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19.

Mai 2016

Cover The Matchmaker's Playbook

Nachdem die Football Karriere von Ian dank eines Unfalls aufgehört hat, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat, musste sich der junge Mann etwas Neues für seine Zukunft einfallen lassen. Und was ist die eine Sache, die jeder in seinem Leben will? Richtig, die große Liebe finden. Also haben er und sein bester Freund Lex sich ein sehr lukratives Geschäft einfallen lassen: Sie helfen Frauen dabei, sich den Mann ihrer Träume zu angeln. Seit sie ihre Firma Wingmen Inc. gegründet haben, können sie sich vor Klientinnen an ihrem College kaum noch retten. Sie alle sind verliebt in einen Mann und wollen seine Aufmerksamkeit erregen. Das ist Ians Spezialgebiet, denn er weiß genau wie Männer ticken und wie man sie am besten manipulieren kann.
Doch Ian hat sich einige Regeln zurecht gelegt, um sicher zu stellen, dass er und Lex ihr Geschäft noch lange fortführen zu können. Ganz oben auf ihrer Liste steht, dass sie keinen Sex mit ihren Klientinnen haben dürfen. Niemals. Und noch wichtiger: Sich nicht zu verlieben.
Bisher ist Ian das auch immer relativ leicht gefallen. Es mangelt im zwar definitiv nicht an Sexpartnern, doch nichts davon ist ernst und er macht nie einer Frau vor, dass er für mehr zu haben ist, als nur für eine Nacht.
Doch als er die neue Mitbewohnerin seiner besten Freundin Gabi kennenlernt, ändert sich schnell alles für Ian. Denn obwohl Blake mit ihren übergroßen Sportklamotten und den hässlichen Adiletten ein einziges Chaos ist, muss Ian bald feststellen, dass in ihr mehr schlummert, als nur ein unsicheres kleines Mädchen. Er könnte ernsthaft Gefahr laufen, mehr für sie zu empfinden.
Da gibt es allerdings nur ein Problem: Denn Blake ist eine neue Klientin von ihm, die unbedingt ihren alten Familienfreund und Kommilitonen David auf sich aufmerksam machen will...

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung, wie ich The Matchmaker's Playbook von Rachel van Dyken wirklich fair bewerten soll. Es gibt Teile, die ich richtig gut fand, aber auch andere, die mich wirklich gestört haben.
Gleich mit dem Anfang konnte ich mich z.B. überhaupt nicht anfreunden. Die ersten 20% dieses Buchs haben wirklich auf nichts Gutes hingewiesen. Der ganze Aufbau von Wingmen Inc. ist ziemlich albern, einfach weil es bei der Menge an Kundinnen einfach unglaubwürdig ist, dass niemand an der Uni das Geheimnis verrät - AGBs hin oder her. Darüber hätte ich aber noch hinwegsehen können. Viel schlimmer war aber, dass ich Ian überhaupt nicht ausstehen konnte. Er glaubt ernsthaft, dass er das Geschenk Gottes an alle Frauen ist und könnte nicht selbstüberzeugter sein. Die Art und Weise, wie er mit seinen Klientinnen und Frauen allgemein umgeht ist dermaßen herablassend und eingebildet, dass er noch so oft wiederholen kann, dass an jeder Frau etwas Schönes zu finden ist - unsympathisch blieb er mir dennoch. Auch mit Blake springt er zunächst so um, doch sie gibt ihm wenigstens Kontra, was die wenigsten Frauen dieser Geschichte tun.
Ich hatte mich also schon darauf vorbereitet, dass The Matchmaker's Playbook eine Qual werden würde - doch dann hat es plötzlich Klick gemacht und ich hatte richtig viel Spaß mit der Geschichte. Ian entwickelt sich merklich und er beginnt eine etwas andere Seite an sich zu zeigen. Er hat Unsicherheiten und tiefere Ebenen, wie jeder andere auch und als er das endlich mal rausgelassen hat, mochte ich ihn sehr schnell wirklich gern. Auch Blake ist sehr sympathsich und zwischen ihr und Ian entwickelt sich eine echte Freundschaft, die aber nicht die Chemie ersticken kann, die man zwischen ihnen spürt. Gleichzeitig ist The Matchmaker's Playbook aber auch unglaublich lustig. Ich musste eigentlich ständig grinsen, entweder wegen Ians doofen Sprüchen oder irgendeiner abstrusen Situation, in die sich einer der Charaktere verstrickt.
Es sah schlussendlich eigentlich doch sehr vielversprechend für dieses Buch aus - doch dann kam ich zu den letzten 10% und ich weiß einfach nicht so recht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite bin ich sehr zufrieden, wie die Geschichte grundsätzlich ausgeht. Auf der anderen gefällt mir der Weg aber leider gar nicht, den Rachel van Dyken eingeschlagen hat, um zu diesem Punkt zu gelangen. Hier komme ich mal wieder leider nicht ohne Spoiler aus - klickt also auf eigene Gefahr! .

Am Ende von The Matchmaker's Playbook von Rachel van Dyken hätte man also wirklich noch feilen können. Und obwohl es irgendwie ein ganz komisches Buch für mich war, hat es mit doch grundsätzlich gefallen. Das nächste Buch, das von Lex handeln wird, werde ich von daher wahrscheinlich ebenfalls lesen.

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