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Cover Wenn du mich tötest deutsch

Im einzigen Pub in Kinlochbervie sitzen die Männer vom Hafen beim Feierabendbier. In diesem Ort an der Schottischen Atlantikküste kennt Jeder Jeden und so fällt der deutsche Tourist sofort auf, als er das Pub betritt und bei Emma nach einem Zimmer für die Nacht fragt.
Doch das ist nicht das einzige was auffällt, der junge Mann ist nervös, das fällt vor allem Peter Dunn auf, der den Deutschen bereits begegnet ist. Allerdings war er da noch mit seiner Frau zusammen unterwegs.
Manchmal hat Peter das Glück und kann Touristen für ein paar zusätzliche Pfund rüber zur Sandwood Bay bringen. Nur wenige bleiben über Nacht. Diese zwei wollten jedoch zwei ganze Nächte zelten. Und nun ist der Mann wieder zurück - aber wo ist seine Frau?

Julian Tahn sucht nicht nur eine Bleibe für die Nacht, er muss auch über seinen Schatten springen und die hiesige Polizei anrufen. Seine Frau ist verschwunden, spurlos. Als er in der Männerrunde im Pub den Skipper entdeckt, der sie rüber zur Bay gebracht hat, muss er sich sehr zusammen reißen. Sicherlich hat er seinen Kumpels schon alles erzählt. Von der Überfahrt, dem Streit und dem ... . Oder doch nicht?
Kurz darauf gibt Julian die Anzeige auf. Ian Mackay kommt noch am selben Abend zum Pub und hat bereits im Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Aber er kann den Finger nicht darauflegen. Die Anzeige landet in Iverness bei John Gills, dem sein Vorgesetzter schnell klarmacht, dass er die Touristin unverzüglich zu finden hat. Eine solche Presse sieht man nicht gern in Schottland und so ist John gezwungen sich in seine Heimat zu begeben. Lange war er nicht mehr hier und der Besuch weckt kaum positive Erinnerungen.

Julian Tahn verheimlicht dem Detektive etwas. Das spürt John sofort. Aber er stellt auf stur. Als John bei den ersten Nachforschungen das zurückgelassene Zelt der Tahns einsammelt und untersuchen lässt, scheint der Fall eine vollkommen neue Richtung einzuschlagen. Hat Julian Tahn seine Frau ermordet? Aber wo ist die Leiche?
Als kurz darauf eine weibliche Leiche die auf die Beschreibung der Vermissten haargenau passt angespült wird ist der Fall klar. Oder doch nicht? Tahn beteuert immer wieder seine Unschuld und ganz so einfach identifizieren lässt sich die Leiche in ihrem Zustand nicht. John läuft die Zeit davon.

Wenn du mich tötest von Karen Winter ist genau das, was man sich unter einem spannenden Psychothriller vorstellt. Nichts ist wie es scheint, jeder hat ein Geheimnis und die Fäden ziehen sich in alle Richtungen, statt zusammen zu laufen.
Das Buch ist in kurze Kapitel unterteilt, die immer wieder aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte weiterführen. Obwohl der Wechsel jedes Mal plötzlich kommt, wird der Leser nicht aus dem Lesefluss gerissen. Jeder Abschnitt endet spannend und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Irgendwann zeichnet sich ab, was passiert sein muss, aber eine ganze Weile wird der Leser im Unklaren gelassen und man beginnt so seine Theorien zu erstellen. Anders als in vielen anderen Thrillern wird der Ermittler hier nicht in den Vordergrund gestellt. Natürlich hat auch er so seine Probleme die in die Stimmung des Buches einfließen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf dem eigentlichen Geschehen.

Am Ende bekam ich tatsächlich zu jeder Frage eine Antwort und das fand ich sehr wichtig. Manchmal wird eine Sache übersehen und man fühlt sich als hätte da noch etwas passieren müssen. Das ist hier nicht der Fall.
Neben der rauen Landschaft wurden auch die verschiedenen und wichtigen Charaktere gut dargestellt, so dass das Buch im Ganzen rund war.

Einen lieben Dank an den Droemer Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Cover Icing Englisch

Amber musste auf die harte Tour lernen, was es bedeutet alles zu verlieren. Doch sie hat aus ihren schlechten Erfahrungen gelernt: Sie weiß, dass sie sich auf niemand anderen als auf sich selbst verlassen kann - und dass sie die Finger von Profisportlern mit all ihrem Geld und Größenwahn lassen sollte.
Natürlich kommt es allerdings wie es kommen musste: Bei ihrem Job als Bedienung in einer Bar in Chicago, mit dem sie sich versucht das Studium zu finanzieren, lernt sie einen unglaublich süßen Typen namens Duncan kennen. Doch der stellt sich leider als einer der besten Spieler der hiesigen Eishockey-Mannschaft Chicago Aces heraus. Damit sollte Duncan eigentlich aus dem Rennen sein, doch er wirkt so ehrlich und freundlich auf Amber, dass es ihr sehr schwer fällt, nicht auf seine Flirtversuche einzugehen.

Eigentlich hatte Duncan sich ja geschworen, erst einmal die Finger von den Frauen zu lassen. Schließlich hat er erst vor ein paar Stunden mit seiner aufgetakelten und geldgierigen Freundin Melissa Schluss gemacht, die ihn in den letzten Wochen nach Strich und Faden ausgenommen hat, und er hat wirklich keine Lust darauf noch einmal so ausgenutzt zu werden. Doch irgendetwas an Amber, der neue Bedienung in seiner Stammbar, lässt ihn nicht los.

Duncan und Amber haben beide Vorurteile und sind sich durchaus bewusst, dass sie eigentlich genau das sind, was der andere nie wollte und sie sind sich nicht sicher, ob es das Risiko sich aufeinander einzulassen wert ist, wieder verletzt zu werden...

Im Grunde fand ich Icing von Kelly Jamieson gar nicht so verkehrt. Wir lernen Duncan und Amber erst einmal unabhängig voneinander ein wenig kennen und auch wenn sie beide nicht gerade die komplexesten Charaktere sind, waren sie dennoch recht sympathisch. Vor allem Ambers Ängste waren durchaus verständlich. Seit langer Zeit ist sie es gewohnt für sich selber zu Sorgen und sich auf niemand anderen zu verlassen, sei es finanziell oder emotional. Sie hat Prinzipien, an denen sie festhält und die sie zu einer starken, sympathischen Figur machen.
Die Geschichte selber hält allerdings natürlich keine sonderlich großen Überraschungen parat. Es ist eine süße Liebesgeschichte mit ein wenig Drama, viel Sex und einigen Zankereien, die aber wie gesagt keine wirklichen Wendungen oder Aha-Momente hat. Es ist irgendwie alles sehr einfach gestrickt - und zwar das gesamte Buch. Duncan z.B. wirkt ebenfalls oft sehr einfach, was ihn stellenweise fast ein wenig dämlich wirken lässt. Doch auch die Dialoge und der Schreibstil selbst sind sehr simpel, wodurch sich das Buch zwar superschnell weglesen ließ, was aber auch ein wenig vom Lesespaß genommen hat.
Besonders aufgefallen ist das während den Sexszenen. Die Gespräche zwischen Duncan und Amber waren teilweise fast schon peinlich, während sie miteinander im Bett waren. Im Prinzip haben sie sich die ganze Zeit nur wiederholt und gegenseitig bestätigt. Das lief ungefährt wie folgt ab: "You feel so good." - "You feel so good, too." oder "I want you so bad." - "I want you so bad, too."...ihr versteht was ich meine. Tatsächlich ist es auch ein ganz gutes Beispiel dafür, wie simpel der Schreibstil gehalten ist und mir war das doch recht bald zu nervig.
Überhaupt glaube ich, dass Kelly Jamieson besser gefahren wäre, hätte sie Icing aus der Ich-Perspektive erzählen lassen. Die Geschichte ist ohnehin abwechselnd aus Ambers und Duncans Sicht erzählt und manchmal hat es unheimlich den Lesefluss gestört, dass es aber in der 3. Person geschrieben ist. Zum Teil ist das sicher Gewohnheitssache (der Großteil der Bücher, die ich lese, ist schließlich in der 1. Person geschrieben), zum Teil liegt es aber auch an dem unstimmigen Schreibstil, denn wenn Amber z.B. an ihren Vater denkt, wird er immer als Dad oder Daddy bezeichnet, was sich einfach extrem merkwürdig las - eben so, als sollte es eigentlich in der 1. Person geschrieben sein.

Dennoch war Icing schon eine ganz süße Geschichte, die trotz ihrer Einfachheit unterhaltsam war. Wenn man einfach mal abschalten möchte und dazu etwas Anspruchsloses braucht, dem könnte Icing durchaus gefallen.
Wie alle Bücher der Reihe ist auch Icing übrigens alleinstehend. Man lernt die anderen Charaktere zwar kennen, man kann die Romane aber ohne Probleme getrennt voneinader lesen.

Icing erscheint am 19. April 2016..

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Cover Worth It All Englisch

Für Paige gibt es eigentlich nur eine Sache, die wirklich wichtig ist in ihrem Leben und das ist ihre 5-jährige Tochter Casey. Deren Vater ist schon seit ihrer Zeugung nicht mehr bei ihnen und so war es immer an der jungen Mutter sich alleine um ihre Tochter zu kümmern und ihr ein besseres Leben zu bieten. Dafür ist sie auch gerne bereit zwei Jobs zu arbeiten und nebenbei noch das College zu besuchen. Casey verdient das beste Leben, dass Paige ihr bieten kann, denn das kleine Mädchen hat sowieso schon genug zu kämpfen. Sie kam mit einem missgebildeten Bein auf die Welt, dass ihr schon nach wenigen Monaten abgenommen werden musste. Seitdem trägt sie eine Prothese, die ihr allerdings immer wieder Probleme bereitet.
Ein Mann hat in Paiges Leben keinen Platz. Ihr fehlt einfach die Zeit und wenn sie ehrlich ist auch die Neigung. Ihre einzige echte Erfahrung mit einem Mann war die Nacht, in der Casey gezeugt wurde und auch wenn sie das nie bereuen würde, war der Akt an sich dennoch alles andere als etwas, das sie noch einmal erleben muss.
Doch dann taucht Jake McKinney in dem Diner auf, in dem sie arbeitet. Er ist der erste Mann, für den sie auch nur einen Funken Interesse aufbringen kann - vor allem als sie sieht, wie gut er mit Casey klarkommt. Denn Jake und Casey haben eine große Gemeinsamkeit: Beide tragen eine Beinprothese.
Als Jake, der hochmoderne Prothesen entwickelt, Paige anbietet, sich Caseys Fall anzunehmen, ist sie erst einmal nicht sicher, ob sie darauf eingehen kann. Schließlich ist sie es nicht gewohnt, die Hilfe von anderen anzunehmen. Doch Jake macht es ihr sehr schwer, nein zu ihm zu sagen...

Worth It All von Claudia Connor ist eine sehr ruhige und zaghafte Geschichte, die eigentlich relativ wenig Handlung und kaum Überraschungen bereithält. Trotzdem hatte das Buch irgendwie etwas an sich, das mir gefallen hat. Zum einen liegt das sicher daran, dass Paiges Situation sehr realistisch war. Sie hat ein hartes Los gezogen, versucht aber das Beste daraus zu machen. Dass sie dabei wenig spontan und sehr festgefahren ist, ist daher nicht verwunderlich. Ich muss zwar zugeben, dass Paige nicht unbedingt ein Charakter ist, der mir sehr lange im Kopf bleiben wird (dafür ist sie einfach ein wenig zu still und relativ einfach gestrickt) trotzdem muss man sie einfach dafür respektieren, wie sie ihr Leben meistert.
Jakes Geschichte ist ebenso tragisch. Er hat sein Bein bei einem Unfall verloren, der starke Spuren an ihm hinterlassen hat - und das bezieht sich nicht nur auf seine Amputation. Die Hintergründe des Unfalls haben es in sich und lassen ihn immer noch nicht los. Als Casey und Paige in sein Leben treten wird ihm sehr schnell klar, dass die beiden genau das sind, was ihm immer gefehlt hat. Ich fand es sehr süß und herzerwärmend, wie er, Casey und Paige sich langsam näherkommen und ein echtes Team werden.
Wie gesagt ist es keine große Überraschung, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickelt. Paige und Jake fühlen sich sofort voneinander angezogen, doch während Jake relativ bald bereit ist zu seinen Gefühlen zu stehen, ist Paige da deutlich vorsichtiger. Das ist natürlich verständlich, schließlich muss sie auch an Casey denken, allerdings hat sich die Geschichte dadurch oft seeeehr langsam und mit vielen Rückschritten entwickelt. Auf der einen Seite war das sehr natürlich und realistisch, auf der anderen Seite hat es das Lesen aber auch ab und an ein bisschen zäh gemacht.
Ziemlich spannend fand ich aber dafür Jakes Arbeitsplatz. Zusammen mit ein paar Leuten, die er damals während der Reha kennengelernt hat, hat er seine eigene Firma gegründet und entwickelt nun wie gesagt hochmoderne Prothesen. Claudia Connor hat die erstaunlichen Möglichkeiten, die Betreffende heute haben, wirklich gut dargestellt und der Geschichte dadurch Authentizität verliehen.

Worth It All ist zwar wie die anderen Bücher der The McKinney Brothers Reihe alleinstehend, dennoch spielt natürlich die McKinney Großfamilie auch hier wieder eine Rolle - und das ist ein Punkt, den ich gleichzeitig mochte und ziemlich nervig fand. Denn diese Familie ist riesig mit einer Unmenge an Kindern und Enkelkindern und es ist einfach unmöglich den Überblick zu behalten. Außerdem finde ich etwas unnötig, dass alle Paare in Claudia Connors Geschichten ein Kind nach dem anderen bekommen. In einigen Fällen passt es einfach nicht und widerspricht der eigentlichen Geschichte .

Trotzdem ist Worth It All von Claudia Connor eine sehr emotionale, einfühlsame und schöne Geschichte, ohne viel Drama und Skandalen. Perfekt ist sie nicht und auch nicht unbedingt denkwürdig, ein paar nette und gefühlvolle Lesestunden hat es mir aber dennoch beschert.

Worth It All erscheint am 19. April 2016.

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Cover The Player and the Pixie

Enthält leichte Spoiler für The Hooker and the Hermit / Gefällt mir heißt ich liebe dich.

The Pixie:
Die 23-jährige Lucy Fitzpatrick weiß schon lange, dass sie es ihrer Mutter niemals recht machen wird. Der ist ihre Tochter nämlich ziemlich peinlich: Zu laut, zu schrill, nicht genug um ihr Aussehen bemüht, zu bunt. Doch Lucy mag sich so wie sie ist, inklusive ihrem schrulligen Humor, dem sehr individuellen Kleidungsstil und ihren bunten Haaren.
Den einzigen familiäre Rückhalt, den Lucy je kannte, kam durch ihren Bruder Ronan, einen erfolgreichen Rugbyspieler, der für ihre Mutter immer an erster Stelle stand, der allerdings Lucy immer bei allem unterstützt hat. Und seit sie für ihren Job nach New York gezogen ist, geht es ihr auch wesentlich besser. Sie hat dort Freunde und ein tolles Leben, weit weg von ihrer Mutter und all ihren Nörgeleien.
Allerdings gibt es eine Sache, die sie nicht wirklich in den Griff bekommt - ihren Hang zur Kleptomanie, die jedes Mal, wenn ihre Mutter wieder auf ihr herumhackt, fast schon zum Zwang wird. Und dann wird sie auch noch von dem allerletzten Menschen dabei erwischt, den sie als Zeugen für ihr Problem haben will: Der Teamkollege und absolute Erzfeind ihres Bruders, Sean Cassidy.

The Player:
Sean ist reich, gutaussehend, privilegiert - und gelangweilt. Sein einziger Zeitvertreib - neben Rugby - ist es, seinem Teamkollegen Ronan das Leben möglichst schwer zu machen. In seinen Augen fällt dem nämlich alles viel zu leicht. Alles, was Ronan hat, fällt ihm einfach so in den Schoß, inklusive vieler Freunde, deren volle Loyalität er genießt. Er hat einen Denkzettel verdient und Sean ist nichts, wenn nicht erfinderisch.
Es dauert nicht lang, bis sich ihm eine perfekte Gelegenheit bietet, in der Form von Ronans charmanter, schillernder und diebischer Schwester Lucy. Was würde seinen Erzfeind härter treffen, als die Person auf seine Seite zu ziehen, deren Loyalität er nie in Frage stellen würde?

Doch was auf Lucys Seite als eine sehr widerwillige und auf Seans Seite eine vollkommen kalkulierte Freundschaft beginnt, geht schon bald tiefer und Lucy muss zugeben, dass doch mehr hinter Seans kalter und gemeiner Fassade steckt, als gedacht. Vor allem als sie von seinem sehr...intimen Problem erfährt...

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mir The Player and the Pixie von L. H. Cosway und Penny Reid gefallen hat - und das obwohl ich mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen bin. In erster Linie lag das an Sean, den wir bereits aus The Hooker and the Hermit / Gefällt mir heißt ich liebe dich kennen, wo er sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat, und von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich ihn nicht gerade in guter Erinnerung hatte. Und tatsächlich ist er auch ein ziemlicher Arsch: Er ist arrogant, kaltherzig und manchmal einfach nur gemein, weil er gemein sein will. Aber dann scheint auch immer wieder eine verletzliche Seite an ihm durch - und in die habe ich mich ganz schnell verliebt (in gewisser Hinsicht hat er mich deswegen übrigens immer wieder ein bisschen an Draco Malfoy erinnert, für den ich ja auch eine geheime Liebe hege. ;) Tatsächlich ist es dem Autorinnenduo gelungen, dass ich dieses Ekelpaket (oder Sleazy Sean/Schmieriger Sean, wie ihn sein gerne Team nennt) ins Herz geschlossen habe und das ist eine echte Leistung, denn man darf nicht erwarten, dass an seiner Abneigung Ronan gegenüber irgendetwas wäre, das man verteidigen kann. Es ist schlicht und einfach Neid.
Vor allem bei Lucy zeigt er allerdings natürlich nach und nach immer wieder seine weiche Seite, denn ihm liegt schon bald sehr viel an ihr. Es ist aber auch fast unmöglich Lucy nicht zu mögen. Sie ist wirklich ein ganz individueller Typ, ein bisschen ausgeflippt und esoterisch, dabei aber einfach herzlich und sympathisch. Schon als ich sie im letzten Buch kennengelernt habe, habe ich sie ins Herz geschlossen und in ihrem eigenen Buch hat sich das nicht geändert. Sean ist so ziemlich der letzte Mann, der zu ihr passen sollte, doch zwischen den beiden stimmt die Chemie einfach und ist auf jeder Seite zu spüren.
Am Schönsten fand ich aber, wie individuell die beiden Autorinnen ihre Charaktere gestaltet haben - vor allem Sean. Denn es sind nicht nur sein charakterlichen Fehler, die ihn von vielen anderen männlichen Protagonisten unterscheiden - es ist auch sein wie gesagt eher intimes Problem. Davon verrate ich euch nichts, denn die Überraschung will ich niemandem nehmen. Aber es ist defintiv mal was anderes, von dem man man nicht oft liest. Gleichzeitig ist es aber auch sowohl ziemlich komisch, als auch sehr sehr traurig und das hat einfach perfekt zum Tenor der Geschichte gepasst.

All das macht The Player and the Pixie von L. H. Cosway und Penny Reid zu einer wundervoll schrulligen, romantischen und herzerwärmenden Geschichte, die ich nicht mehr weglegen konnte. Die Stile der beiden Autorinnen harmonieren wunderbar und mit ihren frischen und ungewöhnlichen Ideen ist ihnen mit diesem Buch wirklich etwas Besonderes gelungen.

The Player and the Pixie erscheint am 12. April 2016.

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Cover Canada Square Englisch

Für ihre Familie und Freunde war Amy immer das kleine, etwas naive und flatterhafte Nesthäkchen. Besonders ihr Freund Luke nutzt das ziemlich schamlos aus und betrügt sie am laufenden Band. Bisher hat er es auch immer geschafft, sich hinterher wieder bei ihr einzuschmeicheln, doch nun hat Amy genug davon - sie trennt sich endgültig von Luke und ist fest entschlossen ihr Studium zu beenden und ihren schäbigen Londoner Stadtteil, in dem sie immer noch mit ihrer Mutter lebt, hinter sich zu lassen.
Dafür muss Amy aber erst einmal ihr Praktikum hinter sich bringen. Ihr ist es gelungen in einer der renommiertesten Firmen Londons eine Stelle zu ergattern und dort muss sie sich nun durchschlagen - umringt von Oxford und Cambridge Studenten, die auf sie und ihre kleine Uni herabblicken. Am schlimmsten ist aber ihr Boss, Callum Ferguson, dem "privilegiert" quasi auf der Stirn geschrieben steht. Da hilft es auch nicht, dass Callum unglaublich attraktiv ist, das Meiste, was aus seinem Mund kommt, macht sie trotzdem unglaublich wütend und es fällt ihr zunehmend schwer ihre Zunge im Zaum zu halten.
Je länger Amy und Callum jedeoch zusammenarbeiten, umso besser lernen sie sich auch kennen und es entwickelt sich so etwas wie Freundschaft ? unter der allerdings jede Menge Leidenschaft brodelt, denn mittlerweile ist beiden klar, dass sie sich sehr voneinander angezogen fühlen.
Im Verhaltenskodex ihrer Firma ist allerdings ganz klar geregelt, dass Romanzen am Arbeitsplatz absolut verboten sind. Amy kann und will ihr Studium und ihren Abschluss nicht so leichtfertig für einen Mann aufs Spiel setzen, schließlich hat sie nun jahrelang darauf hingearbeitet. Doch schon bald wird es sehr schwer für Amy und Callum - der ebenfalls sehr an seinem Job hängt, da es das einzige war, das ihm durch die schwerste Zeit seines Lebens geholfen hat - nein zueiander zu sagen...

Canada Square ist das mittlerweile 3. Buch der Love in London Reihe von Carrie Elks, schlägt allerdings einen etwas anderen Ton an, als die anderen Bücher dieser Reihe. Denn im Gegensatz zu den anderen beiden Romanen ist Canada Square erst einmal eine astreine Office-Romanze. Amy und Callum lernen sich kennen und wir sind von Anfang an mit dabei. Carrie Elks ist es gelungen eine wirklich sehr schöne und stimmige Geschichte um diese beiden Charaktere aufzubauen, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vor allem Amy war eine sehr sympathische Figur, die ich sehr schnell liebgewonnen habe. Auch Callum fand ich eigentlich von Anfang an sehr sympathisch und ich habe nie seine Motive in Frage gestellt und das obwohl wir a) diese Geschichte ausschließlich aus Amys Sicht lesen und er b) schlicht ihr Boss ist.
Auch Carrie Elks Schreibstil war so flüssig, humorvoll und angenehm, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Sie hat ein gutes Gefühl für Timing und wann sie wie viel von ihren Figuren preisgeben sollte. Ebenfalls sehr schön war, wie sie die Figuren aus den anderen beiden Büchern der Reihe mit einfließen ließ - komplett natürlich, ohne dass man das Gefühl hatte, sie würde sie mit der Brechstange in die Geschichte miteinbauen, einfach weil sie das Gefühl hatte, sie müsse das tun. Im Gegenteil, die Figuren haben eine zentrale Rolle für die Geschichte gespielt, ohne sich dabei aufzudrängen.

Eigentlich war ich bis zum Schluss begeistert von Canada Square und im Grunde fand ich auch das Ende nicht schlecht...aber es war auch ein wenig "unterwältigend". Zum einen sieht man den Twist am Ende aus kilometerweiter Entfernung kommen und war also alles andere als überraschend. Außerdem war mir die Auflösung einfach viel zu einfach. Das hat zum einen extrem die Spannung auf dem Geschehen genommen und zum anderen war es für meinen Geschmack ein wenig unglaubwürdig und es hat nicht zu den Charakteren gepasst, diese Sache (die ich natürlich nicht spoilern will ;) einfach so zu übergehen, ohne überhaupt richtig darüber zu reden.

Unterm Strich mochte ich Canada Square von Carrie Elks aber dennoch. Callum und Amy sind sympathisch und es war eine echte Chemie zwischen ihnen zu spürem. Trotzdem war ich vom Ende enttäuscht und hätte mir einfach mehr davon erwartet - mehr Gefühl, mehr Aussprache und ja, vielleicht auch ein bisschen mehr Drama. So wie es ist hat die Autorin eine Menge Potenzial verschenkt.

Canada Square erscheint am 7. April 2016.

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