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Cover The Devil's Metal Englisch

Dawn Emerson hat einen großen Traum: Sie möchte Musikjournalistin werden. Doch es gibt jede Menge Konkurrenz und als Frau hat es die 21jährige im Jahr 1974 zusätzlich besonders schwer, sich gegen ihre männlichen Kollegen durchzusetzen. Abgesehen von ein paar Artikeln in kleineren, lokalen Zeitungen, hat sie bisher kaum Stücke veröffentlichen können.
Wenigstens bleibt ihr so aber genug Zeit, sich um ihre Familie zu kümmern. Seit Dawns Mutter sich vor Jahren das Leben genommen hat, ist ihr Vater schwerer Alkoholiker und hat dadurch seine Farm zugrunde gerichtet. Außerdem leidet Dawns kleiner Bruder Eric an einer Form von Tourette. Zwar sind seine Attacken relativ harmlos, reichen aber aus, um ihm das Leben in seiner kleinen, ländlichen Heimatstadt zur Hölle zu machen. Dawn hat alle Hände voll zu tun, ihre Familie einigermaßen zusammen zu halten.
Doch dann bekommt sie einen Anruf von niemand anderem als dem Chef-Editor des Creem Magazine , das neben dem Rolling Stone das einflussreichste Musik-Blatt der USA ist. Sie soll als Journalistin die Tour von Hybrid, einer der erfolgreichsten Bands ihrer Zeit, begleiten. Dawn hat keine Ahnung, wieso ausgerechnet sie dafür ausgewählt wurde, will ihr Glück aber nicht hinterfragen oder die Chance auf ihren großen Durchbruch riskieren.
Doch schon nach wenigen Tagen mit ihren Idolen auf Tour muss Dawn feststellen, dass der Ausdruck Sex, Drugs and Rock'n'Roll nicht nur ein Klischee ist und ist erst einmal sehr ernüchtert. Schnell wird ihr aber auch klar, dass mit Hybrid und vor allem dem schwarzen Schaf der Band Graham, sowie dem stillen und geheimnisvollen Sage, der die kreative Kraft hinter der Gruppe ist, etwas ganz und gar nicht stimmt. Schon bald sind psychopathische Groupies und infernalische Träume Dawns kleinste Probleme...

Wenn es einen Song gab, der Karina Halle zu ihrem neuesten Buch The Devil's Metal inspiriert hat, dann war das mit ziemlicher Sicherheit Sympathy for the Devil von den Rolling Stones. Im Vorfeld fand ich diese Vorstellung ein bisschen klischeehaft, das hat sich aber schnell geändert, sobald ich erst einmal angefangen habe, das Buch zu lesen.
Zwar wird relativ früh klar, in welche Richtung die Geschichte gehen wird, ausgemacht hat das aber gar nichts. Dafür war allein schon die Grundprämisse viel zu spannend. Karina Halle ist bekannt dafür, ein großer Musik-Fan (tatsächlich war sie lange Zeit selbst Musikjournalistin) zu sein und das konnte sie in The Devil's Metal in vollsten Zügen auskosten. Ein großer Teil des Buches ist der Musik der 70er und dem Leben auf Tour gewidmet, mit allen schönen, aber auch schmutzigen Seiten. Alleine das hätte schon für ein sehr unterhaltsames Buch ausgereicht und dürfte jedem Fan von Filmen oder Büchern wie Almost Famous gefallen.
Doch natürlich ist das nicht alles, was die Autorin zu bieten hat. Denn bei Hybrid geht es tatsächlich nicht mit rechten Dingen zu und Dawn hat mit ziemlich finsteren Kreaturen zu kämpfen. Wie schon in der Experiment in Terror-Reihe, wird es auch in The Devil's Metal stellenweise ziemlich gruselig und ist nichts für schwache Nerven (bei einer bestimmten Szene musste ich sogar das Licht in meiner Wohnung anmachen ;). Apropos Experiment in Terror: Beide Reihen spielen in der gleichen Welt und auch wenn dieses Buch nichts mit Perrys Geschichte an sich zu tun hat, so gibt es doch eine bestimmte Figur, über die wir zumindest indirekt einiges erfahren.
Am allerbesten haben mir aber - wie immer bei Karina Halle - die Figuren gefallen. Dawn ist eine sympathische junge Frau, die ihre Fehler hat und sich diesen durchaus bewusst ist. Sie wird als naives Mädchen vom Land in die Welt der Rockstars geworfen und reagiert erst mal so, wie es jeder von uns tun würde: Sie ist überwältigt und das Fan-Girl in ihr kommt zum Vorschein. Doch schon nach kürzester Zeit sieht sie hinter die Fassade. Einige der Band-Mitglieder sind wirklich kaputte Charaktere. Drogen, Alkohol und Sex sind an der Tagesordnung. Auch als Leser war ich zu Beginn dadurch etwas abgestoßen. Doch gerade diese Figuren wachsen einem mit der Zeit ans Herz. Ganz besonders gilt das für den Sänger Robbie, der kein Groupie auslässt und den eiskalt kalkulierenden Manager der Band Jacob. Und für Sage, hinter dem sich zwar ein dunkles Geheimnis versteckt, der dafür aber sehr glaubhaft geraten ist und nicht nur Dawn unter die Haut geht.

Einzig wegen dem Showdown muss ich einen halben Stern abziehen. Der ist mir etwas zu übertrieben geraten. Vielleicht liegt es daran, dass ich mittlerweile nur noch Reihen gewohnt bin, in denen es manchmal 3 Bücher dauert bis man bestimmte Details erfährt, aber in The Devil's Metal sind mir manche Dinge zu einfach bzw. zu problemlos erklärt worden. Gerade am Ende wirkt das dann wie gesagt etwas dick aufgetragen.

Trotzdem ist es Karina Halle mit The Devil's Metal gelungen, ein ausgesprochen unterhaltsames Buch zu schaffen. Nicht nur Fantasy- bzw. Horrorfans werden Spaß an diesem Buch haben, Musik-Freunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die Geschichte ist spannend, die Charaktere schräg und das Setting in den 70er Jahren, sowie die Band und ihre Tour sind einfach mal was anderes.
Grundsätzlich ist The Devil's Metal in sich abgeschlossen, es wird jedoch ein Sequel mit dem Titel The Devil's Reprise geben, das im Frühjahr 2013 erscheinen wird. Das ist auch bitter nötig, denn nicht nur sind einige wichtige Details offen gelassen, sondern auch die Geschichte selbst gibt noch jede Menge her.

A big fat huge thank you to Karina Halle for providing me with an eARC.

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Cover Sam Cruz Englisch

Ally weiß, dass sie ein kleiner Klugscheißer ist. Sie ist aber auch witzig und schlau und weiß, wer sie ist. Zumindest bis ihr Freund Jeremy völlig überraschend mit ihr Schluss macht. An ihrem Geburtstag. Wegen einem anderen Mädchen. Doch statt Trübsal zu blasen (naja, zumindest statt lange Trübsal zu blasen) nimmt eine Idee in ihrem Kopf Form an. Wieso sollte es nur für Männer so einfach sein, Spaß zu haben? Und wieso soll sie sich nicht auch einfach das nehmen, was sie will und dann am nächsten Morgen verschwunden sein?
Und da kommt Sam ins Spiel. Er ist der Player und Womanizer schlechthin, hat nie Probleme neue Mädchen zu finden und hält absolut gar nichts von Liebe und Beziehungen. Außerdem ist er seit die beiden denken können Allys bester Freund. Wer wäre also besser geeignet als Sam, wenn es darum geht Ally in eine weibliche Version von sich selbst zu verwandeln? Eben. Niemand. Vor allem nicht mit Sam Cruz's Infallible Guide to Getting Girls (Sam Cruzs unfehlbarer Ratgeber Mädchen aufzureißen).
Und tatsächlich hat Ally nach ihrem Umstyling (denn ihre unförmigen Flower-Power-Kleider und die Hippie Brille mussten weg) mehr Erfolg bei den Männern, als sie sich je erträumt hätte. Doch ist Ally wirklich der Typ für bedeutungslose Bettgeschichten? Und warum kann Sam ausgerechnet jetzt seine beste Freundin nicht mehr aus dem Kopf bekommen? Er hat ein Monster erschaffen und keine Ahnung, wie er es jetzt wieder loswerden soll...

Obwohl Sam Cruz's Infallible Guide to Getting Girls von Tellulah Darling bisher sehr gemischte Kritiken bekommen hat, fand ich doch allein vom Klappentext her, dass die grundsätzliche Geschichte ein gewisses Potenzial hat. Und tatsächlich wurde ich angenehm überrascht, denn Sam Cruz's Infallible Guide to Getting Girls ist ein wirklich amüsantes Buch für reife Jugendliche. Die Geschichte wird abwechselnd aus Allys und Sams Perspektive erzählt, wodurch man beide sehr schnell kennen lernt. Besonders interessant ist das, wenn es um Allys Verwandlung und die Reaktionen beider darauf geht. Ally ist einfach kein normales Mädchen; sie nimmt kein Blatt vor den Mund und schon gar nicht, wenn es um Sam geht. Überhaupt ist das, was mir am allerbesten gefallen hat: Die Freundschaft zwischen Sam und Ally. Selten wurden mir beste Freunde so glaubhaft vermittelt, wie in diesem Buch, denn die beiden haben jede Menge Insider und Riten, die nicht nur brüllend komisch, sondern auch einfach nur süß sind.
Leider hört das auf, sobald die Beiden tiefere Gefühle füreinander entwickeln und das war wiederum das Enttäuschendste an diesem Buch. Denn genau dieser Teil hat auf mich ziemlich eilig und lieblos dahingeklatscht gewirkt und ich konnte die Veränderung einfach nicht wirklich spüren. Dazu kam, dass Ally im Gegensatz zu Sam ab einem gewissen Punkt ihre Freundschaft nicht mehr so zu würdigen wusste, wie ich mir das gewünscht hätte.
Ein großer Kritikpunkt in anderen Rezensionen, die ich gelesen habe, war die Sprache. Und ich gebe zu, ich sehe das Problem. Es dreht sich unglaublich viel um Sex bei diesen Charakteren (sie sind übrigens alle zwischen 17 und 19) und dementsprechend grob ist auch manchmal ihr Umgangston. Außerdem reiht sich ein Witz und dummer Spruch an den anderen. Manchen war das zu viel, ich für meinen Teil fand es allerdings ziemlich witzig. Die Dialoge waren schlagfertig und amüsant und haben den Charakteren ihre ganz eigenen Stimmen verliehen. Von Gesprächen über Sex und dem eher lockeren Umgang damit darf man sich also nicht stören lassen. Da lag nämlich noch ein weiteres Problem einiger Kritiker: Ihnen wurde mit dem Thema Sex zu leger und damit verantwortungslos umgegangen. Doch vermutlich ist auch das etwas, das jeder Leser für sich selbst entscheiden muss, denn mich z.B. hat das überhaupt nicht gestört.

All denjenigen, die einfach ein paar witzige Lesestunden ohne große Überraschungen, dafür aber mit einer etwas anderen Freundschaft und viel Humor verbringen wollen, sei Sam Cruz's Infallible Guide to Getting Girls von Tellulah Darling ans Herz gelegt. Mir persönlich hat das Buch großen Spaß gemacht und ich konnte dadurch getrost über ein paar inhaltliche Schwächen hinwegsehen.

Den amüsanten und äußerst passenden Buchtrailer sollte man sich übrigens auch nicht entgehen lassen! :)

In den USA erscheint Sam Cruz's Infallible Guide to Getting Girls als Taschenbuch am 17. Oktober 2012, die Kindle-Version ist bereits zu haben. Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher nichts bekannt.

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Cover Nur 6 Tage deutsch

Die 15-jährige Cass lebt in einem weit in der Zukunft liegenden London. Die Stadt ist so gut wie Tod - alles Leben wurde einst bei einem Biowaffenangriff vernichtet. Doch die Vlads, die neurussischen Besatzer Englands sind auf der Suche nach einem Artefakt. Und weil sie dieses in London vermuten, sind dort eine Menge Menschen beschäftigt. Jeden Tag auf's Neue überqueren die sogenannten Räumer in Kolonnen die Themse, um auf der Nordseite der Stadt ein Gebäude nach dem anderen, dem Erdboden gleich zu machen. Cass und ihr kleiner Bruder Wilbur sind zwei von ihnen. Doch im Gegensatz zu der realistischen Cass ist Wilbur ein Träumer - er glaubt in den Comicheftchen von Captain Jamerson eine heiße Spur entdeckt zu haben, die direkt zum Artefakt führt. Und nicht zum ersten Mal bringt er sich, Cass und ihren Vater in eine echte Bredouille, als er sich allein auf die Suche macht. Doch nachdem Cass zu seiner Rettung eilt und dabei über den fremden Peyto stolpert, ereignen sich Dinge, die Cass niemals für möglich gehalten hätte...

Six Days / Nur noch 6 Tage ist ein Jugendroman von Philip Webb. Der Titel ist Programm: Cass, Wilbur, Peyto und ihren Mitstreitern bleiben nur 6 Tage, um das Artefakt zu finden. Allein dieser Zeitdruck generiert eine spannende und actionreiche Story. Der Stil ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Cass redet und denkt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Doch ihr burschikoser Jugendjargon passt gut zu ihrem Dasein als schwer schuftende Räumerin. Was mich allerdings wirklich gestört hat, waren die vielen Ideen und Elemente, die Philip Webb in seinem Buch vermischt hat: eine zukünftige Dystopie, geheimnisvolle Insekten, die sich mit Menschen verbinden, ein allmächtiges Raumschiff, das dennoch abzustürzen droht, kaltblütige Killermaschinen, die mal Menschen waren, eine durchgeknallte Neurussin, die für ihre kranke Tochter buchstäblich über Leichen geht und schließlich, die Wege, die Cass und Co. zum Artefakt führen... Insgesamt wurden mir da zu viele Dinge ins Spiel gebracht, die nicht unbedingt logisch erläutert oder zuende geführt wurden.

Cover 6 Days englisch

Ein weiterer Kritikpunkt: Extrem unglaubwürdig fand ich, dass Cass, die wirklich von jetzt auf gleich in neue Dimensionen katapultiert wird, das alles doch verhältnismäßig gut wegsteckt. Egal ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft, Cass lässt sich vielleicht mal kurz gehen, aber dann überwindet sie jedes Hindernis mit Leichtigkeit und schreitet weiter forsch voran. Dabei kann behält sie den Überblick, trickst ein uraltes und wirklich ausgebufftes Wesen aus und natürlich ist am Ende alle gut. Ganz ehrlich, da hätte man mehr draus machen können: mehr Zweifel, mehr Taten der übrigen Protagonisten und ganz besonders mehr Erläuterungen. So liefert Six Days / Nur noch 6 Tage zwar ein kurzweiliges und auch ganz spannendes Lesevergnügen, aber nichts, was einem auf Dauer im Gedächtnis bleiben wird. Fazit: ein durchschnittliches Jugendbuch.

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Cover Gefährliche Lügen deutsch

Waverly ist 16 und lebt schon ihr ganzes Leben auf dem Raumschiff Empyrean. Zusammen mit dem Schwesterschiff New Horizon sind beide auf dem langen Weg zu einem Planeten, der als New Earth eine Ersatzheimat für die zerstörte und verschmutze Erde werden soll. Doch noch liegen etwa 25 Reisejahre vor den Raumfahrern.
Seltsamerweise taucht die New Horizon beim Durchflug eines langen Nebelgebietes direkt neben der Empyrean auf - dabei ist das Schwesternschiff früher gestartet und müsste eigentlich Lichtjahre voraus sein. Tagelang liegen beide Schiffe nebeneinander und alle Bewohner der Empyrean werden langsam nervös. Klar ist, das Kapitän Jones Informationen zurück hält und die Kommunikation mit der New Horizon nicht gut läuft.

Doch dass das eine Schiff das andere überfällt und dabei gezielt die Mädchen entführt, hätten weder Waverly noch ihr Freund Kieran vermutet. Bei dem Überfall werden Menschen getötet, einige gehen über Board und verschwinden im weiten All und ein paar der Erwachsenen versuchen, die Mädchen zurückzuholen - insgesamt ist die Empyrean bemerkenswert schlecht auf einen Angriff vorbereitet gewesen.
Plötzlich findet Waverly sich auf der New Horizon in einer Umgebung wieder, die vertraut und doch völlig anders ist. Kieran und die übriggebliebenen Jungen müssen die arg in Mitleidenschaft gezogenen Empyrean ohne Erwachsene reparieren und führen. Und Mädchen wie Jungen müssen mit körperlicher und psychischer Gewalt zurechtkommen...

Cover Glow englisch

Die spannende Idee hinter Glow / Gefährliche Lügen von Amy Kathleen Ryan hat bei mir große Erwartungen geweckt, welche leider enttäuscht wurden. Viel zu viel Probleme waren hier in einem Buch versammelt, ohne, dass sie alle ausreichend gewürdigt wurden: Kindesentführung, Eizellenraub, religiöser Fanatismus, Reaktorunfall und Strahlenvergiftungen, Putschversuche und Folter - das war einfach zu viel des Guten. Manches davon wurde nur so am Rande erwähnt, war aber natürlich total traumatisch für die Beteiligten.
Hinzu kommt, dass mir die männlichen Protagonisten in Glow / Gefährliche Lügen einfach nur unsympathisch waren. Kieran ist so ein richtiger Gutmensch, der überhaupt nicht mitbekommt, wie er andere mit seinen tollen Ideen überrollt. Seth, sein Gegenpart, ist zwar etwas interessanter geraten, zeigt dafür aber ein Verhalten, das noch schlimmer ist. Für mich stellt Grausamkeit gegenüber Kindern und Gleichaltrigen einen echten Charaktermangel dar.
Auch der Schreibstil von Amy Kathleen Ryan hat mir nicht wirklich zugesagt. Da gab es einfach unpassende Stellen, an denen mein Lesefluss unterbrochen wurde. Beispielsweise erwähnt Kieran, als Waverly endlich wieder in seinen Armen liegt, dass sie stinkt. Klar, sie war wochenlang in einem Shuttel, wo es keine Duschen gab. Doch mal ehrlich, gibt es in einem solchen Moment nicht Wichtigeres? Insgesamt bin ich mir noch nicht sicher, ob der zweite Band der Sky Chasers / Sternenfeuer-Reihe, Spark / Vertraue Niemandem (keine Rezension) den Weg in mein Regal finden wird.

Vielen Dank an Droemer Knaur für die spontane Zusendung des Rezensionsexemplars.

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Cover  Das Blut der Akkadier Deutsch

Albrix, kurz Brix genannt, wandelt seit 200 Jahren als Akkadier auf der Erde und sorgt für Ordnung in der australischen Küstenstadt Perth.
An einem solchen Tag wie heute jedoch, wünscht er sich beinahe sterben zu können wie ein normaler Mensch. Denn an diesem 14. Februar vor 168 Jahren hat er seine Frau beerdigen müssen. Sie ist Opfer der Taryk geworden und bis heute macht er sich Vorwürfe, dass er nicht achtsam genug war. Er hätte es verhindern müssen, schließlich ist es die Aufgabe der Akkadier die Menschen vor den Taryk zu beschützen. Doch er hat versagt.
Gerade als er am Grab seiner geliebten Dotty steht tauchen Taryk auf und greifen ihn an. In solch einer Situation ist es für die Seelentöter viel einfacher einen Akkadier zu verletzen, denn er ist unachtsam. Im Gegensatz zu den Taryk hat ein Akkadier Gefühle und Gefühle machen schwach.

Das erkennt auch Ella, die es sich mit Popcorn und einem Milchshake auf einem Gebäudedach gegenüber vom Friedhof gemütlich gemacht hat und das ganze Treiben beobachtet. Von ihrem Erschaffer, Elias, hat sie die Aufgabe bekommen ein Auge auf Brix zu halten und das tut sie nun. Doch als es so scheint, dass der Mann den Feinden unterliegt, bleibt ihr gar nichts anderes übrig als einzugreifen. Und so schwingt sie sich in den Kampf und rettet Brix somit seine Haut.

Brix ist wie erstarrt. Das kann doch nicht möglich sein! Eine Akkadia in seiner Stadt? Das hätte er doch wissen müssen. Und dann ihr Geruch - wie flüssige Schokolade. Diesen Geruch kannte er bisher nur an einer Frau - seiner Dotty. Spielen ihm seine Sinne vielleicht einen Streich?
Da sich Ella nun einmal zu Erkennen gegeben hat, können sich die beiden auch gleich mal ein wenig Austauschen. Denn Ella hat noch einiges zu lernen, zu gerne würde sie Teleportieren können - wie alle anderen Akkadier auch - doch sie hat den Dreh noch nicht heraus. Sie verabreden sich für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang.
Als Brix nicht pünktlich auftaucht, macht sie sich auf den Weg - wird jedoch von einem Schrei alamiert. Auf der Straße liegt Brix. Offensichtlich schwer verwundert, und das auch noch bewusstlos kurz vor Sonnenaufgang. Na da hat sich Ella ja was eingebrockt. Kurzentschlossen schleppt sie den schweren Mann in ihre Unterkunft. Was sie dann aber erlebt hätte sie nie für möglich gehalten.

Mit Das Blut der Akkadier versüßt Jordan Bay den Lesern ihrer Die Chroniken der Akkadier-Reihe das Warten auf den heißersehnten dritten Teil. Wann dieser Erscheinen wird, steht noch nicht genau fest - aber die Autorin ist dabei und das lässt natürlich hoffen.
Wie auch schon in den ersten beiden Bänden der Reihe Seelengold und Lichtpfade darf auch in dieser Kurzgeschichte die Erotik nicht fehlen. Sie ist aber - wie bisher auch - nicht aufdringlich und somit ein netter kleiner Abschnitt in der Geschichte.
Viel spannender ist für mich die Frage, ob es eine weitere Geschichte mit den Beiden Charakteren Ella und Brix geben wird. Denn obwohl es einen abgerundeten Schluss gibt, bleibt natürlich eine Sache am Ende offen. Was das aber ist, verrate ich Euch jetzt natürlich nicht ;)

Fazit: Für eine ca. 70 Seiten lange Kurzgeschichte sehr gelungen und auch inhaltsintensiv. Wem die ersten beiden Teile der Die Chroniken der Akkadier-Reihe gefallen haben, wird auch diese Geschichte gefallen. Für Leute, die bisher noch kein Buch von Jordan Bay gelesen haben, wäre es vielleicht ein guter Einstieg.

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