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10.

Jul 2022

~nef

Und dann kam das Glück

Cover Und dann kam das Glück

Cloé betreibt in der zauberhaften Rue de la Chance mitten in Paris einen kleinen Blumenladen. Dieser Laden war ihr großer Traum, doch im Moment ist es alles andere als traumhaft.
Das Antiquitätengeschäft direkt nebenan wurde verkauft und seit Wochen gleicht die kleine Sackgasse einer Großbaustelle. Es wird gehämmert, gebohrt und gesägt was das Zeug hält. Der Lärm ist ohrenbetäubend und ihre armen Pflanzen müssen unter dem Staub leiden, der durch Fenster und Tür dringt.

Wenn sie nicht so schüchtern wäre, hätte sie schon längt mal den Bauleiter Ben gefragt wie lange das denn noch so gehen soll, doch Cloé hat so schon Probleme mit Fremden zu reden, da würde sie bei einem heißen Typ wie Ben keinen Ton herausbekommen.
Die anderen Ladenbesitzer der kleinen Gasse sind weit genug entfernt von der Baustelle, dass sie es zwar auch stört, aber nicht derart einschränkt.
Nach einem Hinweis von Pierre, der gegenüber einen Kerzenladen betreibt, prüft Cloé ihre Buchhaltung und stellt fest, dass sie seit Beginn der Bauarbeiten fast ein Drittel weniger Einnahmen hat. Das geht nun wirklich nicht.
Sie beschließt doch mit dem Bauleiter zu sprechen, auch wenn allein sein Lächeln ihre Knie zum Schmelzen bringen und die Schmetterlinge in ihrem Bauch Rumba tanzen.

Ben hat alle Hände voll zu tun mit der Baustelle. Er ist seit einigen Wochen in Paris und findet sie Stadt ganz zauberhaft. Vor allem aber ist er angetan von der Rue de la Chance und ihren Lädchen. So ein gemütliches Fleckchen Erde hat er in seiner Laufbahn als internationaler Bauleiter noch nicht gesehen. Vor allem der Blumenladen lädt ihn förmlich ein zu verweilen, und dann ist da noch die Besitzerin Cloé.
Aber er weiß, er ist nicht lange in Paris und ganz sicher ist sie nicht an ihm interessiert. Auch wenn er bemerkt, dass sie ihn immer mal wieder durch die Fenster ihres Ladens beobachtet.
Als dann eines ihrer Fenster plötzlich kaputt ist und sie schnell einen Handwerker braucht, ist er natürlich zur Stelle um zu helfen.

Pierre, Bernadette, Lilou und Kim beobachten diesen Tanz umeinander eine Weile und beschließen, es muss etwas getan werden. Cloé ist einfach viel zu schüchtern und ihr Selbstbewusstsein so niedrig, dass man es suchen muss. Cloé ahnt etwas, kommt aber nicht umhin zu hoffen, dass es nicht zu viel ist. Pierre ist für seine Aktionen nicht nur berühmt sondern auch berüchtigt.

Und dann kam das Glück ist eine süße kleine Geschichte um die Blumenhändlerin Cloé, die sich auf den ersten Blick in den Bauleiter Ben verliebt. Selbst sehr schüchtern und nicht gerade von sich selbst überzeugt, schafft sie es nicht den guten Ben anzusprechen. Dieser scheint aber auch nicht abgeneigt zu sein, und trotzdem dauert es eine Weile bis die Zwei auch mal wirklich Zeit miteinander verbringen.
Ben mochte ich sehr gerne und auch die anderen Charaktere sind sehr angenehm gewesen. Tatsächlich fand ich Cloé leider eher anstrengend. Sie ist Pessimist, auch wenn sie es anders sieht, und wird nicht müde darauf hinzuweisen. Auch ihre Freunde springen darauf immer an und es war so ein bisschen fishing for compliments. Das war auf die kürze der Geschichte gesehen etwas häufig.

Mich erinnerte das Setting sehr stark an die Bücher der Valerie Lane-Reihe von Manuela Inusa und so war es zu Beginn eher ein doppeltes Lesen. Das gab sich dann im Laufe der Geschichte, hatte aber einen etwas schalen Beigeschmack.
Trotzdem war die Story sehr niedlich. Man lauert darauf, dass die beiden endlich mal mehr als 3 Sätze miteinander reden und will natürlich auch wissen was Pierre da ausheckt. Ich hätte wahnsinnig gern mehr über die anderen Charaktere gelesen, aber ich habe die Hoffnung, dass sich das noch in folgenden Teilen der Reihe ergeben wird.

Ich fühlte mich wohl zwischen den Freunden und hätte sehr gern jeden der Läden in der Rue de la Chance besucht. Mein persönliches Highlight war dann aber doch Reno :o)

Bereits im Oktober erscheint der zweite Teil der Reihe Und dann kam die Liebe (Amazon-Partnerlink) und dieses Mal geht es um Bernadette. Ich werde es in jedem Fall lesen und freue mich schon jetzt darauf.

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