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11.

Sep 2022

~nef

The Awakening / Mondblüte

Tags: Fantasy
Cover Mondblüte

Breen Kelly kann es kaum glauben, als sie die Unterlagen aufhebt, die der Windstoß durcheinandergewirbelt hat. Auf dem Boden des Arbeitszimmers ihrer Mutter findet sie Dokumente die belegen, dass Breen ein gewaltiges Vermögen hat, das ihre Mutter verwalten lässt.
Während ihre Mutter ein Luxusleben führt und an Breen zeitlebens nur rumgemäkelt hat, dreht Breen jeden Cent drei Mal um, damit sie und ihr bester Freund Marco über die Runden kommen. Das Leben in London ist teuer und ihr Job als Lehrerin wirft nicht sehr viel ab. Zudem wollte Breen nie Lehrerin werden. Ihr ganzes Leben hat sie nur nach den Wünschen und Vorstellungen ihrer Mutter gelebt um am Ende unzufrieden und unglücklich zu sein. Doch das hat nun ein Ende.

Nachdem Breen sich mit dem Vermögensverwalter in Verbindung gesetzt hat, kündigt sie ihren Job und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater. Denn dem hat sie das Vermögen zu verdanken, auch wenn er die Familie verlassen hat, als sie noch ein kleines Mädchen war.
Sie weiß, dass ihr Vater Ire war und will sich auf die Suche nach ihren Wurzeln machen. Breens Mutter ist davon wenig begeistert, doch in Breen fängt an ein Feuer zu lodern, dass sich von dem Worten ihrer Mutter nicht ersticken lässt.
Zudem ist da noch Marco, der ihr ritterlich zur Seite steht und gemeinsam mit ihr nach Irland fliegt.

Endlich hat Breen einmal Zeit sich auf die Dinge zu konzentrieren die sie interessieren, ihr Leben und ihre Situation neu zu überdenken und vielleicht endlich ein erfüllenderes Leben zu führen als bisher. Doch zunächst muss sie ihren Vater finden und erfahren, warum er sie verlassen hat.
Breen muss jedoch feststellen, dass sie in Irland viel mehr findet und so nicht nur erfährt was aus ihrem Vater geworden ist, sondern auch ihre Herkunft eine andere ist als von ihrer Mutter gelebt.
Breen findet Freunde, Familie und ein Erbe, dass sie zunächst ziemlich aus dem Konzept bringt. Wie kann sie je wieder nach London zurückkehren mit dem Wissen, ohne davon jemanden berichten zu können. Doch sie muss zurück, denn es gibt viele ungesagte Dinge zwischen ihrer Mutter und Breen und dann ist da noch ihre andere Familie rund um Sally und die anderen aus dem Travestie-Club. Breen muss sich entscheiden in welcher Welt sie leben möchte und welche Opfer sie bereit ist zu bringen.

Ich hatte mich so auf The Awakening / Mondblüte gefreut und dieses mit der lieben Moni zusammen gelesen. Leider hielt dieses Buch überhaupt nicht was es verspricht. Nachdem Breen und Marco in Irland angekommen sind, wurden die Tage sehr eintönig. Es wurde die Gegend erkundet und sich Gedanken gemacht über das Leben nach ihrer Auszeit in Irland. Als Marco dann wieder zurück musste nach London wegen seiner Arbeit und Breen in Irland mehr über sich herausfindet, wird es sogar noch eintöniger.
Statt also jeden Tag zu beschreiben, hätte man es einfach zusammenfassen können, das den Leser viel Zeit und den Verlag viel Papier und Tinte gespart hätte. An der Geschichte hätte sich dadurch nichts verändert.

Ich konnte mich mit Breen nicht so richtig anfreunden. Ich weiß auch nicht, sie bleibt als Charakter so blass wie sie sich zu Beginn des Buches gibt. Und das sollte ja eigentlich nicht so sein. So konnte ich mich nahezu alle anderen Charaktere weit besser vorstellen, als Breen.
Die aufkommende Bedrohung empfand ich auch zu sehr wahllos eingestreut. Dabei ist die Grundidee ja wirklich gut und spannend. Es macht beim Lesen irgendwie keinen üblichen Nora Roberts Charm mehr aus. Das ist sehr ernüchternd. Denn bislang waren ihre Bücher immer süchtig machend und dieses zog sich wie Kaugummi.

Für mich beinahe noch schlimmer war die häufige Verwendung des Wortes 'Hündchen'. Ich bin bald irre geworden. Die Übersetzung hier ist wirklich nicht sehr glorreich, tut mir leid. Selbst wenn die Autorin das im Original so schreibt, sollte man bei der Übersetzung vielleicht in Erwägung ziehen hier ein wenig Auswahl anzubieten. Zumal dieses 'Hündchen' einen Namen hat.

Alles in allem hätte man das Buch auf die Hälfte oder zumindest zwei Drittel kürzen können, dann wäre es flotter gewesen und hätte mich mehr begeistern können. Die Ideen und viele der Charaktere haben einen gewissen Charm und immerhin die letzten 150 Seiten wurden dann noch mal spannend und abwechslungsreich. Sind wir mal gespannt wie der zweite Teil wird.

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