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Cover Im Schatten der Wälder deutsch

Fiona Bristow lebt auf einer kleinen Insel vor DC. Sie hat ein Häuschen mit angrenzendem Wald und fühlt sich hier mit ihren drei Hunden sicher. Doch das soll sich schnell ändern. Vor 8 Jahren hat ein Mann ihr Leben zerstört. Der Serienmörder George Allen Perry hatte sie als Opfer auserkoren, sie mit einem Elektroschocker außer gefecht gesetzt und gefesselt in den Kofferraum gesperrt. Sie sollte wie die 12 jungen Frauen vor ihr im Wald verscharrt werden, mit einem roten Seidenschal erdrosselt. Doch Fiona konnte fliehen und der Polizei so helfen. Bevor sie Perry erwischten, rächte er sich an Fiona und ermordete ihren damaligen Lebensgefährten, einen Polizisten, und seinen Partner - einen Polizeihund.
Kurz darauf ist sie auf die Insel gezogen und hat eine Hundeschule eröffnet und leitet dort örtliche Hunderettungsstaffel.

Nun treibt ein neuer Mörder sein Unwesen und bringt junge Collegestudentinnen auf die gleiche Weise um wie einst Perry. Fionas Freunde haben Angst um sie und glauben, dass der Täter früher oder später Perrys Werk vollenden möchte. Mit soviel Anteilnahme hat Fiona nicht gerechnet, beinahe wird sie von der Liebe ihrer Mitmenschen erdrückt. Doch ganz so wehrlos wie die meisten denken ist Fiona nicht, seit damals ist sie gereift und hat gelernt sich zu verteidigen. Leichter macht es ihr allerdings auch die Affäre mit Simon nicht, dem gutaussehenden Holzkünstler, der vor einigen Wochen auf die Insel gezogen ist. Wie Feuer und Wasser reagieren sie aufeinander und dabei knistert es gewaltig. Nun muss sie sich auch noch um ihn sorgen, ein zweites Mal könnte sie es nicht ertragen den Mann zu verlieren den sie liebt.

Man kann sagen was man will - Nora Roberts kann schreiben. Sie hat einen sehr flüssigen Schreibstil und so liest man ungeahnt mal eben einen ganzen Schwung Seiten weg. Sie hält sich nicht lang mit Einleitungstexten auf, sondern startet gleich in Fionas nächster Suchaktion mit der Rettungsstaffel. Man sollte Hunde schon mögen, wenn man dieses Buch liest, da es nebenbei ein kleiner Hundeführer ist.

Der Thrilleranteil in diesem Buch ist sehr gering gehalten und kommt eigentlich das erste Mal nach über 100 Seiten zur Sprache und spitzt sich erst auf den letzten 150 Seiten zu. Spätestens dort konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Im Großen und Ganzen ist es ein guter Roman mit ein wenig 'thrill' geworden für lauschige Sommerabende im Garten und einem Glas Wein. Ich kann das Buch definitiv empfehlen, da es mir wirklich Spaß gemacht hat es zu lesen. Einen halben Stern muss ich dennoch abziehen - etwas mehr Spannung hätte ich mir schon gewünscht.

Einen herzlichen Dank an den Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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