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Cover The Education of Edward Cullen Englisch

Edward Cullen ist Professor an einer Uni in San Francisco und lehrt dort seit ein paar Jahren Literatur. Mit seinen 32 Jahren ist er einer der jüngsten Dozenten an der Universität, hat allerdings auch sein ganzes Leben auf diesen Erfolg hingearbeitet. Daher ist Edward nicht unbedingt ein offener Typ und es fällt ihm schwer, aus sich heraus zu kommen. Er ist ernst, ein Klassik-Fan, Experte für Literatur, lebt in einer komplett durchorganisierten Wohnung, besitzt nur altmodische Klamotten und ist insgesamt ein ziemlicher Nerd.
An sich liebt er seine Job als Professor, wären da nicht ein paar eher unangenehme Studenten. Wie zum Beispiel Isabella Swan. Ms Swan ist ihm schon seit Anfang des Semesters ein Dorn im Auge. Sie ist vorlaut, dickköpfig, trägt schreckliche Kleidung und Make-Up und scheint kein bisschen Respekt vor Edward zu haben. Er ist schrecklich genervt von ihr und ist froh, wenn das Semester endlich vorbei ist.
Doch als Edwards Bruder Emmett ihn eines abends in eine Bar schleift treffen sie dort ausgerechnet auf Ms Swan. Die hat wie immer keinerlei Berührungsängste und lässt sich prompt von ihm nach Hause fahren. Doch damit sind Isabellas Pläne für ihn noch lange nicht vorbei und Edward hat die Nacht seines Lebens. Der hatte bisher nämlich nur sehr negative Erfahrungen mit Sex und ist hin und weg von dem, was ihm die wesentlich versiertere junge Frau alles beibringen kann. Und er will mehr davon.

In Shevikings FanFiction The Education of Professor Cullen sind unsere beiden Hauptcharaktere ganz offensichtlich mal wieder völlig anders, als im Original. Während Bella in der Twilight Saga / Biss-Reihe ein ziemlich schüchtern und ein kleines Mauerblümchen ist, ist diese Isabella selbstbewusst, laut und macht nur das, was sie will. Außerdem ist sie sexuell erfahren und hat keine Scheu davor, sich das zu nehmen, was sie will. Und was sie momentan will, ist ihr knapp 10 Jahre älterer Professor. Edward geht es da nicht anders, auch wenn er keine Ahnung hat, was ein junges hübsches Mädchen von jemandem wie ihm will. Außerdem machen ihm der Altersunterschied und die Lehrer-Schüler-Situation sehr zu schaffen. Doch solange er sich nicht verliebt, ist alles nur halb so schlimm. Und das wird sicher nicht eintreten, schließlich ist die unordentliche und laute Isabella das genaue Gegenteil von ihm. Mal abgesehen davon, dass sie von ihm sowieso nur Sex will...
Wie sich die Geschichte weiter entwickelt wird vermutlich keine große Überraschung sein. Trotzdem war dieses Buch doch sehr unterhaltsam zu lesen. Edward ist ein ziemlich konservativer Kerl und seine Welt wird komplett umgekrempelt. Mehr als einmal muss er aus seiner Komfortzone ausbrechen und daran wächst er. Bis es aber soweit ist, passieren einige ziemlich amüsante Dinge (u.a. ein Besuch in einem Schwulenclub oder auch ein Spontanbesuch der Eltern, während die Protagonisten gerade anderweitig beschäftigt waren). Dabei hat mir besonders gut gefallen, dass man den Altersunterschied zwischen den beiden kaum bemerkt. Sie ergänzen sich, denn auch wenn Edward deutlich älter ist, hat er bisher eher in der Theorie gelebt.
The Education of Professor Cullen ist definitiv eine der besser geschriebenen FanFiction. Sehr humorvoll, intelligent und wortgewandt (zumindest solange Edward nicht mal wieder von Isabellas sexuellen Wünschen vor den Kopf gestoßen wird ;) erzählt Sheviking hier ihre Geschichte. Edwards Entwicklung ist ziemlich gut nachzuvollziehen und Isabellas merkwürdiger Einstellung zu Sex und Beziehungen wird ebenfalls ziemlich geschickt eingebunden.
Leider hat sich ein bisschen zu viel im Schlafzimmer abgespielt. Klar, es dreht sich alles um Edwards 'Weiterbildung', allerdings wurde es irgendwann ein bisschen langweilig. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass The Education of Professor Cullen wie die meisten langen Fanfiction ursprünglich kapitelweise erschienen ist; da wirken die Sexszenen nicht so geballt und überwältigend. Wenn man es allerdings komplett als ein Werk liest, das eh schon relativ lang ist, ist es manchmal doch etwas erschlagend. Auch die Romantik war stellenweise ein wenig arg dick aufgetragen.

Dennoch ist The Education of Professor Cullen von Sheviking eine sehr unterhaltsame Geschichte, in der Bella und Edward mal ganz anders dargestellt werden. Mit Humor, Romantik und jeder Menge sehr expliziter Erotik bietet diese FanFiction ziemlich guter Unterhaltung.
Auch The Education of Professor Cullen kann man hier bei Fanfiction.net kostenlos lesen.

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Cover Anders Die tote Stadt deutsch

Anders hat seinen Namen passend zum Wesen bekommen. Während seine Mitschüler im Internat alles andere im Kopf haben als zu pauken, verbringt er seine Zeit viel lieber mit Büchern und Lehrmitteln. Die einzige Abwechslung auf die er sich immer wieder freut ist die zweiwöchige Urlaubszeit auf der Yacht seines Vaters. Auch in diesem Jahr holt ihn sein Freund Jannik von der Schule ab um ihn zu dem kleinen Flugplatz zu bringen, von dem die viersitzige Cessna starten soll.
Praktischerweise erscheint Jannik genau in dem Moment, in dem Anders von den Internatsrowdies abgefangen und eingekreist wird. Somit kommt er dieses Mal um eine Abreibung drum herum.
Obwohl das Internat nur für übermäßig intelligente Schüler gedacht ist, befinden sich hier ebenfalls genug Jugendliche bei denen die Eltern mit genug Geld über das fehlen eben dieser Grundvoraussetzung hinweghelfen. Nick und seine Freunde zählen natürlich zu eben jenen Jugendlichen.

Jannik scheint heute mit den Gedanken ganz woanders zu sein. Er verhält sich sehr merkwürdig und sieht sich viel um. Erwartet er etwa einen Überfall?
Als die Zwei endlich am Flughafen ankommen wird es sogar noch komischer, Jannik springt aus dem Wagen und sichert mit der Waffe in der Hand die Umgebung. Anders wundert sich sehr, doch Jannik rückt nicht mit der Sprache raus. Er schickt ihn in die Maschine, und es stellt sich heraus, dass seine Angst nicht unbegründet ist. Denn kurz nachdem Anders im Flugzeug sitzt hat er ein Messer am Hals und einen Mann hinter sich sitzen. Jannik kann nichts anderes tun als ebenfalls einzusteigen. Zwei Ganster haben es auf den reichen Jungen abgesehen und zwingen Jannik loszufliegen. Was sie aber nicht bedacht haben ist, dass die angepeilte Richtung durch eine Militärzone führt und sie nach kurzer Zeit von einem Polizeiflugzeug umkreist werden. Sie werden abgedrängt und können nur noch in ein nahes Gewitter ausweichen, das die kleine Cessna beinahe zerlegt. Jannik gelingt in der Dunkelheit das Unfassbare: Er landet die Maschine, bevor sie mit ihren Insassen in Flammen aufgehen kann. Jannik und Anders überleben, ebenso einer der Gangster. Sein Kumpel hat nicht soviel Glück, wenn man das denn so nennen kann.
Doch die Gegend in der sie sich nun befinden ist ganz anders als alles, was Anders bisher gesehen hat. Sämtliche Gebäude sind ausgebrannt, der Himmel ist dunkel und schon nach kurzer Zeit werden sie von Gestalten in schwarzen Anzügen und merkwürdig anmutenden Waffen verfolgt. Was sind das nur für Wesen und wo zum Henker befinden sie sich hier?

Der erste Teil der Anders-Reihe beginnt gut und ohne viele Umschweife. Man lernt Anders und seine Umgebung kennen und kann sich gleich prima in den Jungen hineinversetzen.
Das er kaum bis gar keine Freunde hat, ist irgendwie normal. Wie oft hat man schon einen jungen Helden, der wohlbehütet aufwächst, intelligent ist und auch noch total beliebt? Genau, nie.
Als einzigen Freund hat Anders den jungen Erwachsenen Jannik, der bei seinem Vater angestellt ist und sich immer um Anders kümmert, sobald es sich irgendwe ergibt. Jannik ist ein ganz anderer Typ Mensch als Anders und trotzdem verstehen sie sich super.

Ich habe schon einige Bücher vom Ehepaar Hohlbein gelesen und finde sie viel angenehmer zu lesen als die Werke von Wolfgang Hohlbein alleine. Was allerdings auch hier wieder aufgefallen ist das Stilmittel des kursiven Wortes. Immer wieder wird ein Wort hervorgehoben und nach dem vierten Wort auf einer Seite geht es einem dann auch leicht auf den Senkel.
Nichts desto trotz ist die Geschichte gut aufgebaut und durchdacht. Ab und an ging mir Anders allerdings ziemlich auf den Keks. Er scheint es nicht gut zu finden, wenn er von anderen abhängig ist und reibt sich daran schnell auf.

Die Reihe besteht aus drei weiteren Bänden die sich hoffentlich genauso schnell und gut weglesen lassen.

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The Diviners

12.01.2013
EmpfehlungEmpfehlung
Cover The Diviners englisch US

Evie (Evangeline Mary) O'Neill ist siebzehn. In ihrem kleinen Heimatort in Ohio (USA) gilt sie als Unruhestifterin in der vornehmen Gesellschaft: Wenn die Jugendlichen zu viel trinken, macht Evie mit, wenn irgendwo eine wilde Party stattfindet, ist Evie garantiert bis zum Morgengrauen dabei und wenn es darum geht, das Leben nicht so ernst zu nehmen, ist Evie ganz weit vorn. Evie kommt einem auf den ersten Blick oberflächlich, kapriziös und ungehemmt vor, doch schnell merkt man, dass sie mehr als einen guten Grund für ihr Benehmen hat und das Herz trotzdem am rechten Fleck hat. Für den Geschmack ihrer Eltern hat sie es auf der letzten Party aber definitiv zu weit getrieben: Evie hat das schmutzige Geheimnis eines ehrenwerten Collegejungen ausposaunt und damit den Ruf seiner Familie beschmutzt. Diese verlangt eine öffentliche Entschuldigung, die Evie nicht bereit ist zu leisten. Und so wird sie zur Strafe zu ihrem Onkel Will nach New York geschickt.
Was ihre Eltern nicht wissen, Evie hat ihre Behauptung über den Jungen nicht aus der Luft gegriffen, sondern mithilfe seines Ringes herausgefunden. Sie ist eine sogenannte Divinerin (Wahrsagerin) und sieht bei Kontakt mit den Gegenständen anderer Leute wichtige Ereignisse aus ihrem Leben vor ihren Augen vorbeiziehen. Im Schlaf wird sie zudem oft von Geistern heimgesucht. Was Evie nicht ahnt: Es gibt viele verschiedene Diviner mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten: manche sagen die Zukunft vorher, andere machen sich unsichtbar, weitere können Kranke heilen, mit Geistern kommunizieren, körperliche Kräfte entfesseln oder diese zum eigenen Nutzen kanalisieren.

William Fitzgerald, Evies Onkel Will, leitet in Manhattan das Museum für amerikanische Volkskunde, Aberglaube und Okkultes (Museum of American Folklore, Superstition, and the Occullt), von den New Yorkern scherzhaft als Museum des gruseligen Getiers (Museum of the Creepy Crawlies) bezeichnet. Doch kaum ist Evie in der Stadt angekommen, tauchen mehrere Leichen auf, denen Körperteile fehlen und die mit einem Pentagramm und anderen okkulten Zeichen bedeckt sind. Evies Onkel wird von der Polizei um Rat bezüglich des 'Pentagrammkillers' gefragt und soll sich eine der Leichen angucken. Da Evie gerade in dem Moment im Museum ist und sie ihre Neugierde natürlich nicht bezähmen kann, setzt sie alles dran, mitgenommen zu werden. Als Evie dann den Strassstein am Schuh des toten Mädchens berührt, bekommt sie einen mehr als plastischen Eindruck davon, was mit dem armen Ding geschehen ist. Aber noch viel wichtiger, Evie erhascht einen unscharfen Blick auf den Mörder mit kalten blauen Augen, der ein unheimliches Lied pfeift. Ehe Evie sich versieht, steckt sie in einem Abenteuer, dass geheimnisvoller und gruseliger nicht sein könnte, ihr aber auch einiges über sich selbst verrät...

The Diviners von Libba Bray ist ein fabelhaftes Buch. Evie ist dabei nur eine der Hauptpersonen aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Für mich war sie aber mit Abstand der lustigste und - trotz aller Fehler - sympathischste Charakter im Buch. Die Einblicke, die Memphis, Theta, Sam, Jericho und Will in die Handlung bieten, sind allerdings ebenfalls sehr lesenswert. Zu Beginn dauert es seine Zeit, bis man sich an Libba Brays Sprachstil im Jargon der 1920er Jahre gewöhnt hat. Doch dann macht gerade der Stil des Buches einen Großteil seines Charmes aus.
Die Handlung wird schnell extrem spannend und die Einblicke in die letzten Stunden oder Minuten der jeweiligen Opfer vergisst man so schnell nicht wieder. Selbst wenn man dann weiß, wer der Mörder ist, darf der Leser an einem echten Katz-und-Maus-Spiel teilnehmen.

Cover The Diviners englisch UK

Doch am besten an The Diviners ist, dass es so viele verschiedene Dinge und Genres verknüpft. Das Buch ist ein Thriller, ein in New York spielendes Fantasybuch mit einem großen Einschlag ins Übersinnliche (paranomal urban FS) und bietet dem Leser zudem noch viel Humor und den ein oder anderen romantischen Moment. All das ist leicht und lässig vom Charme der goldenen 1920er Jahre durchdrungen und die Charaktere - egal ob jung oder alt - sind einfach wunderbar gelungen. Das Einzige was ich wirklich nicht so recht nachvollziehen kann, ist die Altersempfehlung des Verlags (lesbar ab 15 Jahren). Vermutlich bin ich einfach zu soft, aber ich würde Jugendlichen das Buch nicht empfehlen. Dafür hat mich Naughty John während des Lesens zu oft in den Schlaf begleitet und als Teenager hätte ich mir das vermutlich noch mehr zu Herzen genommen. Doch wenn ihr hart gesotten seid und keine Angst vor einem grausamen Mann mit Zylinder habt, dann empfehle ich euch diesen ersten Band der Diviners-Reihe. Und obwohl es noch drei weitere Bücher geben soll und man begierig ist, Evie und ihre Freunde bei weiteren Abenteuern zu begleiten, wird die Geschichte ordentlich abgeschlossen und ist in sich rund.
Ich hoffe, das Buch findet bald auch seinen Weg zu einem deutschen Verlag. Nach dem schon sehr lustigen Going Bovine / Ohne. Ende. Leben. hat sich Libba Bray mit The Diviners endgültig einen Platz in der Liste meiner Lieblingsautoren erobert.

Zu guter Letzt noch ein Tipp: Die Homepage zum Buch macht einiges her, aber wirklich herzhaft Lachen kann man, wenn man mal einen Blick auf die Seite von Libba Bray selbst wirft - ich empfehle besonders ihre FAQs und 'Revenge of the Bio'.

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Cover Crazy Little Thing Called Love Englisch

Bluebell 'Blue' Montgomery Carter hatte schon immer den Ruf ein kleines bisschen verrückt zu sein. In Fate, die kleine Stadt irgendwo in Texas, in der sie aufgewachsen ist, weiß jedes Mädchen wie es sich zu benehmen hat. Inmitten von Schönheitswettbewerben, Benimmschulen und auftoupierten Haaren hat Blue ihre Kindheit als Tochter eines alleinerziehenden Ranchers verbracht. Doch das selbstständige und ein bisschen wilde Mädchen konnte sich dort nicht wirklich einfinden. Schönheitswettbewerbe fand sie albern und die Arbeit auf der Ranch ist nach Ansicht ihres Vaters, zu dem sie nie eine besonders enge Bindung hatte, Männersache. Kein Wunder also, dass Blue, sobald sie mit der High School fertig war, das Weite gesucht hat und nie wieder zurück schaute.
Mittlerweile ist sie 28, erfolgreiche Journalistin und hat in vielen verschiedenen Städten gelebt. Fate und ihren Vater hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Doch nun heiratet eine der wenigen Freundinnen, mit denen Blue noch Kontakt pflegt. Und so findet sie sich wiederstrebend auf dem Weg nach Fate wieder und würde am liebsten gleich wieder umdrehen. Schon bevor sie die Grenzen der Stadt überhaupt überquert hat läuft sie ausgerechnet Zach West über den Weg. Der ist der älteste Sohn des größten Konkurrenten der Farm ihres Vaters. Trotzdem lässt sich die Anziehung zwischen den beiden sich nicht verleugnen.
Während Blues kurzem Aufenthalt in Fate laufen sich die beiden öfter über den Weg und die Funken sprühen. Beide wollen nichts weiter, als ein kurzes Abenteuer und kommen sich da wie gelegen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit Blue, denn ihr Vater hat seit langem ein großes Geheimnis vor, das jetzt ans Licht kommt, und das es ihr unmöglich macht, die Stadt so schnell wieder zu verlassen. Einziger Lichtblick ist, dass sie etwas Zeit mit Zach verbringen kann. Sie muss nur aufpassen, sich nicht zu verlieben, denn er hat von Anfang an klar gemacht, dass das das Letzte ist, was er sucht.

Auch wenn die Geschichte von Crazy Little Thing Called Love von Jess Bryant nicht besonders einfallsreich ist, las sich die Leseprobe doch recht vielversprechend. Und tatsächlich ist das Buch auch sehr flüssig und amüsant geschrieben. Leider bleibt mir sonst nicht allzu viel Positives darüber zu sagen.
Blue hat wie gesagt schon immer ein schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater und das hat ihr gesamtes Leben beeinflusst. Sie springt von Mann zu Mann, und bleibt an den emotional unerreichbaren (wie ihr Vater) hängen. Auch wenn ich grundsätzlich nichts gegen Blue hatte, sonderlich gemocht habe ich sie auch nicht. Leider ging mir das mit fast jedem der Charaktere so. Sie haben einfach keinen großen Eindruck hinterlassen. Zach ist ein Standard-Alpha-Männchen. Natürlich ist er gutaussehend, dunkel, sexy und vollkommen uninteressiert, an einer Beziehung und erfüllt seine Rolle damit perfekt. Aber das war es auch schon wieder. Die meiste Zeit habe ich mich ein bisschen über ihn geärgert, weil er alles auf Sex reduziert hat. Und über Blue auch, weil sie ihn gelassen hat. Um genau zu sein war das auch lange Zeit das Einzige, was die beiden verbunden hat, so dass ich die Verbindung zwischen ihnen nicht wirklich nachfühlen konnte.
Wirklich genervt hat mich aber Zachs Familie. Er ist das Oberhaupt und musste sich seit dem Tod seines Vaters um alles kümmern, ob er wollte oder nicht. Jetzt wollen seine Brüder mehr Verantwortung und seine Mutter unterstützt das. An sich eine völlig gerechtfertigte Einstellung. Die Art und Weise, wie sie Zach aber davon zu überzeugen versuchen, ist mir furchtbar auf die Nerven gegangen. Und das immer wieder.
Überhaupt hat sich eigentlich alles nur stetig wiederholt. Blues und Zachs Familienprobleme bzw. ihre Probleme miteinander waren immer dieselben und wurden ständig wieder durchgekaut. Das hat das Buch vor allem in der ersten Hälfte ziemlich langweilig gemacht. Allerdings waren Blue und ihre Bemühungen einen Zugang zu ihrem Vater zu finden das Interessanteste an der Geschichte, denn das hat wirklich Spuren an ihr hinterlassen.

So richtig Zugang konnte ich zu Crazy Little Thing Called Love von Jess Bryant also nicht finden. Der Schreibstil war gut und gegen Ende gab es dann doch noch die ein oder andere niedliche oder emotionale Szene, insgesamt ist der Funke aber nicht übergesprungen. Die Figuren waren alle schon mal da und ziemlich langweilig und die Geschichte selber hat auch nicht besonders viel hergegeben. Als Zeitvertreib für Romantik Fans ist das Buch in Ordnung, viel erwarten sollte man aber nicht.
Crazy Little Thing Called Love ist der erste Teil der The West Brothers-Reihe. Da ich Zachs Brüdern wie gesagt aber nur wenig abgewinnen konnte, werde ich vermutlich nicht zu den nächsten Bänden greifen.

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Cover Paranormalcy Englisch

Absolut nichts am Leben der 16jährigen Evie ist normal. Ihre beste Freundin ist eine Meerjungfrau, ihr Ex-Freund eine Fee und ihr Job ist es, nicht-registrierte übernatürliche Geschöpfe für die IPCA (International Paranormal Containment Agency; zu Deutsch Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler) einzufangen. Dafür ist sie wie geschaffen, denn als einziger Mensch auf der Welt, kann sie durch den Glamour (die Tarnung übernatürlicher Wesen) sehen und sie dadurch identifizieren.
Doch Evie ist einsam. Es gibt nicht viele Gleichaltrige in dem IPCA Zentrum, in dem sie lebt, und sie sehnt sich nach nichts so sehr, wie nach Normalität. Sie möchte gerne eine normale Schule besuchen und normalen Aktivitäten nachgehen. Dieser Traum ist allerdings gerade so weit weg, wie noch nie zuvor, denn irgendetwas läuft da draußen herum und tötet ein paranormales Wesen nach dem anderen und IPCA ist vollkommen ratlos.
Eines Nachts dringt allerdings ein Einbrecher in das Zentrum ein und durchsucht geheime Unterlagen. Evie kann ihn allerdings gefangen nehmen und ihre Chefin Raquel ist überzeugt, dass sein Einbruch mit den Morden zusammenhängt. Evies Interesse an Lend, wie sich der Einbrecher vorstellt, ist allerdings völlig anderer Natur, denn sie hat noch nie ein Wesen wie ihn gesehen. Lend kann absolut jede Form annehmen, doch nichts ist so faszinierend (und schön), wie sein eigentliches Ich, das aussieht, als wäre es Wasser.
Lend scheint allerdings mehr über die Morde zu wissen, als das gesamte IPCA zusammen. Er erzählt Evie von einer dunklen Prophezeiung, von der er sich sicher ist, dass sie mit dem Täter zusammenhängt - und die unheimlich genau auf Evie selbst zutrifft...

Was mir wohl am allermeisten beim lesen von Paranormalcy / Flames 'n' Roses von Kiersten White aufgefallen ist, ist, dass es mal wieder ein richtig typisches Jugendbuch ist. Es kommt so oft vor, dass sich die Protagonisten nicht wirklich altersgerecht verhalten, sondern eher reifer (was viele allerdings natürlich nicht von kindischem Verhalten abhält). Evie ist da nicht so. Sie ist in vielerlei Hinsicht tatsächlich eine typische 16jährige, die ihre Grenzen austestet, Pink liebt, auf hübsche Jungs steht, mit ihrer besten Freundin rumalbert und niemals ihre liebste Fernsehserie verpassen würde. Im Großen und Ganzen hat mir das ziemlich gut gefallen, einfach weil Evie ein wirklich sympathischer Charakter ist. Auf der anderen Seite ist sie aber auch hart im nehmen, ohne dabei kalt oder übertrieben zu wirken. Allerdings neigt sie auch zu dazu, ihre Geheimnisse für sich zu behalten, was sie nicht nur in allerhand Schwierigkeiten bringt, sondern ab und an auch für den Leser etwas anstrengend ist.
Auch die Welt, die Kiersten White um Evie herum geschaffen hat, hat mir recht gut gefallen. Es gibt alle möglichen klassischen mystischen Wesen wie Werwölfe, Feen und Vampire, aber auch jede Menge eigene Kreationen. Wie zum Beispiel Lend. Seine Figur hat mir mit Abstand am besten gefallen. Er kann absolut jede Form annehmen und sorgt damit für einige merkwürdige, aber auch ziemlich lustige Szenen. Außerdem hat mir die Idee gefallen, dass der Love Interest einfach mal kein typischer, schöner junger Mann ist. Obwohl, eigentlich ist er das ja trotzdem, zumindest in Evies Augen, die als einzige sein wahres Aussehen zumindest erahnen kann. Auch das Prinzip des ICPA und anderer Gruppen, von deren Existenz Evie erst im Laufe der Geschichte erfährt, fand ich sehr gut gelungen.

Cover Flames'n'Roses Deutsch

Hundertprozentig wollte der Funke bei mir und Paranormalcy / Flames 'n' Roses allerdings trotzdem nicht überspringen. Manche Details sind mir etwas zu einfach und simpel gestrickt. Außerdem ist es teilweise ziemlich anstrengend, wie stur und verbohrt sich Raquel und die anderen Erwachsenen verhalten, die Evie entweder im Dunkeln tappen lassen, oder ihre Meinung als unwichtig abtun, gerade, was die Feen angeht. Da fehlt mir ein wenig die Balance, denn ein Kind ist Evie schließlich nun doch auch nicht mehr und außerdem ein zentraler Bestandteil von ICPA, dem man durchaus mehr zutrauen sollte.

Trotzdem hat Paranormalcy / Flames 'n' Roses von Kiersten White Spaß gemacht. Es ist mal wieder ein typischen Urban Fantasy Jugendbuch, das mit viel Charme und Witz überzeugen kann. Evie ist eine sympathische Heldin und die Geschichte selbst ist, wenn auch etwas einfach gestrickt, interessant und unterhaltsam.
In den USA ist die Trilogie bereits komplett erschienen. In Deutschland kam Supernaturally / Dreams 'n' Whispers ebenfalls bereits auf den Markt und die deutsche Version vom Abschlussband Endlessly / Tears 'n' Kisses folgt in Kürze.

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