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27.

Sep 2011

Cover Der Vollstrecker deutsch

Er kennt deine Alpträume - er kennt deine Ängste und er will dich leiden sehen.

So in etwa kann man den Mörder des Priesters Fabian beschreiben. In der Kirche in einem von L.A.'s Problemvierteln findet am frühen Morgen der junge Ministrant Hermano die entstellte Leiche von Vater Fabian. Statt des menschlichen Kopfes wurde hier der Körper mit dem Kopf eines Hundes verbunden. Um den Altar herum befinden sich überall Blutspritzer.
Das ist definitiv ein Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlo Garcia vom Morddezernat I - diese zwei sind Spezialisten auf dem Gebiet für besonders brutale Verbrechen. Nachdem sich Hunter den Tatort angesehen hat reimt er sich die ersten Vermutungen zusammen. Um den Altar herum wurde systematisch das Blut des Priesters vergossen. Durch die Anordnung der Blutspritzer schließt er auf die Größe des Täters, doch weiter kommen sie vorerst nicht. Auch die Befragung Hermanos gibt keine weiteren Aufschlüsse. Erst als sie im Zimmer des Priesters auf dessen Tagebücher stoßen, glauben sie eine Spur finden zu können. Der Gerichtsmediziner Jonathan Wilson eröffnet am nächsten Tag den beiden Ermittlern, dass auf der Brust des Toten die Zahl 3 stand - in Blut geschrieben. Doch das verwirrende daran - mit dem Blut eines Anderen. Besser gesagt einer Anderen - denn es ist weibliches Blut und zu allem Überfluss ist die Spenderin schwanger gewesen.

Cover The Executioner englisch

Die Tagebücher des Toten sind leider wenig aufschlussreich bis sie auf die Erwähnung eines Alptraums stoßen. Just nach dem Fund wird ihnen eine junge Dame gemeldet, die etwas zum Mord an Vater Fabian sagen möchte. Sie nennt sich Monica und behauptet Visionen zu haben. Doch anders als andere Menschen spürt sie in diesen den Schmerz, der Leidenden. Garcia glaubt ihr kein Wort, doch sie richtet ihre Aussagen sowieso nur an Hunter. Der glaubt ihr - spätestens als sie von Helen spricht, seiner Mutter.
Da platzt die Leiterin des Dezernats in den Verhörsaal und spricht von einer neuen Leiche - vom gleichen Mörder. Bevor Hunter den Raum verlässt sagt Monica etwas Entscheidendes: "Er hat gewusst wovor sie Angst hat."

Dieser zweite Thriller um das Duo Hunter und Garcia von Chris Carter ist ebenso spannungsgeladen wie der erste Roman The Crucifix Killer / Der Kruzifix-Killer (Amazon-Partnerlink). Auch hier werden einige sehr unappetitliche Details der Morde und Leichen schriftlich dargestellt, die keineswegs etwas für zarte Seelen sind. Dennoch kann man einfach nicht aufhören zu lesen. Man muss wissen wie sie dem Mörder auf die Schliche kommen und wie viele Menschen er vorher noch brutal beseitigt. Chris Carter hält sich nicht mit umfangreichen Sätzen auf oder langen Einleitungen, er kommt schnell zum Thema und hat einen einfachen, aber guten Schreibstil.

Obwohl ich eher kein Freund blutiger Details bin, fand ich diesen Thriller richtig gut. Ich habe lediglich zwei Kritikpunkte: einmal die Details - das hätte doch etwas weniger genau sein dürfen, gerade nach dem Essen - und zum Zweiten das Ende. Ich weiß auch nicht. Irgendwie hätte ich es mir ohne Einbezug der Hauptcharaktere gewünscht. Trotz allem ein Buch für schlaflose (Lese-)Nächte.

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