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13.

Jul 2014

Cover Lover Eternal Englisch

Diese Rezension behandelt sowohl Ewige Liebe (Amazon-Partnerlink) als auch Bruderkrieg (Amazon-Partnerlink), da sie im Original nur einen Band bilden, der für den deutschen Markt allerdings aufgeteilt wurde.

Mary ist es gewohnt, dass das Leben ihr Steine in den Weg legt. Vor ein paar Jahren musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter nach langer Krankheit verstorben ist. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat es kurze Zeit später sie selbst ebenfalls getroffen: Bei Mary wurde Leukämie diagnostiziert. Zwar konnte sie die Krankheit besiegen, doch die Tortur hat Spuren bei ihr hinterlassen. Sowohl körperlich, als auch emotional. Für Mary ist es normal, dass sie übersehen wird und ihr kaum jemand große Beachtung schenkt. Deswegen fällt es ihr auch schwer an seine ehrlichen Absichten zu glauben, als plötzlich der schönste Mann, den sie je gesehen hat Interesse an ihr zeigt.
Vom ersten Moment, seit Rhage Mary zum ersten Mal gesehen hat, ist er fasziniert von ihr. Sie ist mutig und taff und berührt sein Innerstes auf eine Weise, die er sich nicht erklären kann. Selbst das Biest in ihm - der Fluch, den die Scribe Virgin vor über hundert Jahren über ihn gelegt hat - reagiert auf sie. Für Rhage ist der Fall klar - er muss Mary haben.
Doch Mary traut dem Ganzen nicht. Was will jemand wie Rhage, dem die Frauen reihenweise zu Füßen liegen, schon von einer Frau wie Mary? Außerdem ist sie sich ziemlich sicher, dass ihr ganz persönlicher Fluch wieder zurück ist und sie ihre ganze verbleibende Kraft für diesen Kampf braucht...

Lover Eternal / Ewige Liebe & Bruderkrieg, das zweite Buch der Black Dagger Brotherhood Reihe von J. R. Ward, erzählt nun also Rhages Geschichte. Ihn und das Monster in seinem Inneren durften wir ja bereits im letzten Band kennenlernen. Wann immer Rhage zu stark provoziert oder emotional und körperlich extrem belastet wird, kommt das Biest in ihm zum Vorschein und das hat für alle Beteiligten verheerende Auswirkungen. Um seinen Fluch einigermaßen im Griff zu halten, muss Rhage immer dafür sorgen, möglichst ausgelastet zu sein - sei es durch Kämpfe, regelmäßiges Bluttrinken oder Sex. Jede Menge anonymen Sex. Kein Wunder also, dass erst einmal niemand der Brüder sein Interesse an der unscheinbaren, menschlichen Mary ernst nimmt. Doch die Bruderschaft muss ihre Meinung sehr bald revidieren...

Cover Ewige Liebe Deutsch

Rhages und Marys Geschichte ist sehr intensiv. Es gibt viele Spannungen zwischen den beiden und sie geraten mehr als einmal heftig aneinander. Beide sind dickköpfig und stur. Trotzdem habe ich die Anziehung zwischen den beiden sehr gut nachempfinden können. Allerdings ging es auch zwischen diesen beiden wieder sehr schnell. Kaum einen Tag haben sie sich gekannt und Rhage hat sich bereits eine rosige Zukunft zwischen ihm und Mary ausgemalt. Das ist etwas, womit man sich wohl in allen Büchern der Black Dagger Brotherhood Reihe anfreunden muss - die Beziehungen entwickeln sich sehr rasant.
Damit konnte ich aber einigermaßen leben, da ihre Situation ja wirklich sehr speziell ist und vor allem Mary das Ganze durchaus mit nüchternem Kopf betrachtet hat. Was mich allerdings wirklich stört und mir schon im ersten Buch negativ aufgefallen ist, ist der fast ständig vorhandene leichte Hauch von Kitsch. Klar, die Brüder sind alle knallharte Krieger. Wenn sie draußen auf der Jagd oder im Kampf sind, kennen sie keine Gnade. Untereinander und vor allem ihren Frauen gegenüber sind sie dann aber oft plötzlich handzahm. Ich bin zwar froh darüber, dass sie gegenüber ihren weiblichen Gegenparts sehr respektvoll verhalten und sie ernstnehmen. Trotzdem kann ich diese beiden Seiten der Brüder nicht so recht unter einen Hut bringen. Da ist mir die Kluft doch des Öfteren zu groß überdramatisiert.

Cover Bruderkrieg Deutsch

Ehrlich gesagt ist die Geschichte von Lover Eternal / Ewige Liebe & Bruderkrieg von J. R. Ward ansonsten ein wenig dünn. Es geht in erster Linie um Rhages und Marys Beziehung und um ihre persönlichen Schicksale bzw. ihre Vergangenheit. Alles Weitere rückt eher in den Hintergrund und ist nur sehr dünn gesät. Da hätte ich mir wirklich etwas mehr Substanz gewünscht. Das Bisschen Handlung, das es gibt, wird noch nicht mal wirklich aufgelöst, sondern mit ins nächste Buch getragen.

Und auf diesen Band freue ich mich ganz besonders, denn er wird von Zsadist, dem härtesten und faszinierendsten (zumindest in meinen Augen =) der Brüder, handeln. Und auch wenn mich Lover Eternal / Ewige Liebe & Bruderkrieg von J. R. Ward nicht hundertprozentig überzeugen konnte, nimmt es der Reihe auch nichts von seinem Charme, so dass ich sie auf jeden Fall weiterlesen werde.
Wie alle Bücher der Black Dagger Brotherhood Reihe sind auch Lover Eternal / Ewige Liebe & Bruderkrieg und Lover Awakened / Mondspur & Dunkles Erwachen im Deutschen auf zwei Bände aufgeteilt.

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12.

Jul 2014

Cover Play englisch

In Play / Wer will schon einen Rockstar? trifft die von ihrer Mitbewohnerin über?s Ohr gehauene Anne auf Mal, den Schlagzeuger der berühmten Band Stage Dive. Anne begegnet Mal auf einer Party und läuft ihm auch da eher zufällig über den Weg. Er bekommt ein ziemlich peinliches Telefonat von Anne mit und setzt sich in den Kopf, diesem hübschen Mädel zu helfen. Er macht noch auf der Party eine erste Andeutung, die Anne aber nicht besonders ernst nimmt. Kein Wunder, dass sie große Augen macht, als sie am Tag drauf von der Arbeit nach Hause kommt und einen neuen Mitbewohner hat: Mal.

Play / Wer will schon einen Rockstar? war in weiten Teilen eine ziemlich lustige Geschichte und Annes innere Stimme in Kombination mit Mals frechen Kommentaren war wirklich schön zu lesen. Über die Zeit kommt eine gehörige Portion Tragik auf, doch das hat der sonst fast schon zu süßlichen Geschichte ganz gut getan. Der Sex zwischen den beiden war nämlich schon arg perfekt und einmal mehr fand ich es irre, wie schnell und innig die Beziehung zwischen Anne und Mal in die Gänge kam. Ich erinnere mich, dass mich das schon bei Lick / Kein Rockstar für eine Nacht, dem ersten Band der Stage Dive-Reihe gestört hat. Diese innige Liebe auf den ersten Blick. Geschichten, in denen eine Beziehung über verschiedene Stadien wächst, sind einfach mehr mein Ding. Hier geht es alles ziemlich schnell, aber das ist vermutlich einfach so bei Kylie Scott.

Ich hatte mich sehr auf Play / Wer will schon einen Rockstar? gefreut, weil Mal von Anfang an mein Lieblings-Stage Diver war. Die Geschichte las sich auch weg wie nichts und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich hätte mir allerdings einen etwas anderen Grund, als Ursache für seine Eskapaden in diesem Buch gewünscht. So war mir das alles etwas zu simple. Oder, wenn ich ehrlich bin, war er mir zu simple. In Lick / Kein Rockstar für eine Nacht machte er irgendwie einen tiefgründigeren Eindruck, den er in Play / Wer will schon einen Rockstar? für mich so nicht recht aufrecht halten konnte.

Dennoch war Play / Wer will schon einen Rockstar? charmant und der Schreibstil von Kylie Scott sehr kurzweilig. In jedem Fall möchte ich jetzt auch noch lesen, wie es den übrigen Bandmitgliedern ergeht. Jimmy, der egozentrische Sänger, wird sich in Lead / Rockstars bleiben nicht für immer (Amazon-Partnerlink) mit der toughen Lena, von der man schon den einen oder anderen Blick erhascht hat, auseinander setzen. Außerdem bin ich gespannt, ob Ben, der witzige Bassist, dann in Deep auch noch sein Glück finden wird. Und ob man seine Seelengefährtin vorher schon kennengelernt hat. Mir kam beim Lesen von Play / Wer will schon einen Rockstar? da schon eine Idee. Beide Bände erscheinen noch in diesem Jahr: Lead / Rockstars bleiben nicht für immer (Amazon-Partnerlink) am 29. Juli 2014 und Deep am 23. Dezember 2014. Somit werden alle offenen Fragen wohl hoffentlich bald zur Zufriedenheit des Lesers beantwortet.

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10.

Jul 2014

Bild Harry_Draco chouette-e

Harry ist zurück in Hogwarts, um in einer Art Eilverfahren das verpasste 7. Schuljahr nachzuholen. Am Ende stehen die NEWTs und - wenn möglich - der nächste Schritt in seiner Karriere. Dumm nur, dass Harry so gar keine Ahnung hat, was er eigentlich machen möchte. Er ist sich allerdings ziemlich sicher, dass er kein Auror werden möchte. Auch aus diesem Grund hat er auch die verkürzte und beschleunigte Zulassung zum Auror-Training ausgeschlagen. Im Gegensatz zu Ron, der genau diese Ausbildung schon angefangen hat. Harry ist stattdessen mit Hermione nach Hogwarts zurückgekehrt. Als er ein ziemlich unergiebiges und langes Berufsberatungsgespräch mit Schulleiterin McGonagall führt, kommt ihm die Erleuchtung. Er will ein Zaubertränke-Meister werden - wie Snape. Und dafür braucht er Hilfe. Hilfe von niemand anderem als Snapes bestem Schüler, Draco Malfoy. Und weil Harry und Draco über Fähigkeiten verfügen, die der jeweils andere benötigt, schließen sie einen Deal. Wer kann auch ahnen, dass ein Boggart, Snapes Porträt, die Abwesenheit von Ron und die Gesellschaft von Malfoy zu einem solch ereignisreichen 8 Schuljahr führen würden...

Azoth ist ein ganz wunderbares Harry Potter-Fanfiction. Es hat alles, was man von einer guten Story erwartet, die sich am Inhalt der Bücher orientiert, dabei aber den Epilog vernachlässigt (Canon/EWE). Die Geschichte bietet Liebe, Freundschaft, Humor, auch eine Portion Traurigkeit, wunderbare charakterliche Entwicklungen und ein paar wirklich heiße Szenen. Mir fallen spontan zwei ein, in denen es gar nicht so explizit wird und die beide noch vor der Liebesbeziehung der Protagonisten stattfinden, die aber unglaublich toll geraten sind: Das Trankbrühen im Verließ und die verbale Entspannungstaktik von Draco. Zwei wunderbare Szenen, die zeigen, was für eine begnadete Autorin zeitgeistic ist.

Hinzu kommt, dass die Geschichte extrem durchdacht und vielschichtig ist. In der magischen Welt von Azoth werden Chemie, Biologie und Alchemie mit philosophischen und spirituellen Aspekten verwoben, ohne, dass man am Ende sagen kann, wo die Naturwissenschaft anfängt und die Metaphysik aufhört. All das ist dann auch noch eng mit der charakterlichen Entwicklung der Hauptfiguren verknüpft und hat mich in seiner Komplexität wirklich beeindrucken können.
Wichtig ist aber auch zu erwähnen, dass man bei Azoth unheimlich oft und herzhaft Lachen kann. Es gibt so viele kleine und größere Ideen, die einem das Herz höher schlagen lassen. Da ist Harrys Drang, sich selbst in dieser Welt ohne Aufgabe zu finden, das Porträt, die Verwandlungen (hier will ich nichts Genaueres schreiben, weil es wirklich Spaß nehmen würde), die herrlichen Wortgefechte zwischen den verschiedenen Charakteren, die Quidditch Manager Liga und die vielen Katzen. Und natürlich noch die Kapitelüberschriften. Ohne Epilog sind es 13 Kapitel, die den 12 Stufen von alchemischen Prozessen entsprechen, bis man dann am Ende das Große Werk (Opus Magnum). Was es damit auf sich hat, müsst ihr aber selber lesen. Viel Spaß mit diesem wunderbaren Werk, das man im Archive Of Our Own unter diesem Link Azoth by zeitgeistic runterladen kann.

Fazit: Azoth von zeitgeistic war eines der besten Fanfiction, das ich in letzter Zeit gelesen habe.

Das wunderbare Bild stammt von chouette-e auf deviantart/Gorgeous pic by chouette-e on deviantart.

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08.

Jul 2014

Cover How We Deal with Gravity Englisch

Für Avery Abbot gibt es nichts Wichtigeres im Leben, als ihren Sohn Max. Max ist ein ganz außergewöhnliches Kind, doch er macht es Avery nicht immer leicht. Denn Max hat Autismus. Sein Vater hat sich aus dem Staub gemacht, kurz nachdem die Diagnose kam, was Avery nur umso entschlossener macht, so gut es geht für Max da zu sein. Ihr eigenes Leben stellt sie dafür gerne mal hinten an. Mit der Hilfe ihres Vaters Ray und ihrer besten Freundin Claire kann Avery sogar noch die Uni besuchen, um ihren Abschluss nachzuholen.
Doch Avery ist einsam. Ein Mann hat in ihrem und Max Leben aber einfach keinen Platz. Max braucht in erster Linie Stabilität und besondere Fürsorge und welcher Partner würde sich schon so eine Beziehung einlassen?
Dann taucht plötzlich niemand anderes als Mason Street wieder in der Stadt auf. In ihrer Jugend hat Avery schrecklich für ihn geschwärmt - doch das ist lange vorbei. Sie kann gar nicht abwarten, bis sie den arroganten Musiker wieder loswird.

Mason hat es versaut. Er hatte mit seiner Band die Chance auf den großen Durchbruch und hat alles verloren. Jetzt muss er erst einmal wieder auf die Füße kommen. Und das geht nirgendwo besser, als bei Ray Abbot. Ray ist der Vater, den er nie hatte, der ihn zur Musik gebracht hat, und bei dem Mason mehr Zeit verbracht hat, als in seinem eigenen Zuhause. An Rays unscheinbaren Tochter Avery hatte er allerdings nie großes Interesse.
Doch das ändert sich schlagartig, als Mason Avery nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder sieht...

So wirklich konnte mich Avery und Masons Geschichte in How We Deal With Gravity von Ginger Scott aber leider nicht überzeugen. Und das, obwohl ich gar nicht mal wirklich große Kritikpunkte an diesem Buch habe. Im Gegenteil, How We Deal With Gravity hat sogar einige sehr schöne Ansätze.
Zum Beispiel ist Ginger Scott die Darstellung von Autismus sehr gut gelungen. Es wird nicht überdramatisiert oder beschönigt. Max ist ein besonderes Kind, das spezielle Fürsorge braucht, aber auch viel zurückgibt. Dadurch entstehen ein paar wirklich schlimme Szenen, aber auch sehr schöne Momente mit ihm und zumindest in diese Richtung, macht die Autorin ihre Geschichte nicht durch zu viel Kitsch kaputt.
Auch Avery und Mason sind eigentlich ganz sympathisch. Avery steht mit beiden Beinen fest im Leben und hat ihre Prioritäten immer im Kopf. Vielleicht ist sie dabei wirklich etwas unflexibel, aber man kann es ihr nicht verübeln. Schließlich muss sie zuerst an ihren Sohn denken. Mason ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Er musste noch nie Verantwortung übernehmen und hat sich immer nur um sich selbst gekümmert. Er ist kein schlechter Kerl, aber definitiv noch nicht ganz erwachsen. Die Entwicklung, die man bei ihm in How We Deal With Gravity verfolgen kann, macht daher durchaus Sinn und Mason zu einem guten Hauptcharakter. Auch die Nebenfiguren sind im Großen und Ganzen ganz gut gelungen. Vor allem Averys Vater Ray hat mir sehr gefallen. Er und Max sind sehr wichtig für die Geschichte und wurden stimmig eingebaut.

Wie gesagt gibt es aber auch Dinge, die mir an How We Deal With Gravity nicht gefallen haben. Das sind keine sonderlichen großen Punkte, sondern eher viele kleine Details, die mir im Gesamtbild dann doch ziemlich negativ aufgefallen sind.
Zum Beispiel nutzt Ginger Scott sehr oft Kursivschrift und Ausrufezeichen. Beides sind Stilmittel, die ruhig mal verwendet werden können - aber sparsam. Die Autorin geht leider viel zu inflationär damit um, was mir schnell auf die Nerven gegangen ist.
Doch auch inhaltlich gibt es ein paar Baustellen. Da wäre etwa, dass die sonst ach so verantwortungsbewusste Avery ungeschützten Geschlechtsverkehr hat, weil sie ja die Pille nimmt. Dass Mason aber ein Frauenheld ist, der auf seiner Tournee mit jeder Menge Frauen Kontakt hatte, stört sie dabei nicht. Ebenfalls oft negativ aufgefallen ist mir Claire. Sie hat das Herz zwar am rechten Fleck und immer nur Averys Bestes im Sinn, allerdings ist sie auch der Inbegriff der sich in alles einmischenden besten Freundin. Ich an Avery Stelle wäre mehrmals stinksauer auf sie gewesen bei den Dingen, die sie ausgeplaudert hat.
Ein weiterer Punkt ist das übertriebene und kitschige Ende. Ein Happy End ist ja schön und gut, aber Ginger Scott setzt immer nur noch eins drauf. Dass es nicht völlig im Kitsch versunken ist, liegt eigentlich nur an einer bestimmten Entwicklung, die die Glückseligkeit ein bisschen gedämpft hat. Zu dick aufgetragen war das Happy End für meinen Geschmack aber dennoch.

Es gibt also doch eine Menge Details, die nicht so gut gelungen sind an How We Deal With Gravity von Ginger Scott. Katastrophal ist es aber auch nicht. Wer eine schnelle New Adult Lektüre will, die ein etwas ernsteres Thema zum Hintergrund hat, dem könnte How We Deal With Gravity durchaus gefallen.

How We Deal With Gravity ist ab heute erhältlich. Wenn euch das Buch interessiert, holt es euch so schnell wie möglich, denn der gesamte Gewinn der ersten Woche geht an das Southwest Autism Research and Resource Center.

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06.

Jul 2014

Cover Necropolis englisch

Necropolis ist der vierte Band der Serie um Whyborne & Griffin. Geringe Spoiler für die ersten Bände sind in der Rezension enthalten.

Whyborne und Griffin haben sich gut in ihrem gemeinsamen Leben eingerichtet. Selbst Whybornes Familie hat sich mit Griffin abgefunden - er wurde sogar zur letzten, leicht desaströs verlaufenden Weihnachtsfeier eingeladen. Dennoch hat Whyborne oft das Gefühl nicht genug für Griffin zu sein - schließlich hat der für ihn endgültig mit seiner Familie gebrochen. Aktuell fehlt ihnen auch noch ihre beste Freundin Christine, die sich auf Ausgrabungstour in Ägypten befindet. Dann hat Whyborne an einem späten Abend eine gefährliche Begegnung im Nathaniel R. Ladysmith Museum - eine Mischung aus Mensch und Schakal trachtet ihm nach dem Leben und er kann dem Wesen nur mit Mühe und Hilfe entkommen. Parallel erreicht Whyborne ein Hilferuf von Christine aus Ägypten. Sie bittet ihn, umgehend zu ihr zu kommen. Nicht ganz begeistert verlässt der Gewohnheitsmensch Whyborne sein innig geliebtes Widdershins, um sich zusammen mit seinem Liebsten Griffin auf den langen Weg zu seiner Freundin und den Widrigkeiten Nordafrikas zu machen.

Necropolis war die spannende und lang erwartete Fortsetzung von Stormhaven. In Ägypten erleben unsere beiden Helden und ihre Freundin Christine eine Menge Abenteuer. Besonders interessant waren die Hintergrundinformationen, die man nach und nach über Christines Leben erfährt. Auf ihr lag in diesem Band ganz klar ein Fokus und - da sie eine der besten Nebencharakterinnen überhaupt ist - fand ich das sehr schön. Natürlich waren deshalb die Szenen zwischen Whyborne und Griffin nicht so häufig wie gewohnt. Doch in ihrer Intensität waren diese so lesenswert wie immer. Ich kann die Kritik an zu wenig Griffin, die in der einen oder anderen Rezension zu lesen war, deshalb nicht ganz nachvollziehen. Griffin war wirklich immer an Whybornes Seite, konnte seinen Teil tun und hat mehr als einmal entscheidend ins Geschehen eingegriffen.
Mir hat an dieser Stelle auch sehr gefallen, dass man den immensen Fortschritt in ihrer Beziehung sehen kann. Beide sind ganz sicher nicht immer einer Meinung oder einverstanden mit den Taten des anderen, aber sie sind inzwischen viel öfter in der Lage ihrer Meinungsverschiedenheiten im Gespräch zu bereinigen. Und dass, obwohl sie sich so gut kennen, dass der jeweils andere mit Leichtigkeit in der Lage ist, den Finger in die Wunde zu legen. So ist es kein Wunder, dass Whyborne und seine Magie dieses Mal im Fokus der Konflikte stehen. Hier müsst ihr selber lesen, wie Necropolis ausgeht. Zwar kam das Ende hier ziemlich abrupt, in Hinsicht auf die Magiefrage war ich aber ziemlich zufrieden.

Etwas aus dem Konzept gebracht hat mich Jordan L. Hawk allerdings, indem sie mich in Necropolis gefühlt um einen Teil des Showdowns betrogen hat. Vielleicht empfinden es andere nicht so, aber mir hat da doch was gefehlt. Hinzu kam, dass mich die Auflösung zu einem Teil an die von Widdershins erinnert hat. Doch vermutlich war das einfach mein persönliches Empfinden. Dadurch, dass ich Whyborne und Griffin als Charaktere so gerne habe, neige ich dazu, ziemlich streng mit ihnen zu sein. Insgesamt hatte ich nämlich wirklich Spaß an Necropolis. Alleine Whybornes Gejammer über die Unannehmlichkeiten in Ägypten waren zu herrlich zu lesen. Auch die Liebesszenen zwischen den beiden konnten mein Herz wieder höher schlagen lassen. Ich wiederhole mich, aber diese beiden Charaktere von Jordan L. Hawk konnten sich wirklich einen festen Platz in meinem Herzen erobern.

Schlimm ist nur, dass die Leser sich jetzt bis November 2014 gedulden müssen, bis der letzte Band der Reihe, Bloodline erscheint. Ich habe vor, mir meine Zeit bis dahin mit Jordan L. Hawks anderer Serie zu vertreiben. Die 6-bändige SPECTR-Serie ist nämlich ab Juli komplett. Ich bin gespannt.

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