Buchjunkies


Rezensionen Empfehlungen Autoren Reihen Tags Rezensionsarchiv


Rezensionen

91 - 95 von 1374 Rezensionen auf der Seite.

Cover Priceless

Enthält leichte Spoiler für die übrigen Bücher der Forbidden Men Reihe.

Seit sie 13 Jahre alt waren sind Sarah und Brandt die besten Freunde. Sie erzählen sich alles und ihr Leben wäre definitiv anders verlaufen, wenn sie sich nicht gefunden hätten. Vor allem für Sarah war Brandt immer ein kleines Stück Normalität. Durch ihre Zerebralparese ist sie die meiste Zeit an ihren Rollstull gebunden und dank der Passivität ihrer Mutter konnte sie nie wirklich ihr körperliches Potential ausschöpfen. In der Schule wurde sie von den meisten ignoriert oder sie haben sich hinter ihrem Rücken über sie lustig gemacht, denn den meisten Menschen ist nicht klar, dass Sarah mental absolut uneingeschränkt ist - im Gegenteil, sie ist wahrscheinlich intelligenter, als die meisten ihrer Mitschüler. Brandt ist einer der wenigen die das erkennen und über die Jahre lässt er es niemals zu, dass irgendjemand seiner besten Freundin Unrecht tut.
Nun besuchen die beiden sogar dieselbe Uni und sind kurz davor ihren Abschluss zu machen. Sarah hat sich eigentlich damit abgefunden, dass sie niemals Sex oder gar einen Freund haben wird. Wer will denn auch schon so offensichtlich beschädigte Ware wie sie? Wenn sie ehrlich mit sich ist, wäre der einzige Mann, den sie will, aber sowieso Brandt. Seit sie 18 ist und sich eingestehen musste, dass sie nicht nur Freundschaft für ihn empfindet, erduldet sie nun schon die ständigen Gerüchten um seine Promiskuität und da scheint es auch kein Ende in Sicht zu geben.
Doch dann geschieht etwas völlig unvorhergesehens für Sarah: Jemand bittet sie um ein Date. Sie kennt Seth aus ihren Tutorstunden und er scheint ein netter Kerl zu sein. Wieso also nicht? Es ist endlich eine Chance sich mal wie eine normale junge Frau zu fühlen.
Während sich alle anderen für Sarah freuen, ist Brandt allerdings alles andere als glücklich mit diesen Entwicklungen. Doch wenn Sarah wüsste, wie er seit er 16 ist für sie fühlt, könnte das ihre Freundschaft für immer zertsören und das kann er nicht riskieren...

Priceless von Linda Kage ist der mittlerweile schon 8. Teil dieser Reihe und wieder ein Buch, das mir ziemlich gut gefallen hat, nachdem der 7. Teil bei mir vollkommen durchgefallen ist. Ich muss aber auch sagen, dass ich Sarah schon seit dem ersten Buch geliebt habe und im Prinzip seit dem 2. Buch, als Brandt in der Reihe aufgetaucht ist, auf ihre Geschichte gewartet habe.
Seit diesem Kennenlernen als sie 13 waren sind mittlerweile 9 Jahre vergangen und in dieser Zeit ist eine Menge passiert. Vieles davon haben wir durch die Bücher der anderen Charaktere mitbekommen. Trotzdem hat sich Linda Kage die Zeit für einen sehr ausführlichen Prolog genommen, der noch einmal ein paar wichtige Punkte in ihrem Leben aufgenommen und gezeigt hat, wie die Freundschaft zwischen Brandt und Sarah geworden ist, wie sie ist - und in welchem Moment sie sich für beide verändert hat. Denn schon im Prolog wird klar, dass die beiden sich lieben (und zwar nicht nur platonisch) und zusammengehören. Das hat der Geschichte zwar viel vorweg genommen (obwohl bei den Büchern dieser Autorin ein Happy End ja sowieso immer inklusive ist), gleichzeitig hat es aber auch eine starke Ausgangssituation ergeben - schließlich steht Sarah kurz vor ihrem ersten Date und Brandt könnte seine Chance bei ihr für immer verlieren.
Gleichzeitig lernen wir aber natürlich auch jede Menge Neues über diese Figuren. Sarah hat sich eigentlich zu einer ziemlich coolen jungen Frau entwickelt. Ihr Selbstbewusstsein ist zwar immer noch recht fragil, aber sie hat gelernt mit sich zu leben und eigentlich überhaupt kein Problem mit ihrer Krankheit. Genau das hat mir an Sarah am allerbesten gefallen: Sie ist zwar natürlich nicht glücklich über ihre Zerebralparese, aber sie beklagt sich auch nie. Es ist nun mal wie es ist und sie macht das Beste aus ihrer Situation. Linda Kage hat das Buch aufgrund des Brief einer Frau geschrieben, die ebenfalls an dieser Krankheit leidet, und man merkt, wie sehr sie sich bemüht hat, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Sie beschönigt nichts, lässt ihre Figuren aber auch nicht jammern - und es kommt wirklich einiges auf Sarah zu, sowohl emotional als auch körperlich.
Auch über Brandt erfährt man einige Dinge, die bisher im Dunkeln lagen. Durch Noah und Caroline wissen wir ja bereits, dass ihre Mutter alles andere als liebevoll und fürsorglich war. Doch das Geheimnis über seine Mutter, das Brandt mit sich herumschleppt, ist noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Es hat ihn gezeichnet und war ein spannender und bewegender Zusatz zu der Geschichte.

Wie immer neigt Linda Kage zwar ein wenig zur Übertreibung mit ihren Alpha-Männchen, aber das ist einfach etwas, mit dem man in ihren Büchern rechnen muss. Das stört mich auch eigentlich überhaupt nicht (mehr) und ich erwarte es fast schon. Trotzdem sollte man sich darüber im klaren sein, wenn man sich an ihre Bücher macht.
Eigentlich gibt es nur ein winziges Detail, das mich an Priceless von Linda Kage ein wenig gestört hat und das war der Epilog, der lag nämlich im Vergleich zu den anderen Büchern in sehr naher Zukunft, anstatt Jahre später wie in den anderen Geschichten. Gerade bei Sarah und ihrer gesundheitlichen Lage hatte ich mir einen etwas weiter ausgreifenden Ausblick gewünscht.

Aber Linda Kage ist ja glücklicherweise noch nicht fertig mit ihrer Forbidden Men Reihe. Zumindest eine Figur haben wir noch, die unter die Haube muss, nämlich Carolines, Noahs und Brandts Bruder Colton, der in Priceless ebenfalls eine große Rolle gespielt hat. Sein Buch wird sicher wieder eine Menge aus dem Leben all der anderen Charakteren dieser Reihe zeigen.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover All the Wrong Places Englisch

Es ist ihm schon wieder passiert: Zum dritten Mal wurde der semiprofessionelle Skater Brennan nun schon von einer Freundin verlassen, da er sie anscheinend sexuell nicht befriedigen konnte. Zumindest scheint das der einzige gemeinsame Nenner zwischen seinen letzten drei Freundinnen zu sein. Brennan weiß nicht mehr wirklich weiter. Zugegeben, er hatte nie einen sonderlich ausgeprägten Sextrieb, doch er dachte eigentlich immer, dass er seinen Freundinnen alles geben konnte, was sie wollten.
Eines ist Brennan nun allerdings klar: Er braucht Hilfe. Das Internet gibt nicht besonders viel her, also besucht er die zweite Möglichkeit, die sich ihm bietet - den einzigen Sexshop in Bluewater Bay. Und tatsächlich findet er dort Antworten...allerdings auf Fragen, die er sich nie zuvor gestellt hat.

Zafir hat viele Eigenschaften, die ihn auszeichnen und über die er sich definiert: Moslem. Alleinerziehender Vater. Angestellter in einem Sexshop. Und asexuell. Er hat sich schon vor langer Zeit damit abgefunden, dass Lust und Sex einfach etwas sind, das er nicht empfindet und auch nicht unbedingt braucht. Als Zafir Brennan in seinem Laden begegnet und viele von dessen Beschreibungen Zafir an seine eigenen Erfahrungen erinnern, wird er den Verdacht nicht los, dass Brennan vielleicht ebenfalls asexuell sein könnte.

Für Brennan beginnt damit die schwerste, erschreckendste und gleichzeitig beste Zeit seines Lebens, denn nicht nur werden ihm einige Dinge plötzlich glasklar, er findet in Zafir und seinem Sohn Tariq auch noch die besten Freunde, die er jemals hatte. Doch Brennan plagen immer noch Zweifel, was seine Identität angeht - und wieso er mit niemandem lieber seine Zeit verbringt, als mit Zafir...

Mit All the Wrong Places von Ann Gallagher habe ich mich zum ersten Mal an ein Thema getraut, vor dem ich mich bisher immer ein wenig gedrückt hatte: Asexualität. In so vielen Büchern werden die Charaktere von Lust und Leidenschaft getrieben und oft werden ihre Emotionen auch auf diese Weise an den Leser vermittelt. Bei asexuellen Charakteren fällt das mehr oder weniger weg und ich hatte Angst, mich daher nicht auf die Figuren und ihre Beziehungen wirklich einlassen zu können.
In gewisser Hinsicht war das in All the Wrong Places auch der Fall - allerdings mit voller Absicht der Autorin. Denn genau das ist auch einer der Punkte, mit denen Brennan sich herumschlagen muss. Woher soll er wissen, was Liebe ist, wenn es keinen Sex und nur eingeschränkte körperliche Nähe gibt? Wo hört eine Freundschaft auf und fängt eine Beziehung an? Brennan und Zafir müssen das für sich selbst in All the Wrong Places herausfinden und ich muss sagen, mir hat ziemlich gut gefallen, wie Ann Gallagher das Alles gehandhabt hat. Ich habe nie an Brennans und vor allem Zafirs Gefühlen gezweifelt und fand es sehr schön, wie sie sich durch das Wirrwarr ihrer Emotionen gekämpft haben.
Ebenfalls viel Spaß hatte ich mit Zafirs Sohn Tariq, der wirklich ein sympathischer kleiner Kerl war. Er und Brennan knüpfen schnell Freundschaft über ihr gemeinsames Interesse am Skateboarden und auch zu seinem Vater hat Tariq eine wirklich schöne Beziehung. Er ist auch Zafirs wichtigste Motivation, schließlich ist alles was er tut für Tariq, inklusive der zwei Jobs, mit denen er sich abrackert. Zafir ist auch sehr vorsichtig, wen er in das Leben seines Sohnes lässt, denn er hat schon einige schlechte Erfahrungen mit früheren Partnern gemacht, was für einige sehr spannende und intensive Szenen sorgt.
Natürlich lernt man beim Lesen auch eine Menge über das Thema Asexualität. Mir zumindest war gar nicht bewusst, wie viele verschiedene Facetten diese Orientierung hat und wie schwierig es sein kann, sich selbst zu finden, wenn man als Betroffener damit konfrontiert wird. Das Spektrum ist wirklich groß, doch die Ansätze werden sehr schön und passend in diese Geschichte eingebaut.

Von diesem Aspekt der Geschichte war ich also sehr angenehm überrascht. Überhaupt gibt es nur sehr wenig, das mir an All the Wrong Places nicht gefallen hat. Leider ist eine Sache davon allerdings das Ende bzw. das letzte Kapitel vor dem Epilog. Hier gibt es natürlich die große Auflösung und die Dinge zwischen den Charakteren spitzen sich zu. Leider hat sich dieses Kapitel aber etwas gestelzt angefühlt und wirkte etwas arg eilig abgehandelt. Der Epilog macht das zwar etwas besser, allerdings wirkt er auch durch das knappe letzte Kapitel etwas übertrieben. Das Ende hat mir zwar dennoch sehr gut gefallen, trotzdem hätte ich dort gerne etwas mehr Ausführlichkeit und Natürlichkeit gesehen.

Auch ohne Sex ist All the Wrong Places von Ann Gallagher eine schöne unterhaltsame Geschichte, die gerade deswegen besonders stark von den Emotionen ihrer Figuren lebt. Wer mal über ein etwas anderes Thema lesen will, dem könnte All the Wrong Places sehr gut gefallen.

All the Wrong Places erscheint am 13. Juni 2016.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover The Spiral Down

Henry Alexander liebt sein Leben als Star. Er liebt die seine Bühne, die Musik, das Reisen auf der Straße im Tourbus. Und die Anerkennung, die er als Kind nie bekommen hat, als er nur ein einsamer Junge in diversen Pflegefamilien war. Die einzigen Momente, in denen er lieber kein Star wäre, sind die, wenn er fliegen muss, doch leider kommt das in seinem Beruf viel zu regelmäßig vor. Seit einer sehr schlechten Erfahrung vor 2 Jahren hat Henry Todesangst vorm fliegen. Manchmal kommt er aber einfach nicht darum herum und dafür hat er sich sein eigenes Flugzeug und den besten Piloten besorgt, den er finden konnte.
Als genau dieser Pilot aber krank wird, muss schnell Ersatz her - und so lernt Henry den Piloten Evan Roth kennen, der es aus irgendeinem Grund wie kein zweiter schafft, ihn während des Flugs zu beruhigen. Danach bekommt Henry Evan einfach nicht mehr aus dem Kopf und er weiß, dass er ihn wiedersehen muss. Schließlich entspricht Evan genau seinem Beuteschema: Attraktiv, intelligent – und eindeutig heterosexuell. Denn das sind die einzigen Männer, die Henry interessieren, auch wenn für ihn das meist sehr schnell nach hinten losgeht, selbst wenn er die Männer mal für eine Nacht verführen kann.

Was Henry allerdings nicht weiß, ist dass Evan nichts gegen Sex mit Männern hat - solange auch eine Frau dabei ist. Evan ist nicht schwul. Aber er ist auch nicht hetero und er hasst es in Schubladen gesteckt zu werden. Er weiß allerdings, dass er keine reine Beziehung zu einem Mann will, egal ob es nur um Sex oder eine Partnerschaft geht. Doch auch er muss zugeben, dass ihn Henrys Charisma und Charme nicht kalt lassen, vor allem als Evan klar wird, wie sehr Henry sich um ihn bemüht. Trotzdem hält Evan an seinen selbstauferlegten Regeln fest, doch Henry macht es ihm manchmal sehr, sehr schwer...

Ich muss zugeben, dass ich nach den ersten beiden Kapiteln dieses Buchs etwas völlig anderes erwartet habe, als mir am Ende geliefert wurde – doch das ist nicht unbedingt etwas schlechtes. Denn in den ersten beiden Kapiteln, in denen wir Henry und Evan jeweils in ihren eigenen kleinen Einführungen kennenlernen, haben sie gerade mit allerlei persönlichen Problemen zu kämpfen. Henry sitzt im Flugzeug und versucht seine Panikattacken im Zaum zu halten, während einer der wenigen Menschen, die er als Familie bezeichnet, ihm das Herz bricht. Evan wird unterdessen von seiner Freundin verlassen, was ihn in ein tiefes Loch stürzt - allerdings vermutlich nicht aus den Gründen, die man erwarten würde. Am Anfang wirkt The Spiral Down also eher ein wenig deprimierend und ich habe mich schon auf ein sehr hartes Buch eingestellt. Und es gibt auch in der Tat die ein oder andere ziemlich emotionale Szene und Entwicklung, die mich schwer schlucken ließ, doch gleichzeitig hat es Aly Martinez geschafft, dieses Buch unglaublich leichtherzig, witzig und einfach sympathisch zu machen.
Beide Charaktere haben so ihre merkwürdigen Eigenheiten was ihre Sexualität angeht. Henry will wie gesagt nur heterosexuelle Männer, während Evan nur mit einem Mann zusammensein kann, wenn eine Frau anwesend ist, was für Henry aber ein absolutes No Go ist. Wieso die beiden so merkwürdige Vorlieben haben, wird erst im Laufe der Geschichte klar und das müsst ihr schon selbst lesen. Eines ist jedoch klar: Es wird kompliziert, denn ihre Wünsche lassen sich nur schwer unter einen Hut bringen.
Das macht aber gar nichts, denn allein der Weg dorthin hat schon großen Spaß gemacht. Henry und Evan sind beide fantastische Charaktere und vor allem Henry mochte ich von Anfang an. Er ist zwar eine Rampensau und manchmal eine kleine Diva, meint es aber nie wirklich ernst und erst recht nicht böse. Er ist ein bisschen verrückt, dabei aber unheimlich sympathisch und er hat mich ständig zum lachen gebracht. Evan weiß manchmal gar nicht, wo ihm der Kopf steht, aber das und ihre wirklich unterhaltsamen Zankereien verleihen der Geschichte Leben. Auch die Nebencharaktere sind ziemlich gut gelungen. Henrys beste Freundin Levee z.B. fand ich sehr sympathisch und ich habe ihre und Henrys innige Freundschaft geliebt (Levee hat übrigens schon ihr eigenes Buch mit The Fall Up).

Eine Sache gibt es aber an The Spiral Down die mir nicht so gut gefallen hat und das war ausgerechnet das Finale. "Nicht mögen" ist aber eigentlich der falsche Ausdruck, denn es ist nichts passiert, das mir nicht gefallen hätte. Aber leider war es ein bisschen...fade. Auch wenn ich froh bin, dass es nicht in einem übertriebenen Drama geendet hat, hätte ich mir doch einfach etwas mehr Handlung und Entwicklung gewünscht. So gab es aber keinen wirklichen Höhepunkt oder denkwürdigen Moment zum Ende hin.

Glücklicherweise ist und bleibt The Spiral Down von Aly Martinez dennoch ein sehr lesenswertes Buch, allein schon wegen der fantastischen Charaktere. Außerdem hat Aly Martinez einfach einen wundervollen Schreibstil, weshalb ich werde sicher noch weitere ihrer Bücher lesen werde.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Break

Noah hat alles, was er sich je von seinem Leben erhofft hat. Er hat gerade erst seine erste Saison als Profi-Eishockey-Spieler begonnen und ist dafür von Phoenix nach New Orleans gezogen. Außerdem sind er und sein bester Freund Troy sich endlich näher gekommen und Noahs geheimster Wunsch ist wahr geworden. Mit Troy an seiner Seite könnte er nicht glücklicher sein.
Doch es dauert nicht lange, bis die ersten dunklen Wolken aufziehen, denn natürlich kann Noah der Welt nicht einfach sagen, dass er schwul und in einer Beziehung ist. Stattdessen beginnt er eine Scheinbeziehung mit einer bekannten Schauspielerin, die seine Popularität zwar nur noch steigert, Noah aber vor einen Gewissenskonflikt stellt.
Troy, der in Noahs Heimatstadt zurückgeblieben ist, wird derweil immer unglücklicher. Er fühlt sich wertlos und jedes Mal, wenn er Noah mit einer Frau sieht oder als dessen bester Freund vorgestellt wird, ist es für ihn wie ein Stich ins Herz. Noah weiß genau, dass er Troy verletzt, doch er kann seine Karriere nicht aufs Spiel setzen...nicht mal, als Troy schlussendlich die Nase voll hat und ihn verlässt.
Doch dann gerät Troy in einen schrecklichen Unfall, der nicht nur sein Leben auf den Kopf stellt, sondern auch Noah zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben – nämlich Troy. Wenn er ihn allerdings zurückhaben will, hat Noah einiges zu beweisen...

Hm, was kann ich über die Novelle Break von Charity Parkerson sagen? Es war irgendwie ein schwieriges kleines Büchlein für mich. Aufgrund der geringen Länge fühlt sich die Geschichte über weite Teile sehr überstürzt und gehetzt an. Der in meinen Augen spannendste Teil, nämlich die Dinge, die vor dem Unfall passieren, werden in Windeseile abgearbeitet und dienen eigentlich nur als Einführung in die Geschichte. Das ist sehr schade, denn nicht nur wird jede Menge Potenzial für eine spannende Handlung verschenkt, die Charaktere bleiben einem irgendwie auch fern, weil sie nur sehr oberflächlich vorgestellt werden. Es gibt große Zeitsprünge, die das Ganze nicht unbedingt besser machen, da man trotz der langen Zeit die vergeht nur sehr wenige Informationen bekommt.
Außerdem hat mich die Geschichte sehr an Us von Elle Kennedy und Sarina Bowen erinnert. Ich will definitiv nicht sagen, dass Charity Parkerson sich an der Handlung von Us bedient hat, aber die Parallelen sind schon absolut nicht von der Hand zu weisen (Eishockey, geheime Beziehung zum besten Freund, ein unglücklicher Partner, ein Krankenhausaufenthalt, der alles in Frage stellt) und ich muss zugeben, dass ich mich nicht ganz Wohl mit den vielen Ähnlichkeiten gefühlt habe.
Trotzdem gab es die ein oder andere Szene in Break die ich richtig schön fand. Die Szene z.B., in der Troy endgültig die Nase voll hat und Noah verlässt, fand ich in ihrer Einfachheit sehr gelungen. Auch später gibt es noch die ein oder andere sehr süße oder emotionale Szene, die Charity Parkerson wirklich gelungen ist und von denen ich gerne mehr gesehen hätte.

Trotzdem war es nicht genug, um die Novelle Break von Charity Parkerson wirklich gut zu machen. Dafür ist sie einfach zu knapp geraten. Hätte sich die Autorin etwas mehr Zeit genommen, ihre Figuren vorzustellen, ihnen etwas mehr Tiefe gegeben und die Handlung etwas innovativer gestaltet, hätte Break gar nicht mal schlecht sein können.
Break ist zwar Teil der Hard Hit Reihe, kann aber wie die anderen Bücher der Reihe alleinstehend gelesen werden. Allerdings kommen die Figuren auch in den übrigen Büchern vor und das fällt hier und da schon auf, wenn einem Mal eine Information fehlt.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Ich heirate einen Arsch

Für Luisa soll es der schönste Tag ihrer bisher kurzen Journalisten-Karriere werden. Heute hat sie einen Termin bei ihrem Chef und in 2 Tagen endet ihr Praktikum. Zur Feier des Tages, denn wer würde denn denken, dass sie keine Festanstellung beim Frauenmagazin 'Marion' erhält, hat sie heute ein kanariengelbes Kleid an. Ganz gegensätzlich zu ihrem sonstigen Mäuschenlook, aber sie wollte schließlich Eindruck machen.
Das tut sie auch, nur leider nicht so wie sie es sich gewünscht hat. Das Gespräch verlief überhaupt nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Den Tränen nahe stöckelt sie durch das Verlagsgebäude und spürt die Blicke der anderen. Nur nicht weinen!
Auf dem Weg zur Kantine wird sie von jemandem angesprochen. Die Frage nach ihrem macht sie zunächst misstrauisch, aber der Mann scheint ehrlich interessiert ein solches Kleid für seine Schwester zu finden. Nach einem kurzen Gespräch landen beide in einem kleinen Bioladen. Für die Vegetarierin Luisa ist ein Mann, der mit ihr einen Salat zum Mittag ist so etwas wie ein Wunder. Davon abgesehen, dass er viel zu alt für sie ist, findet sie ihn sympathisch und kann endlich ein wenig abschalten.

Björns Jagdtrieb ist entfacht. Die süße Maus in dem leuchtenden Kleid ist ihm noch nie aufgefallen. Es wird Zeit seine Fühler mal aus dem eigenen Gebiet heraus zu bewegen. Offenbar gibt es wahre Schätze in den anderen Bereichen des Verlages.
Er sieht ihr an, dass sie traurig ist. Einer Eingebung heraus folgend, lädt er sie auf einen Salat ein. Vor einem Mann würde eine Frau nie etwas anderes als einen Salat essen. Als sie sich als Vegetarierin outet, ist für ihn alles klar. Diese Kleine wird spätestens in ein paar Wochen in seinem Bett liegen, ihn ein paar Nächte unterhalten und dann aus seinem Sichtfeld verschwinden. Aber so einfach wie er sich das vorstellt, ist es nicht. Da ihr Praktikum bald endet, wird er sie nicht wiedersehen. Da hilft nur eins, er muss ihr einen Job besorgen. Nach dem Gespräch auf der Parkbank während des Mittags macht sie einen cleveren Eindruck. Das könnte was werden.

Luisa ist völlig aus dem Häuschen. Ihr neue Bekanntschaft will ihr bei einem Job helfen. Natürlich weiß sie nicht, dass sie gerade ihre Mittagspause mit Björn Becker verbracht hat. Dem Björn Becker, der als Chefredakteur der 'Monday' dort arbeitet, wo Luisa unbedingt hinwill.
Offenbar hat sie sich nicht völlig daneben benommen, denn er lässt sie zu einem Gespräch kommen und legt ihr einen Vertrag vor die Nase. Luisa ist im siebten Arbeitshimmel, doch die Alarmglocken ihrer beiden besten Freundinnen schrillen. Der will sie doch nur ins Bett kriegen. Niemand bekommt einfach so einen Vertrag.
Björns Ruf eilt ihm weit voraus, was sollte er also gerade von ihr wollen? Und doch, Luisa kommt nicht umhin sich vorzustellen wie es wäre ... mit Björn.
Aber will er wirklich etwas von ihr? Bisher hat er ihr keine Zeichen gegeben. Bei einem gemeinsamen Spaziergang an der Alster knistert es heftig - und doch passiert nichts. Luisa ist gefrustet und verwirrt. Was sollte das?

Ich heirate einen Arsch ist von zwei Autoren gleichzeitig geschrieben und zwei Sichtweise unterteilt. Luisas Kapitel wurden von Kerstin Hohlfeld geschrieben, während sich Leif Lasse Andersson um Björns Sichtweise kümmerte. An die Art musste ich mich beim Lesen erst einmal gewöhnen, da beide Schreibstile unterschiedlich sind.
Die Kapitel sind sehr kurz, so dass man relativ schnell ziemlich weit kommt. Beide Charaktere werden nicht groß und breit erklärt, während des Lesens kommen immer weitere Details der Vergangenheit von beiden ans Licht und formen das Bild beider Personen. Leider konnten mich beide nicht überzeugen.

Sowohl Björn als auch Luisa entsprechen jedem Klischee, dass es gibt. Sie ist jung, hat einen überdurchschnittlichen Notendurchschnitt, ist schüchtern, Vegetarierin und natürlich super in ihrem Job.
Björn ist Chef, im besten Alter, ungebunden und hinter jedem weiblichen Rock hinterher. Natürlich ist er reich, nicht hässlich und wahnsinnig von sich selbst überzeugt.
Und da fingen meine Probleme schon an. Luisa denkt von sich selbst immer nur negativ. Statt zu ihrem Können und Wissen zu stehen und selbstbewusst aufzutreten, macht sie sich immer besonders klein und redet sich dann gern auch noch dummes Zeug ein. Mit so einer Protagonistin kann ich leider nicht mit fiebern, weil sie sich selbst nur Steine in den Weg legt und Probleme sieht wo keine sind.
Björn hingegen hat eindeutig ein zu großes Ego. Immer wieder muss man als Leser sich antun was für eine Erfolgsquote er bei Frauen hat und wie er die Damen danach behandelt. Sorry, aber das brauch ich nun wirklich nicht. Hier täte ihm mal jemand gut, der ihm die kalte Schulter zeigt, aber dann wäre der Titel des Buches ja unpassend.

Das hin und her am Anfang des Buch es war sehr nett zu lesen. Und auch der mittlere Teil hat mich gut unterhalten. Aber dann haben die Fehler der beiden alles ruiniert. Sie flüchtet vor jedem Gespräch, das zwingend notwendig wäre und er nimmt jedes Fettnäpfchen mit Anlauf. So manches Mal hätte ich ihm gern eine Kopfnuss gegeben damit er anfängt zu denken. Die Frage ist, ob das geholfen hätte ...
Schlussendlich hätte die Story an sich wirklich grandios werden können, aber die Charaktere hätten dafür anders sein müssen. Die völlig unlogischen Reaktionen haben mir die Freude an der Geschichte genommen. Schade.
Der Schluss setzt dem ganzen die Krone auf. Sorry, aber ich habe das Ende nicht verstanden. Es ist, als würde hier etwas fehlen. Eine Erklärung zum Beispiel.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 3 Sterne geben, schade.

Dennoch einen lieben Dank an das Droemer Knaur-Verlagsteam für die Übersendung des Rezensionsexemplars.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

« Zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 | Weiter »