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01.

Mar 2021

Cover Die kleine Straße der großen Herzen

Es handelt sich hierbei um den sechsten - und letzten - Band der Valerie Lane-Reihe und beinhaltet Spoiler zu den ersten Teilen.

In den letzten 3 Jahren hat sich einiges getan in der Valerie Lane und doch ist die Atmosphäre gleichgeblieben. Kleine Läden laden zum Stöbern ein und bieten dem Besucher kulinarische und dekorative Highlights.
Jedes Jahr werden Feste gefeiert und die Besucher lassen sich von der ausgelassenen Stimmung mitreißen. Dieses Mal ist jedoch alles anders. Es steht kein Frühlingsfest, kein Valentinstag und auch kein Weihnachtsmarkt an. Dafür soll es eine ganz besondere Feier geben, um eine kleine lokale Persönlichkeit zu Ehren, die bei allen Bewohnern der Valerie Lane einen besonderen Platz im Herzen hat.

Esther Witherspoon, eine 92jährige alte Dame, hat sich mit ihrem letzten Wunsch etwas Besonderes einfallen lassen. Zu ihrer Beerdigung soll nicht getrauert werden, sondern das Leben gefeiert und das mit einem großen Lächeln im Gesicht und ihrer Lieblingsfarbe am Körper. Diesen Gefallen wollen sie ihr alle tun - Laurie, Keira, Ruby, Susan, Orchid und Torbin.
Aber auch viele andere wollen die alte Dame ehren und so kommen sie alle zusammen und stellen ihre eigenen Probleme zurück.

Natürlich fällt auf, wenn es einem von ihnen nicht gut geht und so ist es wie immer in der Valerie Lane - jeder ist für jeden da und gemeinsam finden sie eine Lösung.

Die kleine Straße der großen Herzen schließt die Reihe ab, wenn auch mit einem traurigen Aufhänger. Ich habe Mrs. Witherspoon geliebt und fand sie einfach goldig. Dass die Reihe nun damit enden muss, dass sie nicht mehr lebt ist sehr traurig, bildet aber einen gewissen endgültigen Abschied.
Es war schön alle Frauen (und Herren) wieder zu erleben und zu erfahren wie es weiter gegangen ist nach dem letzten Band. Nicht alles ist Gold was glänzt und tatsächlich gibt es auch noch andere Themen als nur das Fest und das machte das Buch etwas dynamischer als befürchtet.

Spaß hatte ich in jedem Fall in Oxford und doch bin ich nicht gänzlich begeistert vom Buch. Warum nicht? Nun, ich finde es total nervig wenn jemand so in den Himmel gelobt wird.
Natürlich ist Mrs. Witherspoon putzig gewesen und von mir aus auch herzensgut, genügsam und bescheiden. Aber darauf muss man nicht auf einer Sete 5x hinweisen. Das war mir einfach zu viel. Auch der geschriebene Nachruf war mir zu viel. Das würde vermutlich niemand so schreiben. Leider zog es sich ziemlich lange in der Geschichte, bis es auf ein - für mich - gesundes Maß sank.

Das tendenziell am Ende (nahezu) alle glücklich sind und jeder seinen Frieden findet passt zum großen Ganzen und lässt den Leser mit einem zufriedenen Gefühl zurück.
Nun sind die Geschichten der Valerie Lane erzählt und es wird Zeit sich zu neuen Abenteuern aufzumachen.

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