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31.

Mai 2016

Cover Break

Noah hat alles, was er sich je von seinem Leben erhofft hat. Er hat gerade erst seine erste Saison als Profi-Eishockey-Spieler begonnen und ist dafür von Phoenix nach New Orleans gezogen. Außerdem sind er und sein bester Freund Troy sich endlich näher gekommen und Noahs geheimster Wunsch ist wahr geworden. Mit Troy an seiner Seite könnte er nicht glücklicher sein.
Doch es dauert nicht lange, bis die ersten dunklen Wolken aufziehen, denn natürlich kann Noah der Welt nicht einfach sagen, dass er schwul und in einer Beziehung ist. Stattdessen beginnt er eine Scheinbeziehung mit einer bekannten Schauspielerin, die seine Popularität zwar nur noch steigert, Noah aber vor einen Gewissenskonflikt stellt.
Troy, der in Noahs Heimatstadt zurückgeblieben ist, wird derweil immer unglücklicher. Er fühlt sich wertlos und jedes Mal, wenn er Noah mit einer Frau sieht oder als dessen bester Freund vorgestellt wird, ist es für ihn wie ein Stich ins Herz. Noah weiß genau, dass er Troy verletzt, doch er kann seine Karriere nicht aufs Spiel setzen...nicht mal, als Troy schlussendlich die Nase voll hat und ihn verlässt.
Doch dann gerät Troy in einen schrecklichen Unfall, der nicht nur sein Leben auf den Kopf stellt, sondern auch Noah zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben – nämlich Troy. Wenn er ihn allerdings zurückhaben will, hat Noah einiges zu beweisen...

Hm, was kann ich über die Novelle Break von Charity Parkerson sagen? Es war irgendwie ein schwieriges kleines Büchlein für mich. Aufgrund der geringen Länge fühlt sich die Geschichte über weite Teile sehr überstürzt und gehetzt an. Der in meinen Augen spannendste Teil, nämlich die Dinge, die vor dem Unfall passieren, werden in Windeseile abgearbeitet und dienen eigentlich nur als Einführung in die Geschichte. Das ist sehr schade, denn nicht nur wird jede Menge Potenzial für eine spannende Handlung verschenkt, die Charaktere bleiben einem irgendwie auch fern, weil sie nur sehr oberflächlich vorgestellt werden. Es gibt große Zeitsprünge, die das Ganze nicht unbedingt besser machen, da man trotz der langen Zeit die vergeht nur sehr wenige Informationen bekommt.
Außerdem hat mich die Geschichte sehr an Us von Elle Kennedy und Sarina Bowen erinnert. Ich will definitiv nicht sagen, dass Charity Parkerson sich an der Handlung von Us bedient hat, aber die Parallelen sind schon absolut nicht von der Hand zu weisen (Eishockey, geheime Beziehung zum besten Freund, ein unglücklicher Partner, ein Krankenhausaufenthalt, der alles in Frage stellt) und ich muss zugeben, dass ich mich nicht ganz Wohl mit den vielen Ähnlichkeiten gefühlt habe.
Trotzdem gab es die ein oder andere Szene in Break die ich richtig schön fand. Die Szene z.B., in der Troy endgültig die Nase voll hat und Noah verlässt, fand ich in ihrer Einfachheit sehr gelungen. Auch später gibt es noch die ein oder andere sehr süße oder emotionale Szene, die Charity Parkerson wirklich gelungen ist und von denen ich gerne mehr gesehen hätte.

Trotzdem war es nicht genug, um die Novelle Break von Charity Parkerson wirklich gut zu machen. Dafür ist sie einfach zu knapp geraten. Hätte sich die Autorin etwas mehr Zeit genommen, ihre Figuren vorzustellen, ihnen etwas mehr Tiefe gegeben und die Handlung etwas innovativer gestaltet, hätte Break gar nicht mal schlecht sein können.
Break ist zwar Teil der Hard Hit Reihe, kann aber wie die anderen Bücher der Reihe alleinstehend gelesen werden. Allerdings kommen die Figuren auch in den übrigen Büchern vor und das fällt hier und da schon auf, wenn einem Mal eine Information fehlt.

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