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Cover Das Erbe deutsch

Enthält Spoiler zu Das Erwachen und Die Fährte, den beiden erste Teilen der Im Schatten des Mondlichts-Reihe.

Einige Monate sind vergangen und Naomi ist inzwischen Mutter geworden. Zusammen mit ihrer großen Liebe Roman lebt sie in Deutschland bei ihrer Mutter Luna und ihrer Großmutter Leandra. Doch so langsam muss sich Naomi Gedanken machen: Wie will sie Sammy mit seinen vielen Leben das Handwerk legen? Wie kann sie Dorotheas Erbe weiter entschlüsseln? Und wie ihre Urgroßmutter Romina besser unterstützen? Will sie weiterhin studieren? Und egal was sie davon umsetzen will, richtet sich doch immer alles auch am nächsten Mondzyklus aus. Außerdem dürfen Roman und ihr kleines Baby nicht zu kurz kommen. Um all das ansatzweise unter einen Hut zu bringen, beschließen Naomi und Roman nach Barcelona zu ziehen. Auf diesem Wege können sich Romina, Iker und Naomi hoffentlich besser um das seltsame Familienerbe kümmern, Roman kann an der Universität arbeiten und Naomi kann - sobald sie ordentlich Spanisch gelernt hat - umsatteln und Sportjournalismus studieren. Zudem leben auch ihr bester Freund Karsten und seine und Naomis Freundin Alice in der Stadt. Die Sache hat allerdings einen Haken: Auch Pilar lebt in Rominas Haus und Pilar ist immer noch in Roman verliebt. Und Naomi weiß, dass man die Liebe eines Gestaltwandlers nicht unterschätzen darf - schließlich verliebt sich jeder von ihnen nur einmal im Leben. Doch bald wird dieser schwelende Konflikt überlagert von den Hinweisen, die Naomi in den Unterlagen ihrer Urahnin Dorothea entdeckt hat. Diese führen Romina, Leandra und sie schließlich nach Mexiko auf die Spuren der Azteken. Und was sie dort erleben, hätte Naomi sich nie zu träumen gewagt...

Das Erbe ist der letzte Band der Im Schatten des Mondlichts-Trilogie. Mit dem Buch ist J. J. Bidell ein sehr schöner und stimmiger Serienabschluss gelungen, der sich wunderbar in einem Rutsch genießen lies. Insbesondere die Entwicklungen in Mexiko waren spannend und erhellend zu lesen. Durch die Verschmelzung der historisch überlieferten Geschichte der Azteken mit den Fantasyelementen gewinnt die ganze Reihe an Tiefe und Substanz. Alleine dafür hat Das Erbe ein Lob verdient. Ebenfalls gefallen hat mir, wie sich die Beziehung zwischen Roman und Naomi vertieft hat. Beim Lesen merkt man einfach, wie wichtig sie für einander sind. Und dass so eine innige Verbundenheit ausgedrückt wird, obwohl Roman gar nicht so viel Anteil an der Handlung hat, fand ich einfach wirklich schön zu lesen.

Kritisieren möchte ich nur wenig, nämlich dass sich am Ende die Probleme meiner Meinung nach ein bisschen zu einfach aufgelöst haben. Schließlich war da nicht nur Sammy sondern auch ein ganzer feindlicher Familienzweig im Hintergrund. Hier hätte ich es einfach logischer gefunden, wenn nicht plötzlich alles zu hundert Prozent perfekt gewesen wäre.
Eines noch, was allerdings vermutlich nur den Eltern unter den Lesern auffällt und auch nicht in die Bewertung eingeflossen ist: Naomis Baby ist arg ruhig und friedlich. Hier weiß ich, dass es solche Babys zwar gibt, sie aber wirklich rar gesät sind. Etwas weniger friedlicher Babyschlaf und mehr durchwachte Nächte von Naomi und Roman wären vermutlich realistischer gewesen.

Ganz herzlich möchte ich mich im Namen von uns Buchjunkies bei der Autorin J. J. Bidell für die Gelegenheit bedanken, alle drei Bände rezensieren zu dürfen. Es hat wirklich Spaß gemacht! Wir hoffen sehr, dass die Im Schatten des Mondlichts-Reihe demnächst auch im Buchhandel erhältlich sein wird. Toi, toi, toi.

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Cover The Amazing Maurice and his Educated Rodents englisch

Der Kater Maurice muss eines Tages erstaunt feststellen, dass er nicht nur vielschichtiger denken kann, als seine Artgenossen, nein er kann zudem auch noch sprechen. So macht das Leben gleich noch viel mehr Spaß, denn jetzt kann er sich endlich mit den Lebewesen in seiner Umgebung verständigen. Das gilt erstaunlicherweise auch für seine Nahrung - die Ratten. Maurice hat so seine Grundsätze und einer davon lautet - Essen das spricht, isst man nicht.
So schließen er und die Ratten einen freundschaftlichen Frieden. Als der Junge Keith hinzukommt, reift in Maurice eine Idee. Sie könnten doch Geld verdienen. Schließlich gibt es genug zu tun in der Gegend und jeder freut sich, wenn Ratten vertrieben werden.
Kurzerhand reist die kleine Truppe durch die Gegend, täuscht eine Rattenplage vor und Keith kommt daher mit seiner Flöte und vertreibt die Ratten. Dafür wird er gut entlohnt und seinen Umsatz teilt er mit seinen Kollegen, die von einer eigenen kleinen Insel für sich träumen.

Inzwischen haben sie schon gut Geld zusammen gesammelt, und sie beschließen, nach dem nächsten Dorf ist Schluss. Doch hier haben sie kein leichtes Spiel. Es gibt in dieser Stadt - angeblich - eine wirkliche Rattenplage, doch von den Ratten gibt es keine Spur. Dafür bevölkern umso mehr Rattenfänger das kleine Dorf Bad Blintz. Doch die Bevölkerung leidet Hunger und Not, während die Rattenfänger immer wieder Geld erhalten.
Hier läuft etwas gewaltig schief und das schaut sich die kleine Reisegruppe nicht an. Sie wollen herausfinden, was es mit diesem Dorf auf sich hat und stoßen auf so einige schmutzige Geheimnisse.

Cover Maurice, der Kater deutsch

The Amazing Maurice and his Educated Rodents / Maurice, der Kater ist das erste Scheibenwelt-Märchen vom Autor Terry Pratchett. Wie man unschwer aus dem Text lesen kann, handelt es sich um eine Variante vom berühmten Märchen Der Rattenfänger von Hameln. Dieses Märchen gibt es in vielen Ländern und durch viele verschiedene Überlieferungen kann kein genauer Autor benannt werden, doch die bei uns bekannteste Variante ist wohl die der Gebrüder Grimm.
Terry Pratchett hat nun eine weitere vorgelegt und mit viel Witz und Liebe zu den Fellträgern eine gute Geschichte geschrieben.

Ich habe The Amazing Maurice and his Educated Rodents / Maurice, der Kater bisher bereits zwei Mal gelesen und freue mich glatt wieder auf die nächsten Stunden mit den kleinen Schlitzohr =) Besonders gefallen mir aber die Ratten in dieser Geschichte. Da hat es mir Peaches angetan, die durch ihre beinahe goldige Art immer in Sorge ist um Alles und Jeden.
Auch wenn es als Märchen betitelt ist, ist es jetzt nicht unbedingt ein Buch für kleine Kinder als Gute-Nacht-Geschichte, aber ich glaube jungen und auch älteren Erwachsenen bereitet dieses Buch viel Freude. Ich möchte es euch heute empfehlen und würde mich freuen, wenn der eine oder andere Leser berichten würde, wie es ihm gefallen hat =)

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Cover Harry Potter und der Gefangene von Askaban deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Harry Potter-Reihe.

Ein weiter Sommer im Privet Drive. Harry kann es kaum noch ertragen und in diesem Jahr hat sich auch noch Tante Magda angekündigt. Da Harry auf die Erlaubnis seines Onkels hofft, mit seinen Klassenkameraden einen Ausflug nach Hogsmade machen zu können, hat er versprochen besonders nett zu seiner Tante zu sein.
Wie immer hat sie an allem etwas auszusetzen, was mit Harry zu tun hat und dieses Mal übertreibt sie maßlos. Sie beginnt Harrys Intelligenz anzuzweifeln und geht sogar so weit, seine Familie - ins besondere seinen Vater - zu beleidigen. Das ist für ihn zuviel und ohne es zu wollen setzt er Magie frei und seine Tante bläßt sie auf wie ein Ballon. Harry flüchtet aus dem Haus der Dursleys, da er annimmt, sein Leben als Zauberlehrling ist nun eh vorbei. Es ist bereits das zweite Mal, dass er außerhalb der Schule gezaubert hat und soweit er informiert ist, steht darauf der Ausschluss aus Hogwarts.

Auf seinem Weg die Straße entlang erspäht er in einer dunklen Ecke einen großen dunklen Hund und wundert sich. Solche Tiere hat er hier in Little Whinging noch nie gesehen und greift zur Sicherheit zu seinem Zauberstab. Doch das bringt ihn ins Straucheln und als er wieder in die Richtung blickt, ist von dem riesigen Tier nichts mehr zu sehen.
Dafür ertönt ein lauter Knall und neben ihm steht ein Doppeldeckerbus. Es ist 'Der Fahrende Ritter', eine Reisemöglichkeit für Zauberer und Hexen. Er bringt ihn in die Winkelgasse zum 'Tropfenden Kessel', wo er schon vom Zaubereiminister Cornelius Fudge erwartet. Dieser ist sehr freundlich zu Harry und kann ihn beruhigen, er ist nicht der Schule verwiesen worden. Schließlich kann nicht jedem das Zaubern verboten werden, der unwissentlich schon einmal einen Verwandten aufgepustet hat.

Doch später erfährt Harry durch das Mitanhören eines Gespräches zwischen dem Ehepaar Weasley, dass der Zaubereiminister lediglich besorgt ist wegen der neuesten Nachrichten. Es gab einen Ausbruch aus dem Zauberer-Gefängnis Askaban. Sirius Black ist entkommen. Er steht im Verdacht mehrere Menschen getötet zu haben - auch Lily und James Potter, Harrys Eltern - und es nun auf ihn abgesehen hat. Dabei weiß Harry nicht einmal wer dieser Sirius Black eigentlich ist.
Zurück in Hogwarts stellen er und seine Freunde Hermoine und Ron Nachforschungen an und erfahren einiges über Black. Er war beispielsweise einst ein enger Vertrauter seiner Eltern und soll sie dann verraten haben. Harry spürt Wut in sich wachsen und beinahe wünscht er sich, dieser Mörder würde ihm gegenüber stehen. Doch auch ohne Black hat Harry in diesem Schuljahr wieder viel zu tun.
Auch gibt es wieder einen neuen Lehrer zur Verteidigung gegen die dunklen Künste und dieser hat ein ganz besonderes Geheimnis.

Cover Harry Potter and the Prisoner Of Azkaban englisch

Eine weitere Person tritt in das Leben von Harry Potter - jemand aus dem Leben seiner Eltern. Das ist natürlich für Harry eine ganz neue Erfahrung. Es gibt dort jemand, der viele Jahre Zeit hatte seine Eltern kennenzulernen und ausgerechnet diese Person will ihn jetzt töten. Das bringt den Leser natürlich in eine Zwickmühle. Auf der einen Seite will man wissen, wie Harrys Eltern solch einen Menschen zu ihrem Freund wählen konnten - ihn sogar zu Harrys Patenonkel gemacht haben - zum Anderen hat man eine Abneigung gegen diese Person, schon aus Sympathie zu Harry.

Ziemlich gruslig fand ich in diesem Band die Dementoren. Bisher sind sie nur erwähnt worden, aber nun haben sie eine richtige Rolle in Harrys Leben und kommen ihm hier auch gefährlich nahe. Man kann beinahe fühlen, wie einem die Wärme entzogen wird, wenn Joanne K. Rowling diese Figuren beschreibt. Wenn man nachher die filmische Umsetzung dazu vor Augen hat, macht es einem die Dementoren auch nicht sympathischer ;)
In Band drei lernen wir auch ein paar interessante Geschöpfe kennen durch den Unterricht durch Hagrid, der das Unterrichtsfach 'Pflege Magischer Geschöpfe' übernommen hat. Ron, Hermoine und Harry sind natürlich total begeistert - und Malfoy samt Gefolge nicht. Nicht zum ersten Mal habe ich mich gefreut, wenn der spitznäsige Malfoy eins auf den Deckel bekommen hat.
Und ganz ehrlich - so einen Hippogreif will doch eigentlich jeder haben, oder?

Harry Potter and the Prisoner Of Azkaban / Harry Potter und der Gefangene von Askaban hat mir wie schon seine Vorgänger sehr gut gefallen. Ich mag die Art und Weise, wie Joanne K. Rowling die Spannugsbögen aufbaut und auch immer wieder einen Witz mit einbaut. Diese Bücher werden wohl lange zu meinen Lieblingen gehören =)

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Cover The Hallowed Ones Englisch

Katie wusste immer, was sie vom Leben erwarten soll. Sie ist Amish und mit diesen Werten und der Religion groß geworden. Sie erwartet, eines Tages ihren besten Freund aus Kindertagen Elijah zu heiraten, Kinder zu bekommen und das typische Leben einer Amish Frau zu leben: gehorsam, ruhig und gottesfürchtig. Doch vorher kommt noch Rumspringa. Das ist die Zeit für junge Amish, die Welt Draußen zu entdecken - mit allem, was sie zu bieten hat, um dann mit vollem Wissen und Vertrauen in die Kirche einzutreten und all die Sünden in der 'englischen Welt' für immer hinter sich zu lassen.
Katie lebt von dem Gedanken an Rumspringa. Sie hatte schon immer Probleme, sich mit blindem Gehorsam allem zu beugen, was der Bischof und die Ältesten diktieren, wie es die restlichen Mitglieder ihrer Gemeinde zu tun scheinen. Stattdessen muss sie erst alles überdenken und verstehen, sehr zum Ärger des Bischofs. Mit Rumspringa hofft sie, diesen Drang endgültig zu befriedigen, denn so sehr es sie auch nach Draußen zieht, sie hat nie ernsthaft erwogen, danach nicht wieder zu ihren Leuten zurückzukehren.
Doch dann geschieht irgendetwas in der Welt Draußen. Die Amish haben keine Telefone und leben zurückgezogen und haben deshalb keine Möglichkeit, genau zu erfahren, was passiert. Nach und nach dringen aber Berichte von gewalttätigen Aufständen mit Toten und Vermissten und jeder Menge Zerstörung zu ihnen durch. Die Ältesten beschließen, dass sie die Probleme der Welt Draußen, für die diese sicherlich selbst verantwortlich ist, ihre Gemeinde nichts angeht und entscheiden, die Tore zu ihrer Siedlung zu schließen. Niemand darf mehr rein oder raus.
Als Katie einen schwer verletzten jungen Mann an der Grenze zum Land der Amish findet und die Ältesten ihn seinem Schicksal überlassen wollen, weiß Katie, dass sich ihnen widersetzen muss. Sie rettet den jungen Mann und versucht, ihn gesund zu pflegen. Doch sie muss bald feststellen, dass was auch immer in der Welt passiert, mehr ist, als die Sünden normaler Menschen. Das pure Böse ist da draußen und Katie muss sich fragen, ob sie es in ihre Mitte geholt hat - in Form eines jungen Mannes.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich mit The Hallowed Ones von Laura Bickle so meine Probleme haben würde. Stark religiöse Geschichten bzw. Hauptcharaktere können schnell anstrengend werden. Glücklicherweise war dieses Buch und vor allem Katie aber gar nicht, was ich erwartet/befürchtet habe. Katie ist zwar in der Tat sehr gläubig und aufgrund ihrer Erziehung hat sie einige Ansichten, die ich für mich persönlich nicht nachvollziehen kann. Aber sie denkt für sich selbst und ist definitiv kein Schäfchen, das blind folgt. Sie liest gerne Comics, liebt Coca Cola und ist fasziniert vom Leben Draußen. Sie glaubt an Gott, aber es ist einfach in ihrer Natur zu hinterfragen und sie zweifelt schon bevor die Welt untergeht, ob ihre Ältesten immer richtig liegen. Ihr Freund Elijah ist da das genaue Gegenteil. Er ist ein guter Kerl, aber er denkt nicht für sich selbst. Für ihn ist klar, dass er und Katie heiraten werden und es genügt ihm, einfach so lange zu warten, bis sich alles für ihn fügt. Und Alex, der junge Mann, den Katie rettet, ist noch einmal eine ganz andere Figur. Er ist völlig anders, als alles was Katie kennt und gleichermaßen faszinierend wie erschreckend für sie. Er ist sogar für unsere Standards ein komischer Vogel, hat aber definitiv seinen Reiz. Neben diesen dreien gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere. Alle stehen für die verschiedenen Richtungen, in die Katie sich gezerrt fühlt, bieten aber auch Abwechslung und einige interessante Einblicke in das Leben der Amish.
Überhaupt ist es Laura Bickle sehr gut gelungen, die Religion und das Leben der Amish zu vermitteln. Respektvoll aber auch kritisch stellt sie ihren Alltag und auch den Umgang mit schwierigen Situationen dar. Ich habe definitiv eine Menge über diese Glaubensgemeinschaft gelernt und mich weder belehrt, noch beleidigt oder bedrängt gefühlt. Die Tatsache, dass die Charaktere so wenig von der 'englischen Welt', wie sie unsere Zivilisation bezeichnen, mitbekommen, bietet für die Geschichte einige wirklich spannende Vorteile. Alleine schon wegen der schwierigen Kommunikation mit der Außenwelt.
Was genau da draußen lauert, will ich euch ehrlich gesagt noch gar nicht so genau verraten. Hätte ich es vorher dem Lesen gewusst, hätte ich es vermutlich albern gefunden. In der Geschichte klappt es aber so gut, dass ich mich nie auf den Gedanken gekommen bin, mich zu beklagen. Nur so viel, es ist ein erstaunlich brutales und blutiges Buch, das nicht viel zurückhält.
Es war allerdings auch nicht perfekt. Prinzipiell haben mir die verschiedenen Entwicklungen sowohl zwischen den Charakteren als auch in der Geschichte selbst sehr gut gefallen. Das meiste war spannend und logisch erklärt und hat gut in den Fluss der Geschichte gepasst. Doch manchmal waren die Emotionen bzw. deren Veränderungen nicht gerade nachvollziehbar. Oder vielmehr ging es zu schnell. Innerhalb weniger Tage ver- und entlieben sich einige Charaktere, fangen an sich zu hassen oder verändern ihren ganzen Glauben. Es sind natürlich besondere Umstände, aber für solche Entwicklungen hätte sich die Autorin meiner Meinung nach mehr Zeit lassen sollen.

Aber auch das ändert nichts daran, dass Laura Bickle mit The Hallowed Ones ein wirklich gelungener Start in ihre gleichnamige Reihe gelungen ist. Die Amish sind eine spannende Alternative zur r'normalen' Gesellschaft und aufgrund ihrer deutschen Wurzeln besonders für deutsche Leser interessant. Doch gleichzeitig ist ihre Welt immer noch so fremd, dass es sich fast schon ein bisschen dystopisch angefühlt hat. Eine ausgesprochen starke Heldin, eine interessante Geschichte und jede Menge Spannung machen es zu einem Buch, dessen Fortsetzung ich auf jeden Fall lesen werde. The Outside (keine Rezension) erscheint allerdings erst irgendwann 2013.
Leider ist mit über Pläne einer deutschen Veröffentlichung noch nichts bekannt.

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Schneerose

Tags: Fantasy
22.11.2012
Cover Schneerose deutsch

Liandra, kurz Lia, ist alles andere als das typische Highschool-Mädchen. Sie zählt auf der gesamten Schule zu den Losern und wird von allen fertig gemacht. Nicht nur die Mädchen machen keinen Hehl aus ihrer Abneigung und lästern offen vor ihr, auch die Jungen nehmen kein Blatt vor den Mund und betiteln sie offen als Schlampe.

Während sie tagsüber versucht so gut es geht mit der Umgebung zu verschmelzen und bloß nicht aufzufallen, mutiert sie nachts zur Sexbombe die beinahe jeden Abend einen anderen Mann mit nach Hause nimmt. Das bleibt auch ihren beiden einzigen Freunden nicht verborgen, Lindsay und Mike. Obwohl Lindsay nicht zu den eigentlichen Losern der Schule zählt, hat Lia in ihr die beste Freundin gefunden - nicht zuletzt wegen dem schüchternen Mike, in die sie seit langem verliebt ist, der allerdings sein Herz an Lia verloren hat.
Doch Lia sieht in ihm nur ihren Freund aus Kindertagen und ist froh ihn an ihrer Seite zu haben. Mike hingegen kann es nicht mehr mit ansehen, wie Lia fertig gemacht wird und hofft, dass sie eines Tages doch aufwacht und aufhört mit ihren nächtlichen Touren.

Aber Lia kann nicht anders. Es ist wie ein innerer Zwang, der sie dazu bringt ihr Wesen zu verändern und völlig in einer neuen Identität aufzugehen. Eigentlich will sie es gar nicht, doch auch wenn sie jedes Mal danach Scham empfindet, geht es ihr körperlich mehr als gut. Nur erinnern kann sie sich an die Männer hinterher nicht mehr.
Doch dieses Mal ist es anders. Sie hat einen jungen, gutaussehenden Mann in ihr Bett gelassen und seither geistert er ihr durch den Kopf.

Orlando ist es gewohnt die Aufmerksamkeit sämtlicher weiblicher Menschen um sich herum zu erhalten, doch dieses eine Mädchen interessiert sich nicht für ihn. Das kann er nicht dulden, denn Vampire benötigen für gewöhnlich nicht einmal eine Sekunde um sämtliche Interessen auf sich zu ziehen. Er geht auf sie zu und versinkt sofort in ihren funkelnden grünen Augen. Keine Frau hatte je diese Anziehungskraft für ihn. Er folgt ihr, als sie den Club verlässt und findet sich wenig später in ihrem Bett wieder. Als er ihr die Erinnerung an diese Nacht nehmen will, macht er eine weitere neue Erfahrung - er kann ihr Blut nicht trinken. Nun ist sein Interesse noch mehr geweckt und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Vampiren ist der Umgang mit Menschen - außer als Nahrungsquelle - nicht gestattet, doch Orlando kümmert sich seit jeher nicht um solcherlei Gesetze. Und fortan beobachtet er sie und stellt mit Erstaunen fest, dass sie tagsüber eine ganz andere Person ist. Wie passt das zusammen? Und warum brennt ihr Blut so schmerzhaft in seinem Mund?

Der Debütroman Schneerose von Maya Shepherd ist eine etwas andere Vampirgeschichte. Es geht hier nicht nur um Mensch und Vampir, sondern um eine weitere magische Form in der Welt der Fantasy.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig bin mit diesem Buch. Doch bisher gefällt es mir ziemlich gut. Die Geschichte ist wirklich nett und unterhaltsam. Ein wenig stören mich die vielen Rechtschreibfehler schon, aber ich denke ein Lektorat könnte da so einiges bereinigen.
Die Charaktere sind teilweise etwas oberflächlich, was sehr schade ist. Lindsay lernt man bisher nicht wirklich kennen, genauso wenig Mike. Nett sind hingegen die vielen Rückblicke in die Vergangenheit. So erfährt man mehr über die Familienbande der Vampire und wie es dazu gekommen ist, dass sie jetzt so leben.

Grundsätzlicht macht das Lesen Spaß und man will natürlich wissen ob Orlando herausbekommt, was es mit Lia auf sich hat. Ich awüsche der Autorin, dass sie erfolgreich ist mit ihrem Buch und sich weiterhin ihrer Leidenschaft widmen kann. Potenzial hat sie jedenfalls.

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