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Cover Fifty Shades Darker englisch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Fifty Shades / Shades of Grey.

Anastasia kann nicht so recht glauben, dass sie das getan hat. Sie hat ihn verlassen, ja ist regelrecht geflüchtet vor dem einzigen Mann, der je in ihr Herz und auch ihr Höschen durfte. Doch sie konnte einfach nicht mehr. Seine Wünsche und Bedürfnisse passen einfach nicht in ihre Vorstellung einer Beziehung, denn eins weiß sie: sie will nicht nur seine Untergebene sein, sie will die Frau an seiner Seite sein, von ihm geliebt werden.
Aber Ana weiß auch, dass Christian kein Mann ist der lieben kann. Ein Mensch, der eine derart negative Einstellung von sich selbst hat, kann wohl nicht verstehen, dass er geliebt wird.

Sie wird seinen Gesichtsausdruck nie vergessen, als sie aus seiner Wohnung geflüchtet ist und auch jetzt noch hat sie seinen Blick vor Augen. War es wirklich die richtige Entscheidung? Wird er sie einfach vergessen und sich eine Neue suchen?

Viel Zeit zum Nachdenken hat sie nicht, denn ihr neuer Job hat begonnen und sie will natürlich einen guten Eindruck machen. Jack, ihr neuer Chef, scheint jedenfalls angetan von ihr zu sein und sie versucht ihre Arbeit so gut es geht nicht von ihren privaten Problemen beeinflussen zu lassen.
Gerade jetzt bräuchte sie ihre Freundin Kate besonders, doch die vergnügt sich derweil mit Elliot, Christians Bruder, auf der Sonneninsel Barbados.
An ihrem ersten Arbeitstag erhält sie einen großen Blumenstrauß mit einer Karte - Christian! Wie soll sie so über ihn hinwegkommen?

Völlig unterwartet erhält Ana zwei Tage später eine E-Mail von Christian - er erinnert sie an Josés Ausstellung und bietet ihr an, wohlwissentlich dass sie keinen eigenen Wagen hat, sie zur Ausstellung zu begleiten.
Sie denkt eine kleine Weile darüber nach und kommt zu dem Schluss, dass es nett ist ihr dies anzubieten und sie will schließlich unbedingt zu Josés Ausstellung.

Die Suche nach dem perfekten Outfit gestaltet sich als schwierig. Die tollen Kleider hängen im Schrank in Christians Apartment und ihr eigener Kleiderschrank gibt wenig her. Also sucht sie bei ihrer Mitbewohnerin nach etwas passendem und stellt erschrocken fest, dass sie in den letzten Tagen viel Gewicht verloren hat. Kein Wunder, nach ihrem Abgang bei Christian hat sie kaum etwas gegessen. Wie er wohl darauf reagiert?

Dann ist es so weit - vor dem Eingang zu ihrem Bürogebäude hält der ihr bekannte dunkle Wagen. Sie wird nervös. Wie wird er reagieren wenn er sie sieht? Hat er sich verändert? Hat er sie vielleicht doch vermisst?
Es gibt nur einen Weg das herauszufinden - sie wagt sich in die Höhle des Löwen. Taylor scheint erfreut sie wieder zu sehen und öffnet ihr die Wagentür. Es tut so gut jemanden zu sehen, der ihr wohlgesonnen ist.

Kaum hat sie im Wagen Platz genommen beginnt er Herz zu rasen. Da sitzt er. Genauso wie sie ihn in Erinnerung hat, umwerfend. Natürlich merkt er sofort ihren Gewichtsverlust und spricht sie darauf an. Da wären wir also wieder, es hat sich nichts geändert. Doch Ana ist zu voreilig. Christian hat sich verändert und kaum 5 Minuten später öffnet er ihr sein Herz. Er hat sie vermisst, sehr sogar. Die letzten Tage waren also nicht nur für Ana die Hölle. Ein kleiner Hoffnungsschimmer breitet sich in ihr aus. Vielleicht ist sie ja doch mehr für ihn als nur ein Betthase?

Mit dem Heli geht es von Seattle nach Portland und die Unterhaltung nimmt eine neue Wendung. Christian will sie wirklich zurück! Doch um welchen Preis? Ana kann ihm nicht geben was er braucht.
Doch zu erst steht die Ausstellung an. José ist so talentiert, das hat er schon bei den Fotos von Christian bewiesen, die er für das Interview gemacht hat. In der Galerie angekommen wird Ana von wildfremden Menschen angesprochen und von allen Seiten angeschaut. Was ist hier los? Woher kennen sie denn diese Menschen alle? Und dann entdeckt sie die Bilder. José hat Fotos von Ana aufgehängt, sie bilden den Mittelpunkt seiner Ausstellung. Ana ist baff. Das hätte er ihr ja vielleicht mal sagen können. Auch Christian scheint alles andere als begeistert zu sein, denn es zeigt ihm einmal mehr, dass José in Ana mehr als nur eine gute Freundin sieht. Nur Ana merkt wieder nichts und ist schon bald von Christians ablehnender Haltung ihrem alten Freund gegenüber genervt. Wann kapiert er es endlich? Die Ausstellung läuft gut, doch Ana fühlt sich ein wenig bloß gestellt durch die Fotos.
Schon recht kurz nach ihrer Ankunft vor Ort drängt Christian zum Aufbruch. Er hat es sich in den Kopf gesetzt Ana zum Essen auszuführen und will sie möglichst weit weg von diesem Fotografen haben. Zudem müssen sie reden - unbedingt. Also willigt Ana ein und sie machen sich auf den Weg zu einem kleinen Restaurant. Kaum haben sie bestellt, beginnt Christian da Gespräch. Er hätte nie gedacht, dass es ihm so gehen könnte wie in den letzten fünf Tagen - und alles nur weil Ana ihn verlassen hat. Sie hat eine Seite in ihm geweckt, die er vorher nicht kannte und die keine andere je ausfüllen kann.
Ana ist geschockt und glücklich zu gleich. Hat sie es wirklich geschafft diese harte Schale zu knacken? Kann er vielleicht doch lieben?

Aber Ana kann nicht vergessen. Weder seine Bedürfnisse, noch seine Vergangenheit und am aller wenigsten seine 'Lehrmeisterin'. Sie wird immer in seiner Nähe sein und Ana weiß nicht ob sie das ertragen kann.
Doch schon bald hat Ana ganz andere Probleme. Eine junge, schmutzige und leicht verwirrte Frau begegnet ihr. Wer ist das? Und wieso sieht sie ihr so verdammt ähnlich?

Cover Gefährliche Liebe deutsch

Puh, eine lange Einleitung zum zweiten Band, ich weiß. Aber es ist leider schwierig bei diesen Büchern ein spannendes Ende zu finden.
In Fifty Shades Darker / Gefährliche Liebe finden Ana und Christian also wieder zusammen - schon irgendwie logisch, sonst hätte sich E. L. James den letzten Band der Reihe Fifty Shades Freed / Befreite Lust schenken können.
Während im ersten Band die Schlafzimmer-Beziehung der beiden Hauptcharaktere im Vordergrund stand, kam hier tatsächlich noch etwas Neues hinzu. Mir hat die erste Hälfte des Buches tatsächlich Spaß gemacht zu lesen, weil so ein klein wenig Nervenkitzel dazu kam. Natürlich gibt es auch in diesem Band wieder mehr Sex als es dem Leser gut tut. Ich mag gar nicht daran denken, wie es wohl im letzten Teil aussieht ...
Aber lesen werde ich ihn wohl dennoch.

Ana macht in diesem zweiten Teil eine kleine Veränderung durch. Sie sagt immerhin nicht mehr zu allem Ja und Amen und auch Christian verändert sich. Aus dem harten Kerl wird ein Mann mit weicher Seite. Man könnte meinen, die Autorin hätte einen völlig neuen Charakter erschaffen, was schon ein wenig schade ist. Schließlich ist die Figur Christian das, was die Bücher aus macht.
Dennoch hat mir der zweite Teil besser gefallen als der Erste. Warum genau kann ich gar nicht mal so direkt sagen. Vielleicht ist es wirklich die Veränderung von Ana, die sich ein wenig mehr auf die dunkle Seite traut.
Genervt bin ich allerdings weiterhin von den grandiosen Dialogen und dem ständigen 'Er ist so toll - was will er nur von mir.'. Hier merkt man ganz deutlich die Verbindung zu Bella aus der Twilight Saga / Biss-Reihe.

Nun liegt noch ein Buch vor mir und ich hoffe einfach mal, dass hier noch ein wenig mehr Spannung aufkommt, da das Ende diese Vermutung stützt.

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Cover Gameboard of the Gods Englisch

Nachdem die Welt von religiösen Extremisten und dem mysteriösen Virus Mephistopheles beinahe zerstört wurde, hat sich zwangsläufig eine neue Weltordnung entwickelt. In Europa herrscht Chaos und in den verschiedenen Provinzen, wie z. B. Südamerika, ist Kriminalität alltäglich. Einzig in der Republic of United North America (RUNA) herrscht ein geregeltes Leben. Die Bevölkerung lebt dort relativ luxuriös und sicher und verfügt über neueste Technik. Allerdings hat diese Sicherheit ihren Preis: Die Menschen werden überwacht, Geburten und genetisches Erbmaterial kontrolliert und die meisten Religionen sind schon lange verboten.
Dafür, dass das alles funktioniert, sorgen, neben dem Militär und der Polizei, die Praetorians, eine Spezialeinheit, deren Mitglieder dank eines Implantats über besondere Fähigkeiten und Schnelligkeit verfügen. Eine von ihnen ist Mae Koskinen. Mae liebt ihren Job. Sie ist bereit alles zu geben, um die Ordnung der RUNA aufrecht zu erhalten und glaubt an das, wofür ihr Land steht.
Eigentlich hat Mae sich zu jeder Zeit vollkommen unter Kontrolle - außer an einem verhängnisvollen Tag, an dem sie ausgerechnet auf einer Beerdigung provoziert wird und einen Kampf vom Zaun bricht. Und die nehmen bei Praetorians schnell extreme Ausmaße an. Zur Strafe muss Mae zwei Regierungsbeamte nach Panama City begleiten, um dort den ehemaligen Servitor (Ermittler, die die Entwicklungen von Religionen und Sekten kontrollieren) Dr. Justin March aus dem Exil zurück in die RUNA zu holen. Mae wird prompt zu seinem Bodyguard ernannt, denn Justin soll in einer Mordserie ermitteln, die landesweit für Aufsehen sorgt und in der alle Opfer durch rituelle Waffen zu Tode gekommen sind.
Je näher die beiden den Dingen auf den Grund gehen, umso klarer wird ihnen, dass dahinter nicht einfach religiöse Fanatiker stecken - jedenfalls nicht nur. Etwas viel Größeres hat seine Finger im Spiel. Etwas, das sich nicht wissenschaftlich erklären lässt und in das sowohl Justin als auch Mae bereits viel länger verstrickt sind, als ihnen bewusst ist.

Die Welt von Gameboard of the Gods ist so komplex, dass es unmöglich ist, das alles in ein paar Sätzen zusammen zu fassen. Richelle Mead nimmt sich dementsprechend viel Zeit dem Leser diese Welt erst einmal vorzustellen. Das hat zum Vorteil, dass sich der Leser ziemlich gut in diese neue Realität, in der sich wirklich einiges verändert hat, einfühlen kann und sich das meiste schon nach kurzer Zeit recht natürlich und logisch anfühlt. Leider bleiben dabei aber zu Beginn die Charaktere ein wenig auf der Strecke und das hat mir den Einstieg etwas erschwert.
Bei ihren Charakteren beweist Richelle Mead aber wieder ein besonderes gutes Händchen. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Mae, Justin und gelegentlich auch Tessa, der Tochter von Justins bestem Freund aus Panama, die er mit in die RUNA nimmt. Mae wirkt auf den ersten Blick extrem kühl und unnahbar, was sowohl mit ihrem Hintergrund, als auch natürlich ihrem Job als Praetorian zu tun hat. Doch hinter ihrer kontrollierten Fassade steckt wesentlich mehr. Sie ist loyal und mutig, hat aber große Schwierigkeiten, sich zu öffnen. Das liegt aber auch daran, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt. Denn manchmal, wenn sie kämpft, spürt sie, dass sie eine Art Macht überkommt, die sie sich nicht erklären kann.
Justin ist so ziemlich ihr genaues Gegenteil. Er tut immer das, worauf er gerade Lust hat. Und das sind meistens Alkohol, Zocken, Drogen und Frauen. Meist in Kombination. Sein gutes Aussehen und Charme helfen ihm dabei natürlich. Doch Justin ist auch ein genialer Ermittler. Er kann Menschen durchschauen wie kein anderer und so dauert es nicht lange, bis er feststellt, dass auch Mae Geheimnisse hat. Justin selbst versteckt allerdings ebenfalls etwas. Als Ermittler der SCI (Sect and Cult Investigation) sollte er eigentlich der Letzte sein, der an Gottheiten oder das Übernatürliche glaubt. Er hat aber schon vor langer Zeit gelernt, dass der Mensch längst noch nicht alles weiß. Tatsächlich hat er sogar zwei ständige Begleiter, die ihn daran erinnern, dass es mehr da draußen gibt...
Vor allem durch diese beiden sehr unterschiedlichen Figuren bekommt die Geschichte (nachdem sie die etwas träge Anlaufzeit überstanden hat) eine tolle Dynamik. Justin und Mae sind gleich auf mehrere Arten miteinander verbunden, die erst nach und nach aufgedeckt werden. Während ihren Ermittlungen stoßen sie auf jede Menge Hinweise, die irgendwann ganz plötzlich Sinn ergeben und einen wirklich gelungenen Höhepunkt ermöglichen.
Es fällt übrigens ziemlich schwer, Gameboard of the Gods einem bestimmten Genre zuzuweisen. Es ist Fantasy, denn der Titel ist nicht ohne Grund gewählt und diese Gottheiten haben einiges vor für ihre Spielfiguren. Es ist aber auch Science Fiction und zu einem gewissen Grad vielleicht sogar eine Dystopie. Normalerweise mag ich es nicht, wenn sich gerade Fantasy und Dystopie vermischen, doch im Falle von Gameboard of the Gods klappt diese Verschmelzung so gut, logisch und unübertrieben, dass es mir sehr gefallen hat.

Trotzdem, auch nach dem etwas zähen Anfang konnte ich Gameboard of the Gods nicht wirklich einfach runterlesen. Ich weiß nicht woran es liegt - denn wie gesagt, das Buch macht mit spannenden Charakteren und einer interessanten Geschichte wirklich alles richtig - trotzdem habe ich einige Tage gebraucht, um das Buch zu beenden. Das und die Tatsache, dass es relativ wenig Romantik gibt, sind eigentliche meine einzigen Kritikpunkte.
Da eine langsam aufkeimende Liebesgeschichte aber typisch für Richelle Mead ist, mache ich mir für den Rest der Age of X-Reihe eigentlich keine Sorgen. Denn auch den zweiten Band, der bisher noch ohne Titel ist, werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Zwar gibt es keinen wirklichen Cliffhanger und die Geschichte um die Morde ist im Großen und Ganzen in sich abgeschlossen, aber gerade gegen Ende gibt es so viele Hinweise und Details, die Maes und Justins Rolle betreffen, dass ich mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Gameboard of the Gods erscheint in den USA am 4. Juni 2013. Über eine deutsche Veröffentlichung weiß ich bisher noch nichts, allerdings stehen die Chancen wohl recht gut.

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Cover Pickup Men Englisch

Sich zu outen ist in den seltensten Fällen einfach. Keiner weiß das besser, als Marty. Denn auch wenn er mit seiner Familie und seinen Freunden nur positive Erfahrungen gemacht hat, sehen es viele Menschen in der Rodeo Szene nicht ganz so gelassen, dass einer der besten Pickup Men (so werden die Männer genannt, die den Rodeo-Reiter von den buckelnden Wildpferden runterholen) überhaupt schwul ist. Es gibt immer wieder engstirnige Machos, die Marty das Leben schwer machen. Er ist aber dennoch froh sein Leben nicht im Geheimen führen zu müssen.
Trotzdem versteckt er seine Beziehung gerade. Denn Tripp, mehrfacher Rodeo-Champion und der Mann, mit dem Marty seit über einem Jahr eine heimliche Beziehung führt, hat sich immer noch nicht geoutet. Und wenn man bedenkt, wie eiskalt er Marty in der Öffentlichkeit ignoriert, hat er das wohl auch in Zukunft nicht vor. Marty ist natürlich alles andere als glücklich damit, doch er liebt Tripp über alles und hofft immer noch, dass er sich irgendwann zu ihm bekennt.
Als er allerdings sein Leben riskiert, um Tripp in der Arena vor einem Bullen zu retten, und dabei selbst von ihm auf die Hörner genommen wird, reicht es Marty endgültig. Denn anstatt Marty in der zur Seite zu stehen und sich zu vergewissern, dass er sich nicht verletzt hat, steht er am anderen Ende der Arena und schaut nur zu wie Marty von den Sanitätern abtransportiert wird. Erst am Abend schleicht sich Tripp heimlich ins Krankenhaus. Doch da ist es für Marty schon zu spät. Er hat genug davon, ein schmutziges Geheimnis zu sein. Er trennt sich von Tripp
Doch Tripp hat nicht grundlos so panische Angst, sich zu outen. Trotzdem ist er bereit um Marty zu kämpfen, auch wenn das alte Dämonen auf den Plan ruft, die ihn seit Jahren verfolgen...

Ich muss zugeben, dass es die Problematik von Homosexualität in einer Machoszene wie dem Rodeo Zirkus war, die mich an Pickup Men von L.C. Chase am meisten interessiert hat. Das hat auch tatsächlich sehr viel Stoff für die Geschichte hergegeben. Ich konnte durchaus verstehen, wieso Tripp dieser letzte Schritt so schwer gefallen ist. Sein einziges Vorbild ist Marty und im Gegensatz zu ihm, kann Tripp sich nicht auf eine liebevolle Familie und verständnisvolle Freunde stützten. Im schlimmsten Fall könnte der Profisportler sogar seinen wichtigsten Sponsor verlieren. Es steht also wirklich viel auf dem Spiel für ihn.
Doch auch Marty konnte ich nur zu gut verstehen ? spätestens ab seinem Unfall. Der war nämlich wirklich alles andere als harmlos und die Art und Weise, wie Tripp ihn behandelt hat, war unverzeihlich. Das sich etwas ändern muss, ist klar und Marty hat jedes Recht, das zu verlangen.
Alles in allem ist die Ausgangssituation in Pickup Men also eigentlich recht interessant und hat durchaus Lust auf mehr gemacht. Allerdings konnte das Buch dennoch nur bedingt meine Aufmerksamkeit halten. Denn gerade in der ersten Hälfte gibt es zu wenige Szenen zwischen Tripp und Marty, die mich wirklich an ihrer Geschichte teilhaben ließen. All ihre Probleme werden eher in ihren Köpfen behandelt, als wirklich miteinander. Eine echte emotionale Verbindung zwischen den beiden hat mir gefehlt. Ich hatte auch das Gefühl, dass man mehr von Martys Freunden Kent und Bridge sieht, als von Tripp.
Das Level an Drama ist ebenfalls stellenweise ein wenig übertrieben. Die Hauptcharaktere bringen viel Zeit auf die ein oder andere Art im Krankenhaus zu und es war ein ständiges Hin und Her, wer jetzt gerade wem hinterher jagt. Wirklich Emotionen kommen aber dennoch nicht auf. Das liegt vielleicht auch ein wenig an L.C. Chases etwas zu beschreibenden und flachen Schreibstil.

Insgesamt ist Pickup Men von L.C. Chase daher eine nette Geschichte, der aber trotzdem das gewisse Etwas fehlt und die nicht ganz durchdacht wirkt. Die Hauptcharaktere verbringen zu viel Zeit getrennt voneinander und wirkliche Emotionen werden auch nicht vermittelt. Es ist sicher nicht das Schlechteste M/M Romance Buch, das ich je gelesen habe, allerdings definitiv auch nicht das Beste.

Pickup Men erscheint am 8. Juli 2013 in den USA.

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Cover Junimond deutsch

Pfingsten 2012. Vier Potsdamer Teenager, ein Filmprojekt und eine Menge Dinge, die schief gehen können:

Nick (16).
Bester Freund von Ares und Olivia. Nick ist ein Denker - ohne eine Sache von allen Seiten betrachtet zu haben, wird er selten tätig. Er hat ein Händchen für Computer und ist ein Genie, wenn es um das Schneiden von Filmen geht. Seine Mutter ist caritativ tätig, sein Vater Arzt und er ist der Zweitälteste von vier Jungen im Alter zwischen 18 und 6 Jahren. Seit einiger Zeit ist Nick heftig in Olivia verliebt.

Ares (16).
Bester Freund von Nick und Olivia. Ares ist ein Macher. Wenn er einen Plan gefasst hat, fängt er an, diesen umzusetzen. Seine Pläne geht er an, als kenne er keine Selbstzweifel: Egal ob es sich um das jährliche Filmprojekt für die Schule handelt oder die Idee, Gitarre zu lernen und eine erfolgreiche Punkband zu gründen. Er hat eine ältere Schwester und Eltern, die kurz vor ihrer Trennung stehen. Geht es um Mädchen, ist Ares gar nicht mehr cool. Stella bringt sein Herz zum Klopfen und seine Stimme zum Verstummen.

Olivia (16).
Beste Freundin von Nick und Ares. Olivia hat eine untrügliche Intuition, wenn es um Filme geht. Außerdem ist sie die Prinzessin: Denn seit ihre Mutter die Familie vor zehn Jahren verlassen hat, wohnt sie allein mit ihrem Vater in einer riesigen Villa und bekommt von ihm jeden Wunsch erfüllt. Aupairmädchen, Kindermädchen und Haushaltshilfen haben sich seitdem die Klinke in die Hand gegeben. Olivia hat im Winter eine einschneidende Erfahrung gemacht, die sie immer noch nicht verdaut hat.

Stella (16).
Stella ist clever, eloquent und belesen. Dokumentarfilme oder andere tiefgründige Filme sind ihr Ding. Sie hat mit ihrer Hippiemutter Liz schon in den verschiedensten Städten und Ländern gelebt. Nun hat Liz ein Haus geerbt und zieht mit Stella kurzerhand von Berlin nach Potsdam. Stella fühlt sich allein und vom Leben angeschnitten. Doch als sie Ares, Nick und Olivia richtig kennenlernt, wird Potsdam immer reizvoller. Insbesondere Ares mit seinen grünen Augen hat es ihr angetan.

Katrin Bongard hat mit Junimond wieder eine sehr schöne Geschichte um das Erwachsenwerden und das Filmbusiness geschrieben. Im Gegensatz zu Flying Moon geht es hier nicht um das Schauspielern für einen professionellen Film, sondern um ein schulisches Filmprojekt. Ein engagierter Lehrer bietet es seinen Schülern jährlich an und Olivia, Nick und Ares sind inzwischen seit Jahren dabei und eine eingeschweißte und erfolgreiche Truppe beim Filme machen. Mit Stella stößt nun aber eine zusätzliche Person zu 'den drei Musketieren'. Und so müssen sich die vier arrangieren und versuchen, zu einer Art 'Fantastic Four' zu werden. Dabei kommen ihnen allerlei Probleme wie Herzensdinge, Unfälle, Familienstreitigkeiten oder Polizeieinsätze in die Quere. Doch die historische Recherche in Potsdams Villenviertel eröffnet ihnen auch den ein oder anderen neuen Horizont.

Junimond liest sich sehr locker und leicht, was definitiv auf den schönen Schreibstil von Katrin Bongard zurückzuführen ist. Das Buch braucht allerdings ein wenig, um in Fahrt zu kommen. Man erlebt die Geschichte aus der Perspektive aller vier Protagonisten, ergänzt um sehr charmante Rückblenden in die Kindergartenzeit von Ares, Nick und Olivia. So dauert es ein wenig, bis man Olivia, Stella, Ares und Nick wirklich gut kennenlernt. Insbesondere Olivia und Ares wirken zuerst etwas oberflächlich, was aber täuscht. Man sollte Junimond also seine Zeit geben, um dann wirklich gut unterhalten zu werden.
Die Autorin schafft es sogar, die historischen Begebenheiten in Potsdam von der NS-Zeit, über den zweiten Weltkrieg und die DDR-Vergangenheit bis in die heutige Zeit lebendig zu erzählen. Einfach indem sie die vier Protagonisten recherchieren lässt und sie die Geschichte durch Interviews, mündliche Überlieferungen oder einzelne Lebensgeschichten erfahren. Das Ganze wirkt so sehr lebensnah und farbig.

Warum dann keine volle Bewertung, mag man sich fragen. Das liegt daran, dass ich manche Sachen etwas überzogen fand. Beispielsweise Stellas verrückte Mutter oder die Tatsache, dass die Jungens da diesen Zusammenstoß in der Garage haben. Nicht ganz nachvollziehen konnte ich auch Stellas Vorliebe für den eher einfach gestrickten Skaterboy oder ihr ganz bestimmte Art von Outfits, die irgendwie nicht zu einem jungen Mädchen gepasst haben, welches unbedingt Jura studieren will. Klar, damit reite ich gerade auf Vorurteilen rum, weil Menschen nie nur so oder so sind. Doch da alle vier nur eine begrenzte Zeit haben, um sich dem Leser vorzustellen, waren diese Momente, in denen man beim Lesen ins Stutzen kam, irgendwie störend. Doch nach einiger Zeit waren mir dann zum Glück allen vier Charaktere gleich sympathisch und die Personen als Ganzes erschienen rund. Zum Ende hin mir Junimond sehr viel Spaß gemacht und ich hätte gerne sogar noch etwas mehr über den sehr spannend klingenden Film erfahren.
Sicher nicht mein letztes Buch von Katrin Bongard

Ein herzliches Dankeschön an Uwe von Red Bug Books für das Rezensionsexemplar von Junimond.

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Der Rattenzauber

28.05.2013
Cover Der Rattenzauber deutsch

Wir schreiben das Jahr 1284: Der Ritter Robert von Thalstein wird vom Herzog Heinrich von Braunschweig nach Hameln geschickt. Ihm ist zu Ohren gekommen, dass nur zwei Monate zuvor 130 Kinder aus der Stadt spurlos verschwunden sind und Robert von Thalstein soll herausfinden was mit diesen Kindern passiert ist. Viele Gerüchte gibt es um das Verschwinden der Kinder, doch am hartnäckigsten hält sich die Legende vom Rattenfänger.
Die Bewohner Hamelns hatten ihn ins Dorf geholt, damit er sie von der Rattenplage befreit. Als er dies tat, verweigerten sie ihm jedoch seinen Lohn. Zur Strafe kam er des Nachts wieder und lockte mit seiner Flöte die Kinder aus ihren Betten um mit ihnen zu verschwinden.

Robert glaubt an derlei Geschichten nicht und versucht gerade heraus zu erfahren, was hier vorgefallen ist. Doch er hat nicht damit gerechnet auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung zu treffen. Niemand will mit ihm über die Kinder reden, stattdessen rät man ihm schleunigst aus der Stadt zu verschwinden.
Doch so einfach ist das alles nicht. Robert von Thalstein war nicht immer ein Ritter des Herzogs von Braunschweig. Einst kam er selbst aus dem kleinen Ort Hameln und für ihn ist es somit auch eine Reise zurück in seine frühe Kindheit. Mit acht Jahren verlor er seine gesamte Familie und nicht wenige aus dem Dorf erinnern sich an ihn und die Geschichte von damals.

Robert aber ist hartnäckig und versucht weiter in die Menschen zu dringen. Einzig der Dichter in der Herbergskammer neben ihm spricht über die Kinder, wenn auch aus ganz anderen Stücken. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht die Hölle zu erforschen und ist der Meinung, der Rattenfänger hat die Kinder direkt in die Hölle gebracht, aus Rache für seine entgangene Entlohnung.
Nun wimmelt es allerdings in Hameln wie nirgendwo nur so vor Ratten. Es müssen beinahe Tausende sein, die sich in der Stadt herumtreiben und so ganz glauben kann er nicht, dass der Rattenfänger seine Aufgabe zur Zufriedenheit der Dorfbewohner ausgeführt hat.
Doch nicht nur auf Ratten trifft der Ritter in diesem Ort, auch seine Vergangenheit holt ihn ein. Viele Jahre hat er die schreckliche Nacht von damals verdrängt, hier aber, am Ort des Geschehens suchen ihn Reue und Verzweiflung wieder heim. Wie konnte es damals soweit kommen?

Nicht Jeder ist dem Ritter gegenüber ablehnend eingestellt, neben dem Dichter Dante, erwärmt sich auch die Tochter der Herbergsmutter für den hübschen Ritter. Doch der hat weder Zeit noch Lust sich auf eine Liebelei einzulassen und muss schnell merken, dass Maria alles andere als einsichtig ist. Schon bald versucht sie ihn mit heidnischen Zaubern für sich zu gewinnen und nicht nur sie läuft abseits des christlichen Weges. In Hameln gibt es eine Gruppe von Ketzern die sich auf dem Friedhof angesiedelt haben. Die 'Jünger Wodans' werden vom Vogt Wetterau erst mit unterschwelligen, dann mit direkten Andeutungen des Verschwindens der Kinder bezichtigt.
Kann es denn so einfach sein?
Sehr bald schwirren Robert die Sinne von den vielen verschiedenen Richtungen, die seine Ermittlungen hier nehmen und zu seiner Trauer, verlässt auch noch sein einziger Verbündeter die Stadt. Nicht aber, ohne Robert eine Nachricht zu hinterlassen, die ihn zur Vorsicht mahnt. Zurecht, wie sich schnell herausstellt.

Schon am selben Abend zieht ein neuer Gast neben ihm ins Zimmer. Der Baumeister von Hameln, der die Mysterienbühne erbaut, auf der die Kreuzigung Christie vorgeführt werden soll, sobald der Bischof und der Herzog der Stadt einen Besuch abstatten.
In dieser Nacht träumt Robert allerlei wirres Zeug. Er hört Geräusche aus dem Nachbarszimmer und schleicht sich rüber. Der Anblick raubt ihm beinahe den Verstand. Auf dem Boden liegt der Baumeister mit durchschnittener Kehle. Doch das Schlimmste: Roberts Messer steckt neben der Leiche im Boden. Wie kann das sein? Er nimmt das Messer auf, bevor ihm sein Handeln klar wird und er fluchtartig das Zimmer verlässt.
Kurz darauf erwacht er hustend. Die Herberge brennt - bzw. Teile davon. Maria hat ihn geweckt, denn der Brandherd ist direkt nebenan - im Zimmer des Baumeisters. Jemand hat die Leiche angezündet. Da bemerkt er das Blut an seiner Hand. Hat er wirklich nur geträumt, dass er im Zimmer des Baumeisters war und ihn dort auf dem Boden hat liegen sehen? Auch Maria entdeckt das Blut an seiner Hand. Welche Schlüsse zieht sie?
Etwas geht in dieser Stadt vor und Robert fragt sich allmählich ob es wirklich so klug war den Auftrag des Herzogs anzunehmen.

Jeder kennt die Legende vom Rattenfänger von Hameln und dieses Buch beschäftigt sich auf ihre eigene Weise mit dem Verschwinden der Kinder.
Wie kaum ein anderer gelingt es Kai Meyer den Leser in die Zeit des 13. Jahrhunderts zu entführen und wickelt ihn in die vielen Irren und Wirren der Geschichte. Es ist für mich schwer vorstellbar, dass Eltern nicht um ihre Kinder trauern und so kann ich die Menschen in Hameln nicht verstehen. Doch das Ende erklärt die Haltung der Menschen von Hameln und bringt eine gute Wendung in die Geschichte.

Warum also gebe ich dem Buch nur vier Sterne? Nun, ich bin durchaus besseres von Kai Meyer gewohnt und auch wenn mich das Buch in seinen Bahn gezogen hat, hätte ich mir ein wenig weniger lose Fäden gewünscht. Auch wird das Handeln einiger Personen aus meiner Sicht nicht ganz erklärt.
Zu dieser Zeit war der strenge Glaube ans Christentum sehr stark verbreitet und so wundert es mich, dass Robert von Thalstein sich so leicht beeinflussen lässt von Menschen die nebem dem Pfad Gottes laufen. Auch wäre ein Personenregister nicht unpraktisch gewesen.
Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es wirklich empfehlen. Leider gibt es keine Druckversion mehr. Aber das sollte euch nicht abhalten ;)

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