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Cover Spell Bound Englisch

Enthält Spoiler für die vorherigen Bücher der Women of the Otherworld-Reihe, vor allem Waking the Witch.

Eigentlich hat Savannah es nur gut gemeint, als sie leichtfertig zu sich selbst gesagt hat, sie würde sogar ihre Kräfte dafür geben, wenn Kayla und ihre Großmutter Paula, die wegen ihren Ermittlungen festgenommen wurde, nur wieder vereint wären. Hätte Savannah allerdings ernsthaft geglaubt, dass das passieren könnte, hätte sie sich ihren Wunsch zwei Mal überlegt.
Denn als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist genau das passiert: Paula wurde frei gelassen, sie und Kayla sind wieder zusammen - und Savannah hat ihre Kräfte verloren. Komplett. Sie hat keine Ahnung, was sie jetzt machen soll. Und sie weiß auch nicht so recht, wer sie ohne ihre Kräfte überhaupt wirklich ist. Sie war immer Savannah Levine, Spross von Hexen, Zauberern und Dämonen und damit schon von Geburt an eine Besonderheit. Doch jetzt, wo ihr das alles genommen wurde, hat Savannah Angst, dass sie ohne ihre Mächte einfach ein Niemand ist. Also setzt sie alles daran, um herauszufinden, was mit ihren Kräften passiert ist.
Das ist allerdings einfacher gesagt, als getan, denn da sind ja immer noch die Hexenjäger, die sich an ihre Fersen geheftet haben und überall zu sein scheinen. Doch sie sind nicht die einzige Gefahr, die auf Savannah lauert. Eine andere Gruppe Übernatürlicher macht gerade lautstark auf sich aufmerksam. Sie wollen eine Art Revolution anzetteln, um die übernatürlichen Rassen endlich dorthin zu bringen, wo sie hingehören - ganz oben in die Nahrungskette.

Schon im vorherigen Buch Waking the Witch hat Kelley Armstrong ja schon angekündigt, mit was sich Savannah in Spell Bound herumschlagen muss. Ihre Kräfte sind weg und das stellt sie vor ganz persönliche Probleme. Denn Savannah hat wie gesagt keine Ahnung, wer sie eigentlich ist ohne ihre Magie und - was für sie fast noch schlimmer ist - wo ihr Platz unter ihren allesamt übernatürlichen Freunden jetzt sein kann. Und natürlich geht Savannah das Problem auf ihre ganz eigene Art an - mit dem Kopf durch die Wand. Manchmal war es deshalb schon etwas frustrierend mit ihr, doch sie bekommt mehr als einmal im Laufe der Geschichte den Kopf gewaschen und realisiert ihre Fehler über kurz oder lang meist selbst. Deswegen mochte ich Savannah auch wie beim letzten Buch einfach sehr gern. Sie ist kein leichter Charakter, aber dafür umso vielschichtiger und unterhaltsamer.
Man merkt, dass Kelley Armstrong in ihren letzten Büchern noch einmal alle ihre Charaktere zusammenbringen will. So gibt es in Spell Bound ein Wiedersehen mit Paige, Lucas, Elena, Clay, Jeremy, Jaime, Sean und sogar Kristof und Eve. Grundsätzlich fand ich es sehr schön, all die liebgewonnen Figuren noch einmal zu sehen. Allerdings wurde dadurch die Geschichte manchmal ein wenig auseinander gerissen. Savannah ist ständig unterwegs von einem Ort zum anderen, um all die vielen Begegnungen zu ermöglichen. Deshalb gibt es ein paar Stellen in Spell Bound die ein wenig unübersichtlich wirkten.

Cover Spell Bound Englisch2

Doch auch in diesem Buch ist es Kelley Armstrong im Großen und Ganzen wieder gelungen, eine wirklich spannenden und stimmige Geschichte zu schaffen. Nach und nach kommt Savannah hinter die Machenschaften der verschiedenen Gruppen und wie immer ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Es gibt einige Überraschungen und Querverweise auf andere Ereignisse in dieser Reihe, die aber zum Glück meist noch einmal erklärt werden. Deswegen ist es auch kein Problem, das Buch zu verstehen, selbst wenn es schon eine Weile her ist, seit man die anderen Bücher gelesen hat.

Daher ist Spell Bound von Kelley Armstrong fast so gut, wie die meisten anderen Bücher der Women of the Otherworld-Reihe. Einziger kleiner Kritikpunkt ist eben, dass die Autorin versucht, so viele Charaktere wie möglich unter einen Hut zu bringen und dadurch den Weg für das große Finale in Thirteen zu ebnen. Das war zwar auf der einen Seite sehr schön, manchmal aber auch ein wenig verwirrend. Abgesehen davon ist aber auch Spell Bound ein rundum gelungenes Buch mit einer spannenden Geschichte, unerwarteten Wendungen und einer Prise Romantik.

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Cover Poison deutsch

Poisons Welt ist keine schöne. Die Menschen leben entweder in kargen Gebiergen oder in unwirtlichen Sümpfen, in denen man giftigen Tieren und Pflanzen ausgesetzt ist und Essen und Komfort mühsam zu erringen sind. Die wirklich lebenswerten Plätze ihrer Welt haben die Elfen (Phaerie), die Zwerge, Hexen oder andere mythische Wesen den Menschen in Kriegen abgerungen. Was soll man als armer kleiner Mensch auch schon gegen so viel Magie ausrichten. Als Poisons kleine Schwester Azalea von einem Elf entführt wird und ihre Eltern sich damit abfinden wollen, den Elfenwechselbalg großzuziehen, beschließt Poison, etwas gegen diese Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu tun. Außerdem will sie ihre kleine Schwester unbedingt wieder finden. Und so macht sich das junge Mädchen auf in das Land der Elfen. Auf ihrem abenteuerreichen Weg lehrt Poison nicht nur den Elfenlord das Fürchten...

Chris Wooding schreibt einfach die schönsten und absurdesten Geschichten. Auch Poison / Poison ist keine Ausnahme. Das Buch wimmelt nur so vor irren Ideen, skurrilen Wesen und charmant-seltsamen Wendungen. Insgesamt konnte mich das Buch nicht ganz so überzeugen, wie die übrigen Bücher des Autors. Poison / Poison ist nach The Haunting of Alazaibel Cray / Alazaibel Cray (keine Rezension) das zweite Jugendbuch, welches ich von Chris Wooding gelesen habe. Mir war es definitiv zu märchenhaft, auch wenn die Abenteuer, die Poison so erlebt, dann doch eher wie ein Anti-Märchen wirken. Wenn sich das jetzt seltsam anhört, müsst ihr vielleicht mal selbst in das Buch reinlesen. Ich weiß nämlich nicht, wie ich es besser erklären soll. Gestört an dem Märchenhaften hat mich jedenfalls, dass zwar viel spannendes passiert, aber nur das wenigste ausreichend erklärt wird. Poison nimmt die Dinge, so wie sie kommen. Das ist ein toller Charakterzug, aber ich schätze Fantasywelten inzwischen einfach mehr, wenn die Dinge irgendwie wirklich durchschaubar sind.

Cover Poison englisch

Trotzdem war Poison / Poison ein unterhaltsames Buch, was zu einem großen Teil an der Protagonistin selbst lag. Poison heißt nicht umsonst so (Poison = Gift auf Englisch). Sie ist kratzbürstig, störrisch und oft nicht besonders nett zu ihrer Umwelt. Dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen. Poison ist nämlich unglaublich mutig, hat einen guten Kern, ist neugierig und blickt deshalb auch weit über den Tellerrand ihrer Welt hinaus.
Hinzu kommen die charmanten Nebenfiguren, von denen mich besonders Bram, Peppercorn, Andersen und auch Fleet einwickeln konnten. Poison / Poison ist nicht nur ein spannendes Jugendbuch, sondern auch schön schaurig und witzig und - wie es sich für einen echten Wooding gehört - geht es immer noch einen Tick verrückter.
Am Ende gibt es dann eine - wie ich fand - logische und charmante Entwicklung. Vieles ist perfekt, aber nicht alles.

Fazit: Poison / Poison ist ein schönes Jugendbuch, das mir noch besser gefallen hätte, wenn es nicht ganz so märchenhaft gewesen wäre und mehr Erläuterungen zu der Welt geboten hätte. Die Sprache und die Ideen von Chris Wooding sind aber wie immer atemberaubend gewesen. Wer mal ein Jugendbuch des Autors lesen möchte, dem würde ich statt Poison / Poison aber unbedingt The Haunting of Alazaibel Cray / Alazaibel Cray (keine Rezension) empfehlen. Das ist nämlich wirklich von vorne bis hinten großartig.

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Cover Die seltene Gabe deutsch

Marie ist auf dem Heimweg von ihrer besten Freundin. Sie haben sich mal wieder gestritten. Wegen einem Jungen - wie immer. Jedes Mal wenn Jessica sich in einen Typen verliebt kennt sie kein anderes Thema mehr. Und jedes Mal ist Marie schnell genervt und fängt an zu stressen. Das Ende vom Lied ist eine vorübergehende Funkstille.
Eigentlich ist das nicht allzu schlimm, denn irgendwann kriegen sie sich schon wieder ein, doch irgendwie nervt es Marie im Moment mehr als sonst.

Auf dem nach Heimweg quer durch die kleine Stadt fallen ihr die vielen Polizeiwagen auf. Da scheint ja wirklich was passiert zu sein in ihrem kleinen Kaff. Marie beeilt sich nach Hause um aus dem Radio oder dem TV zu erfahren was los ist. Als ihr dann auch noch in ihrer eigenen Straße zwei bewaffnete Polizisten begegnen ist ihr sehr mulmig zu Mute. Gegen ihre sonstigen Gewohnheiten verschließt sie die Tür hinter sich.
Sehr zu ihrer Verwunderung wird weder in den Nachrichten noch sonst irgendwo von diesem Polizeiaufgebot berichtet. Naja, am nächsten Tag wird sie schon erfahren was los ist.
Um ihre Nerven zu beruhigen geht sie in die Vorratskammer um sich die angefangen Tafel Schokolade zu holen. Doch diese ist nicht mehr da. Dabei ist sich Marie sicher, dass sie dort liegen müsste. Nach und nach fallen ihr auch andere fehlende Vorräte auf. Brot, Käse, Milch und Trauben. Das kann unmöglich wahr sein. Mäuse fressen doch keine ganzen Milchpackungen!

Da beschleicht sie ein Verdacht. Es muss jemand ins Haus eingebrochen sein, denn ihre Eltern sind auf einer zweiwöchigen Kreuzfahrt, während die 17 Jährige das Haus hütet.
Marie läuft alle Fenster und Türen ab - verschlossen. Sie bewaffnet sich mit einem Dekoschürharken und sucht die Räume ab. Ob neben den Lebensmitteln auch Wertsachen fehlen?
In ihrem Zimmer ist alles wie immer und auch im Schlafzimmer ihrer Eltern fällt ihr zu nächst nichts auf. Doch als sie den Schrank kontrollieren will, purzelt ein Junge aus selbigen. Er hat es sich auf den Klamotten ihrer Mutter gemütlich gemacht um etwas zu schlafen. Marie ist geschockt. Was macht der Junge hier drin und wie ist er überhaupt hier reingekommen?

Der Junge, Armand, ist auf der Flucht und hat im Haus von Maries Eltern Unterschlupf gesucht. Er hatte gedacht das Haus würde ein paar Tage leer stehen, doch da hat er sich getäuscht. Mit Marie hätte er am allerwenigsten gerechnet.
Da fährt auf der Straße ein Wagen der Polizei vorbei und verkündet über die Lautsprecheranlage warum sie da sind. Sie sind auf der Suche nach einem Jungen - die Beschreibung passt haarklein auf Armand - der bewaffnet und gefährlich ist.
Marie bekommt es mit der Angst zu tun, doch Armand nimmt ihr schnell die Lust an einer Flucht. Denn er ist nicht mit einer normalen Waffe ausgestattet - seine Waffe ist eine natürliche Begabung und kann ihr in wenigen Sekunden das Leben nehmen.

Die seltene Gabe habe ich erst vor kurzem aus einer Kramkiste gefischt. Ich habe bereits zwei Bücher von Andreas Eschbach gelesen und war von beiden sehr begeistert. Also dachte ich mir, dieses kleine Büchlein wäre perfekt für zwischendurch. Es liest sich auch wirklich ratzfatz weg. Das Buch hat an sich keine Längen - bei knapp 200 Seiten sehr hilfreich - und kommt gleich am Anfang richtig in Fahrt.
Marie ist ein normales junges Mädchen mit den üblichen Sorgen und Nöten und alles andere als darauf vorbereitet auf einen gefährlichen Jungen zu stoßen.

Man erfährt im Laufe der Geschichte wer Armand ist und wieso er auf der Flucht ist. Das macht ihn an sich zu einem sympathischen Charakter. Lediglich sein anfängliches Auftreten ist etwas überheblich, jedoch durch seine Geschichte gut nachvollziehbar.
Bei Marie kann man vom üblichen Stockholm-Syndrom ausgehen. Sie ist gezwungen mit Armand zu gehen und eigentlich seine Geisel. Aber schon nach wenigen Stunden ist er ihr sympathisch und sie will ihm helfen. Findet ihn sogar ziemlich süß und anziehend. Das ging mir dann doch etwas gegen den Strich. In einem umfangreicheren Buch hätte ich es vielleicht verstanden, aber dieses Buch umfasst nicht einmal 24 Stunden. Vom Ende einmal abgesehen.

Dennoch ist es wirklich gut geschrieben und auch durchweg spannend. Wenn Marie und Armand mal eine Minute Ruhe haben auf ihrer Flucht passiert schon wieder das nächste. So liest man es dann halt doch in einem Rutsch durch, weil man wissen will wie es endet.

Die Geschichte ist aus Maries Sicht geschrieben. Im Prinzip berichtet sie von den Geschehnissen selbst als Art Geschichte. So kann man es sich ganz gut vorstellen. Allerdings hinterlässt das Buch einen schalen Geschmack. Mir scheint der Autor hat hier ein wenig zu dick aufgetragen. Wie bitte können zwei Jugendliche - einer davon total weltfremd - mehrere hundert Polizisten und andere Verfolger an der Nase herumführen? Deshalb kann ich das Buch nicht wirklich ernst nehmen. Schade eigentlich, aber ich weiß ja, dass Andreas Eschbach es besser kann ;)

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Cover Perfection Englisch

Als Zoe einen Betrug aufdeckte, der ihre Firma Millionen gekostet hat, hatte sie eigentlich damit gerechnet, dass ihr das angerechnet wird. Stattdessen wird sie angebrüllt und gefeuert. Am Boden zerstört bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich in ihrem heruntergekommenen Auto auf den Weg nach Hause zu machen, mit Frustessen vor den Fernseher zu begeben und überlegen, wie sie sich nun die Miete für den nächsten Monat leisten soll. Vermutlich muss sie sich einfach eine andere Wohnung suchen. Das ist vielleicht sowieso besser, denn so sehr sie ihre Wohnung auch liebt, ihr Nachbar macht sie wahnsinnig. Er ist laut, stielt ihre Zeitung, parkt quer in der Einfahrt, so dass ja kein Platz mehr für ihr Auto bleibt und verbraucht immer das ganze heiße Wasser. Eigentlich hätte sie sich schon längst beschwert, doch da er der Neffe der Vermieterin ist, war es ihr den Aufwand nie wert.
Trevor hat genaue Vorstellungen, wie seine zukünftige Ehefrau zu sein hat: eine gute Köchin, keine Klette, folgsam, ruhig, sie kümmert sich um den Haushalt und seine Bedürfnisse im Bett und ist so schön, dass jeder andere Mann neidisch wird. Also alles, was auf seine kleine, unscheinbare, pummelige Nachbarin Zoe nicht zutrifft. Doch die will er ja auch nicht heiraten. Als er mitbekommt, dass sie einen Job braucht, kommt er auf die glorreiche Idee, dass sie sich aber zumindest um seinen Haushalt kümmern und ihm damit mehr Freizeit bescheren könnte.
Das Jobangebot ist zu gut, als dass Zoe nicht zuschlagen könnte. Dafür nimmt sie sogar in Kauf, öfter mit dem aufgeblasenen Trevor kommunizieren zu müssen. Doch es dauert nicht lang, und ihr kleines Arrangement wird neu verhandelt...mit ganz anderen Bedienungen.

In mancher Hinsicht könnte ich einfach die Rezension zu Playing For Keeps wiederholen um Perfection von R. L. Mathewson zu beschreiben. Denn wie schon in seinem Vorgänger haben wir es auch in diesem Buch mit einem sehr verfressenen Bradford zu tun, der denkt er sei das Geschenk Gottes an alle Frauen. Ihm gegenüber steht eine auf den 1. Blick unscheinbare Frau, die nebenan wohnt und extrem genervt von ihrem lauten, aber gutaussehenden Nachbarn ist. Das kommt jedem, der [Rezi] gelesen hat, vermutlich arg bekannt vor. Wenn man ein bisschen tiefer schaut, dann erkennt man aber doch den ein oder anderen Unterschied.
Zum einen ist Trevor etwas grummeliger und grantiger, als sein Cousin Jason. Von seiner molligen Nachbarin hält er nicht besonders viel (das Beste an ihr ist, dass sie sich an alle seine Hausregeln hält) und von daher ist es nicht verwunderlich, dass mir Trevor am Anfang nicht sonderlich sympathisch war. Zum Glück ändert sich das aber gemeinsam mit der Art und Weise, in der Trevor Zoe sieht. Denn obwohl ihr Selbstbewusstsein nicht gerade groß ist, hat Zoe dennoch eine große Klappe und wenn erst einmal das Eis gebrochen ist, hält sie sich auch bei Trevor nicht zurück. Die Dynamik, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist sehr unterhaltsam und spritzig.
Die zwei größte Unterscheidungspunkte sind aber sicher Trevors Suche nach Ms Perfect und Zoes Probleme mit ihrem Gewicht. Auf eine gewisse Art gehen diese beiden Probleme Hand in Hand: Trevor hält an seinem absolut unrealistischen Bild von der perfekten Frau fest und Zoe weiß, dass sie niemals jemanden wie Trevor halten kann, wenn sie so aussieht, wie sie eben aussieht. Dass sich im Laufe der Geschichte die Ansichten von beiden ändern, wird dem jeweils anderen natürlich erst sehr spät klar.
Was mir ganz besonders gefallen hat an Perfection ist aber genau die Art und Weise, wie sich diese beiden Charaktere nach einer gewissen Zeit sehen. Zoe blickt hinter seine grantige Art und Trevor liebt irgendwann jedes Pfund an ihr. Natürlich gilt es für die beiden jede Menge Hindernisse aus dem Weg zu räumen, bevor sie ihr Happy End bekommen. Zwar war mir hier das ein oder andere Detail ein wenig zu übertrieben (R. L. Mathewson schreckt vor nicht viel zurück, um ihren Lesern einen Lacher zu entlocken), insgesamt ist Perfection aber doch gelungen.

Deswegen ist es wohl ziemlich sicher, dass jedem, dem schon das erste Buch der A Neighbor from Hell-Reihe gefallen hat, auch Spaß an Perfection haben wird. Der Humor ist der gleiche und gerade der Beginn der Geschichte ist ebenfalls sehr ähnlich. Insgesamt gefällt mir die Thematik in diesem zweiten Buch aber doch deutlich besser. Die einzigen Abzüge gibt es also in puncto Einfallsreichtum, da Trevor und Jason sich doch wirklich sehr ähnlich sind.

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Cover  Waking the Witch Englisch

Enthält Spoiler für die vorherigen Bücher der Women of the Otherworld-Reihe.

Als sich Paige und Lucas in ihren wohlverdienten Urlaub aufmachen, sieht Savannah endlich ihre Chance gekommen, sich in deren Privatdetektei zu beweisen. Seit 5 Jahren hat sie dort Erfahrungen sammeln können, hat aber noch nie einen eigenen Fall bekommen. Das scheint sich zu ändern, als Jesse, ein Freund und Kollege von Lucas aus Seattle, vor der Tür steht: Er wurde damit beauftragt, sich um eine Mordserie in einem kleinen Industriestädtchen in der Nähe von Portland zu kümmern, bei der bereits mehrere junge Frauen umgekommen sind. Auf den ersten Blick scheint nichts Übernatürliches an diesem Fall zu sein, doch bei genauerem Hinsehen sind Spuren eines Rituals zu erkennen. Also genau das Richtige für Savannahs Firma.
Da Jesse gerade mit einem anderen Fall beschäftigt ist, wollte er Lucas den Mordfall anbieten. Natürlich ist Savannah sofort Feuer und Flamme und stürzt sich in die Arbeit. Doch kaum kommt sie in der kleinen Stadt Columbus an, wird ihr die Arbeit schon schwer gemacht. Die Polizei zeigt sich alles andere, als kooperativ und die Bewohner sind alle ein wenig verschroben. Bald schon kommt Savannah der Masse an Hinweisen kaum noch hinterher, doch alle scheinen sie in eine andere Richtung ziehen. Eines ist jedoch klar: Irgendjemand gibt sich alle Mühe Savannah auf eine andere Fährte zu locken.

Leser von Kelley Armstrongs Women of the Otherworld-Reihe kennen Savannah natürlich schon lange. In den vorherigen Büchern konnten wir ihre Entwicklung beobachten und nun in Waking the Witch ist - wie nicht anders zu erwarten - aus dem kleinen, frechen Mädchen eine selbstbewusste, starke junge Frau geworden. Mittlerweile ist Savannah 21 und glücklicherweise hat sie einige ihrer eher unangenehmeren Eigenschaften abgelegt. Z.B. nutzt sie ihre immer beeindruckender werdende Macht nicht mehr wahllos und auch von ihrer kompletten Verständnislosigkeit gegenüber Menschen ist nichts mehr übrig. Trotzdem ist sie im Grunde immer noch die gleiche, dickköpfige und vorlaute Savannah und damit ganz die Tochter ihrer Mutter. Genauso wie Eve denkt auch sie niemals ans Aufgeben, neigt aber auch dazu, alles im Alleingang durchziehen zu wollen. Am Anfang habe ich mich deswegen ein bisschen schwer mit ihr getan, denn durch ihr Selbstbewusstsein wirkt sie gerne mal arrogant. Aber es dauert nicht lange, um zu erkennen, dass sie das Herz trotz allem am rechten Fleck hat.

Cover  Waking the Witch Englisch2

Wie von Kelley Armstrong nicht anders gewohnt entwickelt Waking the Witch sich zu einer wirklich wundervollen Mystery-Geschichte, bei der der Leser automatisch beginnt mitzuknobeln und Hinweise zusammenzufügen - oder es zumindest zu versuchen. Denn auch wenn die Geschichte logisch und nachvollziehbar ist, wirkt die Handlung nie mechanisch oder inszeniert. Waking the Witch ist spannend bis zur letzten Seite und Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Im Gegenteil, einige der Entwicklungen und vor allem die Auflösung haben mir die Kinnlade runterklappen lassen.
Was allerdings auffällt, ist, dass es relativ wenig Romantik in diesem Teil der Reihe gibt. Es gibt aber genug Andeutungen und Momente, in denen man erahnen kann, was sich in den nächsten Büchern noch entwickeln könnte - mit wem, das müsst ihr allerdings selbst lesen. ;) Mir persönlich hat dieser gemächliche Aufbau jedenfalls ziemlich gut gefallen.

Vor Allem, da noch viel Zeit dafür bleibt. Zwar gibt es nur noch zwei weitere Romane in der Women of the Otherworld-Reihe, doch beide werden wieder von Savannah handeln und noch einmal die gesamte übernatürliche Welt zusammen bringen. Dementsprechend ist Waking the Witch auch nicht ganz so abgeschlossen, wie man es aus Kelley Armstrongs anderen Büchern kennt. Es gibt zwar keinen direkten Cliffhanger, trotzdem sind genug Details offen gelassen, um sehr neugierig auf Spell Bound, das 12. und vorletzte Buch der Reihe, zu machen.

Über eine deutsche Veröffentlichung von Waking the Witch ist mir bisher leider noch nichts bekannt.

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