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Cover Measuring Up Englisch

Der letzte Schultag vor den Sommerferien war der schlimmste Tag in Annabels Leben. Schon immer haben einige ihrer Mitschüler auf der 17jährigen herumgehackt, weil sie ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat, doch der Streich, der ihr an jenem letzten Schultag gespielt wurde, war ein neues Tief.
Also nimmt sie ihren gesamten Mut zusammen, um endlich etwas dagegen zu tun und meldet sich in einem Fitnessstudio an. Als ob es nicht schon erniedrigend genug wäre, sich vor einem Fremden schwitzend und strampelnd zum Affen machen zu müssen und sich anschließend von ihm wiegen und messen zu lassen, stellt sich ihr neuer Trainer Tegan auch noch als männlich heraus. Und in ihrem Alter. Und extrem gutaussehend.
Natürlich traut Annabel ihm auf Anhieb nicht über den Weg. Mit gutaussehenden Jungs hat sie keine guten Erfahrungen gemacht und Tegan kann da keine Ausnahme sein. Doch je näher sie ihm kommt, umso klarer wird ihr, dass sie ihm vielleicht doch unrecht getan hat.
Doch kann Annabel sich in jemanden verlieben, wenn sie sich selbst nicht leiden kann? Besonders, wenn sie sich ihm so unterlegen fühlt?

Eigentlich gibt es Geschichten wie Measuring Up von Nyrae Dawn wie Sand am Meer. Man konnte auch hier eigentlich von Anfang an sagen, dass diese Geschichte nicht unbedingt etwas Neues bietet. Trotzdem hatte das Buch einen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.
Annabel gibt prinzipiell einen ziemlich guten Hauptcharakter ab. Wenn sie will und sich mal nicht von ihren Komplexen bremsen lässt, ist sie eine sehr witzige und schlaue junge Frau. Leider hat sie aber nun einmal ihre Komplexe und die machen ihr sehr viel kaputt. Alles steht und fällt mit ihrem Gewicht und auch wenn sie sehr unter einigen ihrer Mitschüler leidet, so ist das eigentliche Problem doch ihre Mutter. Für mich war die Darstellung von Annabels Eltern mitunter das Beste an diesem Buch. Auch wenn ich persönlich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen kann, haben sie doch für ein paar der spannendsten Knackpunkte der Geschichte gesorgt. Denn auch Eltern sind nicht fehlerlos, selbst wenn sie krampfhaft versuchen, diesen Schein nach außen zu erwecken und das wird in dem Buch sehr gut vermittelt.
Apropos fehlerlos: Perfekt ist in diesem Buch tatsächlich niemand. Auch wenn vor allem Tegan zunächst den Anschein erweckt. Doch auch er schleppt einiges Gepäck mit sich herum, das im Endeffekt eines der interessantesten Probleme schafft.
Measuring Up ist das mittlerweile dritte Buch, dass ich von Nyrae Dawn gelesen habe und in allen, hat mir ihr Schreibstil ausgesprochen gut gefallen. Er ist schlicht und einfach, die Jugendsprache fühlt sich nicht aufgesetzt oder übertrieben an und wirkt recht realistisch. Sogar die Rechtschreibfehler, die bei den kleineren selbstpublizierten Autoren leider Gang und Gebe sind, halten sich in diesem Fall einigermaßen in Grenzen (der ein oder andere ist dennoch dazwischen gerutscht).

Was mich aber doch ab einem gewissen Punkt arg genervt hat, war die ständige Wiederholung von Annabels Ängsten, Komplexen und Befürchtungen. Ich verstehe, dass sie ihre ständigen Begleiter sind und einen Großteil ihres Lebens bestimmen und natürlich außerdem ein sehr wichtiger Teil der Geschichte sind. Doch man hätte es vielleicht doch ein wenig dezenter und subtiler einbauen können. Es wird schon sehr viel darauf herumgeritten und dadurch wirkt Annabel das ein oder andere Mal ein wenig zu weinerlich.

Doch wenn einen diese Art von Geschichte grundsätzlich reizt, der sollte sich Measuring Up von Nyrae Dawn dennoch nicht entgehen lassen. Ich bin mir sicher, viele junge Mädchen finden sich in der ein oder anderen Art in Annabel wieder, genauso wie wohl die meisten das Thema selbst nachvollziehen können. Abgerundet mit sympathischen Charakteren, Humor und einer großen Portion Romantik bietet Measuring Up definitiv ein paar nette Lesestunden.

Leider bin ich mir ziemlich sicher, dass es auch dieses Buch vermutlich nie in deutscher Übersetzung geben wird. Es ist aber in jedem Fall einen Versuch auf Englisch wert.

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Cover Second Hand Deutsch

Als Paul nach Tucker Springs zieht, hatte er nicht erwartet, am Ende auf einem Haus sitzen zu bleiben, das alles andere als in gutem Zustand und von oben bis unten mit unnötigem Kram vollgestopft ist. Doch genau das passiert ihm, nachdem ihn seine Verlobte Stacey für einen anderen Mann verlassen hat und den gesammelten unnützen Krempel, den Paul ihr vorher über die Jahre hinweg unbedingt kaufen musste, zurücklässt - in einem Haus und einer Stadt, in die ebenfalls nur sie damals unbedingt ziehen wollte. Nun reicht es Paul aber und er beschließt, den ganzen Plunder in der Pfandleihe von Tucker Springs zu verkaufen.
Als er Paul in seine Pfandleihe kommen sieht, passiert Emmanuel 'El' Rozal etwas, was er schon lange nicht mehr erlebt hat: Er ist sofort interessiert an ihm. Doch der schüchterne Rotschopf Paul scheint immer noch viel zu sehr an Stacey zu hängen, um überhaupt zu erkennen, dass jemand mit ihm flirtet. Außerdem is El ein Mann und Paul kann unmöglich schwul sein, oder? Doch El kann nicht aufgeben und sucht zumindest die Freundschaft zu Paul. Und je näher sich die beiden kommen, umso angezogener fühlen sie sich auch voneinander und Paul beginnt langsam selbstbewusster zu werden.
Doch als Stacey sich sehr zu Els Leid zurück in Pauls Leben schleicht, scheint sein ganzer Fortschritt vergebens und er überlegt ernsthaft, sie zurückzunehmen. Denn eigentlich will er nur eines: Normal sein.

Auch wenn die Geschichte von Second Hand von Heidi Cullinan und Marie Sexton eigentlich ziemlich niedlich war, so richtig überzeugen konnte sie mich trotzdem nicht. Die Geschichte verläuft sehr klar und fast zu strukturiert und dadurch ein bisschen langweilig, denn man weiß eigentlich immer, was als nächstes passiert.
Die Charaktere sind grundsätzlich sehr nett und sympathisch. Paul ist allerdings auch extrem naiv und manchmal auch ein bisschen...jämmerlich. Er hat keinerlei Selbstbewusstsein und hinterfragt immer alles und jeden, kommt dabei aber nie zu der richtigen Schlussfolgerung. Dass El da das ein oder andere Mal frustriert ist, ist nur zu verständlich. Was allerdings gut gelungen ist, ist Pauls Zerrissenheit zu sich selbst zu stehen. Auf der einen Seite geht es ihm so gut wie selten in seinem Leben, nachdem er seinen Ballast aufgegeben hat und sich El öffnet, auf der anderen Seite kann er einfach nicht von Stacey und dem 'normalen Leben, wie es sein soll' lassen. Und deshalb kann er sich auch nie wirklich auf El einlassen. Doch auch aus diesem zentralen Knackpunkt hätte man viel mehr herausholen können. Stattdessen wurde es alles etwas müde und farblos abgehandelt.
Das trifft auch auf andere Aspekte und Nebenstränge zu. Els Familie spielt ebenfalls eine gewisse Rolle und als Leser wundert man sich, wieso dieser Teil überhaupt im Buch ist. Im Endeffekt ist es nur ein Platzfüller und ich hätte mir gewünscht, dass auch hier einfach mehr daraus gemacht bzw. eine noch direktere Verbindung zu seiner und Pauls Situation gezogen worden wäre.

Trotzdem ist der zweite Teil in der Tucker Springs-Reihe, an der mehrere Autoren arbeiten, eine niedliche kleine Romanze, die man als schnelle und leichte Zwischenlektüre durchaus mal lesen kann. Allzu viel sollte man sich allerdings nicht erwarten, für ein paar kurzweilige Lesestunden reicht es aber dennoch.
Ich denke nicht, dass es die Bücher allerdings jemals auf den deutschen Markt schaffen werden.

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Cover Der Frühling deutsch

Seit Jahrtausenden leben Menschen und Hydden parallel auf dieser Welt, auch wenn die meisten Menschen nicht mehr an das kleine Volk glauben. Selten nur kommt bei den Hydden ein sogenannter Riesengeborener zur Welt - kündet sein Kommen doch von großen Veränderungen. Nun ist es soweit, mit dem 6-jährigen Yakob (Jack) ist ein Riesengeborener da, der eine alte Prophezeiung zu erfüllen vermag. Doch weil sein Leben unter den Hydden in immer größere Gefahr gerät, wird er von seinem Großvater und den Hydden des Harzes nach Englalond/England geschickt und landet dort zunächst in einem Kinderheim.
Doch Margeret und Arthur Foale suchen schon nach ihrem neuen Mündel Jack. Durch Zufall erklärt sich die Familie Shore, Richard, Clare und ihre Tochter Katherine bereit, Jack mit im Auto zu den Foales zu nehmen. Nicht alle sind begeistert, dass ein Riesengeborener in Englalond ist. Die Fyrd (die größte gesellschaftliche Macht der Hydden) aus der Hyddenstadt Brum (Birmingham) fürchten um ihre Macht und wollen Jack an den Kragen. Und so präparieren sie die Straße, die die Shores in einem schrecklichen Unwetter nehmen werden, mit Öl. Der Anschlag gelingt: Richard kommt um, Clare ist danach gesundheitlich ein Wrack und Jack behält schreckliche Brandwunden am Rücken zurück. Einzig Katherine bleibt physisch unverletzt. Doch ihrer aller Leben verändert sich.
Zum Glück gibt es auch unter den Hydden welche, die Jack zugetan sind und ihn aus tiefstem Herzen unterstützen. Und nachdem Bedwyn Stort, Master Brif, Pike und die Friedensweberin Imbolc den Unfall verfolgt und ihr möglichstes für die Opfer getan haben, bereiten sie sich auf die kommenden entscheidenden Jahre vor...

Spring / Der Frühling ist der Beginn der Hyddenworld / Hyddenworld-Tetralogie, die im klassischen Format einer High Fantasy-Saga geschrieben ist. Es gibt Sagen und Prophezeiungen, mysteriöse Erscheinungen, wie die Friedensweberin Imbolc und ihre noch unbekannte Schwester die Schildmaid, und ein ganz anderes Gesellschaftssystem in der Welt der Hydden. Zusätzlich spielen die Henges und andere mystische Plätze eine große Rolle. So verwundert es nicht, dass es geraume Zeit dauert, bis das Buch mal so richtig in Schwung kommt. Da der Leser Jack, Katherine und die übrigen Personen über mehr als zehn Jahre begleitet, ist das Buch an einigen Stellen zwar ordentlich gerafft, aber auch das macht es nicht immer leicht, sich in die Protagonisten hineinzuversetzen.
Auch noch Wochen nach dem Lesen bin ich sehr zwiegespalten, was Spring / Der Frühling von William Horwood angeht. Denn das Buch hat auch seine Pluspunkte: etwa einen feinen, englischen Humor oder moderne Aspekte, die die Hydden für sich vereinnahmt haben und die man so einfach nicht vermutet. Zudem tauchen auch im späteren Verlauf noch einige interessante Persönlichkeiten auf - beispielsweise Lord Festoon und seinen Koch Parlance.

Cover Spring englisch

Trotzdem viel es mir einfach schwer, mich Jack und Kathrine so richtig nahe zu fühlen. Dabei sind sie beide sympathische Charaktere, die zum Glück ihre größeren und kleineren Schwächen haben. Vielleicht lag es daran, dass mir die Schreibweise von William Horwood gewollt antiquiert vorkam? Meiner Meinung nach hätte man sich eine Menge an detaillierten Beschreibungen schenken können. Dies, ohne dass die klassische Fantasy-Atmosphäre des Buches darunter gelitten hätte. Denn die vielen Beschreibungen waren für die Handlung zumeist unwichtig, lasen sich aber oft einfach zäh.
In Spring / Der Frühling passiert nicht viel mehr, als dass wir die Grundkonstellationen der Hyddenworld kennen lernen und erahnen können, worum es in den Folgebänden gehen wird. Insgesamt ist das Buch ein etwas zu lang geratener erster Band einer Serie, der solide Unterhaltung bietet. Da hatte ich mir einfach mehr erwartet.

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Cover Griessnockerlaffäre deutsch

Kann Spoiler zu den ersten Teilen der Franz-Eberhofer-Serie enthalten.

Während in Niederkaltenkirchen der lange Arm des Gesetzes Mittagschlaf hält, ist in Landshut Land unter. In einer Tour fallen die Leute aus, werden krank oder kriegen gar Nachwuchs. Da verwundert es auch nicht, dass der Herr Eberhofer angefordert wird zur Unterstützung.
Das passt dem Franz aber überhaupt nicht. Nicht, weil er mit den Kollegen aus Landshut nicht arbeiten möchte, eher weil er mit dem dortigen Vorgesetzten auf gar keinen grünen Zweig kommt. Der schikaniert seine Untergebenen wann immer es ihm in den Sinn kommt und lässt den Harten raushängen. Auch Franz hat das schon zur Genüge abbekommen, doch der weiß sich zu wehren - wenn auch nicht immer mit den besten Methoden.

Als der Kollege Stopfer ihm am Telefon von seiner bevorstehenden Heirat berichtet und ihn einlädt, weil es ohne den Franz ja gar keine Heirat geben tät, ist Franz schon erst geschmeichelt. Muss dann aber erfahren, dass die anderen Kollegen auch alle eingeladen sind - inklusive dem Vorgesetzten Barschl. Nun lässt sich Franz doch überreden und so kommt es wie es kommen muss. Ein Treffen auf dem Herren-WC geht für Franz nicht ganz unblutig aus, das kriegen auch einige Kollegen mit.
Je später der Abend, desto besoffener die Gäste. Und weil der Barschl einfach ein Arsch ist, führt er bei den Kollegen einen Alkoholtest durch, als diese Richtung Heimat fahren wollen. Da kommt es zum Eklat und bei Franz brennt die Sicherung durch. Er stürzt sich auf den Feind und rächt sich für die kleine Unterredung in den stillen Örtlichkeiten am früheren Abend. Als der Barschl dann blutend und ziemlich geschunden am Boden liegt und die Kollegen alle weg sind, macht sich auch Franz auf den Heimweg. Muss aber seine Wut noch ersäufen und kehrt beim Wolfi ein. Der hört sich geduldig alles an, bis es auch ihm zu spät wird. Franz schafft es immerhin noch bis nach Hause und ins Bett.

Am nächsten Tag wird er ziemlich unsanft geweckt. Auf dem Hof stehen die Kollegen mit Blaulicht und wollen Franz abführen. Doch da haben sie die Rechnung ohne die Oma gemacht. Die zeigt den Männern was sie von ihnen hält und nicht wenige können sich nur noch humpelnd vom Acker machen.
Franz fährt trotzdem mit nach Landshut und wird darüber informiert, dass der Barschl ermordet wurde und er, also der Franz, der Letzte war, der ihn lebend gesehen hat. Zu allem Überfluss ist der unliebsame Vorgesetzte mit dem Franz seinem Messer aus dem Leben radiert worden. Dieses machte am Tag zuvor die Runde als der Hochzeitsbraten stärker war als die normalen Messer. Und da war der Franz schon stolz, dass er als einziger Gast eine Lederhose anhatte, natürlich inklusive Hirschfänger. Und eben dieses ist im Laufe des Abends verschwunden und wohl neben der Leiche wieder aufgetaucht. Nun hockt er ganz schön in den Nesseln.
Gott sei Dank hat Franz aber auch Fürsprecher und so kann er schon nach kurzer Zeit wieder Richtung Heimat gebracht werden. Der Moratschek, seines Zeichens Richter und Freund von Franz' Vater, hält seine schützende Hand über eben diesen.

Zwar freut es den Franz schon irgendwie, dass der Barschl nun endlich das bekommen hat, was er verdient, doch es geht ihm gewaltig gegen den Strich, dass er dafür verdächtigt wird. Und so fängt er an zu ermitteln und sieht sich zu allererst mit der sehr attraktiven Witwe des Dahingeschiedenen konfrontiert. Die bringt im Franz aber ganz andere Sinne zum Klingen, als rein den Spürsinn.
Und während Franz seine Unschuld beweisen muss, geht die Stimmung daheim auf dem Hof in den Keller. Denn plötzlich steht ein alter Bekannter von der Oma vor der Tür und bringt die Familienidylle gehörig durcheinander.

Der vierte Fall für Franz Eberhofer ist wieder genauso unterhaltsam wie die vorangegangenen. Die Oma ist wie immer eine Wucht, auch wenn die Autorin es geschafft hat mich auf den ersten zwei bis drei Seiten ganz schön aus dem Konzept zu bringen. Wie immer steht auch hier eher das Privatleben im Vordergrund. Während man im ersten Buch der Franz-Eberhofer-Serie noch von einem richtigen Krimi sprechen konnte, wird es nun mehr und mehr ein Roman mit kriminalistischem Einschub. Deshalb muss ich dem Ganzen auch einen Stern abziehen. Freude am Lesen hatte ich natürlich dennoch und kann das Buch wieder wärmstens empfehlen. Aber man darf nicht auf der Suche nach einem nervenzerfetzenden Krimi sein.

Schön fand ich, dass man nun auch ein wenig mehr aus dem Leben von der Oma erfährt. Schließlich ist sie nicht immer schon die Oma vom Franz gewesen und der Besuch aus der Vergangenheit ist wirklich sehr liebevoll eingebracht worden.
Ein wenig genervt war ich von den Liebeseskapaden der männlichen Charaktere dann aber auch noch. Ich glaub die meisten Frauen würden sich das nicht gefallen lassen, was der Flötzinger so treibt und auch dem Franz hätte ich gern ab und an einen Satz warme Ohren verpasst. Vielleicht sollte die Autorin hier ein wenig darauf achten, dass die Frauen nicht zu sehr in die Sparte männerabhängiger Wesen geschoben werden. Bei der Oma klappt es schließlich auch.

Natürlich schreibt Rita Falk weiter am nächsten Fall, wann der erscheint ist aber noch nicht bekannt.

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Cover Liebesmärchen in New York deutsch

Mitchell Dempsey wohnt im vierten Stockwerk eines New Yorker Hochhauses mit Blick auf den Central Park. Seine Wohnung spiegelt nicht gerade seinen eigentlichen Charakter wieder, denn während hier das Chaos herrscht, hätte er zumindest in Liebesdingen gern ein geregeltes Leben.
Da trifft es sich ausgezeichnet, dass ein unbestellter Pizzabote an seiner Tür klingelt und eine Pizza abliefern möchte. Offensichtlich ist er mit den Apartmentnummern durcheinander gekommen, denn Mitch wohnt in 406, die Pizza soll eigentlich zur Wohnung 604. Er erinnert sich, dass dort eine neue Mieterin eingezogen ist - Brünett, genau sein Typ. So nimmt er dem verwirrten Boten die Lieferung ab und bringt sie kurzentschlossen selbst nach oben.

Hester und ihr Sohn Radley sind gerade erst in der neuen Manhattener Wohnung angekommen und wollten es sich an diesem Abend mit einer Pizza gemütlich machen. Es muss noch soviel getan werden, aber sie ist einfach nur ausgepowert.
Da passt es es ihr auch überhaupt nicht in den Kram, dass das bestellte Abendessen nicht vom Boten zugestellt wird, sondern von einem neugierigen Nachbarn, der sich auch noch kurzerhand selbst einlädt den Abend mit ihnen zu verbringen. Wie sich kurz darauf herausstellt ist Radley vom neuen Bekannten aus der Nachbarschaft mehr als angetan, denn Mitch ist der Schöpfer seines Lieblingscomichelden 'Commander Zark'.

Mitch fühlt sich pudelwohl bei Radley und seiner kühlen Mutter. Er selbst hat sich nie überlegt Kinder in die Welt zu setzen, aber da wusste er ja auch noch nicht, dass so ein aufgeweckter Junge wie Red dabei herauskommen könnte.
Und während er in Red einen begeisterten Anhänger seiner Arbeit gefunden hat, stellt Hester ihn unbeabsichtigt vor eine Herausforderung. Er will hinter die Fassade blicken und die Mauer zum Einsturz bringen, die diese hübsche Frau aus Schutz um sich und ihren Sohn gebaut hat.
Doch vielleicht wird er sich an dieser Aufgabe die Zähne ausbeissen, denn Hester hat von Männern die Nase voll. Sie hat lange genug gebraucht um ihr Leben so zu ordnen, dass sie und Radley gut auskommen können. Fernab von Verpflichtungen Anderen gegenüber.

Cover Local Hero englisch

Nachdem ich zuvor recht lange an einem Buch gelesen hatte, welches mir kaum Zugang gewehrte, musste mal wieder etwas leicht Bekömmliches her. So griff ich zu einem weiteren meiner vielen Nora Roberts Bücher und versank damit in den Kissen. Schon nach Kurzem war ich mitten in der Geschichte und lernte die drei Hauptcharaktere kennen. Den aufgeweckten Jungen Radley, seine reservierte Mutter Hester und den (natürlich) gutaussehenden Nachbarn Mitch. Wie immer bei den Nora Roberts Büchern macht es einem die Autorin leicht die Charaktere zu mögen und auch ihre Handlungen zu verstehen.
Ein ganz klein wenig fand ich allerdings die Selbstverständlichkeit mit der Mitch zu Werke gegangen ist übertrieben. Auch wenn er eigentlich kein eingebildeter Mensch sein soll, wirkt es dennoch so, als wenn er einfach mal davon ausgeht, dass alles so läuft wie er es sich vorstellt. Das ist mir an einigen Stellen sauer aufgestoßen, legte sich dann aber wieder.

Während viele Romane der Autorin eher so gestrickt sind, dass doch jedes Mal etwas Unglauben mit schwingt beim Lesen, hätte diese Geschichte genauso passieren können. Es ist nichts übertrieben dargestellt und endlich mal sind die Hauptprotagonisten keine perfekten Menschen ohne Fehler und Schwächen und wahre Götter im Bett, die schon nach 4 Tagen übereinander herfallen. Tut mir also leid, wenn ich jetzt damit jemanden enttäusche ;)

Mir hat das Lesen wieder viel Spaß gemacht und ich glaub ab und an muss halt doch immer wieder ein Nora Roberts Buch daher. Leider ist weder die deutsche noch die englische Buch-Ausgabe noch erhältlich, aber immerhin als E-Book kann man das Original relativ günstig erwerben.

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