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30.

Nov 2014

Bloodline ist der 5. Band der Whyborne & Griffin-Reihe.

In diesem Band geht es, der Titel sagt es schon, um Percival Edincott Whybornes Familie, um Blutsbande und die Ahnenreihe der selbigen. Alles beginnt, wenn Whybornes Schwester Guinevere, Lady Gravenworld, ihre Heimatstadt Widdershins besuchen kommt. Im Schlepptau hat sie entfernte britische Verwandte, Fiona und Theodore Edincott. Während eines Balls im Haus der Familie macht Guinevere gegenüber Whyborne seltsame Andeutungen und bittet ihn in der nächsten Nacht um ein Treffen. Doch zur geplanten Zeit sitzen Whyborne und Griffin alleine am Treffpunkt, um kurz darauf eine grausame Entdeckung zu machen. Innerhalb von kürzester Zeit überschlagen sich die Ereignisse und auf dem Meer verlassene Boote, Zauberei und ein Wesen Namens Persephone spielen eine große Rolle.

Ursprünglich war Bloodline als Abschlussband der Whyborne & Griffin-Reihe geplant. Doch am Ende des Buches durfte ich zu meiner großen Freude entdecken, dass es weiter geht mit einem meiner beiden Lieblingsduos aus dem Jahr 2014.
Doch zurück zu Bloodline: Jordan L. Hawk hat sich in diesem Buch selbst übertroffen. Die Geschichte ist spannend wie noch was und ein Ereignis jagt das andere. Es wird gehörig übersinnlich und nicht nur ein neuer Aspekt der Familie Whyborne kommt ans Tageslicht. Mit so vielen blutrünstigen und paranormalen Enthüllungen hätte ich wirklich nicht gerechnet.

Deutlich sichtbar ist auch, dass unser Protagonist und sein Liebster sich vom ersten Band bis zu diesem gehörig weiterentwickelt haben. Dennoch tendiert Whyborne, wie er halt so ist, dazu, unglaublichen Unsinn zu machen und auch in Bloodline lässt er einen manchmal vor Verzweiflung die Augen rollen. Doch zum Glück ist die Beziehung von Whyborne und Griffin, Geheimnisse und Halbwahrheiten hin oder her, inzwischen so stark und fest, dass sie ihre Unstimmigkeiten doch irgendwann klären und dann auch wirklich aus der Welt schaffen. Der Streitpunkt ist dieses Mal übrigens die Zauberei und bis zu einem gewissen Grad kann man als Leser hier beide Perspektiven nachempfinden.

Mit Persephone kommt eine neue Figur hinzu, die hoffentlich auch im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen wird. Ebenfalls sehr interessant war der Aspekt, den Fiona und Theodore hier zur Geschichte beisteuern. Ihre Art hat mich - ganz wie Whyborne auch - fasziniert, um mich dann doch gehörig abzustoßen. Hier will ich nicht zu viel verraten, aber Schein und Sein sind eben doch nicht das Gleiche. Christine, mit ihrem ruppigen Charme, hatte dieses Mal nicht die allergrößte Rolle, aber das war nicht so schlimm. Denn wenn sie präsent war, war ihr Charakter wunderbar eigenwillig - wie immer.

Mein Highlight? Ganz klar, das Ende. So ein wunderbares und großartiges Ende! Mir wird immer noch wohlig warm, wenn ich nur dran denke. Und ja, ich bin so gespannt wie es weiter geht, denn eine Menge Fragen sind noch offen geblieben. Hoarfrost, der 6. Band der Whyborne & Griffin-Reihe, soll irgendwann im nächsten Jahr erscheinen - genaueres ist noch unklar. Doch bis es soweit ist, kann man sich mit Jordan L. Hawks nächstem Buch Restless Spirits, dem Beginn einer neuen Serie, deren erster Band am 6. Januar 2015 erscheint, sicher gut die Zeit vertreiben. Für mich ein absolutes Muss, weil die Autorin einer meiner Lieblinge überhaupt ist und bleibt.

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