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Cover The Rising Englisch

Enthält Spoiler für The Gathering und The Calling.

Wieder einmal sind Maya und ihre Freunde nur knapp ihren Verfolgern entkommen. Allerdings haben das nicht alle geschafft, denn Rafe, Annie, Sam und Hayley sind geschnappt worden und keiner weiß, was genau mit ihnen passiert. Maya, Daniel und Corey sind nun auf sich allein gestellt und wissen nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Allerdings wissen sie jetzt wenigstens, mit wem sie es zu tun haben: Nicht nur ein, sondern gleich zwei Cabale sind ihnen auf den Fersen. Sowohl der St. Cloud als auch der Nast Cabal wollen sich diese seltenen übernatürlichen Jugendlichen (oder zukünftige Angestellte, wie sie es gerne nennen) natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn das bedeutet, dass sie widerstrebend zusammenarbeiten müssen.
Maya, Daniel und Corey wissen, dass ihr Glück nicht ewig halten wird und sie schnell etwas unternehmen müssen. Sollen sie versuchen, ihre Eltern zu kontaktieren? Oder anhand der Unterlagen, die sie in Salmon Creek gefunden haben, Hilfe bei Fremden suchen? Wem können sie nach allem, was sie bisher herausgefunden haben, überhaupt noch vertrauen? Und welchen Preis ist Maya bereit für ihre Freiheit zu zahlen, jetzt wo sich wie bei Annie auch bei ihr langsam aber sicher die Nebenwirkungen des Experiments bemerkbar machen?

In The Rising, dem letzten Band von Kelley Armstrongs Darkness Rising-Reihe, haben Maya und ihre Freunde wirklich alle Hände voll zu tun, ihre Situation irgendwie heil zu überstehen. Sie sind neu in der Welt des Übernatürlichen und so ist ihnen noch nicht ganz bewusst, was es bedeutet, wenn ein Cabal hinter einem her ist und dass es quasi kein Entkommen gibt. Wie schon in den ersten beiden Büchern besteht deshalb auch in diesem Abschlussband ein Großteil der Geschichte daraus, wie unsere Freunde flüchten, beinahe geschnappt werden, dann entkommen, nur um dann doch wieder erwischt zu werden. Wem das also schon in The Gathering und The Calling zu viel war, der wird auch an The Rising keine Freude haben. Alle anderen erwartet aber eine gewohnt rasante Geschichte, die - obwohl sie einem schon gewohnten Schema folgt - dennoch Spaß macht und zu überraschen weiß. Denn wenn es eines gibt, dass Kelley Armstrong besonders gut kann, dann ist es, für verblüffende Wendungen zu sorgen, mit denen ich nicht gerechnet hätte.
Doch nicht nur für die Darkness Rising-Reihe bietet dieses Buch einen gelungenen Abschluss. Denn wie schon im Vorfeld verraten wurde, treffen wir in The Rising einige alte Bekannte aus der The Darkest Powers / Die dunklen Mächte-Reihe wieder. Die Charaktere in beiden Serien hat ein ähnliches Schicksal ereilt und so ist es nur logisch, dass sie ihre Probleme gemeinsam lösen. Für mich hat das wunderbar funktioniert und beide Reihen sehr logisch und stimmig aufgelöst.

Cover The Rising Englisch 2

Trotzdem war The Rising nicht das perfekte Ende, das ich mir erhofft hatte. An der eigentlichen Geschichte habe ich rein gar nichts zu meckern. Die ist wie gesagt genau so spannend und unterhaltsam, wie man es von Kelley Armstrong erwarten kann. Ziemlich unbefriedigend dagegen ist allerdings die Romantik. In Mayas und Rafes Beziehung tut sich so einiges, denn er ist ganz und gar nicht begeistert von ihrer Freundschaft zu Daniel. Eigentlich gelingt es Autorin ziemlich gut, all das realistisch und glaubhaft aufzulösen. Allerdings nicht sonderlich befriedigend, da für meinen Geschmack viel zu wenig Zeit in diesen Aspekt der Geschichte investiert wurde. Wer sich ein Jahr lang auf eine große romantische Auflösung gefreut hat, wird leider enttäuscht werden. Ähnlich erging es mir mit Chloe, Derek und den anderen Beteiligten des Project Genesis. Ich habe mich sehr auf das Zusammentreffen der beiden Gruppen gefreut und auch wenn das prima in die Grundgeschichte gepasst hat, so war auch hier das, was man vor allem von Chloe und Derek gesehen hat, einfach zu knapp und blieb nichts weiter als ein unbefriedigender flüchtiger Blick. Ich hatte einfach auf etwas mehr Augenmerk auf die verschiedenen Beziehungen unter den Charakteren bzw. Romantik allgemein gehofft.

Dennoch kann ich The Rising und die gesamte Darkness Rising-Reihe jedem von Herzen empfehlen. Vor allem denjenigen, die sowieso schon Kelley Armstrongs Women of the Otherworld lesen oder gelesen haben. Denn vor allem diese Leser werden einige Namen wiedererkennen, die auch in dieser Reihe eine Rolle spielen und so gibt es immer wieder neue Details zu entdecken.

Ob es die Reihe auch nach Deutschland schaffen wird, ist immer noch nicht klar. Da Knaur nun aber die The Darkest Powers / Die dunklen Mächte-Reihe neu auflegt, stehen die Chancen vermutlich nicht schlecht.

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Cover The Elite englisch

Enthält Spoiler für The Selection / Selection.

Sechs junge Frauen sind von den ursprünglich 35, die in den Palast eingeladen worden, übrig geblieben. Neben America sind es Marlee, Kriss, Celeste, Elisa und Natalie. America weiß, dass sie Maxons Favoritin ist. Doch obwohl sie inzwischen tiefe Gefühle für Maxon entwickelt hat, ist sie sich dennoch nicht sicher, ob diese innig genug sind. Innig genug, um für immer auf ihre erste Liebe Aspen zu verzichten, der als Soldat im Palast Wache hält und ihr Herz immer wieder zum Klopfen bringt. Außerdem gibt es Maxon nur in Kombination mit seinem Status als Prinz und künftiger König Illéas. Genau diese Tatsache macht America schwer zu schaffen. Sie hat Angst, für Maxon keine geeignete Prinzessin sein zu können und all den Aufgaben, die dieses Amt mit sich bringt, nicht gewachsen zu sein. Und so bittet sie Maxon einmal mehr um mehr Zeit. Maxon gewährt America ihre Bitte und versucht immer wieder, ihr das Leben im Palast mit kleinen Besonderheiten zu verschönern.
Als Maxon ihr zuliebe das historische Fest Halloween feiern lässt und dazu die Familien aller Eliten einlädt, kann America es kaum glauben. Auf diesem Fest lässt er ihr Herz auch auf andere Weise höher schlagen und America ist sich plötzlich sicher, das Maxon der Richtige für sie ist. Doch dann passieren Dinge, die ihr vertrautes und inniges Miteinander zu zerstören drohen. Außerdem sind da ja auch noch die anderen Eliten, die Maxon für sich erobern wollen und nur auf ein Straucheln Americas warten...

The Elite / Selection - Die Elite ist der Wahnsinn. Schon in The Selection / Selection bin ich America sofort und Maxon mit Verzögerung erlegen, doch in diesem Buch kommt man kaum zum Luft holen. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit America, die zwischen Maxon und Aspen hin- und hergerissen ist, sich nicht entscheiden kann, und alles auf die üblichen Dramen einer Lovetriangle hinauszulaufen schien. Doch schnell merkt man, dass Maxon America inzwischen unglaublich viel bedeutet. Dass dies umgekehrt genauso ist, wissen wir ja schon länger. Maxon vertraut America Wissen und Dinge an, von dem die anderen Eliten nur träumen können.
Das Kapitel mit der Feier lässt dann wirklich jedes romantische Herz höher schlagen und als Leser schwebt man zusammen mit America im siebten Himmel. Doch dann passiert etwas, was America das Leben im Palast und auch Maxon selbst als fremd und grausam erscheinen lässt und America sieht sich gezwungen alles bisher erlebte infrage zu stellen. Ihre Zweifel kommen aber zu einem denkbar ungünstigen Moment, schließlich muss auch Maxon sich langsam mal entscheiden - insbesondere der König setzt seinen Sohn diesbezüglich schwer unter Druck. Und so gibt Maxon diesen gezwungener Maßen an America weiter. Mehr will ich jetzt nicht verraten, aber immer wenn sich die beiden einander wieder annähern, passiert etwas, was ihre Beziehung erneut auf die Probe stellt. Am Ende mündet das Buch gleich in mehreren furiosen Twists, die ich so niemals vorhergesehen hätte.

Toll an The Elite / Selection - Die Elite ist, dass man beide Protagonisten mit ihren Fehlern viel besser kennen lernt. America ist - zumindest für eine zukünftige Prinzessin - noch viel zu impulsiv. Sie ist zwar witzig und versteht es immer noch, Maxon zum Lachen zu bringen, doch in ihr Herz lässt sie ihn nur sehr selten blicken. Diese Tatsache gibt Maxon natürlich zu denken.
Maxon ist ein Mann, der seine verbliebenen Kandidatinnen auf Herz und Nieren prüfen will: Dazu gehört für ihn, seiner künftigen Partnerin vertrauen zu können, ein gewisses Prickeln verspüren zu wollen, jemanden zu finden, bei dem man sich Fallen lassen kann und die Bürden des Alltags vergisst und natürlich eine Frau zu gewinnen, die ihn vor Illéa und der Welt nicht blamiert. Nach und nach geht ihm auf, dass vermutlich keine der sechs Frauen alle diese Eigenschaften in sich vereint und somit eben nicht mehr nur America infrage kommt.

Die Sprache, die Spannung, die Romantik, der Humor, Kiera Cass hat in The Elite / Selection - Die Elite wirklich eine grandiose Mischung zustande gebracht, die alles hat, was ein Buch braucht, um seine Leser in seinen Bann zu ziehen. Ich bin alleine ganz geplättet davon, dass mir das Buch sogar noch einen Tick besser als The Selection / Selection gefallen hat. Wer rechnet denn auch mit so etwas bei einem zweiten Teil einer Trilogie?
Das einzig nachteilige, was ich überhaupt über The Elite / Selection - Die Elite sagen kann: Es ist die Hölle, nun bis April oder Mai 2014 warten zu müssen, um den letzten Band der Selection Trilogy lesen zu dürfen. Schon auf den Titel und das Cover des Abschlussbandes bin ich total gespannt. Also seid gewarnt: Wenn ihr The Elite / Selection - Die Elite von Kiera Cass erst mal gelesen habt, wird es euch genauso gehen...

A huge 'thank you' to NetGalley for providing us with an ARC. It was a pleasure.
The Elite is available since today. Das Buch ist seit heute erhältlich.

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Cover Wicked Cravings Englisch

Enthält kleine Spoiler für Feral Sins (keine Rezension).

Schon seit ihrer Jugend schwärmt die Werwölfin Jaime für Dante. Selbst dann noch, als er sich dem Phoenix-Rudel um den Alpha Trey anschließt und sie und Dante sich jahrelang nicht sehen. Nun hat Jaime aber selbst das Rudel gewechselt und gehört jetzt zu Treys Wölfen. An der Anziehung zu Dante, der mittlerweile zum Beta aufgestiegen ist, hat sich nichts geändert - an seiner Gleichgültigkeit ihr gegenüber aber auch nicht. Deswegen beschließt Jaime ein wenig Stolz zu beweisen und ihm nicht länger hinterher zu laufen. Schließlich gibt es noch jede Menge andere Fische ihm Meer.
Dante hat keine Zeit für Frauen. Zumindest nicht länger als eine Nacht. Und schon gar nicht, wenn sie aus seinem eigenen Rudel kommen. Das gibt nur Ärger und würde ihn von seinen vielen Aufgaben als Beta ablenken. Deshalb sollte es eigentlich eine Erleichterung für ihn sein, als Jaime, die ihn schon als sie Kinder waren auf Schritt und Tritt verfolgt hat, endlich das Interesse an ihm verliert. Zu seiner großen Überraschung sind allerdings sowohl sein Wolf, als auch Dante selbst ziemlich genervt davon. Vor allem, da Jaime ihm seit sie dem Rudel beigetreten ist, sowieso schon immer wieder im Kopf herumspukt.
Mit Dantes wachsendem Interesse an Jaime, fällt ihm aber auch auf, das irgendetwas mit ihr nicht stimmt. Sie hat offensichtlich ein Geheimnis. Als Beta ist es seine Pflicht, herauszufinden, was das ist - und hat damit die perfekte Ausrede, sich Jaime anzunähern. Was Dante herausfindet, kann Jaime allerdings für immer ihren Platz im Rudel und schlussendlich kosten.

Mit Wicked Cravings liefert Suzanne Wright also den zweiten Teil ihrer The Phoenix Pack-Reihe. Wirklich fesseln konnte mich Dantes und Jaimes Geschichte allerdings ehrlich gesagt nicht. Zum einen liegt das daran, dass ich beiden Figuren nicht sonderlich viel abgewinnen konnte. Sie sind beide sehr starke Persönlichkeiten und die Spannung zwischen den beiden hätte theoretisch ziemlich gut funktionieren können. Dante ist extrem dominant, doch auch Jaime lässt sich nichts so einfach sagen. Das garantiert also einige Dominanzspielchen zwischen den beiden. Genau das hat mich aber auf Dauer ziemlich genervt. Ständig versucht Dante Jaime zu dominieren und auch wenn sie ihm die Stirn bietet, gibt sie doch am Ende immer nach. Ich mag starke Bad Boys genauso gern, wie jeder andere, aber dieser fast schon krankhafte Kontrolldrang ist gar nicht meins. In erster Linie macht sich das natürlich in den Sexszenen zwischen den beiden bemerkbar - und von denen gibt es reichlich. Zarte Liebe sollte man sich ebenfalls nicht erwarten, zwischen den beiden geht es nämlich eher animalisch zu.
Ein weiterer Punkt, der mich wahnsinnig gemacht hat (ehrlich gesagt sogar schon in Suzanne Wrights Deep In Your Veins-Reihe), sind die aggressiven Dialoge und Figuren selbst. Die Charaktere gehen teilweise sehr respektlos miteinander um. Außerdem gibt es nur Extreme: Entweder man mag sich, oder eben nicht und dann beschimpfen sich die meisten Charaktere wüst. Das war weder glaubwürdig, noch besonders schön zu lesen.
Die eigentliche Geschichte ist ebenfalls nicht sonderlich spannend. Neben der Problematik um Jaimes Geheimnis passiert eigentlich kaum etwas, außer dass sich die beiden mit eifersüchtigen Ex-Partnern auseinandersetzen müssen. Das 'große Finale' wirkte dann ziemlich blas und langweilig, besonders, was die Abrechnung mit dem Bösewicht angeht. Nachdem alle Figuren wie gesagt normalerweise sehr aggressiv sind, hat das nicht so recht zusammen gepasst.

Insgesamt konnte ich Wicked Cravings also wie gesagt nicht unbedingt viel abgewinnen, dafür waren mir sowohl die Figuren als auch Geschichte zu einfach gestrickt und haben nicht genug hergegeben.
Wer allerdings leichte Unterhaltung mit einem extrem dominanten Helden und vielen wilden Sexszenen sucht, der könnte hiermit auf seine Kosten kommen. Allen anderen sollten sich davon eher fern halten.

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Cover Der Poet der kleinen Dinge deutsch

Eigentlich kann sie den Gestank der Fabrik nicht mehr ertragen, doch im Augenblick hat sie Arbeit und nur das zählt. Wenn sie den Gerüchten glauben darf, allerdings nicht mehr sehr lang. Die Arbeitslosenzahl in Frankreich ist erschreckend hoch und die Wirtschaftslage wird immer schlechter. Da ist es nicht verwunderlich, dass Alex Zeitvertrag ausläuft und sie sich auf ihrer Reise durch die Welt eine neue Station suchen muss.
Theoretisch macht sie seit 10 Jahren nichts anderes, doch dieses Mal wird es ihr schwerer Fallen diesen Ort zu verlassen.
Sie hat sich ein Zimmer bei einer Familie Nähe der Hühnerfarm gemietet und hat dort den sympathischsten Menschen seit vielen Jahren kennengelernt: Gérard.
Er ist 32 Jahre alt und geistig stark zurück geblieben. Er kann sich nicht richtig artikulieren, trägt Windeln und braucht rundum Betreuung. Aber, er ist eine Seele von Mensch. Ständig lacht er, singt schlechter als ein Karaoke-Anfänger und zitiert alte Gedichte die kaum jemand kennt. Und doch ist gerade er der Ruhepol, den Alex ungern zurücklassen möchte.

Gérards Familie besteht aus seinem älteren Bruder, dessen keifendem Weib und einem altersschwachen Hund. Während Bertrand ein sehr ruhiger Zeitgenosse ist, der seinen Bruder größtenteils ignoriert, reibt sich Marlène jeden Tag an Kleinigkeiten auf um ihren Frust loszuwerden, dass sie nicht das geworden ist, was sie immer werden wollte: berühmt.
Als junges Mädchen war sie einmal eine sehr hübsche Frau und hat dann den Fehler gemacht und Bertrand geheiratet. Kinder konnten sie keine kriegen, und als Bertrands und Gérards Mutter starb, kam ein erwachsener Mensch mit geistigen Einschränkungen ins Haus. Das ist zu viel für Marlène.

Eines Abends, als Alex Gérard - von ihr Roswell getauft - ins Bett gebracht hat, bekommt sie ein Gespräch mit zwischen den zwei Eheleuten. Sie bemerken Alex in ihrer schwarzen Kleidung auf der schattigen Treppe nicht und so erfährt Alex von Marlènes unglaublichem Plan Gérard loszuwerden: sie will ihn aussetzen. Was andere Leute mit Tieren machen können, sollte doch mit dem schwachsinnigen Bruder ihres Gatten ebenfalls klappen. Doch Bertrand ist nicht sehr angetan, schließlich ist Gérard sein Bruder. Aber so richtig gegen ihren Vorschlag wehren tut er sich auch nicht.
Das kann doch unmöglich deren Ernst sein!

Nun ist guter Rat teuer. Was passiert mit Roswell, wenn Alex mal nicht mehr da ist? Wird sich Marlène gegen ihren Mann durchsetzen können?

Der neue Roman von Marie-Sabine Roger, der Autorin von La tête en friche / Das Labyrinth der Wörter, schien mit ein eben solch unterhaltsames Buch zu werden wie ihr vorheriges Werk. Doch irgendwie passiert in diesem Buch kaum etwas. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und man erfährt eher etwas aus der Vergangenheit der verschiedenen Charaktere, als von der Gegenwart.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die jeweils aus Alex oder auch Cédrics Sicht spielen. Cédric ist ein 28 Jähriger der nichts mit seinem Leben anzufangen weiß und durch Zufall Alex und Gérard kennen lernt.
So recht erkennt man keinen Zusammenhang zwischen den Erzählsträngen, bis sie sich immer wieder kreuzen und die Treffen aus beiden Gesichtspunkten beleuchtet werden.

Die Charaktere sind nett erarbeitet und auch ohne viel Wissen zur jeweiligen Lebensgeschichte hat der Leser kein Problem sich die Personen gut vorzustellen. Der Schreibstil ist gut und einfach gehalten und die Aufteilung des Buches macht es zu einer kleinen Lektüre für Zwischendurch.
Ab und an hätte ich mir ein wenig mehr Action gewünscht, aber das Ende des Buches passt so hervorragend zum Rest, dass mehr Spannung schon wieder verwirrend gewesen wäre.

Alles in allem hätte ich mir ein wenig mehr erhofft, da ich bei La tête en friche / Das Labyrinth der Wörter so verwöhnt worden bin, hatte ich hohe Erwartungen an das Buch. Doch auch wenn es denen nicht gerecht geworden ist, hat es mir dennoch Spaß gemacht es zu lesen.

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Cover One Week Girlfriend Englisch

Fable hat einen gewissen Ruf in ihrer Stadt: Angeblich soll sie schon mit dem halben Team der College Football Mannschaft im Bett gewesen sein und auch in der schäbigen Bar, in der sie kellnert, nichts anbrennen lassen. Fable selbst lassen diese Gerüchte allerdings weitgehend kalt. Sie ist zu sehr damit beschäftigt, den Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen und ihre Mutter und ihren Bruder Owen im Zaum zu halten. Faibles Mutter verbringt ihre Zeit meist damit, das wenige Geld, das der Familie zur Verfügung steht, in Bars mit ihrem neuesten Freund auf den Kopf zu hauen. Owen war immer ein netter Junge, doch in letzter Zeit sieht Faible, dass auch er langsam aber sicher immer mehr abhärtet. Er schwänzt die Schule, raucht Gras und stellt allgemein Dummheiten an.
Fable selbst ist zwar sicher auch kein Kind von Traurigkeit, doch sie versucht immer, das Richtige zu tun. Die Gerüchte um ihre Aufrisse sind daher maßlos übertrieben. Genau dieser Ruf ist es aber, der den örtlichen Football-Star Drew auf Fable aufmerksam werden lässt. Er braucht jemanden, den er für die Thanksgiving Woche mit nach Hause zu seinem Vater und seiner Stiefmutter Adele nehmen und als seine Freundin ausgeben kann. Drew sieht darin den einzigen Ausweg, diesen Besuch zu überstehen. Denn in seinem Elternhaus sind Dinge passiert, die er einfach nur vergessen will und Fable wäre die perfekte Möglichkeit, sich und seine Eltern davon abzulenken.
Und so heuert Drew sie für 3000 Dollar an und Faible wird für eine Woche seine Freundin.
Doch was sie in diesen 7 Tagen übereinander herausfinden, verändert beide für immer.

Wer One Week Girlfriend von Monica Murphy liest und eine Standard-College-Romanze erwartet, der wird vermutlich enttäuscht werden. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass vor allem Drew ein wirklich zutiefst gebrochener Mensch ist. Er hat allen Grund nicht nach Hause zu wollen. Es dauert nicht lange und der Leser bekommt eine gute Ahnung, was hinter Drews Problem steckt. Anstatt für Langweile zu sorgen, hat das One Week Girlfriend allerdings nur noch intensiver gemacht. Denn ich muss zugeben, trotz all der schrecklichen Dinge, über die man in den vielen anderen New Adult / College-Bücher liest, gab es nur wenige, die mich so getroffen haben, wie dieses hier. Vor allem, weil sich ein großer Teil des Problems in Drews Kopf abspielt. Viel mehr möchte ich darüber jetzt auch gar nicht verraten, nur dass es mir wirklich unter die Haut gegangen ist.
Nun aber zu Fable: Sie ist ein toller Charakter, den ich auf Anhieb mochte. Auch sie hat früh ihre Vermutungen und alleine das hebt sie schon von vielen anderen weiblichen Heldinnen ab, die oft lange im Dunklen tappen, während sich der Leser fragt, wieso sie nicht sieht, was direkt vor ihrer Nase liegt. Doch nicht nur deshalb mag ich sie so sehr gern. Fable ist eine selbstbewusste junge Frau, die alles für ihre Familie tun würde und nicht verdient, was das Leben ihr so beschert hat, sich aber dennoch nie brechen ließ. Und trotzdem hat sie immer noch genug Kraft, um wenigstens zu versuchen, Drew aus seiner schier ausweglosen Situation zu helfen. Und das ist nicht immer einfach, denn Drew ist schwach. Es tut mir leid, das so sagen zu müssen, doch genau das trifft auf ihn zu. Seine Art, die Vergangenheit zu bewältigen, ist wegzulaufen. Doch Drew muss bald lernen, dass mit Fable, die nicht gerade konfrontationsscheu ist, diese Taktik nicht funktioniert. Genau diese Fehler waren es aber auch, die ihn ein wenig von den ewigen Bad Boys abgehoben haben.
Einziger kleiner Schwachpunkt waren meiner Meinung nach die wenigen Figuren. Neben Drew und Fable gibt es nur noch einen weiteren Charakter von echter Bedeutung und wenn ich niemanden vergessen habe, gibt es insgesamt gerade mal sechs Personen im ganzen Buch. Das hat den Vorteil, dass nichts von der Geschichte abgelenkt hat. Gleichzeitig wirkte es manchmal aber auch ein wenig steril, kühl und konstruiert. Ich kann mich noch nicht so recht entscheiden, ob mir das nun gefällt oder nicht. Denn auf der einen Seite trägt das doch auch irgendwie zu der sehr gedrückten und intensiven Stimmung bei. Auf der anderen Seite ist das Buch aber von Haus aus schon relativ kurz, so dass ein klein wenig mehr Liebe zum Detail auch nicht geschadet hätte.

Mit One Week Girlfriend liefert Monica Murphy eine intensive, manchmal etwas düstere und ziemlich emotionale Geschichte, die - obwohl sie manchmal vielleicht ein wenig simpel geraten ist - unter die Haut geht. Ich habe mitgelitten, manchmal auch gelacht und bis zum Schluss gehofft, dass Fable und ich uns trotz aller Anzeichen über Drews Vergangenheit irren. Es tut manchmal wirklich weh, was der Leser hier vorgesetzt bekommt, hat aber immer wieder wunderschöne Momente und ist es am Ende doch wert...auch wenn es mit einem kleinen Cliffhanger endet.

Denn Fables und Drews Geschichte geht weiter: In Second Chance Boyfriend.

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