11.Mai 2026 |
Die Butterbrotbriefevon Carsten Henn
Tags:
Gesellschaft, Leben
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Kati Waldstein hat eine Mission und sie ist bereit sie bis zum bitteren Ende durchzuführen. Egal ob sie dabei Leute vor den Kopf stößt oder in Tränen ausbricht, sie muss es tun, das hat sie sich geschworen.
Kati ist fast 40 und hat in ihrem Leben kaum etwas erreicht, meint sie. Und an allem scheint ihre Mutter schuld zu sein. Die Frau, die der sie nun keine Fragen mehr stellen, die sie nicht mehr zur Rede stellen kann, denn ihre Mutter ist tot.
Während sie nach und nach Briefe an verschiedene Menschen in ihrem Leben verfasst, lernt sie immer mehr über ihre Mutter, ihren Vater und vor allem über sich selbst.
Sie geht die Briefe unterschiedlich an, je nachdem wie sehr sie diese Person mag, entscheidet sie ob es ein getippter oder ein handgeschriebener Brief wird. Dafür hat sie ganz spezielles Papier - Butterbrotpapier. Das hat ihr Vater für sie extra in einer Box gesammelt.
Severin ist bereits seit einigen Jahren auf der Straße unterwegs. Nicht weil er pleite ist und kein Geld mehr hat, sondern als Strafe für etwas, das er aus Unachtsamkeit getan hat. Als er auf einem Marktplatz von Kati einen kostenlosen Haarschnitt bekommt, spürt er eine Anziehungskraft zu ihr, die ihn nicht mehr loslässt. So beschließt er zu bleiben, sucht ihre Nähe und lernt durch Katis Erzählungen mehr über sich selbst kennen als es gut für seinen Seelenfrieden wäre.
Kati ist stark und auch Severin muss stark sein und sich seiner Vergangenheit stellen.
Ich habe Die Butterbrotbriefe durch einen Impuls heraus gekauft und im Zuge von 12 Bücher in 2026 auswählen lassen. Ich habe keine einzige Minute mit diesem Buch bereut. Auch wenn ich einige von Katis Entscheidungen nicht nachvollziehen kann, so passen sie doch zu ihrem Charakter.
Severin ist eine andere Hausnummer. Ja, er hat einen Fehler gemacht, einen unverzeihlichen Fehler. Aber vor der Verantwortung weglaufen ist keine Lösung und das nehme ich ihm auch echt übel. Er scheint eigentlich nicht der Mensch zu sein, der sofort wegrennt und so hätte er dafür gerade stehen und sich kümmern müssen - in welchem Rahmen auch immer.
Auf der anderen Seite hätten sich Kati und Severin sonst nie kennengelernt und das Zusammenspiel der Beiden macht das Buch ja auch ein Stückweit aus. Sie lernen viel voneinander und auch miteinander.
Mein persönliches Highlight waren hier übrigens Esel und Rentier. Und natürlich Madame Catherine, die in Katis Leben so viel mehr bewirkt hat als jeder andere.
Die Butterbrotbriefe war mein erstes Buch von Carsten Henn, aber nicht das letzte, denn ein weiteres steht noch im Regal. Da mir der Schreibstil sehr zusagt, werde ich mich sicherlich auch noch an die anderen Bücher heranwagen.
Die Butterbrotbriefe ist für mich eine Leseempfehlung, weil man mit dem Buch so viel über das Schicksal und seine eigenen Entscheidungen lernen kann.

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