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Cover Dirty Angels Englisch

Enthält Spoiler für The Artists Trilogy und ist nicht für Leser unter 18 Jahren geeignet.

Als Luisa sich dazu bereit erklärt hat, Salvador Reyes zu heiraten, wollte sie damit eigentlich nur sich und vor allem ihren Eltern ein besseres Leben ermöglichen. Schließlich reicht das Geld hinten und vorne nicht mehr, seit ihr Vater an Alzheimer erkrankt ist und ihre blinde Mutter diese Last kaum noch schultern kann. Luisa wusste von Anfang an, dass Salvador kein guter Mensch ist, aber wenigstens kann sie durch ihn für ihre Eltern sorgen.
Doch sie hatte keine Ahnung, worauf sie sich da wirklich eingelassen hat. Denn Salvador ist niemand anderes, als der Boss des mächtigsten Drogenkartells ganz Mexikos. Für ihn ist Luisa nichts weiter, als ein hübsches Gesicht, das er seinen Geschäftspartnern zeigen und Zuhause misshandeln kann. In nur drei Monaten ist Luisa am Ende ihrer Kräfte - und versucht zu fliehen.
Tatsächlich gelingt es ihr auch, sich in den Dschungel um Salvadors Anwesen durchzuschlagen. Doch kaum in der Freiheit, wird sie auch schon wieder aufgegriffen. Doch nicht von Salvadors Leuten. Stattdessen hat sich ein anderer Drogenboss die schöne, junge Ehefrau des Reyes Kartells unter den Nagel gerissen: Javier Bernal.
Javier hat große Pläne für seine Organisation und Luisa ist das perfekte Druckmittel, Salvador eine seiner Importquellen abzunehmen. Doch Luisa ist nicht das einfache Opfer, das er erwartet hat und macht seinen Erpressungsversuch zu einem Kräftemessen. Und bald schon stellt sich die Frage, wer hier wessen Willen brechen wird...

Dirty Angels von Karina Halle ist ein Buch, vor dem ich mich ehrlich gesagt ein wenig gefürchtet habe. Nachdem ich Javier in The Artists Trilogy kennengelernt habe, hatte es damals keine fünf Seiten gedauert und ich habe ihn aus tiefster Seele gehasst. Wie kann also ein Buch aus seiner Sicht für mich (und viele, viele andere Leser, denen es ähnlich erging) also funktionieren? Wie sich herausstellte erstaunlich leicht.
Denn zu meinem absoluten Horror musste ich im Laufe des Buches feststellen, dass ich mich Javier gegenüber erweichen ließ. Ich habe mich wirklich dagegen gewehrt, aber irgendwie hat er mich am Ende doch gekriegt. Das liegt in erster Linie daran, dass Dirty Angels zumindest in Teilen aus seiner Perspektive geschrieben ist. Javier ist immer noch derselbe Psychopath, den wir in Sins & Needles kennengelernt haben und seinem Charakter im Großen und Ganzen treu geblieben. Aber wenn man sich in seinem Kopf befindet, ergeben viele seiner Handlungen auf morbide Weise plötzlich Sinn.
Eines sollte man sich deshalb am besten gleich aus dem Kopf schlagen - nämlich, dass Dirty Angels eine simple Liebesgeschichte ist. Es erwartet den Leser definitiv keine nette, kleine Romanze. Javiers Welt ist knallhart und er selbst spielt ganz vorne mit. Es gibt gleich mehrere ziemlich brutale Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. Deshalb liegt es dieses Mal tatsächlich eher an der Gewalt, als an den Sexszenen, dass ich dieses Buch nicht für Leser unter 18 Jahren empfehlen würde. Doch auch viele der erotischen Szenen haben es in sich. Sex und Gewalt liegen in Dirty Angels nah beieinander, was aber sehr gut funktioniert.
Doch das Buch lebt nicht nur von Javiers seelischen Abgründen. Luisa kann sich als Charakter absolut gegen ihn behaupten. Tatsächlich ist es ihr zu verdanken, dass mich dieses Buch von Anfang an fesseln konnte. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die aufgrund ihres Aussehens immer unterschätzt wurde. Luisa hat eine sehr ruhige Art, hinter der aber ein feuriges Temperament schlummert. Wie sie sich und diese verzwickte Situation und ihre Kidnapper handhabt hat mir sehr gut gefallen und sie hat eine Menge Respekt dafür verdient.
Karina Halle gibt sich viel Mühe, die Schattenseiten Mexikos darzustellen und spinnt damit eine sehr spannende, dichte Geschichte. Zwar handelt Dirty Angels primär von Javiers und Luisas persönlicher Entwicklung, trotzdem spielen die Kartelle, Kriminalität und Mexiko selbst ebenso eine sehr gewichtige Rolle.

Teaser Dirty Angels

Einen halben Stern musste ich allerdings abziehen. Nicht etwa wegen Javier, sondern weil Luisa eine gewisse Entwicklung durchmacht. Die ist im Grunde auch sehr glaubhaft gelungen. Dennoch ist der letzte Sprung dann doch etwas zu plötzlich und extrem geraten. Mit dem Endergebnis bin ich zwar zufrieden, etwas gradueller hätte das aber dennoch geschehen können..

Insgesamt konnte mich Dirty Angels von Karina Halle aber dennoch sehr positiv überraschen. Nein, Javier ist immer noch nicht mein Lieblingscharakter und wird es auch nie werden. Aber das muss er auch gar nicht. Er ist faszinierend genug, um der "Held" dieser Geschichte zu sein. Wer eine spannende und schonungslose Story will, bei der aber auch die Gefühle nicht zu kurz kommen, dem kann ich Dirty Angels nur ans Herz legen. Starke Nerven sollte man wie gesagt aber dennoch haben und mit Folter, Gewalt und etwas härterem Sex klar kommen.

Dirty Angels kann übrigens alleinstehend gelesen werden, auch wenn man The Artists Trilogy nicht kennt. Außerdem ist die Geschichte der Bernals noch nicht ganz vorbei. In Dirty Deeds und Dirty Promises, die ebenfalls einzeln gelesen werden können, werden wir bestimmte Charaktere der Familie wiedersehen.
Dirty Angels erscheint am 15. Juni 2014.

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Cover Aristotle and Dante englisch

Der 15-jährige Aristotle (Ari) passt irgendwie nicht so recht in seine Familie, seine High School und seine Welt. Doch dann lernt er im Schwimmbad den gleichaltrigen Dante kennen und innerhalb kürzester Zeit werden die beiden Freunde. Auf der einen Seite ist Dante ganz anders als der grüblerische und oft wütende Ari. Er hat ein sonniges Gemüt, ist furchtbar belesen und geht offen auf seine Mitmenschen zu. Doch auf der anderen Seite verbindet die beiden auch eine Menge. Etwa der gleiche Sinn für Humor, für Freude an seltsamen Spielen und die Tatsache, dass sie beide Amerikaner mexikanischen Ursprungs in den 1980er Jahren sind. Die beiden verbringen einen herrlichen Sommer zusammen und eines schicksalhaften Tages rettet Ari seinem Freund das Leben. Dabei landet er selbst im Krankenhaus und kurz darauf trennen sich ihre Wege für eine bestimmte Zeit. Doch ihre Freundschaft ist tief und in der Lage, Widrigkeiten standzuhalten...

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe / Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums war eine wunderbare Geschichte über das Erwachsen werden. Die Handlung ist nicht besonders schnell oder aufregend, doch dennoch war das Buch nie langweilig. Im Gegenteil, die wunderschöne Sprache und die Innigkeit der beschriebenen Gefühle konnte mein Herz völlig zum Schmelzen bringen. Ari und Dante sind so tolle Charaktere - beide sind alles andere als perfekt, aber wie der eine für den anderen einsteht und umgekehrt, ist einfach fantastisch zu lesen. Man erlebt das Buch komplett aus Aris Perspektive und das führt natürlich dazu, dass man sich besonders gut in ihn hineinversetzten kann. Hier mal ein paar seiner Gedankengänge, die seinen Charakter ein wenig zeigen:

"I was growing to grow up and be like one of thoses assholes. A girl is like a tree? Yeah, and a guy is about as smart as a piece of dead wood infest with termites."
Übersetzt: "Ich wuchs, um zu einem von diesen Arschlöchern heranzuwachsen. Ein Mädchen ist wie ein Baum? Klar, und ein Kerl ist genauso schlau wie ein totes Stück Holz voller Termiten."

"That afternoon, I learned two new words. 'Inscrutable.' And 'friend'." Übersetzt:
"An diesem Nachmittag lernte ich zwei neue Wörter: Unergründlich. Und Freund."


"I thought of Dante and wondered about him. And it seemed to me that Dante's face was a map of the world. A world without any darkness. Wow, a world without darkness. How beautiful was that?"
Übersetzt: "Ich dachte an Dante und staunte über ihn. Und es schien mir als war Dantes Gesicht eine Karte der Welt. Einer Welt ohne jede Dunkelheit. Wow, eine Welt ohne Dunkelheit. Wie wunderschön war das?"

Zusätzlich schafft es Benjamin Alire Sáenz, dass man auch ein sehr gutes Gefühl für Dante bekommt. Dante ist derjenige, der mit sich im Reinen ist und dies auch auslebt, was Ari mit Bewunderung hinnimmt. Und ganz ehrlich, einen Teenager, der genau weiß, was er will und was nicht, muss man doch bewundern. Doch auch Ari findet seinen Weg. Der ist langsamer, gewundener und schwieriger, aber seine Zuneigung zu Dante ist wie ein Stern, der ihm auch im Dunkeln weiter hilft.

Die Geschichte um Aris Bruder fand ich nicht immer ganz überzeugend, beziehungsweise es wurde nicht so ganz klar, warum er sich so benommen hat. Ging es ihm mit seiner Wut so wie Ari und er konnte einfach kein anderes Ventil dafür finden? Oder ging es ihm aus anderen Gründen ähnlich wie seinem kleinen Bruder? Oder war er tatsächlich ein Arsch? Hier würde es mich zu einem Teil wundern, weil seine Eltern und auch Ari sicher nicht dazu beigetragen haben. Es war etwas unbefriedigend, hier nicht mehr zu erfahren. Was mag passieren, wenn der kleine Bruder den Kontakt sucht, nachdem der endlich zu sich selbst gefunden hat? Da bleiben doch eine Menge Fragen offen, was vermutlich von Benjamin Alire Sáenz so beabsichtigt war. Doch genau im Rahmen dieses Handlungsstranges gibt es ein (letztes) Zitat, das zeigt, welche Tiefen dieses Buch hat:

"My mother would listen sometimes as my father and I talked about B. But she would never say a word. I loved her for her silence. Or maybe I just understood it. And loved my father too, for the careful way he spoke. I came to understand that my father was a careful man. To be careful with people and with words was a rare and beautiful thing."
Übersetzt: "Meine Mutter hörte manchmal zu, wenn mein Vater und ich über B. sprachen. Aber sie würde nie ein Wort sagen. Ich liebte sie für ihr Schweigen. Oder vielleicht verstand ich es auch einfach. Und ich liebte meinen Vater ebenfalls, für seine achtsame Art zu sprechen. I hatte endlich begriffen, dass mein Vater ein achtsamer Mann war. Achtsam mit Menschen umzugehen, war ein seltene und wunderbare Sache."

Überhaupt waren auch die Nebencharaktere in dem Buch sehr gelungen. Insbesondere natürlich Aris und Dantes Eltern, aber auch Aris Freundinnen, die ihm die lange Zeit ohne seinen besten Freund leichter machen.

Auch wenn Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe / Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums aufgrund meiner Rezension vielleicht nicht perfekt erscheint, war es das beim Lesen für mich. Das Buch hat mich mit seiner Sprache und seinen Charakteren in eine Art glückseligen Zustand katapultiert, wie es in meinem Leben bislang nur wenige Bücher vermocht haben. Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe / Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums ist ganz sicher ein Buch, dass ich noch öfter lesen werde. Denn der Zauber von Benjamin Alire Sáenz Sätzen und der Charme von Aris und Dantes Freundschaft hin zu einer langsam aufkeimenden Liebesgeschichte verliert sich ganz sicher auch nicht beim widerholten Lesen. Im Gegenteil denke ich, die Geschichte gewinnt mit der Zeit und wird mir das Herz noch öfter eng werden lassen. Absolut empfehlenswert.

Die deutsche Übersetzung erscheint am 16. Juli 2014 im Thienemann-Verlag. Wenn ihr Coming-of-Age-Geschichten mögt, solltet ihr es euch nicht entgehen lassen.

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Cover Fire and Ice: Tyler Moreno deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Fire & Ice-Reihe und ist für Leser unter 18 nicht geeignet.

Tyler Moreno gehört wie auch sein bester Freund Ryan Black zur legendären 'Fire & Ice'-Truppe. Jedes Jahr besuchen sie gemeinsam das Mittelalterfest in Talin und genießen das Leben und den Sex.
Nachdem Ryan in diesem Jahr die Liebe seines Lebens gefunden hat, ist das aufreißen nicht mehr ganz so einfach. Die Truppe 'Setarip', zu der Sky gehört, wurde von Ryan zu einem Event in einem Bostoner Vorort geladen, bei dem die 'Fire & Ice'-Jungs einige Aufrtitte haben.
Ty gehört eher zu der ruhigeren Sorte Mensch. Er spricht nicht mit jedem und wenn, dann nicht viel. Seinen Freunden ist das bekannt und seinem Job als Sicherheitschef in Ryans Firma kommt diese Zurückhaltung nur zu Gute.

Kaum sind sie auf dem Platz angekommen, riecht es auch schon nach dem ersten Stress. Shane, seines Zeichens Cassanova, ist die ruhige Nina aufgefallen, die zu den 'Setarips' gehört. Auch Gregor gehört zu Skys Truppe und bemerkt Shanes Blicke, die er seiner kleinen Schwester zu wirft. Sofort ist Gregor auf Krawall gebürstet.
Ty steht daneben und sobald sich jemand gegen einen aus seiner Gruppe wendet, sieht Ty rot. Im wahrsten Sinne des Wortes. Tyler war schon immer ein sehr aggressiver Mensch und nur dank Ryan und den anderen schafft er es seine Aggression zu zügeln.
Als Gregor nun Shane anblafft, stellt sich Ty sofort dazwischen. Aber zum Kampf kommt es nicht. Noch bevor Gregor und Ty sich aufeinander stürzen können, legt sich eine zierlich Hand auf Gregors Arm. Sofort weicht alle Aggression aus ihm und auch Ty ist verdutzt. Da wagt es dieses kleine Wesen doch tatsächlich sich in einen Streit zwischen den Männern einzumischen.
Nun ist auch Tylers Augenmerk bei der ruhigen Nina, die man nie ohne Kamera und Gregor irgendwo sieht.

Nina verabscheut Gewalt und das weiß ihr Bruder Gregor auch. Warum er sich jedes Mal so angepeitscht fühlt, versteht sie trotzdem. Gregor passt seit jeher auf sie auf und Nina ist ihm dafür sehr dankbar.
Sie sieht sich in der Rolle des Beobachters, am liebsten durch die Linse ihrer Kamera. Natürlich ist ihr Tyler bereits aufgefallen. Er ist groß, muskulös und hat wunderschöne Tattoos. Ein Traum von einem Mann, wenn er nur nicht so aggressiv wäre.
Schon bei den letzten Treffen hat sie ihn heimlich beobachtet und Fotos von ihm gemacht. Doch in diesem Jahr scheint er sie das erste Mal wahrzunehmen. Obwohl ihr Aufmerksamkeit immer unangenehm ist, gefällt es ihr, das Tyler sie bemerkt hat. Sie wird ihn wohl auch in diesem Jahr beobachten und für die Zeit nach diesem Event einige Fotos schießen.

Tyler ist noch immer verwirrt. Wer genau ist Nina und wie steht Gregor zu ihr? Als er versucht andere über sie auszufragen, schlägt er vor eine Mauer. Jeder sagt ihm, er solle sie vergessen. Aber das kann er jetzt nicht mehr. Im Gegenteil. Jetzt interessiert sie ihn erst recht. Er hat sie zu seiner Beute für dieses Fest auserkoren.
Er hat keine Ahnung worauf er sich da eingeschossen hat und auch nicht, was das für Konsequenzen für ihn haben wird.

Der zweite Teil der Fire & Ice-Reihe dreht sich um Tyler Moreno, der als Sicherheitschef von Ryan Black arbeitet und als dieser bereits im erste Band kurz vorkam. Schon dort hat der Leser diese unterschwellige Aggression kennenlernen dürfen und so war ich besonders gespannt wie sich dieser Mann in Sachen Liebe schlagen wird.

Mir hat der zweite Teil der Reihe wirklich gut gefallen und ich musste mir gleich den nächsten Band kaufen, bei dem es um den Sunnyboy Shane geht.
Bei Fire&Ice: Tyler Moreno geht es nebenbei mit der Beziehung zwischen Ryan und Sky weiter und das finde ich wirklich gut. So erfährt man wie es bei den anderen Pärchen weiter geht und das Buch um dieses Pärchen ist somit nie wirklich zu Ende - bis die Reihe beendet ist.

Schauen wir mal, ob mir die Reihe weiterhin so gut gefällt =o)

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Cover To Professor with Love Englisch

Dr. Aspen Kavangh lehrt Literatur an einer Uni in Illinois und ist von ihren Studenten mehr gefürchtet als geliebt. Sie benotet fair aber streng und so gibt es einige Leute in ihrem Kurs, deren Noten besser sein könnten.
Einer von ihnen ist Noel Gamble. Allerdings braucht er dringend eine gute Note in diesem Kurs, um sein Football-Stipendium nicht zu verlieren. Das darf auf keinen Fall passieren, denn er muss seine drei jüngeren Geschwister zu Hause über Wasser halten. Aus irgendeinem Grund scheint seine Professorin Noel aber zu hassen. Noel selbst ist, nachdem sie mehr als einmal aneinander geraten sind, auch nicht sonderlich begeistert von Dr. Kavanagh. Auch wenn er unangemessen oft an sie denkt und sie sein Blut nicht nur vor Wut zum kochen bringt. Und wieso ausgerechnet er eine Lehrerin haben muss, die so jung aussieht, dass er ihr in der Bar, in der er arbeitet, keinen Alkohol ausschenken würde?
Als Aspen Noel helfen muss, seine Note zu verbessern - schließlich will die Uni nicht ihren Star-Quarterback verlieren - treffen zwei Welten aufeinander. Und beide müssen feststellen, dass sie einander völlig falsch eingeschätzt haben...

Ich muss zugeben, dass mir To Professor, with Love von Linda Kage ganz objektiv betrachtet eigentlich nicht gefallen dürfte. Wenn man sich an ein New Adult / College Buch macht, dann sollte man sich von Haus aus schon mal auf jede Menge Drama gefasst machen. Das ist der Grund, weshalb mich viele davon einfach nicht überzeugen konnten. Auch bei To Professor, with Love ist das nicht anders. Da wäre das Drama, um die skandalöse Verbindung zwischen Lehrerin und Schüler. Doch das ist noch nicht alles: Wir haben außedem noch jede Menge Missverständnisse, die schwierige Vergangenheit unserer Charaktere, diverse Schwangerschaften (bzw. Befürchtungen) und manchmal leider auch schiere Doofheit. Es war alles einfach ein bisschen viel. Gerade was die Schwangerschaften bzw. den damit einhergehenden ungeschützten Geschlechtsverkehr angeht, habe ich eigentlich immer so meine Probleme. Und wie gesagt, eigentlich ist es mir auch hier zu dick aufgetragen. Aber trotz alledem mochte ich To Professor, with Love.

In erster Linie liegt das einfach daran, dass ich Aspen und Noel sehr schnell ins Herz geschlossen habe. Noel ist ein guter Kerl - auch wenn er das gern hinter jeder Menge Weibergeschichten, Dummheiten und Machosprüchen versteckt. Er liebt Football, aber es ist gleichzeitig auch ein Riesendruck, denn es ist seine einzige Chance, seinen Geschwistern zu helfen. Auf seine Mutter brauchen sie sich nicht zu verlassen und so musste die ganze Familie sehr früh lernen, erwachsen zu werden. An einer ernsthaften Beziehung hat Noel daher nie Interesse gehabt. Zuviel Aufwand und zu große Gefahr, dass jemand hinter seine Probleme zu Hause kommen könnte. Schließlich passt das gar nicht zu seinem Image am College. Das ändert sich allerdings schnell, als Aspen in sein Leben tritt. Sie fordert ihn heraus, wie nie jemand zuvor und zeigt ihm, dass mehr in ihm steckt, als nur ein dummer Sportler. Wider erwarten finden die beiden ineinander genau die eine Person, der sie sich öffnen können.
Denn auch Aspen hat ihr dunklen Geheimnisse. Hinter der taffen Dozentin, als die Noel sie kennt, steckt ein erstaunlich unsicherer Mensch. Sie ist gerade mal 23 (lächerliche zwei Jahre älter als Noel selbst) und hat ihre schulische Laufbahn in Rekordzeit hinter sich gebracht. All das nur, um ihren elitären Eltern zu gefallen, denen sie es sowieso nie recht machen konnte. Wenn es um ihre Eltern geht, wird aus der wortgewandten Aspen ganz schnell ein eingeschüchtertes kleines Mädchen. Sie hat kaum Freunde, einfach weil sie nie gelernt hat, sich in sozialen Situationen zu Recht zu finden. In ihrem letzten High School Jahr war sie z.B. gerade mal 14 Jahre alt und hat zwischen den ganzen 18-jährigen nie den Anschluss gefunden hat, den sie gebraucht hat. Und das zieht sich durch ihr ganzes Leben. Sie ist immer die Außenseiterin.
Ausgerechnet Noel - dem letzte Mann, zu dem sie je eine echte Verbindung erwartet hätte - ändert alles für sie. Natürlich ist das aber unmöglich, schließlich ist sie seine Lehrerin. Egal, ob sie im Grunde im gleichen Alter sind. Das Desaster ist vorprogrammiert. Manchmal hat es mich gestört, wie extrem unvorsichtig die beiden dabei vorgegangen sind. Wenn ich eine derartige Beziehung anfange, sollte Diskretion an erster Stelle stehen. Aber vielleicht war auch gerade das der Punkt. Denn ansonsten hat mir die Art und Weise, wie Linda Kage dieses schwierige Thema geschultert hat, eigentlich ganz gut gefallen. Vor allem der Kontrast zwischen der Aspen, wie sie denkt sein zu müssen, und der Aspen, wie sie wirklich ist - eine junge Frau, die zum ersten Mal in ihrem Leben Liebe erfährt.

Linda Kages schöner, schwungvoller Schreibstil hat To Professor, with Love noch besser gemacht. Ihre Liebe zu Büchern ist ständig zu spüren und fast schon wie eine Art Hommage hat sie viele, zu ihrer Geschichte passende Zitate eingebaut - und ausnahmsweise mal nicht nur aus Klassikern. Eine sehr erfrischende Abwechslung, die eine sehr schöne Stimmung geschaffen hat.

Besonders gut haben mir aber die vielen Nebencharaktere gefallen. Noels gestörter bester Freund und Mitbewohner Ten zum Beispiel. Ihm wollte ich abwechselnd um den Hals fallen oder ihm selbigen umdrehen. Auch Reese und Mason aus dem ersten Teil der Reihe, Price of a Kiss, sind mit von der Partie und haben sogar eine erstaunlich große Rolle gespielt. Doch es gibt noch jede Menge weiterer Figuren, die ich in To Professor, with Love ins Herz geschlossen habe und die gute Kandidaten für die weiteren Bücher der Forbidden Men Reihe wären.
Als nächstes hat sich Linda Kage allerdings Noels Kollegen Pick und Reeses Cousine Eva vorgenommen. Sie bekommen mit Be My Hero bald ihre eigene Geschichte. Ich freue mich jetzt darauf.

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Cover The Student Prince englisch

Merlin Emrys ist auf dem nach St. Andrews, um an der dortigen Universität sein Physikstudium zu beginnen. Dass er parallel auch seine magische Ausbildung vervollkommnen soll, wissen nur wenige. Auf dem Weg von Kings Cross nach Edinburgh begegnet er der charmanten Gwen, die wie Merlin im ersten Semester ist und Ingenieurin werden will. Da passt es ganz wunderbar, dass der englische Thronfolger, Arthur Pendragon, ebenfalls sein Studium beginnt. Sowohl Merlin als auch Gwen schwärmen für den Prinzen, der landläufig von den Zeitungen nur als His Royal Hotness bezeichnet wird. Frei übersetzt bedeutet das in etwa der 'königliche heiße Feger'. Wie es der Zufall will, wird Merlin dem jungen Prinzen als Zimmergenossen zugeteilt. Leider wirkt Arthur beim ersten kennenlernen auf Merlin aber wie ein totaler Arsch. Doch der Eindruck täuscht und nach diversen Startschwierigkeiten werden die beiden Freunde. Das Problem: Merlin ist nach wie vor in Arthur vernarrt und sowohl die innige Freundschaft zwischen ihnen als auch die äußere Verpackung des Prinzen mit seinem charmanten Wesen machen es ihm unmöglich, über seine Gefühle hinwegzukommen...

The Student Prince ist ein wunderbares Merlin-Arthur-Fanfiction, angesiedelt in einem modernen alternativen Universum. Dass die ganzen Mythenfiguren zusammen an der Universität von St. Andrew studieren, ist ein wunderbarer Geniestreich von FayJay. Es macht unglaublich viel Spaß den Erstsemestern dabei zuzusehen, wie sie sich zu Recht finden und auch mit höheren Semestern klar kommen. Hinzu kommt die magische Komponente, die wunderbar in den Alltag eingeflochten wird. Da gibt es ein paar bezaubernde Details wie den Drachen Kilgharrah, der eine ganz eigene Wandlung durchmacht und dabei eine Schwäche für Musik und moderne Technik entwickelt oder Morgana, die neben einem Faible für Trinkspielchen auch ein Ohr für Merlins immer wieder passierende magische Unfälle hat.
Überhaupt die Charaktere. Die sind alle sehr, sehr gut gelungen. Selbst die weniger charmanten Charaktere überzeugen. Und auch Arthur, der am Anfang nicht ganz so sympathisch rüber kommt, schleicht sich langsam aber sicher in das Herz des Lesers schleichen. Hier jedoch auch eine Warnung: Als Leser muss man sich aber auf eine Menge sexuell frustrierender Momente gefasst machen. Es ist lange Zeit nicht klar, ob Arthurs sexuelle Orientierung überhaupt in Richtung des eigenen Geschlechts weißt, ob er beiden Geschlechtern zugeneigt ist oder schlicht heterosexuell ist. Wenn man dann mehr vermutet, bleibt es immer noch ein ziemliches Katz-und-Maus-Spiel, dem dann auch noch Magie in die Quere kommt. Ja, zusammen mit Merlin darf man sich herrlich frustiert fühlen.

Doch trotz aller unerfüllter sexueller Spannung ist The Student Prince unglaublich charmant und extrem lustig. Alleine die ganzen Anspielungen auf verschiedene andere Fantasywerke konnten mich immer wieder zum Lachen bringen. Außerdem ist Merlin extrem schlagfertig und wird darin eigentlich nur von Morgana geschlagen - eine Tatsache, die gerade ihre Gespräche zu einem echten Highlight macht. Das Buch verströmt auch eine gehörige Portion Realitätssinn - wenn es darum geht, wie es Homosexuellen heutzutage in unserer Gesellschaft geht. Es liefert aber auch zarte und romantische Momente, wobei besonders das Ende zum Dahinschmelzen war.

Fazit: Wer es mal mit dem Fanfiction-Universum um Merlin und Arthur probieren will, dem kann ich The Student Prince nur ans Herz legen. Die Geschichte nimmt sich Zeit und liefert deshalb ein wunderbares Porträt der verschiedenen Protagonisten, des Alltags an einer renommierten schottischen (britischen) Universität, eine charmante Verschmelzung von Realität und Magie und eine großartige Liebesgeschichte. Absolut empfehlenswert.

The Student Prince von FayJay kann im Archive of Our Own heruntergeladen werden.

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