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14.

Okt 2018

Cover Fisherman's Friend in meiner Koje

Judith ist mit ihrer Schwester Rebecca auf dem Weg zu einem Segelkurs. Judith hat allerdings weder Bock darauf das Segeln zu erlernen noch einen Kurs zu machen. Aber Rebecca ist der Meinung sie muss unbedingt Stefan kennenlernen - den Segellehrer. Und bei so einem Kurs wird es sicherlich auch andere tolle Männer geben, mit denen Judith anbändeln könnte, falls Stefan ihr nicht zusagt. Als beinahe Single, da ist schließlich auch noch Leonard den sie nicht so recht loswird, ist es mal wieder an der Zeit die Lage zu sondieren.
Nachdem sie erst in einem Schwangerenkurs landen, platzen sie mit Verspätung noch zu ihrer Freundin Bille in den Segelkurs. Leider ist Stefan nicht gerade das, was Judith eine Augenweide nennen würde und auch sonst ist der Kurs nicht gerade überfüllt mit sexy Singlemännern. Das einzige Sahneschnittchen, das Judith erspäht wurde bereits von Bille gesichtet und reserviert. Obwohl Bille vergeben ist, kann sie es ihr nicht verübeln - Burghard ist ein Idiot. Judith versucht schon lange Bille davon zu überzeugen, aber irgendetwas scheint sie an diesem Typen zu finden.

In den kommenden Wochen sind alle drei fleißig im dabei Segelkurs, aber Mick - das Sahneschnittchen - taucht nicht mehr auf. Als der gesamte Kurs am Abend in ein Pub geht, beobachtet Judith Stefan dabei, wie er Mick einen Umschlag gibt. Wenig später sitzt sie neben Mick an der Bar, während dieser sich einen Joint dreht und ihr von seiner Drogenkarriere berichtet. Ist Stefan etwa ein Dealer?
Als im Kurs die Sprache auf einen Trainingsausflug kommt, ist Judith sich sicher, Stefan holt sich seine Drogen aus den Niederlanden und schmuggelt sie an Bord nach Deutschland. Der Segelkurs ist nur seine Deckung.
Judith ist wild entschlossen im das Handwerk zu legen, aber jegliche Andeutung läuft ins Leere und je mehr sie sich mit Stefan befasst, desto sympathischer wird er ihr. Verliebt sie sich etwa in einen Drogenboss?

Fisherman's Friend in meiner Koje habe ich mir aus der Bibliothek mitgenommen und hatte mich auf eine lustige Romanze eingestellt. Leider war dieses Buch weder sonderlich lustig noch habe ich eine schöne Romanze gefunden. Viele Dialoge waren an den Haaren herbeigezogen und strotzten vor Vorurteilen. Außerdem sollte man sich sehr fürs Segeln interessieren, wenn man die Geschichte überstehen will.
Judith fand ich das Buch durchweg eigentlich unsympathisch. Sie ist sehr aufs äußerliche bedacht und hält sich selbst für den großen Fang schlechthin. Das half nicht dabei sich in die Geschichte hinein zu versetzen. Auch ihre Schwester Rebecca und selbst Bille konnten es mir nicht recht machen. Während Rebecca offenbar in einer Midlife Crisis steckt, fehlt Bille eine große Portion Selbstwertgefühl.

Ich habe Fisherman's Friend in meiner Koje als Hörbuch gehört und muss sagen, die Sprecherin Irina von Bentheim hat viel rausgeholt. Sprechen kann sie - singen eher nicht. Und das musste sie in diesem Buch leider häufiger. Die Idee zur Geschichte finde ich dennoch gut. Ein Segelkurs als Singlebörse ist mal was ganz anderes und es war auch einiges ganz witzig. Bei weiteren Hörbüchern von Kerstin Gier schaue ich lieber auf das Veröffentlichungsdatum. Die neueren Bücher sagen mir eher zu.

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29.

Sep 2018

Cover Verführung in Manhatten

Es handelt sich um den zweiten Teil der Wild Ukrainians / Die Stanislaskis-Reihe.

Sydney hat keine Ahnung von ihrem Job, aber sie ist wild entschlossen sich und ihrer Familie zu beweisen, dass ihr Großvater keinen Fehler gemacht hat, als er ihr die Immobilienfirma hinterlassen hat.
Während Channing, ein Freund der Familie, sie lieber als gastgebende Gattin an seiner Seite sehen würde, hofft ihre Mutter, dass Sydney das Spiel in der Firma bald leid ist. Doch die Rechnung haben die beiden ohne den wilden Künstler Mikhail Stanislaski gemacht.

Erst kurz im Chefsessel muss sich Sydney mit einem wütenden Mieter auseinander setzen, der ihr Herz nicht nur vor Empörung zum Rasen bringt.
In den letzten Lebensjahren ihres Großvaters ist in der Firma einiges schiefgelaufen. Unter anderem sind die Beschwerden aus ihrem Mietshaus in Soho unter den Teppich gekehrt worden, weshalb dieser Stanislaski in voller Arbeitermontur ihren Schreibtisch einstaubt. Sie kann kaum glauben, dass es um das Haus so schlecht stehen soll und um sich selbst und auch diesem ungehobelten Kerl zu beweisen, dass sie ihre Aufgabe ernst nimmt, taucht sie zur Besichtigung auf.

Das Haus ist in einem katastrophalen Zustand und doch erkennt sie hier und dort Ausbesserungen und sogar Neuerungen, die ihre Firma nicht beauftragt hat. Offenbar kann dieser Mikhail mehr als sie nur zur Schnecke machen.
Um gleich Nägel mit Köpfen zu machen, beauftragt sie ihn einen Kostenvoranschlag zu erstellen. Offenbar ist er im handwerklichen Gewerbe unterwegs und kennt die richtigen Leute.

In ihrer Firma kommt ihr Alleingang nicht gut an. Als es während der Bauarbeiten zu einem Vorfall kommt, muss sie Rede und Antwort stehen. Das kommt ihrem Vize sehr gelegen. Lloyd hat es auf ihren Stuhl abgesehen und Sydney muss noch viel lernen.

Mikhail ist kein Frauenverächter und kann nicht anders, als in Sydney eine Herausforderung zu sehen. Die kleine Eisprinzessin weiß gar nicht wie entzückend sie aussieht mit ihren großen blauen Augen, der Porzellanhaut und dem verboten heißen Körper. Als Künstler kann er allein ihn ihrem Gesicht mehr Gefühle ablesen als sie meint zeigen zu können.
Während ihrer Zusammenarbeit lernen sie sich besser kennen und Mikhail spürt eine tiefe Traurigkeit, die er ihr zu gern nehmen würde.
Aber lässt sie ihn?

Luring A Lady / Verführung in Manhattan ist etwas schwächer als sein Vorgänger. Sydney ist ein typisches Mädchen der reichen Oberschicht. Sie ist in jeder Lebenslange gut erzogen und kennt die Erwartungen an ihre Person.
Mikhail hingegen ist Leidenschaft pur - was er anfasst reißt er mit. In diesem Fall Sydney. Er will sie aus der Reserve locken und ist fest entschlossen bei ihr zu laden. Dabei geht er ein wenig höhlenmenschartig vor. Ihm ist egal was sie davon hält, dass er sie will, sie hat mit zu machen. Damit hatte er bei mir einen ganz schlechten Start. Solche Männer gibt es zu Hauf und die sollten sich ganz dringend in eine Selbsthilfegruppe begeben.
Leidenschaft und auch Direktheit ist gut, aber sobald es zwanghaft wird, reagiere ich ablehnend. Im Laufe der Geschichte ändert er sich und sein Verhalten - sein Glück.

Das Buch liest sich generell sehr schnell weg. Es hat nicht so viele Seiten und die Geschichte läuft wie geölt. Was ich etwas schade finde, sind die wenigen Reibungspunkte. Ich mag es, wenn sich die Charaktere anzicken und auch abstoßen um am Ende zueinander zu finden. Das lief mir alles etwas zu glatt.
Mein Highlight war Iwan, der Schreckliche ;o) Was es mit ihm auf sich hat, müsst ihr aber selbst herausfinden.

Da ich alle Bände der Reihe daheim habe, werde ich diese natürlich auch lesen und hoffe, dass im nächsten Teil wieder mehr Aktion zu finden ist.

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26.

Sep 2018

~nef
EmpfehlungEmpfehlung
Rezensionsexemplar

Darüber spricht man nicht

Tags: Sachbuch
Cover Darüber spricht man nicht

Schweißfüße, Mundgeruch, Haarausfall - alles Themen, mit denen sich die Ärztin Dr. med. Yael Adler in ihrem neuen Buch Darüber spricht man nicht befasst. Aber nicht nur damit.

Als renommierte Ärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten hat sie in ihrem Leben schon viel gesehen, gerochen und erlebt. Vieles davon wollen wir Nicht-Mediziner gar nicht so genau wissen und doch fasziniert es uns. Mit ihrem Buch Darüber spricht man nicht nimmt sie sich all derer Tabus an, die wir uns nicht trauen anzusprechen und führt mit Humor und Wortwitz durch die verschiedenen Symptome, Behandlungsmöglichkeiten und auch Präventionen der teilweise alltäglichen Beschwerden der Gattung Mensch.

Woher kommt jetzt genau dieser Leberfleck? Wieso riecht der morgendliche Atem nicht nach Rosenblüten und wie ist das eigentlich mit den Winden in der Unterhose die wir Frauen gar nicht haben (möchten)?
Ein Themenbereich reiht sich an den nächsten und führt einmal von Kopf bis Fuß und lässt dabei gerade die Mitte ausführlich zu Wort kommen.

Ich habe das Buch in der Verlagsvorschau gesehen und hatte online schon mal die Chance reinzulesen. Der kleine Ausschnitt war schon so informativ, dass ich auch den Rest lesen musste. Es war sicher, dass man bei der Lektüre noch etwas lernen würde. Und das habe ich auch.
Nicht wegen jedem Fleckchen, Ziepen oder Stechen muss man zum Arzt rennen, vieles kann man auch selbst behandeln. Wenn es allerdings kniffliger wird, hilft ein Blick vom Arzt und er weiß bestens Bescheid.

Dr. med. Yael Adler hat sich vor allem den unteren Geschlechtsteilen gewidmet, dieser Abschnitt nimmt beinahe die Hälfte des Buches ein. Aber auch hier gibt es noch so einiges zu lernen, auch wenn es mir da dann ab und an zu viel wurde. Einfach von der Abwechslung her.
Es wird auch klar, was sie als Ärztin nicht mag - ich frage mich wie sie es damit als Privatperson hält.

Das Buch hat mich eine ganze Weile begleitet und wird es sicher als Nachschlagewerk auch weiterhin tun. Deshalb kann ich es jedem nur ans Herz legen, der einfach wissen will was in seinem Körper vor sich geht.

Einen lieben Dank an den Droemer Knaur-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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