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14.

Mai 2011

Cover Die Gemeinschaft der Drei deutsch

Matt ist 14 und lebt in New York. Sein bester Freund, Tobias, ist ein Jahr jünger, schwarz, hyperaktiv und so schlau, dass sie in eine Klasse gehen. Kurz vor Weihnachten mehren sich die Zeichen, dass irgendwas faul ist in der Stadt: Matt sieht seltsame Gestalten und gefährlich aussehende blaue Blitze. Am zweiten Weihnachtsfeiertag passiert es dann: ein riesiger Blizzard geht über der Stadt nieder und mit dem Schnee kommen auch die blauen Blitze über jedes Haus und jede Wohnung. Danach ist nichts mehr wie es vorher war: die meisten Erwachsenen, darunter Matts Eltern, sind verschwunden. Die, die noch da sind, sind zu tierähnlichen Mutanten oder richtig bösartigen Personen geworden. Hinzu kommen riesige Stelzenwesen, die etwas oder jemanden zu suchen scheinen. Einzig die Kinder und Jugendlichen haben das Desaster unbeschadet überstanden und müssen nun mit einer völlig veränderten Welt zurecht kommen.

Matt und Tobias kämpfen sich aus der Stadt hinaus, weil ihr Bauchgefühl sie nach Süden treibt. Kaum haben sie die Stadt verlassen, zeigt sich, dass auch die Natur völlig außer Rand und Band geraten ist - die Pflanzen wachsen mit einer völlig neuen Geschwindigkeit, die Tiere sind teilweise größer, stärker und aggressiver, es gibt sogar neue Pflanzen- und Tierarten und es sieht insgesamt so aus, als hätte die Erde beschlossen, die Herrschaft über den Planeten zurückzuerobern.

Als wäre das Überleben in einer so unsicheren Welt nicht schon Herausforderung genug, wird Matt über seine Träume klar, dass die Stelzenwesen nicht irgendjemanden, sondern ihn suchen. Dies tun sie im Auftrag des unheimlichen, fremden und bösartigen Torvaderons. So wie der Matt mit allen Mitteln erreichen will, versucht der Junge ihm aus dem Weg zu gehen und sich zusammen mit Tobias zu verstecken.

Bei ihrer Flucht gelangen die zwei auf eine Flussinsel, auf der sich eine Gemeinschaft an Kindern und Jugendlichen angesammelt hat. Diese versuchen mit vereinten Kräften und geordnet das Überleben anzugehen. Hier treffen die beiden Jungen auf die 15-jährige Ambre, ein schlaues und hübsches Mädchen. Die Drei freunden sich an und bilden bald eine verschworene Einheit - die Gemeinschaft der Drei.

L'Alliance de Trois / Die Gemeinschaft der Drei von Maxime Chattam ist der Auftaktband einer Trilogie, in der die Welt - so wie wir sie kennen - von jetzt auf gleich ausgelöscht ist. Welche Ursachen dahinter stehen, erfährt man ebenso wie die Auswirkungen, die die Veränderung mit sich bringt. All das wird spannend mit der Geschichte um Matt, Tobias und Ambre verknüpft. Dabei gibt es allerdings zwei Punkte, die mich an der Geschichte gestört haben: Zum Einen erfährt man nicht, was eigentlich das besondere an Matt ist. Er wird von dieser düsteren Gestalt verfolgt, obwohl er ein ziemlich normaler Teenager zu sein scheint. Vermutlich erfolgt die Aufklärung in einem späteren Band. Zum Anderen wiederholen sich die wissenschaftlichen Erklärungen für die Phänomene der ökologischen und genetischen Veränderungen ziemlich oft. Die sind eigentlich von Anfang an auf einem für Teenager gut zu verstehenden Niveau erklärt, sodass die Wiederholungen unnötig sind.

Da mich das Buch aber gut unterhalten hat und eine interessante Idee präsentieren konnte, vergebe ich alles in allem:

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Kommentare

1 - 2 von 2 Kommentaren auf der Seite.

lesemomente Pro schrieb am 14.05.2011 10:00:07:

Ich glaube, die Figurenkonstellation würde ich total gerne mögen. Aber der Rest hört sich für meinen Geschmack doch zu abgedreht an.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,

Christine :)

Buchjunkies schrieb am 14.05.2011 10:58:13:

Ja, die Konstellation der Drei ist prima, auch wenn Tobias (noch?) etwas kurz kommt.

Es ist spannend durch diesen futuristisch-ökologischen Aspekt, die Stelzenmänner (die dreibeinige Herrscher lassen Grüßen) und den geheimnisvollen großen Bösen hätte es mE nicht gebraucht. Bin trotzdem gespannt wie es weiter geht - der letzte Band erscheint im Herbst und dann werde ich wohl weiterlesen.

Liebe Grüße und auch ein schönes Wochenende:),
nia

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