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Cover Tangled Englisch

Drew Evans hat die Grippe. Seit 7 Tagen vegetiert er in seiner Wohnung vor sich hin, ernährt sich von Eiscreme und Pizzaservice und sieht fern. Aber das ist schon okay, denn - wie gesagt - er hat die Grippe. Dabei bleibt er ganz fest. Auf keinen Fall hat er Liebeskummer.
Denn Drew Evans ist ein Siegertyp. Er ist der Star in seiner Firma, verdient genug Geld, um sich seinen extravaganten Lebensstil zu leisten und verführt jedes Wochenende die schönsten Frauen New Yorks mit nicht weiter, als seinem Lächeln. Er führt das perfekte Junggesellenleben und hat absolut kein Bedürfnis, das zu ändern.
Zumindest bis er Katherine 'Kate' Brook kennenlernt. Sie hat gerade in Drews Firma angefangen und ist nicht nur schön, sondern auch intelligent, ambitioniert und verdammt gut in ihrem Job. Außerdem lässt sie sich absolut nichts von Drew gefallen und bietet ihm die Stirn, wo sie nur kann. Kein Wunder also, dass Kate ihm nicht mehr aus dem Kopf geht, auch wenn er sich manchmal nicht sicher ist, ob im positiven oder negativen Sinne - denn sie wird schnell zu seiner größten Konkurrenz. Trotzdem knistert es zwischen den beiden ganz gewaltig im Laufe der Monate.
Das absolut qualvolle Gefühl, das ihn überkommt, wenn er daran denkt, dass Kate einen anderen Mann heiraten will, kann aber dennoch auf keinen Fall Liebeskummer sein. Jetzt muss es ihm nur noch gelingen, sich auch selbst davon zu überzeugen. Drew hasst, wie er sich gerade benimmt und daran muss sich schnellstens etwas ändern. Denn wenn er eines weiß, dann dass Drew immer das bekommt, was er will. Und er will niemand anderen, als Kate.

Ihr denkt, Drew klingt wie ein ziemlich arroganter, selbstüberzeugter Mistkerl? Da kann ich euch kein bisschen widersprechen. Aber ich kann euch versichern, dass ihr ihn trotzdem mögen werdet - und dabei noch eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art zu lesen bekommt. Denn Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! von Emma Chase erzählt die Geschichte ausnahmsweise mal von der anderen Seite, nämlich aus der Sicht des scheinbar unverbesserlichen Weiberhelden. Und die ist es wirklich wert, gelesen zu werden.
Wie gesagt, Drew ist gerade für Frauen erst mal nicht gerade der sympathischste Typ. Er reduziert die meisten Frauen (zumindest die, mit denen er ins Bett steigt) auf ihr Aussehen und sieht keine von ihnen ein zweites Mal. Dass man ihm aber trotzdem irgendwie von Anfang an mag, hängt in erster Linie damit zusammen, dass er absolut ehrlich mit seinem...nennen wir es mal 'Lebensstil' umgeht. Er weiß, wer er ist und macht kein Geheimnis daraus.
Das Markanteste an Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! und damit auch an Drew ist aber definitiv der Humor. Wenn er über sein Leben oder seine Sicht auf die Welt sinniert, ist das einfach brüllend komisch. Es gab kaum eine Seite, auf der ich nicht wenigstens mal grinsen musste und oft genug ist mir auch ein echtes Lachen rausgerutscht. Manchmal ziemlich derb und frech, aber (fast) immer charmant schafft es Emma Chase eben vor allem durch den Humor Drew zu einem echten Sympathieträger zu machen. Auch seine oft eingefügten Jugendanekdoten und Weisheiten sind immer wieder eine Freude zu lesen.
Außerdem lässt Emma Chase den Leser wirklich in den Kopf seines männlichen Helden eintauchen und bietet einem so manche Einblicke, die man vielleicht nicht gerne hören will, an denen aber einfach etwas Wahres dran ist. Auch das ist etwas, das Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! definitiv vom Liebesroman-Einheitsbrei abhebt, denn arg viel beschönigt wird hier nicht. Man braucht aber keine Angst haben, denn auch Drew hat seine weiche Seite und so bietet das Buch die perfekte Balance zwischen Romantik und eben dieser ungewöhnlichen männlichen Perspektive.

Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich aber: Es gibt ein großes Missverständnis, mit dem alles in dieser Geschichte steht und fällt. Gerade das war mir allerdings etwas zu einfach gestrickt. Das restliche Buch ist so clever und mit Bedacht geschrieben, dass diese Lösung im Vergleich etwas enttäuschend ist.

Aber das ist wirklich nur ein ganz kleiner Punkt, der im Großen und Ganzen in Emma Chases Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! wirklich kaum ins Gewicht fällt. Durch Drews einzigartige Stimme und dem bösen Humor kann ich Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! wirklich absolut uneingeschränkt empfehlen. Besonders Leser, die Bücher im Stile von Wallbanger / Wallbanger - Ein Nachbar zum Verlieben und Seduction and Snacks / Kiss Me, Stupid! mögen, dürften auf ihre Kosten kommen. Emma Chase ist definitiv eine Autorin die ich mir merken werde.
Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! erscheint am 21. Mai 2013 in den USA. Eine deutsche Veröffentlichung ist bisher leider noch nicht geplant. Ganz ehrlich würde ich in diesem Fall aber so oder so zur Originalversion greifen - nur so kann man den Witz und Charme dieser Geschichte wirklich genießen.

I received this ARC from the author in exchange for an honest review.

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Zweilicht

Tags: Jugendbuch
12.05.2013
Cover Zweilicht deutsch

Jay hat in Deutschland alles hinter sich gelassen und ist zu seinem Onkel in die USA gegangen. Nach dem Tod seines Vaters, den er leider kaum gekannt hat, zieht es ihn in die Nähe der Menschen, die die letzten Jahre mit seinem Vater verbracht haben. Sein Onkel Matt und dessen Sohn Aiden sind ihm gegenüber jedoch nicht ganz so familiär eingestimmt wie er es sich gewünscht hätte. Zudem nervt ihn seine Mutter jeden Tag mit Nachrichten, er soll sie doch bitte anrufen. Doch Jay hat keine Lust mit ihr zu reden. Viel zu tief sitzt die Enttäuschung und Wut über seine Mutter.
Jahrelang hat sie die Nachrichten seines Vaters abgefangen, damit Jay denkt, er hätte ihn längst vergessen.
Mit Sicherheit war Robin kein einfacher Mensch, dafür war er zu speziell. Die Karten, die Jay in den Sachen seiner Mutter gefunden hat, beweisen, dass Robin auf spirituellen Wegen unterwegs war und je weiter die Zeit voran schritt, desto verwirrter wurden seine Nachrichten.
Doch nun ist Robin tot, er ist mit dem Motorrad in eine Schlucht gestürzt und Jay hat keine Chance ihn noch einmal all die Dinge zu fragen, die ihm seit seiner Kindheit auf der Seele liegen.

In New York fühlt er sich hingegen ziemlich wohl. Auch wenn die Menschen teilweise doch sehr mürrisch drein schauen, liebt er es die Skyline zu beobachten und auch die Schule verspricht interessant zu werden. Natürlich ist er der Neue und jeder hat seine eigene Art mit ihm umzugehen. Viele Mädchen wollen ihn unbedingt für sich begeistern, doch Jay hat nur Augen für eine - Madison. Die jedoch beachtet ihn überhaupt nicht und Jay - ganz der Jäger - versucht alles um ihre harte Schale zu knacken.
Als er dann einen der begehrten Plätze im Football-Team bekommt, scheint auch Madison ein wenig aufzutauen. Nach seinem ersten Spiel, ist er mehr als ramponiert, doch sie erweist ihm die Ehre zusammen ins Autokino zu gehen. Jay ist glücklich.
Wäre da nicht dieses andere geheimnisvolle Mädchen, das ihm vor ein paar Tagen aus einem Busch heraus beobachtet hat. Es war ganz merkwürdig gekleidet, hatte eher Tarnklamotten an und trug einen Speer bei sich. Doch sie hatte wunderschöne Augen udn war ganz verschreckt, als Jay sie entdeckte. Obwohl er Madison in den Armen hält, bekommt er das andere Mädchen nicht aus dem Kopf. Wer ist sie wohl? Oder sollte er sich lieber fragen 'was'?

Das lernt er dann ziemlich schnell auf brutale Art. Als ein Sturm Manhattan lahm legt und die Häuser zerstört, flüchtet Matts Hund Feathers völlig verstört durch die Stadt. Jay versucht ihn zu finden, denn ihm liegt viel an Feathers. Doch Feathers ist völlig durch den Wind. Als Jay beobachtet wie der Hund in eine Seitenstraße rennt und kurz darauf jault, ist Jay außer sich vor Wut. Mehrere Jugendliche wollen sich auf den Hund stürzen und bei Jay brennt eine Sicherung durch - etwas, was er mit seinem Vater gemein hat. Er prügelt sich mit den Jungs und kurz darauf steht das Mädchen hinter ihm und attackiert die Jugendlichen mit ihrem Speer. Jay ist fassungslos. Sie kann doch nicht einfach so auf andere Menschen einstechen! Doch es kommt noch schlimmer. Sie versucht ihm klar zu machen, dass dies nicht mehr seine Welt ist und er die Augen öffnen soll. Um ihm das aber zu beweisen, stößt sie ihn auf die Straße vor ein Auto. Gerade so kann er noch ausweichen und merkt, dass das Mädchen schon wieder verschwunden ist.
Irgendwas ist faul an der ganzen Sache, aber Jay kommt einfach nicht dahinter was es ist.

Zweilicht habe ich schon seit zwei Jahren in meinem Regal stehen und nachdem ich die Bücher von Nina Blazon bisher immer so gemocht habe, ist dieses ein Einschnitt in meine Begeisterung. Der Anfang beginnt völlig normal. Ein Junge will die große Welt sehen und geht nach Amerika. Soweit nichts Neues. Doch dann liest man von Wesen, die ihn im Schlaf beobachten und eben von diesem Mädchen, was ihm immer wieder mitteilen will, dass dies nicht mehr seine Welt ist. Das Ganze hat mich beim Lesen total durcheinander gebracht und spätestens als Jay beide Mädchen toll fand dachte ich mir nur 'Nicht so ein Buch'. Aber ja, es ist genau so ein Buch. Die Idee dahinter ist ziemlich gut, denn die zwei Mädchen repräsentieren unterschiedliche Welten und jede will ihn für sich haben. Während er völlig im Dunkeln tappt.
Leider ist die Umsetzung etwas mangelhaft. Es geht bestimmt nicht jedem so, aber mir ging diese Dreiecksbeziehung schon nach kurzer Zeit auf den Sender und auch das Umfeld von Jay ist irgendwie unangenehm.
Als er dann endlich bescheid weiß, wird es tatsächlich noch ein wenig spannender, aber es fehlt in vielerlei Hinsicht das Hintergrundwissen. Erst ganz am Ende erfährt man wer was ist und warum derjenige dieses tut. An sich nichts Neues, das machen viele Autoren so, aber in einem Krimi passt es, in einem Jugendbuch wäre es viele Seiten früher netter gewesen. Denn während ich im Kopf immer wieder überlegt habe wie das jetzt zusammenpasst, lief die Geschichte an mir vorbei. Das ist sehr schade.

Natürlich werde ich weiterhin Bücher von ihr lesen, aber ich hoffe, dass dieses Buch ein Ausrutscher war für meine Ansprüche. Leider kann ich dem Buch so nicht mehr Sterne geben.

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Cover Sweet Peril Englisch

Enthält Spoiler für Sweet Evil.

Ein halbes Jahr ist nun seit dem Gipfeltreffen der Dukes an Silvester, bei dem Anna von Engeln gerettet wurdeund gerade so mit dem Leben davon gekommen ist, vergangen. Doch seitdem haben die Dukes und anderen Dämonen ein noch strengeres Auge auf sie geworfen und Anna kommt nicht darum herum, wie alle Nephilim ernsthaft mit ihrer Arbeit anzufangen. Dadurch hat sich ihr Leben schlagartig geändert. Aus der einstigen Musterschülerin ist ein Partygirl geworden, das keine Feier auslässt und immer für einen Drink zu haben ist. Anna hasst sich dafür, kann aber auch den Kick, den sie fühlt, wenn sie andere und sich zum Alkohol verführt, nicht verleugnen.
Von ihren Nephilim-Freunden hört sie kaum noch etwas. Die Zwillinge Marna und Ginger sind in England unter den wachsamen Augen ihres Vaters und Kopano ist in seinem letzten Semester in Harvard. Blake und Kaidan sind dagegen nach L.A. gezogen und jeglicher Kontakt zu ihnen ist abgebrochen, denn Kai weigert sich, mit Anna zu sprechen. Es scheint so, als sei die Sache zwischen ihnen für ihn endgültig aus und vorbei. Anna sollte sich wohl langsam damit abfinden, doch sie ist immer noch bis über beide Ohren in Kaidan verliebt und kann ihn einfach nicht aufgeben.
Dann bekommt sie allerdings einen gänzlich unerwarteten Besucher, der Anna von einer uralten Prophezeiung berichtet, die die Befreiung der Welt von den Dämonen bedeuten könnte. Doch dazu braucht sie Verbündete. Und so kommt es, dass ihr Vater, der Dämon Belial, sie gemeinsam mit Kopano durch die Welt schickt, um mit potentiellen Mitstreitern zu sprechen. Die Reise ist allerdings sehr gefährlich, denn die Dämonen haben ihre Ohren überall und merken schnell, dass sich irgendetwas bei den Nephilim zusammenbraut...

Nachdem mich Wendy Higgins schon in Sweet Evil sehr angenehm überrascht hat, konnte sie sich in der Fortsetzung Sweet Peril sogar noch steigern. Denn mit dem zweiten Teil ihrer Trilogie liefert sie ein wirklich gelungenes Buch, das mir fast noch besser gefällt, als der erste Teil.
Unter anderem ist das Anna zu verdanken. Von dem schüchternen Mädchen ohne jede Lebenserfahrung ist kaum noch etwas übrig geblieben. Allein durch ihre 'Arbeit' hat sich daran viel geändert, auch wenn sie damit alles andere als glücklich ist. Doch sie ist bereit alles zu tun, um zu überleben. Besonders gut hat mir an Anna gefallen, dass sie zwar wirklich unter dem leidet, was sie sich und anderen antut, dabei aber nie aufgibt oder vergisst, wer sie ist. Auch eine der typischen jammernden Jugendbuchheldinnen ist sie nicht, obwohl sie ein sehr emotionaler Mensch ist. Anna ist eine starke junge Frau geworden, über die ich sehr gerne lese.
Auch diesmal stehen ihr wieder eine Menge weitere Charaktere zur Seite, allen voran Kopano, der Anna auf ihren Reisen begleitet. Es gibt immer wieder angespannte Momente zwischen den beiden und schnell wird klar, dass an Kaidans Verdacht wirklich etwas dran ist: Kope ist mehr als nur freundschaftlich an Anna interessiert und das bringt jede Menge Probleme mit sich, denn er ist wirklich ein ganz besonderer junger Mann. Doch an wen ich wieder so ein bisschen mein Herz verloren habe, ist Kaidan. Zwar sieht man von ihm nur sehr wenig in der ersten Hälfte des Buches (und das meiste davon ist nicht gerade positiv behaftet), wenn er denn aber später wieder öfter auftaucht, macht er alles wieder wett und Anna erlebt eine ganz neue Seite an ihm. Doch bis es dazu kommt, haben sowohl Anna als auch Kaidan einige schwere Fehler begangen und nicht nur Kope könnte nun zwischen ihnen stehen. So gibt es gerade zwischen Kaidan und Anna immer wieder traurige, herzzerreißende, aber auch wirklich schöne Momente zu erleben.

Was die Grundgeschichte angeht passiert zugegebenermaßen relativ wenig. Vielmehr dient Sweet Peril dazu, auf das finale Buch vorzubereiten. Für das mittlere Buch, also das Stiefkind vieler Trilogien, ist das ja eigentlich etwas sehr Typisches. Trotzdem ist es Wendy Higgins gelungen, dass Sweet Peril niemals langweilig wurde. Dazu deckt es viel zu viele Details und kleine Geheimnisse auf und lohnt sich allein deswegen schon. Die Charaktere und die Beziehungen untereinander entwickeln und verändern sich sehr, was für den Verlauf der Geschichte ebenfalls von Bedeutung ist. Das ist übrigens ziemlich glaubhaft gelungen, denn insgesamt umspannt das Buch eine Dauer von c.a. 1,5 Jahren. Genug Zeit also für einige interessante Entwicklungen. Auch ein paar neue Figuren werden vorgestellt, die ich nicht mehr missen möchte und mich sehr neugierig auf das machen, was die Zukunft bereithält. Insgesamt ebnet Sweet Peril auf sehr gelungene Weise den Weg für das letzte Buch und rückt alles in die richtige Position für das große Finale.

Sweet Peril hat wirklich alles: Spannung, tolle Charaktere, ein einfallsreiche Geschichte und eine große Portion Romantik. All das macht die The Sweet Trilogy zu einer wirklich lesenswerten Jugendbuch-Reihe, die ich Fans von Nephilim, Engel und Dämonen, nur wärmstens empfehlen kann.
Der dritte Teil wird Sweet Reckoning heißen und erscheint im Frühjahr/Sommer 2014 in den USA.
Leider ist mir immer noch nichts über eine deutsche Veröffentlichung bekannt.

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Cover All Bets Are On Englisch

Alice Ford führt ein sehr geregeltes Leben. Sie widmet ihre ganze Aufmerksamkeit ihrer Arbeit und ist auch sehr erfolgreich. Da bleibt nicht viel Zeit für soziale Kontakte. Und so bleibt sie abends oft zuhause, schaut fern oder arbeitet. Zugegeben nicht gerade der spannendste Lebensstil, aber wenigstens sicher. Mehr möchte sie gar nicht.
Das bedeutet aber auch, dass Alice, die seit 3 Jahren Single ist, keine neuen Männer kennen lernt. Nach einer sehr schlechten Erfahrung mit ihrem Ex-Freund Simon weiß sie allerdings nicht, ob sie das überhaupt möchte. Denn er hat sie auf schlimmste Art und Weise hintergangen und sie war wochenlang dem Gespött und Tratsch der Leute ausgesetzt. Vertrauen fällt ihr seitdem schwer und sie hat sich geschworen, niemals wieder in so eine Situation zu kommen.
In der Arbeit hat sich Alice deshalb neu erfunden. Sie ist als effizient und eiskalt bekannt, dachte aber, dass sie zumindest den Respekt ihrer Mitarbeiter genießt. Kein Wunder also, dass sie fast der Schlag trifft, als sie durch Zufall von der neuen Bürowette erfährt: Der Jackpot geht an den, der als erstes die Eiskönigin Ford ins Bett kriegt. Alice ist entsetzt. Wieder ist sie das Opfer eines grausamen Witzes. Als ob das nicht schon erniedrigend genug wäre, findet sie auch noch ausgerechnet Harry, der Womanizer des Büros, als sie sich nach diesem Fund auf der Damentoilette die Wunden leckt. Doch vielleicht kann genau er ihr helfen, aus ihrem Trott zu kommen und vielleicht ihren Ruf aufzupolieren. Schließlich ist Harry das genaue Gegenteil von dem was Alice will und damit perfekt, um zu lernen, wie man sich Aufreißer vom Hals hält.

Harry sieht seine große Chance gekommen, die Wette zu gewinnen, als Alice tatsächlich zustimmt, ihn zu treffen. Er versucht sich bei ihr einzuschmeicheln und bietet seine Hilfe an. Was sind schon ein paar Dates, wenn es bedeutet, die Wette zu gewinnen?
Womit Harry allerdings nicht rechnet, ist die Frau, die er hinter Alice kühler Fassade findet. Die ist nämlich lustig, warmherzig und ziemlich sexy. Leider hat sich Harry aber geschworen, sein Leben zu genießen und nur Spaß zu haben - dazu gehört auch, sich nicht langfristig zu binden.
Trotzdem gehen die beiden einander unter die Haut. Können zwei Menschen zusammenfinden, die so unterschiedliche Erwartungen vom Leben haben?

Bis es aber erst einmal zu dieser Frage kommt, vergeht allerdings einige Zeit. Denn einen Großteil von All Bets Are On von Charlotte Phillips geht dafür drauf, ständig zu widerholen, wie schlecht Alice behandelt wurde und das Simons Verrat im Grunde ihr (Sozial-)Leben ruiniert hat. Die Sache mit Harry betrachtet sie eigentlich erst mal eher distanziert, auch wenn sein gutes Aussehen sie nicht gerade kalt lässt. Auch Harry hat zu Beginn nur die Wette im Sinn. Das ändert sich mit der Zeit natürlich, dennoch konnte ich nie so richtig warm werden mit den beiden. Die Beziehung zwischen ihnen fühlt sich einfach zu kühl und unecht an.
Überhaupt finde ich es sehr merkwürdig, dass sich Alice überhaupt auf Harry einlässt. Sie möchte sich zwar neu erfinden - auch in der Arbeit -, dennoch ist es ziemlich unglaubwürdig, dass sie sich ausgerechnet Harry aussucht. Allerdings ist Alice für mich sowieso nicht gerade der sympathischste Charakter. Dafür ist sie mir zu naiv und gleichzeitig bissig. Manchmal benimmt sie sich wirklich wie eine 15-jährige und das fand ich für eine Frau Ende 20 mehr als albern.
Was mich aber am meisten gestört hat, war der Schreibstil, der ziemlich trocken und langweilig geraten ist. Besonders wenn sich die Autorin wieder an Alices Problemen und ihren Überlegungen aufhängt, konnte ich mich kaum vom Querlesen abhalten. Das einzig Positive ist, dass es flüssig geschrieben ist und man merkt, dass ein gutes Lektorat dahinter steckt. Den grundsätzlich aber schon sehr stumpfen Schreibstil kann das allerdings auch nicht retten.

Deswegen ist All Bets Are On von Charlotte Phillips wirklich kaum zu empfehlen. Das Einzige, was ganz nett war, ist London als Schauplatz, aber auch davon bekommt man relativ wenig mit. Ansonsten bietet All Bets Are On weder eine interessante Geschichte, noch glaubwürdige Charaktere oder ergreifende Romantik und konnte mich somit kein bisschen überzeugen.

All Bets Are On erscheint am 23. Juli 2013 in den USA.

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Cover Nur eine Liste deutsch

Acht Mädchen, eine Liste: Jedes Jahr wird auf der Mount Washington High School die Liste veröffentlicht. Niemand weiß, wer sie schreibt, doch in der Woche vor dem Homecoming Ball taucht sie überall auf. Auf der Liste stehen das hässlichste und das schönste Mädchen jeder Jahrgangsstufe. Auf einen Schlag berühmt, beneidet, bemitleidet, verlacht oder umbuhlt. Die Liste verändert alles...

Danielle, 9. Klasse, Hässlichste.
Danielle ist ein Schwimmass und zusammen mit ihrer besten Freundin Hope versucht sie in die Auswahlmannschaft der Schule zu kommen. Seit dem Sommer hat sie einen Freund, Andrew, der in der Stufe über ihr ist und ihr Herz höher schlagen lässt. Sie fühlt sich wohl an der High School. Dann erscheint die Liste. Andrew wird von seinen Footballfreunden verspottet, weil er ihr Freund ist. Er benimmt sich seltsam. Erst ein lausiger Abend und ein Schwimmwettkampf reißen Danielle aus ihrer Schockstarre...

Abby, 9. Klasse, Schönste.
Immer im Schatten ihrer schlauen und zwei Jahre älteren Schwester Fern stehend, freut sich Abby unheimlich über den Titel der Schönsten. Plötzlich laden sie ältere Jungs auf Partys ein und der Homecoming Ball verspricht toll zu werden. Abby fühlt sich in ihrem Element, auch weil die ältere Schwester ihrer besten Freundin Lisa als Abbys Vorbild ebenfalls auf der Liste steht. Allerdings sind Abbys schulischen Leistungen schon zu Beginn der High School so schlecht, dass Zuhause großer Ärger droht. Da ist die Liste nicht mehr nur ein Segen...

Candice, 10 Klasse, Hässlichste.
Candice ist alles andere als hässlich und das weiß sie. Sie manipuliert und schikaniert ihre Freundinnen. Solange, bis die Liste sie als 'innerlich hässlich' bezeichnet. Plötzlich steht Candice mehr oder weniger alleine da. Die einzige, die sich mit ihr abgibt, ist Lauren - ihre größte Konkurrentin und laut Liste die Schönste im Jahrgang. Trotzdem findet Candice Lauren sympathisch...

Lauren, 10. Klasse, Schönste.
Lauren ist neu an der Schule. Vorher wurde sie von ihrer Mutter Zuhause unterrichtet. Entsprechend fremd sind ihr die Gebräuche einer High School und die ersten Wochen ist sie ziemlich einsam. Die Liste überrascht Lauren, doch den vielen Mädchen, die sich plötzlich um sie scharen, kann sie nicht widerstehen. Sie beschließt, ihr neues Leben zu genießen...

Sarah, 11. Klasse, Hässlichste.
Sarah hasst die High School. All die Schüler, die wie Schafe in den verschiedenen Herden mitlaufen. Als Sarah die Liste entdeckt, steht sie gerade auf Kriegsfuß mit ihrem besten Freund Milo und hat eigentlich keinen Bock auf so einen Scheiß. Doch dann beschließt sie, die Liste im wörtlichen Sinn wahr zu machen und startet ein Experiment. Dass sie dabei selbst am meisten zu leiden hat, hat Sarah nicht bedacht. Doch zum Glück ist sie nicht allein...

Bridget, 11. Klasse, Schönste.
Bridget findet sich überhaupt nicht schön. Doch über den Sommer hat sie ein Mittel gefunden, wie sie sich besser fühlt - sie fastet mehr oder weniger extrem. Gerade als sie wieder ansatzweise zu normalen Essgewohnheiten gefunden hat, erscheint die Liste. Und damit beginnt ein Teufelskreis. Ihre kleine Schwester Lisa weiß nicht, was sie von dieser neuen Bridget, die keinen Spaß mehr an Sachen, wie einem geteilten Eisbecher hat, halten soll. Doch das ist Bridget egal, die Liste ist wichtiger...

Jennifer, 12. Klasse, Hässlichste.
Jennifer steht nicht nur dieses Jahr auf der Liste. Alle vier Jahre an der High School war sie die Hässlichste. Von ihrer extremen Reaktion in der 9. Klasse hat sie sich zu einem Profi im Aushalten von Mitleid, Häme und Gehässigkeiten gemausert. Jennifer hat beschlossen, den Ruhm der Hässlichsten aller Hässlichen bis aufs Letzte auszukosten. Doch sie spielt mit gezinkten Karten...

Margo, 12. Klasse, Schönste.
Margo hat mit Rachel und Dana zwei super Freundinnen. Alle drei standen sie schon als Schönste auf der Liste. Eigentlich sollte diese Woche eine der besten ihres Lebens werden, doch Jennifer droht ihr den Rang abzulaufen. An Berühmtheit, aber auch weil Dana und Rachel sie bemitleiden und nun ständig anschleppen. Vor der High School waren Jennifer und Margo mal befreundet und auch jetzt noch kennen sie einander viel zu gut...

Cover The List englisch

Das war jetzt eine ziemlich lange Einleitung, die hoffentlich nicht zu viel verrät. Doch die faszinierende Idee hinter The List / Nur eine Liste verdient es meiner Meinung, dass man auf den Charakter aller acht Mädchen einen kurzen Blick wagen sollte. Durch die Augen aller erlebt man das Geschehen und begleitet sie von dem Montag, an dem die Liste aufgehängt wird, bis zum Samstag, dem Tag des Balls. In dieser kurzen Zeit lässt Siobhan Vivian die Personen einen weiten Weg zurücklegen. Manche, die anfangs unsympathisch erscheinen, belehren einen eines Besseren, andere verspielen mit der Zeit jede Sympathie und wieder andere sind einfach nur faszinierend zu beobachten - unabhängig davon, ob es um Freude, Elend oder Kompromisslosigkeit geht.

The List / Nur eine Liste hat mich in seiner direkten Art und der Schärfe, mit der das System High School seziert wird, sehr an Hate List / Die Hassliste erinnert. Die Thematik ist natürlich nicht so krass wie ein Amoklauf, doch die Tragweite, die eine solche Liste entwickeln könnte, wird in Siobhan Vivians Buch ebenso deutlich. Insgesamt hat mich das Schicksal der Personen jedoch in sehr unterschiedlichen Maße berührt. Naturgemäß können nicht alle acht Mädchen sympathisch sein oder Züge haben, die einen ansprechen. Infolge dessen fand ich die Idee des Buches zwar großartig, bin aber insgesamt nicht völlig umgehauen worden (wie damals von Hate List / Die Hassliste). Dennoch geht mir The List / Nur eine Liste mit seinen Charakteren auch Tage nach dem Lesen noch im Kopf herum. Die Dynamik, die sich nach der Veröffentlichung der Liste entwickelt, war wirklich faszinierend zu verfolgen. Über die Abgründe, die sich in Menschen auftun können, kann man immer wieder nur stauen.

Fazit: Eine tolle Idee, die mit unterschiedlich sympathisch und spannenden Charakteren umgesetzt wurde. Die acht Perspektiven machen es allerdings nicht ganz leicht, sich vollständig in das Buch zu verlieben. Dennoch hallt The List / Nur eine Liste nach.

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