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15.

Jan 2020

Cover Törtchen, Tee und Tod

Gemma Rose hat ihr Leben einmal komplett umgekrempelt um nun in einem leeren Geschäft zu stehen. Noch vor einigen Monaten war sie eine erfolgreiche Managerin in Sydney, heute wohnt sie mit 29 Jahren wieder daheim bei ihren Eltern im beschaulichen Meadowford, nicht weit vom berühmten Oxford entfernt.
In den letzten Wochen hat sie aus dem heruntergekommenen Laden einen gemütlichen Tearoom erschaffen und erfreut sich bei den Bewohnern des Städtchens uns den Touristen wachsender Beliebtheit. Der kürzliche Todesfall passt nun gar nicht in ihr Konzept. Aber fangen wir vorn an.
Am vergangenen Tag spülte ein Reisebus eine ganze Gruppe an Touristen in ihren kleinen Laden und mit ihnen einen unfreundlichen Amerikaner, der sich nicht nur ruppig verhielt, sondern auch noch ihre Angestellte belästigte. Bei einem Missgeschick mit einem Wasserglas erspähte sie Unterlagen der Universität in Oxford in seiner Tasche, in der sie eigentlich nichts zu suchen hat.
Am gleichen Abend macht dieser Mann im einzigen Pub des Örtchens Stress um am nächsten Morgen mausetot vor ihrem Laden zu sitzen. Dummerweise an einem ihrer Scones erstickt.
Das könnte dann doch geschäftsschädigend sein.

Wer könnte diesem Mann den Tod gebracht haben? Ihre Scones waren es sicherlich nicht, schließlich hatte ihr Küchenchef sowas wie ein goldenes Händchen, wenn es um Gebäck ging.
Der Fall landet ausgerechnet bei DI Devlin O'Connor, mit dem Gemma eine gemeinsame Vergangenheit hat - wenn auch schon viele Jahre seither vergangen sind, hat sie die kurze Affäre noch sehr lebendig vor Augen. Und er sieht auch 11 Jahre später noch verteufelt gut aus.
Nachdem er ihr den Laden dicht macht, bis sie genaueres über die Todesursache wissen, ist sie nicht mehr ganz so angetan von ihm.
Nun bleibt ihr nichts anderes übrig als abzuwarten und sich doch dem Buchclub ihrer Mutter anzuschließen, in den diese sie hereindrängen will.
Das Entpuppt sich als Glückstreffer, denn so lernt sie nur kurz darauf die Ehefrau des Toten kennen, die nicht gerade in den höchsten Tönen ihres Gatten spricht. Es wäre das älteste Motiv der Welt für einen Mord, doch O'Conner klammert sie komplett aus. Warum? Liegt es am äußerst hübschen Äußeren der Frau?
Gemma ist frustriert und beginnt nun ihrerseits nach Motiven zu suchen. Sie ahnt nicht, dass der Mörder näher ist als ihr lieb sein könnte.

A Scone To Die For / Törtchen, Tee und Tod ist der Auftakt zu einer Reihe die im Original bereits 10 Bücher umfasst. Ich liebe ja Mysteries und wenn sie dann in einem kleinen Nest in England spielen, sind sie mir gleich noch viel lieber. So habe ich mich auch auf dieses Buch gestürzt und es ziemlich fix beendet. Ich wollte natürlich wissen wer der Mörder - oder die Mörderin - ist. Ich hatte zu Beginn die richtige Fährte, bin dann aber irgendwie abgekommen. Der Fall wird komplett aufgelöst und natürlich hat Gemma da ihre Finger im Spiel. Darum geht es ja bei allen Mystery-Büchern.

Wie das Cover vermuten lässt, hat hier eine Katze ihre Pfoten im Spiel und ich bin da jetzt nicht so der Freund von, einfach weil es mir zu viel wird mit den Samtpfoten. Zu Beginn dachte ich 'Oh Gott, es reicht' aber dann wurde es weniger im Laufe der Geschichte und ich war wieder versöhnt.
Ja, steinigt mich, aber ich habe es einfach nicht so mit Katzen. Dennoch fand ich die Geschichte wirklich gut. Etwas unrealistisch, aber sehr sympathisch. Vor allem mag ich die Silberlocken ^^ Die bringen so einen charmanten Schwung mit ins Buch und natürlich auch der gute DI O'Connor.

Ein bisschen erinnert mich die Geschichte an die Miss Fortune-Reihe, aber die fand ich dann doch noch besser. Die ist auch mit mehr Humor erzählt und das mag ich irgendwie lieber.

Trotzdem werde ich bei der Oxford Tearoom Mysteries-Reihe am Ball bleiben, weil ich natürlich auch wissen will wie das jetzt weiter geht. Gerade das Ende verspricht viel Spaß in den folgenden Bänden.

Gemma ist mir an sich sympathisch. Dass sie sich nicht so ganz gut durchsetzen kann gegen ihre Mutter ist für mich immer etwas verwunderlich, gerade wenn sie vorher einen führenden Job hatte. Da sollte sie sich doch behaupten können. Ich bewundere ihren Entschluss einmal komplett neu anzufangen und bin auch ein bisschen neidisch auf ihren Tearoom ;o) Das wäre auch ein Träumchen von mir.
Am Ende des Buches gib es ein Rezept zu Scones, das ich natürlich ausprobieren werde. Ich liebe Scones und bin schon gespannt wie die wohl schmecken werden =o)

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten und danke an dieser Stelle ganz herzlich Jeannette Bauroth von 'www.read-eat.de'. Natürlich hat das meine Meinung nicht beeinflusst ^^

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