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15.

Oct 2010

'Life is a beach ... and then you're undead?'

Für manche der Beiträge in dieser Kurzgeschichtensammlung durchaus eine passende Frage. Fünf der erfolgreichsten amerikanischen Fantasy-YA-Autorinnen haben jeweils eine Geschichte für Vacations from Hell gespendet und so eine sehr unterhaltsame, kleine Lektüre geschaffen.

In Cruisin' von Sarah Mlynowski (Bras and Broomsticks) begleitet man Kristin und ihre Freundin Liz auf eine Kreuzfahrt, die eigentlich nur dem Zweck dienen soll, ein bisschen zu entspannen und ein paar Jungs aufzureißen. Stattdessen machen Gerüchte von Vampirangriffen an Bord die Runde.
Eine lustige, kleine Geschichte mit einem Ende, bei dem ich gleichzeitig erschrocken und extrem amüsiert war. Stellenweise war sie zwar ein bisschen albern, dafür aber sehr unterhaltsam.

I don't like your Girlfriend von Claudia Gray (Evernight) handelt von der Hexe Cecily die mit ihrer Familie und vielen anderen Hexen in North Carolina gemeinsam Urlaub macht - aber auch ihre Erzfeindin Kathleen ist dabei.
Dieser Beitrag hat meiner Meinung nicht wirklich in das Konzept gepasst. Er war zwar durchaus nett und unterhaltsam, aber auch irgendwie überflüssig. Außerdem war sie wesentlich harmloser, als die vier anderen Beiträge, bei denen es doch eher um Leben und Tod geht.

The Law of Suspects von Maureen Johnson (Devilish / Der Teufel in ihr) folgt den beiden Schwestern Charlie und Marylou nach Frankreich in die Provence, wo sie mit einem alten Fluch konfrontiert werden.
Diese Geschichte ist mit Abstand mein Favorit gewesen und allein wegen ihr lohnt sich der Kauf des Buches. Sie ist spannend und teilweise ziemlich brutal, eine Wendung jagt die nächste, gleichzeitig ist sie aber vollgepackt mit viel schwarzem Humor und einem tollen Ende.

In The Mirror House von Cassandra Clare (The Mortal Instruments / Chroniken der Unterwelt, Clockwork Angel / Clockwork Angel) muss Violet ihre Mutter, deren neuen Mann und seinen Sohn auf die Hochzeitsreise nach Jamaica begleiten. Als ihr neuer Stiefbruder beginnt sich merkwürdig zu verhalten, liegt es an ihr, ihn zu retten.
Insgesamt eine sehr ungewohnte Geschichte von Cassandra Clare. Der Schreibstil ist wie gewohnt absolut phantastisch, aber es fehlt der Humor, den ich sonst so von ihr liebe. Die Story ist eher düster und ein bisschen wehmütig, aber trotzdem sehr lesenswert und auch hier mit einem recht happigen Ende.

Die letzte Geschichte Nowhere is safe von Libba Bray (Gemma Doyle Trilogy / Der Geheime Zirkel) folgt Poe und seinen Freunden auf einen Interrail-Trip durch Europa, der in einem kleinen Dorf irgendwo in Osteuropa, das von gruseligen Geister-Kindern belagert wird, ein jähes Ende findet.
Auch hier verbindet sich eine teilweise eher gruselige Geschichte mit einem sehr witzigen und makabren Sprachstil. Hier ist das Ende ebenfalls eine Überraschung, wenn es auch nicht so originell war, wie bei einigen anderen Beiträgen. Allerdings war es erfrischend eine Geschichte aus der männlichen Perspektive zu lesen.

Hexen, Nachwuchsmonsterjäger, Vampire, Flüche, Liebe und Tod - all das findet man hier in dieser kurzweiligen Kompilation, bei der zwar nicht alle Geschichten das gleiche Niveau halten können, die aber dennoch für ein paar Stunden nette und abwechslungsreiche Unterhaltung bietet.

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