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Cover Onyx Deutsch

Enhält Spoiler für Obsidian / Obsidian - Schattendunkel.

Katy kann immer noch nicht wirklich fassen, was in den letzten Monaten passiert ist: Ihre neuen Nachbarn gehören einer außerirdischen Rasse namens Luxen an, die mächtiger sind, als man es sich nur vorstellen kann. Die Regierung lässt ihre Freunde nicht mehr aus den Augen und auch Katy selbst scheint immer wieder ins Visier der Agenten zu geraten. Und irgendetwas ist mit ihr passiert, als sie und Daemon einen Arum, die größten Feinde der Luxen, bekämpft haben. Zwischen ihr und Daemon wurde eine Verbindung geschmiedet, die sie bis in ihr Innerstes fühlt und wegen der sie weder Daemon noch ihren eigenen Gefühlen wirklich trauen kann.
Katy möchte nichts anderes, als normal sein und zumindest ein wenig zu ihrem alten Leben zurückfinden. Als sie Blake kennenlernt, der gerade an ihre Schule gewechselt hat, scheint er genau das zu sein, was Katy gerade braucht: Er ist nett, gutaussehend und so dermaßen normal, dass Katy nicht nein sagen kann, als er sie offensichtlich näher kennenlernen will. Denn im Gegensatz zu Daemon will Blake wirklich mit ihr zusammen sein, und zwar nicht wegen einer merwürdigen, aufgezwungenen, außerirdischen Verbindung. Doch tief in ihr drin weiß Katy eigentlich, dass das, was sie für Daemon empfindet, nicht nur der Einfluss der außerirdischen Mächte ist - zumindest von ihrer Seite aus.
Es dauert allerdings nicht lange, bis sie sich eingestehen muss, dass auch Katy alles andere als normal ist und dass in ihr selbst vielleicht viel mehr Macht steckt, als sie dachte. Und auch Blake stellt sich nicht als der normale junge Mann heraus, der er zunächst zu sein schien. Bald schon weiß Katy nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann...

Nach dem mit Obsidian / Obsidian - Schattendunkel wirklich sehr starken Start in die Lux / Obsidian Reihe hatte ich natürlich auch an Onyx / Onyx - Schattenschimmer sehr hohe Erwartungen. Und in mancher Hinsicht wurden sie auch definitiv erfüllt - in anderer leider weniger.
Die Geschichte selbst geht eigentlich sehr spannend weiter. Katy hat sich wie gesagt verändert durch die Geschehnisse im letzten Buch – nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern auch körperlich. Ihr Kontakt zu den Luxen ging nicht ganz spurlos an ihr vorrüber und keiner weiß so recht, was das bedeutet. Diesen Teil der Geschichte fand ich wirklich sehr spannend, denn es gibt Katy die Chance noch tiefer in die Welt der Luxen einzutauchen und eröffnet unendliche Möglichkeiten für die restlichen Bücher der Reihe. Es gibt so viele verschiedene Seiten in dieser Welt mit den Menschen, den Luxen, der Regierung, den Arum...und noch mindestens einer weiteren, von der ich jetzt noch gar nicht zu viel verraten will. Es ist eine sehr komplexe Welt und Jennifer L. Armentrout wusste sie in diesem Buch wirklich sehr gut zu nutzen und den Leser mit immer neuen Ideen bei Laune zu halten.
Es werden auch einige neue Charaktere vorgestellt, die frischen Wind in die Geschichte bringen. Vor allem Blake hat natürlich einen imensen Einfluss auf die Handlung und die Figuren. Meine große Angst war, dass ein echtes Love Triangle entstehen würde; zum Glück hat Jennifer L. Armentrout uns (zumindest meiner Meinung nach) davon aber verschont. Es gibt zwar schon den ein oder anderen Moment zwischen Blake und Katy und ihre Beziehung ist zeitweise definitiv nicht platonisch, aber ich würde es dennoch nicht als Dreiecksgeschichte bezeichnen. Überhaupt war die ganze Sache um Blake sehr spannend, denn es wird bald klar, dass er nicht so harmlos und normal ist, wie es den Anschein hat. Es ist sehr schwer festzustellen, wem man in dieser Geschichte vertrauen kann und es gibt einige Wendungen, die ich nicht kommen gesehen habe. Kein Wunder also, dass man beim Lesen schon mal paranoid werden kann.

Cover Onyx Englisch

Leider gibt es aber auch eine Sache, die mich schier wahnsinnig an Onyx / Onyx - Schattenschimmer gemacht hat und das war ausgerechnet Katy. Im ersten Teil habe ich sie noch geliebt. Sie war ehrlich, direkt und hatte einen vernünften Kopf auf ihren Schultern. In Onyx / Onyx - Schattenschimmer ist es aber fast so als hätte man eine andere Person vor sich und das fängt auch schon sehr früh in der Geschichte an. Sie klammert sich an die Normalität, die Blake zunächst bedeutet, was ich durchaus nachvollziehen kann. Aber sie tut so viel, um Daemon absichtlich weh zu tun und auf Distanz zu halten und wundert sich dann, wieso er wütend wird, was ihr viele Sympathiepunkte gekostet hat. Ich gebe gerne zu, dass Daemon sich im ersten Teil nicht immer von seiner besten Seite gezeigt hat, in diesem Buch macht er das alles allerdings mehr als wieder wett. Zum Dank meidet, belügt und manipuliert Katy ihn. Zu ihrer Verteidigung muss man sagen, dass sie es so gut wie nie mit bösen Absichten macht, aber sie tut es dennoch und ist sich meist auch noch im Klaren darüber. Es gab mehrere Momente, in denen sie an neue Informationen gelangt, und ihre allererste Tat hätte es sein müssen Daemon davon zu unterrichten - was Katy allerdings nie getan hat. Sie vertraut ständig den falschen Menschen, obwohl nicht nur Daemon sondern auch ihr eigenes Bauchgefühl sie davor gewarnt hat. Es kam daher mehr als nur einmal vor, dass ich Katy am liebsten geschüttelt hätte. Am Ende ist zwar klar, dass Jennifer L. Armentrout all das mit Absicht eingebaut hat, trotzdem hat es mir Katy nicht gerade sympathischer gemacht.

Mir wurde aber versichert, dass es nach Onyx / Onyx - Schattenschimmer wieder bergauf geht und nicht nur deswegen werde ich die Lux / Obsidian Reihe definitiv weiter lesen. Ich bin viel zu neugierig, wie es um Katy, Daemon und die Luxen weitergeht, um jetzt aufzuhören. Außerdem ist Onyx / Onyx - Schattenschimmer trotz der ganzen Kritik an der Heldin definitiv kein schlechtes Buch, so dass ich auf jeden Fall wissen will, das als nächstes passiert.

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Cover Für immer und dein

Juliette und Tom führen eine offene Beziehung und das ziemlich erfolgreich. Jeder von ihnen hatte seine Freiräume, die sie auch gern auskosteten und dennoch freuten sie sich immer wieder mit kindlicher Vorfreude aufeinander.
An diesem Abend sollte Tom wieder zu Juliette kommen und sie hatte vor sich für ihn besonders hübsch zurecht zu machen. So steht sie gerade unter der Dusche, als es an der Tür klopft. Nicht Tom, sondern Robert, ihr Nachbar steht vor der Tür und schaut nicht schlecht, als Juliette ihm die Tür wie Gott sie schuf öffnet.
Er hat sich ausgesperrt und Essen auf dem Herd stehen und hofft, das seine Nachbarin und Vermieterin im helfen wird. Beide verbindet eine Affäre kurz nach Roberts Einzug, zwei Jahre zuvor, doch er ist Juliette eigentlich zu jung. Ihr Körper hingegen kann ihre Zurückhaltung nicht verstehen und reagiert sofort auf Roberts Stimme.
Widerwillig lässt sie ihn rein um ihm dann klar zu machen, dass sie gleich Besuch bekommen wird. Mit einem Schraubenzieher bewaffnet zieht Robert von dannen und Juliette schlüpft wieder unter die Dusche. Sie bleibt nicht lange allein und denkt schon, Tom ist bereits da und überrascht sie unter der Dusche, da bemerkt sie ihren Irrtum - Robert macht sich an ihrem Körper zu schaffen, der es verdächtig heiß findet. Erbost und verwirrt setzt sie Robert vor die Tür.

Tom schafft es nicht pünktlich zu Juliette, im Hotel ist die Hölle los. Seine Chefin zieht endlich den Schlussstrich unter einer Farce von Ehe und das vor versammelter Mannschaft. Das hätte Tom ihr nicht zugetraut, Jackie, ihr Noch-Ehemann, allerdings auch nicht.
Zu Juliettes Geburtstag überrascht Tom sie mit einem Wochenende in Hamburg und dem Besuch des Musicals 'Tanz der Vampire'. Juliette ist begeistert und auch etwas überrumpelt.
Durch die Ereignisse im Hotel muss Tom sie ausgerechnet an ihrem Geburtstag frühzeitig wieder verlassen - aber das Wochenende in Hamburg steht bereits vor der Tür und Juliette ist einigermaßen besänftigt. Und irgendwie kreist auch immer noch Robert unter der Dusche durch ihre Gedanken.
Als Juliette sich am frühen Vormittag ohne Tom aus dem Bett schält, entdeckt sie eine Schatulle unter ihrem Kissen. Ein Ring. Oh nein, das darf nicht wahr sein. Tom wird sich doch wohl nicht in sie verliebt haben und sie heiraten wollen?
An einer anderen Stelle findet sie ein weiteres Päckchen - darin befindet sich eine teure und sehr hübsche Sonnenbrille. Sie ruft Tom an und bedankt sich, erwähnt den Ring aber mit keinem Wort. Was sollte das auch? Das muss er ihr erst einmal erklären.

Das Wochenende in Hamburg ist der Wahnsinn und Tom erwähnt den Ring mit keiner Silbe. Auch die Sonnenbrille wird hingenommen. Hm, komisch, aber okay. Als sie am Sonntag wieder zurück in ihrer Wohnung sind, ruft Tom aufgeregt nach ihr. In den Nachrichten wird von zwei Morden gesprochen. Zwei Frauen wurden ermordet und der einzige Zusammenhang sind eine lilafarbene Sonnenbrille und ein verdächtiger Ring. Genau diese Sachen hat Juliette doch von Tom bekommen. Sie stellt ihn zur Rede, doch Tom tut ahnungslos. Er will die Sachen nie zuvor gesehen haben. Aber wer sonst könnte sie in ihrer Wohnung deponiert haben? Juliette will sich an die Polizei wenden, doch Tom bittet sie es nicht zu tun. Das schürt Juliettes Ahnung und ihre Angst, Tom könnte ein Mörder sein.
Juliette findet immer mehr Anzeichen für seine Schuld und wendet sich an die Polizei. Nichtsahnend, dass es da noch jemand anderen gibt, der durchaus Interesse an ihr hat. Jemand aus der Vergangenheit und er wird nicht ruhen, bis er sie bekommen hat.

Für immer und dein ist der Folgeband zu Besessen von dir von Helena Grass. Nachdem ich am ersten Band einiges auszusetzen hatte, konnte mich dieses Buch definitiv begeistern. Die Erotik ist etwas breiter gefächert und endlich passt die Wortwahl auch zum Knistern der Gefühle.
Juliette ist eine bodenständige Frau die weiß was sie will. Der frühe Tod ihrer Eltern hat sie etwas aus der Bahn geworfen und daran knabbert sie noch immer. Ob sie deswegen keine feste Bindung eingeht? Aus Angst wieder verlassen zu werden?
Tom ist mir durchweg sympathisch. Er sorgt sich und hat mit Juliette den passenden Gegenpol gefunden. Wer würde sich nicht über ein Wochenende in Hamburg freuen in einem Luxushotel?

Neben den beiden Hauptprotagonisten gibt es noch Robert. Natürlich fand ich ihn ebenfalls verdächtig und war erstaunt und etwas enttäuscht, dass Juliette ihn als Täter gar nicht in Betracht zieht. Schließlich kam er ja auch zu ihr unter die Dusche, obwohl sie ihn aus der Wohnung gebeten hatte. Hätte er nicht die viel besseren Chancen gehabt als Tom, der nie allein in der Wohnung war?
Die Suche nach dem Täter und vor allem dem Motiv beginnt früh in diesem Buch und hält bis zum Ende hin an. Wenn man dann am Ende weiß wer es ist und was das Motiv ist, ist es fast zu spät. Natürlich muss man das Buch dann zu Ende lesen, man will ja wissen ob sie es schafft oder ob es ein endgültiges Ende für Juliette gibt.

Das Ende lässt Spekulation für einen Folgeband. Es drängt sich quasi auf - ohne euch zu viel zu verraten, kann ich sagen - da geht noch was! Die Autorin hält sich hier bedeckt ... es ist also alles offen =o)

Ich bin etwas unglücklich mit einem gewissen Ausgang. Das hätte ich mir wirklich anders gewünscht, einfach weil es für mich besser gepasst hätte.
Auch fand ich, dass Juliette zu bereitwillig Tom als Tatverdächtigen abgestempelt hat. Jeder andere hätte erst einmal ein paar Dinge hinterfragt.
Das fand ich etwas übertrieben und unglaubwürdig, auch das Juliette quasi chronisch heiß ist. Das wünscht sich jeder Kerl und so manche Frau auch, aber in einigen Situationen fand ich es unangebracht.

So, nun will ich aber aufhören, ihr sollt das Buch ja selbst noch lesen.

Einen ganz lieben Dank an den bookshouse-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Cover Obsidian Deutsch

Als die 17-jährige Katy im Sommer vor ihrem letzten High School Jahr mit ihrer Mutter in einen winzigen Ort in West Virginia zieht, in dem auf den ersten Blick wirklich alles andere als das Leben tobt, ist sie natürlich nur mäßig begeistert. Doch sie weiß, dass ihrer Mom und ihr dieser Neuanfang gut tut. Seit vor 3 Jahren ihr Vater an Krebs gestorben ist stecken die beiden fest und alles erinnert sie an ihren Verlust. Vielleicht können sie hier endlich etwas Abstand davon gewinnen.
Und tatsächlich scheint es in ihrem neuen Zuhause gar nicht so schrecklich zu sein wie befürchtet. Katy findet in der Schule schnell Anschluss und wirklich gute Freunde. Vor allem mit ihrer Nachbarin Dee versteht sie sich auf Anhieb blendend. Leider bedeutet das aber auch, dass sich ihre Wege immer wieder mit Dees Bruder Daemon kreuzen. Und wenn es jemanden auf der Welt gibt, der Katy unter die Haut geht, dann ist es Daemon. Er ist zwar so ziemlich der heißeste Typ, der ihr je begegnet ist, doch sobald er den Mund aufmacht, macht er das schöne Bild kaputt. Denn Daemon scheint dafür zu leben, Katy zu ärgern und zu piesacken und sie aus der Reserve zu locken. Manchmal sieht sie allerdings auch eine andere und ernstere Seite an ihm durchblitzen, die ihr sehr zu ihrem Leidwesen ebenfalls unter die Haut geht ? allerdings auf ganz andere Weise.
Doch je mehr Zeit Katy mit Dee und zwangsläufig auch mit Daemon verbringt, umso häufiger bemerkt sie, dass etwas mit den beiden nicht stimmt. Manchmal, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, bewegen sie sich unnatürlich schnell oder scheinen sogar vor Katys Augen zu verschwinden. Als Daemon ihr bei einem Unfall schließlich das Leben rettet, indem er buchstäblich die Zeit anhält, lässt sich Katy nicht mehr mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden abwimmeln. Sie will ein für alle Mal wissen, was los ist. Die Geschichte, die ihr Daemon auftischt, ist so verrückt, dass sie fast schon wieder wahr sein muss: Er und seine Schwester gehören zu einer Rasse von Außerirdischen, den Luxen, die schon seit langer Zeit zwischen den Menschen auf der Erde lebt. Die Regierung weiß Bescheid und hält sie unter ständiger Beobachtung, lässt sie und ihresgleichen aber weitgehend in Ruhe.
Katy weiß, sie sollte eigentlich Angst haben, doch tief in ihr weiß sie, dass Dee und Daemon gute?naja, nicht Menschen, aber Personen sind und dass sie ihnen Vertrauen kann. Doch Katy muss bald schon lernen, dass sie bei weitem nicht die einzigen Lux in der Stadt sind...und noch nicht einmal die einzige Alienrasse. Und dass nicht alle von ihnen harmlos sind...

Ich bin ja ehrlich gesagt ein wenig skeptisch an Obsidian / Obsidian - Schattendunkel, das erste Buch der Lux / Obsidian Reihe von Jennifer L. Armentrout, herangegangen. Aliengeschichten sind für mich immer ein wenig schwierig, einfach weil es schnell mal albern werden kann. Außerdem habe ich mich zunächst ein wenig zu sehr an Twilight erinnert gefühlt mit dem Mädchen, das in eine neue Stadt kommt wo sie dem gutaussehenden und mysteriösen Jungen begegnet, der offensichtlich ein düsteres Geheimnis hat. Doch die Ähnlichkeiten haben sich glücklicherweise nur als ziemlich oberflächlich erwiesen und die Geschichte hat schnell eine ganz eigene Dynamik entwickelt.

Cover Obsidian Englisch

Aber erst einmal zu den Charakteren: Die Geschichte ist aus Katys Sicht erzählt, die wie gesagt mit ihrer Mutter ein neues Leben beginnt. Katy ist ein ganz normales Mädchen, das wirklich erfrischend bodenständig und normal ist. Besonders an ihr mochte ich, dass sie sich von Daemon und seinem guten Aussehen nicht einschüchtern oder blenden lässt und ihm regelmäßig die Leviten liest, wenn er sie unfair behandelt - und das kommt relativ oft vor. Aus irgendeinem Grund hat er es auf Katy abgesehen und sie weiß einfach nicht woran sie an ihm ist. Trotzdem konnte ich nicht anders, als auch Daemon zu mögen. Er ist trotz seiner Boshaftigkeit so lustig und schlagfertig, dass ich ihm ziemlich viel verzeihen konnte. Außerdem wird recht bald klar, dass er Katy gar nicht so unausstehlich findet, wie er es allen versucht weis zu machen. Er hat seine Gründe für sein Verhalten und die sind durchaus nachvollziehbar.
Die Geschichte um die Aliens nimmt erst ein wenig später im Buch echte Formen an. Wie gesagt merkt Katy zwar recht schnell, dass irgendetwas in ihrer neuen Heimat nicht ganz normal ist und ihre Nachbarn außergewöhnlich zu sein scheinen, aber sie denkt natürlich erst einmal nicht im Traum daran, dass etwas Übernatürliches im Spiel sein könnte. Jennifer L. Armentrout hat langsam immer mehr Informationen über ihre außerirdischen Charaktere eingebaut, so dass am Ende eigentlich alle ziemlich stimmig gewirkt hat. Besonders schön fand ich dabei, dass Obsidian / Obsidian - Schattendunkel nicht wirklich in die Kategorie Science Fiction fällt. Irgendwie hätte das auch nicht zu dieser Geschichte gepasst. Die Außerirdischen in dieser Geschichte sind irgendwie etwas...vielleicht nicht märchenhafter, aber sie fallen für mich definitiv mehr in die Fantasy-Kategorie, was viel mehr Spielaum für Ideen gab und auch die Atmosphäre stimmungsvoller unterstrichen hat.

Alles in allem war Obsidian / Obsidian - Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout ein wirklich guter Start in die Lux / Obsidian Reihe. Die Ausgangssituation ist zwar wie gesagt erst einmal nicht sonderlich einfallsreich, aber die Autorin findet sehr schnell ihren ganz eigenen Groove und macht damit auch die Handlung selbst individueller.
Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Katy, Daemon, Dee und den anderen weitergeht und habe natürlich daher auch schon mit dem zweiten Band dieser Reihe Onyx / Onyx - Schattenschimmer begonnen.

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Cover Willkommen in Night Vale deutsch

Night Vale, ein Ort mitten im Nirgendwo. Hier passieren sonderbare Dinge, oder sie passieren auch nicht. Das liegt ganz im Auge des Betrachters und natürlich auch daran, was die Regierung vorschreibt.

Jackie Fierro ist 19 Jahre alt und betreibt das einzige Pfandhaus in Night Vale. Der Ablauf ist immer gleich: Jemand kommt zu ihr herein, legt etwas auf ihren Tisch, wäscht sich die Hände, singt dabei ein Lied und wartet bis Jackie ihren Preis nennt. Danach bekommt derjenige einen Zettel und verschwindet wieder.
So läuft es immer - und so lief es auch immer. Bis plötzlich ein Mann vor ihr steht. Er steht vor ihr und bietet ihr einen Zettel an. Auf dem Zettel steht 'King City'. Das Ritual ist das gleiche wie üblich, aber der Gegenstand nicht. Jackie nimmt den Zettel auf - und wird ihn nicht mehr los. Egal was sie macht, der Zettel ist und bleibt in ihrer Hand. Das ist merkwürdig.
Sie will ihn dem Mann wieder geben, aber der ist in der weite der Wüste verschwunden. Und wie war doch gleich sein Name? Er hat ihn gesagt, mehrfach. Jackie kann sich nicht einmal mehr an sein Gesicht erinnern, nur an den hellbraunen Anzug.

Ab diesem Zeitpunkt ändert sich Jackies Leben. Die ruhigen Tage im Pfandhaus sind gezählt und sie begibt sich auf die Suche nach dem 'Warum?'.

Und dann ist da noch Diane Crayton. Sie arbeitet in einem Büro, zumindest einen Teil des Tages. Den Rest trödelt sie an ihrem Arbeitsplatz rum. Sie hat einen Kollegen, Evan, der plötzlich nicht mehr im Büro auftaucht. Er war nett und Diane fragt sich, was wohl mit ihm ist. Sie fragt ihre Kollegen, aber keiner kennt einen Evan. Auch ihre Chefin nicht. Und sein Arbeitsplatz? Da steht eine Pflanze, kein Schreibtisch, kein PC. Irgendwas ist hier komisch.
Diane macht sich auf die Suche nach Evan, dabei kann sie sich kaum an ihn erinnern. Er war nur immer da, oder etwa nicht?
Als sie sich eines Abends in das Büro ihrer Chefin schleicht um in den Personalakten nach Evan zu suchen, wird sie beobachtet und verliert tags darauf ihren Job. Wie soll sie das nur ihrem Sohn Josh beibringen? Er macht eh schon eine schwere Zeit durch. In der Pubertät sind seine Verwandlungen beinahe minütlich.

Die Suche nach Evan bringt Diane durch Zufall zu Jackie. Beide Frauen fühlen sich zueinander hingezogen, auf freundschaftliche Weise und wissen doch gar nicht warum.

Welcome to Night Vale / Willkommen in Night Vale ist aus einem Podcast der beiden Autoren Joseph Fink und Jeffrey Cranor heraus entstanden. Night Vale ist eine merkwürdige Stadt in der alles sein kann, aber nichts muss. Und was heute noch stimmte, kann schon morgen verboten sein.
Auf einer Lesung im Mai erzählten beide Autoren, dass sie zum Schreiben wie die Jungfrau zum Kinde kamen. Die Idee war da und sie wurde einfach mal ausprobiert. Immerhin ist ihr Podcast weit verbreitet und wird von unglaublich vielen Menschen mit Freude gehört.
Als Podcast kann ich mir die Geschichten und Vorkommnisse auch noch vorstellen, als Buch funktioniert das Ganze leider nicht.

Die ersten 100 Seiten waren für mich nur verwirrend. Beinahe jeder Satz musste mit einem zwanghaften Witz versehen werden. Es gab kein richtiges Reinkommen in die Geschichte, die auch erst so richtig ab 200 Seiten Fahrt aufnimmt. Vorher ist es mehr oder weniger eine Aneinanderreihung von Abschnitten, Berichten, Einführungen und kleinen Storyteilen.
Das ist für mich auch der größte Kritikpunkt. Die Geschichte kommt einfach zu spät im Buch. Natürlich ist eine Einleitung in die Stadt, die Menschen und die Art dort wichtig, aber in meinen Augen etwas übertrieben.
Wenn ich dann dachte ich hätte halbwegs kapiert worum es eigentlich geht, schwenkt der Inhalt komplett ab und berichtet über Verbote, unsinnige Tipps und Werbung.

Ich habe mich sehr schwer getan das Buch wirklich zu beenden und immerhin war die eigentliche Geschichte auch nicht schlecht. Viele Fragen werden jedoch nicht beantwortet. Ein Teil der Fäden finden am Ende zusammen, andere flattern verloren im Wind.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 2 Sterne geben. Einer für die eigentliche Geschichte und einer dafür, dass sie es doch geschafft haben, dass ich weiter lese. Zumal die Autoren wirklich wahnsinnig sympathisch sind. Vielleicht versuchen sie es mal mit einem Kurzgeschichtenband - News aus Night Vale oder so. Das könnte ich mir schon eher vorstellen.

Einen lieben Dank an den Klett-Cotta-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Highway 27: Geschundene Herzen

28.06.2016
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Geschundene Herzen

Lesley Ann hat den Schritt gewagt - ein neuer Lebensabschnitt liegt vor ihr. Vom Großstadtdschungel New York City ist sie ins ländliche Cynthiana in Kentucky gezogen. Die junge Journalistin hat nun die Chance es ihrem Chef bei der Zeitschrift 'Country Times' zu beweisen. Für ihre Kolumne hat sie einen Termin auf der Mason Farm um mit dem besten Pferde-Zuchtbetrieb ein Interview zu führen. Als Großstadtkind kennt sie sich in den weiten Kentuckys allerdings nicht aus und verfährt sich prompt. Zu allem Überfluss lässt sie auch noch ihr Auto im Stich und sie steht mitten im Nirgendwo auf der staubigen Landstraße.
Mit der Hilfsbereitschaft der ansässigen Menschen hat sie jedoch nicht gerechnet und so kann ihr ein älterer Mann erst mit ihrem Wagen helfen und ihr zudem zeigen, wo sie eigentlich hin muss.

An einer nahegelegenen Tankstelle trifft sie auf Marie und Amy. Beide kennen die Farm sehr wohl und erklären ihr, wie sie den Weg dorthin einfach findet. Lesley Ann ist etwas befangen, da sie mit beiden Füßen voran ins offensichtlichste Fettnäpfchen überhaupt springt, denn Marie sitzt im Rollstuhl. Die hübsche Frau sprüht vor Lebenslust, was wohl nicht zuletzt an ihrer bildschönen Tochter Amy liegt. Beide sind Lesley Ann sofort sympathisch und sie sind sich definitiv nicht das letzte Mal begegnet.

Dank der guten Wegbeschreibung findet Lesley Ann endlich den Weg zur Farm und wird dort schon von Tom Miller erwartet und begrüßt. Er nimmt sie in Empfang und zeigt ihr ein wenig die Anlage. Auf dem Weg zur Weide, um die Muttertiere mit ihren jungen Fohlen wieder runter zu holen, erklärt er ihr ein wenig die Abläufe auf der Farm.
Lesley Ann fühlt sich bei dem etwas älteren Herrn sehr wohl. Er versprüht einen Charm, dem sich wohl kaum eine Frau entziehen kann. Und wäre sie nicht gerade sowieso von allen Männern der Welt enttäuscht, könnte sie sich einen Flirt mit ihm gut vorstellen.
Ein Mann war der Grund für sie, ihr altes Leben in New York hinter sich zu lassen und warum sollten die Männer hier anders ticken als im Big Apple?

Dann erblickt sie Robert Mason und die Abwehr bekommt gleich mehrere Risse. Der Juniorchef des Zuchtbetriebes ist alles was eine Frau sich erträumt: groß, breitschultig, sexy, mit Augen die einem bis ins tiefste der Seele blicken und einem Lächeln das Lesley Anns Knie weich werden lässt. Sie darf sich auf keine Männersachen einlassen, schon gar nicht im beruflichen Umfeld. Dennoch kann sie nicht anders als ihn zu mustern, während er sie über die Farm führt.
Während sie ihm ihre gesamte Aufmerksamkeit schenkt, rutscht sie auf dem regennassen Boden aus und verletzt sich den Knöchel. Na super, das ist ja ein toller Interviewauftakt.
Robert Mason ist ganz der führsorgliche Gastgeber breitet sein Shirt auf dem feuchten Boden aus, damit sie sich hinsetzen kann, während er Hilfe organisiert. Spätestens der Anblick des halbnackten Mannes vor ihr, bringt ihr Blut mächtig zum Kochen. Seine Nähe zu ihr, als er sie stützt und die intensiven Blicke zeigen ihr, dass er ebenfalls nicht abgeneigt ist. Doch dann zieht er sich abrupt zurück, als hätte er etwas Falsches getan.
Warum nur? Hat sie ihm die falschen Signale übermittelt? Oder versteckt sich etwas anderes dahinter?

Highway 27: Geschundene Herzen ist eine Novelle mit knapp 130 Seiten, die im heißen Süden der USA spielt. Lesley Ann ist eine motivierte Journalistin die ihre große Chance wittert und ausgerechnet zu ihrem ersten wichtigen Termin zu spät kommt. Sie ist etwas verloren auf den weiten, einsamen Straßen Kentuckys und kommt erst durch zwei zufällige Begegnungen auf den richtigen Weg.
So werden auf einfache weise zwei wichtige Charaktere eingeführt, was ein kleverer Schachzug ist.
Lesley Ann und auch Robert sind mir recht sympathisch geworden im Laufe der Geschichte. Sie ist verunsichert was die Liebe angeht, da sie einen ziemlichen Schlag von ihrem langjährigen Freund Ben mitbekommen hat. Robert auf der anderen Seite hat etwas ähnliches durch und so sind sie beide quasi 'gebrannte Kinder' was das Vertrauen angeht. Während Robert damit weitestgehend abgeschlossen hat, knabbert Lesley Ann noch ziemlich daran rum. Das hat mich auch etwas gestört. Sie grübelt immer wieder darüber nach was Ben getan hat und das ja alle Männer so sind. Das war etwas zu viel.

Als dann endlich ein wenig die Funken flogen wurde es knisternd erotisch und damit dem Leser warm ums Herz. Aber natürlich wäre es viel zu einfach, wenn sich die Zwei kriegen würden. Während sie offen und ehrlich zu ihm ist, hat er ein Geheimnis, was ihr den Boden unter den Füßen wegzieht.
Was das ist, verrate ich euch natürlich nicht, das werdet ihr schnell selbst herausfinden. Die Frage die sich dem Leser dann stellt - geht da noch was? Ja! Beide Protagonisten gehen durch sämtliche Spektren des menschlichen Gefühlslebens.
Ich konnte mich in beide hineinversetzen während der Geschichte doch am Ende wurde es mir etwas hastig. Klar, es ist und bleibt eine Kurzgeschichte, dennoch war der Abgang nicht ganz rund. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Aktionen von beiden gewünscht.

Alles in allem ist Highway 27: Geschundene Herzen von Mia Brown jedoch ein gelungenes Werk, das den Leser für eine Weile in die staubige und heiße Landschaft Kentuckys entführt.

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