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21.

Sep 2013

Cover Schwarzer Leopard deutsch

David Trowbridge hat lange dafür gekämpft um endlich diese Forschungsreise unternehmen zu können. Seit je her ist er an der Erforschung von Leoparden dran und hat nun die Chance im afrikanischen Regenwald nach Leoparden zu suchen.
Ermöglicht hat ihm das der bekannte Forscher Jean Luc Juvigny, der bereits mit einer Truppe im Naturschutzpark von Terre Diamanteé kampiert. Obwohl man es ihm nicht anmerkt, hält er einiges auf David und hat ein gutes Wort für ihn eingelegt.

Nun hängt David mehrere Meter über dem Boden am Kletterseil und übt mit dem Blasrohr. Er ist bereits ein paar Nächte durch die Wildnis gestreift, hat aber noch keine Spuren von Leoparden gesehen. Sollte er dennoch Glück haben, will er vorbereitet sein. Dafür muss jeder Schuss sitzen, denn David will die Tiere mit Sensorhalsbändern versehen, die ihm stündlich Daten schicken. Sein Forschungsantrag wurde genehmigt auf der Grundlage, dass er beweisen kann, dass es einen direkten Kontakt zwischen Schimpansen und Leoparden gibt. Schimpansen gibt es hier definitiv, doch im Augenblick sieht es so aus, als hätte er keine Chance etwas vorzuweisen.

Am Abend fährt er ins nächste große Dorf um sich mit einem Bekannten zu treffen. In einem schäbigen Motel steigt er schließlich für die Nacht ab, ahnt jedoch nicht, dass er keinen Schlaf finden wird.
Schon kurz nach seiner Ankunft wird er von einem Autor vor der Tür geweckt. Ein Blick durch das Fenster verrät ihm, dass es da jemand nicht gut mit ihm meint. Seine Ahnung bestätigt sich, als die Tür aufgeschossen wird und er sich durch das vergitterte Badezimmerfenster kämpfen muss.
Nur mit Mühe entkommt er denn Verfolgern und sieht sich kurz darauf der Polizei gegenüber. Die nehmen nicht viel Anteil an seinen Angreifern und schon bald macht sich David auf den Weg zurück in den Regenwald.
Einzig sein Bekannter, Douli ba, schenkt ihm Glauben, kann ihm aber leider nicht helfen. In Afrika läuft das alles etwas anders ab.

Während seiner Rückkehr in den Dschungel beobachtet er Wilderer, die in dieser Gegend überhaupt nicht sein dürfen. Mit mehr Glück als Verstand kann er seinen Standpunkt bzgl. gequälter Tiere klar machen, ahnt jedoch nicht, dass er sich damit Feinde macht die nicht nur ihm das Leben schwer machen können.
Wenig später kehrt er zur Station zurück und findet drei Leichen. Jean Luc und seine Forschungskollegen wurden ermordet. Einzig Claire, die Schimpansenforscherin ist nicht zu entdecken. Vielleicht ist sie ja entkommen.
Doch offenbar wusste Claire nichts von dem Überfall, denn sie tritt kurze Zeit nach ihm aus dem dichten Grün. Als die Polizei eintrifft, werden beide fort gebracht und in den nächsten Flieger gesetzt. Es ist ihnen verboten wieder ins Land einzureisen.
Davon lässt sich David nicht aufhalten und schlüpft durch einen bürokratischen Kniff wieder ins Land. Sein Weg zurück in den Dschungel zeigt ihm wie schlimm es um das Land bestellt ist und lässt ihn an seiner Entscheidung zur Rückkehr zweifeln. Doch die Leoparden warten nicht jahrelang auf ihn. Er hat keine Chance und mit der Erklärung zu den drei Morden lässt er sich erstrecht nicht abspeisen.
David bewegt sich auf gefährlichem Boden - und ist dabei nicht lange allein.

Cover Black Leopard englisch

Steven Voiens Buch Black Leopard / Schwarzer Leopard spielt mitten im afrikanischen Regenwald und vermittelt den Eindruck, dass der Autor genau weiß worüber er schreibt. Die Situation der Forscher und die Feindseligkeit der Einheimischen Weißen gegenüber ist viel zu oft spürbar.
Die Geschichte ist von Beginn an spannend, aber nicht ganz einfach zu lesen. Steven Voien hat viele französische Sätze in diesem Buch hinterlassen, ohne den Leser aufzuklären, worum es dabei geht.
Ich - der französischen Sprache nicht mächtig - war davon etwas genervt. Dennoch wollte ich unbedingt wissen wie es nun weiter geht. Die wirklich spektakulären Dinge beginnen erst nach gut 100 Seiten, die Geschichte davor hilft aber dabei zu verstehen, wie es dazu kommen konnte.

Steven Voien hat noch weitere Bücher mit dem Charakter des David Trowbridge geschrieben, jedoch kann ich zu keinem eine wirkliche Inhaltsangabe finden um eine eventuelle Reihenfolge darzustellen.
Obwohl die Charaktere gut umrissen sind und der Schreibstil flüssig zu lesen ist, braucht das Buch eine gewisse Zeit. Es war für mich nicht immer leicht den Geschehnissen zu folgen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Es ist in erster Linie ein Abenteuer gemischt mit Korruption, echter Freundschaft und viel Mut.

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