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28.

Nov 2015

Cover Die Feuer von Erenor I

Der Todestag seiner kleinen Schwester Kara jährt sich bereits das zweite Mal. An diesem kühlen Herbsttag ist Alexander auf dem Weg zu ihrem Grab. Er kann sich noch genau daran erinnern, wie die Polizistin ihm und seinen Eltern mitteilte, dass seine kleine Schwester bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Der Schmerz sitzt noch immer tief.
Gedankenverloren stiefelt er den Gehweg entlang, als er ein Lachen hinter sich vernimmt. Doch es ist nicht irgendein Lachen - es ist Kara. In einem Blätterwirbel meinte er ein Gesicht zu erkennen. Ob er langsam Wahnsinnig wird?

Kurz darauf eröffnet ihm seine Mutter Susan, dass sie in diesem Jahr Weihnachten in Schottland verbringen würden. Sie braucht dringend einen Tapetenwechsel und Schottland sei weit weg genug dafür. Alexander und sein Vater sind alles, aber nicht angetan. Sie haben keine Chance - das Cottage ist gebucht und Susan wild entschlossen.
So kommt es, dass sie an einem kalten Tag zu nächtlicher Stunde völlig verschlafen ins Auto klettern und sich auf den Weg nach Schottland machen, genauer auf die Isle of Skye.
Unterwegs meint Alexander am Wegesrand ein Gesicht im Grünen gesehen zu haben. Das kann aber auch einfach Einbildung gewesen sein.
Die junge Anna hingegen ist keine Einbildung. Kurz vor der Überfahrt zur Isle of Skye spricht sie die Familie an. Anna hat ihren Bus verpasst und ist mit ihrem Bruder Sebastian verabredet. Der ist bereits vorgereist um für seinen Laden neue Whisky-Sorten zu ordern. Anna besucht ihn zu der Zeit um ein wenig mit ihm gemeinsam zu unternehmen.

Susan ist allerdings der Meinung, dass das keine richtige Beschäftigung für ein junges Ding wie Anna ist und lädt sie ein, mit ihrer Familie zusammen eine Ausflug zum 'Old Man of Storr' zu machen. Anna freut sich, Alexander ist sich unschlüssig.
Zwei Tage später ist es soweit. Es konnte ja keiner ahnen, dass dieser Ausflug alles bisher gewesene in Frage stellen würde.
So treffen Alexander und Anna bei einem kleinen Ausflug ohne seine Eltern auf eine Gestalt die ihnen rät schnell wieder zu gehen. Doch die Warnung kommt zu spät.
Auf dem Weg werden sie von Fremden angegriffen und wissen überhaupt nicht wer die Männer sind. Diese scheinen es auf Anna abgesehen zu haben, die zum Schutz gegen die Kälte einen Umhang von Susan bekommen hatte.
Ein Glücksfall ist nun die Flucht Susans in die Erlernung der Kampfkunst nach Karas Tod, so kann sie so einigen Männern eine schwere Zeit bescheren. Doch es sind zu viele und Anna wird verschleppt.
Alexander verfolgt die Entführer und landet schließlich auf einer Lichtung. Ihm gegenüber stehen eindeutig zu viele der Männer und so ist es ein Glück, dass die verhüllte Gestalt ihm zu Hilfe kommt. Geschickt kämpft sie mit ihrem Stab und schafft es so einige Männer gar zu töten. Alexander und Anna sind verwirrt und ängstlich. Kurz nachdem die Gestalt verschwunden ist und die zwei Jugendlichen samt der Toten zurück auf der Lichtung lässt, kommen Susan und Robert dazu.
Als die Polizei die Gegend absucht finden sie weder Spuren noch Leichen.

Dieser Ausflug lief alles andere als entspannend und für Anna und Alexander wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sie auf die Männer stoßen. Die Frage ist nur: Was wollen sie von Anna? Warum tragen sie Schwerter und wo sind die Toten auf der Lichtung hin? Warum wird Alexander von einem Gesicht verfolgt und wieso fühlt er sich Anna so verbunden?
Zu viele Fragen für eine einfache Antwort. Das Abenteuer beginnt.

Der erste der beiden Teile der Die Feuer von Erenor-Reihe spielt zum größten Teil in Schottland. Schon ziemlich schnell wird klar, dass Kara eine Rolle in dieser Geschichte spielt, auch wenn sie nicht mehr am Leben ist.
Ohne viel verraten zu wollen, kann ich schon mal sagen, das Stephan Lössl tief in die Fantasy-Kiste gegriffen und eine sagenreiche Welt in Schottland verankert hat.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch die Geschichte entwickelt sich gut und schnell. Was mich allerdings stört ist, dass es zu viele Figuren gibt die mit ein und demselben Buchstaben beginnen. Das Alphabet hat noch weitere 25 schöne Buchstaben ^^
Auch waren aus meiner Sicht die Ortsangaben der Kapitel überflüssig. Das hat mich irgendwann richtig aufgeregt.
Zuletzt sind mir die vielen Fehler unangenehm aufgefallen. Hier sollte ganz unbedingt noch einmal drüber gelesen und korrigiert werden.

Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich warte nun gespannt auf den zweiten Teil, bei dem leider noch nicht klar ist, wann er erscheinen wird. Das Buch endet offen und natürlich will man nun wissen wie es mit Alexander und Anna - und auch Susan und Robert - weiter geht.
Es gibt übrigens auch hier wieder sehr putzige Nebenfiguren die es mir total angetan haben. Wer möchte bitte nach der Lektüre keinen Pecht haben?

Einen lieben Dank an den Gmeiner-Verlag für das Leseexemplar in Verbindung mit einer Leserunde bei www.leserunden.de.

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