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18.

Aug 2012

Cover Heldenzorn deutsch

Bei einem Hinterhalt der Harten Menschen auf einen Stamm der Barbaren in der Steppe, überlebt der junge Teriasch als einziger das Massaker. Nur seinem unerschrockenen Pferd hat er es zu verdanken, dass ihn die Flammen, die vom Himmel fielen und alles niederbrannten, nicht töteten. Pukemasu, eine Schamanin aus dem Stamm der Schwarzen Pfeile, findet den verwundeten Jungen und nimmt ihn auf. So beginnt Teriaschs Ausbildung zum Schamanen.

Als er eines Tages mitten in der Steppe aus seiner Schwitzhütte tritt hofft er auf Erkenntnisse, die ihm die verschiedenen Kräuter, aus denen er den Sud gerührt hat, bringen sollen. Doch stattdessen bringen sie ihm Harte Menschen, die auf der Suche nach Steppenbewohnern sind um sie der Sklaverei zu unterwerfen. Mit keinem Faden am Leib wird der junge Schamane gefangen genommen und mit anderen angehenden Sklaven zusammen auf einem langen Marsch in die Stadt des Dominum gebracht. Hier erfährt er am eigenen Leib, wie mit Sklaven umgegangen wird. Doch unter den Gefangenen hat er einen etwas gesonderten Status - im Gegensatz zu den anderen spricht er die Sprache der Harten Menschen und erzielt so auf dem Sklavenmarkt einen besonders guten Preis.
So gelangt er als Arenakämpfer zu Silicis und trifft noch am gleichen Tag auf den Halbling Rukabo. Dieser wurde als Dieb erwischt und zum Sklaventum verurteilt. In einer lächerlichen Verkleidung werden sie zum Sterben in die Arena geschickt und sollen vom besten Kämpfer des Dominums getötet werden. Doch es kommt alles ganz anders. Durch eine glückliche Fügung und das Wissen des Halblings überstehen sie den Kampf gegen Demeto Karis. Da Publikum ist erst geschockt und dann erzürnt. So werden die Feles freigelassen - großkatzenähnliche Wesen die sehr an dem Blut auf Teriaschs und Rukabos Kleidung interessiert sind. Doch wieder ist ihnen das Glück hold, denn Teriasch hütet seit seiner Kindheit ein weiteres Geheimnis, welches ihnen ein weiteres Mal das Leben rettet - er ist eine Feuerseele.

Diese Eigenschaft verschafft dem jungen Mann und seinem Mitkämpfer eine zweifelhafte Ehre. Eine der Töchter des Dominex kauft sie Silicis ab und fortan stehen sie in ihrem Dienst. Doch keiner der beiden Männer ahnt, weshalb die junge Frau sie wirklich in ihren Dienst holt - denn jemand trachtet ihr nach dem Leben und Teriasch soll ihr helfen den Drahtzieher zu finden. Sie gehen einen Pakt ein, der nicht nur der persönlichen Leibwächterin, Carda, gegen den Strich geht. Auch Rukabo ist wenig begeistert, lässt sich aber von der Gelegenheit ablenken, seinen Verwandten, die im Palastgarten arbeiten, das Leben schwer zu machen.

Eigentlich habe ich mich sehr auf den neuen Roman von Jonas Wolf gefreut. Nachdem das erste Buch Heldenwinter doch durchaus spannend war, versprach ich mir vom neuen Werk des Autors noch eine Steigerung. Leider wurde ich hier sehr enttäuscht. Während Heldenwinter es schaffte den Leser zu fesseln, ist es mir bei Heldenzorn eher schwer gefallen im Geschehen zu bleiben. Die Namen der Charaktere waren auch hier wieder keine Hilfe und auch der Spannungsbogen hielt sich eher niedrig. Da hilft es leider nicht, dass zumindest die letzten 60 Seiten noch einmal an Fahrt aufnehmen.
Nachdem Teriasch als Sklave gefangen genommen wurde, erwartet man eigentlich Fluchtversuche und Ausrisse mit Hilfe seiner 'Feuerseele'. Doch diese bleiben leider komplett aus. Sicher passiert hier und dort mal eine Kleinigkeit, aber das war es dann auch schon wieder.

Ich hoffe Jonas Wolf legt einen weiteren Roman vor der in dieser Welt spielt, denn die Charaktere und den Aufbau habe ich tatsächlich lieb gewonnen. Nur sollte hier wirklich davon abgeraten werden es als Halblingsabenteuer zu vermarkten, denn wie bereits im ersten Buch spielt auch hier das Volk der Halblinge eine Nebenrolle.

Ich möchte dennoch ganz herzlich dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars danken.

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