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Cover Dampfnudel-Blues deutsch

Enthält Anspielungen auf den ersten Fall von Franz Eberhofer Winterkartoffelknödel.

Franz Eberhofer ist noch gar nicht richtig im Büro angekommen, schon klingelt das Diensttelefon. Das kann ja kein guter Tag werden. Der Höpfl ist dran, irgend so ein Depp hat an seine Hauswand 'STIRB, DU SAU!' geschmiert. Und da der Eberhofer nun mal der einzige Polizist im Nest Niederkaltenkirchen ist, muss er sich darum kümmern. Also nix wie hin, Fotos gemacht und versprochen, dass man sich darum kümmern werde. Der Höpfl ist völlig fertig, dem Franz ist es wurscht.

Am nächsten Tag wird er darüber informiert, dass der Höpfl, seines Zeichens Rektor der hiesigen Realschule, vermisst wird. Franz Eberhofer ahnt nichts Gutes, macht sich aber auf den Weg.
Am Haus angekommen ist nichts zu finden. Um aber die Tür öffnen zu lassen, ist die Abwesenheit noch zu kurz. Also wieder schön ins Büro fahren und warten. Als am nächsten Tag noch immer kein Rektor in der Schule auftaucht, lässt Franz die Tür vom wieder heimgekehrten Bruno Sieglechner öffnen und findet - nichts. Alles an Ort und Stelle, selbst der Reisepass. Im Garten findet Franz dann die neugierigen Nachbarn hinter der Hecke lungern und fragt sie aus. Eine Schwester hat der Höpfl, würden aber wohl keinen Kontakt haben. Aha. So richtig weiter bringt ihn das Ganze jetzt nicht, also lässt er sich von der Susi die Adresse geben und fährt bei der Frau Höpfl vorbei.
Eigentlich ist es ihr ziemlich egal, was mit ihrem Bruder ist. Der rote Faden der Antipathie zieht sich durch das Leben des Rektors. Weder die Schüler, noch seine Kollegen und schon gar nicht seine Schwester können ihn leiden. Muss was dran sein.

Am nächsten Tag hat sich der Fall Höpfl erst einmal wieder erledigt, er ist wieder da. Sofort macht sich der Ermittler auf den Weg und findet den Hausherren in der Badewanne liegend. Da Franz Angst hat, er könnte tot sein, will er seinen Puls fühlen und beide erschrecken sich beinahe zu Tode. Er lebt also, noch. Am ganzen Körper ist er allerdings mit Flecken übersät. Entweder hat da jemand seine Wut an ihm ausgelassen oder er hat eine Hautkrankheit. Beides unschön. Da nun aber der Rektor wieder da ist, kann der Franz heim zu der Oma und dem Papa. Fall abgeschlossen.
Daheim kommt dann das nächste Unheil auf ihn zu - sein Bruder Leopold samt Sippe. Franz kann so gar nicht mit Kindern und mit dem Leopold noch weniger. Als er dann erfährt, dass die Kleine zwei Wochen lang bei ihnen wohnen soll, weil die Thaifreundin vom Leopold einen Deutschkurs macht, vergeht ihm sogar der Appetit auf Omas Essen.

Da kommt ihm eine Bahnleiche gerade recht. Wie sich recht schnell herausstellt ist das Opfer dem Franz bekannt - der Höpfl. Na Servus. Da kaum mehr als Tartar von ihm übrig ist, stochert der Ermittler ziemlich im Dunkeln rum, kann sich aber nicht vorstellen, dass der Höpfl Selbstmord begangen hat. Als eine zweite Leiche auftaucht mit der DNA vom Höpfl dran ist alles glasklar - ein neuer spannender Fall für Franz Eberhofer hat begonnen.

Der zweite Krimi von Rita Falk um den Polizist Franz Eberhofer ist wie schon Winterkartoffelknödel einfach herrlich zu lesen. Rita Falk schreibt genau so, wie einem Urbayern der Schnabel gewachsen ist und unterhält damit allein schon durch alltägliche Dinge. Auch dieser Krimi ist jetzt nicht der Spannungsgeladene, aber definitiv jede Seite wert zu lesen. Franz Eberhofer ist nicht der sympathischste Mensch auf Erden, vor allem seinen Mitmenschen gegenüber, aber eigentlich hat er das Herz am rechten Fleck.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Tochter von seinem Bruder ihn recht schnell um den Finger wickelt. Denn aus unerfindlichen Gründen findet die ihn ganz toll. Da ist es vielleicht hilfreich, dass sie noch nicht richtig versteht, wieso der Franz sie jetzt Sushi nennt - und nicht Uschi, gemäß der Namensgebung.

Die Oma hat auch in diesem Buch wieder grandiose Auftritte und hinterlässt auf den letzten paar Seiten köstliche Rezepte. Ich musste schon sehr schmunzeln, als beschrieben wurde, wie sie 'vor der Kaffeemaschine lauert' und ihr Enkel sich nicht ran traut, weil sie ihm wieder mal die Leviten liest. Aber im Grunde lieben sich die Beiden halt doch.

Die Fallaufklärung kommt neben dem Kinderhüten und dem Hinterherrennen hinter der Susi nicht zu kurz und so treffen wir auch in diesem Buch wieder auf seinen alten Kollegen Rudi Birkenberger. Obwohl dieser nicht mehr bei der Polizei, sondern als Privatdetektiv arbeitet, mischt er sich gern in Franz Fälle ein und das ist nicht immer ein Nachteil.

Ich muss dieses Buch, genauso wie Winterkartoffelknödel unbedingt empfehlen. Es ist einfach zu lustig, um es nicht zu lesen. Wer dem Bayrischen so gar nichts abgewinnen kann, sollte hier natürlich die Finger von lassen. So manches Mal hat auch mich die grandiose Grammatik aus der Bahn geworfen.

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Cover The Calling englisch

Enthält Spoiler zu The Gathering.

Obwohl es Maya und ihren Freunden gerade noch gelungen ist per Helikopter vor dem Waldbrand zu fliehen, der Salmon Creek zu zerstören drohte, sind sie immer noch nicht in Sicherheit. Denn der Pilot stellt sich nur als weiterer Komplize der Angreifer auf die Stadt heraus. Zwar können die Freunde ihn überwältigen, verlieren dabei aber die Gewalt über den Hubschrauber. Bei dem Versuch Maya zu helfen stürzt Rafe in die Tiefe und ist für immer verloren.
Doch Maya bleibt keine Zeit zu trauern, denn nach ihrem Absturz mitten in den einsamen Wäldern Kanadas haben Corey, Hayley, Nicole und Sam ohne ihre und Daniels Hilfe kaum eine Möglichkeit in der Wildnis zu überleben. Nach und nach bekommen sie auch eine Ahnung, warum diese Männer hinter ihnen her sind, denn Maya scheint nicht die Einzige mit besonderen Fähigkeiten zu sein.
Das wissen wohl auch ihre Verfolger, die haben nämlich noch lange nicht aufgegeben und wissen viel zu viel über ihre Kräfte. Die Freunde müssen sich schnell etwas einfallen lassen, wissen allerdings nicht so recht wohin, denn bei St. Cloud, der Firma, der praktisch die ganze Stadt gehört, scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Wem können die Freunde also noch vertrauen, wenn alle Menschen, die sie ihr Leben lang kannten und vielleicht sogar ihre Eltern mit den Feinden unter einer Decke stecken?

So sehr ich mich auch auf den zweiten Teil von Kelley Armstrongs Darkness Rising-Reihe The Calling gefreut habe, so muss ich leider sagen, dass ich etwas enttäuscht wurde. Schuld daran sind mehrere Kleinigkeiten wie z.B. die Tatsache, dass in den ersten 200 Seiten eigentlich kaum etwas passiert. Nach dem Helikopterabsturz wiederholt sich eigentlich immer wieder das gleiche Muster: Wandern, Verstecken, beinahe geschnappt werden, Flucht. Das Ganze wurde irgendwann ein wenig frustrierend. Zwar gelang es dadurch ein paar Informationen aufgedeckt, aber auch diese wurden so häppchenweise serviert, dass auch das nicht genug war, um wirklich die Spannung zu erhalten.
Und auch sonst erfährt man sehr wenig Neues in diesem Band. Im Endeffekt fühlt es sich sehr stark wie eine Überbrückung zwischen dem ersten und letzten Buch an. Es passiert kaum etwas, dabei hätte die Geschichte wirklich mehr als genug Stoff hergegeben. Z.B. gibt es nur sehr wenige Szenen, in denen es um die übernatürlichen Fähigkeiten der Jugendlichen geht und sie dürfen ihre Kräfte nur sehr selten nutzen.
Zum Glück versteht Kelley Armstrong aber etwas von ihrem Handwerk und all das ist mir irgendwie erst so richtig im Nachhinein aufgefallen. Denn während des Lesens hat das Buch doch erstaunlich viel Spaß gemacht. Es ist flüssig und gewohnt elegant geschrieben. Außerdem liebe ich die Charaktere. Es gibt nicht einen unter ihnen der mir wirklich unsympathisch gewesen wäre und sogar die zwielichtigen Kandidaten hatten definitiv ihren Reiz. Maya ist nach wie vor eine tolle Heldin, die absolut nicht dem Jungfrau in Nöten Klischee entspricht und definitiv auf sich selbst aufpassen kann, sich gleichzeitig aber auch nicht für unbesiegbar hält. Und ihr bester Freund Daniel ist sowieso meine liebste Figur und hat ebenfalls die ein oder andere Szene, in der er glänzen darf, auch wenn mir Übles schwant, was seine Zukunft angeht.
So schmal die Informationen auch gesät waren, sie harmonieren mit dem, was wir sowohl aus dem ersten Buch erfahren haben, als auch mit den Fakten aus der Women of the Otherworld und The Darkest Powers / Die dunklen Mächte-Reihe. Zwar hängen diese nur indirekt zusammen, trotzdem kann man jetzt schon sagen, dass alles am Ende ein stimmiges Bild ergeben wird.

Eigentlich müsste ich The Calling von Kelley Armstrong vermutlich eine schlechtere Bewertung geben. Der Mittelteil ist recht schwach, es passiert nicht allzu viel und auch an neuen Erkenntnissen mangelt es doch sehr. Trotzdem sind die Charaktere so liebenswert und die Geschichte - wenn auch etwas unterentwickelt in diesem Teil - so gut gezeichnet, dass es mich vor allem gegen Ende doch wieder so richtig gepackt hat.

Deswegen werde ich mir auch den letzten Teil der Trilogie, Darkness Rising, nicht entgehen lassen, auch wenn dieser erst im Frühjahr 2013 in den USA erscheinen wird.
Zu einer deutschen Veröffentlichung liegen mir leider immer noch keine Informationen vor.

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Cover Die Gefährtin der Morgenröte deutsch

Enthält Spoiler zu Evernight / Evernight, Stargazer / Tochter der Dämmerung und Hourglass / Hüterin des Zwielichts.

Lucas ist tot. Bianca kann es noch immer nicht fassen, dass Charity ihrem geliebten Lucas das Leben ausgesaugt hat. In dem kleinen Kino in Riverton sitzen sie, Balthasar, Vic und Ranulf nach dem Kampf zusammen und warten auf den Morgen.
Da Lucas bereits von Bianca gebissen wurde, als diese selbst noch ein Vampir war, wird Lucas ebenfalls als Vampir wiederkehren. Doch genau das hat Lucas nie gewollt. Wie wird er sich verhalten, wenn er Bianca das erste Mal wieder sieht?

Als Lucas sich anfängt zu regen, schicken die Vampire Vic raus. Denn neue Vampire werden von nichts anderem beherrscht als ihrem Blutdurst und da Vic der einzige Mensch unter ihnen ist, könnte dies sein Tod sein.
Und ihre schlimmsten Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten. Lucas kann kaum klar denken und hat nur eins im Sinn - töten. Sie können ihn jedoch davon überzeugen, dass er als aller erstes aus dem Kino raus muss um an einen sicheren Ort zu gelangen. Ihnen fällt nur Vics Weinkeller ein, also machen sie sich gemeinsam auf den Weg. Dort angekommen werden sie von einer ganzen Armee des Schwarzen Kreuzes erwartet, die es auf die Vampire abgesehen haben. So trifft Lucas kurz nach seiner Verwandlung auf seine menschliche Mutter - ein harter Kampf für ihn. Er will ihr beweisen, dass er noch immer derselbe ist, doch Kate ist schon zu lange beim Schwarzen Kreuz und geht auf Lucas los. Da gibt es auch für ihn kein Halten mehr und seine letzte Konzentration ist dahin. Nun will Lucas sich nicht mehr nur verteidigen, er hat den innersten Wunsch seine Mutter zu töten. Bianca hilft als Geist so gut sie kann, denn schon ist ein Kampf zwischen den Fronten entbrannt. Vic ruft die Polizei, denn Kate und ihre Leute wollen alles, nur nicht auffallen. Als es beinahe so scheint, dass Lucas den Kampf gegen die Vielzahl der Angreifer verliert, erhält er von unerwarteter Seite Hilfe - Dana und Raquel. Sie können sich mit den Aktionen des Kreuzes nicht mehr identifizieren und wechseln die Seite. Auch Bianca ist nicht untätig, in einem unbedachten Moment nimmt sie Besitz von Kates Körper und fordert den Rückzug. Es hilft. Nur Lucas ist nach wie vor rasend vor Blutdurst. Bevor die Polizei kommt müssen sie ihn ruhig stellen - und Balthasar sieht nur eine Möglichkeit. Er pfählt ihn.

Lucas kommt mit seinem Vampirleben nicht klar. Er kann einfach nicht fassen, dass er seine Mutter und auch seinen besten Freund Vic töten wollte. Es gibt nur einen Ort an dem er lernen kann mit seinem Sein klar zu kommen - er muss zurück nach Evernight. Auch wenn dies bedeutet wieder zu Mrs. Bethany zurück zu kehren. Bianca und die anderen begleiten ihn und als er Mrs. Bethany um Aufnahme bittet, kann sie ihn nicht ablehnen.
Für Bianca ist diese Heimkehr beinahe ebenso schwer wie für Lucas. Hier sieht sie ihre alten Schulkameraden wieder und vor allem auch ihre Eltern. Gern würde sie sich ihnen zeigen, doch der alte Hass den Geistern gegenüber lässt sie zurückschrecken. Stattdessen geht sie auf Erkundungen in Evernight und gerät in der Bibliothek unerwartet in Gefahr. In einer Nische in der Wand entdeckt sie ein kleines Kästchen und wird beinahe hineingezogen. In ihrer Geistgestalt hat sie keine Chance sich irgendwo festzuhalten und Lucas kann sie nur in letzter Sekunde retten. Gemeinsam finden sie heraus, dass es sich um eine Geisterfalle handelt. Aber warum gibt es so etwas in Evernight? Was will Mrs. Bethany mit den gefangenen Geistern anstellen? Und wieso lockt sie Menschen nach Evernight die alle einen Bezug zu Geistern haben, wenn Vampire Geister hassen?

Cover Afterlife englisch

Einzig Maxie, der Geist aus Vics Haus, und Christopher, ein uralter Geist der Bianca bereits in ihrem ersten Jahr in Evernight erschienen ist, scheinen ihr wohlgesonnen und so lernt sie nicht nur was sie alles erreichen kann, sondern auch, was ihr Dasein eigentlich ausmacht. Und obwohl Geister und Vampire nicht miteinander können, ist die Liebe zwischen Lucas und ihr eher noch stärker geworden.

Das große Finale der Evernight-Reihe von Claudia Gray lässt den Leser nun endlich klarer sehen. Ich war schon sehr gespannt wie es wohl nach dem Ende des dritten Bandes weitergeht und wurde nicht enttäuscht. Während Lucas versucht in Evernight mit seinem neuen Dasein klar zu kommen, macht Bianca dort weiter, wo sie aufgehört hat, sie versucht herauszufinden was Mrs. Bethany mit den ganzen Menschen in Evernight vor hat.
Sehr gefallen hat mir, dass man nun auch endlich etwas über das Leben der Schulleiterin erfährt und so auch ihre Beweggründe verstehen kann. Auch wenn sie noch meilenweit davon entfernt ist sympathisch zu sein.

Eigentlich hätte das Buch die volle Punktzahl verdient, wären da nicht so ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben. So war mir die Präsenz des Schwarzen Kreuzes zu gering gehalten. Wenn doch schließlich Lucas selbst nun zum Fein gehört, hätte es dort mehr Entschlossenheit geben müssen. Und ja, das Buch konzentriert sich ein wenig zu sehr auf Lucas Vampirdasein als auf Biancas Geisterleben. Schließlich ist sie der Hauptcharakter.
Einen Stern ziehe ich dafür ab und bin nun eigentlich ganz glücklich, dass die Reihe ein gutes Ende gefunden hat.

Im Englischen ist Anfang März dieses Jahres noch Balthazar (keine Rezension) erschienen. Hier erfährt der Leser mehr über das Leben des Vampirs nach dem Ende der Evernight-Reihe. Neben Balthazar hat ein weiterer Charakter aus dem letzten Band Afterlife / Gefährtin der Morgenröte hier die Hauptrolle - Skye. Da Balthazar ein sehr gelungener Charakter ist, hoffe ich inständig, dass der Penhaligon-Verlag hier ebenfalls die Rechte erwirbt.

Ein großes Dankeschön an den Penhaligon-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Eternally deutsch

Im Château de la Fortune in Frankreich leben seit den zwanziger Jahren die Frauen der Schwesternschaft. Eugenia Snow ist zwar die jüngste der Frauen, doch gleichzeitig auch die stärkste und somit ihre Anführerin. Seit vielen Jahren suchen sie bereits nach verlorenen Schwestern und es scheint so, als wäre die wichtigste gefunden worden: Die Dunkle. Denn gemäß einer Prophezeiung der Internatsgründerin wird Die Dunkle die Schwesternschaft zur Freiheit ihrer Macht verhelfen und das Herz des Schicksals finden.
Nur aus diesem Grund gibt es diese Schule und jedes Jahr kommen Mädchen hier her, die von der Schwesternschaft geprüft werden. Jetzt soll auch Caitlyn auf dieses Internat gehen und in ihr ruht die Hoffnung der gesamten Schwesternschaft.

Nun ist Caitlyn alles andere als ein typischer Internatsschüler. Sie wohnt in Oregon mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und den beiden Halbbrüdern. Caitlyns Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als sie vier Jahre alt war und so richtig einfinden kann sie sich in ihre neue Familie nicht, auch wenn Joy, ihre neue Mutter, ihr die gleiche Aufmerksamkeit und Liebe schenkt wie ihren beiden Söhnen.
Doch eigentlich will Caitlyn nur weg. Weg von ihrem Leben, weg von der High School und vor allem weg aus Oregon. Als sie eine Email von einer gewissen Madame Snow erhält, in der sie gebeten wird ihre Unterlagen einzureichen damit geprüft werden kann, ob sie ein Stipendium erhalten könnte, ist sie erst Feuer und Flamme, später kommen ihr aber erhebliche Zweifel. Was, wenn diese Email gar nicht für sie gedacht war? Wochen vergehen und jeden Tag kann sie es kaum erwarten die Post durchzusehen. Als dann doch der Brief aus Frankreich kommt hat sie gemischte Gefühle. Doch zu ihrer Überraschung wurde sie angenommen und darf nach Frankreich. Ihre Familie ist darüber geteilter Meinung. Einerseits wollen sie nicht, dass Caitlyn fort geht, auf der anderen Seite jagt ihnen ihre älteste Tochter Angst ein. Denn Caitlyn ist kein gewöhnliches Mädchen. Beinahe jede Nacht wird sie von Träumen heimgesucht aus denen sie mit einem Schrei erwacht. Sie nennt diese Träume 'Kreischer', denn ihr erscheinen Geister die sie nicht richtig erkennen kann, leider aber wohl sehr gut hören.
Sie hofft in einem anderen Land, weit weg von daheim, von diesen Träumen befreit zu sein. Und als ihre Eltern zustimmen, dass dieses Stipendium eine Chance ist, die man nicht ausschlagen sollte, kann sie an kaum mehr etwas anderes denken als an Frankreich.

Cover Wake Unto Me englisch

Als es endlich soweit ist, setzt ihr die lange Reise sehr zu. Auf dem Weg vom Flughafen zum Château schläft sie im Wagen ein und hat einen sehr lebhaften Traum von einem jungen Ritter auf einem Pferd. Sie kann ihn sehen und berühren, aber er sieht sie nicht.
In der Nacht vor ihrem Abflug aus Oregon hatte sie von ihrer Mutter geträumt. Diese beschäftigte sich zu Lebzeiten viel mit dem Schicksal der Menschen und so legte sie ihrer Tochter die Tarotkarten. Unter anderem wurde ihr 'Der Ritter der Kelche' zugewiesen und so glaubt sie dieser junge Ritter sei ihr Ritter der Kelche. Raphael. In den folgenden Nächten trifft sie immer wieder auf ihn und auf einmal kann er sie sehen und sogar berühren. Doch die Zeit, in der sie sich befinden liegt 400 Jahre zurück. Was soll das bedeuten? Raphael berichtet ihr von seiner Mutter, die als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde und Caitlyn ist geschockt - sie selbst hat geträumt auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden. Alles was von ihr blieb, war ihr Herz. Und auch Bianca de' Medici, Raphaels Mutter, hinterließ in den Flammen nur ihr Herz.
Schon bald befindet sich Caitlyn auf der Suche nach den Verbindungen zwischen dem Château de la Fortune heute und damals. Denn Raphael hat an demselben Ort gelebt, an dem sie nun zur Schule geht. Aber wenn er vor 400 Jahren hier war und sie ihn in ihren Träumen besucht, fühlt es sich alles so echt an. Ist er trotzdem nur ein Geist?

Lisa Cach hat mal eine etwas andere Internatsgeschichte geschrieben. Ein wenig habe ich hier immer den Vergleich gezogen zur Evernight-Reihe von Claudia Gray, denn auch hier tauchen Geister auf. Doch die teils christlichen Anlehnungen und der starke Hang zur Historie machen das Buch irgendwie einzigartig.
Der Anfang ging leider sehr schleppend. Man erfährt im Prolog etwas über die Schwesternschaft und wieso Caitlyn eigentlich auf dieses Internat kommen soll. Danach erfährt der Leser etwas über Caitlyn und ihr Wesen. Doch bevor es so richtig losgeht und sich zu entwickeln anfängt vergehen mal eben 100 Seiten. Danach kann man das Buch aber auch beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Der stetige Wechsel zwischen den Zeiten ist sehr angenehm zu lesen und Caitlyn ist ein recht sympathischer Charakter. Sie findet schnell Freunde und ist keine der Romanheldinnen die entweder in Selbstmitleid zerfließen oder grundsätzlich pessimistisch sind. Mit Feuereifer wirft sie sich in die Suche und versucht nicht nur Raphael sondern auch Madame Snow gerecht zu werden.

Es gibt im Laufe der Handlung immer wieder den einen oder anderen losen Faden, doch Lisa Cach verbindet am Ende alles zu einem logischen Schluss. Das fand ich sehr gut und bildet einen schönen Abschluss für ein Buch ohne Nachfolger. Jedenfalls habe ich keinen Folgeband gefunden.
Eine Sache ging mir während des Lesens jedoch auf die Nerven - das ständige darauf hinweisen, dass Caitlyn in ihren Träumen jede Sprache versteht und selbst fließend spricht. Diese Erwähnung hätte einmal gereicht, die meisten Leser können sich so etwas bis zum Ende hin merken.

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Cover Die Tränen des Drachen deutsch

Wenn es draußen stürmt und schneit sitzt Krallenfinger in einer Hütte und scharrt seine junge Zuhörerschaft um sich. Während ihn die Erwachsenen nicht ganz ernst nehmen, aber dulden, sind die Kinder von ihm und seinen Geschichten angetan. Denn der Krallenmann ist anders als das Volk, welches Felsenburg bewohnt - eigentlich sogar anders als jeder Mensch auf der Welt. In seinen Geschichten lernen die jungen Bewohner der Feste aber nicht nur bekannte Völker und Feinde kennen, sondern auch solche, von denen sie glauben, dass es sie gar nicht gibt. Wie die Waldgeister zum Beispiel. Aber wir wollen vorn anfangen und der Reihe nach erzählen.

In der Hafenstadt Krugant lebt Karain als ältester Sohn des Böttchers. Seine zwei jüngeren Brüder und er arbeiten schon bei seinem Vater in der Werkstatt und helfen wo immer sie können. Oft vergisst Karain, dass er anders ist als seine Familie, doch der Bäckerssohn und seine Freunde erinnern ihn nur allzu gern daran. Denn Karain hat keine normalen Hände sondern drei Finger, die in Krallen enden und sein Gesicht ist auf Stirn und Wangen mit feinen Haaren bedeckt. Die meisten Dorfbewohner behandeln ihn wie einen normalen Jungen, denn jeder mag den Böttcher und seine Familie, nur hier und dort muss sich Karain Gemeinheiten sagen lassen oder Schläge einstecken.
Als eines Tages Gerüchte unter den Händlern die Runde machen, ändert sich sein Leben total. Ein Kretter, zumeist Sklavenhändler, erzählt es würden Dämonen umgehen und sie benützten Kinder als Tarnung, doch ihre Art verändert und entstelle die Körper. Gerade in diesem Augenblick erblickt er Karain und beschimpft ihn sofort als Dämon.
Noch am gleichen Abend kommt das städtische Söldnerheer und will Karain hängen. Außer sich vor Zorn und Verzweiflung schickt der Böttcher die Söldner weg, sagt aber zu, sich selbst um diese Angelegenheit zu kümmern. Das tut er dann auch - auf seine Weise. In den nächsten Tagen und Wochen verbringt Karain den Tag schlafend im Keller um des Nachts bei seiner Familie zu sein. Doch die Nachbarn bemerken das Licht in der Nacht und es wird bereits gemutmaßt, Karain lebe noch. So bringt der Vater seinen Sohn eines Nachts in den Wald und schickt ihn fort. Karain weiß, dass sein Vater nicht anders kann und macht sich auf den Weg ins Unbekannte.

In der Gegend Erste Schneeflocke feiern zur gleichen Zeit die Waldgeister den ersten Schneefall. Jedes Jahr zelebrieren sie ein Fest, schmausen bis zum Umfallen und freuen sich über den Winter. Der Gamble, der Häuptling der kleinen Waldmänner, ist ein kugelrunder Geselle und um seine Ehre zu halten, isst er alles was er in die Finger bekommt. Doch die vielen Pilze bekommen ihm nicht und so liegt er jammernd und mit bösem Bauchgrimmen auf seinem Lager. Das Einzige was hier hilft ist eine kleine rote runde Wurzel. Doch die gibt es auf der anderen Seite des Meeres, in den Ebenen der Vokker. Der Häuptling der Waldgeister ist nicht nur ihr Anführer, nein, er ist auch derjenige, der den Frühling herbeirufen muss. Tut er das nicht mit der Kraft und Inbrunst seines ganzen Wesens, wird der Frühling nicht zurückkehren und der ewige Winter das Land regieren. Krank wie er ist kann er seine Aufgabe nicht übernehmen und so werden 4 Waldgeister ausgesandt um schnellstmöglich diese Wurzel zu finden.

Auf ihrem Weg treffen Loke, Bile, Vile und Bul durch Zufall auf Karain, der beinahe von einem Troll angegriffen wird und als Dank für ihre Hilfe, denn die Waldgeister sind erfahrene Trolljäger, bietet Karain sich an ihnen im Gegenzug bei der Suche zu helfen.
Als Erstes müssen sie sich ein Boot beschaffen, und das heißt für Karain wieder zurück nach Krugant, wo er als tot gilt. Doch wie das Schicksal es so will, schaffen sie es in ein Boot und befinden sich schon bald in der stürmischen See. Karain segelt zum ersten Mal in seinem Leben auf dem weiten Meer und als ein Schneesturm ihren Mast bricht ist dies nicht die einzige Situation in der die fünf Geschöpfe um Mut kämpfen müssen, Hoffnungslosigkeit besiegen lernen und voller Ungewissheit voran schreiten.

Der erste Band der Horngudens tale / Nordland-Saga ist ein wenig verwirrend aus sowohl der Erzählerperspektive als auch als Ich-Erzählersicht geschrieben. Das hat mich das eine oder andere Mal aus der Geschichte gerissen, doch der Wiedereinstieg war mehr als einfach. Die Geschichte um Karain und die vier Waldgeister ist wirklich sehr liebevoll geschrieben. Man lernt als erstes den jungen Mann kennen, der sich in seiner Welt angepasst, aber nicht eingefunden hat. Erst auf seiner Reise lernt er sich selbst und seine Abstammung kennen und kehrt an dem Ort ein, der ihm ein Heim sein soll.
Die kleinen Waldgeister sind sehr lustig. Man kann sie sich richtig vorstellen, wenn sie sich die Bärte raufen aus Verzweiflung oder sich liebevoll um andere Leute kümmern.
Im Nachhinein frage ich mich, warum ich dieses Buch so lange ungelesen im Schrank stehen hatte, denn es ist wirklich gut.
Ein wenig stört mich die Titelwahl, denn dieser ist mehr als irreführend. Auch hatte ich gehofft, dass es in der sechsbändigen Reihe ausschließlich um die gleichen Personen geht, doch zumindest der erste Band ist komplett ins ich abgeschlossen. Was andererseits natürlich auch ein Vorteil sein kann.

Warum ziehe ich trotzdem einen Stern ab? Nun, mich hat die Erzählweise dann doch zu sehr gestört. Während man sich durch die Erzählung direkt in die Geschichte ziehen lässt, vergisst man den Erzähler vor seinem Feuerchen. Aber mitten drin, wird dann plötzlich ein lauschendes Kind angesprochen und man wird aus der eigentlichen Story katapultiert. Vielleicht muss ich mich aber auch erst an den Stil gewöhnen und noch weiß ich ja auch nicht, ob der zweite Teil Brans reise / Brans Reise (keine Rezension) die gleiche Erzählweise hat.

Die Götter und Mythenwelt in diesem Buch ist ein wenig an die nordische Mythologie gelehnt - was wiederum vollkommen logisch ist, da es ja eine Horngudens tale / Nordland-Saga ist und die Originalsprache norwegisch ist. Ein wenig habe ich mich mit den Namen der Personen schwer getan, da die meisten sehr kurz gehalten sind und sich mir so immer wieder entzogen haben. Dennoch kann ich das Buch empfehlen und bin schon gespannt wie es weiter geht.

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