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Cover Landing the Air Marshal

Für Abby läuft es gerade ziemlich gut – zumindest beruflich. Sie liebt ihren Job als Set Scout, für den sie überall auf der Welt die tollsten Orte besuchen darf, um den nächsten Filmschauplatz zu finden. Außerdem winkt ihr gerade die Beförderung ihres Lebens und dafür kann sie sich auch damit abfinden, dass ihr Privatleben momentan alles andere als erfüllt ist.
Einen Nachteil hat Abbys Beruf aber: Sie muss regelmäßig ein Flugzeug besteigen. Auch nach Jahren des Reisens hat ihre Flugangst noch nicht nachgelassen und jedes Mal ist eine neue Tortur für sie. Normalerweise steht sie das immer alleine durch. Doch als sie diesen Winter nach New York fliegt und auf dem Weg dorthin einen besonders ruckeligen Flug erleiden muss, stellt sich ihr Sitznachbar als absoluter Glückgriff heraus, denn Gage, wie er sich vorstellt, gelingt es irgendwie, sie von ihrer Angst abzulenken. Schon nach kürzester Zeit fühlt sich Abby mit Gage so wohl, wie kaum mit einem anderen Menschen zuvor...und sie kommen sich schnell näher.
Und wie es der Zufall so will, sind sie in New York sogar im gleichen Hotel untergebracht. Eines ist beiden klar: Das werden ein paar turbulente Tage in New York...

Landing the Air Marshal ist nach The Rule Book das zweite Buch, dass ich von Jennifer Blackwood gelesen habe, doch leider hat dieses hier nicht wirklich meinen Geschmack getroffen. Denn obwohl mir auch hier der Schreibstil der Autorin, der sehr flüssig, sympathisch und humorvoll ist, auch in diesem Buch wieder sehr gut gefallen hat, hat es an der Handlung leider sehr gehapert.
Denn leider passiert so ziemlich gar nichts in Landing the Air Marshal - außer Sex. Die gesamte Handlung erstreckt sich über nur ein paar Tage und allein die ersten knapp 30% spielen sich nur im Flugzeug ab. In dem sie Sex haben. Danach geht's ab ins Hotelzimmer. In dem sie Sex haben. Nach einem kurzen Spaziergang geht es ins Treppenhaus des Hotels. In dem sie Sex haben. Ihr seht worauf das hinausläuft. Im Prinzip wurden nur hier und da ein paar Fetzen "Handlung" eingebaut, um den Charakteren zwischen den Sex Szenen etwas zu tun zu geben. Wenn man aber bedenkt, dass sich zwischen Abby und Gage sehr bald schon Gefühle entwickeln hatte mir das alles einfach zu wenig Hand und Fuß. Ich habe ihnen nicht abgenommen, dass sich da ernsthaft etwas zwischen ihnen entwickelt und auch am Ende der Geschichte hatte ich nicht wirklich das Gefühl, als ob die beiden eine realistische Zukunft haben könnten (auch wenn Jennifer Blackwood sich alle Mühe gegeben hat, ihnen ein Happy End zu geben). Leider konnte ich aber einfach keine Verbindung zwischen den beiden erkennen und sie haben in meinen Augen nicht sonderlich gut zusammen gepasst. Ihre einzige Gemeinsamkeit, abgesehen von ihrem Filmgeschmack, ist dass sie beide wegen ihres Jobs ständig unterwegs sind und keine Zeit für eine Beziehung haben...das sind ja nicht unbedingt die besten Voraussetzungen...
Außerdem hat sich die Geschichte wirklich sehr lang hingezogen. Zum einen lag das daran, dass die bereits erwähnten Sex-Szenen irgendwann ziemlich langweilig wurden. Zum anderen hat sich auch zu viel in den Köpfen der Figuren abgespielt, selbst wenn sie gerade ein Gespräch geführt haben. Vor allem bei Abby fiel das sehr auf, denn nach jedem einzelnen Satz, der aus Gages Mund kam, musste erst einmal zwei Seiten lang schwadroniert werden, wie heiß und sexy und toll Gage doch ist (mal ganz zu schweigen davon, dass ihr Höschen permanent feucht ist...), bis sie ihm eine Antwort geben kann. Ihre Gedankengänge sollten zwar lustig sein und den Leser in die richtige Stimmung versetzen, ich fand es aber eher frustrierend, weil es jeglichen Lesefluss kaputt gemacht hat und jedes Gespräch, von denen es ohnehin zu wenige gab, sehr schleppend vorangetrieben hat.
Mit Abby habe ich also schon mal nicht so richtig geklickt, auch wenn ich sie grundsätzlich schon ganz gern mochte. Mit Gage konnte ich leider noch weniger. Solange wir uns nur in seinem Kopf aufgehalten haben, war er eigentlich ganz okay. Er ist ein Familienmensch und wenn er ehrlich mit sich ist gar nicht mehr wirklich glücklich mit seinem Job als Air Marshal (Flugsicherheitsbegleiter). Es steckt also schon ein bisschen mehr in ihm, als nur ein hübsches Gesicht, doch leider dreht sich fast jede Unterhaltung zwischen ihm und Abby um Sex und das meiste, was aus seinem Mund kommt fand ich eher lahm und abgedroschen anstatt sexy, was aber eindeutig nicht die Absicht der Autorin war.

Fazit: Ich habe Landing the Air Marshal zwar nicht gehasst und man konnte durchaus hier und da das Schreibtalent von Jennifer Blackwood durchblitzen sehen, doch leider gab es mir einfach zu wenig Handlung. Jegliches Potenzial, dass die Geschichte hergegeben hat, wurde leider unter Oberflächlichkeit und mittelmäßigen Sexszenen begraben.

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Cover Siege and Storm

Kleiner Hinweis: Ich habe die Bücher auf Englisch gelesen, weshalb sich einige Eigennamen von der deutschen Version unterscheiden können. Wenn ich den deutschen Begriff wusste, habe ich ihn in Klammern hinzugefügt. Lasst euch also davon nicht irritieren. ;)

Mit Ach und Krach ist es Alina und Mal gelungen, dem Darkling (Dunklen) zu entkommen, als er mit Alinas Hilfe die Fold (Schattenflur) ausdehnen wollte. Dank dem Amplifier (Verstärker), den er ihr kurz zuvor umgelegt hat, um ihre Macht zu kontrollieren, ist es Alina allerdings gelungen den Darkling zu besiegen und gemeinsam mit Mal zu fliehen. Nach einer langen Reise sind die beiden nun in einem fernen Land und versuchen sich weiter ins Landesinnere durchzuschlagen, um dort in Frieden untertauchen zu können.
Doch Alina weiß, dass sie auf der Hut bleiben muss, denn so sehr sie auch hofft, dass der Darkling in der Fold umgekommen ist, ist sie sich ziemlich sicher, dass sie und Mal nicht so viel Glück haben. Und wenn sie ehrlich mit sich ist, weiß sie auch gar nicht, ob sie das wirklich will, denn einige Dinge die der Darkling zu ihr und über sie gesagt hat, waren ein wenig zu nah an der Wahrheit dran...denn Alina liebt ihre Macht. Sie will sie nutzen. Sie MUSS sie nutzen. Und manchmal ist sie sich nicht ganz sicher, wie viel von dem Mädchen, dass Mal kannte, noch übrig geblieben ist.
Doch das wird bald Alinas geringstes Problem, denn auch in ihrem Versteck dauert es nicht lange, bis sie entdeckt wird. Denn wie befürchtet hat der Darkling überlebt - und aus der Schattenflur eine ganz neue Grausamkeit mitgebracht...

In Siege and Storm / Eisige Wellen, dem zweiten Buch der The Grisha / Grischa Trilogie von Leigh Bardugo, geht es eigentlich gleich von Anfang an so spannend und actiongeladen weiter, wie es im ersten Teil aufgehört hat. Alina und Mal wird kaum ein Moment der Ruhe gelassen, bis sie schon wieder in die nächsten Schwierigkeiten geraten, doch dazu will ich gar nicht mehr sagen. Die Geschichte ist einfach zu komplex und spannend um jetzt schon zu viel davon vorweg zu nehmen. Nur so viel: Die Dynamiken werden in diesem Buch komplett durchgemischt. Durch den Versuch des Darklings den König zu Stürzen und die Macht an sich zu reißen, muss sich Ravka neu ordnen und die Grisha und normalen Menschen spalten sich in die verschiedensten Lager. Manche verehren Alina fast wie eine Gottheit, andere halten sie für eine unnatürliche Abscheulichkeit und wieder andere halten sie schlicht und einfach für eine Lügnerin. Leigh Bardugo hat eine sehr spannende, abwechslungsreiche und clevere Geschichte darum gesponnen, die mich die Nacht durchlesen ließ.
Außerdem gibt es eine ganze Reihe von neuen Charakteren, die der Handlung zusätzliche Würze verliehen haben. Einer im Besonderen hat es mir hierbei angetan, von dem ich aber auch noch viel erzählen kann, ohne zu viel vorweg zu nehmen (es ist schon immer ein Kreuz mit dem Rezensieren von Fortsetzungen ;). Er ist aber eine ganz besondere Figur, der Alina dabei hilft, die Karten komplett neu zu mischen und viele neue Türen für die Handlung öffnet.
Cover Grischa Eisige Wellen Was ich aber noch verraten kann ist, dass Alina eine extreme Entwicklung durchmacht - und nicht alles davon ist gut. Sie ist tatsächlich nicht mehr das Mädchen, das sie war, bevor sie ihre Kräfte entdeckt hat. Alinas größtes Ziel ist zwar immer noch Ravka zu retten, allerdings entdeckt sie ganz tief in ihrem Inneren auch ein paar Dinge, die alles andere als ehrenhaft sind. Ihre Macht wird ihr nämlich sehr wichtig und wenn sie ehrlich mit sich ist, will sie mehr davon. Und es gibt immer mehr Dinge, über die sie nicht mit Mal sprechen kann. Unter anderem deswegen entfernen sich die beiden immer mehr voneinander und damit verliert Alina auch langsam aber sicher ihre wichtigste Verbindung zu ihrem alten (und echten? Man weiß es noch nicht...) Ich. Die beiden haben mir mehrfach in diesem Buch das Herz gebrochen und vor allem mit Mal hatte ich mehr als einmal echtes Mitleid.

Trotzdem fand ich Siege and Storm / Eisige Wellen von Leigh Bardugo ziemlich gut. Vermutlich gerade weil es nicht nur von der Handlung her wie gesagt sehr spannend und intensiv war, sondern mich auch gefühlsmäßig wirklich getroffen hat. Es ist kein fröhliches oder glückliches Buch, aber es macht Lust auf mehr und man bekommt absolut nicht das Gefühl, dass es ein bloßer Lückenfüller war, wie es bei den mittleren Büchern manchmal passieren kann. Es ist definitiv gut, dass ich das letzte Buch schon zur Hand habe. ;)

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Cover Roman Crazy

Als Avery ihren Ehemann Daniel in seinem Büro mit einem Besuch überraschen will, kann sie kaum glauben, was sie dort sieht: Ihr Mann, für den sie die letzten 8 Jahre lang alles getan und sogar ihre Karriere auf Eis gelegt hat, betrügt sie. Und das ausgerechnet mit seiner Sekretärin. Geht's denn noch klischeehafter?
Während sie es ihren Anwälten überlässt, sich um die Scheidung zu kümmern, braucht Avery erst einmal einen Tapetenwechsel. Und so kommt es, dass sie sich in ein Flugzeug Richtung Italien setzt und ihre beste Freundin Daisy besucht, die bereits seit Jahren als Architektin in Rom arbeitet.
Avery verliebt sich sofort in Stadt, Land und Leute und genießt ihr Leben dort in vollen Zügen. Auch Daisys Freunde und Kollegen scheinen eine buntgemischte und sehr sympathische Gruppe zu sein, doch als Avery ein bestimmtes Gesicht aus diesem Freundeskreis wiedererkennt, fällt sie aus allen Wolken: Marcello, der Junge, den sie vor über 9 Jahren während ihres Auslandssemesters in Spanien kennen und lieben gerlernt hat, arbeitet in Daisys Firma. Und Marcello scheint alles andere als begeistert zu sein Avery wieder zu sehen. Wenn man allerdings bedenkt, wie Avery damals die Sache zwischen ihnen beendet hat, ist das vermutlich kein Wunder...
Eine Sache ist nun aber glasklar: Averys Urlaub wurde gerade um einiges interessanter...

Ich habe mittlerweile ein gutes halbes Jahre darauf gewartet, dass Roman Crazy von Alice Clayton und Nina Bocci endlich erscheint ? doch ich muss leider sagen, dass es sich als eine bittere Enttäuschung entpuppt hat.
Dabei fing alles eigentlich ganz vielversprechend an: Avery erwischt ihren Mann wie gesagt in flagranti und macht sofort Nägel mit Köpfen und verlässt ihn. Sie trifft diese Entscheidung zwar nicht leichtfertig, weiß aber, dass sie nun ausnahmsweise mal an sich selber denken muss. Ihre Reise nach Rom ist der beste Weg, den Kopf frei zu bekommen und endlich die Avery mit all den Träumen und Sehnsüchten wiederzufinden, die sie früher einmal war - bevor ihr Mann sie mit all seinen Plänen in den Hintergrund gedrängt hat. Bis hierhin fand ich eigentlich alles noch ganz ok. Avery war sympathisch und ich fand ihre Gedanken und Gefühle Daniel und der Trennung gegenüber sehr verständlich.
Doch dann tritt Marcello wieder in ihr Leben und einige Dinge aus der Vergangenheit werden aufgearbeitet. Hier begann die Geschichte für mich den Bach runter zu gehen (Achtung, ab jetzt kommen einige Spoiler; wenn ihr sie lesen wollt müsst ihr einfach auf das Spoiler-Symbol klicken): Wie gesagt kennen sich Avery und Marcello schon seit Jahren und sie haben sich damals unsterblich ineinander verliebt, was allerdings kein gutes Ende nahm, denn . Dass Marcello also alles andere als gut auf Avery zu sprechen ist, ist daher nur allzu verständlich. Und auch mir war sie danach alles andere als sympathisch, vor allem weil sie sich selbst immer so dermaßen Leid getan hat und sich nur als Opfer sah.
Dazu kam noch, dass es für sie irgendwie ganz klar war, dass sie Marcello wieder kriegen würde - und das obwohl der offensichtlich gerade mit einer anderen Frau namens Simone involviert war. Irgendwie hat sie was das anging eine Arroganz an den Tag gelegt, die mir überhaupt nicht gefallen wollte und die am Ende nur noch ein Detail war, das mich an ihr gestört hat.
Ab hier wurde die Geschichte dann erst einmal ziemlich langweilig und hat stagniert. Im Endeffekt war es nur noch eine Schwärmerei über Rom nach der anderen. Ich liebe die Stadt, aber ich kann nicht sagen, dass es Alice Clayton und Nina Bocci sonderlich gut gelungen ist, dass Flair der Stadt einzufangen. Dafür war ihr Schreibstil zu übertrieben und gewollt poetisch in der Beschreibung. Mindestens 50% davon waren Erzählungen von all dem Essen, dass Avery kennenlernt, wovon eines besser ist als das andere. Im Grunde war es nichts anderes als seitenweises belangloses Name-Dropping.
Als dann endlich wieder mal etwas passierte, war es etwas, mit dem ich zwar nicht gerechnet hatte, das mir aber im negativen Sinne einfach den Rest gegeben hat. Ihre erinnert euch an . Und damit haben es Alice Clayton und Nina Bocci dann auch geschafft, mir Marcello zu verleiden. Die Erklärungen dafür, warum er das getan hat, waren in meinen Augen keine Rechtfertigung und es hat mich wahnsinnig genervt, wie Avery damit umgegangen ist. Wirklich kein einziger Konflikt in Roman Crazy wurde so gelöst, dass ich 1. mit der Aussprache zufrieden war und 2. das Gefühl hatte, dass die Figuren daraus etwas lernen und die richtigen Schlüsse ziehen.
Es war einfach alles sehr frustrierend. Da waren die anderen Dinge, die mich an Roman Crazy gestört haben wirklich nur noch ein Tropfen auf den heissen Stein, wie z.B. der mäßige Schreibstil. Es gab immer wieder Szenen, die sich nicht fließend in die Geschichte eingefügt haben und schlichtweg nicht gut geschrieben waren. Auch der Humor war nicht so meins. Avery wird als so clever und witzig dargestellt, ich fand sie aber einfach nur nervig und kindisch, wenn man bedenkt, dass sie eine 30-jährige ach so gebildete Frau ist. Mit Daisy, die die Quintessenz der modelmäßigen besten Freundin ist, erging es mir ganz ähnlich.

Deshalb war Roman Crazy von Alice Clayton und Nina Bocci eine einzige große Enttäuschung für mich. Der Einzige Grund, wieso es dann doch noch 1.5 Sterne wurden, war die Grundgeschichte, die ich nach wie vor interessant finde. Alles andere war allerdings leider so gar nicht mein Fall.
Das zweite Buch der Broads Abroad Reihe wird übrigens von Daisy handeln.

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Cover Fast mein Baby

Dies ist der zweite Teil der Not Quite- Reihe und enthält Spoiler zum ersten Band Not Quite Dating / Fast ein Date.

Katelyn Morrison ist das Nesthäkchen der Morrison-Familie und hat viele Freiheiten. Jetzt, wo ihr Bruder Jack die Liebe seines Lebens geheiratet hat und eine Familie gründet, wird sie schmerzlich daran erinnert, dass ihr dieses Glück ewig verwehrt bleiben wird.
Katie kann keine Kinder kriegen. Ihre letzte Beziehung ist daran zerbrochen und sie weiß, dass sie das Richtige getan hat. Dean sollte eine Frau finden, die ihm seinen sehnlichsten Wunsch nach eigenen Kindern erfüllen kann. Und in Maggie schien er diese Frau auch gefunden zu haben.
Doch nun ist Dean wieder Single, Maggie hat die Hochzeit abgeblasen und ist aus Deans Leben verschwunden. Katie weiß nicht wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll. Er bringt ihre Gefühle durcheinander, aber es darf nicht sein.

Am Abend der Hochzeit sitzt sie mit ihrer neuen Schwägern Monika in ihrer Suite und lässt den Abend ausklingen. Auch wenn sie beide bereits einiges an Alkohol im Körper haben, entgeht ihnen das Klopfen an der Haustür nicht. Wer soll das sein um diese Uhrzeit?
Als Katlyn öffnet steht niemand vor der Tür, zu ihren Füßen jedoch liegt ein Baby in einer Babyschale und guckt sie an. Katie weiß nicht was sie davon halten soll und auch Monika ist sprachlos.
Ein beigelegter Brief klärt die beiden Frauen darüber auf, das Katlyn gesetzlich Savannahs Mutter ist. Die Adoptionspapiere liegen anbei, ebenso ein Brief. Die anonyme Mutter bittet sie darum Savannah anzunehmen, sie wie ihr eigenes Kind zu behandeln und nicht nach ihr zu suchen. Sie weiß offenbar, das Katie keine Kinder bekommen kann und sich nichts sehnlicher wünscht als ein eigenes Kind zu haben.
Monika und Katie wissen nicht was sie jetzt tun sollen, aber erst einmal kümmern sie sich um die kleine Maus.

Hinter Katie liegt eine schlaflose Nacht mit ihrem neuen Schützling und sie kann es gar nicht gebrauchen, dass am nächsten Morgen Dean vor der Tür steht. Jack hat gemerkt, das Katie sich in den letzten Tagen verändert hat und hat seinen Freund gebeten nach ihr zu sehen. Ausgerechnet. Aber er kann ja nicht wissen, das Dean und sie einst ein Paar waren und Katie das gemeinsame Kind verloren hat.
Sie versucht Savannah vor Dean zu verstecken, aber der merkt das etwas faul ist. Mit einer Notlüge schafft sie es schließlich ihn fort zu schicken. Aber Dean ist nicht dumm, er weiß wann Katie lügt und setzt alles daran heraus zu finden, was mit ihr los ist.
Da hilft es, das Katie als Innenausstatterin auf seiner Baustelle angestellt ist. Schließlich baut er das neue Familienhotel für seinen Kumpel Jack und Katie will sich endlich in die Arbeitswelt stürzen.

Für Katie beginnt eine stressige Zeit. Die Nächte verbringt sie mit Savannah bei Monika, die sich schließlich mit Kleinkindern auskennt, nachdem Jessie und Danny bei ihr gewohnt haben; den Tag über ist sie auf der Baustelle und versucht ihren Job zu erledigen.
Niemand darf von Savannah erfahren, bis Katie herausgefunden hat, wer die Mutter ist und ob sie ihr Savannah noch einmal weg nehmen kann. Denn schon nach kurzer Zeit hat die Kleine ihr Herz erobert.
Dean jeden Tag auf der Baustelle zu sehen, macht ihr Leben ebenfalls nicht leichter. Sie merkt, dass er Interesse hat, aber gerade jetzt passt es ihr gar nicht. Wie soll sie das nur alles schaffen?

Ich habe mich nach Not Quite Dating / Fast ein Date sehr auf den zweiten Band der Not Quite-Reihe gefreut und wurde leider enttäuscht. War Katie bislang die freche Rotzgöre mit einem ganz eigenen Kopf, mutiert sie hier zu einem Lamm und lässt sich alles gefallen.
Sie hat eine 180°-Drehung hingelegt, was mir sehr leid tut. Natürlich muss sie gewisse Dinge ändern, wenn sie sich um ein Baby kümmern muss, aber mir fehlte ihr Biss und ihre freche Schnauze.
Mit Dean bin ich leider gar nicht warm geworden. Er benimmt sich arrogant, drängt sich überall rein und akzeptiert kein 'Nein'. Das geht gar nicht. Ich hätte ihn in der ersten Hälfte des Buches gerne mal eine gefeuert. Gerade da hätte Katie sich durchsetzen müssen.

Mein Lichtblick war eindeutig Monika. Sie steht Katie mit Rat und Tat zur Seite und ist ihr die Schwester, die sie nie hatte.
Von den anderen Charakteren bekommt man in diesem Buch wenig mit. Man lernt einige Leute auf der Baustelle kennen - allen voran Jo, die ich spontan sympathisch finde - aber das war es dann auch.
Das letzte Drittel wurde dann noch spannender und man lernt etwas mehr aus der Vergangenheit von Dean und Katie kennen. Das erklärt zwar einiges, aber hat es leider nicht mehr komplett reißen können.

Schade, ich hätte mir hier wirklich ein aufregendes und vor allem fetziges Buch erhofft. Da der nächste Band der Reihe Not Quite Enough / Fast im Himmel wieder richtig gut war, bin ich nun auf den vierten Teil Not Quite Forever / Fast für die Ewigkeit gespannt. Die Protagonisten sind dieses Mal relativ losgelöst vom Morrison-Clan und dem direkten Umfeld.

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Aquamarin

Tags: Jugendbuch
06.10.2016
Cover Aquamarin

Australien, 2151: Die junge Saha Leeds hat es nicht leicht. Sie ist mit ihrer Tante Mildred nach Seahaven gekommen, ihre Mutter ist viele Jahre tot und ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Bis heute wundert sie sich, wer er wohl war. Aber auch ihre Tante gibt nichts zu seiner Identität preis.
Saha ist anders als die Anderen in der Stadt - was vor allem daran liegt, dass sie nicht schwimmen kann. Seahaven ist - wie der Name schon sagt - eine Stadt die sich hauptsächlich mit dem Meer, seinen Erzeugnissen und dem Leben darin beschäftigt. Nach dem großen Klimawandel und die Unterteilung der Welt in Zonen, ist es ein Privileg in Seahaven zu leben, aber Saha hat das Gefühl sie gehört hier nicht her.
Ihre Tante Mildred arbeitet als Putzfrau in der Schule und bei einigen reicheren Familien. Sie ist genügsam und glücklich, aber Saha weiß nicht ob ihr das so ausreicht. Was soll sie schon nach der Schule machen?
Aber erst einmal muss sie dieses Schuljahr überstehen.

Carilja ist die Tochter eines der Begründer der Stadt und hält sich für die Königin von Seahaven. Somit glaubt sie, sie kann entscheiden wer an ihre Schule geht und wer nicht. Und Saha will sie einfach nur loswerden. Wie kann es sein, dass jemand in Seahaven lebt und nicht schwimmen kann? Ja sogar vom Schwimmunterricht befreit ist, mit einem ärztlichen Attest. Carilja glaubt ihr nicht und will sie provozieren.
Vor der Schule lauert sie, zusammen mit ihren Freunden, Saha auf. Direkt neben dem alten Fischbecken will sie Saha davon überzeugen noch vor Ende des Schuljahres die Schule zu wechseln. Beim Rumschubsen stolpert Saha und fällt ins Becken. Nun wird sich zeigen, ob sie wirklich nicht schwimmen kann. Carilja und ihre Freunde hauen ab - für Saha scheint es zu Ende zu sein.

Kurz darauf wacht sie in einem Krankenhausbett auf. Sie hat also doch überlebt. Am nächsten Tag weiß jeder in der Schule Bescheid, auch die Direktorin und die steht wutschnaubend in der Klasse. Saha hätte erzählt Carilja hätte sie in das Becken geworfen. Davon abgesehen, dass es die Wahrheit ist, würde Saha niemals auf die Idee kommen. Ihr würde eh niemand glauben und Carilja hat auf Grund ihrer Herkunft eh nichts zu befürchten.
Da meldet sich Pigrit Bonner zu Wort. Er hat alles beobachtet und auch den Notruf abgesetzt. Allerdings wundert er sich immer noch wie es sein kann, dass Saha am Leben ist. Sie war ewig unter Wasser und sitzt doch putzmunter vor ihm.

Wieder zu Hause kommt Saha ins Grübeln. Obwohl sie nicht schwimmen kann, hat sie sich doch nicht unwohl gefühlt im Becken. Außerdem hatte sie beinahe das Gefühl sie könnte Wasser atmen.
Saha hat an ihrem Brustkorb auf jeder Seite dünne Schnitte. Fünf Stück an der Zahl. Angeblich hat sie die Wunden von einem Unfall und darf deshalb nicht ins Wasser. Aber es fühlte sich so richtig an. Auch wenn sie nicht schwimmen kann, ist es doch immer das Meeresrauschen, das sie beruhigt und nicht selten sitzt sie einfach nur da und beobachtet die stürmische See.
Bisher ist sie nie auf die Idee gekommen sich ihre Wunden genauer anzuschauen, aber nun ist der Sprühverband plötzlich unangenehm und stört. Mit einem Handspiegel bewaffnet stellt sie sich vor den Spiegel. Sie kommt sich blöd vor, aber bei genauerer Betrachtung sind ihre Wunden gar keine glatten Schnitte. Vielmehr haben sie eine leicht geriffelte Oberfläche - fast wie ... Kiemen.

Saha ist aufgeregt - und geschockt. Wieso hat sie Kiemen? Wie kann das sein? Wurden ihre Gene manipuliert? Wer weiß davon? In Seahaven ist Genmanipulation verboten. Jeder der sich in irgendeiner Art verändern lässt, wird aus der Zone geworfen. Selbst Kinder, die selbst nichts dafür können, müssen die Zone verlassen. Was wird aus ihr und vor allem Tante Mildred, wenn das jemand erfährt?
Weiß ihre Tante davon? Wie kann es sein, dass ihr das nie aufgefallen ist? Saha braucht Antworten, doch wen soll sie fragen? Da bekommt sie von unerwarteter Seite Hilfe angeboten. Jetzt gibt es kein Zurück mehr - Saha macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und somit auch ihrer Zukunft.

Von Andreas Eschbach habe ich hauptsächlich Thriller im Regal stehen. Bereits auf der Buchmesse bin ich über das Cover zu Aquamarin gestolpert um es dann in der Bibliothek wieder zu entdecken. Die Idee finde ich gar nicht so schlecht und auch die Umsetzung ist eigentlich gelungen. Saha ist ein sympathischer Charakter und hat die üblichen Teenager-Probleme. Durch die Inhaltsangabe auf der Rückseite war von vornherein klar, dass sie anders ist als Andere und auch in welchem Maße das sein wird. Interessant ist ihr Weg dahin und das austesten der eigenen Grenzen.
Was mich ein wenig gestoppt hat, ist der Schreibstil. Während ich seine Thriller fressen kann, habe ich in Aquamarin manche Sätze mehrfach lesen müssen, da sie irgendwie abgeschnitten wirken. Ich weiß nicht so genau warum, aber das ganze wirkte gehetzt und unfertig. Mit ein paar Wörtern mehr hätte das Buch eine viel schönere Sprache kriegen können.

Sahas Geheimnis ist eigentlich glasklar, vielleicht würde ein Jugendlicher der das Buch liest nicht sofort darauf kommen, somit sehe ich es nicht als Kritikpunkt an, dass die Geschichte vorhersehbar ist.
Ab ca. der Hälfte des Buches wurde es dann spannend und gegen Ende recht rasant.

Alles in allem ist Aquamarin eine gelungene Geschichte für Jugendliche die einen Faible für Wasser haben.

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