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Cover Requiem US englisch

Diese Rezension enthält Spoiler für die vorherigen Bände der Delirium Trilogy / Amor-Trilogie-Reihe.

Unmittelbar nach dem furiosen Ende von Pandemonium / Pandemonium beginnt Requiem. Lena ist nun gleich mit zwei jungen Männern, die sie liebt, in der Wildnis. Doch im Gegensatz zu Julian, der Lena seine Zuneigung ungebremst zeigt, ist Alex völlig verändert - hart und schweigsam ignoriert er Lena fast vollständig. Die weiß überhaupt nicht, wie ihr geschieht und wie sie eine Aussprache mit ihm herbeiführen soll. Mehr oder weniger zufällig kommt es doch zu dem dringend notwendigen Austausch. Das Gespräch verläuft katastrophal und so beschließt Lena, sich - getreu Ravens Motto 'Die Vergangenheit ist tot' - künftig von Alex fernzuhalten.
Währendessen machen die Widerständler die schreckliche Entdeckung, dass die Regierung mit ihren Soldaten inzwischen in die Wildnis eindringt und allen Leuten, derer sie habhaft werden, den Garaus machen. Die Gruppe kommt bei einem Anschlag nur mit den Sachen am Leib davon und muss ohne Zelte und Vorräte Hilfe in einer großen Invalidensiedlung in Waterbury suchen. Was dann in Waterbury passiert, ändert manches...

Parallel begleiten wir in Requiem eine zweite Person. Von dieser will ich hier jetzt wirklich nur Bruchstücke verraten, um ihre Identität möglichst nicht preiszugeben (und hoffe, es gelingt). Jedenfalls wird es in dieser Erzählperspektive so richtig interessant: Der Leser erleben die Sicht einer geheilten Person. Die Person ist ruhig, friedlich und scheint auf den ersten Blick langweilig zu sein. Doch erstaunlicherweise erfahren wir dabei auch, dass nicht jede Heilung gleich 'gut' funktioniert. Besagte Person träumt beispielsweise immer noch und wird ihre Vergangenheit längst nicht so gut los, wie ihr das vielleicht lieb gewesen wäre. Von einem schlechten Gewissen geplagt und privaten Entwicklungen in ihrem Leben getrieben, macht die Person Dinge, die sie selbst nie für möglich gehalten hätte...
Verzeiht diese insgesamt eher kryptische Inhaltsangabe, aber es wäre einfach unfair, hier mehr zu verraten.

Es fällt mir schwer, meine eigene Meinung zu Requiem in geordnete Bahnen zu bringen und dabei nicht zu viel zu verraten. Das Buch ist, wie alle Bücher von Lauren Oliver, brillant geschrieben. Dass wir dieses Mal nicht nur Lena bei ihren Erlebnissen begleiten dürfen, ist ein feiner Kniff, der einem viel Information bringt und schnell eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Außerdem sorgen diese Kapitel für die dringend notwendige Entspannung von der Love Triangle Lena, Julian und Alex. Wobei es gar nicht mal das Dreieck ist, das einem beim Lesen zu schaffen macht, sondern der grausam zu lesende Versuch von Lena, sich selbst eine wichtige Wahrheit nicht einzugestehen. Natürlich ist sie nicht die Einzige, die darunter leiden muss. Und derjenige, der dabei das Nachsehen hat, tat mir fast das ganze Buch über einfach nur sehr leid. Denn sowohl Julian als auch Alex sind wirklich liebenswerte und tapfere Männer, die einfach das Pech hatten, sich in dieselbe junge Frau zu verlieben.

Cover Requiem UK englisch

Requiem soll der Abschlussband der Delirium Trilogy / Amor-Trilogie-Trilogie sein. Nach dem Genuss dieses facettenreich geschrieben Buches bin ich mir da allerdings nicht so sicher. Obwohl sich die Handlungsstränge zum Ende hin wieder vereinen und auch einige Fragen aufgelöst werden, endet das Buch trotzdem extrem offen. Mir gefallen offene Enden, wenn sie logisch sind und viel Spielraum für eigene Gedanken bieten. Genau das ist hier der Fall.
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass längst nicht jeder mit so einem eher unbefriedigenden Ende zufrieden ist. Denn natürlich ist es unbefriedigend, wenn man keine endgültige Aussage bekommt. Und dass auch noch zu mehreren Dingen und Personen. Aber so ist es nun mal und irgendwie finde ich das auch gar nicht schlecht und mutig von der Autorin. Die Frage ist allerdings, bleibt es dabei. Die ersten Gerüchte, dass noch ein weiteres Buch folgen soll, habe ich inzwischen schon gelesen. Ob etwas dran ist? Keine Ahnung. Aus jetziger Sicht finde ich eine Fortsetzung nicht erstrebenswert, eben weil das Ende der Reihe ganz anders ist, als man es erwartet hätte. Und anders und ungewöhnlich sind zwei Adjektive, mit denen man nicht jedes Buch beschreiben kann. Requiem steht dieses offene Ende.
Doch wenn es noch Dinge zu Lena und Co. gibt, die von Lauren Oliver erzählt werden wollen, werden wir es erleben.

Ein Hinweis noch zum Schluss. In den Büchern (nicht dem Ebook) gibt es eine Kurzgeschichte, die einen Teil der Handlung aus Alex Perspektive erzählt. Da ich noch auf meine Buchausgabe warte, kann ich nicht sagen, was und wie viel wir aus Alex Sicht erleben dürfen.

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Cover Demi Monde Welt außer Kontrolle Die Mission deutsch

Demi Monde: 37. Tag im Winter des Jahres 1004.
Norma rannte durch die leeren Straßen Londons als wäre der Teufel persönlich hinter ihr her. Und das entspricht zu einem gewissen Teil sogar der Wahrheit. Denn Norma wurde von den Männern der SS (Spirituelle Sicherheit - eine militärische Einheit die sich der Kirche des UnFunDaMentalismus verschrieben hat) gejagt.
Norma gehört nicht in diese Welt. Sie kommt aus der realen Welt und die Demi Monde ist alles andere als real. Sie ist ein Computersystem zur Ausbildung der US-Armee, zur Erprobung asymmetrischer Kriegssituationen, um den Soldaten die Angst zu nehmen und sie bestmöglich darauf vorzubereiten.
Doch nun befand sich Norma in dieser Computersimulation und muss um ihr Leben fürchten. Archie Clement persönlich ist mit seinen Bluthunden zur Ergreifung der jungen Frau unterwegs. Und obwohl Clement nicht mehr als ein Junge ist, zittern die Bewohner der Demi Monde vor ihm. Er ist grausam und blutrünstig, kurz: er ist ein Psychopath. Und seines Zeichens nicht allein in dieser Welt.
Norma ist bei ihrer Flucht aus einer zwielichtigen Spelunke alles andere als systematisch vorgegangen und ist mit nicht mehr als einem dünnen Kleid auf der Flucht durch den kalten Winter. Sie stürzt und schlägt sich das Knie auf. Das hat ihr gerade noch gefehlt, denn im Gegensatz zu den Wesen in Demi Monde kann sie hier bluten. Und das kann ihr Todesurteil sein.
Sie schafft es, sich in eine dunkle Gasse zu flüchten und hofft, der Gestank des Abfalls würde ihren Geruch überdecken, doch sie wird gefasst. Nun ist es vorbei, denn jemand der in der Demi Monde fähig ist zu bluten, wird als Dämon betitelt und diese werden auf grausamste Weise beseitigt.

Reale Welt: 12. Juni 2018.
Ella Thomas hat einen Termin zum Vorsingen. Sie hat eine Anzeige gesehen, laut derer das US-Militär eine Jazz-Sängerin sucht um die Soldaten zu unterhalten und ihnen etwas Abwechslung während ihrer zermürbenden Arbeit zu gewähren. Doch dieses Vorsingen läuft ziemlich schräg ab. Sie durchläuft allerlei Tests. Intelligenztest, Fitnesstests und einen psychologische Einstufungstest. Aber was bitte schön hat das denn mit dem Job als Sängerin zu tun?
Als sie dann auch noch vor einem der höchsten Generäle sitzt und befragt wird, glaubt sie im falschen Film zu sein. Dummerweise braucht sie sehr dringend Geld für ihre Miete und so wird sich nach und nach auf ihre wirkliche Aufgabe vorbereitet. Ihr wird umfassend vom Computersimulationssystem Demi Monde erzählt und auch, was ihre Aufgabe sein soll. Denn Ella Thomas passt perfekt auf einen im System versteckten Zwilling, einem Dupe, den sie ersetzen soll um die Tochter des Präsidenten aus den Demi Monde zu retten: Norma Williams. Ella ist alles andere als begeistert und je mehr sie über diese Demi Monde erfährt, desto mehr sträubt sie sich dagegen. Als ihr dann auch noch der gefürchtete Reinhard Heydrich vorgestellt wird, der als Dupe in der Demi Monde das Sagen hat ist sie geschockt. In der Demi Monde wurden die schlimmsten Psychopathen der Geschichte wieder lebendig und machen dort den Bewohnern das Leben zur Hölle.
Und dort soll sie hin? Eine Farbige? Unmöglich! Nicht für eine Millionen Dollar. Doch als der General sein Angebot auf fünf Millionen Dollar erhöht, ist sie beinahe gezwungen nach zu geben. Sie kann nicht nur an sich denken, sie muss ebenfalls an ihren Bruder denken um den sie sich kümmert. Doch was, wenn sie in der Demi Monde stirbt?

Cover The Demi Monde Winter englisch

Als ich das Buch erhielt, habe ich gleich mal die erste Seite angelesen und fand es unglaublich kompliziert. Allein die ganzen Begriffe waren abschreckend. Dann habe ich am Ende des Buches einen Glossar entdeckt und diesen erst einmal gelesen. Das ist glaube ich sehr hilfreich um sich in die Welt des Demi Monde einzufinden.
Die ersten gut 40 Seiten waren für mich sehr schwer. Bis dato erfährt der Leser noch nicht wirklich warum es in der Demi Monde so zugeht und wieso zum Henker es dort darum geht die 'arische Rasse' rein zu halten und alle 'UnWesen' zu vernichten. Es las sich wie ein Buch über die Zeit des Nationalsozialismus. Dank des Geschichtsunterrichts habe ich davon aber für mein Leben genug gelesen und gehört und war leicht genervt. Doch als es dann an den Part um Ella geht, war ich gebannt und gespannt. Denn obwohl die ersten Kapitel eher anstrengend waren von der Thematik her, hat der Autor absolut ein Händchen für Spannung. Die Sprache ist gut gewählt und den verschiedenen Bereichen des Buches angepasst und zudem sehr flüssig zu lesen.

Faszinierend finde ich die Idee hinter der Geschichte. Sicher gibt es schon viele Bücher über Computerwelten und nicht wenig gute, aber hier ist es doch irgendwie anders. In der Demi Monde sind die 'normalen' Wesen ein Spiegel ihrer Selbst in der realen Welt. So hat jeder Dupe in der Demi Monde einen Gegenpart in Ellas Welt. Außer natürlich all jene Geschichtspersonen, die vor langer Zeit verstorben sind.
Man könnte sich jetzt also denken, warum soll ich ein Buch lesen, indem eigentlich nichts Böses passieren kann, weil es sich eh nur um Duplikate handelt. Nun - es gibt hier natürlich eine Verbindung zwischen dem Oberbösewicht der Demi Monde zur realen Welt, denn die Figur Norma Williams ist nicht zufällig in die Computerwelt gekommen. Der Unterschied zwischen ihr, Ella und den Dupes ist schwer zu beschreiben. Ella und Norma sind die einzigen realen Wesen in der Demi Monde, unterscheiden sich aber nur durch ihr Wissen über die reale Welt und ihr Blut von den Dupes. Auf den ersten Blick ist das natürlich nicht sichtbar.

Die verschiedenen Charaktere sind ziemlich gut erarbeitet. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass man sich über die angeblich übertriebene Cleverness von Ellas Charakter aufgeregt hat und auch die Verwandlung einer weiteren Person von jung, zart und naiv zu jung, abgebrüht und hart unglaubwürdig wäre. Das kann ich so nicht unterschreiben. Es gibt genug Bücher mit zerbrechlichen Seelen die am Ende die Welt retten und von allen geliebt werden. Ich denke es wurde Zeit für einen starken Charakter wie Ella und auch das Wandeln der Charaktere ist nachvollziehbar, wenn man die Umstände bedenkt in denen sie leben müssen.
Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen und ich lauer nun natürlich auf die deutsche Ausgabe des zweiten Bandes Spring / Der Widerstand (keine Rezension) der im Juli diesen Jahres erscheinen wird. Die Reihe soll vier Bände umfassen, im Englischen nach den verschiedenen Jahreszeiten gerichtet und ich hoffe sehr, dass die weiteren Teile den gesetzten Erwartungen entsprechen werden. Einen halben Stern ziehe ich lediglich für die übertrieben vielen Begriffe ab, die man sich in Gänze eh nicht merken kann. Zudem fehlt mir ein Personenregister.

Ich danke an dieser Stelle recht herzlich dem Goldmann Verlag für die Übersendung des Rezensionsexemplars.

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Cover The Rules Englisch final

1. Vertraue niemandem
2. Denk daran, sie sind immer auf der Suche
3. Misch dich nicht ein
4. Verhalte dich unauffällig
5. Verliebe dich nicht

Das sind die fünf einfachen Regeln nach denen die 16jährige Ariane Tucker seit 10 Jahren lebt. Denn sie ist kein normales Mädchen: Ariane ist das Ergebnis des Project Paper Doll, ein Experiment, das versucht menschliche und extraterrestrische DNA zu kreuzen, an dem das Unternehmen GenTex Labs (GTX) unter der Leitung von Dr. Jacobs seit längerer Zeit arbeitet. Die ersten 6 Jahre ihres Lebens hat Ariane in einem sterilen Raum verbracht, in dem sie alle möglichen Tests und Experimente über sich ergehen lassen musste.
Und deshalb ergriff Ariane auch sofort ihre Gelegenheit, als es Mark Tucker, dem Sicherheits-Chef von GTX, während eines Briefbombenanschlags gelang, sie aus ihrer Zelle zu befreien. Er nimmt Ariane bei sich auf und versteckt sie direkt vor den Augen von GTX, indem er sie als seine Tochter ausgibt, die eben erst an Krebs gestorben ist.
Heute hat sich Ariane mit Hilfe ihrer fünf Regeln ein mehr oder weniger sicheres Leben aufgebaut. Sie hat dadurch zwar kaum Freunde und ist für die meisten ihrer Mitschüler mehr oder weniger unsichtbar, aber das ist ja genau ihr Ziel. Ihre Freundin Jenna ist die einzige, mit der sie regelmäßigen Kontakt pflegt. Als diese Opfer eines Streichs von Rachel Jacobs, dem angesagtesten Mädchen der Schule und Dr. Jacobs Enkelin, wird, reicht es Ariane und sie stellt sich Rachel - und verstößt damit gegen Regel 3 und 4.
Was folgt ist eine unangenehme (und für Ariane und ihre Tarnung riskante) Situation nach der nächsten. Aber sie lernt auch Zane, den Sohn des Polizeichefs, kennen. Und der scheint mehr zu sehen, als Ariane lieb sein kann. Sie weiß, sie sollte sich vor ihm zurückziehen, doch nach Jahren des Versteckens und der Regeln, fällt es ihr schwer jemanden aufzugeben, der endlich mal sie sieht...

Mit ihrer neuen Reihe Project Paper Doll macht Stacey Kade dieses Mal einen Abstecher ins Science Fiction Genre. Da sie aber unter dem Namen Stacey Klemstein bereits mehrere Science Fiction Bücher veröffentlicht hat, hat sie darin bereits jede Menge Erfahrung. Und das merkt man auch, denn The Rules ist ein wirklich gelungenes Buch.
Die Geschichte ist abwechselnd aus Arianes und Zanes Perspektive erzählt, was dem Leser einige sehr interessante Einblicke gewährt. Natürlich ist Arianes Sicht da aber natürlich zunächst die wichtigere und interessantere. Ihre Figur ist ausgesprochen gut gelungen. Sie hat große Probleme ihre beiden Ursprünge miteinander zu verbinden und fühlt sich zwischen ihrer emotionalen menschlichen und kalkulierenden, kühlen außerirdischen Seite hin und her gerissen. Sie denkt alles immer bis ins letzte Detail durch und reagiert dennoch mehr als einmal emotional. Und manchmal kommt auch eine sehr dunkle Seite in ihr zum Vorschein, bei der Ariane nicht wirklich weiß, wo sie sie einordnen soll. Gleichzeitig hat sie aber auch ein großes Herz, auch wenn ihr das selbst vermutlich gar nicht so klar ist. All das macht sie zu einer Heldin, die ich von Seite zu Seite lieber mochte. Besonders bei ihr hat Stacey Kade wirklich gute Arbeit geleistet und ihr eine ganz eigene Stimme - kühl und gefühlvoll zugleich - verliehen. Zane wirkt dagegen zunächst automatisch ein bisschen blass. Doch sobald man auch bei ihm hinter die Fassade blickt und ein bisschen mehr über seine Vergangenheit erfährt, schließt man auch ihn sehr schnell ins Herz. Seine Probleme und Hintergründe sind zwar sehr menschlich, dadurch für den Leser aber umso besser zu begreifen und es fällt leicht sich mit ihm zu identifizieren. Dass er Ariane langsam aber sicher verfällt, obwohl er genau weiß, dass etwas mit ihr nicht stimmt und sie nicht jemand ist, mit dem sich jemand aus Rachels Clique abgeben sollte, macht ihn nur noch sympathischer. Rachel selbst ist mit ihrer bitterbösen und egoistischen Art die perfekte Gegenspielerin und einfach wunderbar hassenswert. Doch auch ihr Charakter bietet mehr Potential, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.
Die Geschichte beginnt jedoch relativ langsam. Hier hätte man einige Kapitel durchaus ein wenig kürzen können. Allerdings lernt man auf diese Weise die Charaktere und die Situation sehr gut und ruhig kennen, bevor die Geschichte im zweiten Teil wirklich Fahrt aufnimmt. Es war sehr spannend zu sehen, was Ariane eigentlich alles kann und welche Fähigkeiten in ihr stecken - denn GTX hatte großes vor mit ihr. Auch der Einfluss und die ständige Bedrohung von GTX waren immer wieder interessant und aufregend. Es gab einige Überraschungen, die die Geschichte jedes Mal wieder in eine andere Richtung zerren und die die Spannung aufrechterhalten.

Gepaart mit ihrem ganz eigenen und humorvollen Schreibstil, einer großen Portion Romantik und den wundervollen Charakteren ist Stacey Kade mit The Rules ein wirklich toller Auftakt für ihre Project Paper Doll-Reihe gelungen. Allerdings ist es noch eine ganze Weile hin, bis The Rules in den USA erscheint, denn der momentane Termin ist der 23. April 2013.
Über eine Deutsche Veröffentlichung ist mir leider bisher noch nichts bekannt.

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Cover Verführt Deutsch

Die 19jährige Blaire hat die letzten 3 Jahre damit verbracht, sich um ihre krebskranke Mutter zu kümmern. Blaire hat es kaum geschafft, sich in dieser Zeit über Wasser zu halten. Nun, da ihre Mutter gestorben ist und ihr die Arztrechnungen endgültig über den Kopf gewachsen sind, bleibt Blaire nichts anderes übrig, als ihr Haus und den restlichen Besitz zu verkaufen.
Heimatlos und mit nichts als 20 Dollar in der Tasche und ihren Kleidern am Leib muss sie Hilfe bei der letzten Person suchen, die sie sehen möchte: Ihrem Vater Abraham. Abe hat seine Familie vor 5 Jahren verlassen und sich seitdem nicht mehr um sie gekümmert. Nicht mal, als Blaires Mutter erkrankt ist. Nun bleibt ihr aber nichts anderes übrig, als bei ihm zu bleiben, bis sie wieder auf eigenen Füßen stehen kann.
Doch als sie nach 8-stündiger Fahrt vor dem Haus ihres Vaters steht, ist der nicht da, sondern mit seiner neuen Frau Georgianna in Paris. Stattdessen trifft Blaire dort auf Rush, Georgiannas Sohn aus einer früheren Ehe. Widerwillig lässt Rush sie vorrübergehend einziehen, zumindest solange, bis die beiden Blaires Vater erreichen können, um die Sache zu klären.
Das Zusammenleben mit Rush erweist sich allerdings als schwieriger, als gedacht. Er hat jeden Abend eine andere Party und eine neue Frau in seinem Bett und scheint aus irgendeinem Grund kein großer Fan von Blaire zu sein. Die versucht sich das nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Dass ist leider leichter gesagt als getan, angesichts der Tatsache, dass Rush der attraktivste Mann ist, den sie je zu Gesicht bekommen hat.
Rush hat allerdings seine Gründe, sich von Blaire fernzuhalten. Denn er hat ein bitteres Geheimnis, das mehr mit ihr zu tun hat, als sie je erahnen kann.

Als ich mit Fallen Too Far / Verführt von Abbi Glines angefangen habe, muss ich zugeben, dass ich mit einem völlig anderen Buch gerechnet habe, als es am Ende war. Der Klappentext legt sehr großes Augenmerk darauf, dass Blaire und Rush ein relativ großer Altersunterschied trennt. Rush ist 5 Jahre älter, was im Buch aber im Endeffekt keine Rolle spielt. Denn auch wenn Blaire sicherlich ein wenig naiv ist, ist sie trotzdem die Erwachsenere von den beiden. Die Geschichte ist in erster Linie eine Liebesgeschichte, trotzdem geht sie auch viel tiefer. Blaire und Rush haben beide kaputte Familien und beide wollen sie um jeden Preis beschützen. Während Blaires Hintergrund aber einfach nur traurig ist, scheint Rushs eher dunkel zu sein, was den Leser schnell gefangen nimmt.

Cover Fallen Too Far Englisch

Am Anfang war ich aber auch ein wenig enttäuscht von diesem Buch. Es dauert nicht lange, bis sich Blaire und Rush voneinander angezogen fühlen. Manche Reaktionen, die daraus hervorgehen, fand ich aber ein wenig übertrieben, denn bis dahin hatten die beiden noch kein einziges normales Gespräch oder insgesamt mehr als 5 Wörter gewechselt. Außerdem war Rush ein ziemlicher Arsch, dem ich zunächst nicht besonders viel abgewinnen konnte. Doch nach einiger Zeit (und viel Drama) gewinnt ihre Beziehung aber deutlich an Substanz und auch Rush verändert sich sehr. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen.
Was mich allerdings dennoch ein wenig gestört hat, war das Ende. Blaires Reaktionen war meiner Meinung nach ein wenig übertrieben und ihren Ärger etwas deplatziert. Man hätte zu dem gleichen Ausgangspunkt kommen können (der war nämlich definitiv richtig und auch glaubwürdig), ohne ganz so melodramatisch zu werden.

Zum Glück ist Fallen Too Far / Verführt von Abbi Glines aber der Start einer Reihe, was nach diesem Ende auch bitter nötig ist. Das Buch ist romantisch, traurig, auch mal lustig und ziemlich sexy. Selbst für ein New Adult Buch ist Fallen Too Far / Verführt ziemlich explizit geraten, was die Sexszenen angeht. Die sind schon ziemlich anschaulich und auch Dirty Talk gibt es nicht zu knapp. Daher würde ich es definitiv eher einem älteren Publikum empfehlen.

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Urlaub mit Papa

Tags: Humor
10.03.2013
Cover Urlaub mit Papa deutsch

Christine freut sich auf die bevorstehenden Wochen mit ihrer Freundin Dorothea auf der idyllischen Insel Norderney. Die zwei Frauen besuchen dort eine Freundin, die von ihrer Tante ein Pension geerbt hat und nun aus einer ehemaligen Kneipe eine Bar machen möchte. Während Dorothea die Gestaltung der Bar gemäß Marleens Wünschen umsetzt, soll Christine in der Pension aushelfen, damit Marleen ein wenig Freiraum hat. Denn schon 2 Wochen später soll die Bar eröffnet werden.
Doch wie das immer so ist ereilt Christine eine Hiobsbotschaft. Ihre Mutter geht für 2 Wochen in die Klinik, da sie ein neues Kniegelenk bekommt und ihr Vater, Heinz, wäre in dieser Zeit ganz alleine zu Hause. Das geht natürlich nicht. Schließlich kann er sich nicht einmal richtig allein anziehen. Heinz ist nämlich farbenblind und die daraus resultierenden Modekreationen sind nicht jedermanns Geschmack. So bittet sie Christine ihren Vater mit nach Norderney zu nehmen. Er macht ja auch kaum umstände. Schließlich könnte er doch bei den Renovierungsarbeiten helfen.

Christine ist baff. Sie soll mit ihrem Vater in den Urlaub fahren? Mit 45? Das kommt ja überhaupt nicht in Frage. Doch ihre Mutter weiß wo sie ansetzen muss und so steht Christine eine Woche später am Bahnhof und holt ihren Vater ab. Der Zug hat Verspätung und das wo sie doch so dringend mal auf Toilette müsste. Als sie ihren Vater endlich entdeckt sieht sie ihre Chance und lässt ihn einen Augenblick allein. Nicht ohne die Mahnung, er solle genau an dieser Stelle stehen bleiben und auf seinen Koffer aufpassen.
Als sie nach ca. 10 Minuten wiederkommt, ist der Koffer noch da, ihr Vater aber nicht mehr zu sehen. Dafür haben sich zwei Polizisten um den Koffer versammelt und sprechen hektisch in ihre Headsets. Nicht weit entfernt steht Heinz und beobachtet die Szene gespannt, während er auf einem Hotdog herum kaut. Christine ist sauer. Sie versucht den Polizisten die Situation zu erklären, wird aber kaum ernst genommen. Kurz darauf sitzen sie und ihr Vater auf der Stationsstelle und werden belehrt. Natürlich ist sich Heinz keiner Schuld bewusst und so schluckt Christine ihre Schimpftirade herunter und schleppt den monströsen Koffer zum Auto.
Als sie bei Dorothea ankommen beginnt die große Fahrt. Sie fahren mit dem Auto zur Fähre und wollten es eigentlich dort parken, aber mit dem vielen Gepäck und Heinz gesamter Heimwerkerausrüstung würden sie es keine fünf Meter weit ohne Auto schaffen. Also doch mit dem Auto auf die Insel.

Auf der Fähre schafft es Heinz Christine noch ein wenig weiter in Rage zu bringen und lacht sich ganz nebenbei zwei Damen an. Beide in kreischend-bunter Kleidung und ebenfalls auf dem Weg nach Norderney um Urlaub zu machen. Wie sich herausstellt, wohnen sie sogar in Marleens Pension. Na das kann ja heiter werden.
Als die Fähre auf Norderney zusteuert hat Heinz eine tolle Idee. Da die älteren Damen ja den gleichen Weg haben, nimmt er sie mit. Dass im Auto kein Platz für fünf Menschen und deren Gepäck ist, stört dabei wenig. Dorothea und Christine können ja schließlich laufen.
Nun ahnt auch Dorothea, dass er Urlaub mit Heinz nicht ganz so amüsant werden könnte, wie sie es sich vorgestellt hat.
Und sie soll recht behalten.

Ich habe schon häufiger die Bücher von Dora Heldt in der Hand gehabt, mich dann aber nie wirklich dazu durchringen können sie zu kaufen. Nun entdeckte ich dieses Exemplar in einer Kramkiste und dachte mir - okay, versuch es halt mal.
Eine Kollegin von mir hat es bereits gelesen und fand es eigentlich ganz unterhaltsam, also war ich guter Dinge und wurde auch nicht enttäuscht. Es ist mit Sicherheit kein literarisches Meisterwerk, aber alle Mal ein nettes Buch für Zwischendurch.
Die Hauptprotagonistin in diesem Buch, Christine, hat es mit ihrem Vater wirklich nicht leicht. Sie hat extra alle vorgewarnt und kaum ist ihr Vater vor Ort, tut er das genaue Gegenteil von dem, was erwartet wird. Zudem lacht er sich diese zwei wirklich sehr aufdringlichen Damen an, die er nicht mehr los wird und versucht an seinen Kumpel Kalli abzutreten. Als dann auch noch Männer mit ins Spiel kommen, die sich für Dorothea und Christine begeistern ist Heinz ganz der sorgende Vater und sieht nur schlechtes in den Herren.
Ich hatte nie einen Urlaub mit meinem Vater, deswegen kann ich nicht behaupten 'Ha, kenn ich!', aber dennoch ist es wirklich sehr unterhaltsam und ich kann mir gut vorstellen, dass es genug Herren da draußen gibt, die so ein klein wenig Heinz sind ;)
Mir hat es gut gefallen und vielleicht lese ich irgendwann ein weiteres Buch von Dora Heldt.

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