigen Thriller, nach etwas Wohlfühlmäßigem. Ich muss aber leider sagen, dass ich doch sehr genervt war von der Geschichte.
Laurie mag ein furchtbar netter Mensch sein, aber dass sie mit ihren 32 Jahren immer wieder darauf rumreitet, dass sie ja nicht mehr die Jüngste und auch nicht mehr alles so straff ist, empfand ich als eine wahre Frechheit. Ist man ab 30 etwa nur noch antik?
Wenn man kein Selbstwertgefühl hat, okay, dann hat das aber nichts mit dem Alter zu tun.

Auch war es mir in der ersten Buchhälfte zu harmonisch. Immer wieder wurde gesagt wie toll, liebevoll und aufopfernd die Freundinnen untereinander und auch den Mitmenschen gegenüber sind und wie lieb sich alle haben. Ja, ich wollte ein Wohlfühlbuch, aber kein Gesülze. Tut mir auch wahnsinnig leid, aber war mir einfach viel zu viel.

Erst gut ab der Hälfte wird es auch mal etwas spannender und es passiert mehr in der Geschichte. Ab da konnte ich mich mit dem Buch ganz gut anfreunden und hatte gegen Ende auch wirklich Spaß am Lesen. Es hilft also nur durchhalten.

Ich habe bereits einige Bücher der Autorin gelesen, die mir alle ziemlich gut gefallen haben, deshalb habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn gleich mal die Reihe bis auf Band 4 aufgestockt - vor dem Lesen des ersten Buches. Ich werde also mal schauen wie es den anderen Ladenbesitzerinnen so ergeht und hoffe einfach, dass hier die Charaktere etwas mehr Farbe und Pep haben.

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20.

Aug 2020

~nef
Rezensionsexemplar

Wie sagt man ich liebe dich

Tags: Romantik
Cover Wie sagt man ich liebe dich

Als Eduardo de Alvarenga erschöpft auf einen Bistrostuhl sinkt, hätte er nicht gedacht, dass ihn dieser kalte Dezembertag in Paris in eine andere Zeit katapultieren würde. Und doch glaubt er nur wenig später 50 Jahre in die Vergangenheit zu reisen, als er eine zarte Erscheinung im senfgelben Mantel erblickt.

Fünf Monate später reist Eduardos Enkelsohn António in dessen Auftrag nach Paris. Lange hat er sich überlegt ob er es wagen soll und doch lässt es ihm keine Ruhe. Er muss wissen ob diese Frau etwas mit der Frau aus seiner Vergangenheit zu tun hat. Er verlangt viel von António, dass weiß er, aber er weiß auch, dass sein Enkel alles für ihn tun würde. Und das tut António auch. Natürlich hat Eduardo recht, auch er braucht einmal Urlaub, aber das Hotel leitet sich nicht von allein. Und doch freut er sich auf Paris und die Tage, die er dort verbringen wird. Noch hat er jedoch keine Idee, wie er den Auftrag seines Großvaters ausführen soll. Er hat ein Foto in der Brieftasche und den Auftrag das Mädchen im senfgelben Mantel zu finden. Aber wer trägt im Sommer einen Wintermantel?
Einen Anhaltspunkt hat António immerhin und er wird sein Bestes geben um die Frau zu finden.

Maelys könnte eigentlich nicht glücklicher sein. Sie kommt gut mit ihrer Tante Valérie aus und seit sie ihr Kunststudium hat, lebt sie ihre Leidenschaft - das Malen. Seit einer Weile verbringt sie ihre Tage jedoch nicht mehr in der Universität, sondern in einer Küche in der Markthalle als Tellerwäscherin und am Nachmittag auf dem Place du Tertre als Porträtmalerin für Touristen. Ihre Tante weiß von alledem nichts und das ist auch besser so, denn sie wäre sehr enttäuscht.

Ihr rettender Engel fällt in Form eines attraktiven Mannes über ihre Staffelei. Er macht ihr ein Angebot, das ihre finanziellen Probleme lösen könnte und doch muss sie erst darüber nachdenken. Maelys soll ein Porträt malen von Antónios Großvater - allerdings in Portugal. Was wird Valérie dazu sagen?

Natürlich ist Valérie dagegen, aber Maelys setzt ihr sprichwörtlich die Pistole auf die Brust und so landen sie gemeinsam einige Zeit später im sonnigen Portugal. Damit hat Eduardo nun gar nicht gerechnet und so sträubt er sich seinen Besuch zu empfangen. Während Maelys ihrer Kreativität freien Lauf lässt, macht Valérie dem Hauspersonal das Leben schwer, allen voran dem armen Butler, der wie ein Luchs aufpasst, dass dieses aufdringliche Weibsbild nicht in die persönlichen Gemächer des Hausherren schleicht.
António versteht die Welt nicht mehr, kommt aber bei seinem Großvater auch nicht weiter. Dafür fühlt er sich immer mehr zu der tauben Maelys hingezogen, die eine angenehme Ruhe ausstrahlt und mit ihren Augen tief in seine Seele blicken kann. Ob sie es doch noch schaffen Eduardo aus seinem Schneckenhaus zu locken?

Ein neues Buch von Claudia Winter in der Hand verspricht immer eine Reise in ein neues Land für mich. Ich war bislang weder in Frankreich noch in Portugal und somit habe ich hier wieder viel neues kennenlernen können.

Maelys und Valérie kennen wir bereits aus Die Wolkenfischerin und damals mochte ich sie beide ganz gern. In diesem Buch jetzt mag ich Maelys noch immer und sogar noch mehr, aber ich muss gestehen Valérie konnte ich bis zum Ende nicht ausstehen. Ihre anstrengende und aufdringliche Art mag ich gar nicht - weder persönlich noch als Buchcharakter. Trotzdem mochte ich sowohl die Abschnitte in der Gegenwart als auch die Rückblicke in die Vergangenheit. Valérie und Maelys sind komplett unterschiedliche Charaktere, somit fungierte das Buch ein wenig wie eine Doppelgeschichte, was mal wieder was anderes war für mich.
Die Männer in diesem Buch fand ich sehr unterhaltsam - allen voran Eduardo mit seiner sturen Art und ich gestehe, der Butler hatte es mir angetan. Er erscheint häufiger wie ein Geist aus dem Schatten und bringt trotz seiner zugeknöpften Art Humor in die Geschichte. Den könnte ich mir super in einem Film vorstellen ;o)

Ein großes Plus - wie so oft bei Claudia Winter - sind natürlich die Rezepte, die einem den Schauplatz der Geschichte näher bringen sollen. Für mich bleibt immerhin ein süßes Rezept übrig, da die portugiesische Küche offenbar etwas fleischlastiger ist ;o) Aber das macht überhaupt nichts - mit Süßkram ist man bei mir immer richtig.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und wollte auch nach jedem Abschnitt in der jeweils anderen Zeit wissen wie es denn nun weiter geht. Der einzige Dämpfer für mich war lediglich Valéries Verhalten. Es mag viel in ihrer Vergangenheit liegen, aber irgendwie klappte es mit uns beiden nicht. Deshalb konnte ich mich nicht so ganz in die Geschichte fallen lassen, aber das geht anderen Lesern sicherlich total anders.

Ich danke ganz herzlich dem Goldmann für das Rezensionsexemplar und muss euch gestehen - meine Meinung zum Buch wurde durch die Bereitstellung nicht beeinflusst ;o)

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