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Cover Phantasma deutsch

Er ist ein Star, eine Legende - und ein gebrochener Mann.

Giorgio Phantasma - ein Künstlername für eine Figur, die er schon lange nicht mehr ist, hat ein ruhmreiches und doch einsames Leben geführt.
In England geboren flüchtet er als junger Mann nach Paris um sein Glück zu suchen. In den Varietés der Stadt fängt er als kleines Licht an und bezaubert schon bald Massen mit seiner Stimme.
Er lebt den Ruhm, die Frauen und den Erfolg. Da trifft er auf einen Mann - den Professor. Er verspricht ihm die Welt, sollte er einen Pakt mit ihm eingehen. Obwohl der erfolgreiche Sänger gerade auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist, ist er doch anfällig für die Verheißungen des Mannes.
Er geht den Pakt mit dem Professor ein und begeht damit den größten Fehler seines Lebens.

Vor einigen Jahren hatte ich mir diese kleine Kurzgeschichte mal auf meinen E-Book-Reader geladen und just heute gelesen.
Diese Novelle hat Christoph Marzi zum Musical 'PHANTASMA' von Frank Nimsgen geschrieben, welches im November 2009 Premiere feierte.

Phantasma ist aus der Perspektive des Giorgio Phantasma geschrieben. Er erzählt rückblickend wie sein Leben verlaufen ist und was darin alles schief lief.
Als er sein großes Comeback feiert bricht er zusammen und erzählt der Moderatorin Branda de Ville seine Lebensgeschichte. Genau wie er, hat sie ein bewegtes Leben hinter sich und versteckt sich hinter einer Maske.

Christoph Marzi schafft es wunderbar mit Worten Bilder zu formen, doch leider hat mich die Geschichte nicht in ihren Bann gezogen. Die Knapp 56 Seiten vergehen wie im Fluge und am Ende wusste ich nicht, was genau hat es nun eigentlich mit dem Ganzen auf sich? Was genau will der Professor mit seiner Sammlung erreichen?
Ich mag den Schreibstiel von Christoph Marzi sehr gern und empfand diese Geschichte wahrscheinlich deshalb als besonders intensiv trotz ihrer Kürze.
Vielleicht muss man das Musical kennen um die Geschichte zu verstehen ...

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Cover Shine Not Burn Cover

What happens in Vegas, stays in Vegas.

Andie hat einen festen Plan für ihr Leben: Sie möchte Partnerin in ihrer Anwaltskanzlei werden, dann heiraten, 2.5 Kinder bekommen und danach möglichst eine eigene Firma gründen. Nachdem sie keinerlei Kontrolle über ihre Kindheit und Jugend hatte, ist es ihr nun umso wichtiger, dass sie alles im Griff hat. Andie ist überzeugt, mit ihrem Plan das Richtige zu tun.
Doch dann macht ihr Freund mit ihr Schluss und sie muss einen neuen geeigneten Kandidaten finden, der die gleichen Ziele und Wünsche verfolgt, wie sie. Vorher macht sie aber erst einmal "Urlaub" (zum ersten Mal in Jahren): Ganze eineinhalb Tage in Las Vegas warten auf sie, um den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin Kelly zu feiern. Doch die sonst so verantwortungsvolle, zielstrebige Andie erlebt dort die Nacht ihres Lebens. Denn kaum im Casino angekommen, steht sie auch schon dem schönsten Mann gegenüber, den sie je gesehen hat. Mack ist sexy, niedlich, intelligent und zwischen den beiden funkt es auf Anhieb. Und das Beste? Mack ist ein Cowboy!
Doch als sie am nächsten Morgen aufwacht, ist Mack weg und Andie hat nur noch eine sehr vage Erinnerung an den Anfang der letzte Nacht...Sie weiß noch, dass sie miteinander im Bett gelandet sind - alles danach ist ein kompletter Filmriss. Andie ist zwar enttäuscht, dass sie ihren Cowboy nicht nochmal gesehen hat, aber er hätte sich sowieso nicht mit ihrem Lebensplan vereinbaren lassen...

Zwei Jahre später ist Andie ihren Zielen einen großen Schritt näher: Sie ist Partnerin in ihrer Kanzlei und will in ein paar Wochen heiraten. Doch dann bekommt sie einen Anruf vom Standesamt, der alles in Gefahr bringt - denn Andie ist, ohne es zu wissen, bereits seit zwei Jahren verheiratet...

Ich kann mich nicht so recht entscheiden, was ich von Shine Not Burn von Elle Casey halten soll. Auf der einen Seite habe ich mich wirklich ein bisschen in die Charaktere verliebt. Andie ist aufsässig, willensstark und ziemlich lustig. Ihre passieren ständig die schrägsten Dinge und trotzdem manövriert sie sich ziemlich souverän durch ihr Leben. Zumindest solange sie sich an ihren Plan halten kann - der bestimmt nämlich ihr gesamtes Tun. Das konnte zwar schon mal sehr anstrengend sein, denn für den Leser ist ziemlich offensichtlich, dass sie sich in vielen Bereichen damit keinen Gefallen tut. Wenn man aber mehr von ihrer Vergangenheit erfährt, dann ist ihr Wunsch nach Kontrolle durchaus verständlich. Auch Mack ist ein toller Charakter. Er ist auf den ersten Blick ein klassischen Alphamännchen: Sexy, wortkarg, ein echter Mann. Auf den zweiten Blick aber ist er auch noch ein wirklich lieber Kerl, der nur das Beste für die Menschen will, die ihm wichtig sind. Auch die anderen Charaktere, allen voran Macks Familie, haben es mir angetan. Manche sind skurril, manche hinterlistig, manche einfach nur sympathisch und fast alle sehr interessant.
Auch der Humor ist in Shine Not Burn groß geschrieben. Andie ist mit ihrer smarten, aufmüpfigen Art immer wieder für einen Lacher gut. Ihr Hang zum Desaster und ihre Tollpatschigkeit tun ihr übriges. Elle Casey hat einen sehr cleveren und wortgewandten Schreibstil, der sehr unterhaltsam ist und sich angenehm lesen lässt.

Auf der anderen Seite hat Elle Casey aber auch leider kein besonders gutes Gefühl für Timing und Konsequenz. Gerade am Anfang gibt es einige Abschnitte, die sich sehr gedehnt haben. Da ist schnell mal Langeweile aufgekommen. Für mich ging die eigentliche Geschichte erst mit ihren Hochzeitsplänen in der Gegenwart los - bis es dazu aber kommt, sind aber beinahe schon 40% des Buches vergangen. Für den Anfang hat sich die Autorin unangemessen viel Zeit genommen. Im Hauptteil der Geschichte fühlt sich dagegen Vieles etwas überstürzt an. Hier hat sie für meinen Geschmack an den falschen Stellen geprotzt und gespart.
Im Prinzip ist die Geschichte ausschließlich aus Andies Sicht geschrieben. Allerdings gibt es auch zwei oder drei Kapitel aus der Perspektive anderer Personen und ich bin mir nicht ganz sicher, welchem Zweck diese dienen sollten. Sie waren weder notwendig noch sonderlich aufschlussreich. Mich haben sie in meinem Lesefluss eher gestört und ehrlich gesagt auch verwirrt. Ich habe ständig darauf gewartet, noch einmal in eine der anderen Perspektiven zurück zu springen.
Auch das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht. Andie ist eigentlich so eine toughe Persönlichkeit, aber als es am Schluss darauf ankam, hat man davon nichts mehr gemerkt. Gerade in diesem Moment hatte ich mir mehr von ihr erhofft und das hat einen etwas faden Geschmack in meinem Mund hinterlassen.

Trotzdem hatte ich Spaß mit Shine Not Burn von Elle Casey, denn die Charaktere und der witzige Schreibstil konnten ein wenig über die Schwächen hinweg trösten.
Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir nichts bekannt.

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Cover Riding Drag englisch

Ein über 50-jähriger Chinese (in Amerika geboren) trifft im Wilden Westen auf ein etwa halb so alte Hure. Als er ihr in einer brenzligen Situation hilft, revanchiert sie sich später mit einem gekonnten Blowjob. Dabei bemerkt Woo, Protagonist, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, dass es sich bei der Hure überhaupt nicht um eine junge Frau, sondern um einen jungen Mann in Frauenkleidern handelt. Als wäre das nicht schon verrückt genug, ist der junge Mann, nennen wir ihn S., ziemlich begeistert dabei, seinen Körper gegen Geld feilzubieten. Schließlich bieten Frauenkleider einem Mann, der im frühen 19. Jahrhundert gerne von Männern beschlafen gevögelt wird, die perfekte Tarnung. Woo, der sein Auskommen durch den Verkauf von echter und falscher Medizin sowie dem ein oder anderen gelungen Kartenspiel findet, ist einfach nur fasziniert von diesem Geschöpf. Beide landen zusammen in Monterrey und finden dort über gegenseitige Unterstützung, den Kauf von Kleidern und Sex immer wieder zueinander. Obwohl nur wenige Tage vergehen, reift eine zarte, doch innige Beziehung zwischen diesen beiden eher einsamen Seelen heran. Dabei kennen sie noch nicht mal den richtigen Namen voneinander, noch sehen sie eine gemeinsame Zukunft in dieser rauen Zeit und noch raueren Gegend. Hinzu kommt, dass Woo sich überhaupt noch nie für einen Mann interessiert hat. Doch für alles, selbst Liebe, gibt es ein erstes Mal...

Ich habe mich von der ersten Zeile an in diese leicht verrückte Geschichte verliebt und muss immer noch ein glückliches Grinsen unterdrücken, wenn ich nur über Riding Drag nachdenke. Es ist eine absolut grandiose kleine Geschichte, die shukyou Ladysisyphus da geschrieben hat. Lustig und melancholisch zugleich, bietet Riding Drag ordentliche Derbheit, aber auch wunderbar innige und zarte Szenen. Woo und S. sind, sieht man mal von ihrer Schlitzohrigkeit und ihrer Findigkeit, was das Verwenden von Namen oder Sprachen betrifft, ab, zwei ziemlich einsame Gestalten. Zusammen sind sie aber auch sehr lustig und einfach gut füreinander. Deshalb wünscht man ihnen als Leser ziemlich schnell, dass sie endlich mal mehr als nur ein gutes Auskommen am Ende des Tages haben werden und die aufkommende Zuneigung zueinander zulassen.

Riding Drag war eine spontane Entdeckung. Über einen Blog, der gleich mehrere Werke von shukyou Ladysisyphus gut bewertet hat, bin auf den Namen der Autorin gestoßen. Falls ihr euch über den seltsamen Autorennamen wundert: Neugierig geworden, habe ich zuerst den gefundenen Namen shukyou gegoogelt und sie unter diesem Namen auch auf Goodreads gefunden. Ihre Geschichten waren dann aber am besten im Archive of Our Own unter dem Namen Ladysisyphus zu finden (dort muss man nicht am PC lesen und kann sich alles Geschichten runterladen). Eigentlich wollte ich dort nur mal kurz über ihre Geschichten drüber gucken, bin dann aber sofort an dem ersten Satz von Riding Drag hängen geblieben. Und nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, musste ich auch wissen, wie es mit Woo und S. ausgeht.

Riding Drag ist mit kanpp 50 Seiten ein ganz wunderbares kleines Werk gewesen. Nicht nur der Humor und die spritzigen Dialoge konnten mich begeistern. Auch die Tatsache, dass Woo über alle Geschlechtergrenzen hinweg seiner Zuneigung für den jüngeren S. nachgibt, fand ich großartig. Die Botschaft geht aber noch tiefer. Es geht nicht nur um freie Liebe und Toleranz, die Geschichte ist auch ein Aufruf gegen Diskriminierung und Rassismus - Botschaften, die nie genug Aufmerksamkeit bekommen können. Für mich ist diese Geschichte deshalb ein kleines Juwel gewesen, dass ich sicher noch oft lesen werde.

Fazit: Eine kurze, aber innige und ungewöhnliche Geschichte, die dem Denken in gewohnten Bahnen bricht. Doch wenn sich zwei Menschen über ihr Alter, ihre Rasse und ihr Geschlecht hinweg ineinander verlieben, dann ist das trotzdem einfach schön zu lesen. Absolut empfehlenswert.

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Cover Four Summers Englisch

Jeder in Lakeland Village weiß, wie Charlottes Zukunft aussieht: Sie wird eines Tages die Ferienhäuschen ihrer Familie übernehmen und wie ihr Vater das Resort The Village leiten. Mit ziemlicher Sicherheit wird sie das mit Alec an ihrer Seite tun, denn alle sind sich sicher, dass die beiden irgendwann sowieso heiraten werden. Dass Alec nichts weiter als Charlottes bester Freund ist und die beiden auch nie als mehr ineinander gesehen haben, ist dabei anscheinend egal. Und so sehr Charlie ihre Heimat auch liebt, langsam ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie sich für den Rest ihres Lebens um das Ferienresort kümmern will. Es muss doch noch mehr im Leben geben. Doch sie kann das ihrem Vater nicht antun und so fügt sie sich mehr oder weniger ihrem Schicksal.

Doch dann bekommen sie in dem Sommer, in dem Charlotte 15 ist, Gäste, die ihr Leben für immer verändern. Nate, sein Bruder Brandon und ihre Eltern machen zum ersten Mal Urlaub in The Village und eigentlich hatten die Brüder gar keine große Lust mitzukommen. Für Nate ändert sich das allerdings, als er Charlotte begegnet. Die beiden freunden sich an und schon bald empfinden sie mehr füreinander. Doch zwischen ihnen kann nie mehr sein als eine Sommerromanze - so sehr es auch wehtut.

Vier Sommer lang begleiten wir Nate und Charlotte in Nyrae Dawns Four Summers. Sie machen gemeinsam alles durch: Das Kommen und Gehen von Partnern, Verluste, Freude, Schicksalsschläge, viele große und kleine Dinge im Alltag und nicht zuletzt Erwachsenwerden. Und so sehr der Abschied jedes Jahr wieder schmerzt, die beiden können sich einfach nicht vergessen.
Jeder der vier Sommer ist abwechselnd aus der Sicht von Nate und Charlotte erzählt. So sollen wir beide Charaktere kennenlernen. Bei Charlotte funktioniert das auch ganz gut. Das schüchterne Mädchen, das sich in ihrem Leben gefangen fühlt und von allen eher als unauffälliges Mauerblümchen wahrgenommen wird, ist sympathisch und sehr nachvollziehbar dargestellt. Bei Nate ist das allerdings meiner Meinung nach nicht ganz so gut gelungen. Bei ihm hat Nyrae Dawn nicht so viel Liebe aufs Detail gezeigt, so dass er ein wenig farblos und ohne Ecken und Kanten daherkommt. Er ist nicht unsympathisch, aber leider einfach etwas langweilig.
Trotzdem habe ich Charlottes und Nates Geschichte gern gelesen. Ich glaube jeder von uns hatte als Teenager schon mal eine Sommerromanze und weiß, dass daraus in der Regel nichts werden kann. Doch diese beiden verbindet etwas Besonderes und sie wollen einfach nicht aufgeben. Mit 15 ist das Ganze noch sehr unschuldig und man kann es kaum ernst nehmen. In den folgenden Jahren ändert sich das aber. Sie werden erwachsen und müssen sich langsam ernsthaft um ihre Zukunft kümmern. Deshalb ist Four Summers nicht einfach nur eine Romanze, sondern auch eine Geschichte über das Erwachsenwerden.
Interessant fand ich aber auch die Nebencharaktere. Alec ist ein toller Kerl, der allerdings erst einmal schwer zu durchschauen ist. Will er nun mehr von Charlie, als reine Freundschaft oder nicht? Wieso hasst er Nate so? Diese Fragen werden beantwortet ? allerdings nicht auf die Weise, die man vielleicht erwartet. Auch die weiteren Nebencharaktere wie Charlottes und Nates Geschwister Sadie und Brandon haben so ihre ganz eigenen Funktionen und haben etwas Abwechslung in die Geschichte gebracht.

Alles in allem hatte ich also Spaß an Four Summers von Nyrae Dawn. Trotzdem war es mir insgesamt aber doch ein wenig zu unschuldig. Es war mehr Jugendbuch, als New Adult, was natürlich klar ist, wenn man sich das Alter der Charaktere zu Beginn des Buches anschaut. Trotzdem waren mir die Zweifel und Schüchternheit der Figuren manchmal ein wenig zu viel. In einigen Szenen hat sich die Geschichte daher etwas gezogen. Aber so ist das nun mal mit dem Erwachsenwerden und wenn euch die Grundgeschichte interessiert, solltet ihr euch auf gar keinen Fall von Four Summers abhalten lassen.
Ein Sequel gibt es übrigens auch: Rush / Rush - Nur du und ich erzählt die Geschichte zweier weiterer Charaktere aus Four Summers.

Eine kleine Anmerkung hätte ich allerdings noch: Four Summers hatte unangenehm viele Rechtschreibfehler. Ich weiß nicht, ob mich meine Erinnerung trügt, aber ich hatte bisher das Gefühl, dass Nyrae Dawn mehr Wert auf Sauberkeit in ihren Büchern gelegt hätte. Bleibt zu hoffen, dass dies nur eine Ausnahme war.

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Glasgow Rain

23.03.2014
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Glasgow Rain deutsch

Victoria, von ihren Freunden nur Vic genannt, erlebt mit sieben Jahren, das schlimmste, was einem Kind wiederfahren kann - sie verliert ihre Mutter bei einem schrecklichen Autounfall.

Elf Jahre später wohnt sie mit ihrem Vater im großen Anwesen und fühlt sich sehr einsam. Zwar ist sie keine Außenseiterin in der Schule, dennoch kennen nicht einmal ihre zwei besten Freunde ihre tiefsten Gefühle und Gedanken. Und eigentlich weiß sie selbst ebenfalls nicht so genau wie es in ihr aussieht.
Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie ihre Gefühle in sich vergraben und lässt nur Oberflächlichkeiten zu. Doch dann bringt ein Junge ihre Fassade ins Schwanken.
Rafael, der Sohn der Haushälterin, überrascht Vic nach ihrer Dusche in ihrem Zimmer. Sie ist schockiert. Was zum Teufel macht er in ihrem Zimmer? Wollte er etwa klauen?
Doch die Erklärung ist viel einfacher. Da Rafaels Mutter langsam an ihre Grenzen kommt, hilft ihr Sohn ihr ein wenig aus. Davon darf keiner etwas erfahren und schon gar nicht Vics Vater.
Unterkühlt weißt sie ihn in seine Schranken, auch wenn sein Anblick und die Art wie er sich nicht herumkommandieren lässt, in ihre eine Seite zum Klingen bringen.

Rafael ist beinahe ebenso geschockt wie Vic, als sie ihm plötzlich nur mit einem Handtuch bekleidet gegenüber steht. Niemand sollte erfahren, dass er seiner Mutter ein wenig aushilft, doch die Art der verwöhnten Tochter lässt ihn mutig werden.
Er versucht aus ihr schlau zu werden und merkt dabei, dass hinter der Fassade ein gefühlvolles Mädchen steckt. Er beschließt diese Seite hervorbringen zu wollen und bringt dadurch nicht nur sich selbst in Gefahr.

Denn Vic hat eigentlich einen Freund - Cailean. Der gutaussehende Junge aus gutem Haus und Vix sind seit einiger Zeit ein eher lockeres Paar. Wobei Cailean eigentlich nur deshalb mit ihr zusammen ist, weil sie eine gute Partie ist. In sein Bett lässt er nebenbei beinahe jedes andere Mädchen, was ihm gefällt. Doch wenn Vic ihm die kalte Schulter zeigt, klebt er sofort wieder an ihr.
Als Vic und Rafael plötzlich gemeinsam in der Schule auftauchen brennt bei Cailean ein Draht durch und er macht Vic unmissverständlich klar, dass sie zu ihm gehört. Vic ist da anderer Meinung, doch das bringt Cailean nur noch mehr in Rage und er beginnt ihr zu drohen.
Jetzt wird Vic doch mulmig. Zu ihren Alpträumen in der Nacht kommt nun auch noch das Gefühlt verfolgt zu werden.
Als sie dann allein durch Glasgow läuft kommt es zum Übergriff.

Als Martina Riemer bei uns anfragte, ob wir ihren Roman Glasgow Rain rezensieren würden, haben wir nicht lange überlegt. Der Plot klang nach einer romantischen Liebesgeschichte im Herzen Glasgows.
Aber diese Betitelung wird Glasgow Rain nicht gerecht. Neben der - natürlich - vorhandenen Liebesgeschichte, gibt es ebenfalls eine mysteriöse Mordserie und einen angsteinflößenden Verfolger.
Während also Victoria und Rafael einander besser kennenlernen, schwebt Victoria in Gefahr. Sie wird von einem Unbekannten verfolgt und ihrem Ex-Freund bedroht. Rafael versucht ihr so gut es geht zur Seite zu stehen, doch auch er gerät immer weiter ins Fadenkreuz und muss einsehen, dass sich nicht alles vernünftig klären lässt.

Nach den ersten paar Seiten war schnell klar, dass Martina Riemer einen sehr angenehmen Schreibstil hat. Ich benötigte keine 5 Seiten um mich daran zu gewöhnen und konnte somit schneller ins regennasse Glasgow abtauchen.
Die Charaktere sind relativ gut ausgearbeitet, auch wenn mir zum Vater noch ein wenig mehr Hintergrund gefehlt hat. Er war schlichtweg zu wenig anwesend um wirklich erfasst zu werden.
Mir hat das Buch im gesamten sehr gut gefallen und ich konnte es beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung bleibt durchweg erhalten und das Ende ist für mich schlüssig.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings dennoch - die Rechtschreibfehler. Gerade in den ersten 100 Seiten häuft es sich doch stark. Dann lässt es gut nach und nimmt lediglich am Ende noch einmal zu. Hier sollte vielleicht noch einmal Korrektur gelesen werden um den Fluss der Geschichte noch besser auszuarbeiten.
Nachtrag: Mir wurde von der Autorin mitgeteilt, dass mein Leseexemplar eine Vorabversion war und seither noch einmal komplett überarbeitet wurde was die Fehler angeht. Also an der Fehlerfront alles bestens =)

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Autorin für das Leseexemplar bedanken. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit deinem Buch =)

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