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Stolen Love

Tags: Romantik
21.02.2017
Cover Stolen Love

Alessa arbeitet hauptsächlich nachts - schließlich will sie von niemandem überrascht werden, wenn sie die Häuser der Schönen und Reichen durchsucht. Nachdem sie nun die großen und überaus gewinnbringenden Häuser am Stadtrand von Frankfurt durch hat, wird es Zeit sich ein neues Revier zu suchen. Schließlich will ihr Boss regelmäßig Lieferungen sehen.
Bei ihrem neuesten Raubzug schleicht sie sich in ein kleineres, aber nicht weniger schmuckes Haus und durchsucht die Schränke im Wohnzimmer. Ihre vorherigen Beobachtungen haben ihr nur leider eines nicht verraten - in wessen Haus sie sich hier befindet.

Jays Arbeit als Privatermittler erfüllt ihn mehr als sein ursprünglicher Job als Polizist. Die Wachsamkeit ist bei beiden gleichermaßen gefragt und so schreckt er aus dem Schlaf hoch, als er in seinem Haus Geräusche hört. Ist jemand wirklich so blöd und steigt bei einem Ex-Polizist ein?
Mit seiner Waffe in der Hand schleicht er sich nach unten und kann im Wohnzimmer sowohl Geräusche als auch Schatten wahrnehmen. Dem kleinen Dieb wird er es zeigen.
Allerdings hat ihn niemand darauf vorbereitet, dass ausgerechnet eine Frau bei ihm einsteigt. Und dazu noch eine so hübsche.

Alessa ist erwischt worden. Mist! Nun muss sie sehen, dass sie aus der Situation so gut es geht wieder herauskommt. Mit den Jahren ist sie unvorsichtiger geworden. Allerdings wäre ihr sonst auch der Anblick des halbnackten, unfassbar gut gebauten Hausherrn entgangen. Das wäre ja auch eine Schande gewesen. Leider ist er nicht so clever wie er tut. Nachdem er sie mit Handschellen an einen Stuhl gefesselt hat, verlässt er den Raum. Dumm.
Alessa ist kein Anfänger mehr. Innerhalb weniger Sekunden hat sie die Handschellen geöffnet und nach einer kurzen Nachricht an ihren nächtlichen Störenfried ist sie mit ihrer Maschine über alle Berge.

Jay kann es nicht fassen. Wie konnte er nur so dämlich sein? Ihre Nachricht entdeckt er durch Zufall und muss schmunzeln. Das kleine Biest reizt ihn aufs Blut. Er muss sie finden. Denn außer seine Neugier zu wecken, hat sie ihm ein Erinnerungsstück entwendet, das er gerne wiederhätte. Nun heißt es nur ganz Frankfurt nach ihr ab zu grasen. Aber wofür hat er seine Informanten? Er wird sie finden - und was er dann mit ihr vor hat lässt seine Lenden pochen.

Stolen Love passt perfekt in die Bad Girls-Reihe, wird aber offiziell nicht dazu gezählt. Vielleicht weil beide ihre dunklen Seiten haben.
Man erfährt am Anfang nicht so wahnsinnig viel von Alessa. Ihre Vergangenheit und ihr Werdegang werden erst im Laufe der Geschichte beleuchtet. Von Jay hingegen erfährt man ziemlich schnell sehr viel - wie es dazu kam, das er Polizist wurde und warum er es jetzt nicht mehr ist.
Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben - das kennt man bereits von Roses vorherigen Büchern und es hilft mir immer wieder dabei die Figuren besser zu verstehen.

Die Geschichte an sich hat mir ziemlich gut gefallen. Beide Charaktere haben mir gefallen, da sie ausreichend Ecken und Kanten haben. Gegen Ende wird es natürlich immer spannender und man arbeitet auf den Showdown hin.
Ein wenig vorhersehbar war es allerdings schon.
Was mich gestört hat, sind die etwas holprigen Sätze zwischendrin. Da bin ich teilweise dran hängen geblieben und wurde etwas aus dem Lesefluss geworfen. Da sollte noch einmal drüber gelesen werden.

Ich danke an dieser Stelle der Autorin für das Rezensionsexemplar und die unterhaltsame Leserunde.

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Cover Leberkäsjunkie

Enthält Spoiler zu den ersten Bänden der Franz-Eberhofer-Serie-Reihe.

Franz Eberhofer könnte so ein schönes Leben haben, aber irgendwie kommt ihm immer ein Mord dazwischen. Dieses Mal bei der Moshammer Liesl. In ihrer Pension war ein Feuer ausgebrochen und nachdem dieses endlich gelöscht war, fanden sie in einem der Zimmer die ziemlich angebrannte Leiche einer Frau. Wer sie genau ist, musste noch herausgefunden werden. Laut der Liesl war es eine sehr hübsche und freundliche Frau. Das wiederum brachte Franz nicht weiter.
Nachdem die Spusi in den Trümmern der Pension die Reisepässe der derzeitigen Gäste gefunden hatte, konnte die Leiche identifiziert werden. Saskia Grim. Nie gehört. Sie war wohl zur Erholung in Nieder Kaltenkirchen - was soll man hier auch sonst so treiben? Jedenfalls sei sie oft unterwegs gewesen und hätte die Landschaft fotografiert.

Das Frau Grim ermordet wurde, zeigt die Verletzung am Hinterkopf und die Spuren auf der Tatwaffe - dem Kaminhaken. Was jetzt noch fehlt ist das Motiv und der Mörder. Oder die Mörderin.
Leider ist der einzige Anhaltspunkt der Bürgermeister. Der wollte sich mit der Frau Grim treffen, quasi zum Beschnuppern der Gegebenheiten. Denn wie Franz nach einem Gespräch mit selbigem Amtsträger erfährt, gehört Frau Grim zu dem Trupp, der demnächst in Nieder Kaltenkirchen ein neues Hotel hochziehen wollte. Sie war sozusagen die Vorhut.
Das neue Hotel sorgt schon seit einer geraumen Weile für hitzige Gespräche im Dorf und vielleicht findet Franz ja dort jemanden, der die Frau Grim ermordet haben könnte. Allen voran wäre da schon mal die Liesl ... schließlich wäre ein neues Hotel für sie Konkurrenz. Woher auch immer die vielen Gäste für dieses Nest kommen sollen. Aber ist die Moshammerin dazu in der Lage einen Menschen zu ermorden?

Während die Ermittlungen sich im Kreis drehen, dreht sich auch in Franz Magen einiges im Kreis. Seit einer Weile ist im Speiübel nach dem Essen und als der sich eigentlich schon in Rente befindliche Dorfarzt ihm zusetzt mal bei ihm vorbei zu schauen, ist klar, irgendwas stimmt nicht. Und zwar ganz gewaltig. Franz' Blutwerte sind unterirdisch. Nur eine strikte Diät und gesunde Ernährung können ihm jetzt noch helfen. Aber das Grünzeug schmeckt ihm halt einfach nicht. Da können die Oma und die Susi noch so sehr Herzblut hinein stecken, es ist halt nichts für den Fleischfresser Franz.
Bis es ihn komplett aus den Latschen holt. Und während die halbe Gemeinde über seinen Gesundheitszustand Bescheid weiß, versucht Franz gute Miene zu bösem Spiel zu machen. Stets an seiner Seite sein Freund und Ex-Kollege Rudi. Gemeinsam werden sie den Fall schon knacken.

Inzwischen ist bereits der siebte Band um Franz Eberhofer und seine schrulligen Mitdörfler in Nieder Kaltenkirchen. Man kann die Bücher nicht mehr als wirkliche Krimis betrachten, eher als mittleren Provinzkrimi mit hohem Romananteil. Im Vordergrund steht also auch hier nicht der Mordfall an Saskia Grim, sondern Franz' Gesundheit und die Beziehung zur Susi. Bei letzterem könnte er nach so vielen Büchern nun wirklich mal aus dem Tee kommen.
Da meine einstige Eberhofer-Dealerin die Reihe aus eben selbigem Grund - zu schwacher Krimianteil - abgebrochen hat, bin ich nun zum Hörbuch übergegangen. Dieses liest Christian Tramitz mit Charme, bayrischem Dialekt und gutem Gespür für Stimmen. Somit fällt eigentlich gar nicht auf, dass es eben kein spannender Krimi mehr ist, wie es früher war, sondern eher ein leicht kriminalistischer Klamauk.

Die Person Franz Eberhofer wurde mir in diesem Buch dann doch mal ein wenig unsympathisch. Seit jeher meckert er an allen rum und ist immer besser als der Rest. Das lässt er auch jeden spüren. Ob es nun der Rudi ist, der sich wirklich ins Zeug legt, oder aber der Flötzinger, der immer eins auf den Deckel kriegt. Hier wäre eine Weiterentwicklung wirklich mal schön.
Mein Highlight ist und bleibt die Oma. Mit ihrer ruppigen und ganz eigenen Art sorgt sie für Leib und Seele und ich glaube jeder wünscht sich so eine Oma, wenn er sie nicht gerade schon hat =o)

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, das wieder einmal mehr das Leben des Ermittlers beleuchtet als den zu ermittelnden Mordfall.

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Cover Ein Macho als Muse

Caleigh Winter hat die Nase gestrichen voll. Um ihre kreativen Gedanken wieder zu motivieren aufs Papier zu fließen, hat ihre Chefin sie einfach mal zu einem Kreativ-Survival-Seminar mitten in der Pampa angemeldet.
In der malerischen Pfalz, in einem gemütlichen Landgasthof findet der entspannungshungrige Mensch alles - vor allem weder Telefonempfang noch Internetzugang. Für Caleigh eine Katastrophe. Wie soll sie so mit der Welt in Kontakt bleiben? Leider kann sie sich nun auch nicht bei ihrer Chefin Elfriede beschweren.

Ihre Laune ist entsprechend euphorisch, als sie sich an der leeren Rezeption wieder findet. Weit und breit keine Menschenseele. Nach kurzem Suchen findet sie dann eine Horde saufender Männer vor dem Fernsehgerät. Na das konnte ja heiter werden. Während Caleigh eigentlich nur einchecken will, fängt ein Typ namens Noah an sie aufzuziehen. Na darauf hat sie ja nun gar keine Lust und endlich bequemt sich der Rezeptionist an seinen angestammten Platz.
Während sie versucht aus diesem angetrunkenem Pöbel überlebenswichtige Informationen heraus zu kriegen, steht plötzlich dieser Noah wieder neben ihr - mit ihrem Gepäck! Angeblich sei es auf sein Zimmer gebracht worden und offenbar hat er die Zeit seither genutzt sich einen Überblick über ihre Garderobe und sonstige Mitbringsel zu verschaffen. Das ist ja wohl die Höhe!
Dem frechen Grinsen in diesem unverschämt gut aussehendem Gesicht hat sie dann auch wenig entgegen zu setzen.

Später beginnt das Seminar und bald ist klar, Caleigh kann dieses Wochenende nur mit Humor und viel Alkohol überstehen. Von beidem hat sie allerdings nicht mehr viel übrig, als die Seminarleiterin Vivi ihr auch noch Noah als Partner zulost. Eigentlich kann es jetzt nicht mehr schlimmer kommen, denkt sie sich. Aber das Universum hat sich gerade erst an den Spieltisch gesetzt und Caleigh verliert an diesem Wochenende weit mehr als nur ihren Handyempfang.

Ein Macho als Muse ist das Romantik-Debüt der Autorin Lara Kalenborn und mit seinen etwas über 100 Seiten eine gute Lektüre für Zwischendurch. So manches Mal habe ich geschmunzelt, wenn Caleigh wieder das typische Klischee der Großstadtpflanze bedient hat. Mit Noah hingegen bin ich das ganze Buch über nicht warm geworden. Er nimmt sich eindeutig zu viel heraus und bewegt sich teilweise nicht einmal mehr in einer rechtlichen Grauzone. Andere Leser empfanden das als lustig, aber spätestens wenn es um die eigene Privatsphäre geht, wäre hier sicherlich auch lange Schluss mit lustig.

Die Story zieht sich gelungen über die Seiten, es wird nie langweilig, aber auch nicht hektisch - bis auf das Ende. Hier gibt es zwei Zeitraffer die für mich eindeutig zu kurz waren. So wirkte das Ende nicht fertig und etwas gehetzt.
Ein Macho als Muse ist der erste Teil einer Liebesroman-Reihe der Autorin und ich denke, die anderen Bücher werde ich auch lesen. Ich bin neugierig geworden wie es weiter geht und mag den spritzigen Schreibstil.

Einen lieben Dank an die Autorin für die Leserunde bei www.lovelybooks.de und das damit erhaltene Rezensionsexemplar.

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