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04.

Feb 2019

Cover Gegen jede Vernunft

Es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Wild Ukrainians / Die Stanislaskis-Reihe.

Rachel Stanislaski hat es oft mit den ganz bösen Jungs zu tun, das gefällt nicht nur ihrem Bruder Alexej nicht, der als Polizist selbst immer wieder sein Leben riskiert.
Rachel jedoch hat beschlossen die Menschen zu vertreten, die Alexej ins Gefängnis stecken will - sie ist Strafverteidigerin und das ist nicht immer leicht. Aber gerade diese Herausforderung gefällt ihr an ihrem Beruf.
Ihr nächster Fall ist jedoch etwas weniger gefährlich, glaubt sie jedenfalls.

Der junge Nick wurde bei einem Einbruch erwischt und hat die Chance entweder ins Gefängnis zu wandern oder aber seine Bande, die Cobras, zu verraten. Beides gefällt ihm nicht sonderlich. Seine attraktive Anwältin schafft es auch nicht, ihm die Namen zu entlocken und so hat er nur eine Chance - er zieht bei seinem Bruder Zackary ein, hält sich an die Spielregeln und könnte somit mit einer Bewährungsstrafe davon kommen.
Auch wenn er die Aussicht, seinen Bruder als Kindermädchen zu kriegen, nicht gerade verlockend ist, so ist es doch ein Lichtblick, dass Rachel als zweite Bezugsperson nun häufiger in seinem Umfeld auftaucht.

Rachel glaubt sich zu verhören, als die Richterin auf die grandiose Idee kommt, sie als zweiten Fixpunkt in Nicks Leben zu setzen und die nächsten Wochen mit Nicks Bruder Zackary zusammenarbeiten zu müssen.
Sie ist alles andere als ein Kindermädchen und auch wenn Nick ein netter Kerl zu sein scheint, bringt sie die Nähe von Zack durcheinander. In ihrem Job ist es nicht leicht einen netten Mann zu finden, der sie versteht und so ist sie durchaus etwas bedürftig und kann die knisternde Spannung zwischen sich und Zack förmlich riechen.
Unter anderen Umständen wäre er genau ihr Typ, aber die Aufgabe lässt sich nicht gerade leicht meistern, wenn einem nebenbei ständig die Hormone durchgehen.

Zwischen den Brüdern knistert es ebenfalls, allerdings hier aus ganz anderen Gründen. Zack ist zur See gegangen, als sein Bruder ihn am nötigsten gebraucht hätte. Während in Nick Enttäuschung, Wut und Verlustangst toben ist Zack völlig überfordert. Nur eines haben die zwei Muldoons gemeinsam - sie können ihren Blick nicht von Rachel lassen.

In diesem Band spielt also Rachel die Hauptrolle und ich fand sie von Anfang an sympathisch. Wer solch einen Beruf als Berufung ausführt - Chapeau! Sie ist als jüngste Tochter der Familie Stanislaski mit vielen raubeinigen Kerlen aufgewachsen und kann sich durchaus behaupten, aber auch sie kommt an ihre Grenzen.
Als Aufpasserin für Nick macht sie sich nicht schlecht, aber ein bisschen naiv ist sie hier schon. Das sollte ihr in ihrem Beruf nicht passieren, allerdings ist sie auch erst 26 Jahre alt und kann nach Abzug von Schule und Studium nur ein Grünschnabel in diesem Beruf sein.

Zackary stelle ich mir wie den typischen Seebären vor - nur mit weit mehr Temperament. Seeleute sollten ja eher besonnen sein und alles im Griff haben, bei Zack kocht die Emotion schnell hoch, was ihn gerade bei seinem kleinen Bruder nicht weiterbringt.
Aber er lernt mit der Situation umzugehen und meistert es teilweise gar nicht so schlecht.

Der Stress in dieser Dreier-Konstellation ist vorprogrammiert, aber Nora Roberts lässt uns hier ganz schön zappeln bis es soweit ist. Das Buch liest sich weg wie nichts und macht wirklich Spaß.
Natürlich habe ich auch hier einen Lieblingsnebencharakter - Rio. Der sanfte Hüne ist total putzig und vermutlich der Einzige, der Nick und Zack im Griff hat. Da kann Rachel noch viel lernen.

Ja, ich liebe die Bücher von Nora Roberts. Sie sind nicht wirklich anspruchsvoll - jedenfalls die reinen Romance-Sachen nicht - und lassen einen am Ende mit einem kuschligen Gefühl in der Brust zurück. Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe in dem es um Alexej geht. Mal sehen wen er an die Seite gestellt bekommt.

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30.

Jan 2019

~nef
EmpfehlungEmpfehlung
Rezensionsexemplar

Louisiana Longshot / Weg vom Schuss

Tags: Mystery
Cover Miss Fortune 1

Die CIA-Agentin Fortune Redding hat, mal wieder, Mist gebaut. Statt brav im Undercover-Einsatz die Füße still zu halten, gibt sie dem Ausdruck 'Mörder High Heels' eine ganz neue Bedeutung. Wieder zurück in Washington hat sie leicht Panik, dass sie dieser Fehltritt nun doch endgültig den Job kosten könnte. Aber anderes ist der Fall. Auf ihren Kopf wurde eine stattliche Summe von 10 Mio. Dollar ausgesetzt und zu allem Überfluss gibt es ein Leck in den eigenen Reihen. Fortune muss weg - und das ein bisschen plötzlich.
Ihr Chef Morrow hat die rettende Idee und schickt sie mit neuem Namen, Sandy-Sue Morrow, und aufgestylt wie ein Albtraum in pink nach Louisiana. Ab ins Hinterland wo es vor Moskitos, Alligatoren und neugierigen alten Damen nur so wimmelt.

Als getarnte Bibliothekarin mit einem Hang zu Beauty und Strickzeug, fällt die knallharte CIA-Agentin sofort auf. Der Deputy der Stadt haftet ebenso an ihren Fersen, wie die zwei schrulligen Damen Gerti und Ida Belle, die in der hiesigen Kleinstadt zusammen mit den 'Sinful Ladies Society' das Ruder in der Hand halten.
Kaum im Haus der verstorbenen Marge Morrow angekommen, deren hab und Gut sie, getarnt als Nichte selbiger, verpacken soll damit das Anwesen verkauft werden kann, gräbt der steinalte Hund Bones passend zu seinem Namen einen Knochen aus. An sich nichts Ungewöhnliches, wenn es sich dabei nicht um einen Menschenknochen handeln würde. Eine Leidenschaft des Hundes, weshalb der hiesige Friedhof schon vor Jahren fest eingefriedet wurde. Der Knochen muss also jüngerem Ursprung sein und das passt Fortune nun gar nicht in den Kram.

Keinen Tag in Sinful abgetaucht und schon steckt Fortune mitten in einem Kriminalfall, der zwar weder eine komplette Leiche noch einen aktuell Vermissten beinhaltet, dafür aber mit Stricknadeln und spitzen Worten gespickt ist. Nun muss sie nur aufpassen, dass weder ihre Tarnung auffliegt noch das Deputy LeBlanc sie in den Knast steckt, weil sie gegen irgendeine Kleinstadtrichtlinie verstößt. Wäre Carter LeBlanc nicht so mürrisch und misstrauisch, wäre er eigentlich ganz schnuckelig. Aber auch Romantik kann Fortune im Moment nicht gebrauchen.

Während sie also zwischen Alligatoren, herrischen Oldies und einem miefenden Sumpf feststeckt, versuchen ihr Chef Morrow und ihr Kollege Harrison in Washington Fortunes Kopf aus der Schusslinie zu halten, damit sie in ihren alten Job zurück kehren kann. Und das ist es schließlich, was Fortune in jedem Fall will, oder?

Louisiana Longshot / Weg vom Schuss ist der erste Band der Miss Fortune-Reihe und ich befürchte, ich muss alle anderen auch unbedingt lesen. Der erste Teil ist bereits 2002 im Original erschienen und bislang umfasst die Reihe stattliche 13 Bände um die taffe CIA-Agentin Fortune. Mit viel Witz und Spannung führt Jana DeLeon durch die Geschichte und ich konnte beinahe nicht aufhören zu lesen. So ein Kleinstadtleben scheint für eine gestandene Auftragskillerin glatt aufregender zu sein als ihre CIA-Einsätze. Dass sie weder optisch noch vom Verhalten her mit einer Schönheitskönigin konkurrieren kann, fällt dank einer aufwendigen Rundumerneuerung kaum auf und damit fangen ihre Probleme auch schon an. Fortune ist ein Profi und das weiß sie auch. Es wird immer mal wieder eine Fähigkeit aus einem vergangenen Einsatz aufgegriffen, was sie als absoluten Überflieger darstellt. Aber die Art ist nicht übertrieben sondern einfach mit einem Zwinkern zu registrieren.

Der Roman wurde gerade neu übersetzt und ich kann es kaum erwarten bis die nächsten Bände aus der gleichen Hand gesprungen sind. Ich hoffe doch sehr, dass Bones weiterhin eine Rolle spielt, weil er einfach putzig ist. Auch habe ich mir natürlich einen Narren an Gertie gefressen, die mich von ihrer Art her an Rose von den Golden Girls erinnert. Wer die vier Damen kennt, wird mit diesem Buch ebenfalls viel Freude haben.
Zu meiner Freude befinden sich am Ende noch drei Rezepte die direkt aus der Geschichte stammen.

Für mich ist dieses Buch eine weitere Empfehlung in diesem Jahr und ich bedanke mich herzlichst für das Rezensionsexemplar bei der Übersetzerin Jeannette Bauroth von 'www.read-eat.de.
Wie immer hat mich die Vergabe in meiner Meinung nicht beeinflusst.

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28.

Jan 2019

Cover The Pub 2

Enthält Spoiler zum ersten Band der The Pub-Reihe ... 2 dram whisky, Lizzy!.

Viel ist passiert seit ihrer übereilten Flucht aus Deutschland. In den letzten Wochen und Monaten lebt Liz endlich das Leben, das sie immer führen wollte - zusammen mit Stuart. Zusammen mit William haucht sie dem Pub wieder seinen alten Charme ein. Doch bei dem Kampf mit Hanno ist viel zerstört worden. Manches konnte geflickt werden, doch eigentlich bräuchte der Pub mehr als nur ein paar Schauben und Nägel.
In den letzten Jahren lief der Pub nicht sonderlich gut, zudem ist die Behandlung für Williams Mutter nicht gerade günstig. Die früher so starke Frau leidet an Multiple Sklerose und ist kaum mehr in der Lage sich alleine aus dem Bett zu bewegen. William braucht dringend Geld und da fällt ihm nur eine brauchbare Gelegenheit für ein - er muss wieder in den Ring steigen.

Auch Mrs. T macht sich Sorgen. Sie lebt gerne in Schottland und arbeitet im Pub, aber William ist nicht aufrichtig zu Liz und das stößt ihr sauer auf. Als sie erfährt, dass die Versicherung nicht bezahlt werden konnte und sie somit den Schaden im Pub nicht beheben lassen können, kennt sie nur einen Ausweg - sie muss sich auf ihre Stärke verlassen und versucht an einen Wettkampf zu kommen. Da sie kein Geld hat, das sie in den Pub sonst investieren kann, versucht die 1,90m Frau einen illegalen Boxkampf zu kriegen. Die Rechnung hat sie allerdings ohne William gemacht. Der ist nämlich alles andere als begeistert.
Aus ihm unerfindlichen Gründen liegt ihm etwas an dieser rauen Frau, obwohl sie rein optisch überhaupt nicht seinem Typ Frau entspricht. Selbst ihre kleine Tochter Lucy hat er ins Herz geschlossen, dabei wollte er nie wieder jemanden so nah an sich heran lassen.

Und auch Fatma hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass ihre Familie ihr grollt und sie in Schottland an neues Leben begonnen hat. So ganz aus ihrer Haut kann sie dann aber doch nicht und so fällt es ihr ziemlich schwer die Avancen von Flipp richtig zu deuten. Sie fühlt sich zu dem lebenslustigen Jungen hingezogen, aber was soll er mit einem Mädchen wie sie es ist schon anfangen? Sie ist ein unbeschriebenes Blatt und konservativ erzogen worden. Die Zwangsheirat steckt ihr noch in den Knochen und doch wünscht sie sich nichts sehnlicher als etwas Nähe.

Während jede der drei Frauen mit ihren eigenen Problemen hadert, baut sich eine ganz andere Gefahr auf und bedroht das Leben der drei Freundinnen.

Der zweite Teil um Liz und ihre Freundinnen ist genauso spannend wie auch schon der erste und ich hatte Eile das Buch zu beenden. Schließlich wollte ich wissen wie es weiter geht und vor allem, wie es ausgeht. Die Gefahr aus dem ersten Teil scheint gebannt zu sein, doch irgendwas kommt da noch. Und es kommt dicke. Nicht nur, dass Fatma um ihr Leben fürchten muss, auch Liz ist noch lange nicht in Sicherheit. Und so hangelt man sich von Kapitel zu Kapitel und kann kaum glauben, was da so alles passiert.

In diesem Buch stehen Mrs. T und Fatma im Vordergrund. Während die Eine versucht das beste für ihre Tochter zu erreichen und ihr Leben in Schottland zu festigen, beginnt die Andere gerade ihre zarten Flügel auszustrecken. Bei William und Flipp sind sie in guten Händen und so beginnt es hier bald zu knistern. Bei T habe ich mich unfassbar gefreut, weil ich es ihr einfach gönne. Auch in Hinblick auf Lucy.
Mit Fatma hatte ich meine Probleme. Gerade weil sie aus einem so strengen Elternhaus kommt, war ihre Wandlung für mich zu schnell. Vor allem in intimer Hinsicht. Das passte für mich einfach nicht zusammen.

Die auserwählten Herren Flipp und William sind allerdings Bilderbuchmänner, wenn man William mal mit dem Nudelholz eins übergebraten hat. Flipp ist einfach nur Zucker und vermutlich der Traum jeder Schwiegermutter =o)

Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen und war froh, dass ich beides direkt nacheinander lesen konnte. So war die Spannung aus Band I noch in voller Blüte.

Einen lieben Dank an Pia Guttenson für das Rezensionsexemplar. Es hat meine Meinung nicht beeinflusst - ich fands auch so toll ;o)

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