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Cover Adressat unbekannt deutsch

Den Amerikaner Max Eisenstein und den Deutschen Martin Schulse verbindet eine tiefe Freundschaft. Der mittellose Künstler Martin ist mit seiner Frau und den Kindern nach Amerika gegangen um das große Glück zu finden, während der erste Weltkrieg tiefe Narben hinterlässt. Max und Martin gelingt schließlich der große Sprung und sie eröffnen eine Galerie.
Doch während Max in Amerika bleibt, zieht es den Deutschen wieder in sein Heimatland. Der Krieg ist vorbei und Martin kann durch seinen Erfolg in Amerika leben wie ein Kaiser. Er kauft sich und seiner Familie ein großes Anwesen, während die Menschen um ihn herum in Armut leben.

Schon ereilen Max Berichte aus Deutschland, dass ein gewisser Adolf Hitler an die Macht gekommen ist - er traut ihm nicht und ist gespannt auf den Bericht von seinem Freund. Dieser begegnet Hitler teils mit Skepsis, teils mit Hoffnung. Ein großer Umbruch wird durch Deutschland gehen und Martin ist guter Dinge, dass der neue Führer Deutschland wieder zu Ruhm bringen wird.
Max hat weiterhin bedenken und äußert diese natürlich seinem Freund gegenüber. Denn viele Berichte gibt es aus Deutschland - das Volk der Juden wird gehetzt und getötet. Max, selbst Jude, kann kaum glauben, das Martin diesen Umbruch gut heißt.
Doch die Briefe seines Freundes verändern sich zusehends und schon bald glaubt er einem völlig Fremden gegenüber zu sitzen.

Wenig später kommt es zu einem Vorfall, der auch Max verändert.

Cover Address unknown englisch

Address Unknown / Adressat unbekannt von Katherine Kressmann Taylor wurde 1938 in der Zeitschrift Story, das erste Mal veröffentlicht und hat viele Leser erreicht und bewegt. Die bis dahin völlig unbekannte Autorin hat aus der Seele vieler Menschen gesprochen, die im Krieg die Gräueltaten des Nationalsozialismus erleben mussten und hoffte mit diesem Werk die Augen der kommenden Generation zu öffnen.

Mir wurde es von einer lieben Kollegin gegeben, mit der Aussage: "Was Worte erreichen können." und sie hat Recht. Worte können viel erreichen und nicht immer sind es gute Sachen.
Das Buch erzählt von der innigen Freundschaft zweier unterschiedlicher Menschen, die das Leben zusammengeführt und wieder getrennt hat. Und es zeigt auf, wie schnell ein Mensch durch die Umgebung geformt wird. Seit damals hat sich leider kaum etwas verändert und ich würde mir wünschen, dass dieses Buch mehr Menschen erreicht und zum Nachdenken bringt. Gerade in einer Welt in der es noch immer soviel Fremdenfeindlichkeit gibt.

Ein kleiner Tipp: Lest bloß nicht das Vorwort. Auch wenn man denk 'Oh, Elke Heidenreich' - tut euch etwas Gutes und lest das Vorwort erst nach dem Buch. Es ist definitiv kein Meisterwerk der Autorin und verrät zudem alles, was in dieser kleinen Geschichte passiert. Was sie sich dabei gedacht hat? Ich weiß es wirklich nicht.

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Cover Music of the Heart Englisch

Als Abby auf dem Rock Nation Festival den Tour Bus ihrer Brüder sucht, ahnt sie noch nicht, dass ihr die Woche ihres Lebens bevorsteht. Eigentlich soll sie Jacob's Ladder, die erfolgreiche christliche Rock-Band ihrer Brüder, auf dem Rest ihrer Tour begleiten, um sich die Entscheidung zu erleichtern, bei ihnen einsteigen zu wollen, oder nicht. Doch durch eine dumme Verwechslung landet sie stattdessen im Bus der legendären Rocker von Runaway Train - und im Bett des Lead Sängers Jake Slater.
Der notorische Frauenheld will sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, wenn sich schon mal so ein Engel in sein Bett verirrt, doch da hat er die Rechnung ohne Abby gemacht, die ihm sehr schlagkräftig klar macht, was sie von seinen wandernden Händen hält. Als sich nach einigem Hin und Her das Missverständnis aufklärt, ist Abby gerade dabei, ihre Reise zu ihren Brüdern zu organisieren. Doch Jake, sein riesen Ego und seine noch größere Klappe treiben sie zur Weißglut und so findet sie sich in einer Wette wieder: Jake behauptet, dass es ein kleines, braves Mädchen wie sie keine Woche mit echten Rockern auf Tour aushält.
Abby ist nicht der Typ, der vor einer Herausforderung zurückschreckt und willigt natürlich ein. Die beiden haben allerdings nicht mit der Anziehung und Vertrautheit gerechnet, die schnell zwischen ihnen aufkommt - vor allem, als Abby von Jakes traurigem Familienleben erfährt. Doch können ein Rocker, der von einem Bett ins nächste steigt, und eine brave, unbefleckte Missionarstochter eine ernsthafte Beziehung eingehen?

Hach, was soll ich zu Music of the Heart von Katie Ashley sagen? Wie schon viele New Adult Bücher wurde mir auch dieses wärmstens empfohlen und auch, wenn ich definitiv schon schlechtere gelesen habe, so ganz überzeugen konnte mich auch Music of the Heart nicht.
Zum Teil liegt das an Abby. Wie gesagt, ist sie die Tochter eines Missionarspaars und dementsprechend religiös erzogen worden. Normalerweise wäre das schon schwierig genug für mich, da ich übertrieben religiösen Botschaften nicht viel abgewinnen kann. Nachdem ich zunächst etwas besorgt war, ist das aber in diesem Buch recht dezent gehalten und hat mich kaum gestört. Viel mehr liegt es einfach daran, dass Abby zu gut, rein und perfekt ist. Sie tut und sagt immer das Richtige und wird von allen wie ein Engel behandelt (und auch so genannt). Mir sind Charaktere mit Ecken und Kanten lieber und die haben bei Abby absolut gefehlt. Gelegentliches Fluchen scheint ihr einziges Laster zu sein. Jake ist da natürlich ganz anders. Seine Gedanken sind meist in der Gosse und er lebt sein Rockstarleben in vollen Zügen aus - manchmal auch vor Abby. Es gab so ein paar Momente in denen ich an ihrer Stelle längst Reißaus genommen hätte. Auch wenn es immer einen Grund für sein Verhalten gibt, sollte man vielleicht doch nicht immer alles so leicht verzeihen, wie Abby. Ich hätte mir ein bisschen mehr Stärke von beiden Charakteren gewünscht.
Wirklich gestört hat mich allerdings, dass es doch oft ziemlich, ziemlich kitschig war. Ich liebe Romantik und oft kann es mir gar nicht schnulzig genug sein - aber bitte realistisch. In Music of the Heart ist das oft nicht gelungen. Viele Dialoge wirken gestelzt und einfach übertrieben. Kein Mensch würde so reden und ich habe mich doch ab und an mal fremdgeschämt, vor allem, wenn es mal wieder etwas überdramatisch wird. Außerdem haben sich die Dinge zwischen den beiden rasend schnell entwickelt und manchmal denkt man Abby und Jake kennen sich bereits seit Jahren und nicht erst seit 24 Stunden.

Trotzdem, so schlecht war Music of the Heart auch nicht. Das ganze Setting mit der Band auf Tour hat großen Spaß gemacht. Auch die Nebencharaktere haben viel zu bieten, allen voran Jakes Bandkollegen AJ, Rhys und Brayden. Diese drei sorgen immer wieder für Abwechslung und dafür, dass das Drama und die Anspannung zwischen den beiden Hauptcharakteren nicht zu sehr Überhand nimmt.
Und auch wenn das Ende wie der Rest des Buches so seine übertriebenen Stellen hatte, hat es mir doch an mehreren Gelegenheiten die Tränen in die Augen getrieben, denn es gibt durchaus einige sehr emotionale und bewegende Szenen.
Auch in Jakes und Abbys aufkeimender Beziehung gibt es immer wieder wirklich schöne Momente. Die beiden können gemeinsam Musik machen, schreiben und funktionieren einfach und man spürt die Verbindung zwischen ihnen.

Insgesamt bleibt also nur zu sagen, dass Music of the Heart von Katie Ashley eher ein Buch für Leser ist, denen es gar nicht romantisch und dramatisch genug sein kann. Dann bekommt ihr nämlich eine intensive und abwechslungsreiche Geschichte, über ein sehr unterschiedliches Paar. Allen anderen wird die Geschichte aber vermutlich zu kitschig und übertrieben sein.
Übrigens ist Music of the Heart der Start in die Runaway Train-Reihe. Das zweite Buch Beat of the Heart (keine Rezension) ist schon in Planung und wird von dem quirligen Schlagzeuger AJ handeln.

Bisher ist Music of the Heart nur auf Englisch zu haben.

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Cover Im Schatten des Mondkaisers deutsch

Enthält Spoiler für Flammen über Arcadion, den ersten Band der Die Carya-Trilogie.

Jonan hat es geschafft. Zusammen mit Pitlit, Enzo und den Mutanten haben sie Carya und ihre Eltern im letzten Moment vor der Hinrichtung durch die Lux Dei bewahrt. Nun haben sich alle bis auf Enzo in das Dorf der Mutanten zurückgezogen und überlegen, wie es nun weiter gehen soll. Für Carya ist klar, dass sie den Koordinaten der Flugkapsel auf den Grund gehen muss, um mehr über ihre geheimnisvolle Herkunft zu erfahren. Jonan sieht seinen Platz an Caryas Seite, egal wohin es sie bei ihrer Suche nach der Vergangenheit schlagen sollte. Und obwohl Pitlit mit Suri eine Freundin gefunden hat, ist der ehemalige Straßenjunge einem Abenteuer niemals abgeneigt.
Schnell stellt sich heraus, dass die Koordinaten nach Francia, genauer gesagt in Richtung Paris weisen. Nicht weit von der halbzerstörten Stadt entfernt, im Schloss von Versailles, hat Francias Herrscher der Mondkaiser seinen Hofstaat versammelt. Dort herrscht der Mann, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt, mit harter Hand und dekadentem Lebensstil, während die übrigen Menschen in Francia um ihr Überleben kämpfen müssen. Carya, Jonan und Pitlit machen sich auf eine lange und gefahrvolle Reise. An deren Ende sich alle Drei mit unschönen Dingen und Wahrheiten auseinandersetzen müssen...

In Im Schatten des Mondkaisers geht es nahtlos weiter mit der Geschichte von Carya, Jonan und Pitlit. Bernd Perplies schickt die drei auf eine Reise ins Unbekannte. Dass der abenteuerlichste Teil erst dann beginnt, wenn sie in Paris ankommen, wird dem Leser schnell klar. Die eigentliche Reise verläuft nämlich fast schon zu problemlos. Sicher, es wird ab und an gefährlich, aber dafür, dass Carya, Jonan und Pitlit mehr als 1.000 Kilometer auf unbekanntem Terrain hinter sich bringen, hätte man als Leser vermutlich mehr Probleme erwartet. Das ist auch mein erster Kritikpunkt: Anfangs lief mir alles zu glatt, um dann ab der Hälfte des Geschehens ins genaue Gegenteil umzuschlagen. Da jagt dann eine Katastrophe die nächste. Meiner Meinung wäre eine Mischung von An- und Entspannung über das Buch verteilt vielleicht besser gewesen.

Sonst war die Entwicklung sehr interessant und insbesondere Jonan konnte in Im Schatten des Mondkaisers mein Herz gewinnen. Auch die Enthüllungen über Caryas Vergangenheit machen das Buch sehr spannend. Die Entwicklungen in ihrem Inneren, die ja schon in Flammen über Arcadion ab und an deutlich wurden, nehmen einen immer größeren Raum ein. Doch diese 'Erweckung' bringt nicht immer nur positives: diese 'neue' Carya ist hart, tödlich und kompromisslos, außerdem oft ziemlich unsympathisch. Doch obwohl man Carya da manchmal gerne Schütteln möchte, schafft es Bernd Perplies ihre Geschichte logisch und nachvollziehbar zu machen.
Wie schon im ersten Band der Die Carya-Trilogie war auch in Im Schatten des Mondkaisers die Verknüpfung von historischem und dystopischem Setting faszinierend umgesetzt. Alleine den Hof des Mondkaisers in Versailles anzusiedeln, ist ein toller Kniff des Autors gewesen. Auch die Gegebenheiten in Paris werden jedem, der die Stadt schon einmal besucht hat, sehr bekannt und doch irgendwie fremd vorkommen. Man kann sich die halbzerstörte Stadt mit ihren hart ums Überleben kämpfenden Bewohnern jedenfalls sehr gut vorstellen.
Der Hof des Mondkaisers mit all seinen Intrigen und haarsträubenden Gegebenheiten stellte für mich persönlich ein Highlight dar. Da gab es eine Menge hassens- oder verabscheuungswürdiger Personen, die dann auch noch in einem furiosen Finale aufeinander treffen. Zum Ende hin fand ich das Buch wirklich sehr gelungen und hätte eigentlich gerne direkt weiter gelesen. Keine Angst, es gibt keinen Cliffhanger in dem Sinne, aber man will einfach wissen, was es mit Caryas Hintergrund weiter auf sich hat.

Fazit: Trotz eines gewissen Missverhältnisses im dramaturgischen Aufbau las sich Im Schatten des Mondkaisers schnell und unterhaltsam. Bernd Perpliess Stil hat mir auch dieses Mal wieder viel Spaß bereitet. Ich freue mich jetzt schon auf Das geraubte Paradies (keine Rezension), das am 12. September 2013 erscheint.

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Cover Wo die Nacht beginnt deutsch

Diana und Matthew taten einen Schritt und wurden durch die Zeit in die Vergangenheit getragen. Gemeinsam landen sie etwas unelegant in Matthews zu Hause - im Jahr 1590. Sie hatten es tatsächlich geschafft! So richtig daran geglaubt hatte Diana nicht, aber nach der Erfahrung war sie auch nicht so wild, es gleich noch einmal zu tun.
Matthews Haus in Woodstock sah beinahe genauso aus wie im 21. Jahrhundert, doch roch es hier ganz anders. Diana war ganz in ihrem wissenschaftlichen Element. Wie würde es wohl sein zu dieser Zeit in England? Ob sie auf bekannte Persönlichkeiten treffen wird? Vielleicht sogar der Königin von England gegenüber stehen? Sie war gleichsam aufgeregt und verängstigt. Denn zu dieser Zeit war Matthew ein ganz anderer und die Wesen in seiner Gegenwart würden die Veränderung sicherlich merken. Keiner darf wissen, dass Diana und er verheiratet sind, denn Matthew ist ein bekannter Hexenverachter und Mitglied der Kongregation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat gegen Hexen vorzugehen. Doch nun ist alles anders und Matthew hat vor ein paar Fehler der Vergangenheit zu verhindern.

Seine engsten Vertrauten und Freunde jedoch müssen erfahren wer Diana ist, denn sie sollen ihr nun mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diana weiß weder wie sich eine Dame des 16. Jahrhunderts verhält noch wie sie sich zu kleiden hat. Vor allem aber bereitet ihr die Sprache Schwierigkeiten. Nicht jeder würde sich damit abspeisen lassen sie als Ausländerin auszugeben. Zu Matthews Freundeskreis zählen viele zu dem Zeitpunkt noch unbekannte Persönlichkeiten und Diana lernt erst jetzt ihren Mann richtig kennen.
Die Suche nach einer Hexe würde allerdings schwierig werden. Denn das ist einer der beiden Gründe, warum Diana und Matthew in die Vergangenheit gereist sind: eine Hexe soll Diana in der Magie unterweisen. In der Gegenwart kannte sich keiner in dem Maße damit aus um ihr behilflich zu sein, da noch keiner ahnen kann welche Kräfte sie wirklich besitzt. Im England der Vergangenheit angekommen beginnt sich Dianas Magie auf neue Weise zu zeigen. Die Hexenflut und derlei sind vorbei, dafür erspäht sie überall bunte Fäden und Fragen, die sie sich im Geiste stellt, werden auf eher ungewöhnliche Weise beantwortet. Dianas Sinne verändern sich und die Zeit drängt.
Matthew hatte gehofft schnell eine Hexe für Diana zu finden, während er nach Ashmole 782 suchen kann. Doch die Suche ist alles andere als einfach. Zu allem Verdruss erreicht Matthew ein Brief seines Vaters - er möge sich unverzüglich auf den Weg zu ihm machen. Matthew hat Angst vor der Begegnung und auch Diana ist wenig glücklich über diese Umstände. Dennoch reizt es sie diesen Mann kennenzulernen, der die wilde Ysabeau zähmen konnte und von dem Matthew kaum spricht.

So bleibt ihnen nichts anderes übrig als auf dem schnellsten Wege nach Sept-Tours zu reisen und sich Phillipe de Clermont zu stellen. Dieser kann kaum fassen was sein Sohn getan hat - eine Hexe zur Frau! Das würde ihnen noch viele Probleme bereiten. Doch da Ysabeau in der Zukunft diese Frau als ihre Schwiegertochter angenommen hat, kann Phillipe wenig dagegen tun. Matthew und Phillipe gleichen sich in vielerlei Dingen, merkt Diana und doch sind sie so unterschiedlich. Diana lernt viel zu dieser Zeit und hat es doch noch nicht geschafft das Manuskript zu finden oder auch nur eine Hexe die ihr helfen könnte. Ein weiter Weg liegt noch vor ihr und ihrem Gemahl und kaum jemand ist den beiden wohlgesonnen. Doch Phillipe denkt weiter als Matthew es vermag und erweist ihr eine ungeahnte Ehre.
Und noch etwas wird ihr im Jahr 1590 klar - Matthew und Diana sind nicht mehr allein.

Cover Shadow of Night englisch

Der zweite Band um die Hexe Diana Bishop und den Vampir Matthew de Clermont bringt den Leser in die spannende Vergangenheit des 16. Jahrhunderts. Ganz ehrlich - wer von uns Leseratten würde nicht gerne einen Blick in die Vergangenheit werfen um zu schauen wie Geschichte gelebt wurde? Ich habe mich mit diesem Buch jedenfalls sehr wohl gefühlt. Sicherlich ist es für die zwei Protagonisten nicht einfach und auch hier lauern an jeder Ecke Gefahren, doch man lernt ein wenig die Umstände kennen, die Matthew geformt haben.
Manches Mal wollte ich die beiden wild schütteln um sie zur Vernunft zu bringen, aber das geht ja leider nicht ;)

Deborah Harkness hat ein sicheres Händchen dafür die alltäglichen Dinge zu beschreiben, als wäre sie selbst dabei gewesen. Das machte es mir um so leichter, mir die Umgebung und Geschehnisse vorzustellen.
Die Reise der Beiden ist im Buch in unterschiedliche Abschnitte geteilt, so dass man gut nachvollziehen kann, wann ein neuer Aufbruch beginnt.

Besonders gefallen hat mir die Begegnung zwischen den beiden Reisenden und Matthews Vater Phillipe. Ich weiß nicht warum, aber in diesem Buch ist er mein Lieblingscharakter. Er macht wohl die schnellste Veränderung durch und muss sich innerhalb weniger Tage auf eine völlig neue Situation einstellen. Der Besuch aus der Zukunft zeigt ihm nämlich auch auf, wie es mit ihm selbst weitergeht. Besonders schön wird die Liebe zwischen ihm und seiner Gemahlin dargestellt, auch über Jahrhunderte entfernt. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut wenn ich daran denke =)

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Zwar habe ich sehr lange dafür gebraucht, aber das lag lediglich an mangelnder Zeit, nicht an dem Buch selbst. Und ich muss sagen, so hatte ich länger etwas davon und konnte mich auf jede Begegnung etwas mehr freuen.

Ein herzliches Dankeschön an den Blanvalet für die Übersendung des Rezensionsexemplars.

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Cover Too Stupid to Live Englisch

Sam ist bei anderen Männern noch nie besonders gut angekommen. Er ist zu groß, zu schlaksig, zu tollpatschig, zu schwul und noch dazu sind Liebesromane seine geheime Leidenschaft. Und wie die typischen Heldinnen in diesen Romanen hält Sam sich selbst auch oft für zu doof zum Leben. Deswegen wundert er sich auch nicht, dass er - wenn überhaupt - nur auf Loser trifft. Zumindest bis er Ian kennenlernt. Ian ist muskulös, gutaussehend, sportlich, männlich und macht es Sam ganz unmissverständlich klar, dass er nicht sein Typ ist. Sam ist tief getroffen, hat aber, wenn er ehrlich mit sich ist, nichts anderes erwartet.
Doch nachdem Ian ein bisschen über seine Begegnung mit Sam nachgedacht hat, muss er zugeben, dass der schmächtige Junge irgendetwas an sich hat, das ihn nicht mehr loslässt. Außerdem hat Ian sich geschworen, ein neues Kapitel in seinem Leben aufzuschlagen. Nach einem schrecklichen Unfall hat er die letzten Monate im Krankenhaus verbracht und danach seine Karriere als Feuerwehrmann an den Nagel gehängt. Sehr zum Leidwesen seines Vaters. Ians Beziehung zu ihm ist sowieso schon sehr angespannt, seit er seinem Vater eröffnet hat, dass er schwul ist und von dem Jobwechsel seines Sohnes ist er auch alles andere als begeistert. Doch nun hat ist Ian fest entschlossen, sein eigenes Leben zu leben - egal was sein Vater dazu sagt. Dazu gehört es auch, die erste echte Beziehung seines Lebens zu finden.
Doch Ian hat keine Ahnung, wie er sich jemandem öffnen soll. Er ist sich auch alles andere als sicher, ob Sam dafür überhaupt der Richtige ist. Doch mit irgendwem muss er ja mal anfangen, quasi als Übung. Zu allererst muss er aber ein paar Grundregeln festlegen...

Too Stupid To Live von Anne Tenino ist die Geschichte von zwei sehr verschiedenen Menschen. Sam und Ian könnten unterschiedlicher kaum sein und genau deshalb war es auch sehr amüsant, den beiden dabei zuzusehen, wie sie sich langsam zusammenraufen. Sam ist von Anfang an begeistert von Ian, vor allem weil er den Highlandern aus seinen Liebensschmonzetten so ähnlich sieht. Sam verliert sich gern in seinen Büchern, die ihm so viel mehr Romantik zu bieten haben, als sein echtes Leben. Er war erst in zwei Beziehungen und die waren alles andere als harmonisch. Deshalb ist es kein Wunder, dass er mehr bei Ian sucht, als dieser erst einmal zu bieten hat. Die einzigen Erfahrungen, die Ian mit Beziehungen hat, sind mit Frauen und die hat er auch nur geführt, um seinen Schein als hetero zu wahren. Sam ist wie gesagt kein bisschen der Typ Mann, den er sonst mag. Die Regeln, die er sich um Sam auflegt sind deshalb nicht besonders zartfühlend.
Auch wenn Sam ein bisschen trottelig und Ian manchmal fast ein bisschen kalt wirkt, so mochte ich sie doch beide recht gern. Natürlich lernt Ian im Laufe der Zeit mehr und mehr auf seine eigenen Gefühle zu hören und auch Sam beginnt, sich nicht immer von allen rumschubsen zu lassen. Besonders gut haben mir dabei Ians Therapiesitzungen, die er wegen seines Unfalls beginnt, gefallen, da sie der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit verliehen haben. Denn wie die meisten anderen Bücher von Anne Tenino ist Too Stupid To Live ebenfalls wieder sehr lustig und mit einer Menge cleveren Humor geschrieben.
Allerdings gab es für meinen Geschmack ein wenig zu viele Sexszenen. Zwar hatten diese zumindest teilweise starken Bezug auf die Geschichte (es dreht sich viel um Dominanz, aber auch Respekt und Vertrauen), trotzdem wurde es insgesamt irgendwann fast ein bisschen langweilig und flach.

Wenn man aber weiß, was man von Too Stupid To Live von Anne Tenino zu erwarten hat, ist es eine nette kleine Romanze, die durch sympathische Charaktere und viel Humor überzeugen konnte.
Es wurden jede Menge weiterer Charaktere vorgestellt, von deren Geschichten einige noch nicht zu Ende erzählt wurden, die aber sicherlich in einem der nächsten Bücher der Romancelandia-Reihe wieder aufgenommen werden.

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