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29.

May 2022

~nef

Phobia

Tags: Thriller
Cover Phobia

Sarah Bridgewater und ihr Sohn Harvey sind allein zu Hause, denn Stephen ist auf Geschäftsreise. Glaubt zumindest Sarah, dann hört sie draußen einen Wagen und kurz danach einen Schlüssel im Schloss.
Stephen hätte sich doch gemeldet, wenn er früher nach Hause kommen würde, oder?

Als Sarah in die runter in die Küche geht sieht sie einen Mann im Kühlschrank wühlen. Er trägt Stephens Kleidung, sein Koffer steht im Flur und auch sein Schlüssel liegt wie immer nicht dort, wo er hingehört. Doch der Mann ist nicht ihr Ehemann, er ist zu groß, zu mager und hat das Gesicht voller Narben.
Sarah ist starr vor Angst und hofft, dass Harvey nicht wach wird und runterkommt. Kurz darauf hört sie ihn auf der Treppe.
Der Fremde gibt sich wie Stephen, redet wie Stephen und bewegt sich in der Küche wie Stephen. Sarah spielt sein Spiel mit um ihren Sohn zu schützen. Als sie kurz darauf nach oben geht hat sie nur einen Gedanken - Flucht.

Gemeinsam mit ihrem Sohn plant sie die Flucht und kann kurz darauf die Polizei benachrichtigen. Doch der Fremde ist längst weg und auch Stephens Koffer.
Kurz darauf klingelt ihr Handy, Stephens Nummer erscheint, doch es ist der Fremde. Niemand glaubt ihr, dass dieser Mann nicht ihr Ehemann ist und so beginnt ein Katz und Maus Spiel, bei dem Sarah nicht nur Angst um ihren Sohn und sich hat, sondern sich auch fragt, was wohl aus ihrem Ehemann geworden ist.
Als sie bei der Polizei kein Gehör findet, sucht sie den einzigen Menschen auf, der ihr noch helfen kann - Mark Behrendt, ihren Schulfreund.
Doch Mark hat selbst genug Probleme, denn der Psychiater hat ein Trauma erlebt, aus dem er selbst nicht herausfindet. Ob er Sarah trotzdem helfen kann, ist unklar. Zu zweit versuchen sie herauszufinden, warum der Fremde sich als jemand anderen ausgibt und warum es ausgerechnet Stephen getroffen hat.
Das Sarah dabei noch ganz andere Dinge erfährt, lässt sie ihre Ängste und Phobien neu bewerten. Ihr sie etwa Schuld an dem ganzen Horror?

Phobia ist mein erstes Buch von Wulf Dorn und ich denke, ein weiteres werde ich auch nicht lesen. Es lässt sich zwar sehr flüssig weg lesen, allerdings packte mich weder die Geschichte noch die Charaktere. Der Beginn war schon ziemlich heftig, danach wurde es sehr ruhig und das Ende passt für mich irgendwie nicht so richtig als Ausweg.
Die Idee ist wirklich gut - da schleicht sich ein Fremder in dein Haus und gibt vor, dein Ehemann zu sein und alle Welt denkt - boah, hat die es gut. Er ist fürsorglich, scheint liebevoll und sie ist einfach nur in Panik. Das ist schon ein echtes Psychospielchen.
Aber irgendwie passt es hinten und vorn nicht. Das fängt schon damit an, dass ich das Setting in London einfach nicht greifen konnte. Es las sich so, als müsste es in Amerika und nicht in England spielen. Da ich dieses Buch in einer Leserunde gelesen habe, kann ich berichten - ich war mit dem Gefühl nicht alleine.

Dann habe ich den Strang mit Marks Prof nicht verstanden. Was sollte dieses Geschenk? Was hat es mit der Handlung zu tun? Richtig, nichts. Oder es hat sich mir einfach nicht erschlossen, dass kann natürlich auch sein.
Die Beweggründe des Mannes mit den vielen Narben waren zwar schlüssig erklärt, aber für mich kein Auslöser für diese Tat. Das ist einfach zu weit her geholt für einen Mann von seinem Format. Das passte einfach nicht zum Mensch 'Stephen'.

Alles in allem las sich die Geschichte gut weg, sie hatte auch spannende Abschnitte und mit einigen Charakteren bin ich auch warm geworden, aber sie blieben alle recht blass. Das Ende kam dann sehr rasant und leider überzogen.

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