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02.

Okt 2012

Cover The Unofficial Zack Warren Fan Club Englisch

Als Chloe in der zweiten Klasse zum ersten Mal Zack gegenübersteht, verguckt sie sich sofort in ihn. Und sie ist da nicht die Einzige. Deshalb gründet sie aus Spaß den "Inoffiziellen Zack Warren Fan Club". Doch was als lustiges Spiel angefangen hat, wird irgendwann ein Selbstläufer. Es treten immer neue Mitglieder bei und Chloe kann es nicht fassen, dass der Club sie jetzt auch noch bis ans College verfolgt - alles dank ihrer besten Freundin Lana, die den Club hartnäckig am Leben erhalten hat.
Chloe würde vor Scham im Boden versinken, sollte Zach, der an der gleichen Universität ist, wie sie und sich dort zu einem großen Baseball Star gemausert hat, jemals von dem Club erfahren. Denn mittlerweile hasst sie ihren früheren Schwarm. Zack hat damals während ihrer Schulzeit nie eine Gelegenheit ausgelassen, Chloe zu ärgern und auch jetzt scheint sich das nicht geändert zu haben. Sie weiß nicht, woran es liegt, aber die beiden versuchen sich so gut es geht aus dem Weg zu gehen.
Doch das wird ihnen bald unmöglich gemacht, denn Chloes Mutter und Zacks Dad heiraten wieder - einander. Und sie ziehen in ein neues Haus, was Chloe und Zack ganz plötzlich zu Mitbewohnern macht. Zack hat seine ganz eigenen Gründe, sich von Chloe fernzuhalten und es fällt ihm immer schwerer, diese im Kopf zu behalten, wenn er daran denkt, dass sie im Nebenzimmer schläft. Doch als sein Team-Kollege und Mistkerl Max anfängt, sich für Chloe zu interessieren, wird Zacks Geduld auf eine harte Probe gestellt...

The Unofficial Zack Warren Fan Club ist der zweite Roman, den ich von J.C. Isabella gelesen habe. Nachdem ich von Chasing McCree alles andere als überzeugt war, wollte ich der Autorin aber noch einmal eine Chance geben und hatte dieses Buch sowieso schon auf meinem Kindle.
Doch auch wenn ich diesen Roman deutlich besser fand, werde ich wohl nie ein Fan von J.C. Isabella werden. Sie versucht einfach viel zu viel in ihre Geschichten zu packen. The Unofficial Zack Warren Fan Club z.B. ist ein Buch über Hass-Liebe, das Zusammenwachsen von Patchwork-Familien, Stalker/Belästigung, Beziehungen zwischen Stiefgeschwistern, entfremdete Eltern, Verlustängste und und und. An sich sind die Themen für sich alle in Ordnung, aber geballt in einem gerade mal 200 Seiten langen Buch war es einfach zu viel. Vor allem, da sie Stränge teilweise ziemlich unelegant und kitschig durchgezogen wurden.
Und auch mit den Charakteren konnte ich mich aus genau den gleichen Gründen, wie beim letzten Mal, nicht recht anfreunden. Für mich fühlten sich sowohl Chloe als auch Zack einfach unrealistisch an. Beide sind perfekt. Ausgezeichnete Schüler, beliebt, verantwortungsbewusst, jungfräulich, ehrlich. Für mich hat sie das schrecklich langweilig gemacht. Zack ist ein Held, der alles immer aus den richtigen Gründen macht und jederzeit zur Stelle ist. Chloe ist manchmal furchtbar zickig und trifft dann Entscheidungen, die einfach nur idiotisch sind und bei denen der Leser ganz genau weiß, worauf sie hinauslaufen. Spannung sieht also anders aus. Auch die Nebencharaktere sind nicht sonderlich gut geraten. Es gibt nur schwarz oder weiß in diesem Buch und was sich manche Figuren leisten ist schlicht unrealistisch.
Eigentlich ist das sehr schade, denn grundsätzlich wäre The Unofficial Zack Warren Fan Club eine sehr nette Geschichte. Der Schreibstil war flüssig und unterhaltsam (wenn auch mit teils etwas unrealistischen Dialogen). Es gab einige wirklich süße und romantische Szenen und grundsätzliche war es schön, Chloe und Zack dabei zu beobachten, wie sie sich selbst belügen. Auch die Freunde, die sie in ihrem neuen Wohnort finden, sind sehr sympathisch und so ziemlich das Einzige, was in dem Buch für ein bisschen frischen Wind sorgte.

Leider hat mir auch das nicht gereicht um The Unofficial Zack Warren Fan Club von J.C. Isabella für mich insgesamt mehr als mittelmäßig zu machen. Die Autorin packt zu viele Themen in ein Buch und das Ergebnis ist leider nicht nur unrealistisch sondern manchmal auch ziemlich kitschig. Vermutlich werde ich deshalb erst einmal die Finger von dieser Autorin lassen.

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