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Cover  Das Blut der Akkadier Deutsch

Albrix, kurz Brix genannt, wandelt seit 200 Jahren als Akkadier auf der Erde und sorgt für Ordnung in der australischen Küstenstadt Perth.
An einem solchen Tag wie heute jedoch, wünscht er sich beinahe sterben zu können wie ein normaler Mensch. Denn an diesem 14. Februar vor 168 Jahren hat er seine Frau beerdigen müssen. Sie ist Opfer der Taryk geworden und bis heute macht er sich Vorwürfe, dass er nicht achtsam genug war. Er hätte es verhindern müssen, schließlich ist es die Aufgabe der Akkadier die Menschen vor den Taryk zu beschützen. Doch er hat versagt.
Gerade als er am Grab seiner geliebten Dotty steht tauchen Taryk auf und greifen ihn an. In solch einer Situation ist es für die Seelentöter viel einfacher einen Akkadier zu verletzen, denn er ist unachtsam. Im Gegensatz zu den Taryk hat ein Akkadier Gefühle und Gefühle machen schwach.

Das erkennt auch Ella, die es sich mit Popcorn und einem Milchshake auf einem Gebäudedach gegenüber vom Friedhof gemütlich gemacht hat und das ganze Treiben beobachtet. Von ihrem Erschaffer, Elias, hat sie die Aufgabe bekommen ein Auge auf Brix zu halten und das tut sie nun. Doch als es so scheint, dass der Mann den Feinden unterliegt, bleibt ihr gar nichts anderes übrig als einzugreifen. Und so schwingt sie sich in den Kampf und rettet Brix somit seine Haut.

Brix ist wie erstarrt. Das kann doch nicht möglich sein! Eine Akkadia in seiner Stadt? Das hätte er doch wissen müssen. Und dann ihr Geruch - wie flüssige Schokolade. Diesen Geruch kannte er bisher nur an einer Frau - seiner Dotty. Spielen ihm seine Sinne vielleicht einen Streich?
Da sich Ella nun einmal zu Erkennen gegeben hat, können sich die beiden auch gleich mal ein wenig Austauschen. Denn Ella hat noch einiges zu lernen, zu gerne würde sie Teleportieren können - wie alle anderen Akkadier auch - doch sie hat den Dreh noch nicht heraus. Sie verabreden sich für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang.
Als Brix nicht pünktlich auftaucht, macht sie sich auf den Weg - wird jedoch von einem Schrei alamiert. Auf der Straße liegt Brix. Offensichtlich schwer verwundert, und das auch noch bewusstlos kurz vor Sonnenaufgang. Na da hat sich Ella ja was eingebrockt. Kurzentschlossen schleppt sie den schweren Mann in ihre Unterkunft. Was sie dann aber erlebt hätte sie nie für möglich gehalten.

Mit Das Blut der Akkadier versüßt Jordan Bay den Lesern ihrer Die Chroniken der Akkadier-Reihe das Warten auf den heißersehnten dritten Teil. Wann dieser Erscheinen wird, steht noch nicht genau fest - aber die Autorin ist dabei und das lässt natürlich hoffen.
Wie auch schon in den ersten beiden Bänden der Reihe Seelengold und Lichtpfade darf auch in dieser Kurzgeschichte die Erotik nicht fehlen. Sie ist aber - wie bisher auch - nicht aufdringlich und somit ein netter kleiner Abschnitt in der Geschichte.
Viel spannender ist für mich die Frage, ob es eine weitere Geschichte mit den Beiden Charakteren Ella und Brix geben wird. Denn obwohl es einen abgerundeten Schluss gibt, bleibt natürlich eine Sache am Ende offen. Was das aber ist, verrate ich Euch jetzt natürlich nicht ;)

Fazit: Für eine ca. 70 Seiten lange Kurzgeschichte sehr gelungen und auch inhaltsintensiv. Wem die ersten beiden Teile der Die Chroniken der Akkadier-Reihe gefallen haben, wird auch diese Geschichte gefallen. Für Leute, die bisher noch kein Buch von Jordan Bay gelesen haben, wäre es vielleicht ein guter Einstieg.

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Cover Broken Englisch

Enthält leichte Spoiler für die ersten 5 Bücher in der Women of the Otherworld-Reihe.

Elena langweilt sich. Im Rudel gibt es nicht allzu viel zu tun und sie sehnt sich nach etwas Abwechslung. Da kommt ihr sogar der Anruf des zwielichtigen Halb-Dämons Xavier, der damals für ihre Entführung, aber dann auch für ihre Rettung verantwortlich war, gerade recht, denn er hat einen Auftrag für sie. Sie soll in Toronto für einen Sammler einen Brief stehlen, der niemand anderes geschrieben haben soll, als Jack the Ripper selbst. Den so genannten From Hell Brief.
Der Diebstahl läuft, mit ein wenig Hilfe von Clays und Jeremy, reibungsloser ab, als erwartet. Doch der Brief ist nicht einfach nur ein Sammlerstück, wie das Rudel unfreiwillig feststellen muss: Es öffnet ein Portal in eine andere Dimension und das hat Elena ausversehen geöffnet. Schnell wird klar, dass eine Dimension, die mit Jack the Ripper zusammenhängt, nichts Gutes bedeuten kann. Morde, Vermisstenfälle, Zombies und Killer-Ratten sind nur einige der Probleme, mit denen sich Elena, Clay, Jeremy und das restliche Rudel auf der Suche nach einem Weg, das Portal zu schließen, herumschlagen müssen.
Normalerweise würde sich Elena mit voller Hingabe in ihren Auftrag stürzen, gäbe es da nicht ein kleines Problem, das sie behindert: Sie ist hochschwanger.

In Kelley Armstrongs 6. Buch um die Women of the Otherworld dreht sich wieder alles um meine liebste Heldin dieser Reihe, Elena. Kein Wunder also, dass mir Broken / Blut der Wölfin ausgesprochen gut gefallen hat. Wie so oft hat die Autorin auch dieses Mal wieder einen Kriminalfall aus der Realität aufgegriffen und ihre ganz eigene Geschichte daraus gesponnen. Das Ergebnis ist nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch faszinierend, denn die Verschmelzung zwischen Realität bzw. Mythos und ihrer eigenen Geschichte funktioniert fabelhaft. Für schwache Nerven ist das Buch diesmal allerdings nicht. Denn die Zombies, ihre Taten und ihr Verfall werden nicht gerade zurückhaltend beschrieben.
Doch so spannend und gut umgesetzt die Geschichte auch ist, so sind doch wie gewohnt Clay und Elena das eigentliche Highlight des Buchs. Wer sie in den anderen Bänden mochte, wird sie auch hier lieben, denn sie haben nichts von ihrer ganz eigenen Art, miteinander umzugehen, verloren. Und das trotz des anstehenden Familienzuwachses. Genau der macht Broken / Blut der Wölfin natürlich zu etwas Besonderem. Noch nie gab es einen dokumentierten Fall einer schwangeren Werwölfin, was bedeutet, dass Elena und Clay keine Ahnung haben, was sie erwartet, und selbst Jeremy muss improvisieren. Diese Entwicklung bedeutet natürlich, dass Elena ein wenig anders handeln muss, als sonst und auch Clay muss sich umstellen. So entwickelt dieses Buch eine etwas andere Dynamik, die mir aber sehr gut gefallen hat.
Auch die anderen Figuren sind natürlich gut gelungen. Neben den übrigen Rudelmitgliedern, die sowieso immer Spaß machen machen, ist auch Jaime mit von der Partie und auch ein paar neue Charaktere werden vorgestellt, von denen ich hoffe in Zukunft mehr zu lesen.

Cover Blut der Wölfin Deutsch

Ich muss sagen, ich persönlich habe eigentlich gar nichts an Broken / Blut der Wölfin auszusetzen. Für mich ist es ein rundum gelungenes Buch. Was man ihm eventuell vorhalten könnte, ist, dass die Geschichte dieses Mal relativ einfach gestrickt ist. Es gibt einige Überraschungen, aber wirklich komplex wird die Geschichte nie, sondern läuft in relativ geregelten und verständlichen Bahnen. Ob das jetzt ein Vor- oder Nachteil ist, liegt vermutlich am Geschmack des Lesers. Mir jedenfalls hat es gut gefallen, auch wenn ich relativ früh die richtige Vermutung hatte, wer der Bösewicht sein könnte.

Deswegen kann ich eigentlich jedem Fan der Women of the Otherworld-Reihe und denen, die es werden möchten, Broken / Blut der Wölfin von Kelley Armstrong empfehlen. Die Geschichte um Jack the Rippers Brief ist nicht nur clever und spannend, sondern auch zumindest teilweise recht überraschend geraten. Die Nebengeschichte um Elenas Schwangerschaft wurde geschickt mit der Hauptgeschichte verwoben und das Gesamtergebnis hat richtig viel Spaß gemacht.

Im 7. Teil No Humans Involved / Lockruf der Toten steht nun wieder ein Perspektivenwechsel an, auf den ich mich schon lange sehr freue: Endlich bekommt Jaime ihre eigene Geschichte und ich bin mir sicher auch dort einigen der Werwölfe wieder zu begegnen.

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Cover Grave Mercy Deutsch

Wäre es nach Ismaes Eltern gegangen, wäre das Mädchen niemals geboren worden. Tatsächlich haben sie sogar versucht, mithilfe der Kräuterhexe des Dorfes, ihre Geburt zu verhindern. Doch als das misslingt, ist allen klar, Ismea ist eine Tochter des Heiligen Mortain. Mortain ist der Gott des Todes und einer der neun alten bretonischen Götter. Und so wird sie von klein auf von ihrer eigenen Mutter gefürchtet, ihrem Ziehvater verachtet und verprügelt und von den meisten im Dorf gemieden.
Als Ismae schließlich mit 14 Jahren an einen Schweinebauern verheiratet werden soll, gelingt ihr die Flucht und mit der Hilfe von Priestern und Hexen schafft sie es schließlich bis zum Kloster von Saint Mortain. Dort erfährt sie von den sogenannten Mägden des Todes, allesamt Frauen wie sie und Töchter von Mortain. Sie werden zu Attentäterinnen ausgebildet, um den Willen ihres Gottes gegen die Feinde der Bretagne auszuführen. Ismae ist froh, endlich ein Zuhause gefunden zu haben. Sie weiß sofort, hier an diesen Ort gehört sie hin. Und so beginnt sie alles Wissen der Klosterschwestern aufzusaugen, damit ihr kein Mann je wieder etwas antun kann.
Als sie endlich nach dreijähriger Ausbildung ihre ersten Aufträge bekommt, ist sie eine Meisterin ihres Fachs. Und so wird sie an den Hof der Herzogin der Bretagne geschickt, um dort Informationen über feindliche Spione und Intrigen zu sammeln - und besonders ein Auge auf einen bestimmten Mann zu halten. Doch ausgerechnet dieser Mann schafft es, sich gegen ihren Willen in ihr Herz zu stehlen und bald weiß Ismae nicht mehr, wem sie folgen soll - ihrem Herzen oder ihrer Bestimmung.

Grave Mercy / Grave Mercy - Die Novizin des Todes von Robin L. LaFevers ist ein gutes Beispiel dafür, wie stimmig man einen historischen Roman und Fantasy miteinander kombinieren kann und dabei gleichzeitig auch noch jugendliche Leser anspricht. Denn die Autorin hat sich sehr bemüht, ihre Geschichte mit religiösem und historischem Hintergrund auszustatten, der sich weitestgehend (wenn auch nicht vollständig) an echte Tatsachen anlehnt. Durch die geschickte Verknüpfung von Liebesgeschichte, Fantasy-Elementen und Spionage-Story garantiert das Buch einen besonders leichten Lesefluss und vermeidet jegliche Langeweile.
Doch das spannendste an Grave Mercy / Grave Mercy - Die Novizin des Todes waren für uns wohl eindeutig das Kloster von Saint Mortain und die Mägde des Todes. Alles von der Ausbildung, über die eigentlichen Aufträge bis zu dem Glauben, dem die jungen Frauen folgen, war faszinierend zu lesen. Insbesondere Saint Mortain und der Tod sind hier auf eine andere und ungewöhnliche Weise dargestellt.
Ismae ist eine sehr sympathische und interessante Heldin, die in ihrem jungen Leben schon einiges mitgemacht hat. Deswegen ist es nur allzu verständlich, dass sie den Orden als ihren Retter und damit als unfehlbar ansieht. Alles, was sie dort lernt, nimmt sie für bare Münze und hält sich ausgestattet mit dem Wissen der Schwestern für entsprechend gebildet. Dem Leser wird aber bald klar, dass sie eigentlich hoffnungslos überfordert und nicht annähernd genug auf das vorbereitet ist, was sie in der echten Welt und am Hofe erwartet, und dass sie sich zu blind auf ihren Glauben und ihre Ausbildung verlässt. Auch deshalb wirkte Ismae manchmal sehr naiv und selbstüberzeugt. Gerade ihre Selbstüberschätzung war manchmal etwas anstrengend, da sie meist einfach fehl am Platze war. Denn eigentlich sind ihre Aufträge nicht die vollen Erfolge, die sie sich einzureden versucht und das macht ihre gesamte Existenz als berüchtigte Attentäterin ein wenig unglaubwürdig. Glücklicherweise schafft sie das aber im Laufe der Geschichte wieder wettzumachen. Sie wächst in ihre Rolle, beginnt zu hinterfragen und wirkt dadurch später wesentlich reifer und überzeugender.
An ihrer Seite steht eine ganze Riege an weiteren Charakteren, die mit der Zeit Ismaes Blick auf die Welt verändern. Einige sind ausgezeichnet gelungen und man will sofort mehr über sie erfahren. Hier ist besonders Duval zu erwähnen, der Mann, der ursprünglich ihren Auftrag darstellt und der sich, nach und nach in Ismaes Herz schleicht. Es gibt aber auch Figuren, die ein wenig zu sehr schwarz-weiß gezeichnet oder einfach nicht ausreichend genug beschrieben werden und daher etwas blas bleiben. Das kann aber auch an der schieren Masse der Nebenfiguren liegen. Beispielsweise bleiben die Intentionen der meisten Adeligen, etwa der Ratsmitglieder, zu lange im Dunkeln oder werden gar nicht thematisiert. Gerade bei 'den Bösen' wird da viel Potential verschenkt.

Insgesamt ist Grave Mercy / Grave Mercy - Die Novizin des Todes von Robin L. LaFevers aber ein unterhaltsamer Start in die His Fair Assassin-Trilogie. Trotz Potential bleibt aber auch noch Luft nach oben. Da die Figuren schon einige Entwicklungen durchgemacht haben, dürften manche unserer Kritikpunkte im zweiten Buch der Reihe, Dark Triumph (keine Rezension), (hoffentlich) nicht mehr so ins Gewicht fallen. Trotz des starken historischen Bezugs wird das Buch auch dahingehend sonst eher uninteressierten Lesern nicht zu langweilig werden. Stattdessen gibt es Spannung, Verrat, ein paar Tränen und viel Romantik.

Auf Deutsch ist Grave Mercy / Grave Mercy - Die Novizin des Todes am 10. September 2012 erschienen.
Der zweite Teil, Dark Triumph (keine Rezension), erscheint im Frühjahr 2013 und hält einen interessanten Perspektivenwechsel bereit.

Diese Rezension ist ein Gemeinschaftswerk von ~ND und ~nia.

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Cover Die zweite Legion deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Reihe Das erste Horn.

Noch immer sind der Krieger Havald und seine Gefährten im eingeschneiten Gasthof 'Zum Hammerkopf'. Wie durch ein Wunder schafft es ein Geschichtenerzähler in den Gasthof und erzählt ihnen von der Teilung des Reiches. Sie sind geschockt und können es beinahe nicht glauben. Wie kann ein so mächtiges Reich wie Askir in einzelne Teile zerfallen? Nun ist es für die Halbelfe Leandra noch wichtiger zum Rat nach Askir zu gelangen um ihre Bitte vorzubringen.
Kennard, der Neuankömmling, weiß den Freunden einen Floh ins Ohr zu setzten. So wollen sie zur Donnerfeste aufbrechen, von der noch nie jemand zurückkehrte. In den tiefen Hallen unter dem Gasthaus haben sie neben den dort in Eis gebetteten Söldnern auch Schriftstücke und merkwürdig anmutende Edelsteine gefunden. Nun erfahren sie, dass es magische Portale gibt, mit denen man von einem Ort zu einem anderen reisen kann. Wenn sie ein solches finden könnten, wären sie innerhalb kürzester Zeit in der Hauptstadt des Reiches. Doch niemand weiß, ob es ein funktionierendes Portal in der Donnerfeste gibt. Das lässt sich immerhin herausfinden...

Und so machen sich die Freunde auf den Weg die Donnerfeste zu erklimmen und ahnen nicht, welche Gefahren dort auf sie Lauern. Da die Wege weithin verschneit sind und der Pass unpassierbar, schreiten sie erneut durch die dunklen Wege unter dem Gasthof. So gelangen sie durch Gestein und über Schluchten zu einem Ausgang in die Weite der verschneiten Ebenen. Nun geht es nur noch mühsam voran und auch die eisige Kälte macht ihnen schwer zu schaffen. Auf der Suche nach einer Höhle landen sie im Nachtlager einer Höhlenbärenfamilie. Da die einzig verwendbare Magie hier versagt kommt es zum Kampf zwischen der Bärenmutter und den Reisenden. Dabei wird Zokora lebensgefährlich verletzt und auch Havald erwischt es schwer - er verliert sein Augenlicht. Wie soll er nun die Gruppe zur Feste führen? Zu allem Überfluss hat Janos seine Bedenken dem Leiter der kleinen Reisegesellschaft noch immer nicht besiegt. Doch seine Aufmerksamkeit wird bald auf andere Dinge gelenkt, denn obwohl vor der Höhle Schnee und Eis herrschen, haben sie einen Verfolger auf den Fersen. Werden sie, geschwächt durch den Kampf, den Verfolger abschütteln können und zur Donnerfeste gelangen? Und wenn ja, was wird sie dort erwarten?

Im zweiten Band der Das Geheimnis von Askir-Reihe begibt sich der Leser auf die Reise durch das Land. Alles startet im Gasthaus, was irgendwie ein tröstlicher Anfang ist, denn so hat der Leser gleich wieder einen festen Anker. Die Charaktere sind noch immer eigenbrötlerisch und teilweise abweisend, doch so nach und nach entwickelt sich eine Gemeinschaft unter den Reisenden. Es macht Spaß endlich einmal etwas über das Land kennenzulernen und auch Kreaturen zu entdecken.
Auffällig ist der teilweise starke Bezug zur Wirklichen Welt, die hier und dort durchscheint. Ich möchte nun auch nicht verraten welche Situationen und Gegenden es sind - das findet ihr besser alleine heraus ;)

Der zweite Teil hat mir recht gut gefallen, jedoch wurde die Spannung etwas niedrig gehalten. So kam es immer mal wieder zu kleineren Höhepunkten, aber ein aufbau zum Finale fehlte leider gänzlich. Nun ist es eine Reihe die noch vier weitere Bände umfasst und für gewöhnlich ist ein zweiter Band immer ein wenig schwächer als der vorherige, dennoch hat es Spaß gemacht und ich kann die Reihe wirklich empfehlen. Ich freue mich schon auf ein Wiederlesen mit Havald, Zokora und den neuen Charakteren.

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Cover Lost Prince Englisch

Enthält Spoiler für die Iron Fey / Plötzlich Fee-Reihe.

Seit Ethan Chase denken kann, hat er die Fähigkeit, Sie zu sehen. Sie sind unter vielen Namen bekannt: Die freundlichen Nachbarn, das kleine Volk oder einfach nur Feen. Doch statt niedlichen kleinen Wesen sind die Kreaturen, die Ethan von jeher das Leben schwer machen, hinterlistig und gefährlich. Mehr als einmal hat ist er durch sie in Schwierigkeiten geraten, z.B. als ein paar Redcaps versucht haben, ihn aus der Schule zu jagen und dabei die Bibliothek in Brand gesteckt haben. Deshalb hat Ethan auch bereits mehrfach die Schule wechseln müssen. Seine Eltern machen sich natürlich schreckliche Sorgen um ihn. Dabei ist die Tatsache, dass Ethans ältere Schwester Meghan vor 12 Jahren selbst für immer im Nimmernie, der Welt der Feen, verschwunden ist, nicht gerade hilfreich.
Und auch nun muss er wieder einen neuen Anfang an einer neuen Schule machen. Doch sein Ruf eilt ihm voraus und schon bevor er mit auch nur einem Mitschüler geredet hat, ranken sich die wildesten Gerüchte um ihn. Das ist Ethan nur recht. Er will gar keine Freunde. Jeder, der ihm zu Nahe kommt wird am Ende in Gefahr gebracht, denn die Sie wollen ihn einfach nicht in Ruhe lassen.
Doch dann taucht eine merkwürdige neue Art von Feen auf, die Ethan noch nie gesehen hat und schnell wird klar, dass sie nichts Gutes im Schilde führen. Entgegen allem, was er sich geschworen hat, werden Todd und Kenzie, zwei seiner neuen Mitschüler, in Gefahr gebracht und Ethan wird klar, dass er sich Hilfe von einer Seite suchen muss, an die er sich nie wenden wollte: Bei der Königin der Eisernen Feen- und seiner Schwester - Meghan.

Das lange Warten ist vorbei und endlich durfte ich The Lost Prince / Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen, den ersten Teil der Call of the Forgotten-Reihe von Julie Kagawa, lesen. Meine größte Angst, dass sich The Lost Prince / Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen nur wie ein Abklatsch von Meghans Abenteuern in Iron Fey / Plötzlich Fee liest, hat sich zum Glück überhaupt nicht bestätigt. Im Gegenteil, allein schon durch diese neue und ziemlich schauerliche Art von Feen ergibt sich eine ganz eigene Stimmung. Gleichzeitig passen sie und ihre Geschichte aber auch erstaunlich gut in das, was wir aus der ersten Reihe schon kennen. Es ergibt sich ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Natürlich liegt die Eigenständigkeit des Buches aber auch an unserem neuen Protagonisten Ethan. Ihn durften wir ja schon als Meghans kleinen, damals 4jährigen Bruder in der Iron Fey / Plötzlich Fee-Reihe kennenlernen. Doch in den letzten 12 Jahren hat sich einiges getan und aus dem fröhlichen Knirps ist ein ziemlich unfreundlicher und misstrauischer junger Mann geworden. Dazu hat er auch allen Grund, denn wie bereits erwähnt ist Ethans Leben alles andere als normal. Der Verlust seiner Schwester setzt ihm nach wie vor sehr zu und er fühlt sich von ihr im Stich gelassen, denn sie hat eindeutig die Feen ihrer eigenen Familie bevorzugt - zumindest sieht er das so. Das ist ein weiterer Grund, warum er die Feen so hasst.
Ihm zur Seite stehen Todd und Kenzie, die beide ganz eigene Gründe haben, wieso sie sich für Ethan bzw. seine Welt interessieren. Beide Figuren haben mir unheimlich gut gefallen und waren ein toller Kontrast zu Ethans ziemlich eigenbrödlerischer Art. Vor allem Kenzie war sehr sympathisch und hat mit viel Charme und Witz dafür gesorgt, dass man auch eine andere Seite an Ethan kennenlernt. Natürlich gesellen sich nach und nach auch noch ein paar Feen zu Ethans Gruppe und auch hier sind einige tolle und spannende Charaktere vertreten, über die ich aber noch nicht mehr sagen will. Doch ich darf bereits verraten: Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit einigen der alten Bekannten. Zwar sind ihre Rollen sehr klein, aber es war dennoch schön zu sehen, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist.
Ein paar Details haben mir dennoch nicht ganz so gut gefallen. Z.B. neigt Ethan bei all seiner Ernsthaftigkeit manchmal ganz schön zum Jammern. Ich weiß, dass sein Leben nicht einfach war und er einige Verluste durchmachen musste, aber trotzdem war er manchmal ziemlich anstrengend. Vor allem, wenn er z.B. zum gefühlten 10. Mal die Geschichte von den Redcaps in der Bibliothek erzählt. Überhaupt neigt Julie Kagawa ein wenig zu Wiederholungen in diesem Buch. Oft werden Ausdrücke und Wörter mehrmals kurz hintereinander verwendet, was mit der Zeit sehr auffällig wurde. Außerdem tendiert sie dazu ständig Kenzie "das Mädchen" zu nennen, was auf die Dauer erstens ziemlich unpersönlich und zweitens schlicht seltsam klang. Überhaupt kam mir der gesamte Sprachstil dieses Mal nicht ganz so flüssig vor, wie sonst.
Es war deutlich zu spüren, dass Julie Kagawa so wenig wie möglich über Meghan, Ash und Puck schreiben wollte. Auf der einen Seite verständlich, denn schließlich ist ihre Geschichte weitgehend erzählt, es fühlte sich aber auch ein wenig gezwungen an, denn es gab einige Szenen, in denen ihr Eingreifen oder schlicht ihre Anwesenheit logisch gewesen wäre.

Auch wenn der Funke bei The Lost Prince / Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen, dem ersten Buch aus Julie Kagawas Call of the Forgotten-Reihe, noch nicht ganz übergesprungen ist, so hat es doch jede Menge Potenzial. Die Geschichte ist spannend und neu und fügt sich logisch mit dem zusammen, was wir schon über das Nimmernie und seine Bewohner wissen. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschichte durch gewohnt viel Humor und interessante Charaktere aus. Am Ende der Geschichte wird man zwar nicht mit einem gemeinen Cliffhanger stehen gelassen, dennoch passiert so viel, dass es große Lust auf den zweiten Teil, The Iron Traitor (keine Rezension), macht.

The Lost Prince / Plötzlich Prinz - Das Erbe der Feen erscheint in den USA am 23. Oktober 2012. Die deutsche Ausgabe wird wie seine Vorgänger ebenfalls beim Heyne Verlag erscheinen, Titel und Erscheinungsdatum sind bisher aber noch nicht bekannt.

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