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05.

Okt 2015

Cover Höllentrieb

Enthält Spoiler zu den ersten Bänden der Die Chroniken der Akkadier.

Jolina ist auf der Kehrseite angekommen. Daman hat sie, wie versprochen, durch das Feuer gebracht und nun kann sie sich ganz auf ihre Mission konzentrieren. Doch sie muss schnell erfahren, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war ganz allein durch diese ihr fremde Welt zu wandeln. Denn schon am ersten Tag ist sie auf der Flucht und wird von hungrigen Moali angegriffen. Nur knapp entgeht sie den Kreaturen und es ist nicht ungewöhnlich wer ihr zur Hilfe eilt.

Daman wusste, dass es eine Schnapsidee war Jolina alleine auf die Kehrseite zu bringen. Aber sie hat ihm klar zu verstehen gegeben, dass es ihre Reise ist und sie keine Begleitung wünscht. Dumm nur, dass er nicht vor hat seine zukünftige Königin durch ihre eigene Unwissenheit zu verlieren. So ist er ihr nachgeeilt und findet sie natürlich in einer Gefahrensituation wieder. Doch Daman ist nicht allein. Sein bester Freund Goran ist ebenfalls mit von der Partie und anders als Daman ist Goran von sehr sanftem Gemüt. Was man seiner Erscheinung gar nicht anmerkt.
Jolina muss einsehen, dass es durchaus Vorteile hat mit zwei erfahrenen Kriegern durch die Wälder der Kehrseite zu ziehen. Denn es sind nicht nur Moalis die ihrer habhaft werden wollen.

Doch vor einer Sache kann selbst Daman sie nicht beschützen. Jolina wird angegriffen - in ihren Träumen. Lilitu schleicht sich in die Gedanken der Schlafenden, bereitet ihnen Alpträume und Schmerzen. Doch das ist noch nicht alles, Lilitu hat eine Macht gegen die sich selbst eine Halbgöttin nicht behaupten kann. Schmerzlich muss sie erfahren wie naiv sie sich auf den Weg gemacht hat und ihre Reise ist noch lange nicht vorbei. Aber sie wollte ja ein Abenteuer erleben.
Doch ist es das wirklich wert? Sie hat ihrer Familie und selbst ihren Akkadiern den Rücken gekehrt und sie allein gelassen. Wofür?

Schon in der Kurzgeschichte Das Blut der Akkadier lernen wir Daman und Jolina kennen. Und es zeichnete sich stark ab, dass der neue Roman der Reihe um die Akkadier sich um die Halbgöttin Jolina drehen wird. Schon in der Kurzgeschichte macht sich Jolina auf den Weg und lernt Daman kennen. Während sie dort aber noch Selbstsicherheit ausstrahlt, wird sie in Höllentrieb ein naives Geschöpf das kaum überlebensfähig ist.
Die Geschichte hat ihr Augenmerk auf diesen beiden Charakteren, aber natürlich geht es auch bei den anderen weiter. Wir erfahren wir es Roven, Ju und den anderen ergeht und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. So geht die Geschichte als Ganzes weiter. Das ist sehr schön und ergibt ein runderes Bild.

Daman ist in diesem Buch sehr dominant und doch auch einfühlsam. Er macht beinahe alles für Jolina und das rechne ich ihm als Leser hoch an.
Jolina hingegen ist mir in diesem Buch etwas zu wehleidig. Ständig ist sie in Gefahr aus der sie sich nicht selbst befreien kann, gibt sich für alles die Schuld und ist der Meinung sie habe alles verdient was ihr schlechtes wiederfährt. Zwischenzeitlich hatte ich stark das Bedürfnis sie mal kräftig schütteln zu wollen.

Während in den ersten beiden Bänden gerade zwischen den beiden Hauptprotagonisten die Fetzen flogen und vor allem die sexuelle Anspannung von Anfang an zu spüren war, hielt sich Jordan Bay hier etwas zurück. Das fand ich gar nicht schlecht.

Gegen Ende hin habe ich dann tatsächlich auch ein paar Tränchen verdrücken müssen, das war aber auch fies. Alles in allem hat mir der dritte Teil der Reihe recht gut gefallen. Wenn Jolina jetzt etwas mehr auf ihre Fähigkeiten gesetzt hätte und weniger gejammert hätte, hätte es eine volle Punktzahl gegeben. So musste ich zwischendurch immer wieder die Zähne zusammenbeißen.

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