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07.

Mai 2015

Cover Die Verlockung des Glücks 1

Nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet, da es explizite Sexszenen enhält.

Sophie lebt alleine im ehemaligen Haus ihrer Mutter und ist eigentlich rundum zufrieden. Sie hat einen tollen Job als Übersetzerin, ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder und weit und breit keinen Mann.
Schließlich braucht und will sie auch keinen Mann. Die Männer in ihrer Vergangenheit haben ganze Arbeit geleistet und Frau kann schließlich auch ohne.

In diesem Sommer ist es mal wieder brütend heiß und weil sie kaum noch etwas im Kühlschrank hat, muss sie wohl oder übel in den Supermarkt. Allein der Weg zu ihrem Wagen reicht aus, dass sie komplett durchgeschwitzt ist. Zu allem Überfluss hat auch noch ihre Klimaanlage den Geist aufgegeben. Na das fängt ja prima an.
Auf dem Parkplatz angekommen will sie sich die letzte freie Lücke schnappen, doch da kommt ihr ein großer Geländewagen in die Quere. Das ist ja wohl die Höhe. Außer sich vor Wut und maßlos enttäuscht macht sie ihrem Ärger Luft. Das hindert den wahnsinnig gut gebauten Kerl auch nicht daran seelenruhig an ihrem Wagen vorbei zu laufen.
Nachdem sie noch eine Weile rumkurven musste, parkt sie praktischer weise genau gegenüber vom Jeep. Na prima. Nun schnell in den Supermarkt und dann fix wieder heim.

Der Einkauf ist schnell erledigt. Für eine Person braucht man schließlich nicht so viel. Wieder an ihrem Wagen fällt ihr das Einräumen allerdings schwer. Am schwarzen Monsterwagen lehnt der ungehobelte Fahrer, nuckelt genüsslich an einem Eis und sieht so aus als wäre er gerade einem Modelkatalog entsprungen. Während Sophie die Klamotten am Leib kleben, strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus. Zu ihrer großen Verwunderung hilft er ihr ohne ein Wort zu sagen beim Einräumen der schweren Wasserkiste. Sophie ist so verdutzt dass sie es gerade noch schafft ein Danke zu murmeln und macht sich vom Acker.
Wieder daheim findet sie ihr Verhalten dumm, aber er hatte es schließlich nicht besser verdient.
Immerhin würde sie ihn nie wieder sehen - glaubt sie.

Matthew macht nach langer Zeit endlich wieder einmal Urlaub in Deutschland und besucht seine Oma. Er hat sie lange nicht gesehen, und weil sie auf Grund ihrer Hüftoperation in diesem Jahr nicht zu ihm fliegen kann, verbringt er die nächsten zwei Wochen bei ihr und hilft wo er kann.
Natürlich hat er den Wagen der süßen Frau vom Supermarktparkplatz in der Nachbarsauffahrt entdeckt und die Besitzerin bereits zugeordnet. Sophie. Ihre Mutter ist bereits lange verstorben und seine Oma hatte sie unter ihre Fittiche genommen. Während Matt also das Leben bei seiner Oma genießt, hört er sie beinahe nur über die niedliche Nachbarin schwärmen.
Vielleicht sollte er bei ihr klingeln. Vielleicht würde sie ihm ja den Parkplatzklau verzeihen, wenn er sie zum Essen einlud.

Sophie ist mit ihrem Bruder verabredet der sie mal wieder versetzt. Da sitzt sie nun, aufgebretzelt bis zum geht nicht mehr und alles umsonst. Aus Frust mixt sie sich einen Cocktail der beinahe purer Alkohol ist und ist unglücklich. Als es dann doch an der Tür klingelt hat sie schon eine Schimpftirade auf den Lippen - doch es ist der Parkplatzdieb. Er sieht verboten gut aus und weil Sophie gerade eh nichts besseres vor hat, willigt sie ein mit ihm aus zu gehen.
Was soll schon dabei sein? Schließlich will Sophie keinen Mann in ihrem Leben. Aber ein bisschen Spaß kann nicht schaden.

Der erste Teil der Die Verlockung des Glücks-Reihe ist unterhaltsam, ein bisschen irre und eine prima Geschichte zum Abschalten. Natürlich ist klar wohin die Reise in diesem Buch geht, aber in diesem Fall ist der Weg das Ziel.
Während Sophie eher ein Eigenbrötler ist, spielt Matthew in einer ganz anderen Liga. Er lässt sie jedoch denken, sie wäre die einzige Frau auf der Welt und das schmeichelt ihr. Welcher Frau würde das nicht schmeicheln?
Natürlich hat Sophie schlecht Erfahrungen gemacht mit Männern und natürlich ist Matthew ganz anders. Zumindest behauptet er das. Das es da Zündstoff gibt, ist klar und das ganze zu lesen macht auch wirklich Spaß.

Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, allerdings war sie etwas zu leicht gestrickt von der Story her. Mich hätte die ein oder andere Wendung begeistert. Trotzdem habe ich den zweiten Teil ebenfalls gelesen, weil ich ja nun doch wissen wollte wie es nun am Ende aus geht.

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