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Cover The Glass Prince Englisch

Daniel hatte eigentlich nicht vor Eren zu entführen. Es ist einfach so passiert.
Zugegeben, in letzter Zeit, hat er eine kleine Obsession entwickelt, was den jungen Kellner angeht. Aber schließlich ist Eren der Einzige, der gegen Daniels Magie immun ist. Normalerweise bekommt jeder Mensch, den Daniel berührt, seine Glasmagie zu spüren. Er gilt vielleicht als eiskalt und arrogant, doch das bedeutet noch lange nicht, dass es ihm Spaß macht, anderen Schmerzen zuzufügen. Seit 20 Jahren hat er dehalb niemanden mehr für länger als eine Sekunde berührt - bis er eben auf Eren trifft.
Daniel will alles über ihn wissen - wo er wohnt, mit wem er befreundet ist, was er in seiner Freizeit tut. Trotzdem war die Entführung nicht geplant. Doch jetzt, wo er Eren ständig in seiner Gesellschaft hat, weiß er nicht, ob er ihn gehen lassen kann...
Währendessen möchte Eren nichts weiter, als seinem Entführer entkommen. Er will zurück zu seiner Familie und seinem alten Leben. Doch je mehr Zeit er mit Daniel verbringt, umso mehr erkennt er, dass hinter dem eiskalten Glas Prinzen ein sehr einsamer Mann steckt...

Im Grunde ist The Glass Prince von Sandra Bard ein Märchen und hat mich dabei an eine Mischung zwischen Die Schöne und das Biest und Die Schneekönigin erinnert. Daniel sitzt in seinem Turm aus Glas und ist schrecklich einsam. Er geht kaum aus dem Haus, denn selbst in seiner Gesellschaft, in der jeder Magie kennt und viele selbst über magische Fähigkeiten verfügen, ist Daniel ein Außenseiter, der von allen angestarrt und gefürchtet wird. Nach Außen lässt er sich nichts anmerken, doch innerlich ist er fast noch ein kleiner Junge, dem nie die Liebe und Zuneigung widerfahren sind, die er eigentlich hätte bekommen sollen. Deswegen ist es mir auch schwer gefallen, ihm wirklich böse zu sein für das, was er Eren antut.
Eren selbst ging es da schon nach kurzer Zeit ähnlich. Vor allem, als ihm klar wird, dass seine Entführung absolut keinen sexuellen Hintergrund hat. Tatsächlich wirkt Daniel fast asexuell - zumindest bis die beiden sich langsam näher kommen.
Ich bin sehr froh, dass sich das so entwickelt hat, denn genau hier liegt eines der beiden großen Probleme, die ich mit The Glass Prince hatte. Denn bei Geschichten über Kidnapping fällt es mir immer schwer, der Romantik wirklich Glauben zu schenken. Die Gefühle können noch so realistisch wirken, das Stockholm Syndrom bleibt mir dennoch immer ein bisschen im Hinterkopf. Und um ehrlich zu sein war ich auch in The Glass Prince nicht hundert prozentig überzeugt, dass Erens Gefühle wirklich komplett seine eigenen waren. Daniel hat ihn - für ein Entführungsopfer - extrem gut behandelt, weshalb es kein Wunder wäre, wenn Eren widersprüchliche Gefühle entwickeln würde. Wirklich glaubwürdig hat Sandra Bard das leider nicht hinbekommen.
Mein zweiter Kritikpunkt ist die etwas chaotische Einführung in diese Welt. Magie spielt wie gesagt eine große Rolle. In vielerei Hinsicht ist sie aber auch unserer realen Welt sehr ähnlich. Da Sandra Bard sich aber kaum Zeit für Erklärungen nimmt und die Magie einfach als Tatsache in den Raum stellt, habe ich mich manchmal ein bisschen verloren gefühlt. Außerdem war sie ein bisschen arg einfach und - wie so oft in Märchen - etwas kindlich eingebaut, so dass das Gesamtbild ein wenig unzusammenhängend wirkte.

Unterm Strich ist The Glass Prince von Sandra Bard eine märchenhafte Geschichte, mit sehr interessanten Charakteren, die aber sowohl vom Aufbau der Welt, als auch der Grundhandlung her zu einfach geraten ist und der es einfach an etwas fehlte. Sehr schade, denn die Geschichte hatte durchaus Potenzial.

The Glass Prince erscheint am 3. Dezember 2014.

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Cover Bloodline englisch

Bloodline ist der 5. Band der Whyborne & Griffin-Reihe.

In diesem Band geht es, der Titel sagt es schon, um Percival Edincott Whybornes Familie, um Blutsbande und die Ahnenreihe der selbigen. Alles beginnt, wenn Whybornes Schwester Guinevere, Lady Gravenworld, ihre Heimatstadt Widdershins besuchen kommt. Im Schlepptau hat sie entfernte britische Verwandte, Fiona und Theodore Edincott. Während eines Balls im Haus der Familie macht Guinevere gegenüber Whyborne seltsame Andeutungen und bittet ihn in der nächsten Nacht um ein Treffen. Doch zur geplanten Zeit sitzen Whyborne und Griffin alleine am Treffpunkt, um kurz darauf eine grausame Entdeckung zu machen. Innerhalb von kürzester Zeit überschlagen sich die Ereignisse und auf dem Meer verlassene Boote, Zauberei und ein Wesen Namens Persephone spielen eine große Rolle.

Ursprünglich war Bloodline als Abschlussband der Whyborne & Griffin-Reihe geplant. Doch am Ende des Buches durfte ich zu meiner großen Freude entdecken, dass es weiter geht mit einem meiner beiden Lieblingsduos aus dem Jahr 2014.
Doch zurück zu Bloodline: Jordan L. Hawk hat sich in diesem Buch selbst übertroffen. Die Geschichte ist spannend wie noch was und ein Ereignis jagt das andere. Es wird gehörig übersinnlich und nicht nur ein neuer Aspekt der Familie Whyborne kommt ans Tageslicht. Mit so vielen blutrünstigen und paranormalen Enthüllungen hätte ich wirklich nicht gerechnet.

Deutlich sichtbar ist auch, dass unser Protagonist und sein Liebster sich vom ersten Band bis zu diesem gehörig weiterentwickelt haben. Dennoch tendiert Whyborne, wie er halt so ist, dazu, unglaublichen Unsinn zu machen und auch in Bloodline lässt er einen manchmal vor Verzweiflung die Augen rollen. Doch zum Glück ist die Beziehung von Whyborne und Griffin, Geheimnisse und Halbwahrheiten hin oder her, inzwischen so stark und fest, dass sie ihre Unstimmigkeiten doch irgendwann klären und dann auch wirklich aus der Welt schaffen. Der Streitpunkt ist dieses Mal übrigens die Zauberei und bis zu einem gewissen Grad kann man als Leser hier beide Perspektiven nachempfinden.

Mit Persephone kommt eine neue Figur hinzu, die hoffentlich auch im weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen wird. Ebenfalls sehr interessant war der Aspekt, den Fiona und Theodore hier zur Geschichte beisteuern. Ihre Art hat mich - ganz wie Whyborne auch - fasziniert, um mich dann doch gehörig abzustoßen. Hier will ich nicht zu viel verraten, aber Schein und Sein sind eben doch nicht das Gleiche. Christine, mit ihrem ruppigen Charme, hatte dieses Mal nicht die allergrößte Rolle, aber das war nicht so schlimm. Denn wenn sie präsent war, war ihr Charakter wunderbar eigenwillig - wie immer.

Mein Highlight? Ganz klar, das Ende. So ein wunderbares und großartiges Ende! Mir wird immer noch wohlig warm, wenn ich nur dran denke. Und ja, ich bin so gespannt wie es weiter geht, denn eine Menge Fragen sind noch offen geblieben. Hoarfrost, der 6. Band der Whyborne & Griffin-Reihe, soll irgendwann im nächsten Jahr erscheinen - genaueres ist noch unklar. Doch bis es soweit ist, kann man sich mit Jordan L. Hawks nächstem Buch Restless Spirits, dem Beginn einer neuen Serie, deren erster Band am 6. Januar 2015 erscheint, sicher gut die Zeit vertreiben. Für mich ein absolutes Muss, weil die Autorin einer meiner Lieblinge überhaupt ist und bleibt.

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Cover Eine Zugfahrt ins Glück deutsch

Sophia Neumann steht im vollen Zug nach Berlin und sie ist verdammt sauer. Sie hatte sich für ihre 4 stündige Fahrt extra einen Sitzplatz reserviert, doch das System hat den Platz zwei Mal vergeben. Nun sitzt in dem Abteil eine Großfamilie und Sophia steht ohne da. Der Zugbegleiter versucht einen weiteren Platz zu finden, doch der Zug ist ausgebucht. Einzig in der ersten Klasse gibt es ein Abteil, das ein Mann für sich allein gebucht hat, indem er sie nun unterbringt. Sophia ist alles anderes als begeistert. Mit solch reichen Schnösel möchte sie sich nicht umgeben. Allerdings hat sie auch keine Lust die gesamte Zugfahrt zu stehen. Immerhin ist es unerträglich heiß an diesem Sommertag und im Zug scheint es keine Klimaanlage zu geben.

Der Geschäftsmann ist zwar nicht begeistert, lässt es aber zu, dass Sophia sich einen Platz in seinem Abteil nimmt.
Sophia muss feststellen, dass er wirklich gut aussah, aber schon allein die Rolex an seinem Arm zeigte ihr, das sie ihn sich richtig vorgestellt hat - ein reicher Schnösel eben.
Die Zugfahrt verläuft anfänglich schweigend. Als es jedoch immer heißer wird und eine Zugbegleiterin fragt ob sie etwas bringen kann, spricht der Mann Sophia an. Er selbst bestellt sich ausreichend Wasser und etwas zu Essen. Sophia knurrt der Magen, aber sie hat kein Geld dabei und so lehnt sie ab.
Nun scheint Mr. Rolex gesprächig zu werden, denn er stellt Sophia Fragen. Die hat überhaupt keine Lust mit ihm zu sprechen. Von Männern hat sie eindeutig die Nase voll. Ihr steckt noch immer die letzte Beziehung in den Knochen und so reagiert sie zickiger als beabsichtigt. Doch Mr. Rolex scheint Spaß daran zu haben Sophia aus der Reserve zu locken.

Schon bald bereut sie es Wasser von ihm abgelehnt zu haben. Es wird unerträglich heiß im Zug. Als sie das Abteil verlassen will wird ihr schwarz vor Augen und sie sackt zusammen. Sie bekommt noch mit, dass er sie auffängt, dann findet sie sich auf dem Boden wieder. Sie sieht ein besorgtes Gesicht über sich und sehr liebevoll kümmert sich der gutaussehende Geschäftsmann um Sophias Wohlergehen. Er flößt ihr Wasser ein und langsam stabilisiert sich ihr Kreislauf. Nach einem Schokoladenriegel schafft sie es sogar sich bei ihm zu bedanken.

Endlich in Berlin angekommen flüchtet Sophia aus dem Zug. Den Kerl wird sie wohl nie wieder sehen - glaubt sie.
Auf dem Bahnsteig wartet schon ihre Freundin Lisa, bei der sie die nächsten Monate wohnen wird. Sophia hat alles auf eine Karte gesetzt. Sie hat ein Vorstellungsgespräch bei der größten Eventfirma Berlins. Wenn sie den Job als Sekretärin bekommt, kann sie bald ihre Schulden abbezahlen bei Lisa und sich eine eigene Wohnung suchen. Von ihrer Mutter kann sie sich keine Unterstützung holen, die weiß noch nicht einmal das Sophia weg ist. Sophias Mutter ist ein absoluter Kontrollfreak und hat Sophia ihr Leben lang vorgeschrieben was sie zu tun und zu lassen hat. Selbst ihr Jurastudium hat sie nur wegen ihrer Mutter abgeschlossen. In der letzten Nacht ist sie Hals über Kopf aus der Wohnung ausgezogen. Es wird eine Weile dauern, bis ihrer Mutter überhaupt auffällt, dass Sophia ausgezogen ist.

Das Bewerbungsgespräch steht bevor. Sie macht sich nervös auf den Weg und ist vom Gebäude allein völlig eingeschüchtert. Sie wird in die obere Etage geschickt und darf sich im Wartezimmer mit allen anderen Bewerberinnen vorbereiten. Natürlich wird sie als Letzte aufgerufen und ist völlig durch mit den Nerven.
Als sie ins Büro kommt erstarrt sie. Da sitzt doch tatsächlich Mr. Rolex neben einem älteren Mann. Ihr Zuggefährte ist also der Sohn des Firmeninhabers. Na das kann ja heiter werden. Trotz ihrer Ablehnung bringt sie das Gespräch hinter sich. Als Mr. Marcs sen. den Raum verlässt fliegen die Funken zwischen den beiden. Am Ende bekommt Sophia einen Vertrag angeboten. Die Stelle ist für die Assistenz des Juniors. Sophia will auf keinen Fall für diesen Kerl arbeiten. Aber sie braucht den Job. Als sie vor die Frage gestellt wird ob sie den Job annehmen wird, sagt sie zu. Das wird ein spannender Einstieg für ihren ersten Job. Doch die Probleme fangen gerade erst an.

Ich bin beim Stöbern auf das Buch gestoßen und habe es mir einfach mal als E-Book gekauft. Es klang nett und das wollte ich ausprobieren. Tatsächlich hat Miranda J. Fox einen sehr mitreißenden Schreibstil und die beiden Hauptcharaktere sind gut gezeichnet. Am Anfang ging mir Sophia ein bisschen auf die Nerven. Schließlich kann Luca nichts für ihr gespaltenes Verhältnis zu Frauen, aber so ganz ohne ist der Gute auch nicht. Die Beiden nehmen und geben sich also nichts und so macht das Lesen wirklich Spaß. Es ist ein typischer Frauenroman mit Drama, Liebe und Verwirrung.
Ich weiß nicht ob ich weitere Bücher von der Autorin lesen werde - der SuB hockt mir bedrohlich im Nacken - aber ich kann durchaus sagen, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte. Also - wenn ihr mal eine kurzweilige Liebesgeschichte sucht, dann seid ihr bei Eine Zugfahrt ins Glück genau richtig =o)

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Cupcake Love

Tags: Romantik
27.11.2014
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Cupcake Love deutsch

Clara Sander ist stolz und glücklich zugleich. Sie hat gerade die Papiere für ihren eigenen Laden unterschrieben. Voller Elan fliegt sie aus dem Maklerbüro und prallt prompt mit einem Mann zusammen. Sämtliche Blätter verteilen sich auf dem Bürgersteig und zu allem Überfluss entdeckt der wirklich gut aussehende Mann den Namen ihres zukünftigen Ladens 'Cupcake Love' und lacht. So ein Arsch. Was bildet der sich überhaupt ein?
Wütend faucht Clara ihn an und will sich aus dem Staub machen. Doch der feine Herr ist nicht so leicht abzuschütteln. Er gibt ihr seine Karte - falls sie Probleme haben sollte mit ihrem Vertrag, denn er ist praktischer weise Anwalt.

Immer noch ziemlich in Rage fährt Clara durch Hamburgs Innenstadt zu ihrem neuen Goldstück. Dort angekommen wird sie von ihren Freunden begrüßt die es gar nicht erwarten können den neuen Laden mit ihr zusammen zu betreten. Leider folgt die Ernüchterung auf dem Fuße. Der Vormieter hat ganze Arbeit geleistet und einen ordentlichen Berg Arbeit hinterlassen. Die Trennwand ist herausgerissen und auch die Tapeten hängen von der Wand.
Ein intensiver Gestank lässt alle zurückschrecken. Da taucht wie aus Zauberhand der schmucke Anwalt auf. In seinem Papierkram hat er noch ein paar Seiten von Claras Vertrag gefunden und wollte sie ihr wiederbringen. Als er sieht das sich unter der Tapete Schimmel befindet gibt er ihr noch einmal den Rat sich bei Problemen an ihn zu wenden.

Clara ist völlig fertig. Schimmel! Dabei wollte sie in zwei Wochen eröffnen. Wie soll sie sich das leisten? Es nützt alles nix, als erstes muss ein Mensch her der ihr die Feuchtigkeit aus den Wänden zieht. Der ist schnell gefunden und leistet wirklich gute Arbeit.
Als Clara zwei Wochen später als gehofft dann endlich eröffnet ist ihr Glück fast perfekt. Sie hat einen charmanten Studenten gefunden der bei ihr aushilft, ihre Freundin Dine hatte ihr ihre Hilfe angeboten und der Laden sah wirklich traumhaft aus. Doch leider währt das Glück nicht lange, denn die nächste Katastrophe bahnt sich an.
Und dann gibt es da ja noch den Anwalt, der ihr bei ihrem Mietvertrag hilft und seither ständig in ihrem Kopf herumschwirrt.

Cupcake Love ist ein ganz bezauberndes Buch, das ich dank meiner lieben Freundin Ute gefunden habe. Sie hat es bereits gelesen und mir gleich mal empfohlen. Bei mir als kleiner Backfee ist ein Buch über einen Cupcake-Laden natürlich goldrichtig und der Schreibstil von Berit Bonde lässt die Seiten nur so dahin fliegen.
Jeder der vor hat einen Laden zu eröffnen sollte sich dieses Buch kaufen - aber auch alle anderen. Es ist wirklich sehr süß geschrieben, die Charaktere sind allesamt gut dargestellt und die Vorstellung der himmlischen Gebäckstücke lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Natürlich hat die Autorin am Ende auch ein paar Cupcakerezepte für die backwütigen Leser ergänzt. Ganz nach meinem Geschmack =o)

Natürlich spielt in diesem Buch auch die Liebe eine Rolle, das sagt ja der Titel schon. Die Geschichte zwischen den Pärchen (ja, es gibt mehrere ^^) entwickelt sich ganz unterschiedlich und ist mal mehr, mal weniger erfolgreich.
Für eine Person hätte ich mir wahrlich etwas netteres gewünscht, aber man kann es wohl nie allen recht machen.

Schlussendlich habe ich dieses Buch gefressen und war total begeistert davon =o)

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Cover Loving Mr Daniels Englisch

Als Ashlyns Zwillingsschwester Gabrielle nach langer Krankheit stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Schließlich war Gabby nicht nur ihre Schwester, sondern auch ihre beste Freundin. Durch Familienstress, Liebeskummer und alles, was ihnen das Leben sonst noch in den Weg warf, standen sie sich immer zur Seite.
Nun ist Ashlyn allein. Sie hatte eigentlich erwartet, gemeinsam mit ihrer Mom den Verlust zu verarbeiten und sich vielleicht dadurch ein bisschen näher zu kommen, denn Ashlyn ist sich ziemlich sicher, dass ihre Mutter Gabby immer ein bisschen lieber mochte. Doch stattdessen schickt sie ihre Tochter für ihr letztes Schuljahr weg - ausgerechnet nach Wisconsin zu Henry, dem leiblichen Vater der Zwillinge, der sich aber nie groß um seine Töchter geschert hat.
Ashlyn weiß nicht, wie sie dieses Jahr durchhalten soll, ohne Gabby und mit dem Gefühl, dass keiner sie eigentlich wirklich haben will. Doch dann lernt sie, kaum dass sie in Wisconsin angekommen ist, einen jungen Mann kennen, der ihr in die Seele blicken kann, wie kein anderer zuvor und der Ähnliches durchgemacht hat, wie sie. Daniel weiß, was es heißt, jemanden zu verlieren und zu trauern.
Schon nach nur einem Treffen wissen Daniel und Ashlyn, dass sie etwas ganz Besonderes verbindet. Doch als für Ashlyn wieder der Alltag eintritt und die Schule beginnt, erwartet sie eine böse Überraschung: Denn ihr beliebter und junger Englisch Lehrer Mr Daniels ist niemand anderes, als ihr Daniel.

Nachdem ich schon so viel Gutes über Loving Mr. Daniels gehört habe, war ich doch nun auch mal neugierig und habe mich an diese Geschichte von Brittainy C. Cherry gewagt. Und ich muss sagen, ich kann schon nachvollziehen, woher die Begeisterung für dieses Buch kommt.
Loving Mr. Daniels ist extrem emotionsgeladen. Ashlyn quillt fast über vor all den Gefühlen, die sich in ihr aufstauen. Im Prinzip verliert sie jeden, der ihr etwas bedeutet. Jedes Mal wieder. Es ist also kein Wunder, dass sie ziemlich durcheinander ist und manchmal einfach zusammenbricht. Daniel geht es da ziemlich ähnlich. Auch er hat viel durchgemacht und versucht mit allen Kräften den Schein zu wahren. Gemeinsam vervollständigen sie sich aber irgendwie. Ihre Liebesgeschichte war wirklich richtig schön, trotz - oder gerade wegen - all der Höhen und Tiefen. Dass Daniel ein Lehrer ist, ist zwar natürlich ein riesiges Problem, spielt aber eine erstaunlich untergeordnete Rolle.
Denn viel wichtiger ist der Heilungsprozess der beiden, vor allem Ashlyns. Dabei hat Gabbys "Erbe" eine große Bedeutung. Sie hat Ashlyn Briefe hinterlassen, die sie an verschiedenen Stationen ihres Lebens öffnen darf, und durch die Gabby fast noch wie ein aktiver Teil der Geschichte wirkt. Sie hat mir mehr als einmal mit ihren Worten Tränen in die Augen getrieben und man versteht schnell, wieso dieser Verlust so extrem tief getroffen hat.
Ganz besonders angetan haben es mir aber die Nebenfiguren, allen voran Ashlyns neue Freunde Hailey und Ryan. Sie haben ihre ganz eigenen Schicksale und Probleme, waren gleichzeitig aber essentiell für die Geschichte.

Trotzdem, komplett vom Hocker hauen konnte mich Loving Mr. Daniels nicht. Zum einen lag das ein wenig am Schreibstil. Der hat zwar durchaus sehr schöne Elemete, ist mir insgesamt aber dennoch zu blumig und dramatisch und ab und an einfach übertrieben. Daniel und Ashlyn sind große Shakespeare Fans und zitieren ihn ständig. Das wirkte manchmal einfach nur prätentiös.
Außerdem gab es den einen oder anderen Moment, der mir insgesamt ein wenig zu überdramatisiert war. Neben jeder Menge Todesfälle gab es auch noch einige andere tragische Ereignisse, die Ashlyns und Daniels Leben immer wieder auf den Kopf stellen. Doch stattdessen hätte ich lieber mehr über die ruhigeren Momente ihres Lebens erfahren: Ashlyns Beziehung zu ihrem Vater und ihrer Mutter; Gabbys Beziehung zu ihrem Freund Bentley; Ryans und Haileys Beziehungen zu ihren jeweiligen Partnern usw. Das sind alles Dinge, die mir am Ende des Buchs doch noch ein bisschen nachhingen.
Auch das Ende selbst hat mir nur bedingt gefallen. Hier geschieht mir alles etwas zu schnell und einfach gelöst, wenn man bedenkt wie schwer das Leben voher für alle Beteiligten war.

Insgesamt ist Loving Mr. Daniels von Brittainy C. Cherry also eine Geschichte mit sehr viel Potential und ganz großen Emotionen, der es aber ein wenig an Feinschliff gefehlt hat. Lesenswert ist sie aber dennoch, vor allem für Leser, die einen blumigen und aufwendigen Schreibstil bevorzugen.

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