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Cover The Violet Keystone englisch

Enthält Spoiler zu den ersten Bänden der The Seventh Tower / Der siebte Turm-Reihe.

Tal wird bei dem Versuch, seine Mutter mit dem Gegenmittel vom Wasserspinnengift zu heilen, von Schattenmeister Sushin gefangen genommen.
Immer wieder erwacht er aus dem Delirium um kurz darauf erneut im Dunkeln zu versinken. Als er endgültig wieder zu sich kommt, befindet er sich in einer Glaskugel in mitten eines dunklen Raumes. Er muss nicht lange überlegen um zu wissen wo er sich befindet: in der Halle der Albträume. Nur wenige sind von hier zurückgekehrt ohne Schaden zu nehmen.
Doch Milla hat es einst geschafft mit Hilfe ihre Meditation und der Unterstützung ihres Volkes dem Grauen zu entkommen.
Während der Meister der Halle, Fashnek - halb Mensch, halb Schatten - seine Traummaschine in Gang bringt versucht Tal sich auf die Sonnensteine um sich herum zu konzentrieren und schafft es sich in die Welt aus Eis zu flüchten. Was er dort sieht gibt ihm neue Kraft und er kann sich aus der Glaskugel befreien.

Fashnek ist schockiert und erschrocken. Noch nie hat es jemand geschafft die Kugel ohne Hilfe zu verlassen. Doch dieser Junge scheint besondere Kräfte zu besitzen. Schon von Anfang an ist ihm der stete violette Glanz aufgefallen und so versucht er sein heil in der Flucht nach vorn zu finden. Er gelobt dem neuen Herrscher über die Erwählten seine Treue. Doch nachdem Tal seinen Freund und Schatten Adras befreit hat, ist Fashnek das Ventil für dessen Ärger.
Adras macht kurzen Prozess und nach viel zu langer Zeit scheidet Fashnek, eine Kreatur Sharrakors, endlich aus dem Leben.

Während Tal sich in der Halle der Albträume befindet, kämpft Milla sich mit ihren Kämpferinnen in die Festung. Schon bald treffen sie auf Ebbitt, der ihnen Graile, Tals Mutter vorstellt. Ebbitt kennt viele Wege in den Gängen der verschiedenen Farben und hilft - wenn auch nicht auf geradem Wege - den Frauen in die höheren Bereiche. Für Ebbitt liegt die schlimmste Bedrohung im siebten Turm - Sushin. Denn nur dorthin kann er sich zurückgezogen haben um den Nebelschleier zu zerstören, der die freien Schatten im Reich Aenir hält. Doch wie sollen Milla und ihre Schildjungfrauen gegen einen Magier kämpfen, wenn ihnen von Geburt an beigebracht wurde jeglicher Magie zu misstrauen?
Nun ist es an Milla die Kluft zwischen den Magiern und dem Eisvolk zu überbrücken.

Cover Der violette Sonnenstein deutsch

Der sechste und somit letzte Band um Tal und Milla beginnt sofort spannend. Der Leser kämpft mit Tal in der Halle der Albträume und gleichzeitig mit Milla in den Gängen des Untervolkes. Man fragt sich natürlich gleich - wann werden sie aufeinander treffen? Und wie werden sie reagieren?
Obwohl die Rolle von Tal in dieser Reihe klar ist, ärgert es mich doch schon ein wenig wie groß er gerade in den letzten zwei Bänden wurde. Vom beinahe niedrigsten Farbrang springt er förmlich an die Spitze und auch Milla versteht sich für meine Begriffe zu gut im Umgang mit dem Sonnenstein, wenn man bedenkt, wie wenig sie von dessen Gebrauch hält.
Dennoch hat mir gerade der letzte Band natürlich Spaß gemacht und ich freue mich, dass die Reihe nun einen in meinen Augen würdigen Abschluss gefunden hat.

Garth Nix hat mit dieser Reihe bewiesen, dass seine Jugendbücher auch bei Erwachsenen und junggebliebenden auf Begeisterung stoßen. Nachdem ich diese Reihe nun beendet habe, werde ich mir dann nach und nach auch seine anderen Bücher zu Gemüte führen, denn eins kann Garth Nix - Geschichten erzählen.

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Cover The Indigo Spell Englisch

Enthält Spoiler für Bloodlines / Bloodlines: Falsche Versprechen und The Golden Lily / Bloodlines: Die goldene Lilie.

Nach Adrians ziemlich unerwarteter Liebeserklärung ist die Stimmung rund um Sydney ziemlich angespannt. Adrian hat sich vorrübergehend zurückgezogen, Jill - die dank der Verbindung zu Adrian die Abfuhr hautnah miterlebt hat - ist ebenfalls nicht sonderlich gut auf Sydney zu sprechen und Eddie und Angeline haben gerade angefangen miteinander auszugehen, was alle möglichen Probleme mit sich bringt.
Sydney hat allerdings genug Möglichkeiten, um sich abzulenken. Denn ihre Lehrerin Ms Terwilliger, die sie nicht nur in Geschichte, sondern auch Magie unterrichtet, hat schlechte Nachrichten für Sydney: Eine mächtige Hexe ist in der Gegend rund um Los Angeles, die nach jungen Mädchen mit magischer Begabung sucht, um ihnen ihre Kraft und ihre Jugend auszusaugen. Und obwohl Sydney selbst perfekt in dieses Beuteschema passt, kann sie nicht untätig zusehen.
Gleichzeitig gibt sie aber auch nie die Suche nach Marcus Finch auf. Seit einiger Zeit schon plagen Sydney arge Zweifel an den Alchemisten und was sich bei ihnen hinter den Kulissen abspielt. Da Marcus einer der wenigen Alchimisten ist, der sich jemals gegen seine Vorgesetzten aufgelehnt und die Gruppe verlassen hat, ist er die beste Quelle, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und tatsächlich liefert ihr der rebellische und attraktive Marcus einige Informationen, die Sydneys Befürchtungen zu bestätigen scheinen.
Bald schon weiß Sydney nicht mehr wo ihr der Kopf steht und wem ihre Loyalität gehört...

In The Indigo Spell / Bloodlines: Magisches Erbe, dem dritten Teil in Richelle Meads Bloodlines-Reihe (bzw. Teil 9 in der Vampire Academy-Reihe, da diese in Deutschland nicht getrennt betrachtet werden), wird Sydney von einer Richtung in die andere gezogen. Sie hat das Gefühl, als würden alle etwas von ihr wollen und sie in verschiedene Richtungen drängen: Die Alchimisten, die Hexen und sogar ihre Moroi Freunde wollen ständig etwas von ihr. Da kommen ihr Marcus und seine kleine Gruppe von Rebellen gerade recht. Zwar haben auch sie Anforderungen an Sydney, dafür locken sie aber mit entscheidenden Informationen. Denn die Alchimisten scheinen eindeutig nicht so noble Absichten zu haben, wie sie vorgeben.
Die Geschichte springt zwischen diesen verschiedenen Erzählsträngen hin und her und bietet deshalb zumindest theoretisch eigentlich keinen Platz für Langweile. Dennoch habe ich mich gerade in der Anfangsphase schwer getan, wirklich in das Buch zu finden. Das ist ziemlich untypisch für Romane von Richelle Mead, die den Leser normalerweise von der ersten Sekunde an zu packen weiß. Glücklicherweise kommt die Geschichte aber dennoch irgendwann in Fahrt (spätestens wenn Adrian die Bildfläche betritt) und dann bietet sie auch gewohnt gute und abwechslungsreiche Unterhaltung.
Trotzdem kann The Indigo Spell / Bloodlines: Magisches Erbe meiner Meinung nicht ganz mit den anderen Büchern der Reihe mithalten. Denn leider gibt es gleich mehrere Momente, in denen Sydney ziemlich anstrengend war. Sie bleibt ihrem Charakter im Großen und Ganzen sehr treu. Sie ist logisch und geht sehr analytisch vor und hält immer noch an den Richtlinien der Alchimisten fest - irgendwie zumindest. Denn eigentlich belügt sie sich über weite Teile des Buches. Nicht nur, was eben die Alchimisten und ihre strikte Weltanschauung angeht, sondern vor allem, was ihre Gefühle Adrian gegenüber betrifft. Adrian steht Sydney stets zur Seite und ist bereit, alles für sie zu tun, obwohl sie in ständig wegstößt. Jedem ist klar, dass auch sie mehr für ihn empfindet, was Sydneys Sturheit manchmal ziemlich frustrierend macht. Überhaupt gibt es viele Teile der Geschichte, die ziemlich durchschaubar waren (z.B. Angelines Entwicklung). Daher bietet sie relativ wenige Überraschungen.

Cover Magisches Erbe Deutsch

Zum Glück macht das Ende aber vieles davon wieder wett. Dort gibt es dann doch noch die ein oder andere überraschende Wendung in der Handlung. Auch Sydneys Charakter macht eine Entwicklung durch, die nicht nur interessant ist, sondern auch ziemliches großes Potential für das nächste Buch bereithält. Natürlich endet auch The Indigo Spell / Bloodlines: Magisches Erbe wieder mit einem ziemlichen Kracher, der ebenfalls große Lust auf den nächsten Band in der Reihe macht.

Der erscheint am 19. November 2013 unter dem Titel The Fiery Heart / Bloodlines: Feuriges Herz. Die große Besonderheit: Der vierte Teil ist abwechselnd aus Sydneys und Adrians Sicht erzählt und verspricht allein deswegen schon sehr interessant zu werden.

Die deutsche Ausgabe von The Indigo Spell / Bloodlines: Magisches Erbe erscheint am 12. September 2013 (falls übrigens jemandem das Cover verdächtig bekannt vorkommt, das ist von The Edge of Never (keine Rezension) geklaut ;).

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Cover Etiquette & Espionage englisch

Sophronia Tremminick ist 14 und alles andere als eine junge Dame. Sie interessiert sich für Technik, steigt gerne auf Bäume und hat mit Mode, Tanzen oder dem, was Ladies sonst noch so tun, nichts am Hut. Ihre Mutter hat von dem Wildfang die Nase voll und sowieso genug mit ihren vielen anderen Kindern zu tun. Da kommt es gerade recht, dass das pikfeine Fräulein Geraldine Sophronia eine Platz an 'Mademoiselle Geraldine's Finishing Academy for Young Ladies of Quality' anbietet. Schon der Weg zur Schule gestaltet sich mehr als abenteuerlich und als Sophronia die Schule und den Transportweg hinein, dann erstmals erblickt, dämmert ihr so langsam, dass die jungen Schülerinnen hier nicht nur zu Ladies ausgebildet werden sollen.
Schnell gewinnt Sophronia ihre ungewöhnliche Schule, den detailreichen und oft nicht ganz einfachen Unterricht und ihre Mitschülerinnen lieb. Die Abenteuerlust im Blut, entdeckt sie so manch eine Besonderheit und gewinnt mehr als einen Freund. Dummerweise bringt sie ihre Neugierde in allerhand gefährliche Situationen und auch die ersten Feinde sind nicht weit.

Etiquette & Espionage ist ein wunderbar lustiges, charmantes und unterhaltsames Buch. Es besticht durch eine Menge an liebenswerten und ungewöhnlichen Charakteren. Zuerst ist da natürlich Sophronia mit ihrem wunderbaren Humor, ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrem Drang, sich jeder Situation zu stellen. Man muss sie einfach gerne haben. Doch auch die hämatophobische Dimity (so eine Phobie gibt es wirklich), die frech-geniale Vivie, die rauflustig-ungelenke Sighead und die ängstlich-blasse Agatha sind einfach klasse Charaktere. Dann haben es mir noch der freche Soap, der tüftlerische Pillover und der herzige Bumbersnoot angetan. Auch die oft mehr als seltsame Lehrerschaft mit ihren ungewöhnlichen Lehrfächern bereitet einem Lesespaß. Hier sind besonders Captain Niall und Professor Braithwope zu erwähnen. Überhaupt die ganze Atmosphäre an der Schule: Ich habe mich oft gefühlt, als genieße man eine Art weibliches Hogwarts - ganz anders natürlich, aber ebenso faszinierend und mit nicht Enden wollenden Überraschungen.

Cover Curtsies & Conspiracies englisch

Natürlich sind die Fiesen und Bösen besonders schlau, sodass Sophronia und ihre Freunde öfter ins Schwitzen geraten. Dabei bleibt der Ton von Gail Carriger immer lustig und leicht antiquiert. Schließlich handelt es sich bei Etiquette & Espionage um ein Steampunk-Jugendbuch. Dieser Tatsache wird nicht nur mit zahllosen Maschinen und Dampfkonstruktionen sondern auch mit einem viktorianisch angehauchten Sprachstil Rechnung getragen. Da Finishing School in derselben Welt (nur etwas früher) wie die Parasol Protectorate / Lady Alexia-Bücher spielt, war das aber zu erwarten. Ich freue mich jetzt schon ganz doll auf Band 2 Curtsies & Conspirarcies, der Anfang November 2013 auf Englisch erscheint. Und weil das Cover von diesem Buch ebenso schön ist wie das von Etiquette & Espionage, will ich es euch an dieser Stelle schon einmal zeigen.

Zu einem deutschen Erscheinungstermin ist mir nichts bekannt. Da es die Bücher von Gail Carrigers erster Reihe Parasol Protectorate / Lady Alexia um Lady Alexia aber zu einer deutschen Übersetzung gebracht haben, gehe ich schwer davon aus, dass Sophronia und Etiquette & Espionage in absehbarer Zeit folgen werden. Dieses schöne Buch verdient wirklich mehr als nur ein paar deutsche Leser.

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Weibersommer

Tags: Romantik
23.02.2013
Cover Weibersommer deutsch

Marie-Luise, Anne-Marie und Lisa-Marie haben außer der Familie alle eins gemeinsam: den Namen Marie. Sie sind nach ihrer Großmutter benannt worden, die sie nie haben kennenlernen können, da sie bei der Geburt ihrer zwei Töchter gestorben ist. Doch schon immer wurde ihnen viel von ihr erzählt, denn ihr Onkel Horst, der ältere Brüder der beiden Zwillinge Helene und Katharina, wird nicht müde ihnen von der wunderschönen Marie Zabel zu erzählen.
Die Mütter Katharina und Helene haben schon recht zeitig einen kleinen Kaffeekranz ins Leben gerufen, da waren ihre drei Töchter noch sehr klein. Doch mit den Jahren wurden die Kinder immer mehr eingebunden und nun ist es ein fester Bestandteil des Monats. Jedes Mal treffen sie sich bei einer anderen 'Marie' daheim und bringen leckere Kuchen mit.
Die kreative und bücherliebende Lisa-Marie ist in diesem Monat dran und ist gerade dabei eine zauberhafte Kreation vorzubereiten, als das Telefon klingelt und ihre Mutter ihr völlig aufgelöst vom Tod ihres Bruders Horst erzählt.

Auch bei Anne-Marie klingelt das Telefon, doch sie hat gerade festgestellt, dass sie noch einen Kuchen backen muss für das Treffen und ist in hektischer Betriebsamkeit. Da taucht ihre Tochter Mia auf und bemerkt einen brenzligen Geruch. Das kann ja wieder nur aus dem Ofen kommen und den Resten einer aufgewärmten Pizza. Als der Geruch aber immer beißender wird, stürmen die Frauen ins Wohnzimmer und finden das Bügelbrett in Flammen. Anne hatte vergessen es auszuschalten als sie in die Küche gegangen ist. Durch die Löschaktion und den damit verbundenen Stress ignorieren sie das Telefon. Es wird schon nichts wichtiges sein.

Marie-Luise hingegen verbringt diesen Morgen in trauter Zweisamkeit mit ihrem Verlobten. Sie ist gerade dabei eine leckere Creme-Biskuit-Rolle fertig zu stellen, als ihr Zukünftiger ganz andere Dinge im Kopf hat. Das Telefonklingeln wird hierbei natürlich ignoriert. Man muss eben Prioritäten setzen.

Mit reichlich Verspätung treffen Anne und Lou bei ihrer Cousine ein und finden ihre Mütter verheult auf der Couch sitzen. Nun erfahren auch die Beiden, das Onkel Horst gestorben ist. Jemand muss sich nun um den Bauernhof und die Beerdigung kümmern, doch Helene hat nach ihrer Hüpfoperation eine Kur die in einer Woche anfängt und Katharina wollte sie dabei nicht alleine lassen. Nach einigem Hin und Her entschließen sich Lisa-Marie und Anne dazu nach dem Bauernhof zu schauen und die Beerdigung vorzubereiten. Anne braucht dringend ein paar Tage Abstand von ihrer Familie, denn seit ihr Mann Stefan neuer Chefarzt geworden ist hat er keine Zeit mehr für seine Familie. Anne fühlt sich allein gelassen.
Lisa-Marie hingegen muss wegen Bauarbeiten ihren kleinen Buchladen schließen und hat somit sowieso Zeit. Da sie weder Mann noch Kind hat, sehr zu ihrem Bedauern, findet sie sofort Gefallen an einem Ausflug ins Allgäu.
Nur Lou will sie nicht begleiten, immerhin fliegt sie mit ihrem Verlobten Christoph in die Sonne - sofern der Vulkan in Island ihr keinen Strich durch die Rechnung macht.
Doch genau das hat dieser vor. Und so sitzen ein paar Tage später die drei Cousinen in Lisa-Maries kleinem roten Käfer und tuckern Richtung Allgäu. Schon auf der Fahrt wird klar, dass Lou nicht im geringsten Lust hat sich auf dem Bauernhof die Finger schmutzig zu machen.
Na das kann ja heiter werden.

Kaum auf dem Bauernhof angekommen, machen sie Bekanntschaft mit Schwester Bonaventura, die sich in den letzten Tagen um die Tiere auf dem Hof gekümmert hat. Während Anne und Lisa-Marie sofort begeistert sind von ihr, ist Lou skeptisch. Warum kümmert sich denn eine Nonne um Onkel Horsts Bauernhof? Es gab schon immer Verbindungen zwischen dem ansässigen Orden und Onkel Horst, aber keiner ist bisher dahinter gekommen, woher diese Verbindung rührt.
Was keine der drei Frauen ahnt, in den nächsten Tagen werden sie einiges über sich selbst erfahren und merken, dass sie als Familie zusammenhalten müssen. Onkel Horst hat ein bitteres Geheimnis gehütet, dem die drei Maries auf den Grund gehen wollen. Dabei kriegen sie unerwartet Unterstützung.

Weibersommer ist mein erster Roman der Autorin Heike Wanner. Die Leseprobe hat mich eine Geschichte in eine etwas andere Richtung erwarten lassen, als es sie nachher dann doch gab. Was auf der einen Seite schade ist, andererseits aber auch gar nicht so schlimm. Heike Wanner hat einen sehr guten Schreibstil und neigt auch wenig zum Abschweifen oder ewig weit ausholen. Das ist mir gleich sehr angenehm aufgefallen. Ein wenig fehlte mir allerdings der Tiefgang. Es wird groß auf ein Familiengeheimnis hingearbeitet, das sich dann auf gerade einmal 40 Seiten zusammenfassen lässt. Da habe ich mir doch mehr erhofft. Gerade auch, weil man daraus so viel mehr hätte machen können.
Dennoch hat mich dieses Buch wunderbar unterhalten und mir einen schönen Lesenachmittag beschert. Deshalb kann ich auch nicht mehr als einen halben Stern abziehen.

Ich bedanke mich herzlich bei Vorablesen.de für die Möglichkeit dieses Buch lesen und rezensieren zu dürfen.

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Cover The Bite that Binds Englisch

Enthält Spoiler für Here Be Sexist Vampires.

Sam hat endlich ihren Platz unter den Vampiren gefunden. Als Sventé gehört sie zwar immer noch der schwächsten Rasse an, ist aber mit ihren speziellen Fähigkeit eine der stärksten Kämpferinnen überhaupt und nicht ohne Grund einer von Antonios bedeutendsten Offizieren. Außerdem hat sie in Jared den perfekten Mann gefunden. Ihre Bindungs-Zeremonie (das Vampir-Äquivalent zur Hochzeit) steht kurz bevor und auch wenn beide nervös sind, freuen sie sich doch sehr auf die einwöchige Feier.
Doch das Böse schläft nie und so müssen Sam, Jared und ihr Team trotz der Festivitäten arbeiten. Sie gehen dem Hilferuf einer merkwürdigen Vampirin nach, die Sam im Traum erscheint. Bei dem Versuch sie zu retten, wird Sam allerdings verletzt und das hat sehr merkwürdige langfristige Auswirkungen auf sie und ihre Kräfte. Doch es hat sich auch noch ein anderer Fall aufgetan, in dem offensichtlich Vampire schwangere Frauen töten und ihre Kinder stehlen, um sie zu verkaufen. Sam und das Team sind angewidert und werfen sich mit voller Kraft in diesen Einsatz.
Sam hat allerdings noch ganz andere Probleme. Die Nachwirkungen ihrer Verletzung nehmen immer massivere Formen an. Auch die Feierlichkeiten, die mittlerweile angefangen haben, sind ein ziemlicher Aufwand. Denn nicht alle der Gäste sind begeistert, dass Jared als Erbe von Antonio ausgerechnet eine Sventé als Partnerin gewählt hat und so wird Sam auf Herz und Nieren geprüft und provoziert. Das ist allerdings noch nicht alles, denn Magda ist ebenfalls unter den Gästen. Sie ist der Vampir, der Jared und Evan damals verwandelt hat, und sieht es gar nicht gerne, dass Jared nun eine andere haben will...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Suzanne Wright Here Be Sexist Vampires als Einzelband geplant hat. Nicht nur deshalb konnte ich mich mit dem zweiten Band der Deep In Your Veins-Reihe nicht so recht anfreunden.
Grundsätzlich hat die Autorin dasselbe Rezept benutzt, wie schon im ersten Buch. Sam ist eine starke Heldin, der so leicht keiner was vormacht und die sich gegen jeden Widersacher durchsetzen kann. Allerdings hat mich bereits im ersten Buch gestört, dass Sam so absolut unbesiegbar erscheint und immer das perfekte Comeback parat hat - wenn auch meiner Meinung nicht immer so schlagfertig, wie vielleicht beabsichtigt. Meist wirkt sie einfach nur aggressiv und zickig. In diesem Buch hätte sie endlich die Chance gehabt, sich von einer anderen Seite zu zeigen. Leider wurde diese verschenkt und Sam wird nur als noch extremerer Charakter dargestellt.
Jared und Sam arbeiten wie gesagt an zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Fällen, zwischen denen am Ende allerdings doch eine Verbindung besteht. Diese Verbindung hätte unter anderen Umständen ziemlich clever sein können, war aber doch reiner Zufall und dadurch schlicht unglaubwürdig. Auch viele andere Details haben arg konstruiert und erzwungen gewirkt und sind somit ziemlich fragwürdig und teils sehr übertrieben gewesen. Z.B. legen sowohl Jared als auch vor allem Sam eine Blut- und Rachelust an den Tag, die mich irgendwann wirklich gestört hat.
Schon im ersten Buch haben mich die teilweise ziemlich langgezogenen Passagen gestört, in denen Sam jedes einzelne Detail eines Einsatzes widergibt. Das war in The Bite That Binds zwar deutlich besser, doch auch hier gab es wenigstens zwei Szenen, in denen sich die Autorin einiges an unnötigen Beschreibungen hätte sparen können.

Trotzdem war The Bite That Binds von Suzanne Wright kein ein schlechtes Buch. Hätte ich nach dem ersten Teil der Deep In Your Veins-Reihe nicht etwas höhere Erwartungen gehabt, wäre meine Meinung vielleicht ein wenig besser ausgefallen. Denn der Humor und Sams schlagfertige Art sind nach wie vor meistens sehr unterhaltsam. Auch Jared hat seine guten Momente in diesem Buch. Der Leser bekommt etwas tiefere Einblicke in seinen Charakter und ein paar Antworten auf die Frage, warum er fast schon frauenfeindlich zu Beginn der Reihe war und sie nur benutzt hat. Außerdem gibt es ein paar neue und beeindruckende Fähigkeiten unter den Vampiren zu bestaunen. Sam selbst bekommt z.B. ein ziemlich cooles Tattoo, das es in sich hat.

Suzanne Wright ist mit ziemlicher Sicherheit noch lange nicht fertig mit ihrer Deep In Your Veins-Reihe. Und vielleicht werden die nächsten Bücher andere Protagonisten haben. Denn es gibt einige Charaktere, die noch offene Geschichten haben, auf die aber verdächtig viel wert in The Bite That Binds gelegt wurde (z.B. Evan). Noch ist allerdings nichts über weitere Teile in dieser Reihe bekannt.

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