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Cover Real Englisch

Vor 6 Jahren ist Brooke Dumas großer Traum, als Läuferin bei den Olympischen Spielen zu starten, aufgrund einer schweren Verletzung für endgültig geplatzt. Sie konnte diese Enttäuschung nie wirklich überwinden, doch sie versucht wenigstens, sich ein neues Leben aufzubauen. Gerade hat sie ihre Ausbildung zur Physiotherapeutin abgeschlossen und ist nun auf der Suche nach einem Job. Das ist aber leichter gesagt als getan.
Doch dann eröffnet sich ihr eine Chance von ganz unerwarteter Seite: Bei einem Underground Boxkampf lernt sie den Champion Remington 'Riptide' Tate kennen. Sofort ist Brooke fasziniert von dem muskulösen Kämpfer und kann kaum die Augen von ihm lassen. Als Remy sie dann tatsächlich auf sein Hotelzimmer einlädt, ist Brooke auf alles vorbereitet - nur nicht darauf, dass er ihr einen Job in seinem Team für den Rest seiner Tour anbietet.
Eigentlich ist das eine Gelegenheit, die sie sich nicht entgehen lassen sollte. Denn im Untergrund-Kampfzirkus hat sich der ehemalige Profiboxer Remington einen Namen gemacht und wenn Brooke ihn zu ihren Klienten zählen kann, ist das gute Werbung. Doch gleichzeitig erweckt Remy auch etwas in Brooke, das sie noch nie erlebt hat und ein professionelles Verhältnis zu ihm quasi unmöglich macht.
Je mehr sie über Remington herausfindet, umso mehr verblüfft und fasziniert er Brooke. Doch er verheimlicht ihr etwas...etwas, das zwar vieles über den geheimnisvollen Kämpfer erklärt, Brooke aber vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens stellen könnte.

Gleich im Vorfeld muss ich schon mal warnen, dass mir diese Rezension alles andere als leicht gefallen ist, denn selten war ich bei einem Buch so hin und her gerissen, was die Bewertung angeht, wie bei Real von Katy Evans. Es gibt einige Elemente die ich absolut geliebt, und andere, dich ich schlicht und einfach gehasst habe.
Eigentlich steht und fällt alles mit Brooke. Sie ist die Protagonistin und Erzählerin in Real und setzt damit den Ton und die Stimmung für das ganze Buch. Leider ist sie aber eine der selbstsüchtigsten und unangenehmsten Heldinnen, die mir je untergekommen sind. Es fängt schon in dem Moment an, als ihr Remington zum ersten Mal unter die Augen tritt. Ab diesem Augenblick gehen die Hormone mit ihr durch und jedes Mal, wenn Remy etwas sagt, sich bewegt, nur atmet oder - Gott bewahre - seine Muskeln spielen lässt, wird das ausgiebig und auf niedrigstem Niveau kommentiert. Wir erfahren mehr über den Zustand ihrer Nippel und Höschen, als über sonst etwas in diesem Buch. Dass sie sich sonst damit brüstet, niemals verliebt gewesen zu sein, (angeblich) eher ein rationaler Mensch ist, der sich nie von ihrer Lust leiten lässt, macht es nicht besser. Es hat mich ernsthaft wahnsinnig gemacht, wie sie ständig Remy nachlechzt, aber nicht mal ein normales Gespräch mit ihm anfangen kann. Auch sonst fällt sie nicht immer die besten Entscheidungen und ist (gerade gegen Ende) manchmal so egoistisch und ich-bezogen, dass man sie am liebsten schütteln möchte.
Dementsprechend leidet auch der allgemeine Schreibstil unter Brooke. Ihre durchgehend hormongesteuerten Gedankengänge sind nicht nur irgendwann nervig und langweilig, sondern sie wiederholen sich auch ständig - sogar innerhalb einer Szene passiert manchmal dreimal das Gleiche. Vermutlich als Ausgleich zu ihrer sonstigen Art und um etwas Niveau in das Buch zu bringen, wirft Brooke oft mit verschiedenen Fachbegriffen und medizinischen Bezeichnungen für Muskelpartien und Körperteilen um sich. Das hat aber eher zur Folge, dass sich viele Passagen sehr merkwürdig lesen. Eigentlich ist das sehr schade, denn Katy Evans hat durchaus das Zeug zu einer talentierten Schriftstellerin, wenn sie sich etwas mehr zurückhalten und Struktur in ihre Szenen bringen würde.

Warum ist mir also die Bewertung so schwer gefallen, wenn ich kaum ein gutes Haar an diesem Buch lassen kann? In einem Wort: Remington. Lange Zeit war ich ihm gegenüber sehr misstrauisch. Er ist eher ein stiller Typ, gleichzeitig aber auch unglaublich selbstüberzeugt und dominant. In vielen Momenten habe ich mich gefragt, was wohl gerade in seinem Kopf vor sich geht. Nach und nach lernen Brooke und der Leser aber viel über ihn: Er liebt Musik, ist unglaublich launisch, hat sowohl eine sehr verletzliche, als auch eine fast schon animalisch besitzergreifende Seite und ist bedingungslos loyal. Eigentlich ist all das gar nicht mal so ungewöhnlich für diesen Alphamännchen-Typ und manchmal haben seine verschiedenen Seiten sogar nicht mal unbedingt zusammengepasst - bis man ein bestimmtes Detail über ihn erfährt und alles einen Sinn ergibt. Das war ein totaler Wendepunkt für mich und Remy hat sich zum Hauptgrund entwickelt, warum ich unbedingt weiterlesen wollte. Er hat viel von dem wieder wettgemacht, was Brooke mir vermiest hat.

Deshalb kann ich euch nicht mal aus vollstem Herzen davon abraten Real zu lesen. Denn so sehr mich der eine Protagonist in den Wahnsinn getrieben hat, so begeistert war ich von dem anderen. Wen sehr erotische und oft übertriebene Schwärmereien der weiblichen Hauptfigur nicht stören, der wird vermutlich mit Brooke wesentlich mehr anfangen können, als ich. Remington ist es meiner Meinung nach so oder so wert, diesen Roman zu lesen.
Deshalb werde ich wohl auch die restlichen Bücher von Katy Evans Real, Raw & Ripped-Reihe lesen, die insgesamt fünf Bände umfassen wird. Band 2 Mine (keine Rezension) führt Remys und Brookes Geschichte fort und Band 3 Remy (keine Rezension) wird Real aus Remys Sicht erzählen. Ein weiteres Buch handelt von Brookes bester Freundin Melanie. Vom fünften und letzten Buch ist bisher noch nichts weiter bekannt.

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Cover Artikel 5 deutsch

In einem dystopischen zukünftigen Amerika gelten harte Moralstatuten. Sie unterdrücken Religions- und Meinungsfreiheit und auch an Persönlichkeitsrechte ist nicht zu denken. Ein puritanische Geschlechterbild wird gefördert und ehelose Kinder gelten als Verbrechen. Die 17-jährige Amber ist ein solch eheloses Kind. Sie und ihre Mutter Lori versuchen nicht aufzufallen, um ja nicht die Aufmerksamkeit des Federal Bureau of Reformation kurz FBR zu erregen. Diese militärisch aufgebaute Instanz sorgt nicht nur dafür, dass die Moralstatuten eingehalten werden, sondern bestraft auch alle, die gegen sie verstoßen. Doch es kommt wie es kommen muss, Ember und ihre Mutter werden geschnappt und getrennt. Ember kommt in eine Besserungs- und Resozialisierungsanstalt für Mädchen und was mit ihrer Mutter geschieht, ist unklar. Doch besonders hart trifft Ember die Tatsache, dass der etwas ältere Nachbarssohn Chase - der inzwischen seinen Militärdienst beim FBR ableistet - bei der Verhaftung dabei ist und keinen Finger rührt, um ihr oder ihrer Mutter zu helfen.
Amber setzt alles dran, der Besserungsanstalt mit ihrer sadistischen Leiterin zu entkommen. Nie hätte sie gedacht, dass ausgerechnet Chase der Schlüssel für ihre Freiheit ist...

Article 5 / Artikel 5 von Kristen Simmons ist gut geschrieben und von der Idee her wirklich interessant. Natürlich ist das dystopische Regime ein schreckliches und besonders die Bigotterie des Ganzen verursacht einem schnell Übelkeit. Insgesamt hätte ich hierzu gerne mehr erfahren, doch der Fokus liegt eindeutig auf der Beziehung zwischen Ember und Chase und auf ihrer Flucht. Und diese Flucht ist wirklich lang - sie umfasst etwa zwei Drittel des ganzen Buches. Dabei passieren zwar eine Menge Dinge und es wird immer wieder spannend, wenn die zwei um ihr Fortkommen oder ihr Leben kämpfen müssen. Doch gerade deswegen hätte ich mir - öfter als tatsächlich vorhanden - Momente zum Inne halten gewünscht. So wird die Entwicklung der Charaktere im Laufe der Flucht nur bedingt nachvollziehbar.
Gelungen fand ich dagegen die kurzen Rückblicke auf Embers und Chases Kinder- und Teenagertage. Anhand alltäglicher oder besonderer Momente wird deutlich, wie innig sie sich einst zugetan waren. Zunächst hat man Schwierigkeiten den inzwischen sehr hart wirkenden Chase mit dem liebevollen Freund aus Embers Jugendtagen in Einklang zu bringen. Doch mit der Zeit wird man neugierig und fragt sich, was diese Veränderung ausgelöst hat und ob noch etwas von dem 'alten Chase' übrig ist.

Cover Article 5 englisch

Trotz geweckter Neugierde lag mir der Fokus zu sehr auf der Beziehung zwischen Ember und Chase und zu wenig auf dem dystopischen Charakter des Buches. Hier hätten mich insbesondere folgende Fragen noch sehr interessiert: Wie ist die Welt so geworden, wie sie jetzt ist? Was war das überhaupt für ein Krieg? Und wer hat dabei gegen wen gekämpft? Wie ist die FBR an die Macht gekommen? Was wurde aus der Demokratie? So lange her kann der Wandel noch nicht sein, weil beispielsweise erwähnt wird, dass die Bill of Rights gerade erst vom Lehrplan gestrichen wurden.
Auch die Stärke des Widerstands hat mich erstaunt. Er wird als solcher zwar erwähnt, aber wie schlagkräftig er wirklich ist, kann man lange Zeit nicht beurteilen.
Hinzu kommt, dass Ember mir oft zu impulsiv war. Ich kann es einfach nicht gut haben, wenn Protagonistinnen sich nur von ihren Gefühlen leiten lassen, obwohl sie eigentlich alles tun sollten, um einen klaren Kopf zu bewahren, weil einfach ihr Leben davon abhängt. Deshalb habe ich immer wieder Schwierigkeiten mit Charakteren, die eine solch gewichtige Tatsache mal eben beiseiteschieben, weil die Hormone mit ihnen durchgehen. Nichts gegen Wut, Trauer oder Wahnsinn zur rechten Zeit. Wenn man beispielsweise DIE Jugenddystopie unserer Zeit betrachtet The Hunger Games / Die Tribute von Panem, dann kann man wohl sagen, dass auch Katniss ihre schwachen und sogar irren Momente hat. Doch wenn es hart auf hart kommt, steht sie 'ihre Frau' und genau deshalb mag ich sie so. Von Ember kann ich das über weite Strecken von Article 5 / Artikel 5 nicht behaupten, wobei ich zugeben muss, dass sie mich zum Ende hin positiv überraschen konnte. Genau das ist auch der Grund, warum ich vermutlich auch die weiteren Article 5 / Artikel 5-Bücher von Kristen Simmons lesen werde.

Man kann Article 5 / Artikel 5 ziemlich gut alleine lesen, obwohl es der erste Teil einer Trilogie ist. Auf Englisch ist der zweite Teil Breaking Point (keine Rezension) schon erschienen. Zum Erscheinungstermin der deutschen Ausgabe ist mir noch nichts bekannt.

Fazit: Ember und Chase sind zwei spannende, wenn auch nicht unbedingt durchweg sympathische Charaktere. Das Regime in Article 5 / Artikel 5 war schrecklich und das Buch insgesamt unterhaltsam. Ich möchte in jedem Fall wissen, was weiterhin passiert.

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Cover Fifty Shades Darker englisch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Fifty Shades / Shades of Grey.

Anastasia kann nicht so recht glauben, dass sie das getan hat. Sie hat ihn verlassen, ja ist regelrecht geflüchtet vor dem einzigen Mann, der je in ihr Herz und auch ihr Höschen durfte. Doch sie konnte einfach nicht mehr. Seine Wünsche und Bedürfnisse passen einfach nicht in ihre Vorstellung einer Beziehung, denn eins weiß sie: sie will nicht nur seine Untergebene sein, sie will die Frau an seiner Seite sein, von ihm geliebt werden.
Aber Ana weiß auch, dass Christian kein Mann ist der lieben kann. Ein Mensch, der eine derart negative Einstellung von sich selbst hat, kann wohl nicht verstehen, dass er geliebt wird.

Sie wird seinen Gesichtsausdruck nie vergessen, als sie aus seiner Wohnung geflüchtet ist und auch jetzt noch hat sie seinen Blick vor Augen. War es wirklich die richtige Entscheidung? Wird er sie einfach vergessen und sich eine Neue suchen?

Viel Zeit zum Nachdenken hat sie nicht, denn ihr neuer Job hat begonnen und sie will natürlich einen guten Eindruck machen. Jack, ihr neuer Chef, scheint jedenfalls angetan von ihr zu sein und sie versucht ihre Arbeit so gut es geht nicht von ihren privaten Problemen beeinflussen zu lassen.
Gerade jetzt bräuchte sie ihre Freundin Kate besonders, doch die vergnügt sich derweil mit Elliot, Christians Bruder, auf der Sonneninsel Barbados.
An ihrem ersten Arbeitstag erhält sie einen großen Blumenstrauß mit einer Karte - Christian! Wie soll sie so über ihn hinwegkommen?

Völlig unterwartet erhält Ana zwei Tage später eine E-Mail von Christian - er erinnert sie an Josés Ausstellung und bietet ihr an, wohlwissentlich dass sie keinen eigenen Wagen hat, sie zur Ausstellung zu begleiten.
Sie denkt eine kleine Weile darüber nach und kommt zu dem Schluss, dass es nett ist ihr dies anzubieten und sie will schließlich unbedingt zu Josés Ausstellung.

Die Suche nach dem perfekten Outfit gestaltet sich als schwierig. Die tollen Kleider hängen im Schrank in Christians Apartment und ihr eigener Kleiderschrank gibt wenig her. Also sucht sie bei ihrer Mitbewohnerin nach etwas passendem und stellt erschrocken fest, dass sie in den letzten Tagen viel Gewicht verloren hat. Kein Wunder, nach ihrem Abgang bei Christian hat sie kaum etwas gegessen. Wie er wohl darauf reagiert?

Dann ist es so weit - vor dem Eingang zu ihrem Bürogebäude hält der ihr bekannte dunkle Wagen. Sie wird nervös. Wie wird er reagieren wenn er sie sieht? Hat er sich verändert? Hat er sie vielleicht doch vermisst?
Es gibt nur einen Weg das herauszufinden - sie wagt sich in die Höhle des Löwen. Taylor scheint erfreut sie wieder zu sehen und öffnet ihr die Wagentür. Es tut so gut jemanden zu sehen, der ihr wohlgesonnen ist.

Kaum hat sie im Wagen Platz genommen beginnt er Herz zu rasen. Da sitzt er. Genauso wie sie ihn in Erinnerung hat, umwerfend. Natürlich merkt er sofort ihren Gewichtsverlust und spricht sie darauf an. Da wären wir also wieder, es hat sich nichts geändert. Doch Ana ist zu voreilig. Christian hat sich verändert und kaum 5 Minuten später öffnet er ihr sein Herz. Er hat sie vermisst, sehr sogar. Die letzten Tage waren also nicht nur für Ana die Hölle. Ein kleiner Hoffnungsschimmer breitet sich in ihr aus. Vielleicht ist sie ja doch mehr für ihn als nur ein Betthase?

Mit dem Heli geht es von Seattle nach Portland und die Unterhaltung nimmt eine neue Wendung. Christian will sie wirklich zurück! Doch um welchen Preis? Ana kann ihm nicht geben was er braucht.
Doch zu erst steht die Ausstellung an. José ist so talentiert, das hat er schon bei den Fotos von Christian bewiesen, die er für das Interview gemacht hat. In der Galerie angekommen wird Ana von wildfremden Menschen angesprochen und von allen Seiten angeschaut. Was ist hier los? Woher kennen sie denn diese Menschen alle? Und dann entdeckt sie die Bilder. José hat Fotos von Ana aufgehängt, sie bilden den Mittelpunkt seiner Ausstellung. Ana ist baff. Das hätte er ihr ja vielleicht mal sagen können. Auch Christian scheint alles andere als begeistert zu sein, denn es zeigt ihm einmal mehr, dass José in Ana mehr als nur eine gute Freundin sieht. Nur Ana merkt wieder nichts und ist schon bald von Christians ablehnender Haltung ihrem alten Freund gegenüber genervt. Wann kapiert er es endlich? Die Ausstellung läuft gut, doch Ana fühlt sich ein wenig bloß gestellt durch die Fotos.
Schon recht kurz nach ihrer Ankunft vor Ort drängt Christian zum Aufbruch. Er hat es sich in den Kopf gesetzt Ana zum Essen auszuführen und will sie möglichst weit weg von diesem Fotografen haben. Zudem müssen sie reden - unbedingt. Also willigt Ana ein und sie machen sich auf den Weg zu einem kleinen Restaurant. Kaum haben sie bestellt, beginnt Christian da Gespräch. Er hätte nie gedacht, dass es ihm so gehen könnte wie in den letzten fünf Tagen - und alles nur weil Ana ihn verlassen hat. Sie hat eine Seite in ihm geweckt, die er vorher nicht kannte und die keine andere je ausfüllen kann.
Ana ist geschockt und glücklich zu gleich. Hat sie es wirklich geschafft diese harte Schale zu knacken? Kann er vielleicht doch lieben?

Aber Ana kann nicht vergessen. Weder seine Bedürfnisse, noch seine Vergangenheit und am aller wenigsten seine 'Lehrmeisterin'. Sie wird immer in seiner Nähe sein und Ana weiß nicht ob sie das ertragen kann.
Doch schon bald hat Ana ganz andere Probleme. Eine junge, schmutzige und leicht verwirrte Frau begegnet ihr. Wer ist das? Und wieso sieht sie ihr so verdammt ähnlich?

Cover Gefährliche Liebe deutsch

Puh, eine lange Einleitung zum zweiten Band, ich weiß. Aber es ist leider schwierig bei diesen Büchern ein spannendes Ende zu finden.
In Fifty Shades Darker / Gefährliche Liebe finden Ana und Christian also wieder zusammen - schon irgendwie logisch, sonst hätte sich E. L. James den letzten Band der Reihe Fifty Shades Freed / Befreite Lust schenken können.
Während im ersten Band die Schlafzimmer-Beziehung der beiden Hauptcharaktere im Vordergrund stand, kam hier tatsächlich noch etwas Neues hinzu. Mir hat die erste Hälfte des Buches tatsächlich Spaß gemacht zu lesen, weil so ein klein wenig Nervenkitzel dazu kam. Natürlich gibt es auch in diesem Band wieder mehr Sex als es dem Leser gut tut. Ich mag gar nicht daran denken, wie es wohl im letzten Teil aussieht ...
Aber lesen werde ich ihn wohl dennoch.

Ana macht in diesem zweiten Teil eine kleine Veränderung durch. Sie sagt immerhin nicht mehr zu allem Ja und Amen und auch Christian verändert sich. Aus dem harten Kerl wird ein Mann mit weicher Seite. Man könnte meinen, die Autorin hätte einen völlig neuen Charakter erschaffen, was schon ein wenig schade ist. Schließlich ist die Figur Christian das, was die Bücher aus macht.
Dennoch hat mir der zweite Teil besser gefallen als der Erste. Warum genau kann ich gar nicht mal so direkt sagen. Vielleicht ist es wirklich die Veränderung von Ana, die sich ein wenig mehr auf die dunkle Seite traut.
Genervt bin ich allerdings weiterhin von den grandiosen Dialogen und dem ständigen 'Er ist so toll - was will er nur von mir.'. Hier merkt man ganz deutlich die Verbindung zu Bella aus der Twilight Saga / Biss-Reihe.

Nun liegt noch ein Buch vor mir und ich hoffe einfach mal, dass hier noch ein wenig mehr Spannung aufkommt, da das Ende diese Vermutung stützt.

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Cover Gameboard of the Gods Englisch

Nachdem die Welt von religiösen Extremisten und dem mysteriösen Virus Mephistopheles beinahe zerstört wurde, hat sich zwangsläufig eine neue Weltordnung entwickelt. In Europa herrscht Chaos und in den verschiedenen Provinzen, wie z. B. Südamerika, ist Kriminalität alltäglich. Einzig in der Republic of United North America (RUNA) herrscht ein geregeltes Leben. Die Bevölkerung lebt dort relativ luxuriös und sicher und verfügt über neueste Technik. Allerdings hat diese Sicherheit ihren Preis: Die Menschen werden überwacht, Geburten und genetisches Erbmaterial kontrolliert und die meisten Religionen sind schon lange verboten.
Dafür, dass das alles funktioniert, sorgen, neben dem Militär und der Polizei, die Praetorians, eine Spezialeinheit, deren Mitglieder dank eines Implantats über besondere Fähigkeiten und Schnelligkeit verfügen. Eine von ihnen ist Mae Koskinen. Mae liebt ihren Job. Sie ist bereit alles zu geben, um die Ordnung der RUNA aufrecht zu erhalten und glaubt an das, wofür ihr Land steht.
Eigentlich hat Mae sich zu jeder Zeit vollkommen unter Kontrolle - außer an einem verhängnisvollen Tag, an dem sie ausgerechnet auf einer Beerdigung provoziert wird und einen Kampf vom Zaun bricht. Und die nehmen bei Praetorians schnell extreme Ausmaße an. Zur Strafe muss Mae zwei Regierungsbeamte nach Panama City begleiten, um dort den ehemaligen Servitor (Ermittler, die die Entwicklungen von Religionen und Sekten kontrollieren) Dr. Justin March aus dem Exil zurück in die RUNA zu holen. Mae wird prompt zu seinem Bodyguard ernannt, denn Justin soll in einer Mordserie ermitteln, die landesweit für Aufsehen sorgt und in der alle Opfer durch rituelle Waffen zu Tode gekommen sind.
Je näher die beiden den Dingen auf den Grund gehen, umso klarer wird ihnen, dass dahinter nicht einfach religiöse Fanatiker stecken - jedenfalls nicht nur. Etwas viel Größeres hat seine Finger im Spiel. Etwas, das sich nicht wissenschaftlich erklären lässt und in das sowohl Justin als auch Mae bereits viel länger verstrickt sind, als ihnen bewusst ist.

Die Welt von Gameboard of the Gods ist so komplex, dass es unmöglich ist, das alles in ein paar Sätzen zusammen zu fassen. Richelle Mead nimmt sich dementsprechend viel Zeit dem Leser diese Welt erst einmal vorzustellen. Das hat zum Vorteil, dass sich der Leser ziemlich gut in diese neue Realität, in der sich wirklich einiges verändert hat, einfühlen kann und sich das meiste schon nach kurzer Zeit recht natürlich und logisch anfühlt. Leider bleiben dabei aber zu Beginn die Charaktere ein wenig auf der Strecke und das hat mir den Einstieg etwas erschwert.
Bei ihren Charakteren beweist Richelle Mead aber wieder ein besonderes gutes Händchen. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Mae, Justin und gelegentlich auch Tessa, der Tochter von Justins bestem Freund aus Panama, die er mit in die RUNA nimmt. Mae wirkt auf den ersten Blick extrem kühl und unnahbar, was sowohl mit ihrem Hintergrund, als auch natürlich ihrem Job als Praetorian zu tun hat. Doch hinter ihrer kontrollierten Fassade steckt wesentlich mehr. Sie ist loyal und mutig, hat aber große Schwierigkeiten, sich zu öffnen. Das liegt aber auch daran, dass irgendetwas nicht mit ihr stimmt. Denn manchmal, wenn sie kämpft, spürt sie, dass sie eine Art Macht überkommt, die sie sich nicht erklären kann.
Justin ist so ziemlich ihr genaues Gegenteil. Er tut immer das, worauf er gerade Lust hat. Und das sind meistens Alkohol, Zocken, Drogen und Frauen. Meist in Kombination. Sein gutes Aussehen und Charme helfen ihm dabei natürlich. Doch Justin ist auch ein genialer Ermittler. Er kann Menschen durchschauen wie kein anderer und so dauert es nicht lange, bis er feststellt, dass auch Mae Geheimnisse hat. Justin selbst versteckt allerdings ebenfalls etwas. Als Ermittler der SCI (Sect and Cult Investigation) sollte er eigentlich der Letzte sein, der an Gottheiten oder das Übernatürliche glaubt. Er hat aber schon vor langer Zeit gelernt, dass der Mensch längst noch nicht alles weiß. Tatsächlich hat er sogar zwei ständige Begleiter, die ihn daran erinnern, dass es mehr da draußen gibt...
Vor allem durch diese beiden sehr unterschiedlichen Figuren bekommt die Geschichte (nachdem sie die etwas träge Anlaufzeit überstanden hat) eine tolle Dynamik. Justin und Mae sind gleich auf mehrere Arten miteinander verbunden, die erst nach und nach aufgedeckt werden. Während ihren Ermittlungen stoßen sie auf jede Menge Hinweise, die irgendwann ganz plötzlich Sinn ergeben und einen wirklich gelungenen Höhepunkt ermöglichen.
Es fällt übrigens ziemlich schwer, Gameboard of the Gods einem bestimmten Genre zuzuweisen. Es ist Fantasy, denn der Titel ist nicht ohne Grund gewählt und diese Gottheiten haben einiges vor für ihre Spielfiguren. Es ist aber auch Science Fiction und zu einem gewissen Grad vielleicht sogar eine Dystopie. Normalerweise mag ich es nicht, wenn sich gerade Fantasy und Dystopie vermischen, doch im Falle von Gameboard of the Gods klappt diese Verschmelzung so gut, logisch und unübertrieben, dass es mir sehr gefallen hat.

Trotzdem, auch nach dem etwas zähen Anfang konnte ich Gameboard of the Gods nicht wirklich einfach runterlesen. Ich weiß nicht woran es liegt - denn wie gesagt, das Buch macht mit spannenden Charakteren und einer interessanten Geschichte wirklich alles richtig - trotzdem habe ich einige Tage gebraucht, um das Buch zu beenden. Das und die Tatsache, dass es relativ wenig Romantik gibt, sind eigentliche meine einzigen Kritikpunkte.
Da eine langsam aufkeimende Liebesgeschichte aber typisch für Richelle Mead ist, mache ich mir für den Rest der Age of X-Reihe eigentlich keine Sorgen. Denn auch den zweiten Band, der bisher noch ohne Titel ist, werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Zwar gibt es keinen wirklichen Cliffhanger und die Geschichte um die Morde ist im Großen und Ganzen in sich abgeschlossen, aber gerade gegen Ende gibt es so viele Hinweise und Details, die Maes und Justins Rolle betreffen, dass ich mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Gameboard of the Gods erscheint in den USA am 4. Juni 2013. Über eine deutsche Veröffentlichung weiß ich bisher noch nichts, allerdings stehen die Chancen wohl recht gut.

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Cover Pickup Men Englisch

Sich zu outen ist in den seltensten Fällen einfach. Keiner weiß das besser, als Marty. Denn auch wenn er mit seiner Familie und seinen Freunden nur positive Erfahrungen gemacht hat, sehen es viele Menschen in der Rodeo Szene nicht ganz so gelassen, dass einer der besten Pickup Men (so werden die Männer genannt, die den Rodeo-Reiter von den buckelnden Wildpferden runterholen) überhaupt schwul ist. Es gibt immer wieder engstirnige Machos, die Marty das Leben schwer machen. Er ist aber dennoch froh sein Leben nicht im Geheimen führen zu müssen.
Trotzdem versteckt er seine Beziehung gerade. Denn Tripp, mehrfacher Rodeo-Champion und der Mann, mit dem Marty seit über einem Jahr eine heimliche Beziehung führt, hat sich immer noch nicht geoutet. Und wenn man bedenkt, wie eiskalt er Marty in der Öffentlichkeit ignoriert, hat er das wohl auch in Zukunft nicht vor. Marty ist natürlich alles andere als glücklich damit, doch er liebt Tripp über alles und hofft immer noch, dass er sich irgendwann zu ihm bekennt.
Als er allerdings sein Leben riskiert, um Tripp in der Arena vor einem Bullen zu retten, und dabei selbst von ihm auf die Hörner genommen wird, reicht es Marty endgültig. Denn anstatt Marty in der zur Seite zu stehen und sich zu vergewissern, dass er sich nicht verletzt hat, steht er am anderen Ende der Arena und schaut nur zu wie Marty von den Sanitätern abtransportiert wird. Erst am Abend schleicht sich Tripp heimlich ins Krankenhaus. Doch da ist es für Marty schon zu spät. Er hat genug davon, ein schmutziges Geheimnis zu sein. Er trennt sich von Tripp
Doch Tripp hat nicht grundlos so panische Angst, sich zu outen. Trotzdem ist er bereit um Marty zu kämpfen, auch wenn das alte Dämonen auf den Plan ruft, die ihn seit Jahren verfolgen...

Ich muss zugeben, dass es die Problematik von Homosexualität in einer Machoszene wie dem Rodeo Zirkus war, die mich an Pickup Men von L.C. Chase am meisten interessiert hat. Das hat auch tatsächlich sehr viel Stoff für die Geschichte hergegeben. Ich konnte durchaus verstehen, wieso Tripp dieser letzte Schritt so schwer gefallen ist. Sein einziges Vorbild ist Marty und im Gegensatz zu ihm, kann Tripp sich nicht auf eine liebevolle Familie und verständnisvolle Freunde stützten. Im schlimmsten Fall könnte der Profisportler sogar seinen wichtigsten Sponsor verlieren. Es steht also wirklich viel auf dem Spiel für ihn.
Doch auch Marty konnte ich nur zu gut verstehen ? spätestens ab seinem Unfall. Der war nämlich wirklich alles andere als harmlos und die Art und Weise, wie Tripp ihn behandelt hat, war unverzeihlich. Das sich etwas ändern muss, ist klar und Marty hat jedes Recht, das zu verlangen.
Alles in allem ist die Ausgangssituation in Pickup Men also eigentlich recht interessant und hat durchaus Lust auf mehr gemacht. Allerdings konnte das Buch dennoch nur bedingt meine Aufmerksamkeit halten. Denn gerade in der ersten Hälfte gibt es zu wenige Szenen zwischen Tripp und Marty, die mich wirklich an ihrer Geschichte teilhaben ließen. All ihre Probleme werden eher in ihren Köpfen behandelt, als wirklich miteinander. Eine echte emotionale Verbindung zwischen den beiden hat mir gefehlt. Ich hatte auch das Gefühl, dass man mehr von Martys Freunden Kent und Bridge sieht, als von Tripp.
Das Level an Drama ist ebenfalls stellenweise ein wenig übertrieben. Die Hauptcharaktere bringen viel Zeit auf die ein oder andere Art im Krankenhaus zu und es war ein ständiges Hin und Her, wer jetzt gerade wem hinterher jagt. Wirklich Emotionen kommen aber dennoch nicht auf. Das liegt vielleicht auch ein wenig an L.C. Chases etwas zu beschreibenden und flachen Schreibstil.

Insgesamt ist Pickup Men von L.C. Chase daher eine nette Geschichte, der aber trotzdem das gewisse Etwas fehlt und die nicht ganz durchdacht wirkt. Die Hauptcharaktere verbringen zu viel Zeit getrennt voneinander und wirkliche Emotionen werden auch nicht vermittelt. Es ist sicher nicht das Schlechteste M/M Romance Buch, das ich je gelesen habe, allerdings definitiv auch nicht das Beste.

Pickup Men erscheint am 8. Juli 2013 in den USA.

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