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Cover Der letzte Drache deutsch

Kayne wartet gespannt auf seine Weihe. Er ist zwiespalten was die Weihe angeht, auf der einen Seite zeichnet es ihn dann endlich als Erwachsenen aus, auf der anderen Seite wird damit auch seine Herkunft ein für alle Mal geklärt. Obwohl er zusammen mit Leána am Hof aufwächst, als Sohn Elysias und Darians, ist nicht klar, ob Darian wirklich sein Vater ist.
Der finstere Zauberer Samukal hat einst Kaynes Mutter verkleidet hinters Licht geführt und die Ähnlichkeit der beiden ist unübersehbar.

Es kommt wie es kommen muss, Kayne wird von den Drachen nicht als Thronfolger akzeptiert, denn Darian ist nicht sein leiblicher Vater. Obwohl Darian ihn weiterhin am Hof halten möchte, fühlt sich Kayne zerrissen. Er kann nicht mehr hier leben. Die Leute werden reden und ihn anfeinden, denn sein Vater hat mehr als nur ein paar böse Tricks gespielt.
Leána versucht Kayne dazu zu überreden zurück zu kommen und schließlich gelingt es ihr ihn zu beruhigen. Doch Kayne hat andere Pläne. Des Nächtens schleicht er sich aus der Burg, läuft seiner beinahe Schwester dabei jedoch in die Arme. Na großartig. Als wenn das nicht noch reichen würde, sind auch Toran und Siah bei ihr. Siah, eine feingliedrige Nebelhexe, und Toran, ein Mensch und Anwärter auf den Königsthron, sind ganz aus dem Häuschen. Gemeinsam machen sich die vier auf den Weg Albany zu durchstreifen. Sie wollen dem Grünohr Toran die Welt zeigen, doch was als abenteuerliche Reise beginnt wird bald zur bösen Hetzjagd.

In Albany gibt es viele verschiedene Rassen und unter ihnen wurde ebenfalls kräftig gemischt. Diese Vermischung der Rassen gefällt nicht jedem und so haben Leána und Siah, beides Mischwesen, den Hass einiger Kreaturen sicher.
Doch es gibt mehrere Verfolger und nicht alle haben das gleiche Ziel. Wie schön wäre es doch, wenn man den Königssohn als Druckmittel hätte? Dafür muss man lediglich die drei anderen aus dem Weg räumen.
Kayne und seine Freunde laufen beinahe in einen Hinterhalt, aus dem sie sich nur mit Mühe und Not befreien können. Die Nacht verbringen sie lieber in einer Postreiterstation, statt draußen. Doch auch hier sind sie nicht sicher. Durch einen dummen Zufall werden sie von der Wirtin verjagt, nicht ahnend, dass sie ihnen damit das Leben gerettet hat. Denn ein Mann wollte just in diesem Moment aus dem Hinterhalt angreifen. Aus Frust tötet er eine Postreiterin, doch davon erfahren die Freunde erst viel später.
Die Wirtin erzählt Kayne hätte sie getötet und so bleibt ihnen nichts anderes übrig als sich dem Vorwurf zu stellen. Kayne weiß genau, dass er es nicht überleben wird, sollte man ihn für schuldig befinden. Ist das schon das Ende der Reise? Wird Kayne für die Taten seines eigentlichen Vaters gerichtet, weil er in den Köpfen der Anderen genauso schlecht ist wie sein Vater?

Der letzte Drache von Aileen P. Roberts ist der erste Teil einer Reihe und verbindet die Fantasywelt Albany mit unserem realen Schottland. Das ist der Autorin wirklich gut gelungen.
Es ist mein erstes Buch der Autorin und so habe ich es bisher leider verpasst ihre vorherige Reihe Weltennebel zu lesen.
Um die Weltenmagie-Reihe zu lesen ist es nicht zwingend von Nöten den Vorgänger gelesen zu haben. Zwar würde es den Einstieg erleichtern, aber mit der Zeit weiß man wer wohin gehört. Das Personenregister am Ende macht es zudem noch ein bisschen einfacher.

Ich war von der Schreibweise der Autorin etwas überrascht, da ich mich auf etwas anderes eingestellt hatte. Sie schreibt etwas ausschmückend, aber nicht zu sehr. Also schon so, dass es eher in Richtung High-Fantasy gehen könnte. Allerdings empfinde ich es eher als Jugendbuch. Und ein wirklich gutes dazu.

Die Charaktere sind gut gezeichnet und man kann sie sich prima bildlich vorstellen. Jeder hat ja so seine Favoriten und in diesem Buch ist es für mich ein kleiner Nebenhandlungszwerg ^^ Ich hoffe von ihm noch mehr lesen zu können in den folgenden Bänden der Reihe.
Aber auch die vier Freunde sind nicht unbedingt unsympathisch. Mir ging lediglich das Gezicke der Männer auf die Nerven, mir reichen schon rumzickende Frauen ^^

Die Geschichte folgt einem guten roten Faden und geizt nicht mit spannenden Momenten. Als ich dann einmal drin war, wollte ich auch weiter lesen. Nicht jede Figur hält dem zweiten Blick stand und so fängt man schon bald an gewisse Dinge zu hinterfragen.

Die Autorin hielt sich hier auch in der Leserunde sehr bedeckt - wie fies ^^

Ich bin jedenfalls gespannt wie es mit den Freunden weiter geht und warte sehnsüchtig auf März. Denn dann können wir Das vergessene Reich in den Läden kaufen oder bei unseren Dealern bestellen.

Vielen Dank an das Team von www.leserunden.de und den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Und natürlich auch einen lieben Dank an Aileen P. Roberts für die Dunkelelfenlogik und die vielen wenig hilfreichen Antworten auf unsere vielen Fragen ^^

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