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25.

Feb 2019

Cover Vanitas

Auf dem Wiener Zentralfriedhof arbeitet eine Frau, die nicht ist, was sie vorgibt zu sein.

Carolin Bauer fällt nie auf und ist mit dem nächsten Wimpernschlag vergessen. Und das ist gut so. Denn die junge Frau will vor allem eins - in der Masse untergehen.
Als sie an diesem Tag die Blumenbestellungen durchsieht, stockt ihr der Atem. Ein ganz spezieller Strauß sticht ihr ins Auge und sie weiß, er wird sich bei ihr melden. Panik macht sich in ihr breit. Ob etwas passiert war? Sie konnten sie unmöglich hier gefunden haben oder hatte sie etwa einen Fehler gemacht und sich nicht an die Regeln gehalten?
Bald würde sie erfahren, ob der Grabstein an ihrem bislang leeren Grab bald über ihrem Körper thronen wird oder ihre Tarnung weiterhin gelingt.

Carolin Springer zieht mit allem Nötigen in ein großes Apartmenthaus in München, mit dem Auftrag in der Tasche ihre neue Nachbarin Tamara Lambert als Freundin zu gewinnen. In letzter Zeit gab es auf verschiedenen Großbaustellen Unfälle - zum Teil mit Todesfolge - und die Polizei tappt im Dunkeln wer dahinter stecken könnte. Da sich hier die verschiedenen Bauriesen um ein Projekt nahezu schlagen, liegt die Vermutung nahe, dass hier Sabotage im Spiel ist. Aber dazu braucht die Polizei ausgerechnet Carolin.
Doll anstrengen muss sich Carolin allerdings nicht um die Aufmerksamkeit der Bauunternehmerstocher zu gewinnen, denn Tamara platzt beinahe augenblicklich in ihr Leben und ist geradezu zwanghaft anhänglich. Bei einer Gala lernt Carolin die gesamte Familie Lambert kennen und merkt schnell, dass hier mehr als nur normale familiäre Spannungen herrschen.
Das Verhältnis der Unternehmer auf diesem Event schwebt zwischen kameradschaftliche Freundlichkeit und höffliche Ignoranz und für Carolin ist es schwer vorstellbar, dass einer von den Anwesenden den Tod der Opfer leichtfertig hingenommen hat.

Carolins Leben ist in Gefahr und das weiß sie selbst am Besten. Aber sie kann jetzt nicht aufhören, irgendwo versteckt sich der Schlüssel und sie ist entschlossen diesen zu finden. Dann passieren einige Dinge die sie gewaltig aus der Bahn werfen. Ist jetzt alles vorbei? Ist sie zu weit gegangen?
Von der Polizei kann sie keinen Schutz erwarten - sie ist auf sich allein gestellt.

Vanitas - Schwarz wie Erde ist der Auftakt zu einer Reihe und ich als ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, war ich ganz gespannt auf das Buch. Leider konnte es mich nicht überzeugen. Ich bin mit Carolin nicht warm geworden. Sie ist sehr schwer zu greifen, was zum großen Teil daran liegt, dass man als Leser kaum etwas über sie weiß. Ihre Vergangenheit liegt im Dunkeln und nur ab und an bekommt man einen kurzen Rückblick oder ein Ereignis hingeworfen und soll sich damit zufrieden geben.
Das funktioniert bei mir leider nicht. Einen gewissen Hintergrund muss ich kennen, um die Person und ihre Handlungen zu verstehen. Und so wie Carolin sich verhält, könnte man meinen, ihre Angst ist nur gespielt. Viele ihrer Aktionen konnte ich nicht verstehen, wenn sie doch solch eine Angst hat vor Entdeckung.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist nach wie vor super und lässt sich flüssig lesen. Die Seiten vergehen, aber leider fehlt es dem Buch auch an Spannung. Als Vorlage für eine Soap würde das super funktionieren, aber als Reihenauftakt bleibt es leider zu farblos. Am Ende war es mir egal wer stirbt, wer überlebt und wer jetzt eigentlich gemeuchelt hat.
Sehr, sehr schade. Diese Reihe werde ich nicht weiter verfolgen, aber ich werde die Jungendthriller weiter lesen. Da konnte sie mich bislang immer kriegen mit.

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