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12.

Aug 2011

Cover Strange Days I deutsch

Alex Vendig wacht eines Morgens auf und sieht ein blaues affenartiges Wesen an seiner Decke kleben. Jetzt ist er überzeugt, sich mit viel zu viel Kiffen und Alkohol einen Hirnschaden eingefangen zu haben. Doch Pustekuchen: Der traumatisierte Geographiestudent, der seit einer einiger Zeit sein Leben kaum noch auf die Reihe bekommt, ist eine Art Auserwählter für die Lebewesen einer seltsamen Parallelwelt. Genau aus dem Grund sitzt Mojo aka das blaue Äffchen an Alex Decke. Doch hat er seine liebe Mühe Alex von seiner Existenz zu überzeugen. Von all den Dingen, die Mojo Alex dringend mitteilen müsste, mal ganz zu schweigen.

Recht schnell überschlagen sich die Ereignisse und Alex, der eigentlich nur seine Ruhe haben und gewisse Details seines Lebens vergessen möchte, wird plötzlich von wildgewordenen Flugwesen gejagt und muss sich relativ blutrünstig seiner Haut erwehren. Zum Glück hat er einen richtig guten Freund Namens David. Dieser traut der Welt im Gesamten und den Illuminaten im Besonderen nur Schlechtes zu. Aus dem Grund verschließt er seine Tür vor Alex nicht, als dieser blutüberströmt und mit einer haarsträubenden Story im Gepäck bei ihm auftaucht. Damit beginnt das Abenteuer für die jungen Männer aber erst. Es führt sie in Dimensionen und Situationen, die sie sich selbst im abgefahrensten Drogenrausch nie erträumt hätten.

Strange Days ist der Beginn einer Trilogie vom Autor Fred Ink. Das Buch ist mit knapp 220 Seiten eher kurz geraten und hört auch ziemlich abrupt auf. Erst hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Stil und der starken Häufung von Umgangssprache und selbstkreiertem Jargon wie cränk oder shize. Aber im Laufe der Zeit hat mich die Story immer mehr gefesselt, die Beschreibungen der seltsamen Wesen stark fasziniert und der Kniff mit den drei Handlungssträngen (Vorwärts, Rückwärts und Seitwärts) überzeugt, sodass ich am Schluss ganz traurig war, dass das Buch schon zuende war.

Neben einer ungewöhnlichen Fantasyidee bietet das Buch auch Action, Sex und Rock'n'Roll - eben ganz wie es auf dem Buchcover heißt: Strange Days. Die Musikauswahl und der nicht von ungefähr gewählte Titel haben mich jedenfalls spontan in meine Teenagerzeit katapultiert. Mir hat Fred Inks Debüt wirklich gut gefallen und ich bin gespannt auf den zweiten Teil, der wohl bald fertig sein dürfte. Allerdings war der Stil erst einmal gewöhnungsbedürftig und insgesamt war das Buch einfach zu kurz. Es gibt so viele Wesen und Dinge, über die man mehr erfahren möchte - ich hoffe, der Autor erbarmt sich seiner Leser und liefert da noch viel mehr in seinen beiden weiteren geplanten Büchern.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei Fred Ink und bei Books on Demand für das Rezensionsexemplar.

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