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Cover Days of Blood and Starlight Englisch

Enthält Spoiler für Daughter of Smoke and Bone.

Karou wollte immer wissen, wer sie wirklich ist - und jetzt wünschte sie sich, sie hätte es nie erfahren. Denn Karou ist in Wirklichkeit Madrigal. In einem anderen Leben wurde sie als Chimäre wegen Hochverrat zum Tode verurteilt, dann aber von Brimstone in einem neuen Körper wieder zum Leben erweckt. Alles nur, weil sie sich in einen Engel verliebt und von einer besseren Zukunft geträumt hat. Und Akiva hat sie tatsächlich wieder gefunden - in einem anderen Körper und in einer fremden Welt.
Doch Karou kann ihm nicht verzeihen, was er getan hat. Es ist seine Schuld, dass Brimstone und die anderen gestorben sind und die Chimären den Krieg verloren haben. Karou plagen tiefe Schuldgefühle und sie schämt sich für ihren Verrat. Wie konnte sie nur einem Engel vertrauen? In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an die letzte Person, die sich je wieder sehen wollte: Thiago, der Weiße Wolf, der damals Madrigal hinrichten ließ. Er und einige wenige seiner Soldaten haben den letzten Angriff der Seraphim überlebt und wollen nun zurück schlagen. Und dafür brauchen sie ausgerechnet Karou, denn sie ist nach Brimstones Tod nun die Einzige, die die gefallen Chimären wieder auferstehen lassen kann...

Am Anfang sah es so aus, als würde es mir mit Days of Blood and Starlight genauso gehen wie mit Daughter of Smoke and Bone, dem ersten Teil von Laini Taylors gleichnamiger Reihe. Denn nach einem turbulenten Start, in dem wir erfahren, wie es unseren Figuren in der Zwischenzeit ergangen ist, wird die Geschichte wie schon im ersten Buch über lange Strecken hinweg ziemlich zäh. Days of Blood and Starlight ist mit (je nach Ausgabe) über 500 Seiten kein kurzes Buch. Es gibt mindestens sieben Perspektiven aus denen Days of Blood and Starlight geschrieben ist und gleich mehrere davon halte ich für zu ausgeprägt oder sogar schlicht überflüssig. Laini Taylor hat einen Hang dazu, ihre Geschichte auszuschmücken, was an sich nichts Schlechtes ist. Sie ist eine talentierte Schriftstellerin mit einer sehr interessanten, individuellen Stimme, aber meiner Meinung nach hätte dem Buch hier und da etwas mehr Pepp weniger Blumigkeit gut getan.

Doch dann kommen die letzten 200 Seiten - und die machen alles wieder wett. Denn in diesem letzten Drittel ist Days of Blood and Starlight schlicht genial. Eine Wendung jagt die nächste und dem Leser bleibt kaum noch Zeit zum Luft holen. Die Geschichte entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, als ich zunächst angenommen habe. Laini Taylor sind wirklich einige großartige Überraschungen gelungen.
Ihren Figuren bleibt sie dabei weitgehend treu. Im Fall von Karou ist das allerdings erst mal nicht wirklich offensichtlich. Sie ist nur ein Schatten ihrer selbst und weiß nicht so recht, was sie in ihrer neuen Situation tun soll. Wie kann sie ihren Verrat nur wieder gut machen? Wie kann sie dafür Buße tun, auf den Feind reingefallen zu sein? Deswegen ist es eigentlich nicht überraschend, dass sie alles tut, was Thiago von ihr will. Er ist schließlich der Letzte, der für die Chimären kämpft. Sie traut ihm zwar nicht über den Weg, dennoch kann er im Grunde von ihr verlangen, was er will. Es dauert sehr lange, bis die alte Karou unter all der Scham, Trauer und Wut wieder zum Vorschein kommt. Ehrlich gesagt habe ich mich sehr oft über sie geärgert, eben weil sie vor lauter Scham nicht auf ihre innere Stimme hört. Und natürlich bleibt das nicht ungesühnt...
Allzu viel Romantik sollte man sich von Days of Blood and Starlight deshalb natürlich nicht erwarten. Für Karou ist an Liebe momentan gar nicht zu denken. Und Akiva? Er leidet. Das Letzte, was er wollte, war Karou zu verletzen. Er weiß, dass er jede Chance auf eine Versöhnung mit ihr verspielt hat, doch so ganz hat er die Hoffnung nicht aufgegeben - zumindest nicht die, ihr und allen Bewohnern von Eretz ein besseres Leben zu ermöglichen. Er hat sich seine ganz eigenen Aufgaben vorgenommen, die ihm alles abverlangen und obwohl Karous Anschuldigungen nicht ganz unbegründet sind, konnte ich es ihm einfach nicht vorwerfen.

Cover Days of Blood and Starlight Deutsch

Neben Karou und Akiva findet man noch eine ganze Reihe neuer und alter Bekannter in Days of Blood and Starlight. Karous Freunde Zuzana und Mik sind mit von der Partie, genauso wie Akivas Geschwister Liraz und Hazael. Doch durch Thiagos Gruppe lernt Karou auch noch eine ganze Reihe weiterer Chimären kennen, allen voran Ziri. Er ist zu meinem heimlichen Lieblingscharakter in diesen Büchern geworden. Ziri ist der letzte Kirin (Karous Chimären-Stamm), der noch in seinem eigenen Körper lebt und er kennt Karou noch aus Madrigals Leben. Alleine dadurch bringt er viel frischen Wind in die Geschichte.

Perfekt war Days of Blood and Starlight von Laini Taylor für mich nicht. Gut die Hälfte des Buches war zu langgezogen und von zu vielen Perspektiven durchlöchert. Auch Karou konnte mich stellenweise zur Weißglut bringen. Und dennoch ist dieser zweite Teil der Daughter of Smoke and Bone / Zwischen den Welten-Reihe ein wunderbares Buch. Die Welt, die Laini Taylor geschaffen hat, ist genauso schrecklich wie faszinierend. Unseren Helden bleibt nichts erspart und auch wenn der Tod in diesem Fall nicht immer zwangsläufig das Ende bedeutet, hat Days of Blood and Starlight mich doch einige Tränen vergießen lassen.
Ich bin sehr gespannt, was der letzte Teil Dreams of Gods and Monsters zu bieten hat.

Übrigens gibt es zwischen dem zweiten und dritten Buch noch die Kurzgeschichte Night of Cake and Puppets (keine Rezension). Die erzählt die Geschichte von Zuzanna und Mik und ist als E-Book erhältlich.

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Cover Let it Ride Englisch

Bridge Sullivan hat eigentlich ein sehr gutes Leben. Der Cowboy geht seinem Traumjob als Rancher und Pickup Man (Cowboy, der beim Rodeo dafür sorgt, dass die Bullen-/Wildpferdereiter unverletzt aus der Arena kommen), hat die besten Freunde, die man sich wünschen kann, und eine phantastische Familie, die ihn bedingungslos liebt. Bridge dachte immer er würde auf Frauen stehen. Abgesehen von einem kurzen Experiment im College hatte er bisher nur Freundinnen. Zumindest bis jetzt. Denn seit er letzte Saison den Rettungssanitäter Eric kennengerlernt hat, bekommt Bridge ihn nicht mehr aus dem Kopf.
Eric ist zunächst etwas verwundert, als er bemerkt, dass Bridge mit ihm flirtet. Schließlich weiß er aus zuverlässiger Quelle, dass Bridge hetero ist. Doch je mehr sich Bridge ins Zeug legt, um sich ihm anzunähern, umso mehr gerät Eric in Versuchung. Er weiß allerdings, dass nichts ewig halten kann. Keine seiner Beziehungen hat länger als ein Jahr gedauert und am Ende wurde er immer verlassen - von seiner Familie, seinen Freunden, seinen Partnern. Wieso sollte es bei Bridge, der offensichtlich nur eine Neugier befriedigen will, also anders sein?

Sowohl Bridge als auch Erich haben wir bereits im ersten Band der Pickup Men-Reihe, Pickup Men kennengelernt und schon dort konnte man erste Anzeichen dafür sehen, dass Bridge etwas an Eric liegt. In Let it Ride, das fast ein Jahr später spielt, merkt man deshalb recht schnell, wie sehr Eric ihm unter die Haut geht. Deswegen hält sich L.C. Chase auch gar nicht mit langen Einleitungen auf, sondern stürzt sich sofort ins Geschehen.
Ich glaube, es ist fast unmöglich Bridge nicht zu mögen. Er ist ein durch und durch guter Kerl, dem jegliche Vorurteile fremd sind. Wenn er jemanden attraktiv findet, ist es ihm völlig egal, welches Geschlecht dieser Mensch hat. Er hat auch keine Scheu, den Leuten, die er liebt, seine Gefühle zu zeigen. All diese Eigenschaften hat er vor allem seiner Familie zu verdanken. Sie sind die herzlichsten Menschen, die man sich vorstellen kann und wollen nur das Beste für ihre Kinder.
So sehr ich Bridge und seine Familie auch mochte, war allerdings genau das zu übertrieben. Bridge ist einfach zu gut. Ich kann nicht glauben, dass jemand, der zwischen Cowboys groß geworden ist und bei Rodeos sein Geld verdient dermaßen liberal ist und absolut keine Angst oder Sorgen zeigt. In Let it Ride konnte man ja bereits sehen, wie schlecht diese Gemeinschaft teilweise mit dem Thema Homosexualität umgehen kann. Bei seiner Familie ist es das gleiche. Sie erfahren, dass ihr Sohn, den sie immer nur mit Mädchen gesehen haben, mit 28 plötzlich einen Mann will und sie zeigen absolut keine Reaktion. Akzeptanz ist ja schön und gut, aber sie fragen nicht einmal vorsichtig nach, woher der plötzliche Sinneswandel kommt. Das ist mir alles zu perfekt und dadurch unrealistisch vereinfacht.
Auch die Geschichte selbst ist eigentlich ziemlich simpel gestrickt. Alles steht und fällt mit Eric, der nach allem, was er in seinem Leben bereits verloren hat, sein Herz nicht aufs Spiel setzen will. Er wurde schon zu oft verletzt, um sich jetzt auf so etwas einzulassen. Insofern gibt die Geschichte relativ wenig her. Schlimmer noch, dadurch, dass Eric die einzige Quelle ist, die Konflikt bietet, ging er mir öfter mal auf die Nerven und das ist bei einem Hauptcharakter natürlich fatal.

Ganz unterhaltsam ist Let it Ride aber dennoch. L.C. Chase hat einen recht schönen flüssigen Schreibstil und die Dialoge sind nachvollziehbar und clever. Auch die meisten der Charaktere sind eigentlich ganz sympathisch geraten. Grundsätzlich finde ich auch das Setting mit den Cowboys ziemlich schön (Cowboyromantik hat schon was für sich ;), allerdings hätte ich mir hier etwas Markanteres und wie gesagt mehr Konflikt gewünscht. Alles in allem aber dennoch ein süßes Buch.

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Cover Daughter of Smoke and Bone Deutsch

An Karou ist etwas anders. Das weiß jeder, der die 17-jährige kennt. Doch die meisten halten die blauhaarige Kunststudentin einfach nur für ein wenig exzentrisch. Sie füllt ein Skizzenbuch nach dem anderen mit den fantastischsten Kreaturen und verschwindet immer wieder plötzlich, um mysteriösen Erledigungen und Aufträge nach zu gehen.
Und Karou ist tatsächlich kein normales Mädchen. Sie hat noch ein geheimes zweites Leben. Denn Karou ist im Laden von Brimstone, einem Chimära-Zauberer, aufgewachsen und hat dort allerlei merkwürdige Dinge gesehen. Überall auf der Welt gibt es Türen, die in diesen Laden führen, denn Brimstone hat ein sehr lukratives Geschäft: Er erfüllt Wünsche. Jedoch nicht, ohne einen Preis zu verlangen - er will Zähne dafür. Seit sie denken kann, versucht Karou hinter Brimstones Geheimnisse - Was macht er mit den Zähnen? Was verbirgt sich hinter der verbotenen Tür in seinem Laden? Woher kommen die Chimären? Und woher kommt Karou selbst eigentlich? - zu kommen. Bisher leider ohne Erfolg.
Doch diese Fragen lasten ihr schwer auf der Seele, denn sie fühlt sich, als ob irgendetwas in ihr fehlt. Dann begegnet ihr Akiva. Der mysteriöse junge Mann mit den zwei Schwertern ruft etwas in ihr hervor, das Karou nicht erklären kann. Durch ihn erfährt sie, dass sich die Chimären seit hunderten von Jahren in einem Krieg befinden - und dass auch Karou etwas damit zu tun hat. Mehr denn je quält sie nun die Frage: Wer ist Karou eigentlich?

Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor ist so ein vielschichtiges Buch, dass ich gar nicht wirklich weiß, womit ich anfangen soll. Am besten wohl erst einmal mit Karou: Laini Taylor gibt dem Leser sehr viel Zeit, sich in ihrer Welt zu recht zu finden. Wir erleben Karou in ihrem Alltag - sowohl dem menschlichen, als Studentin einer Prager Kunstschule, als auch dem eher ungewöhnlichen, als Botengängerin für Brimstone. Von Anfang an habe ich Karou ins Herz geschlossen. Sie ist in der Tat ein wenig exzentrisch, dabei aber auch wunderbar sympathisch und erfrischend. Sie ist kunstbegeistert und zeichnet alles, was sie irgendwie bewegt. Sehr oft sind das Brimstone und die wenigen anderen Chimären die sie kennt, was ihre Freunde natürlich nur als blühende Fantasie abtun.
Doch es dauert nicht lange, bis wir uns genauso wie Karou fragen, was es mit ihrer mysteriösen Herkunft wohl auf sich hat. Bis wir darauf eine Antwort bekommen dauert es allerdings eine ganze Weile. Erst als der geheimnisvolle Akiva auftaucht, wird langsam Licht ins Dunkel gebracht. Auch Akiva fand ich von Anfang an interessant. Die beiden verbindet eine sehr merkwürdige Bande, die in beiden sehr widersprüchliche Reaktionen hervorrufen, sobald sie sich das erste Mal sehen - sind sie Feinde? Freunde? Mehr? Die Dynamik zwischen den beiden hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sich die Gefühle zwischen ihnen für meinen Geschmack ein wenig zu schnell entwickelt haben. Zugegeben, dafür gibt es eine Erklärung, dennoch wirkte es stellenweise etwas überstürzt.

Cover Daughter of Smoke and Bone English

Laini Taylor hat eine wunderbare Welt geschaffen. Sehr fantasievoll und farbenfroh, aber auch tragisch geht es hier zu. Die Autorin hat sich wirklich mal etwas Neues einfallen lassen mit Daughter of Smoke and Bone. Die Magie und der Aufbau der Welt sowie der Geschichte selbst sind ziemlich ungewöhnlich und haben mehr zu bieten, als viele andere Urban Fantasy Reihen. Allein schon, weil Karou in zwei so unterschiedlichen Welten lebt. Der Schreibstil ist blumig und fast poetisch, aber glücklicherweise nicht zu übertrieben (ich bin da gerne mal etwas empfindlich).
Einzig das Timing hat mir hin und wieder missfallen. Denn manchmal ist Laini Taylor fast schon ein wenig chaotisch in ihrem Aufbau. Es gibt viele Zeit- und Perspektivensprünge, teilweise von einer Zeile auf die nächste, was schnell verwirrend werde konnte. Außerdem gibt es gegen Ende eine Art Geschichte in der Geschichte, die fast hundert Seiten umfasst und mir etwas zu ausführlich und plump eingebaut wurde. Der Inhalt ist zwar wichtig und durchaus lesenswert, insgesamt habe ich mich aber fast ein bisschen gelangweilt in diesem Teil und wollte ihn nur schnell hinter mich bringen, um zu erfahren, was im Hier und Jetzt geschieht.

Deshalb musste ich Daughter of Smoke and Bone von Laini Taylor leider eineinhalb Sterne abziehen. Dennoch hat es mich sehr neugierig auf die restlichen Bücher der Daughter of Smoke and Bone / Zwischen den Welten-Reihe gemacht. Zwar gibt es keinen unerträglichen Cliffhanger in diesem ersten Teil, Laini Taylor lässt uns aber doch ganz schön in der Luft hängen. Es wird also sicher nicht lange dauern, bis ich den zweiten Teil Days of Blood and Starlight auch lesen werde.

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Cover High and Tight Englisch

Vor 12 Jahren hat Adam seinen Traum wahr gemacht und ist Pilot bei der Navy geworden. Allerdings hat er dafür seine große Liebe zurückgelassen - Harris. Es ist schon schwer genug sich zu outen, aber in der Navy war es für Adam undenkbar. Also wurde aus Harris Adams schmutziges, kleines Geheimnis. Wenn er Urlaub hatte oder in den USA war, haben sie sich getroffen. Aber immer im Geheimen. Zumindest bis vor 3 Jahren alles endgültig vorbei war.
Jetzt hat Adam sich entschieden: Er will die Navy verlassen und endlich Harris zurückgewinnen. Doch als er an Weihnachten zurück in seine Heimatstadt kommt muss er feststellen, dass hier das Leben ohne ihn weitergegangen ist. Denn Harris hat mittlerweile eine neue Beziehung und die scheint ernst zu sein. Noch ist Adam allerdings nicht bereit aufzugeben...

Adam ist wirklich zu allem bereit, um in der c.a. 90 seitigen Novelle High and Tight von Vanessa North Harris davon zu überzeugen, dass es ihm wirklich ernst ist. Er würde die Navy aufgeben, sich outen, im Endeffekt alles, was Harris sich nur wünschen könnte. Der ist dennoch nicht überzeugt. Das ist auch kein Wunder, denn Adam hat ihm wirklich mehr als einmal das Herz gebrochen.
Die Dynamik zwischen Harris und Adam hat mir sehr gut gefallen. Adam ist ein stattlicher Navy-Offizier, muskulös und respekteinflößend. Harris ist ein zierlicher, hübscher und leicht femininer Hair-Artist. Die Rollen sollten hier klar verteilt sein, oder? Nein, ganz und gar nicht. Denn in der Tat ist eindeutig Harris der dominante Part in dieser Beziehung. Adam hat nichts lieber, als die Kontrolle an Harris abgeben zu können. Und gerade diese Abweichung von der Norm hat mir besonders gefallen.
Emotional sind die beiden aber auf demselben Niveau. Es ist zwar Harris, der hier überzeugt werden will, dass sie sich gegenseitig lieben steht aber außer Frage. Ihre Beziehung ist sehr schön und glaubhaft dargestellt - die positiven und die negativen Seiten. Denn auch Adams Bedenken was die Navy angeht, sowie die Männer, mit denen Harris in der Zwischenzeit Beziehungen eingegangen ist, sind sehr logisch und flüssig eingebaut.
Warum dann die etwas niedriger ausfallende Bewertung? Das liegt leider an der Auflösung. Denn die kommt so dermaßen leicht und enttäuschend daher, dass der ganze vorherige Aufbau irgendwie im Sande verläuft. Da hat das gewisse Etwas und etwas mehr Glaubwürdigkeit gefehlt.

Trotzdem ist die Novelle High and Tight von Vanessa North nette Unterhaltung, wenn man mal ein, zwei romantische Lesestündchen haben möchte.
High and Tight erscheint am 19. Mai 2014.

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Cover Evenfall englisch

Evenfall ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet!
Nach dem dritten Weltkrieg. Die großen Städte sind teils oder ganz zerstört, die Atmosphäre mit Asche verpestet und die Temperaturen sind gesunken. Ehemals unwichtige Städte sind zu neuen Mächten herangewachsen. Die Menschheit ist stark geschrumpft. Die politischen Verhältnisse haben sich gewandelt. Fast alle Regierungen haben mit Aktivisten- und Terroristengruppen zu kämpfen, denen eine geheime Organisation den Kampf angesagt hat. Die, die überhaupt von ihrer Existenz wissen, nennen sie nur Die Agentur (the agency).

Lange schwarze Haare, dunkler Taint, grüne Mandelaugen, groß, stark, dünn - Sin (28).
Seit seinem 14. Lebensjahr ist Hsin (Sin) Lui Vega der beste und berüchtigtste Assassine der Agentur. Niemand ist so tödlich effektiv, aber auch keiner ist so gefährlich. Denn Sin gilt als verrückt, als Freak und als Monster. Gleich vier Partner sind in seiner Gesellschaft umgekommen, eine Ärztin ist seinetwegen ein sabberndes Wrack und wenn Sin einen seiner Ausraster bekommt, sind weder Feind noch Freund vor ihm sicher. Aktuell befindet er sich in Einzelhaft im Hochsicherheitstrakt der Agentur...

Blonde lange Haare, braune Augen, klein, schlank, hübsch - Boyd (19).
Seit dem Vorfall lebt Boyd Beaulieu weniger, als dass er vor sich hinvegetiert. Boyd ist es egal, ob er lebt oder stirbt. Als die Agentur Sin reaktivieren will, beschließt die Inspektorin Vivienne Beaulieu, dass ihr Sohn mit seiner Attitüde genau der Richtige für diesen Job ist. Erstaunlicherweise kann Boyd sich, obwohl er kein ausgebildeter Agent ist, gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Er wird Sins neuer Partner. Die Wetten laufen, wie lange der hübsche Jüngling wohl überleben wird, bis er dem Monster zum Opfer fällt...

Evenfall. Was für eine Geschichte, in einer krassen Welt. Von Beginn an war ich gefesselt und bin dies auch bis zum Ende gewesen. Schuld daran ist dieser Satz, der von Seite 3 von 1.089 stammt:

"Officer Luke Gerant had seen several cells in Maximum Security but none of them were quite like this, which had been built specifically for the highly unpredictable man inside."
Übersetzung: "Officer Luke Gerant hatte einige Zellen im Maximalen Sicherheitstrakt gesehen, aber keine von ihnen war wie diese, die speziell für den höchst unberechenbaren Mann in ihr gebaut worden war."

Und weil es so schön ist, hier ein erster Eindruck von Sin (Seite 35):
"Are you hungry?"
"No. After six months on a liquid diet, I'm watching my figure."

Übersetzung: "Hast du Hunger?"
"Nein. Nach sechs Monaten flüssiger Kost, achte ich auf meine Figur."

Die Beziehung, die sich mit der Zeit zwischen den beiden Protagonisten entwickelt, ist unglaublich spannend zu lesen. Irgendwann fangen sie tatsächlich an, einander zu vertrauen, aber natürlich passieren immer wieder Dinge, die das Vertrauen auf eine harte Probe stellen. Das verleiht Evenfall viele tolle Szenen - sowohl was die Romantik als auch den Sex betrifft - macht das Buch aber auch anstrengend. Beide Charaktere haben so ihre Fehler, die einem als Leser die Tränen der Wut in die Augen treiben, die einen laut Fluchen lassen und bei denen man beiden regelmäßig eins Überziehen möchte. Boyd und Sin sind toll, können aber auch sehr nervtötend sein.

Bild Boyd und Sin serrival

Die Geschichte an sich ist zudem nichts für schwache Nerven:
Als Leser muss man sich auf eine unglaubliche Masse an mentaler Folter einstellen. Von körperlicher Gewalt will ich gar nicht erst anfangen, weil das ja der Job von Sin und Boyd ist und man damit natürlich auch rechnen darf. Doch die mentalen Aspekte waren teilweise wirklich grausam. Ich dachte ja schon Lucas Mutter in Close Protection war schrecklich, aber gegen Vivienne Beaulieu ist sie ein Waisenmädchen. Die Führungsriege der Agentur ist gruselig und man braucht sich nicht zu wundern, wenn einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen.
Ich gebe gerne zu, dass Sin der wildere, spannendere und geheimnisvollere Charakter in Evenfall ist. Dennoch war Boyd derjenige, der mein Herz in Nullkommanichts erobern konnte. Wenn dann der Lieblingscharakter wieder und wieder im Sumpf der Selbstzerfleischung versinkt, ist das nicht gerade einfach. Eben weil ich ihn so gerne mochte, waren seine Schwächen und Fehler deutlich schwerer zu ertragen als die von Sin. Ihre Beziehung ist am Ende von Evenfall immer noch im Fluss und ich bin sehr gespannt, wie sich ihre Partnerschaft, Freundschaft und körperliche Beziehung noch weiter entwickeln wird. Wenn es zwei Charaktere verdient haben, jemand zu finden, der sie bedingungslos liebt, dann sind es Boyd und Sin.
Ich freue mich schon sehr auf Afterimage, den zweiten Teil der In the Company of Shadows-Reihe. Am 24. Mai 2014 soll übrigens eine editierte Version der ersten beiden Bände erscheinen. Dieser Directer's Cut wird sich laut den Autoren inhaltlich nicht ändern, aber vermutlich um gute 300 Seiten je Buch kürzer sein. Ich werde mir diese entschlackten Versionen sicher auch zu Gemüte führen.

Zu den Autoren: Hinter Sonny verbirgt sich Santino Hassell. Mehr zu Ais findet sich auf ihrem Goodreads-Profil. Mehr zu der In the Company of Shadows-Reihe findet sich unter ICoS. Die Links zum Downloaden finden sich hier: In the Company of Shadows.
Das Bild stammt von Serrival von deviantart und sieht groß wirklich toll aus.

Hier geht es zum Buch!

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