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02.

Mar 2014

Kann leichter Spoiler zu Hopeless / Hope Forever und Losing Hope enthalten.

Durch einen Administrationsfehler hat der High School Schüler Daniel jeden Tag die 5. Stunde frei. Und damit das auch so bleibt und keiner hinter seine Freistunde kommt, versteckt er sich jeden Tag in einem Wandschrank und hält ein Nickerchen. Bisher wurde er dabei auch nie gestört. Zumindest bis er eines Tages davon geweckt wird, dass ihm ein Mädchen sprichwörtlich in den Schoß fällt. Es ist stockdunkel in dem Schrank und er hat keine Ahnung wie sie aussieht, aber irgendetwas ist an diesem Mädchen, das ihn nicht mehr loslässt. Die Stunde, die sie gemeinsam im Dunkeln verbringen, wird er nie vergessen, doch die Identität des Mädchen, das er Cinderella getauft hat, hat er auch Wochen später noch nicht aufdecken können.

Ein Jahr und eine richtig beschissene Beziehung später hat Daniel erst einmal die Nase voll von Mädchen. Zumindest bis er Six trifft - was zufälligerweise am gleichen Abend passiert, an dem er sich von seiner Freundin trennt. Six ist die beste Freundin von Sky, der Freundin von Daniels bestem Freund Holder und hat die letzten 7 Monate in Italien bei einem Austausch verbracht. Daniel ist absolut fasziniert von Six. Ein Mädchen, das keine Handtasche mit sich rumschleppt, seinen Humor versteht und ihn fist bumped? Das ist alles, was er sich je wünschen könnte und lässt ihn Cinderella fast vergessen.
Doch natürlich ist alles nicht so einfach, wie es Daniel am Anfang erschienen ist und genau die Verbindung sein, die er zu Six spürt, könnte die beiden am Ende trennen...

Tatsächlich liest sich Finding Cinderella von Colleen Hoover zunächst wie ein Märchen. Leicht, romantisch, süß, aber auch ziemlich unrealistisch. Spaß macht es aber dennoch zu sehen, wie sich Six und Daniel schnell näher kommen. Beide Charaktere sind ein bisschen verschroben und haben so ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge. Besonders Daniel ist einfach so ein schräger Vogel und zu knuffig. Man muss ihn einfach mögen.
Doch ich hätte wissen müssen, dass es bei Colleen Hoover nicht nur ein einfaches simples Märchen geben kann. Denn der Knackpunkt der Geschichte konnte mich - zumindest teilweise - ehrlich überraschen, als er endlich aufgedeckt wurde. Leider finde ich aber auch, dass die Autorin nicht alles aus der Geschichte rausgeholt hat. Dafür hat sich die Handlung zu schnell entwickelt und Probleme wurden sehr rasch gelöst bzw. abgehakt. Hätte sich Colleen Hoover nur etwas mehr Zeit genommen, hätte Finding Cinderella ein richtig tolles Buch werden können - nicht nur eine Novelle. Die Charaktere hätten es jedenfalls verdient.

So aber hat es Finding Cinderella leider nur zu "nett mit viel Potential" geschafft. Das ist zwar schade, vor allem für Fans der Hopeless-Reihe aber natürlich dennoch zu empfehlen. Denn nicht nur sind Sky und Holder mit von der Partie, auch Daniel und Six selbst lohnen einen Blick ins Buch allemal.
Leider hat es diese Reihe bisher noch nicht zu uns geschafft. Doch da Colleen Hoovers andere Reihe Slammed bald bei uns erscheint, kann sich das ja vielleicht bald ändern.

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