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14.

Nov 2018

Cover Der Mondscheingarten

Padang ,1902: Die erfolgreiche Violinistin Rose Galway ist auf ihrer großen Tour in Indonesien angekommen. Hier, in ihrem Heimatland hat sie nicht nur die Chance als lokale Persönlichkeit zu punkten, sondern auch endlich ihre Eltern wieder zu sehen. Schon früh hat sich bei Rose die Begabung zur Musik entwickelt und so hat sie in London studiert und ihre Karriere begonnen. Ihre strenge Lehrerin hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist und das erfüllt sie mit Stolz, aber auch mit Bedauern, da sie ihre Eltern nur sehr selten besuchen kann.
Als sie bei einem Gesellschaftsereignis auf den charmanten Paul Havendan trifft, scheint sich das Blatt für sie zu wenden. Vielleicht könnte sie ihren Hauptwohnsitz nach Padang verlegen und näher bei ihren Eltern sein. Doch Paul ist bereits gebunden. Als er ihr nach wenigen gemeinsamen Tagen einen Antrag macht, entschließt sie sich ins kalte Wasser zu springen.
Paul muss wieder zurück, aber sobald er seine Bindung gelöst hat, will er zurück kommen und mit ihr auf seiner Zuckerrohrplantage sein Glück finden.

London, 1920: Helen Carter ist der Star der Royal Albert Hall. Keine schafft es das Publikum derartig in den Bann zu ziehen wie sie. An diesem Abend wird es jedoch keinen Auftritt geben. Wie könnte sie auf die Bühne gehen und die Geige anlegen, wenn die Musik in ihr verstummt ist?
Schon seit einigen Tagen wird sie von einer älteren Frau verfolgt. Sie tut nichts, beobachtet sie nur und doch fühlt Helen sich unwohl. Heute hat sie es gewagt und mit der Frau gesprochen. Jetzt ist nichts mehr wie es war. Die Geige in ihrer Hand ist zu einem Dekorationsgegenstand geworden. Helen braucht nun eins - Gewissheit!

Berlin, 2011: Die Antiquitätenhändlerin Lilly Kaiser hat an diesem grauen Wintermorgen wenig Kundschaft. Als die Türglocke einen Kunden ankündigt, ahnt sie nicht, dass dieser Fremde ihre Welt gehörig auf den Kopf stellen wird.
Er bringt ihr eine wunderschöne alte Geige samt einem Notenblatt mit dem Stück 'Der Mondscheingarten'. Sie kann es sich derzeit nicht leisten teure Gegenstände anzukaufen, umso überraschter ist sie, als der Fremde ihr den Koffer auf den Tisch legt und behauptet sie gehöre ihr. Ehe sich Lilly wehren kann, ist der Fremde verschwunden und sie um ein Musikinstrument reicher. Nun kann ihr nur noch eine helfen, ihre beste Freundin Ellen Morris. Ellen restauriert Musikinstrumente und kann ihr sicherlich sagen woher dieses stammt. Dafür macht sie sich auf den Weg nach London, sehr zur Freude Ellens, die ihre beste Freundin aus Kindertagen schmerzlich vermisst.

Nach nur kurzer Zeit weiß Lily zumindest woher die Geige stammt und ist neugierig. Was hat sie mit der Violinistin Helen Carter zu tun? Lily weiß, dass sie adoptiert wurde und meint daher, der Fremde in ihrem Laden hätte sich sicherlich geirrt. Aber mit Hilfe des charmanten Musikschulleiters Gabriel Thornton macht sie sich auf die Reise in die Vergangenheit und lernt nicht nur das Leben der Violinistin kennen.

Der Mondscheingarten ist das erste Buch von Corina Bomann, das ich lese bzw. höre. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mit den vielen unterschiedlichen Charakteren und Zeitzonen. Aber im Laufe der Geschichte erkennt man die Zusammenhänge und kann die einzelnen Personen besser zuordnen.
Lilly fungiert in dieser Geschichte eigentlich nur als Mittel zum Zweck. Zwar nimmt sie auch einigen Raum im Buch ein, wichtiger sind jedoch die zwei Zeitzonen Anfang des 19 Jahrhunderts. Ich habe dieses Buch als Hörbuch aus der Bibliothek mitgenommen und nun war es an der Zeit einen ersten Schritt zu wagen. Ich muss sagen - ich war sehr schnell mitten drin und wollte wissen wie es weiter geht. Die Hörbuchsprecherin Elena Wilms hat eine sehr angenehme Stimme die es einem leicht macht der Geschichte zu lauschen.

Ich habe noch einige Bücher und auch Hörbücher von Corina Bomann die nun alle noch darauf lauern von mir gelesen / gehört zu werden und ich werde mich mit Freuden drauf werfen und euch davon berichten.

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11.

Nov 2018

Cover The Banker

Lennon hat in ihrem Leben schon viel erreicht, doch nun hat sie sich etwas Neues in den Kopf gesetzt - ihre Bestimmung. Lennon hat an zwei Dingen besonders viel Spaß: Sex und Tattoos. Ihr eigenes Tattoo Studio hat sie bereits, jetzt möchte sie sich mit einer Firma selbstständig machen die Sexspielzeuge verkauft. Ihre ersten Prototypen hat sie bereits erfolgreich an die Frau gebracht - Whit und Tahl. Beide sind dem Thema zwar nicht ganz so offen gegenüber eingestellt wie Lennon, ihrer Freundin zu liebe fungieren sie jedoch als Ersttesterinnen.
Eigentlich steht ihrem neuen Gewerbe nichts im Weg, wäre da nicht die Sache mit dem Geld. Die Einnahmen aus dem Studio flossen komplett in die Produktion ihrer Prototypen und nun wird es Zeit, dass sie einen Investor findet. Ihre beiden Freundinnen würden ihr sofort unter die Arme greifen und auch deren Männer reden Lennon immer wieder ins Gewissen. Aber Lennon will ihre Freunde nicht um Geld bitten. Das wäre nicht richtig, denn wie sagt man so schön - bei Geld hört die Freundschaf auf.
Außerdem hat Lennon bereits einen potenziellen Investor im Auge. Sie muss nur noch an ihn herankommen.

Jasper und sein Partner Drew haben sich eine goldene Nase damit verdient kleinen Unternehmen, StartUps, auf die Beine zu helfen. Was er beruflich geschafft hat spiegelt sich jedoch nicht in seinem Privatleben wieder. Zwar kann er sich über mangelnde Bettbekanntschaften nicht beschweren, eine tiefgründigere Beziehung entsteht daraus jedoch nie.
Als er an diesem Abend im Restaurant zum Speeddating eintrifft, hätte er nicht gedacht, dass er sich ausgerechnet ihr gegenüber finden wird. Den die charmante und freche Frau an seinem Tisch hat er bereits einen Abend zuvor getroffen. Ihre kleine Flirterei steht ihm noch bildlich vor Augen und auch sie scheint sich an ihn zu erinnern, denn sie nehmen den Faden genau dort wieder auf, wo es am Vortag endete.

Lennon kann es nicht fassen, Jasper ist der Starbucks Typ! Nur gut, dass sie ihm nicht gesagt hatte wie sie wirklich heißt. Zwischen den beiden sprühen sofort die Funken, dass es ein wahres Fest ist und Lennon merkt schnell - sie kann nicht beides haben: Jasper als Mann und als Investor.
Je näher sich die beiden in den folgenden Wochen jedoch kommen, desto sicherer ist sie sich, dass sie ihm ihren Business-Plan nicht vorlegen kann. Aber will sie das überhaupt noch? Vor Jasper war für sie klar - diesen einen Mann im Leben einer Frau kann es gar nicht geben. Nun sieht es allerdings ganz so aus, als wenn tatsächlich auch sie ihren persönlichen Einhornschwanz gefunden hat. Immer dringlicher wird der Wunsch ihm reinen Wein einzuschenken und zu erklären warum sie damals im Restaurant war. Aber wie wird er auf ihre Beichte reagieren?

Mit Mad about the Banker / The Banker endet die Modern Love / San Francisco Hearts und das mit dem durchaus spannendsten Charakter der drei Damen. Während Whitney und Tahlia eher ruhigere Typen sind, haut Lennon gehörig auf den Putz. Nicht nur in ihrem Studio als Tätowiererin hat sie die Hosen an, auch im Bett sagt sie den Männern wo es lang geht. Bis sie Jasper trifft. Seine Art war mir zu Beginn etwas zu ungreifbar. Mit der Zeit lernt man ihn jedoch gut kennen und kann auch seine Entscheidungen nachvollziehen.

Einen Narren habe ich mir an Drew gefressen. Er ist auf seine Art einfach nur lustig und charmant und bildet den idealen Kontrast zu Jasper. Dass die beiden ein Gewinnerteam sind, steht fest. Auch Drews Kleidungsstil ist extravagant und ich hatte viel Freude dabei ihn mir bildlich vorzustellen.

Grundsätzlich bin ich seit dem ersten Band Charmed by the Bartender / The Bartender ein Fan von Piper Rayne und so hat mir auch dieses Buch wieder sehr gefallen. Einen halben Stern abziehen muss ich dann aber doch, da zu Beginn des Buches Lennon einfach zu sexfokussiert war. Was natürlich auch in ihre Aussprache abfärbte. Das war mir persönlich zu viel, auch wenn es wiederum zu Lennon als Typ passt.
Soweit ich gesehen habe, gibt es noch einiges was ich von dem Autorenduo lesen kann und ich bin schon sehr gespannt darauf. Ich kann euch Piper Rayne also nur empfehlen!

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09.

Nov 2018

Cover Die kleinen Wunder von Mayfair

London 1906: Cathy Wray ist 16 Jahre alt, schwanger und allein in London unterwegs. Für alle war es ein Schock, als sie erfuhren, dass Cathy ein Kind erwartet. Da sie keinen Vater dazu präsentieren möchte, soll sie in eine Einrichtung für junge Mütter gehen. Aber Cathy hat Angst. Was wird dort mit ihr geschehen? Und was passiert mit ihrem Kind? Sie weiß, dass es für ihre Familie das richtige wäre - aber hat sie denn gar nichts zu sagen?
Ihre Schwester hatte ihr das gemeinsame Lieblingsbuch 'Gullivers Reisen' ins Zimmer geschmuggelt und dazu die Zeitung, die ihr Vater jeden Abend las. Darin war eine Stellenanzeige eingekreist. Sie sprang Cathy sofort ins Auge, denn ein Spielzeugladen mitten in London suchte eine Aushilfe und das ganz ohne Vorkenntnisse.
Da stand sie nun, in der Iron Duke Mews, vor den Türen des Spielzeugladens. Nun würde sie gleich wissen, ob sie eine Chance bekommt auf ein anderes Leben.

Emil und Kaspar könnten unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie eines gemeinsam - sie sind die Söhne von Papa Jack. Beide versuchen in die großen Fußstapfen ihres Vaters zu treten, der irgendwann sein geliebtes Emporium an einen der beiden Söhne weitergeben wird. Aber wer von beiden wird es sein?
Kaspar, der ältere der beiden Brüder, scheint die Gabe des Vaters geerbt zu haben. In seine Spielzeuge fließt fast so viel Magie ein wie in die Erfindungen des Spielzeugmachers. Für Emil ist es nicht so einfach da mit zu halten. Immer wieder versucht er sich an etwas besonderem, aber es will ihm nicht recht gelingen.
Nur eines kann er gut - Spielzeugsoldaten. Die kleinen Holzfiguren wirken fast Lebensecht und so gehen sie in jedem Jahr zahlreich über die Ladentheke. Aber Emil reicht das nicht, er will vor allem eins - seinen Bruder schlagen.

In jedem Jahr öffnet Papa Jacks Emporium beim ersten Frost die Tore für seine Kunden und schließt sie im folgenden Jahr mit dem ersten Schneeglöckchen. Auch in diesem Jahr ist es soweit und Cathy bekommt Panik. Wo soll sie hin? Sie kann noch gerade so ihren Bauch verstecken, aber in ein paar Wochen wird das nicht mehr möglich sein.
Kaspar will Cathy helfen und so versteckt er sie in seinem kleinen Spielzeughaus mitten im Papierbaumwald. Die Zeit vergeht und als Emil Cathy entdeckt, beginnt eine Zeit des Versteckspiels zwischen den dreien. Cathy verbringt abwechselnd Zeit mit Kaspar und mit Emil, und merkt schnell, dass die beiden von etwas völlig unterschiedlichem angetrieben werden.
Während Kaspar sein inneres Kind auslebt und seine ganze kindliche Freude in seine Erfindungen steckt, will Emil nur eins - gewinnen. Als einige Jahre später der erste Weltkrieg ausbricht scheint Emil endlich etwas gefunden zu haben, mit dem er seinen Bruder ausstechen kann, doch es kommt alles anders. Und Cathy muss begreifen, dass der Streit zwischen den Brüdern ohne sie entschieden werden muss.

Ich gestehe, ich hatte mir unter dem Titel eine gänzlich andere Geschichte erhofft und so bin ich etwas enttäuscht. Papa Jacks Emporium ist ein Spielzeugladen ganz nach meinem Geschmack. Mit Kinderaugen die Welt entdecken macht Spaß und Papa Jack weiß es, diese Begeisterungsfähigkeit in seine Spielzeuge einzuflechten. So gibt es Schaukelpferde mit denen man durch die Gegend jagen kann, Papierbäume die in den Himmel schießen, wenn man die Packung öffnet und kleine Stofftiere die zum Leben erwachen, wenn sie aufgezogen werden. Vor diesem Hintergrund habe ich mich auf ein Buch voller Wunder, Magie und Weihnachtstimmung gefreut. Leider nimmt der Krieg der beiden Söhne den meisten Raum ein und selbst Cathy rückt zu sehr in den Hintergrund.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, die Wortwahl gut, einzig die Charaktere wirken unausgereift. So konnte ich mich mit Cathy gar nicht identifizieren und selbst Emil und Kaspar hatte nur wenig mehr Tiefe. Die Entwicklung in der Geschichte findet statt, doch man erfährt den Antrieb nicht so richtig. Ich kann es schwer beschreiben.

Verliebt habe ich mich hingegen in Sirius, den Patchworkhund =o) Für solch ein Plüschtier wäre ich auch zu haben ;o) Wie in den meisten Büchern steckt auch hier eine gewisse Moral drin und die bringt Robert Dinsdale auch rüber. Leider ist der Weg dahin etwas spannungsarm.

Ich durfte dieses Buch bei einer Leserunde bei lovelybooks lesen. Einen lieben Dank für das Rezensionsexemplar.

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