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Cover Beautiful Disaster 1 Englisch

Abby Abernathy hat einen festen Plan: Sie möchte ihren Abschluss an der Uni machen, sich möglichst weit von allem Ärger fernhalten und - am wichtigsten - jeglichen Kontakt mit ihren Eltern und ihrer Vergangenheit vermeiden. Nur ihre beste Freundin America, die sie glücklicherweise an das selbe College begleitet hat, weiß als einzige über Abbys turbulente Vergangenheit Bescheid.
Als Abby eines Nachts in ihrem ersten Semester mit America und deren Freund Shepley auf einen der Boxkämpfe geht, die regelmäßig an der Eastern University stattfinden, lernt sie den legendären Travis Maddox kennen. Er ist nicht nur berühmt dafür, der beste Kämpfer an der Uni zu sein, sondern auch für seine Frauengeschichten. Jedes Mädchen weiß, dass es nur ein Vergnügen für eine Nacht wird, wenn sie sich auf Travis einlässt, was aber nur wenige davon abhält, ihr Glück bei ihm zu versuchen.
Als Travis ein reges Interesse an Abby entwickelt, ist ihr von Anfang an klar, dass er nur hinter einem her ist und lässt ihn bei jeder Gelegenheit auflaufen. Travis gibt sich allerdings nicht so leicht geschlagen und ist mehr als nur amüsiert von Abbys Sturheit gegenüber seinen Avancen. Doch entgegen aller Erwartungen werden die beiden nach und nach die besten Freunde und Abby muss zugeben, dass sich mehr hinter Travis verbirgt, als seine tätowierte, frauenverschlingende Fassade erwarten lässt.
Als sie allerdings eine simple Wette verliert und daraufhin einen Monat bei Travis einziehen muss, beginnen die Grenzen zu verschwimmen. Doch Travis ist genau der Typ Mann, von dem Abby mit allen Mitteln fern bleiben will, denn er könnte sie nur allzu leicht in ihre Vergangenheit zurück versetzen. Und das ist etwas, so hat sich Abby geschworen, dass es niemals passieren wird. Sie muss aber bald feststellen, dass sie nicht länger weglaufen kann - weder vor ihrer Vergangenheit, noch vor einem sehr entschlossenen Travis.

Ich weiß gar nicht genau, wie oft ich Beautiful Disaster von Jamie McGuire mittlerweile gelesen habe. Als ich mir den Roman letztes Frühjahr völlig erwartungsfrei gekauft habe (es war übrigens mein erstes eBook überhaupt), wusste ich noch nicht, dass mich ein Buch erwartet, das ich nicht zum letzten Mal verschlingen sollte.
Eigentlich ist Beautiful Disaster aber alles andere als perfekt. Ich bin mir absolut bewusst, dass die Charaktere nicht gerade fehlerlos und schon gar keine Vorbilder sind. Travis lernen wir als absoluten Frauenscharm kennen, der ganz genau weiß, wie er auf seine weiblichen Mitmenschen wirkt und das auch schamlos ausnutzt. Später in der Geschichte finden wir auch noch heraus, dass er fast schon krankhaft eifersüchtig, gewalttätig, aggressiv und, wenn wir mal ganz ehrlich sind, fast schon ein Soziopath ist. Abby dagegen schwankt zwischen Zickerei und Schwäche. Sie weiß eigentlich genau was sie will, wehrt sich dagegen aber mit aller Macht und macht sich selbst dadurch das Leben mehr als schwer. Manchmal war sie sogar einfach nur gemein. Egal in welchem Stadium, die Beziehung zwischen den beiden ist alles andere als gesund.
Auch merkt man hier und da, dass Beautiful Disaster eines von Jamie McGuires ersten Büchern ist, denn manchmal stimmt das Timing nicht ganz. So gibt es z.B. in der Mitte des Romans eine kleine Flaute, bei der man sich fragt, was denn nun noch passieren soll.

Cover Beautiful Disaster 2 Englisch

Und trotzdem kann ich mich nicht dazu durchringen, dem Buch mehr als einen halben Stern abzuziehen (und auch den nur, weil ich mir rational - wenn schon nicht emotional - durchaus im Klaren bin, dass nicht alles gut ist, was Jamie ihren Lesern hier auftischt). Trotz all der Fehler, die die Charaktere haben und Jamie McGuires zugegebenermaßen nicht von der Hand zu weisenden Hang zur Übertreibung, ist Beautiful Disaster ein Buch, das ich immer wieder gern lese und das einfach Spaß macht. Man leidet, liebt, tobt und lacht mit den Charakteren und sie wachsen einem schnell ans Herz. Besonders gefällt mir aber jedes Mal wieder der Anfang, in dem die Freundschaft (inklusive dem niedlichsten Spitznamen aller Zeiten) zwischen Abby und Travis langsam aufzukeimen beginnt. Natürlich entwickelt sich aber mehr zwischen ihnen und während die beiden von einem Drama ins nächste rutschen, werden sie sich langsam zum wichtigsten Menschen im Leben des anderen, und diese Emotionen spürt man auf jeder einzelnen Seite.

In den USA hat sich Jamie McGuires Beautiful Disaster schon längst zu einem riesigen Erfolg gemausert, weshalb es sich mittlerweile auch als Paperback durchsetzen konnte und ist bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Auch bei uns wird das Buch endlich erscheinen und zwar am 16. Juli 2013.
Übrigens wird es mit Walking Disaster einen indirekten Begleitroman geben. Denn dort bekommt Travis die Möglichkeit, seine Sicht auf die Geschehnisse in Beautiful Disaster zu erzählen. Außerdem hat Jamie McGuire angekündigt, dass wenigstens einer von Travis Brüdern die Hauptrolle in einem ihrer nächsten Romane übernehmen wird.

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Cover Beauty Englisch

Den Schwestern Grace, Hope und Honour Huston hat es nie an etwas gefehlt. Ihr Vater war ein erfolgreicher Kaufmann mit einer Flotte, die in ihrer Heimatstadt unübertroffen war. Doch das Glück der Familie sollte nicht anhalten: Nach ein paar zu riskanten Investitionen und dem Verlust mehrerer Schiffe stehen sie vor dem Ruin.
Deshalb ziehen sie in ein kleines Dorf im Landesinneren, wo sie ein raueres Leben erwartet. Doch vor allem Honour - von allen (wie sie findet irreführenderweise) Beauty genannt - , die nie großen Wert auf die feine Gesellschaft in der Stadt gelegt hat, kommt erstaunlich gut mit ihrem neuen Leben zurecht. Sie und ihr Pferd Greatheart schuften tagtäglich schwer und das Einzige, was Beauty vermisst, sind die vielen Bücher, die sie in der Stadt hatte.
Doch dann wird das Glück der Familie erneut auf eine harte Probe gestellt: Mr. Huston sucht auf der Flucht vor einem Schneesturm in ein fremdes Schloss im Wald Schutz und trifft dort auf ein schreckliches Biest, das ihn nur wieder freilässt, wenn er ihm im Gegenzug eine seiner Töchter bringt. Für Beauty ist sofort klar, dass sie am entbehrlichsten ist und – trotz des vehementen Protests der Familie – gehen muss.
Beauty muss jedoch bald feststellen, dass in dem Schloss nichts ist, wie es zu sein scheint. Am allerwenigsten das Biest selbst...

Mit Beauty / Die Schöne und das Ungeheuer bietet Robin McKinley zumindest in der Anfangsphase ihre ganz eigene Version des Klassikers The Beauty and the Beast/Die Schöne und das Biest. Beauty ist ein Bücherwurm, hat absolut kein Interesse an gesellschaftlichen Anlässen und wenn sie jemals verliebt war, dann in einen ihrer antiken, griechischen Gelehrten, die sie ständig liest. Gleichzeitig ist sie aber auch irgendwo ein Wildfang. Sie kann immer ihren Willen durchsetzen und die Männer in ihrem Dorf sehen sie, im Gegensatz zu ihren schönen und grazilen Schwestern, eher als einen von ihnen. Beauty war eine tolle Protagonistin, die mit viel Witz und trockenem Humor durch die Geschichte führt.
Es dauert fast bis zur Hälfte des Buches, bis Beauty schließlich auf das Biest trifft. Im Gegensatz zu Beauty ist er ziemlich genau so, wie man ihn sich aus dem Klassiker vorstellt. Riesengroß, ein grauenhaftes Gesicht und launenhaft. Trotzdem mochte ich ihn sofort. Er ist todtraurig und das spürt der Leser in jedem seiner Worte. Trotzdem hätte ich mir bei ihm etwas mehr Charaktertiefe bzw. Originalität gewünscht. Sein Schloss dagegen hat mir ziemlich gut gefallen und hat fast schon lebendig bzw. wie ein zusätzlicher Charakter gewirkt. Nicht nur Beauty hat hier viel zu entdecken und wird immer wieder mit neuen Überraschungen konfrontiert.

Cover Schöne und das Ungeheuer Deutsch

Leider hat mir aber ausgerechnet das Ende den Lesespaß etwas verhagelt und war der einzige wirkliche Grund, weswegen ich einen Stern abziehen muss. Beauty war mit ihrer nicht gerade märchen- oder prinzessinnenhaften Art wie gesagt eine erfrischend andere Einführung in eine Geschichte, die im Grunde jeder kennt. Doch kaum im Schloss angekommen beginnt sich das leider schon etwas zu ändern und flacht ab. Das Ende war dann so kitschig und...nun ja, Disney-esk, dass es mir schlicht zu viel war. Statt noch ein bisschen mehr auf die Motive oder den Charakter des Biests einzugehen, wird für wirklich absolut alles ein Happy End gefunden und - für Märchen ja relativ typisch - ganz knapp abgehandelt. Auch die abschließenden Gedanken zum Thema "Schönheit" haben mir nicht sonderlich gefallen. Vermutlich wollte es nur sagen, dass diese im Auge des Betrachters liegt, hat zumindest bei mir aber genau das gegenteilige Gefühl ausgelöst.

Unterm Strich bin ich deshalb doch ein klein wenig enttäuscht von Beauty / Die Schöne und das Ungeheuer von Robin McKinley, denn der Ansatz hatte riesiges Potential. Vermutlich lag meine hohe Erwartung auch daran, das Robin McKinley in ihren neueren Büchern zu einem völlig anderen Stil neigt. Wer aber einfach mal eine frische Sicht mit einer tollen Protagonistin auf eine altbekannte Geschichte möchte und dabei trotzdem auf sein Märchenfeeling nicht verzichten will, der ist mit Beauty / Die Schöne und das Ungeheuer gut bedient.
Leider ist die deutsche Ausgabe des 1978 erstmals in den USA erschienen Beauty / Die Schöne und das Ungeheuer quasi vergriffen. Vereinzelt kann man aber hier und da noch eine günstige gebrauchte Ausgabe bekommen.

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Cover Eternity deutsch

Meena Harper ist eine der Drehbuchautorinnen der TV-Soap Eternity. Und neuerdings ziemlich genervt von Vampiren. Genauer gesagt, seitdem die Oberen des New Yorker Senders beschlossen haben, dass Vampire der letzte Schrei sind und Meena gefälligst welche in die Serie schreiben soll. Hinzu kommt, dass ihr gleich morgens auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn eine junge Frau begegnet, die nur noch eine Woche zu leben hat. Meena hat die Gabe, den Tod anderer Menschen vorherzusehen. Für Meena ist das nicht unbedingt eine Gabe, sondern eher ein Fluch. Zum Glück weiß sie, dass ihre Zukunftsvisionen nicht unbedingt eintreffen müssen, und so versucht sie so gut wie immer, die Leute zu warnen. Plötzliche Warnungen vor dem Konsum fetter Hamburger oder dem Hinweis, einen bestimmten Heimweg unbedingt zu meiden, sind aber nicht jedermanns Sache. Und so ist es kein Wunder, dass viele Menschen inklusive ihres Bruders Meena für ziemlich spleenig halten. Als ihr dann auch noch Shoshona, ihre Mitkonkurrentin um den vakanten Posten des Head-Autors von Eternity, den Job vor der Nase wegschnappt, ist der Tag entgültig gelaufen.

Als Meena Mitten in der folgenden Nacht aufwacht und nicht mehr einschlafen kann, beschließt sie, ihren Hund Jack Bauer (genau, benannt nach Kiefer Sutherland in 24) auszuführen. Dabei begegnet sie direkt vor einer verlassenen Kirche einem Bild von einem Mann. Als plötzlich zahlreiche Fledermäuse auf sie niederstürzen, schützt dieser Meena mitsamt Hund mit seinem Körper. Meena ist hin und weg. Was Meena nicht weiß, der Angriff galt dem Mann. Und der ist nicht nur ein Mann sondern auch ein Vampir. Zudem nicht irgendein Vampir, sondern Lucien Antonescu, der Prinz der Dunkelheit und Lord der Vampire. Frisch in New York gelandet, um einen Vampir, der sich nicht an die verordneten moderaten 'Essgewohnheiten' hält, zu fangen und zu bestrafen. Und so treffen Meena und Lucien, der Lord der Vampire, aufeinander und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

Cover Insatiable englisch

Meg Cabot schreibt einfach lustig und fesselnd. Dennoch sind mir ihre Jugendbücher lieber. Wenn sich beispielsweise Susannah in der The Mediator / Susannah-Reihe nebenbei in einem Gedankengang über ein paar coole Schuhe auslässt, obwohl sie gerade handfeste versucht, ein Geisterproblem zu lösen, dann ist das eine lustig Ablenkung. Bei Meena als erwachsener Frau, die sich nach einer sündteueren Marc-Jakobs-Tasche verzehrt, kommt es mir nur klischeehaft vor. Und genau das ist das Problem mit Insatiable / Eternity: Das Buch liefert eine wandelnde Klischeevampirgeschichte. Nicht genug damit, dass Lucien mit seinen dunklen Haaren und warmen braunen Augen unglaublich gut aussieht. Er ist auch gar nicht so böse, wie es ein Prinz der Dunkelheit sein sollte. Logisch, dass der Sex mit ihm eine Offenbarung ist und er Meena gerne auf Händen tragen wollen würde. Doch natürlich gibt es auch einen Gegenspieler: Alaric Wulf ist blond, blauäugig und Vampirjäger für die Päpstliche Geheime Garde - sogar einer der besten, die es gibt. Und wie sollte es anders sein, als er Meena begegnet, raubt sie ihm zwar den letzten Nerv, geht Alaric zeitgleich aber auch ziemlich unter die Haut.
Insatiable / Eternity war unterhaltsam aber auch hanebüchen, eben eine echte Chick-Lit-(Frauenroman)-Vampirgeschichte. Beim Lesen schwankte man immer zwischen Lachen und Augenrollen. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob ich Overbite / Endless (keine Rezension), den zweiten Band der Insatiable / Eternity-Reihe noch lesen möchte. Sicher wird auch das Buch unterhaltsam sein, aber der Hauptkritikpunkt wird sich wohl nicht in Luft auflösen. Wer sich von einer Menge überzeichneter Klischees nicht stören lässt, wird aber garantiert seinen Spaß an diesem Meg Cabot-Buch haben.

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Cover Wilde Reise durch die Nacht deutsch

Gustave Doré ist zwölf Jahre alt und der Kapitän seines eigenen Schiffes - der Aventure. Seine Crew und er befinden sich in unruhigem Gewässer als es noch schlimmer kommt. Siamesische Zwillingstornados halten Kurs auf sein Schiff und sind wild entschlossen es zu zerlegen. Gustave hat entgegen aller Annahme überhaupt keinen Schimmer von der Schiffsführung und es kommt, wie es kommen muss. Die Tornados treffen die Aventure mit voller Wucht.
Doch während seine Mannschaft und das meiste seines Schiffes von den Stürmen in die Luft gewirbelt werden, herrscht um ihn herum eine erstaunliche Ruhe. Kurz darauf sieht er sich einer mageren Gestalt in Kaputze gegenüber mit weiblicher Begleitung. So ist es also, wenn man dem Tod gegenüber steht und nebenbei auch noch seine Schwester kennenlernt - Dementia.

Gustave glaubt nun sein letztes Stündlein habe geschlagen, da verquatscht sich der Tod und gibt ihm die Möglichkeit eines Schlupfwinkels. Er muss sechs Aufgaben erfüllen: eine Jungfrau in Not retten, den Wald der bösartigen Gespenster durchqueren, die Namen von sechs Riesen erraten, einen Zahn dem schrecklichsten aller Ungeheuer abnehmen, sich selbst begegnen und zu guter Letzt zurück zum Tod auf dem Mond reisen. Und das alles in nur einer Nacht.
Das kann Gustave unmöglich schaffen, denkt er sich, doch sein Wille zu leben ist stark. Mit einem Fingerzeig vom Tod ist das tosende Meer verschwunden und Gustave findet sich wie ein Ritter gerüstet auf dem Rücken eines Greifen wieder. Bereit sich der ersten Aufgabe zu stellen.

Vor ca. vier Jahren habe ich bereits das Hörbuch, gelesen von Dirk Bach, gehört und war damals stark begeistert. Nun dachte ich mir, kann ich ja auch das Buch direkt dazu lesen, da ich mich an das Hörbuch kaum noch erinnere.
Leider war es nicht so unterhaltsam wie gedacht. Sicherlich ist es ein Buch, was man lesen kann, aber keinesfalls eines, das man gelesen haben muss. Die Betonung von Dirk Bach hat der Geschichte viel mehr Leben eingehaucht als eigentlich zu finden ist. Das finde ich sehr schade.

In Wilde Reise durch die Nacht lernen wir den den jungen Gustave Doré kennen, der eigentlich nichts anderes möchte als einmal ein großer Zeichner und Maler zu werden. Aber es liegt ein weiter Weg vor ihm. Am Ende des Buches gibt es eine kleine Biografie des bekannten Illustrator und eine Auflistung seiner Veröffentlichungen. Viele Andeutungen findet man auch liebevoll im Text versteckt und so manches Mal ließ es mich beim Lesen schmunzeln.
Leider kann aber auch dies und die vorkommenden unterhaltsamen Kreaturen nicht mehr viel herausreissen. Schade eigentlich.

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Gemordet wird immer

Tags: Krimi
14.10.2012
Cover Gemordet wird immer deutsch

Viktor Anders kommt nach 10 Jahren Abwesenheit wieder zurück zum Haus seiner Eltern. Er hat es einfach nicht mehr ausgehalten in diesem Haus, mit seinen schweigenden Eltern und dem leeren Zimmer seiner großen Schwester Hannah.
Sie hatte sich das Leben genommen und so einen großen Bruch in die Familie gebracht. Seine Mutter hat sich in Tabletten und Depressionen geflüchtet, während der Vater seine Energie in das Bestattungsunternehmen gesteckt hat, das er zusammen mit seinem dem Mann seiner Schwester führte. Doch nun ist sein Vater seiner Mutter unter die Erde gefolgt und ihm steht als einziger noch lebender Nachkomme die Hälfte des Unternehmens zu. Er hat lange überlegt ob er in seine Heimat zurückgehen soll, doch nun ist er da.

Seine Tante Hedwig schaut noch genauso aus wie er sie in Erinnerung hat und heißt ihn daheim willkommen. Sein Onkel Wolfgang hingegen nimmt es ihm sehr übel, dass er die Familie verlassen hat und in der Weltgeschichte rumtingelte, während seine Eltern schon den Verlust der Tochter verkraften mussten. Schnell lernt Viktor auch seinen Cousin Tobias kennen - er ist Autist und ist von der neuen Person im Haushalt durcheinander.
Nun muss Viktor auch noch das kleine Ein-Mal-Eins des Leichenbestatters erlernen und sein Onkel hat nicht vor es ihm einfach zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Kontrolle seiner Körperfunktionen findet er sich in die Arbeit ein und geht seinem Onkel zur Hand. Erstaunt stellt er fest, dass auch Tobias eine Aufgabe im Unternehmen hat - er richtet das Makeup der Toten und ist dabei ziemlich geschickt.

Bei seiner ersten Leiche lässt ihn sein Onkel allein im Keller zurück, er muss zu einem Termin. Schließlich warten die Menschen nicht bis Viktor richtig eingearbeitet ist mit dem Sterben. So sieht er sich mit der Tatsache konfrontiert den schweren Herrn Bulhaupt allein zu entkleiden. Als er ihn beinahe zweimal hat fallen lassen und sehr froh ist, dass der Tote nichts mehr spürt, findet er in der Kleidung einen metallischen Gegenstand. Sein Cousin Tobias ist bei ihm und leider ist Viktor nicht schnell genug, denn wenig später puhlt er die Kugel seinen Cousin aus dem Mund und ruft die Polizei. Der Totenschein sagt Herzversagen als Todesursache, doch das Einschussloch im Rücken der Leiche spricht eine andere Sprache. Viktor kann nicht anders als seine Nase in die Angelegenheit zu stecken und findet sich bald zwischen der resoluten Kommissarin Karoline Schneid und der Familie des Toten eingekeilt. Keiner will so recht rausrücken mit der Sprache und doch verbirgt sich hier irgendwo ein Geheimnis.
Doch nicht nur in dieser Familie gibt es einiges zu erfahren, auch will er endlich wissen wieso sich seine Schwester Hannah umgebracht hat und was seine Eltern vor ihm verborgen haben.

Ich habe erst überlegt, was ich von einem Bestatter-Krimi halten soll. Diese Einordnung kannte ich bisher nicht und war entsprechend neugierig, wenn auch skeptisch. Doch schon die ersten zwei Seiten haben mich unterhalten. Viktor hat immer einen dummen Spruch auf den Lippen oder aber eine Geschichte aus der Vergangenheit parat. Das treibt seine Mitmenschen ziemlich bald auf die Palme und gegen Ende hin wurde es mir dann auch etwas zu viel. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher geschrieben, unter anderem historische und auch fantastische Bücher. Da es mein erstes Buch von Tessa Korber ist, kann ich nicht beurteilen wie gut sie sich in anderen Genres heimisch fühlt, dem Krimi hat leider streckenweise die Spannung gefehlt. Es war eher eine Erzählung mit Krimieinschlag. Dennoch hat es mich sehr gut unterhalten und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Ein herzlicher Dank geht an den btb-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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